Garden of Madness – Von obszönen Gurkengewächsen

Garden of Madness – Von obszönen Gurkengewächsen

Neues aus dem verrückten Garten des friedfertigen Anbaues. Ich hab ein Bisschen viel Zucchini angebaut, auf der Packung stand es wären Kürbisse. Muss wohl ein Übersetzungsfehler gewesen sein. Jetzt hab ich 5 Zucchinipflanzen, die versuchen meinen Garten zu übernehmen. Eine Zucchini hat sogar schon eine Rolle im Trailer für IDM 3. So schnell kann es gehen, kaum ausgewachsen, schon werden sie flügge.

Dann hab ich noch verschiedene Gurkenpflanzen angebaut und die wachsen und wachsen und nehmen gar seltsame Formen an. Aber seht selbst.

Ich finde es erschreckend, dass unsere halbe Ernte in einem veganen Porno mitspielen könnte. Ich habe auch nichts Spezielles getan, dass die Gurken alle extrem penisartig werden. Aber nachdem ich heute eine 45 cm Gurke aus dem Garten geborgen habe, mache ich mir ernsthaft Gedanken über Long Dong Gurke. Wir haben ihn dann im Laufe des Tages in 15 cm Stücken vernascht. Weil das hat meine Oma schon immer gesagt, auf die Größe kommt es nicht an, nur krumm und bucklat muss er sein…. und wie recht sie hatte, hat drei Mal so gut geschmeckt.

Weiter geht es mit dem Pizzaboten mit der Riesenzucchini. Scherz beiseite. Fortsetzung folgt im Garden of Crazy Love….

1799 – Baumwolle für Tobago – Teil 15

1799 – Baumwolle für Tobago – Teil 15

Der Kapitän brütete über seinen Seekarten, als es wieder an der Tür klopfte.

Nach einem mürrischen ‘Herein!’ kam Svent herein. Er hatte eine neue Hose an, die Weste war fertig und alles in allem sah er ganz ordentlich aus.

‘Matrose Svent, meldet sich vollständig bekleidet zum Dienst!’ Dabei musste Svent grinsen und auch die finstere Miene des Kapitäns lockerte sich etwas auf. Svent fuhr fort: ‘Ich soll von Johann ausrichten, Brest voraus.’

Dann zauberte Svent einen Eimer mit Wasser hinter seinem Rücken hervor und meinte: ‘Der Dokta sagt, ich soll was zum Kühlen für die Hand mitbringen!’

Der Kapitän zog die eingebundene Hand vom Tisch und blickte Svent fragend an. ‘Wie kommt er da drauf?’

‘Nachdem er den Lieutenant und seine Männer verarztet hat, hat er Ani befragt.’ berichtete Svent. ‘Und nachdem Ani gerade eine Abreibung von Kitti hinter sich gebracht hat, war er sehr redselig.’

‘Haben die beiden sich wieder vertragen?’ wollte der Kapitän wissen.

‘Sie hat ihn ganz schön lange zappeln lassen!’

Der Kapitän grinste zufrieden und legte seine verletzte Hand wieder auf den Tisch. Svent zog eine Augenbraue hoch, als er den blutigen Verband sah und stellte den Eimer auf den Kartentisch. Geschickt zog er eine Flasche und ein sauberes Tuch aus seiner Weste. ‘Der Dokta sagt, er hat schon genug zutun. Für Selbstverstümmelung hat er keine Zeit.’

Der Kapitän ließ Svent den notdürftigen Verband von der Hand wickeln und als Svent die Luft zwischen den Zähnen hinein zog, blickte der Kapitän erst auf seine verletzte Hand. Seine Hand hatte eine gewissen Ähnlichkeit mit dem Gesicht des Lieutenant. Svent begann die Wunde auszuwaschen und meinte mehr zu sich als zum Kapitän: ‘Das Gesicht des werten Lieutenant möchte ich nicht sehen.’

Der Kapitän zischte mit zusammengebissenen Zähnen. ‘Er wird es überleben!’

‘Schade eigentlich!’ flüsterte Svent gerade so laut, dass der Kapitän es hören musste und grinste ihn dann an. ‘Ich hab noch ein Hühnchen mit ihm zu Rupfen. Und einen ganzen Hühnerstall mit seinen Männern.’

‘Oh, lieber Svent. Da wirst du dich noch ein wenig gedulden müssen und dich hinten anstellen. Ich hab Ani schon versprochen, dass er ihnen mit dem Paddel ein Besuch abstatten darf.’ erzählte der Kapitän und blickte dabei verträumt zum Paddel hinüber.

Der Küper kam ohne zu Klopfen aufgeregt in die Kajüte gestürmt und berichtete ungefragt: ‘Die Flickage hält nicht dicht. Wassereinbruch im Laderaum und der Schiffszimmerer ist immer noch strunzehackevoll.’

Der Kapitän war etwas ungehalten darüber, dass der Küper nicht angeklopft hatte, aber es war ja auch dringend. Er war auch kaum zu stoppen und plapperte einfach weiter: ‘Wir haben schon eine Kette gebildet, um das Wasser aus dem Rumpf zu schaffen.’

‘Ruder hart backbord würde ich mal sagen. Wir segeln an Brest vorbei in die Baie de Bourgneuf. Bei Ebbe können wir die alte Dame auflaufen lassen.’ meinte der Kapitän ruhig und entzog Svent den Verband und begann sich selbst zu verbinden. ‘Svent, kannst du dich bitte darum kümmern, dass Noah unser Schiffszimmerer wieder nüchtern wird und kümmer dich darum, dass wir genug Balken zum Abstützen haben. Der Mann hat seinen Namen wahrlich nicht verdient.’

Beide blickten den Kapitän etwas irritiert an, als das Blut wieder durch den Verband suppte.

‚Kapitän, Euch ist klar, dass das genäht werden muss!‘ meinte Svent mit einem leicht sorgenvollen Unterton.

‘Los geht schon, ich komm gleich, für den Fall dass Magnus eine Audienz für mich frei hat.’

Svent schnappte sich seinen Eimer und verließ die Kajüte des Kapitäns, der Küper folgte ihm.

 

Fortsetzung folgt… Wasserschöpfen in der Baie de Bourgneuf

Garden of Madness – Für eine Hand voll Bohnen

Garden of Madness – Für eine Hand voll grüne Bohnen

Ich hab zum Geburtstag Puffbohnen geschenkt bekommen. Ja und einen Spaten. Ich konnte es auch kaum erwarten und hab sie frühzeitig eingepflanzt, in kleinen Töpfchen im Wohnzimmer. Draußen hatten wir noch Bodenfrost und drinnen wuchsen die Bohnen schon dem Land der Riesen entgegen. Und ich musste am Bohnen der Tatsachen zurück bleiben und mir eingestehen, dass ich sie vielleicht ein Bisschen zu früh gepflanzt habe.

Wir sind anfang April eine Woche in den Urlaub gefahren und da musste alles raus gepflanzt werden. Schwer nach dem Motto:Nur die Harten kommen in den Garten!’ haben die Bohnen Schnee und Frost getrotzt und haben es dann auch fast bis zu den Riesen geschafft und dann kam die Hitzewelle und der Regen und wieder Hitze und dann kamen die Läuse.

Es hat ihnen gut geschmeckt. Und ich hatte die stressigsten Wochen meines Lebens.

Neben meiner Arbeit, die 10 bis 12 Stunden meines Tages dominiert, habe ich morgens und abends die Bohnen mit Hausmittelchen besprüht, mit Wasser abgespritzt und meinen Namen getanzt.

Es hat alles nichts geholfen, die Puffbohnen gingen bis auf eine Handvoll Bohnen ziemlich schnell ein und die Läuse haben auf diesem Schlachtfeld gesiegt. Bohnen 0 – Läuse 1

Mein Mann hat sich Feuerbohnen gewünscht und die habe ich sicherheitshalber in einen seperaten Kübel gepflanzt. Die Läuse haben es auch bei den Feuerbohnen probiert, doch mit der Spüli-Kaffee-Schwarztee-Kur haben die Läuse sich wohl die Fühler verbrannt. Die Feuerbohnen haben den Weg ins Land der Riesen wieder aufgenommen und die Bohnenernte geht über eine Handvoll Bohnen bereits hinaus. Eine Hand voll Bohnen mehr… Bohnen 1 – Läuse 0

Nun hat meine Mutter mir blaue Buschbohnensamen mit der Post geschickt, mal sehen ob es für einen Bohnensalat langt. Die Blauen Bohnen kehren zurück…

Und bei dem ganzen Streß hätte ich vielleicht mal erwähnen sollen: Ich mag gar keine Bohnen!

 

Fortsetzung folgt: von obszönen Gewächsformen aus friedfertigem Anbau

1799 – Baumwolle für Tobago – Teil 14

1799 – Baumwolle für Tobago – Teil 14

Wenig später klopfte es an der Tür. Der Kapitän blickte auf. Er hatte sich bereits gewaschen und seine Hand versorgt. Das blutige Hemd lag auf dem Boden.

Ein zackiges ‘Herein!’ brachte Ani dazu, die Tür zu öffnen und nach einem Wink des Kapitäns betrat er die Kajüte.

‘Kapitän, Euer Paddel.’

‘Danke Ani. Stell es neben die Tür.’

Ani tat was ihm geheißen und blieb wie angewurzelt neben der Tür stehen.

‘Komm nur rein, ich werd dich nicht beißen.’ meinte der Kapitän.

‘Soll ich was zum Kühlen bringen?’

Der Kapitän blickte ihn verstört an. Doch Ani blickte auf die Hand des Kapitäns. Der Notdürftige Verband war bereits wieder blutgetränkt. Der Kapitän blickte erschrocken auf seine Hand und grummelte dann. ‘Später vielleicht!’

‘Was sagt der Dokta!’

‘Der Master wird es überleben!’

Ein ‘Schade!’ stolperte aus dem Mund des Kapitäns und Ani musste grinsen.

‘Ich war sehr bestürzt darüber, dass es dem Lieutenant völlig egal zu sein scheint, ob er Männer, Kinder, Frauen, Weiße oder Schwarze, Gesunde oder Schwangere in die Kisten gesteckt hat.’

‘Der Master war ein guter Herr!’

‘Und er ist auch so uneinsichtig! Und seine Männer sind nicht viel besser!’

Im Gesicht des jungen Ani veränderte sich etwas, eine Woge des Hasses überwältigte den jungen Mann.

‘Bevor ich beim Lieutenant waren mein Paddel und ich bei seinen Männern…’

‘Ich hoffe sie waren auch uneinsichtig.’ meinte Ani mehr zu sich als zum Kapitän.

‘Nein, sie waren zum Plaudern aufgelegt.’

Die Miene des jungen Mannes verfinsterte sich wieder.

‘Was ist da genau zwischen dir und Kitti?’

Ein ersticktes ‘Kapitän?’ kam Ani aus dem Mund gestolpert.

Der Kapitän blickte ihn fragend an und Ani zog es vor auf die Planken zu blicken. In ihm brodelte es und der Kapitän war sich nicht sicher, ob er den Vulkanausbruch miterleben wollte. Doch dann brach der Junge regelrecht zusammen. Seine Augen füllten sich mit Tränen und für den kurzen Moment, als Ani den Kapitän anblickte, konnte er die Hilflosigkeit in seinen tränenverschleierten Augen erkennen.

‘Ich könnte ihr nicht helfen, als sie mein Mädchen…!’ brach es plötzlich aus Ani heraus.

‘Hast du versucht ihr zu helfen?’

‘Ja, das habe ich. Bis sie mich überwältigen konnten und an den Balken in der Scheune gebunden haben. Sie haben mich ausgepeitscht und ich musste dabei zusehen, wie sie…!’ Ani kam ins Stocken und schluckte schwer. Doch der Kapitän hatte ein Einsehen und gab ihm durch einen Wink zu verstehen, dass er nicht weiter erzählen musste.

Dennoch hörte der Kapitän nicht auf weiter Fragen zu stellen: ‘Liebst du sie?’

‘Ja natürlich, Kapitän!’ kam es wie aus der Pistole geschossen.

‘Das ist gut.’ rief der Kapitän. Er war ziemlich erstaunt, dass Ani keinen Moment gezögert hatte.  ‘Du weißt, dass das Kind von dir ist?’

Ani nickte und blickte weiter auf den Boden.

‘Und warum stehst du nicht zu ihr?’

‘Und wenn ich sie noch so liebe, ich kann ihr nicht mehr in die Augen sehen!’ flüsterte er beschämt.

Die allgemeine Vermutung, dass Ani dachte, das Kind könne nicht von ihm sein, war nun vom Tisch. Es war der Stolz des jungen Mannes, der ihn dazu brachte, der armen Kitti nicht mehr unter die Augen zu treten, deshalb versuchte der Kapitän ihm gut zuzureden. ‘Wenn man hinter jemanden steht, dann muss man ihm nicht in die Augen sehen und ist trotzdem da.’

‘Ja, Kapitän!’ stammelte Ani und scharrte mit den nackten Füßen an den Planken.

‘Kümmer dich bitte um sie, ich mag es nicht, wenn das kleine Kätzchen traurig ist.’ erklärte der Kapitän. ‘Ich mag unsere Kitti wirklich sehr, sie erheitert mein schweres Gemüt, wenn sie lacht. Ani, wenn sie weint, kann ich es kaum ertragen, ihr in die Augen zu blicken.’

‘Eye Kapitän!’ rief Ani und machte Meldung.

Der Kapitän legte einen Schlüsselbund auf den Kartentisch und meinte: ‘Und vielleicht leihe ich dir mein Paddel aus, die Schweine im Loch haben schon Bekanntschaft damit gemacht.’

Ein freudig erregtes bis gemeines Grinsen überzog blitzartig das Gesicht des jungen Ani: ‘Immer und Jederzeit, Kapitän!’

‘Aber nicht heute, das Paddel muss sich ausruhen!’ meinte der Kapitän fast schon liebevoll.

Ani murmelte: ‘Ruder hart Backbord!’

Der Kapitän grinste. ‘Bring Kitti einen Kuchen, mit besten Grüßen vom Kapitän und erzähl ihr die Geschichte von meinem Paddel.’

‘Das werde ich tun, Kapitän.’ meinte Ani und ging wieder zur Tür. ‘Und danke, Kapitän!’

Fortsetzung folgt … Brest voraus

1799 – Baumwolle für Tobago – Teil 13

1799 – Baumwolle für Tobago – Teil 13

Nachdem der Kapitän und Kitti mit dem Essen fertig waren, verließ er die Messe und ließ den armen Svent mit dem mittlerweile singenden Nähkreis alleine.

Er machte zuerst halt im Loch, um die Männer des Lieutenant zu befragen. ‘Eigentlich will ich mich bei euch bedanken, dass ihr mir so viele hübsche kleine Täubchen auf die Blue Moon gebracht habt. Die kann ich wunderbar an den Mann bringen, wenn wir erst wieder Land unter den Füßen haben. Das Einzige was echt schade ist, dass die Schönste von ihnen trächtig ist. Dabei wäre sie so ein leckeres Täubchen gewesen. Ich hätte sie glatt für mich behalten, wenn sie nicht schon benutzt wäre…!’ erzählte der Kapitän, während er vor den Zellen auf und ab ging. Er hoffte insgeheim eine Reaktion von einem der Gefangenen erhaschen zu können.

‘Hat keiner etwas dazu zu sagen?’ frug der Kapitän missgelaunt und blickte mit erhobener Augenbraue in die Runde.

Einer der Gefangenen räusperte sich und nuschelte in seine Bartstoppeln. Der Kapitän konnte kein Wort verstehen und nahm ein abgebrochenes Paddel in die Hand, das warum auch immer neben der Tür zum Loch gestanden hatte.

‘Deutlicher bitte, oder muss ich erst deutlicher werden.’ rief der Kapitän und schlug das Paddel gegen die Gitterstäbe.

‘Bevor wir über das kleine Kätzchen drüber sind, war einer der Kaffern schon an ihr dran.’ nuschelte der Kerl von vorhin etwas deutlicher.

‘Der Kaffern hat die auch nicht zum ersten Mal gebumst!’ rief ein Anderer.

‘Und woher wisst ihr das so genau?’ frug der Kapitän und ließ dabei das Paddel an den Gitterstäben entlang gleiten, während er wieder auf und ab lief.

‘Wir haben sie ihm Baumwolllager erwischt.’ rief der Andere wieder. ‘Und der Kaffern hatte sie schon ordentlich bearbeitet.’

‘Gut geölt ist geschmiert!’ witzelte der eine Kerl mit den Bartstoppeln und grinste dann ziemlich widerlich.

Der Kapitän öffnete eine der Türen zu der Zellen und holte einmal mit dem Paddel aus. Dabei schrie er: ‘Ruder hart Backbord!’ Der Kerl mit den Bartstoppeln hing bewusstlos und blutend in den Ketten, als der Kapitän die erste Zelle verließ. Dann drehte er sich um und ging zur Zweiten.

Er war heiser, als er wieder aus der Tür trat. Sein Hemd war blutbespritzt und er pfiff ein fröhliches Lied. Er zog das abgebrochene Paddel hinter sich her und ging zum Lieutenant in seinen einsamen Verschlag am anderen Ende des Schiffes.

Er öffnete fröhlich die Tür und grinste hinein. Der Lieutenant hing immer noch an die Bordwand gekettet da. Seine Nase hatte mittlerweile aufgehört zu bluten. Doch sein Gesicht war ziemlich geschwollen.

‘Lieutenant, ich wollte Euch eine Geschichte erzählen, von sieben kleinen Zwergen.’ säuselte der Kapitän dem Lieutenant ins Ohr.

Der Lieutenant regte sich und versuchte den Kapitän anzugrinsen. Sein geschwollenes Gesicht verzog sich zu einer entsetzlichen Fratze. Der Kapitän verpasste dem Leutnant sieben Schläge mit dem Paddel.

Dann warf er das Paddel beiseite und zog den Lieutenant an den Haaren den Kopf hoch. ‘Ich finde es fast schade, es nicht mehr Kinder waren…’

Dann ließ er ihn blitzartig los und wandte sich ab. Der Lieutenant dachte schon, er hätte es für heute hinter sich, doch der Kapitän blieb schlagartig stehen.

‘Ich vergaß von Kitti zu erzählen.’ sagte der Kapitän fast beiläufig. Dann packte er mit einer Hand den Kopf und mit der anderen Hand schlug er so hart zu, dass er sich sicher war, dass er es knacken gehört hatte.

Die Frage war nur, ob seine Faust härter war als der Schädel des Lieutenant. Er ließ das Paddel liegen und ging ohne ein weiteres Wort zu sagen.

Beim Rückweg ging er zur Kombüse und steckte den Kopf hinein. ‘Ani. Der Dokta soll sich den Lieutenant und dann die Gefangenen mal ansehen. Und du bringst mir mein Paddel in meine Kajüte, dass muss ich wohl bei dem feinen Herren vergessen haben.’

Ani war aufgesprungen und rief: ‘Jawohl Kapitän!’

Dann lief er los, um den Doktor zu suchen.

Obi blickte den Kapitän entsetzt an, da er sich mit der blutigen Hand übers Gesicht gefahren hatte, als Ani an ihm vorbei aus der Kombüse gehuscht war. Der Kapitän grinste scheel und ging einfach.

Fortsetzung folgt…  mit dem Paddel durch das Meer der Gefühle.

1799 – Baumwolle für Tobago – Teil 12

1799 – Baumwolle für Tobago – Teil 12

Kitty und der Kapitän begannen zu Essen und hatten gar nicht bemerkt, dass Obi gegangen war. Erst als er wenig später erneut mit einem Tablett in Händen herein kam, blickte der Kapitän kurz auf.

‘Damit die kleine Kitti unserem Kapitän nicht das Essen weg isst.’ rief Obi und stellte ihr auch zwei Teller hin. Dann servierte er Svent den Cognac.

‘Danke Onkel Obi!’ trällerte Kitti.

‘Ihr seid verwandt!?’ frug der Kapitän neugierig.

Kitti fing an zu lachen und verschluckte sich fast an dem Kuchen. Und während Obi zu erröten schien, was aufgrund seiner Hautfarbe eigentlich überhaupt nicht möglich sein konnte. Nachdem Obi nur Gestammel von sich gab, erklärte Maribelle dem Kapitän kurz: ‘Kitti ist uns zugelaufen… worden, besser gesagt, jemand hat uns ein Baby vor die Tür gelegt und ich hab sie dann Kitti genannt und irgendwann haben alle sie Kitti genannt.’

‘Meinen richtigen Namen weiß ich gar nicht!’ mampfte Kitti.

‘Und was ist daran so lustig?’ frug der Kapitän neugierig.

‘Eigentlich ist es nicht lustig!’ meinte nun Obi ernst und fuhr dann wesentlich leiser fort, als er begonnen hatte: ‘Mein kleiner Bruder und Kitti…ähm…!’ Er brach ab und rang um Worte.

‘Die Männer meines Vaters haben sie…!’ begann Mariebelle und brach auch ab.

‘Ja, da war ich aber schon schwanger!’ bekräftigte Kitti.

‘Mein Bruder Ani ist da irgendwie anderer Meinung und ich kann ihn nicht genug dafür hauen!’

‘Eigentlich ist es wirklich egal, weil es ist mein Baby, wenn er mich nicht will…!’ dann war ihre gute Laune schlagartig vorbei und sie begann zu schluchzen.

‘Gut, ich geh meinen Bruder hauen!’ rief Obi und war im Begriff aus der Messe stürmen zu wollen.

Der Kapitän setzte dem noch eins drauf und bekräftigte: ‘Und ich geh ins Loch und haue die Männer vom Lieutenant!’

‘Darf ich zum Lieutenant gehen und ihn hauen?’ frug Svent und kippte den Rest von seinem Cognac runter.

‘Nur wer Gewalt sät, wird auch Gewalt ernten!’ meinte Maribelle anklagend und setzte sich, um Kitti zu trösten.

‘Ja und wir bringen den armen Bauern nur die Ernte…!’ konterte der Kapitän. ‘Wie viele Kinder waren nochmal in den Kisten versteckt?’

‘Es waren 7!’ meinte Mariebelle etwas verstört.

‘Ich geh zuerst zum Lieutenant und muss das Beenden was ich gestern angefangen habe.’ sagte der Kapitän daraufhin sehr trocken und rieb sich dabei seine Faust.

Obi zog eine Augenbraue hoch und meinte mit eisiger Stimme: ‘Aber zuerst muss der Kapitän seinen Teller leer essen.’

Ein: ‘Och menno!’ stolperte aus seinem Mund, nahm aber aufgrund des strengen Blickes von Obi brav seinen Löffel wieder in die Hand und aß weiter.

‘Kapitän, dann würde ich gerne die Männer vom Lieutenant übernehmen’ rief Svent und stand blitzartig auf. Das reißen seiner Hose begleitete seine Frage: ‘Wie komme ich zum Loch?’

Der Kapitän blickte auf seinen Hintern und musste grinsen, bevor er versuchte: ‘An Eurem verlängerten Rücken entlang.’ zu sagen.

Die Damen fingen an zu kichern, bis sich Betty ein Herz fasste und das Loch in der Hose näher betrachtete: ‘So könnt Ihr Euch nicht prügeln.’

‘Ich werde mich nicht prügeln, zum Prügeln gehört dazu, dass man auch einen Treffer kassiert!’ zischte Svent zerknirscht.

‘Ich gebe zu, ich hab keine Ahnung von körperlichen Auseinandersetzung, aber…!’ meinte Betty ruhig, während sie mit ihrem Fingernagel durch den Riss in der Hose piekte und dann genüsslich fortfuhr zu sprechen: ‘Wenn Ihr diesen Unmenschen aber Euren entblößten Hintern zeigen wollt, nur zu!’ Dabei glitt sie die Länge des Schnittes ab, vorauf Svent zu quietschen begann: ‘Das geht jetzt aber entschieden zu weit!’

Der Kapitän genoss die Szenerie sichtlich und erst als Svent sich zu ihm wandte, hörte er auf zu grinsen. ‘Kapitän, bitte sprecht doch ein Machtwort!’

‘Lasst Euch eine gescheite Hose machen, es gab heute schon genug nackte Tatsachen auf der Blue Moon!’

Das war nicht gerade das was Svent hören wollte, ergab sich dann aber den geschickten Händen von Betty.

Fortsetzung folgt… Ruder hart Backbord!

Garden of Madness – Der Krausige, die Schnecken und ein Opfer für Nyarlathotep

Garden of Madness  – Der Krausige, die Schnecken und ein Opfer für Nyarlathotep

Ich habe Salat angebaut. In Hochbeeten in zwei verschiedenen Höhen und der Salat wächst. Er wächst so krass, dass ich mich aus knappen 20 Pflänzchen seit über 6 Wochen vom Salat ernähre und nicht nur mich und am Wochenende meinen Mann davon satt kriege, sondern auch unsere Gäste und schon die Nachbarn, Verwandte und Freunde mit Salat versorge.

Anfänglich habe ich eine Vereinbarung mit den lästigen Schnecken getroffen, ich schmeiß immer mal wieder ein Blättchen nebens Bett und die fressen mir nicht alles ab. Das hat eine ganze Weile ganz gut funktioniert, bis wir uns einen Komposter gekauft haben und es nach der Hitzewelle ständig regnete. Nun fressen sie nicht nur meinen Salat, sondern auch meine Zucchini. Aber irgendwie stehen sie unglaublich auf den krausigen Salat. Naja, ich mag den eh nicht so gerne, weil man länger mit Salat putzen und waschen beschäftigt ist, als später mit Essen. Werde ihn aber nächstes Jahr wieder anbauen, weil wenn die Schnecken den mögen…

Nun gilt es größere Opfer für Nyarlathotep, meinen persönlichen Schneckengott, zu erbringen und beten, dass er die Ernte verschont.

Bierkacherl vergraben soll auch helfen, sagt meine Mutter. Ich habe Nyarlathotep trotzdem eine angefressene Zucchini geopfert. Mal sehen ob es hilft.

Fortsetzung folgt… vom heimischen Bohnenkrieg

 

1799 – Baumwolle für Tobago – Teil 11

1799 – Baumwolle für Tobago – Teil 11

Bevor der Kapitän in die Messer ging, schlenderte er noch unter Deck herum, um nach dem Leck zu sehen und dort traf er auch den Küper, der seinerseits die Arbeiten am Leck überwachte.

‘Wie siehts aus, Jonason?’

‘Werden wir sehen, ob es dicht hält. Ich stell eine Wache auf, bis der Batz trocken ist.’

‘Gut, Israel! Mach das!’ murmelte der Kapitän. ‘Wo ist eigentlich Noah! Wäre das nicht seine Aufgabe hier?’

‘Noah ist betrunken!’

Sein Magen knurrte so laut, dass die Matrosen, die teerverschmiert die letzten Arbeiten am Leck ausführten, sich nach ihm umdrehten.

‘Da wird sich die Mam’sel aber im Grab umdrehen!’ witzelte Johann, der ebenfalls das Leck inspizieren wollte. ‘Wo ist Noah? Wäre das nicht seine Aufgabe hier?’

‘Noah ist betrunken!’ riefen Israel und der Kapitän wie aus einem Mund.

‘Da hat sich nochmal jemand selbst zum Kielholen gemeldet.’ grummelte Johann.

Der Magen des Kapitän antwortete darauf mit einem abartigen Knurren.

‘Ich geh ja schon in die Messe, bevor mich der Geist der alten Dame heimsucht!’ witzelte der Kapitän und hielt sich den Magen fest.

Svent stand mit dem Nähkreis in der Messe. Die Schneiderin beäugte ihn scheel, wobei beim genaueren Hinsehen nicht klar war ob sie ihn scheel beäugte, weil sie ihn scheel beäugen wollte oder weil der Zustand ihres Gesichtes dies nicht anderes erlaubte. Während ein schwarzes Mädchen mit einem kugelrunden Bauch auf der Bank saß und den Saum einer Weste absteckte, stand die Lady van der Houthen höchstselbst auf der Bank und steckte unter der Achsel des armen Svent einige Nadeln in den Stoff.

‘Ihr müsste schon stillhalten, werter Mâitre! Sonst stech ich Euch noch!’

Svent konnte mit Müh und Not das Schaukeln des Schiffes soweit ausgleichen, dass er einigermaßen unbeschadet den nächsten Atemzug überstand.

‘Mistress, die Hose können wir so nicht lassen. Die Nähte halten keinen Tag mehr.’ meinte das schwarze Mädchen.

‘Oh, Kitti Schätzchen, das hab ich befürchtet.’ meinte Betty und zückte ein Maßband.

Svent war der Erste, dem die Gegenwart des Kapitäns gewahr wurde. Er lehnte zufrieden im Eingang zur Messe und grinste über beide Ohren, während er fast schon genüsslich die Augen über die Szenerie gleiten ließ.

Svent warf ihm einen flehenden Blick zu und nickte ihm zu. Seine Reaktion richtig deutend, drehte sich die Lady van der Houthen nach dem Kapitän um. Bei der nächsten Welle kam sie ins taumeln und konnte sich gerade noch an Svent festhalten, dabei steckte sich allerdings eine ihrer Nadeln in seine Brust. Er hätte es gar nicht gemerkt, wenn sie nicht wie panisch auf die Stelle geblickt hätte.

Er zog schockiert die Luft ein und versuchte dann so ruhig wie möglich zu sagen: ‘Wenn mir nach einer dieser neumodischen chinesischen Behandlungsweisen ist, werde ich bescheid geben, aber bitte nehmt die Nadel da weg.’ Er verdrehte die Augen und kurz bevor er ohnmächtig zu werden schien, schritt der Kapitän beherzt an Svent heran und packte ihn am Kragen.

‘Wenn Ihr kein Blut sehen könnt, seid ihr auf meinem Schiff aber wahrlich Fehl am Platz, werter Mâitre!’ rief der Kapitän in seinem üblichen Befehlston. ‘Wir sind jetzt Piraten!’

Mariebelle zupfte geschickt die Nadel aus seinem Brustmuskel und Svent riss keinen Moment zu früh die Augen auf. ‘Nein Kapitän, es sind nur Nadeln und dann auch nur wenn sie in mir drin stecken!’

Dann blickte er langsam an sich hinab und Lady Mariebelle grinste ihn schelmisch an: ‘Ich hab den Schlingel wieder sicher verwahrt.’ Und schon hatte sie die Nadel in den Mundwinkel.

Svent musste sich einen Moment neben Kitti hinsetzen, was die Lady van der Houthen wieder arg ins Schwanken brachte.

Obi kam bei der Tür herein und hatte ein Tablett in der Hand. Wie auf Kommando knurrte der Magen des Kapitäns so laut, dass die Damen ihn entsetzt an blickten. Betty half Mariebelle von der Bank.

‘Ich melde mich freiwillig zum Essen fassen!’ rief der Kapitän und nahm am Kopfende des Tisches platz.

Obi machte ein ‘Zzz!’ und stellte das Tablett auf dem Tisch ab. Eine große Tasse Kaffee und Rühreier mit Speck und Bohnen und 2 Butterbrote auf einem Teller und ganze 5 Stücke Kuchen auf einem anderen Teller. Von dem plötzlichen Essensgeruch angezogen blickte die schwangere Kitti auf den Kuchen, als würde der Kuchen mit ihr sprechen.

‘Obi, bringt doch bitte dem Mâitre einen Cognac!’ flüsterte der Kapitän Obi zu und fuhr dann halblaut fort. ‘Wenn die 5 Stück Kuchen nicht ausschließlich für mich gedacht sind, würde ich gerne teilen!’ Dabei blickte er Kitti an, die scheinbar immer noch von dem Kuchen hypnotisiert wurde und machte dann ein Geräusch, dass sich wie ‘Gsss!’ anhörte. Kitti erschrak regelrecht, doch als der Kapitän ihr ein Stück Kuchen hinhielt, grinste sie ihn an. Sie flüsterte so leise, dass man es nur an der Bewegung ihrer Lippen ablesen konnte: ‘Für mich!’

Fortsetzung folgt… Befehl zum Essen fassen

Garden of Madness – Call of Radish

Garden of Madness   –  Call of Radish

Ich konnte es kaum erwarten, bis ich die ersten Pflanzerl anbauen könnte, also habe ich schon frühzeitig mit dem Ansähen angefangen und in einem Miniatur Anzuchtgewächshaus angezogen und sie dann in kleinere Töpfen umgetopft und dass alles im Wohnzimmer, weil es stellenweise im Frühjahr noch gewaltig Minusgrade hatte. Die Pflanze die schon draußen waren, wurden dann Nachts abgedeckt und morgens in die Sonne gestellt.

Bis die kalte Sophie endlich ein Erbarmen hatte und die Agrarwetterapp endlich keinen Bodenfrost mehr prophezeite.

Einige Opfer gab es zu beklagen, zwei Kürbispflanzen haben die Eisheiligen nicht überlebt und das Kraut der Unsterblichkeit auch nicht. Mein Mann wollte das Ding unbedingt haben, weil es ja angeblich bis – 15 Grad beständig wäre.

Die österlichen – 8 Grad haben der Unsterblichkeit dann den Garaus gemacht und mir schwante arges, dass womöglich nun andere Mächte in meinem Garten herrschten.

Und am 12. Mai war es mir dann völlig klar, nachdem ich meinen ersten chtulhuiden Radi erntete. Er war klein aber scharf wie die Hölle. Wir huldigten dem Großen Alten, als wir ihn in uns aufnahmen. Es ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass die Zeit den Tod besiegt.

Fortsetzung folgt …. cthulhu fhtagn

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 45

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 45

Als Wolle erneut wach wurde, stand das Frühstück bereits auf dem Tischchen. Der Kaffee war kalt und er musste den Würgereiz unterdrücken. Er stand auf und tappte aufs Klo. Er hörte die Tür. Die Schwester schien wohl das Frühstück abräumen zu wollen. Eigentlich wollte er duschen, er konnte aber kein Handtuch finden. Obwohl er bis auf seine Shorts schon nichts mehr an hatte, tappte er wieder zur Tür und riskierte einen Blick durch die Tür.

‘Gibt es hier eigentlich keine Handtücher?’ grummelte Wolle.

‘Doch sorry, ich wollte sie eben auffüllen, seit dem der Bulle vor der Tür sitzt, kommen nicht mal die Putzfrauen hier rein!’ meinte Schwester Emma.

Wolle ging wieder zurück zur Dusche und in dem Moment als er sich seiner Shorts entledigte, stand Schwester Emma mit einem Stapel Handtücher in der Tür.

Als er wieder aus der Dusche kam, stand die Schwester immer noch in der Tür und starrte wie gebannt auf ihn. Er grinste sie nur an und hielt ihr eine Hand hin.

Sie stand wie zu einer Salzsäule erstarrt in der Tür und blickte auf seinen nackten und ziemlich nassen Körper. Er zog nur eine Augenbraue rauf und meinte dann: ‘Kann ich zwei Handtücher haben?’

Wie von einem Schlag getroffen machte sie einen Satz auf ihn zu und versuchte ihm zwei der vier Handtücher in die feuchten Hände zu drücken, dabei fielen ihr die anderen beiden Handtücher aus der Hand, worauf sie beide sich reflexartig danach bückten und dabei kamen sie sich unabsichtlich ziemlich nahe. Und zu allem Überfluss, kam sie auf dem nassen Boden auch noch ins Straucheln, worauf er sie halb auffangen musste, damit sie nicht beide auf den Boden knallten. Daraufhin versuchte er sich mit ihr und allen vier Handtüchern zusammen wieder aufzurappeln. Als sie beide wieder sicher auf den eigenen Beinen standen, hatte Wolle die vier Handtücher in der Hand und war immer noch nackt und ihr war mittlerweile die Schamesröte zu Kopf gestiegen.

‘Ich hab keine Ahnung was Sie mit mir machen?’ meinte Wolle und drückte ihr drei Handtücher wieder in die Hand. Sie blickte ihn so unschuldig wie möglich an, während die Schamesröte sie sichtlich ins Schwitzen brachte.

‘Sie machen mich ganz nervös!’ flüsterte Wolle und schlang sich dann sehr hastig das verbliebene Handtuch um die Hüften. Es regte sich etwas, was sich eigentlich nicht regen sollte, deshalb meinte er kleinlaut: ‘Und Frauen bringen mich eigentlich nicht derart aus der Fassung.’

Nun zog sie eine Augenbraue hoch, als sie die Bewegung unter seinem Handtuch wahrnahm. Er nahm sich ein weiteres Handtuch und wickelte seine zerzausten Haare hinein, dabei drehte er ihr den Rücken zu, in der Hoffnung, dass es für ihn nicht noch peinlicher werden würde. Aber nachdem sein Schwanz da anderer Meinung war, sagte er ganz ruhig: ‘Mir passiert sowas eigentlich nur bei Männern!’

Sie stammelte und musste sich ein Lächeln verkneifen: ‘Ähm, ja. Sorry. Ich kann das vielleicht aufklären.’

‘Sagen Sie jetzt nicht, dass Sie was in den Kaffee getan haben!’

‘Sie haben Ihren Kaffee doch überhaupt noch gar nicht angerührt.’ rief sie empört, grinste dann unsicher, begann mit einen Fuß am Boden zu scharren.

Wolle blickte nochmal nach unten, es hatte keinen Zweck sich verstecken zu wollen, also drehte er sich langsam wieder zu ihr rum.

Sie konnte den Blick nicht von dem Handtuch trennen und begann zu stammeln. ‘Tommi hat mich gestern ja eh entlarvt…!’

‘Wie entlarvt, was?’ rief er und blickte wieder nach unten. Sein Schwanz war immer noch freudig erregt und nichts was sie sagte, schien ihn davon abzuhalten, noch weiter anzuschwellen.

‘Ich bin keine richtige Krankenschwester.’ beichtete sie.

Er schüttelte den Kopf und ging an ihr vorbei zum Waschbecken, er beschloss irgendwas Normales zu tun. Zähne putzen war eine tolle Idee.

‘Ich heiße auch nicht Emma! Tommi hat das schon sehr richtig erkannt, dass auf meinem Krankenhausausweis, der Name nicht stimmt.’ meinte sie und setzte sich neben dem Waschbecken auf die Ablage. Sie zog die Perücke vom Kopf.

Er musste sie einfach nur anstarren. Unter der Perücke kam etwas völlig anderes hervor. Sie hatte ihre scheinbar in allen Farben gefärbten Haare hochgesteckt, damit die ziemlich gut gemachte Perücke kaum auffiel. Dann öffnete sie ihr Halstuch und es kam eine frische Narbe hervor. Wolle schien immer noch nicht zu kapieren.

‘Ich wurde als Emil geboren!’

Er blickte sie ungläubig an, also packte sie seine Hand und schob sie unter ihren Rock. Die halterlosen Strümpfe irritierten ihn ziemlich. Dafür dass sie unter ihrem Rock und in einem engen Miederhöschen einen prächtigen Schwanz versteckt hatte, brauchte er noch ziemlich lange, bis er endlich begriff. Ihm fiel die Zahnbürste aus der anderen Hand, bevor er ‘Emil!’ stottern konnte.

‘Emma wäre mir tatsächlich lieber!’ flüsterte sie.

‘Emma, ich darf doch…!’ Er wischte sich den Schaum der Zahnpasta aus dem Gesicht, wartete ein Nicken ihrerseits ab und hob dann vorsichtig das Röckchen hoch um einen Blick zu riskieren. Seine andere Hand lag ruhig auf ihrem Oberschenkel, als er unter ihren Rock blickte. Er glitt mit dem Daumen über das Miederhöschen und spürte ihren Schwanz, der schier pulsierte, da er vom Höschen etwas eingequetscht war. Sachte glitt er dann unter das Höschen. Es schien alles ziemlich echt zu sein und nachdem er dabei auf ihre Brüste starrte, zog er seine Hand zurück und schüttelte den Kopf. Er keuchte: ‘Ich brauch noch einen Moment!’

‘Okay!’ meinte sie und schob den Rock wieder über den Spitzenrand der Strümpfe.

Er blickte sie eine Weile an und kam ihr dann etwas näher. Sie lächelte unsicher.

‘Wo warst du nur die ganze Zeit?’

Sie blickte ihn nur fragend an.

Er blickte auf seinen Schwanz, der immer noch stand. ‘Er scheint anscheinend auf dich gewartet zu haben.’

Er kam ihr noch näher, packte sie am Nacken und rieb seinen Bart an ihrem Hals entlang, bis er mit seinen Lippen auf ihre Lippen zusteuerte.

Sie wand sich aus seinem Griff und küsste ihn hastig auf die Wange. ‘Nicht so hastig, im Grunde kenn ich Sie doch gar nicht!’

Er muss sie wohl verstört angeblickt haben, weil sie dann bis über beide Ohren grinste, um ihm dann einen Kuss auf den Mund aufzudrücken.

 

Fortsetzung folgt…

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