Liebes Tagebuch Teil 2 1/2

Liebes Tagebuch Teil 2 1/2  (eine fiktive Weiterführung)

Endlich zu hause. Habe meine letzten Prüfungen hinter mir. Ob ich sie geschafft habe? Keine Ahnung. Es wird sich noch herausstellen, ob ich ins Mündliche muss. Was mit den Fotos ist? Was für Fotos? Ob ich mich extra dumm stelle? Nein verdammt nochmal. Die Ersten habe ich schon vor Wochen eingeworfen. Jeden Tag eines. Und seine Zahnbürste habe ich heute morgen noch eingeworfen, bevor ich in die Schule gelaufen bin. Ab morgen bekommt er dann die Fotos vom Putzen. Ob ich jetzt völlig den Verstand verloren habe? Nein ich denke nicht. Ich habe noch ein paar Abzüge gemacht für den Typ von gestern. Bevor ich die ihm gebe, werde ich ihn auf einen frischgepressten Ananassaft einladen. Jeden Tag. Hm.

Deine Schackeline (17 ½)

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Wer ficken will muss freundlich sein…Aber!

Wer ficken will muss freundlich sein…Aber!

(Von paranoid devot zu aggressiv devot und wieder zurück.)

Mittlerweile wundere ich mich schon fast nicht mehr, warum ich immer wieder genau solche Mails bekomme, wie folgende:

Hallo unbekannterweise…
ich möchte dir eine wirklich ungewöhnliche Frage stellen,
welche ich aber absolut ernst meine und hoffe damit nicht
irgendwie unhöflich zu wirken.
Und zwar würde mich interessieren, ob du lust darauf
hättest dass jemand vor dir niederkniet, und dir ganz nach
deinen Wünschen deine Füße massiert und küsst, ohne selbst
was dafür zu bekommen…
könnte dir sowas gefallen? sorry wenn die Frage zu direkt war…aber vielleicht magst du ja antworten?

Wo ich meist nur eine Antwort übrig habe, wenn ich überhaupt anworte: ‚Wird dann aber ganz schön in eng, wenn wir beide auf dem Boden sitzen und zu jemanden aufschauen, der nicht da ist….!‘

Aber ich kann halt überhaupt nicht verstehen, warum ich immer die devoten Kaputten abkriege. Ich kann doch Männer nie wieder ernst nehmen, wenn sie mit der Peitsche im Mund vor mir herum rutschen und mich dabei mit einem traurigen Hundeblick angehimmeln. Himmel, da bekomme ich ja Gedankenherpes und ich werde echt aggressiv. Ist das nicht genau das, was sie wollen, dass ich aggressiv werde und ihnen dann so richtig weh tue und ihnen dabei noch den Willen breche. Da kriege ich echt Würgereiz. Es kann doch nicht an meiner Selbstständigkeit und an meinem halbwegs selbstsicheren Auftreten liegen, dass die Männerwelt der Meinung ist, ich wäre eine echt krasse Domina und/oder der Satan und all seine Huren in einer Person und die Damenwelt denkt, ich wäre eine Lesbe mit einem Umschnalldildo. Nur weil Frau 4 Jobs hat, ihre Einkäufe alleine hoch trägt, es sich notfalls selbst besorgt und ihre künstlerische Freiheit und Einsamkeit genießt und erträgt, muss Frau doch noch lange nicht am dem Boden herum rutschende Männer auspeitschen (Nicht, dass ich das nicht könnte!) und/oder demütigen oder mit Zuhilfenahme eines Umschnalldildos egal welches Geschlecht in den Arsch vögeln. Wobei allein die Vorstellung…böse Bine…böse Bine…da wären wir wieder beim personenbezogenen Sadismus. Nur weil man jemanden so abgrundtief hasst, dass man ihn oder sie am liebsten trocken in den Arsch vögeln würde… oder noch besser jemanden organisiert, der denjenigen trocken in den Arsch vögelt… ist man noch lange nicht dominant. Aber eine verdammt befriedigende Vorstellung wäre es schon… Böse Bine…Böse Bine…Warum ist immer keiner da, der mir auf die Finger haut, wenn ich sowas schreibe….hm?

Ich will doch auch nur einmal am Haupthaar ins Bett geschleift werden und mal so richtig (auch verbal!) bespaßt werden und auch mal soviel Vertrauen aufbringen, dass ich mich mal fallen lassen kann. Ich bin von ganzen Herzen (Live)Rollenspieler, aber egal wie viele Bälle ich in einen Raum werfe, es kommt einfach keiner zurück. Liegt vielleicht daran, dass Männer nicht Multitaskingfähig sind. Hm. Und warum klappt das immer nicht? (Jammer ich gerade?) Weil die Männerwelt von mir und meiner verspulten Versautheit dann meist auch noch so dermaßen überfordert ist, dass ich im Endeffekt immer die dominante Rolle übernehmen muss, sonst würde nämlich gar nichts passieren. Wobei es im Endeffekt eigentlich wurscht wäre, es passiert halt nichts oder es macht mir halt gar keinen Spaß. Wie gut dass es Batteriebetriebenes gibt und wenn es nur Zahnbürsten sind.

Mein größtes Problem ist, dass ich mit meinem ausgeprägten Krankenschwestersyndrom und meinem viel zu großen Herzen immer der Meinung bin, dass ich jeden Menschen sexuell reparieren müsste, damit die Welt mal ein bisschen lockerer wird. Hm. Was für eine Lebensaufgabe für eine Hobby-Sexualtherapeutin. Dass die meisten charakterlichen Unzulänglichkeiten in der Nichterfüllung in der eigenen Sexualität liegen, ist mir mittlerweile klar. Und was ist denn schon dabei, wenn man einfach mal offen ausspricht, was man gerne mal machen würde, (Vielleicht nicht gleich beim 1.Date, aber auch nicht erst nach der Hochzeit!) bevor es zu einem Problem wird. Weil nur, wenn man es offen ausspricht, dann kann man jemanden finden, der den Gegenpart übernehmen will und vielleicht sogar Spaß daran hat. Und wenn es aufs erste Mal nicht die Gewünschte sexuelle Erfüllung bringt, dann muss man es halt nochmal und nochmal und nochmal probieren. Man muss es auch erst mal begreifen, dass gerade genau dass passiert ist, was man schon immer wollte. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und man weiß ja auch nicht, ob seine Fantasien auch wirklich was zum Ausspielen sind, oder besser nur Fantasien bleiben. Also üben, üben, üben. Und wenn du denkst, dass du nichts üben musst, weil du schon alles kannst. Mann lernt nie aus! Frau übrigens auch nicht. Also üben, üben, üben. Weil nur wenn man eine Kontinuität in seine Abläufe bringt, dann kann man sich langsam an seine Grenzen herantasten. Und keine Angst vor den eigenen Grenzen aufkommen lassen. Und sein Gegenüber muss sich auch erst mal auf die neue Situation einstellen. Weil egal wie viel und wie oft man vor dem Zusammentreffen geschlechtliche Aktivitäten mit Anderen gehabt hatte, muss man sich doch immer wieder auf die neuen Begebenheiten einstellen, weil wir sind halt alle nicht gleich und wie sind alle Menschen. Und irgendwann man kann es einfach nie wieder toppen, wenn sich nicht beide völlig fallen lassen können. Paranoia bekämpfen und noch mehr Paranoia schüren.

Nun kommen wir mal ganz unverblümt zu paranoid devot, die Angst davor beim schlecht behandelt werden, schlecht behandelt zu werden. Hm. Hat vor allem sehr viel mit dem eigenen Willen zu tun und mit dem auf Grund des mangelnden Vertrauen nicht fallen lassen können. Auch wenn Mann verdammt viel mit Frau machen könnte, wenn Sie denn wollen würde, heißt es nicht, dass Mann das 24 Stunden am Tag abrufen kann. Man sollte vor allem mal drüber reden, wie weit es denn diesmal gehen soll, weil alles hat Grenzen und irgendwann hat der Spaß ein Loch. Kleiner Scherz am Rande. Es kommt ja auch immer auf die persönliche Situation an und es muss ja nicht heißen, wenn Frau es gerne mal ordentlich besorgt bekommen möchte, dass Sie ansonsten keine Zuneigung braucht. Zuckerbrot und Peitsche ist die Devise. Mann ihr dürft ja fast alles mit Ihr machen und dazu muss Mann Sie noch nicht mal überreden, phantasmagorische multiple Orgasmen sind doch Argument genug, oder? Aber der nötige Respekt sollte halt mal vorhanden sein und ein bisschen Charme und Honig ums Maul schmieren kann ja mal nicht schaden. Da bricht sich keiner was dabei ab, das gilt übrigens auch für die Frau. Und es haben ja im Endeffekt beide was davon, oder? Keiner will sich den ganzen Tag auch außerhalb vom Bett als Fickfleisch behandeln lassen. Der Ton spielt die Musik und wer ficken will muss freundlich sein. (Und mit saublöden Sprüchen kommt man doch bei keiner halbwegs intelligenten Frau weit, oder?) Ihr wollt ja auch nicht, dass das Weibchen ungefragt den Umschnalldildo auspackt und euch trocken in den Arsch vögelt, oder?

Fürs Protokoll ich würde nie etwas tun, was der Gegenüber nicht möchte. Und ich möchte dem Mann danach noch in die Augen sehen können.

Ach, ja. Dominaz ist nicht: Ich will aber zu sagen oder am Kopf rumzuschieben, damit Frau den Schwanz bis zum Anschlag in den Mund nimmt. Das ist eigentlich nicht wirklich nötig. Es soll tatsächlich Frauen geben, die einen natürlichen Spieltrieb besitzen und/oder sich aus reinem sportlichen Eifer oder persönlichen Vergnügen daran haben, sich den Schwanz bis zum Anschlag in den Rachen zu schieben. Also Hände weg vom Kopf und lass die Frau mal machen und schaut (euch gefälligst die Bilder auf dem Rücken an, dafür sind sie da! ) ihren geilen Arsch an oder macht einfach die Augen zu und lass euch fallen. Wenn man eingespielt ist, dann kann man immer noch Sperenzchen machen. Wenn ihr auf Magenflüssigkeit auf euren Schwänzen steht, müsst ihr das sagen, bevor das Weibchen den Schwanz im Mund hat. Wenn Sie euch überhaupt keinen Bock hat, euch einen zu Blasen, ist das auch Okay. Wenn es nicht immer das Thema ist, dann machen sie es ganz von allein. Falls es nie kommt, habt ihr euch schon mal überlegt, dass entweder euer Schwanz ungut schmeckt und/oder evtl. euer Sperma. Selbiges gilt natürlich auch für den Geschmack beim Weibchen. Einfach mal selber probieren und das ist nicht pervers, wenn man wissen will, wie man schmeckt.

Also Augen, Ohren und vor allem den Mund auf im Straßenverkehr, dann klappt es auch mit den Unfallverhütungsvorschriften…

So, jetzt zu meiner persönlichen Situation. Nachdem ich ja ganz genau weiß was ich will, muss Mann nicht zwanghaft versuchen mich zu verändern, dass ist leider schon ein Wenig zu spät. Das soll aber nicht heißen, dass ich nicht kompromissbereit bin. Das würde sich aber auf Gegenseitigkeit beziehen. Und nachdem ich die Hoffnung mittlerweile ernsthaft aufgegeben habe meinen Traummann (mit übersichtlicher Frisur, tätowiert, einem phantasmagorischen, ausreichend funktionierenden Penis, natürlichen Spieltrieb und einer großen Küche und den Frau beim Sex nicht an der Hand nehmen muss!) zu finden, werde ich wohl in den sauren Apfel beißen und … nein ich werde nicht lesbisch und das mit der Nonne funktioniert nicht. Ich werde mir jetzt einen devoten Mann suchen, ich werde ihn aber nur dann dominieren, wenn er mir dafür einen halbwegs tauglichen Traummann anschleppt. Und wenn das nicht klappt, bin ich mit meinem Aber am Ende.

Jakobsweg – Ich muss mehr sündigen…

Jakobsweg Zeitreise Ich muss mehr sündigen…

Pilgern 2009

Die letzten 2,5 Kilometer bis Pfarrkirchen sind die absolute Hölle. Es ging den Berg jetzt wieder doppelt so steil wieder runter, den ich vorhin noch halbwegs munter hinaufgeschlichen bin. Ich musste mich an den Gartenzäunen festhalten, sonst hätte ich den Berg nicht wieder hinunter geschafft. Meine Wade macht ein komisches Geräusch, ich glaube meine Achillessehne ist angerissen. Na, hoffentlich kommt jetzt nicht Orlando Bloom um die Ecke und schießt mir im Legolas-Style in die Wade. Nach einer halben Ewigkeit bin ich dann unten am Berg angekommen und kaum ist der Weg wieder gerade, geht meine Blase auf, die ich ja eigentlich gar nicht haben sollte. Mein Leben ist ein Alptraum. Würde jetzt gerne was schönes und niedliches kaputt machen. Was für eine Scheiße. Ich humple also weiter und versuche meinen Fuß zumindest an der offenen Blase nicht zu belasten. Mit einer Kraxe auf dem Rücken ist das nicht unbedingt leicht. Das Universum muss mich ganz schön hassen. Habe ich etwa nicht genügend gebetet. Das glaube ich nicht. An irgendwas muss es doch liegen, dass ich so eine Pechsträhne habe. Vielleicht habe ich ja wenigstens etwas im Lotto gewonnen. In der Liebe klappte es ja immerhin auch nicht. Ich glaube ich hänge mich jetzt einfach mit samt meiner Kraxe auf und mache Schluss mit der Scheiße. Und vorher erschlage ich noch ein paar Katzen und deren Besitzer mit meinem Pilgerstab.

Ich finde keinen Baum an dem ich mich aufhängen könnte und an dem Bach an dem ich vorbeikomme, hätte ich nicht mal eine Katze ertränken können. Also schleppe ich mich weiter. Wenn sich meine Blase jetzt noch entzündet, dann hätte ich eine doppelte Blasenentzündung, das wäre mir fast der Spaß wert damit zum Arzt zu gehen.

Irgendwie bin ich zwar jetzt schon in Pfarrkirchen, aber ich laufe an einer Umgehungsstraße entlang. Ich komme mir jetzt noch mehr einsam und alleine vor. Das Alleinsein macht mir ja eigentlich nichts aus, weil ich eigentlich gerne alleine bin, alleine schreibe ich die besten Geschichten, alleine lenkt mich keiner ab. Aber ich bin jetzt irgendwie schon im nächsten Level von Alleine angekommen, ich fühle mich irgendwie unvollständig. Als würde mir etwas zum Leben fehlen. Jemand zum Leben fehlen. Niemand bestimmtes, einfach jemand, der mir Vollständigkeit gibt. Ich glaube ich habe sie wirklich nicht mehr alle beisammen. An Unvollständigkeit grenzende Tatsachen sozusagen. Dazu gibt es auch ein schönes Filmzitat von Echte Kerle. Ich hoffe ich kriege es aus dem Stegreif hin. Wenn ein Kopffüßler (Tintenfisch, Krake, was auch immer) zu lange alleine lebt, dann fängt er an, vor Einsamkeit, sich die Arme abzubeißen. Wie gesagt, es ist ein Filmzitat. In Wirklichkeit ist es bei den Kopffüßlern so, dass die Männchen gleich nach dem ersten Geschlechtsakt sterben und die Weibchen zwischen legen und schlüpfen des Nachwuchses sterben. Beides ist nicht besonders aufmunternd. Wenn der jungfräuliche Kopffüßler sich die Arme abbeißt, weil er keine Frau abkriegt oder wenn er stirb, weil er eine Frau abgekriegt hat. Himmel, jetzt bin ich noch viel mehr deprimiert als vorher.

Ich bin ja eigentlich auf dem Jakobsweg und schleppe mich und meine Kraxe nach Pfarrkirchen. Ich muss schon wieder aufs Klo und mein linker Fuß fühlt sich so an, als wäre er eine einzige Blase. Jetzt achte ich nicht mehr wirklich auf die Jakobswegschilder, sondern will nur noch so schnell wie möglich zu meinem Auto. Ich bin so im Arsch, dass ich kaum noch weiter kann. Ich achte nur noch auf die Bahngleise und überlege, wie ich am schnellsten zu meinem Auto komme, ohne aber dabei völlig aufzugeben. Ich habe nicht vor mich dahin fahren oder tragen zu lassen. Ich komme an einem Autohaus vorbei und es fragt mich ein alter Mann, was ich da mache. Ich bin dankbar für die kleine Pause und erkläre ihm kurz, was ich da mache. Er kramt in seiner Hosentaschen und drückt mir 2 Euro und 20 Cent in die Hand. Ich soll ihm eine Kerze stiften, wenn ich in Altötting ankomme.

Toll, ich hatte mich innerlich eigentlich schon entschlossen aufzugeben und nachhause zu fahren. Was mache ich denn jetzt, ich kann doch jetzt nicht aufgeben und die 2 Euro einfach behalten. Es ist echt nicht einfach aufzugeben und sich seine Niederlage einzugestehen. Am schwierigsten ist es seine Schwäche vor anderen zu zeigen. Kurz bevor ich den Jakobswegs endgültig verlasse, um zu meinem Auto zu gehen, sehe ich wie der Weg einen Berg hinauf geht zu der Wallfahrtskirche Gartlberg, die ich heute wohl nicht mehr sehen werde. Selbst ohne Kraxe würde ich zwar rauf kommen, aber wahrscheinlich nicht mehr runter. Ich verlasse den Jakobsweg und frage mich zum Bahnhof durch. Kurz vor dem Bahnhof, kommt mir eine Frau mit ihrem Kind entgegen. ‚Ui, schau mal der Nikolaus!‘ meint das Kind. Sehr witzig. Hohohoho.

Wenig später bin ich an meinem Nemo angekommen. Mit zitternden Fingern binde ich die Kraxe von meinem Rücken und lasse sie einfach auf den Boden fallen. Ich krame nach meinem Schlüssel und drücke aufs Knöpfchen, wuchte meine Kraxe auf den Beifahrersitz und verpisse mich erst mal hinter mein Auto. Da war sie wieder meine Blasenentzündung und diesmal sind mir mögliche Zuschauer scheiß egal. Dann lasse ich mich auf den Rücksitz meines Autos fallen und bleibe erst mal eine geschlagene Stunde reglos liegen. Dann beschloss ich meine Füße zu untersuchen. Ich habe 6 Blasen auf dem Fußballen und zwei an der Seite, davon ist eine nicht nur bereits aufgeplatzt, sondern sieht schon ziemlich unschön aus.

Meine Füße fühlen sich so an und sehen auch so aus, als wäre ein Panzer drüber gefahren. Das liegt jetzt wohl an meinen Bi(e)nchensocken, mit meinen Pilgersocken, wäre das wohl auch nicht passiert. Der rechte Fuß scheint halbwegs in Takt zu sein.

Und mein Arsch tut mir weh, ich befürchte meine Kraxe hat mir beim Laufen so den Arsch versohlt, dass ich jetzt bestimmt blaue Flecken am Hintern hab.

Mein Fazit ist, dass ich im letzten Jahr anscheinend zu wenig gesündigt habe, so dass sich der Weg irgendwie nicht gelaufen werden will. Aber ich werde nicht aufgeben. Ich werde Stück für Stück weiter machen und irgendwann werde ich wohl mal an meinem Ziel ankommen, wo auch immer dieses Ziel sein wird. Und ich werde dieses Jahr zum Jahr der Sünde ausrufen.

Am nächsten Tag bin ich nach Altötting gefahren und habe zwei Kerzen angezündet. Eine für mich und eine für den alten Mann. Nur die 2 Euro habe ich behalten, es ist ein 2 Eurostück aus Spanien. Das ist ein Zeichen, oder? Trotz meiner Niederlage, habe ich jetzt einen Arsch voll Glücksbringer aufgeladen, die mir hoffentlich für die Zukunft mehr Glück bringen werden. Naja, mein Dieter Bohlen (Tinnitus) nervt zwar wieder, aber dem werde ich jetzt als erstes das Maul stopfen.

Jakobsweg – Die Sache mit den Blasen…

Jakobsweg Zeitreise Die Sache mit den Blasen…

Pilgern 2009

Ich bin also immer noch in Brombach und mache noch ein paar Fotos. Dann packe ich doch meine Sachen und laufe weiter, der Römerweg gewinnt, den ich gleich einschlagen werde. Der arme Tankwart wird dann doch ohne mich auskommen müssen. Hm. Schade. Er hatte aber auch keine übersichtliche Frisur. Ich laufe also die historische Römerstraße nach Pfarrkirchen. Ja, historischer Asphalt unter meinen Holzschuhen reibt mir Millimeter für Millimeter von meinem Profil und reibt auch mich völlig auf, es geht bergauf und zwar gefühlte 5 Kilometer. Ein Auto nach dem anderen kommt mir entgegen oder überholt mich. Einige bremsen sogar ab, bevor sie mich passieren. Ich komme also kaum voran, weil ich ständig stehenbleiben muss, damit ich nicht vom Fahrtwind der vorbeirasenden LKW´s umgeweht werde. Meine Angst vom LKW überfahren zu werden, kommt mir mittlerweile nicht mehr so abwegig vor. Es ist purer Realismus und der blanke Horror. Der Weg ist eigentlich total schön und die Aussicht ist schlichtweg der Hammer, aber zum Genießen komme ich leider nicht, weil ich gerade ernsthaft versuche zumindest meine Unfallverhütungsvorschriften fürs Pilgern einzuhalten. Die da währen. Möglichst unauffällig schnell vorwärts zu kommen! Ich habe ja auch total unauffällige Klamotten an, die zum größten Teil knallrot sind, ich habe diese riesige Kraxe auf dem Rücken und tausend Pilgerglöckchen kündigen jede meine Bewegungen schon kilometerweit an. Und zum Thema schnell sag ich nur gefühlte 5 km berauf. Zweitens bloß kein unnötiges Aufsehen erregen! Des kann ich ja wohl auch völlig vergessen. Die Autos die nämlich abbremsen, machen das nur, weil sie nicht im Graben landen wollen, weil sie vor lauter Gucken nicht mehr mitkriegen, wo sie hinfahren. Drittens den Pilgerschaft immer griffbereit um sich zumindest irgendwie gegen die Automobile wehren zu können. Das funktioniert eigentlich ganz gut, aber darauf möchte ich mich im Ernstfall eigentlich auf nicht verlassen, weil mein alter Pilgerstab sogar das Parieren mit einer Larpwaffe nicht unbedingt überlebt hat. So, ich zwinge sie jetzt einen riesigen Bogen um mich zu machen, die Schweine. Ich brauche jetzt noch mehr Platz auf der viel zu engen Straße. So. Jetzt habt’s es.

Ich hab mir auch lange überlegt, wieso auf einem Pilger- und Wanderweg so viele Autos fahren. Es ist wohl die Vollsperrung der Hauptverkehrsader zwischen Bad Birnbach und Pfarrkirchen. So eine Scheiße. Und alle Einheimischen fahren nun auf meinem Pilgerweg und halten mich von meiner echt nötigen Erholung ab. Ich werde zunehmend aggressiv. Ist jetzt nicht unbedingt das, was man bei einer Pilgerreise erwarten würde und vorallem nicht am ersten Tag. Ich bin endlich oben auf diesem Scheißberg angelangt und muss schon die ganze Zeit pinkeln. Ja, da ist sie wieder meine Blasenentzündung. Aber nachdem ein Auto nach dem Anderen an mir vorbeifährt und ich im Moment die einzige Attraktion zu sein scheine, möchte ich die Massen jetzt nicht mit einem Live Gewandungspinkeln erfreuen. Ich laufe also schneller und genieße wieder die Aussicht nicht unbedingt. Ich komme jetzt in einen Wald und es kommt mir ein bisschen unheimlich vor, dass die vorbeifahrenden Autos immer dann vorbeikommen, wenn ich eine geeignete Stelle zum Pinkeln gefunden habe. Ich verfluche meine Blasenentzündung, weil meine Kraxe gerade und heute das erste Mal so richtig gut sitzt. Und wie vom Universum bestellt kommt ein versteckter Rastplatz in Sicht, ich werfe also meine Kraxe ab und renne hinter die Büsche und es kommt auch ausnahmsweise kein Auto vorbei. Puh. Geschafft. Die Verfassung meiner Nieren macht mir aber richtig große Sorgen. Ich schultere meine Kraxe wieder und versuche mir dabei die Nieren nicht abzuschnüren. Hm. Ein sinnloses Unterfangen. Ich laufe also weiter, die Kraxe fühlt sich nicht gerade perfekt auf meinem Rücken an, aber jetzt geht’s weiter. Die LKW´s kommen nun gleichzeitig von vorne und von hinten. Ich kriege ernsthafte Panik. Meine Hirngespinste kommen nun auf die glorreiche Idee, dass es für einen Vergewaltiger eigentlich total perfekt wäre, eine hilflose Pilgerin ins Auto zu zerren, weil man wie eine Schildkröte auf dem Rücken, sich nicht unbedingt gut wehren kann. Die Autos werden immer weniger, was mein blödes Gefühl nicht besser macht, jetzt würde mich noch nicht mal einer retten. Das Einzige was dem eingebildeter Vergewaltiger gewiss sein kann, wenn er mich wirklich vergewaltigen sollte, er steckt sich hoffentlich mit der schlimmsten Blasenentzündung seines Lebens an. Und zu meinem Glück werde ich bestimmt davon schwanger, was einen DNA-Test dann ziemlich sicher machen würde, wenn man ihn erwischt. Er kommt dann nicht nur in den Knast, sondern dann auch gleich in die Hölle, weil wer Pilger vergewaltigt kommt mal ganz sicher in die Hölle. Und ich bekomme einen neuen Messias, weil das arme Würmchen ja schließlich auf dem Jakobsweg gezeugt wurde. Hm. Ich werde dann wieder Katholik. Super. Auf was Frau alles kommt, wenn man gerade einen paranoiden Anfall hat. Ich laufe also noch schneller und irgendwann zwingen mich dann meine Füße zu einer Pause. Ich befürchte nun ernsthaft Blasen zu bekommen. Das Wort BLASEN verfolgt mich irgendwie schon seit Wochen. Ich sollte echt aufhören vom Blasen zu schreiben, davon kriegt Frauen dann nur Blasen und eine Blasenentzündung. So eine Scheiße. Ich mache also Pause und habe eine grandiose Aussicht auf die Wallfahrtskirche Gartlberg bei Pfarrkirchen. Ich mache ein paar Fotos. Dann gehe ich weiter. Ich weigere mich irgendwie immer noch zuzugeben, dass man in Holzschuhen tatsächlich Blasen kriegen kann. Es ist echt unglaublich, ich behaupte seit Jahren, dass ich keine Blasen kriege und vor allem nicht in Holzschuhen. Des kann jetzt nur an den Omega3 Fettsäuren liegen, mit denen ich meine Holzschuhe vor ein paar Tagen noch, mit Leinsamenöl, behandelt habe. Hätte ich jetzt meine alten, mit Olivenöl behandelten, Holzschuhe angezogen, hätte ich mir durch das riesige Loch wahrscheinlich einen sauberen Schiefer eingezogen, aber ich hätte bestimmt keine Blasen bekommen. Warum nur musste ich sie mir im Schlosspark vom Kastell de Haar auch kaputt laufen. Und ich hätte dem Katze doch einen Blasen sollen und ihn dann auf einer Hängebrücke vergewaltigen sollen, dann würde es mir jetzt wenigsten was ausmachen, dass er sich nicht gemeldet hat. Jetzt bin ich einmal im Leben ernsthaft brav und dann ist es mir das Erste mal in meinem Leben scheißegal, dass mein Traummann sich nicht bei mir meldet. Hm. Das Männer Frauen nicht verstehen und umgekehrt, ist echt begründet, aber wenn sich Frauen noch nicht mal selber verstehen, dann hackt es echt aus. Himmel würde ich jetzt gerne eine Ersatzkatze quälen. Himmel, ich pilgere grade, warum ist keiner da, der mir auf die Finger haut. Mir wäre jeder Schuhbruch echt lieber als Blasen am Fuß. Mir wäre Blasen auch lieber als ne Blasenentzündung, aber es ist ja noch nicht mal ein Vergewaltiger in Sicht. Mensch Bine, wie kann Frau nur Vergewaltigungsfantasien haben und gleichzeitig Angst davor haben vergewaltigt zu werden. Es ist echt unglaublich. Ich war tatsächlich kurz davor, dass ich die Jakobsbibel aus der Kraxe hole und den weiteren Weg mich damit selbst geißle. Ein Wetter zieht auf, jetzt kommt wirklich alles zusammen, ich werde bestimmt gleich vom LKW überfahren und dann noch vergewaltigt, ausgeraubt und irgendjemand bringt dann aufgrund meines Notizbuches meine Ideen als seine Bücher raus und wird dann reich. Die Hölle wird sich freuen, aber ich werde es wohl nicht überleben…Ich packe mein Wimmerl in die Kraxe und beginne jetzt richtig Gas zu geben, ich habe keine Lust darauf auch noch nass zu werden. Und Scheiß auf alles was mit Blasen zu tun hat.

Fortsetzung folgt….

Jakobsweg – Auf den Hund gekommen…

Jakobsweg Zeitreise – Auf den Hund gekommen…

Pilgern 2009

Seit dem ich aus der Niederlande zurück bin, kann ich mich von meinem Roman irgendwie gar nicht mehr trennen. Ich überlege mir ernsthaft ganz daheim zubleiben und weiter Synonyme für Schwanz, Hoden, Möse und Kitzler zu suchen. Mein Pornobuch wird so krank, dass ich es nie jemanden lesen lassen kann, aber es lasst mich vielleicht gerade deswegen kaum los. Für dieses Buch werde ich wohl keinen Buchpreis bekommen, außer Beate Uhse vergibt neuerdings Preise für Pornobücher.

Am Sonntag hatte ich noch nichts gepackt. Aber dafür bin ich schon auf Seite 30 meines Pornos. Aus meinem Kopf sprudeln seit Tagen nur Sauereien. Ich muss mich jetzt endgültig davon trennen. Ich muss echt pilgern. Am Montag zwinge ich mich dazu endlich zu packen. Ich teste meinen Rücksitz auf die Möglichkeit der Übernachtung. Meine Nachbarn müssen mich für völlig bescheuert halten, weil ich mich am helllichten Tag in mein Auto lege und getrost ein Nickerchen abhalte. Mein Nemo war ein guter Kauf. Es passt alles ins Auto, was Frau so beim Pilgern braucht und auf dem Rücksitz ist so viel Platz, dass sogar ich da schlafen könnte. Könnte. Ich bin übrigens total stolz auf meinen neuen Pilgerstab und auf die Glücksbringer, die ich kunstvoll dran gebunden habe. Ich vergesse irgendwie schon zum hundertsten Mal die blaue Trinkflasche im Auto, die ich eigentlich auswaschen und neu befüllen wollte.

Am Dienstag, den 5.5.09 ist es endlich so weit….Es ist 9.13 Uhr und ich sitze im Auto, bereits in Gewandung. Ich habe übrigens schon wieder die blaue Trinkflasche vergessen auszuwaschen. Jetzt habe ich aber keine Zeit mehr und vorallem keine Lust noch einmal rauf zulaufen, nur um die Flasche zu befüllen. Ich habe ja einen neuen Trinkschlauch und ich bin total gespannt, wie lange der durchhält. Beim Befüllen von diesem Trinkschlauch ist mir übrigens schon eine nasse Stelle aufgefallen. Genauso hat es bei dem letzten Trinkschlauch auch angefangen. Ich schweife irgendwie ab…

So, jetzt geht’s auf zum Gewandungstanken. Der Tankwart hält mich für einigermaßen verrückt. Um 11.25 bin ich in Pfarrkirchen. Meinen Zug nach Bad Birnbach kriege ich wohl nicht mehr. Ich steuere also den Mac Donalds an, um zum Gewandungspinkeln zu gehen. Die Leute kucken alle ganz schön komisch, glaube ich zumindest, ich versuche sie weitestgehend zu ignorieren. Da war sie wieder meine Blasenentzündung, ich dachte eigentlich sie wäre vorbei, aber da hab ich mich wohl geschnitten. So, ein Mist. Des kommt davon, wenn man tagelang halbnackt im Bett liegt, Unmengen schwarzen Tee trinkt, um wachzubleiben und versucht einem Porno zu schreiben. Da ist es ja kein Wunder wenn man sich verkühlt. Hm.

Um 11.39 Uhr bin ich am Bahnhof Pfarrkirchen und um 12.30 Uhr geht ein Bus nach Bad Birnbach. Ich packe also meine Kraxe fertig. Um 12.15 mache ich meine Auto zu und schultere meine Kraxe. Als ich auf den Bus warte, will ich eigentlich nur Fotos machen, währenddessen ich übers Fotografieren nachdenke, werde ich von ein paar Schülern mit der Handykamera fotografiert. Was würden wir heute wohl ohne Handy machen? Und ich frage mich schon wieder, was Menschen mit so bescheuerten Fotos machen. Und was denken Menschen, wenn sie so ein bescheuertes Bild gezeigt bekommen. Ein Foto, zu dem man nahezu keinen Bezug hat, durch eine Scheibe fotografiert. Die wissen ja nicht mal, was ich da mache. Ich hätte mir vielleicht doch ein Schild um den Hals hängen sollen. ‚Vorsicht Pilger‘ und hinten an die Kraxe ‚Heck schwenkt aus‘. Ich schicke ein inbrünstiges Stoßgebet ans Universum, dass es nicht zum Regnen anfängt und dass mein Auto heute Abend noch da steht, wo ich es geparkt habe. Und ich hoffe inständig, dass mir meine Blasenentzündung keinen Strich durch die Rechnung macht, dass ich nicht vom LKW überfahren werde und da hätten wir noch die Sache mit den gutaussehenden Vergewaltigern. Böse Bine, du gehst gleich pilgern, da kannst du doch nicht wieder an so versaute Sachen denken. Ich haue mir auf die Finger und da kommt der Bus, pünktlich um 12.30 Uhr. Ich steige ein, zahle meine Fahrkarte und dann stelle ich fest, dass Bayerns Busse definitiv nicht für Pilgerinnen und ihre Kraxen gemacht sind. Die Menschen im Bus sind sehr hilfsbereit und mir ist ihre Hilfsbereitschaft fast schon peinlich. Ich lasse nun schwermütig meinen Laptop in meinem Auto zurück und fahr ins Ungewisse. Die Sehnsucht auf den Weg ist irgendwie seltsam, vor zwei Monaten hätte ich das Pilgern unbedingt gebraucht, einfach abzuhauen und sich einfach mal von allen am Arsch lecken lassen. Vor einem Monat hätte ich den ganzen Tag heulen können, weil mit mein Körper ein Strich durch meine Pilgerreise gemacht hat. Vor ein paar Tagen wollte ich gar nicht gehen, weil ich einfach nur schreiben wollte. Noch vorhin im Auto hab ich geheult, weil ich es kaum erwarten konnte, zu laufen. Und jetzt will ich eigentlich nur zurück zu meinen Laptop. Ich schreibe also ersatzweise einige Zeilen in mein Notizbuch. Hm. Und dabei dachte ich, ich wüsste was ich wollte. Aber jetzt gibt es kein Zurück mehr…

Um ca. 13.00 Uhr steige ich an der Bushaltestelle aus, wo wir vor genau einem Jahr und einem Monat, die Pilgerreise abgebrochen hatte. Ein netter Mensch trägt meine Kraxe aus dem Bus. Ich verabschiede mich vom Busfahrer und überlege mir, wie oft er an diesem Tag noch an mir vorbeifahren wird, bis ich wieder in Pfarrkirchen ankommen werde.

Ich laufe zum Kuramt um mir einen Stempel für meinen Pilgerpass zu holen. Der Typ vom Amt ist ganz schön überrascht von meinem Auftreten, aber irgendwie total begeistert von mir. Ich werde ihn aber nie wieder sehen, weil ich im nächsten Moment damit beginne, Bad Birnbach hinter mir zu lassen. Ich fotografiere noch die Bank als Beweis, dass ich wirklich da gewesen bin. Die Passanten gaffen mir hinterher. So wie letztes Jahr, die Menschen ändern sich wohl nie. Aber wer macht schon in Bad Birnbach Kururlaub. Ich finde eine Feder für meinen Pilgerstab und verlasse Bad Birnbach, nicht ohne noch ein Bild zu machen. Für Autofahrer sind es noch 11 km nach Pfarrkirchen, für Pilger wird es wohl ein bisschen mehr sein. Im nächsten Ort kommt mir ein älteres Ehepaar auf mich zu und fragen mich, ob ich eine Hochzeitsladerin wäre. Es sind Saupreißen, ich finde es bemerkenswert, dass sie den Begriff Hochzeitslader überhaupt kennen. Sie waren direkt vor dem nächsten Jakobswegschild stehengeblieben, um mich zu befragen. Ich stoße sie quasi mit der Nase auf das Schild. Sie sind total überrascht, dass hier der Jakobsweg durch geht. Ich bin überrascht, dass sie den Jakobsweg überhaupt kennen. Ich laufe weiter. Es kommt eine Tankstelle auf mich zu und ich auf sie, ich gehe in die Tankstelle und frage, ob ich die Toilette benützen dürfte. Natürlich darf ich. Der Tankwart ist total nett zu mir und will mir helfen. Unglaublich. Ich gehe aufs Klo. Puh, das war knapp. Ich bete nun an alle Götter, die ich kenne, meine Blasenentzündung solle jetzt sofort vorbeigehen. Egal. Auf dem Klo hängt ein Schild, für Tank und Shopkunden ist des Pinkeln frei und für Nicht-Kunden kostet des Pinkeln 50 Cent. Hm. Ich krame nach meinem Geld, ich hole meine Kraxe aus dem Tankshop, zahle mein Geschäft und sattle wieder auf. Der Tankwart will mir schon wieder helfen. Er ist wirklich total nett zu mir. Wenn ich irgendwann mit dem Auto hier vorbeikomme, werde ich auf jeden Fall hier tanken. Er hängt mir noch ein Gespräch auf und wünscht mir gut Fuß. Er frägt mich, was ich mache, wenn ich es nicht schaffen sollte. Ich erzähle ihm von meinem Notnagel am Bahnhof in Pfarrkirchen. Er scheint irgendwie erleichtert zu sein, dass ich mein Auto zu Sicherheit in Pfarrkirchen geparkt habe.

Ich laufe weiter. Unterwegs verliere ich mein Notizbuch, ich habe es aber gehört, wie es klatschend aus dem Korbwimmerl gefallen ist. Was wäre passiert, wenn ich es nicht gehört hätte, meine ganzen Idee wäre damit verschwunden. Das wäre ganz schön scheiße gewesen. Und was wäre gewesen, wenn jemand mein Buch gefunden hätte, es steht nämlich blödsinniger Weise kein Name drin. Im Einband steht nur Omniintelligente Killerpollen, Käseschinkenbrot und obszöne Pilzgewächse. Schackeline 17 ½, das zwölfjährige Mädchen mit blonden Zöpfen auf einer wunderschönen Blumenwiese. Ich hab des mal alles gegoogelt. Und man kriegt durch die Eingabe der Begriffe keinerlei weitere Informationen, gut es hat noch keiner meine Ideen geklaut. Aber ganz schön scheiße, wenn ich mein Büchlein wirklich mal verlieren würde. Ich habe gerade meinen Namen in mein Notizbuch geschrieben und meine Nummer, nur für den Fall. (Mittlerweile kann man alle meine Begriffe googeln! Haha!)

Zum Thema Wimmerl, ich wollte es eigentlich googeln und bin auf eine deutsch-österreichische Webseite gefunden. Ich hatte eine ganz tolle Idee, die ich über das Wimmerl schreiben wollte. Ich schreibe dieses Wort gleich mal in mein Bücherl, vielleicht schüttelt sich dann von allein eine Geschichte über das ein oder andere Wimmerl zusammen.

Es weiß hoffentlich jeder was ein Wimmerl ist, nein kein Pickel, ähm auch ein Pickel, aber es heißt auch kleiner Rücksack oder Bauch. Und ich habe eine Bauchtasche gemeint. Das Wimmerl ist mir auch noch kaputt gegangen, ich trage es unter dem Arm, bis ich in Brombach ankomme.

In Brombach ist eine Vollsperrung und zum Glück führt der Jakobsweg von der Absperrung weg. Vor mir ist der Dorfbrunnen, ich mache dort Rast und repariere mein Wimmerl. Ich werde die ganze Zeit von einem Hund verbellt. Ich weiß nicht woran das liegt, dass mich Hunde immer nur verbellen, wenn ich beim Pilgern bin. Sonst legen sich Hunde immer auf den Rücken, wenn sie mich sehen und lassen sich dann bereitwillig von mir am Bauch kraulen. Hm. Ich muss mich selbst nochmal überdenken, ich sollte mir vielleicht doch beim Pilgern einen Mann aufreißen, vielleicht legen die sich im Umkehrschluss auch auf den Rücken, wenn sie mich sehen. Hm. Ich überlege, ob ich zurück zu der Tankstelle gehen soll. Vielleicht…. Böse Bine. Und warum ist keiner da, der mir auf die Finger haut. Hm. Ich fühle mich irgendwie ganz schön alleine…. Der Hund bellt, bis die Besitzerin aus dem Haus kommt, sie ist die Erste, die weiß, dass der Jakobsweg durch ihren Ort geht. Die Welt hat wirklich ein Einsehen mit mir. Der Hund hat immer noch kein Einsehen mit mir. Ich glaub ich gehe doch zurück zur Tankstelle und kraule lieber den Tankwart am Bauch. Hihi. Ich wünsche mir beim Universum einen Mann mit einer übersichtlichen Frisur, der mir auf die Hand haut, sich gerne auf den Rücken legt und sich am Bauch kraulen lässt. Hm. Vielleicht fühle ich mich dann besser. Oder vielleicht meint mein Schicksal ja auch ich soll mir einen Hund kaufen. Hm. Fragen über Fragen. Fortsetzung folgt.

Live in the Moskutar Abteilung Ulm mal ganz privat…

Live in the Moskutar Abteilung Ulm mal ganz privat…

oder wie in 24 Stunden, der Alkohol in Strömen fließen kann, Eine gar nicht betrunken war, Jemand ein Jahr älter wurde, ein Anderer um Jahre gealtert ist, dabei ein Eimer verlustig gehen konnte, dafür eine phantasmagorische Zahnbürstenerkenntnis die Damenwelt revolutionieren wird und das warme Flüssigkeiten auf der Hose zwar eine riesen Sauerei sind, aber nicht unbedingt total versaut sein müssen…. oh und es war ein paar mal richtig romantisch…aber, don’t fuck the Mostkutar.

Ich fange mal von vorne an, nach einer unleidigen Schreibblockade und anderen unaussprechlichen Querelen, die leider schon viel zu lange andauern, entschließe ich mich eine Woche Urlaub zu nehmen. Entspannen und Schreiben. Kaum habe ich Urlaub, eskaliert das Unausprechliche in mir und mir fällt auch schon die Decke auf den Kopf. Ich entschließe mich mehr oder weniger spontan von zuhause über Augsburg ans eine Ende von Bayern zu fahren, um einerseits einen orkischen Geburtstag auf einem Mittelaltermarkt zu feiern, meinen ‚Ex-Verlobten‘ (Das ist eine andere Geschichte….) zu besuchen und anderseits mich definitiv in die Gefahr begebe, dass mir der Himmel auf den Kopf fallen könnte.

Ich bin in der Früh an der Tankstelle immer noch so unaussprechlich verwirrt, dass ich anstatt Super Benzin nur Benzin tanke, nachdem ich am Tag zuvor aus ähnlichen verspulten Verwirrungen den Tank bis auf den letzten Tropfen leer gefahren hatte. Ich bin schon viel zu spät, Kopf rasieren, Duschen, Selbstbefriedigung, dass dauert alles halt so seine Zeit und ich komme also leicht verspätet an dem Treffpunkt in Augsburg, zur Aufnahme eines auf dem Auto sitzenden Uglathar. Wir sind unterwegs. Haben schon im Auto eine Menge Spaß und fahren auf zum Markt. Wir kommen an und werden von schneidigen Feuerwehrlern zum Parkplatz geleitet. Am Parkplatz angekommen, schneidige Rettungsdienstler und noch schneidiger Sicherheitskräfte. Die Blaulichthölle hier und ich treffe mich mit Orks auf einem Markt, wo lauter noch geilere Drecksäue rumspringen, in noch viel mehr geileren Uniformen. Was? Oh Universum, was habe ich denn bitte jetzt schon wieder verbrochen? Oder bin ich schon tot und dass ist hier die Belohnung und die Uniformierten sind meine 666 Jungfrauen für meine hervorragenden Bußfertigkeiten rund ums Pilgern und im talibanesischen Fußfetischisten verpetzen. Ich treffe auf meinen ‚Ex-Verlobten‘ (wie gesagt, das ist eine andere Geschichte…), der sichtlich überrascht ist, dass ich da bin, mit einem Uglathar und dass ich tatsächlich kochen kann. (Hm, dass ich auch immer unterschätzt werde, Frauen die ohne Männerhilfe Geld verdienen können, Blasen und Kochen können, sind aber auch echt selten. Hm.) Egal, wir suchen unser Geburtstagskind, das auch nicht ans Telefon geht. Wir drehen eine Runde und finden niemanden, der am nächsten Tag Geburtstag haben könnte, aber dafür finden uns alle anderen furchtbar interessant. Unglaublich. Jetzt habe ich heute mal völlig normale Klamotten (also nicht schwarz, sondern für meine Verhältnisse erschreckend bunt!) zu meinen Brüsten an und die Leute gucken mich an, als wäre ich der Teufel und alle seine Huren in einer Person. Vielleicht liegt es auch an meinem Begleiter, der aussieht, als hätte ich ihn von einem Golftunier entführt. Hm. An mir kann es doch echt nicht liegen, ich habe doch einen Hut auf und hier laufen übrigens auch noch total viele Tätowierte rum…die werden alle nicht angestarrt, komisch. Vielleicht habe ich ja Dreck auf der Nase.

Irgendwann finden wir tatsächlich unser Geburtstagskind und setzen uns in mitten von den ganzen Schaulustigen. Hm. Irgendwann wollen wir alle eine seltsame Kopfbedeckung kaufen und dann sind mir die beiden Uglathar entlaufen. Ich spiele ein bisschen Poi und deprimiere ein paar Kinder. Dann werde ich von einer Horde Damen angegraben, aber sie bieten mir einen Feuerjob an, also habe ich erst mal nichts dagegen, aber es ist toll dass meine Männer mich nicht retten, noch nicht mal mein ‚Ex-Verlobter‘. Irgendwann kommen beiden Orks besoffen wie die Hexen angetorkelt. Beide mit gar fürchterlichen Kopfbedeckungen. Sie haben sich den Sonnenuntergang angeschaut auf einem Strohaufen, alles klar. Das sind keine Uglathar, es sind Schwuglathar. Wenn dass dem Lûgburz zu Ohren kommt. Aber die beiden werden sich damit rausreden, dass sie nur sichergehen wollten, dass das ekelhafte grelle Fratze auch wirklich verschwunden ist. Unglaublich. Traue mich ja schon gar nicht zu fragen, was das nun wieder mit dem Lûgburz zu tun hat. Ich gehe mit dem Nichtgeburtstagskind zum Strohhaufen und warten mit den Restbeständen vom Met auf den Rest der Geburtstagsgesellschaft. Der Mond geht auf, die Pferde wiehern und es ist erschreckend romantisch. Aber, dont Fuck the Moskutar, auch wenn ich nicht wirklich in der Moskutar bin, bin ich doch irgendwie auch posthum die alte Vettl und ich kann mich doch nicht an diesem madigen Wurm vergehen. Ich könnte dem Lûgburz ja nie wieder in die Augen schauen, wenn er das zu Ohren bekäme. Wir beschließen unser Gebutstagskind zu suchen, mal wieder. Gesucht, gefunden. Gemeinsam feiern wir noch ein bisschen und ich spiele noch ein bisschen Leuchtpoi, jetzt dürfen alle gucken. Meine neuen Leuchtpoi rocken voll. All Schaulustigen klatschen. Ich muss hier weg. Es ist Mitternacht, wie singen: ‚Happy Birthday!‘ Ich krabble auf den Tisch, um unserem Geburtstagskind zu gratulieren, diese Made hat mir unbemerkt die Schleife von meiner Bluse aufgebissen. Diese dreckige Plage. Unbemerkt, ich werde alt. Ich parke meine Orks bei einem bekannten Barden und gehen meinen ‚Ex-Verlobten‘ abholen. Ich komme zurück und die beiden Maden haben ohne mich mit dem Sambuca-Feuerspiel angefangen. Diese dreckigen Mistratten. Unglaublich. Wir führen meinen Ex-Verlobten in die orkische Trinkkultur ein und haben alle voll den Spaß, die Jungs am Saufen und ich an den regelmäßigen Besuchen der Sicherheitskräften. Himmel, ich habe mich mal wieder verliebt. Bis über beide Ohren. Dieser überaus zuvorkommende Securitymann (mit übersichtlicher Frisur) möchte mich zwar leider nicht zum Ausgang tragen und mich von oben bis unten durchsuchen und und und…aber ich stelle es mir vor. Plötzlich fließt mir eine warme, zähe Flüssigkeit über den Oberschenkel. Mein Kopfkino geht mit mir durch… ich fasse mir an die Hose und ich denke…kann es dabei nicht glauben, aber es ist nur das Wachs der Kerze, die vor mir auf dem Tisch steht. Geil, meine neue Jeans und schon versaut. Langsam werde ich ein bisschen zickig, es hat noch nicht mal jemand den Anstand, gescheit Rabatz zu machen, damit ich endlich von dem geilen Securitymann rausgetragen werde. Es nimmt einfach keiner Rücksicht auf mich.

Irgendwann müssen wir dann doch gehen und ich muss mich von meinem Traummann trennen. Wir gehen und ich spiele mal wieder Taxiunternehmen. Was dann passiert ist auf Grund eines Filmrisses einer der drei Beteiligten und der allgemeinen Schweigepflicht der restlichen Beteiligten soweit zensiert. Ich kann nur soviel sagen, dass mein Mülleimer, den ich seit der Gauklernacht letztes Jahr in meinem Auto mitführe, dabei verlustig ging. Und gut dass wir einen (angehenden) Arzt dabei hatten, der dann auch ganz schnell wieder halbwegs nüchtern war und ich gar nichts getrunken hatte. Am Ende des Filmrisses war die Sonne (die hässliche Fratze) bereits wieder aufgegangen und alle wieder soweit auf den Beinen. Und Ehrenwort, ich habe keinen Unsinn gemacht, nicht mit dem Edding und auch nicht mit dem geilen Pfleger. Egal. Ich habe dann die Nacht, oder beziehungsweise den Vormittag auf einer ziemlich geilen Ledercouch verbracht und habe von phantasmagorischen Überpenissen und obszönen Pilzgewächsen und/oder nackten Securitymännern mit übersichtlichen Frisuren und tätowierten Pflegern geträumt. Unglaublich, was so eine Ledercouch alles mit meiner Phantasie anstellt.

Gegen Mittag werden wir wach, die Einen mehr, die Anderen weniger. Nachdem duschen bekomme ich eine Zahnbürste geschenkt. Ein ganz besondere Zahnbürste. Mir eingebauter Batterie zum besseren Wegvibrieren von Zahnbelag. Jaja. Die Fantasie geht mit mir durch und ich darf die Zahnbürste behalten. Hehe. Sobald ich zuhause bin werde ich sie wohl einem eingehenden Belastungstest unterziehen….

P.S. Mir ist vor 6 Jahren eine ähnliche Geschichte passiert und ich bin heilfroh, dass es auf Mittelaltermärkten keine Klosteine gibt. Aber das ist eine andere Geschichte.

P.P.S. Wer braucht geile Securitymänner, wenn es Zahnbürste mit Batteriebetrieb gibt.

Die alte Vettl – Das Leben nach dem Tod

Die Geburt, das Leben und der Tod – Heute: Das Leben nach dem Tod.

(Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

So, ich habe mich entschieden, dass die alte Vettl stirbt, weil es so im Plotbuch stand. Ich war eigentlich nicht wirklich traurig, weil der Geist der alten Vettl, wie ihre Unterhosen und ihr Schamanenstab noch in der Larpwelt rumgeistern. Und ich kann endlich wieder die fiese kleine SL machen und alle Spieler quälen, nicht nur die Orks.

Das Witzige ist, dass der Morbuk der alten Vettl’s Unterhosen als Folterwerkzeug aufgenommen hat und auch schon erfolgreich in meiner Abwesenheit an Brogthar-Männchen getestet hat. Hätte ich aber gerne gesehen.

Der Schmanenstab geistert noch rum, aufritualisiert und ich müsste mal eine Artefaktbestätigung dafür schreiben. Hm. Wehe, wenn er umfällt. Aber pscht!

Die Bine ist wieder SL und schreibt böse Blogs über noch blödere Spieler und wartet quasi täglich auf die ein oder andere Verleumdungsklage aufgrund der Verunglimpfung von LARP-Rassen oder LARP-Charakteren. Hm. Seitdem ich Mythodea-Skandalautor bin, nehme ich nun gar kein Blatt mehr vor dem Mund und deshalb muss jetzt einfach jeder drunter leiden, dass ich immer unterschätzt werde. Ich würde aber natürlich nie etwas böses schreiben über meine Lieblingsspieler und wenn dann wissen sie es schon wie ich es meine, hoffe ich. Und falls sich jemand auf den Schlips getreten fühlt, bitte bei mir melden, wir können ja drüber reden. Egal ob grün, schwarz oder weiß, ich hab euch alle lieb und ich schätze euch und ich liebe euch alle für euer konsequentes Spiel. Weiter so, wir sehen uns auf der einen oder anderen Seite.

Zum geistigen Weiterleben des Rattenweibes. Nachdem ich meine Spitznamen auch nach dem Ableben meines Charakters weiter behalten muss, finde ich kann ich die Moskutar auch weiter ärgern. Hm. Und nachdem es immer wieder Orgas gibt, die mich als persönliche Skullrott-SL anfordern, werd ich wohl meinen Lûgburz noch ein bisschen quälen dürfen. Hehe.

Das Quälen mit Lebensmitteln auf der Gegenoffensive.
Ich habe mir gedacht, da die Skullrott Moskutar es nie schafft Wegzehrung oder Getränke am Mann zuführen, war es meine Aufgabe nicht nur beide Lûgburze zu ärgern sondern auch alle anderen unter Zuhilfenahme von Lebensmitteln. In diesem Falle mit einem Apfel in der Hauptrolle. Hehe.

Die alte Vettl in der Form ihres Geistes begleitet beide Lûgburze auf Schritt und Tritt. Wahrscheinlich mehr zu meiner Freude, als zu der Freude meiner Spielerschaft. Hehe. Irgendwann, während eines Angriffes lasse ich einen Apfel materialisieren und schenke ihn dem Lûgburz Gorz, der ihn genüsslich ist, während die meisten Uruks auf dem Boden liegen und langsam verbluten. Hm. Lûgburz Slaithopp schaut ihn ungläubig an, während er auf dem Boden kniet und eine Wunde eines Uruks zuhält. Er hört auf den blutenden Uruk anzuschreien und kann es nicht fassen, dass der Gorz in aller Seelenruhe diesen Apfel isst. Dann sagt er in der süßesten Stimme, die ich je von ihm gehört habe, was der Gorz denn da machen würde. Ob er den gnädigerweise an der Versorgung der Verletzten beteiligen möge, er könne mit der Säure des Apfels die Wunden ausbrennen…

Nachdem bei der nächsten Aktion einige Spieler im Lager zurückgelassen wurden, gingen auch zwei Orks drauf, weil sie von einer kühlen Blonden (mit Brüsten!) in einem Infight niedergemetzelt wurden. Hm. Das ganze Con sucht nach dieser blonden Amazonenvampirin und Orksschlächterin. Jede wurde nicht nur einmal verdächtigt, aber im Endeffekt haben wir sie nie gefunden. Hm.

Die Lûgburze bekommen eine Vision, weil sie schon wieder ihre Uruks zurückgelassen haben, nicht das es noch zur Gewohnheit wird. Hm. Ich habe Spaß, ich glaube der Rest auch. Hm.

In einer der nächsten Nächte bekommt der Lûgburz Slaithopp eine weitere Vision, in der er gleichzeitig gelobt und gemaßregelt wird. Es ist meiner Meinung genau die richtige Mischung um ihn gleichzeitig brainzufucken und ihn aber auch bauchzupinseln. Zum Schluss höre ich ihn mit einer weinerlichen Stimme sich selbst fragen, warum er denn die alte Vettl nur zurückgelassen hat. Langsam glaube ich echt, dass es ihm ehrlich leid tut. Es könnte auch am Grad des Brainfucken und dem Übermaß an Alkohol und dem allgemeinen Schlafentzug liegen, aber…Die Genießerin schweigt. Das Rattenweib verspricht ihm, dass sie immer bei ihm ist, weil seit dem ihr madenzerfressender, stinkender Körper endlich tot ist, ist die endlich frei. Frei wie der Wind und sie kann überall hin. Sie ist immer bei ihm, wenn er sie braucht, er braucht sie nur zu rufen. Hm. Blöd ist nur, dass ich nicht mit ein berechnet habe, dass man das spieltechnisch überhaupt nicht umsetzen kann. Da haben wir mal wieder nicht nachgedacht, Frau Rösner. Ich kann mich ja schlecht als Geist auf Cons einchecken. Wie madig ist das denn. Hm. Und nur als stimmliche aber körperlose Bespaßung für den Lûgburz geht halt nur, wenn ich zufällig als SL dabei bin. Hm.

Am Ende vom Con beschwert er sich tatsächlich bei mir, dass ich ihm ja versprochen hätte, dass ich immer da wäre, wenn er mich braucht. Hm. Wie vorwurfsvoll er das gesagt hat. Hm. Der Lûgburz wird doch nicht das Rattenweib vermissen. Wir werden sehen was die Zukunft bringt. Hihi.

Mein Fazit von dem Con, ich bin für meinen Geschmack ein Wenig zu Wenig gelaufen. Ich bin da schon ein bisschen mehr gewohnt. Ansonsten lieber Dave, danke für die Plattform und zwei Daumen hoch für dein erstes Con als Orga. (Und es gibt kein einziges Bild von mir, wie immer… ich gewöhne mich da nie dran. Hm.) Und fürs Protokoll, auch wenn ich nach dem Nightmare im 5 Minuten Takt die Jungs ins Bett gebracht habe, habe ich doch niemanden einen Geblasen, zumindest nicht auf diesem Con…

Die alte Vettl – Der Tod

Die Geburt, das Leben und der Tod – Heute: Der Tod.

Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

Kommen wir zum unleidigen Ableben der alten Vettl. Da gab es so einen Plot auf einem Con, den sehr viele Teilnehmer noch bis heute versuchen zu verdrängen. Der Grund, es wurde unsererseits viel gelaufen und andererseits hat das ständige Shutteln die Menschen ganz schön aus dem Spiel gebracht. Egal. Der Plot war der: Die alte Vettl hat sich beim Pilze sammeln auf Grund der Pilze verwirrt verirrt und wurde von einem Spinnenvieh verschleppt. Der Lûgburz bekommt eine Rettungsvision und ist aus dem Grund dazu gezwungen das stinkende Rattenweib zu retten, weil sie die Einzige ist, die sich angeblich im Fluchtgebiet auskennt. Hm. Die Flucht der Skullrott Moskutar ist übrigens auch der Plot für die Menschen. Flucht und Verfolgen beinhaltet übrigens auch das sich fortbewegen und dass ist auch das was manche an dieser Veranstaltung nicht verstanden haben. Ach ja, es war auch sackenkalt und das konnte man bei der Jahreszeit auch nicht ahnen.

Ich komme also mal wieder viel zu spät auf dem Con an und schleppe alle meine Felle in eine Jurte, baue mir ein Bett, ziehe mich an, werde gebrieft und werde dann von zwei meiner Liebings-Drows und auf diesem Con NSC’s in den Wald geschleppt. Wir laufen auf einen Berg und wieder runter und wieder rauf, irgendwann wechsle ich von den Holzschuhen auf meine Docs. (Ich habe meine Stiefel vergessen! Ich Depp!) Es ist übrigens mittlerweile dunkel. Wir laufen weiter über Stock und Stein. Und wir sind endlich da. Endlich. Die Steinzeithöhle, die man von manchen Dokumentationen auf Phönix kennt, ist wirklich gigantisch. Schade, dass die Sonne schon untergegangen ist, so ein scheiß. Egal. Die beiden Jungs sind mit ihren Wolfsmasken eh nicht mein Typ. Bekanntlicherweise mag ich keine Haare. Hm. Wir machen Brotzeit und richten die Höhle her. Es werden erst mal überall Spinnweben und künstliche Körperteile verteilt. Dann warten wir. Und warten. Dann kommt eine Gruppe Jugendliche, die auf eine Nachtwanderungsgruppe mit noch mehr Kindern warten wollten. Ganz super. Währenddessen Unmengen von Kindern und Jugendlichen die Höhle bevölkern, sind die Orks wahrscheinlich noch nicht mal losgelaufen. Aber Hauptsache ich bin schon mal schön verschnürt mit Spinnweben in der Höhle völlig bewegungsunfähig gefangen genommen worden. Wir spielen ja alles aus. Ich habe auch einen schönen Stich von dem Spinnenvieh, der mir schon gefühlte 80mal aufgrund des gefrorenen Mastix runtergefallen ist, am Hals bzw. die meiste Zeit am Boden liegend. So wie ich übrigens. In Spinnenweben gehüllt. Ich komme mir nur ein Wenig vor wie Frodo. Ja, der Frodo, der sich von so einem Spinnenvieh stechen hat lassen, dem sie dann erst den Ring und sein Kettenhemd gemopst haben und der dann halbnackt ein Nickerchen gemacht hat, ungefähr den halben Film lang, während alle anderen Teilnehmer voll den Spaß hatten und von einer Schlacht zu anderen stolperten… Und genau so fühle ich mich jetzt, nur dass ich bei vollem Bewusstsein zu sein scheine. Nein, eigentlich fühle ich mich wie Tom Tombadil und Glorfindel in einer Person, die einfach vergessen wurden, weil sie für die Handlung und für den Normaloverbraucher nicht so wichtig und nicht schön genug zu sein schienen und … unwichtiges Nerdgelabber über HDR…. und der Ring ist ja so schwer. Ja, genau. Der Ring ist ja so schwer und keiner hat mich lieb und außerdem bin ich vorhin auf meinen Schlüssel gefallen, als ich die Haut von meinem Kaba machen wollte. So genug gejammert. Solange du jammerst lebst du noch! Ist auch ganz gut so, weil sonst wäre ich nämlich beim Warten in der Höhle erfroren. Irgendwann bin ich dann eingeschlafen, das passiert vor allem bei Unterkühlung in Verbindung mit Spinnweben. Zwischendrin wurde ich ein paar Mal geweckt. Die Orks sind unterwegs. Die Orks sind übrigens unterwegs. Die Orks kommen gleich. Ich beginne meine Wölfe zu hassen. Ach, die Orks haben sich in ihrem Heimatgebiet Nachts im Dunkeln verlaufen. Ich werde sie alle töten, wenn ich hier raus komme. Zwischendrin bin ich immer wieder eingeschlafen. Dann sind sie endlich da.Die Orks kommen doch im Morgengrauen. Haha.

Ich höre meinen Lûgburz ergreifend nach mir schreien. ‚SkruutchGru, Rakum wai! Rakum wai!Waz waz! SkruutchGru, Rakum wai! Waz waz!‘

Netterweise übersetzt er dies nochmal für die sprachunwürdigen Zuhörer: ‚Rattenweib und/oder alte Vettl, beweg deinen stinkenden Körper, deinen fetten Arsch oder deine madigen Hufe oder wahlweise kombiniert alles drei zusammen…aus der verlausten Höhle und zwar hurtig oder flott und/oder am besten schon gestern.‘

Irgendwie hat er wieder diesen weinerlichen Unterton. Er muss mich ganz schön vermisst haben, dabei war ich doch nur ein paar Stunden weg. Blöd ist nur, dass das Rattenweib erstens nicht ganz bei Sinnen ist… als wäre sie es je gewesen! Zumindest ist sie bewusstlos und gelähmt, also wird sie wohl nicht mal raus kriechen können. Und dann nicht hurtig oder flott und auch nicht schon gestern. Dann wird der Lûgburz wohl seinen hübschen Hintern in die Höhle bewegen müssen. Nackt wäre schön. Das machen sie dann auch, leider nicht nackt und bespaßen sich dann noch gefühlte 5 Stunden mit den Spinnweben und den beiden Wölfen. Ich muss wohl nochmal eingeschlafen sein, weil als seine liebliche Stimme wieder an mein Ohr klang und ich meine Augen einen winzigen Spalt breit öffnete, standen sie alle in der viel zu kleinen Höhle. Ein Bild für Götter. Die Höhle war von Fackelschein erhellt und sie standen alle in voller Montur aufregt um mich rum und blickten mich abschätzig an. Durch dass ich flach auf dem Boden lag, wirkten sie noch größer. Eine unglaubliche Stimmung in der Höhle, durch die Spinnenweben auf meinen Augen und der Rauch der Fackeln noch verstärkt. Mir stehen die Tränen in den Augen, so dass ich sie wieder schließen musste. Ich hatte leider keinen Fotoapparat, egal dieses Bild hat sich in meinem Kopf eingebrannt und für dieses Bild hätte ich sogar dem Machoarschloch einen Geblasen. Der mir in dem Moment gegen die Seite tritt, als mir unter Tränen einer abgeht und meint: ‚Sie ist tot, lass uns wieder gehen.‘

Wenn ich ein Mann wäre und einen Schwanz hätte, dann wäre mir bei diesem Satz, auch ohne dass mir vorher einer abgegangen wäre, der Ständer in der Hose zusammengefallen. Mittlerweile ist die Medizin ja schon so weit, dass Frau nicht unbedingt ein Mann sein muss, um einen funktionstüchtigen Schwanz angebaut zu bekommen. Ich schweife ab…

Ich stöhne, aus welchen Grund auch immer und mir laufen die Tränen die Wangen runter und werden von den Spinnenweben aufgesaugt. Was für ein Glück, hat keiner bemerkt. Sie bemerken nur, dass ich trotz meines Gestankes noch leben muss. Mein Lûgburz erwidert, dass ihr Gestank nichts über den Gesundheitszustand aussagen würde. Wie gewählt er sich wieder ausdrückt, da kommen mir gleich wieder die Tränen.

Als sie mich anfassen, um mich zu untersuchen, bleiben sie erst mal an den Spinnweben (über meinen Brüsten) hängen. Sie beschließen die Spinnweben (und mich und meine Brüste) kurzerhand abzufackeln. Anders hätte ich es von ihnen auch nicht erwartet. Wie ich dieses Zusammentreffen überleben konnte, kann nur mit dem außerordentlichen Gesundheitszustand der alten Vettl zu tun haben. Hm.

Ich werde notdürftig versorgt und vom Lûgburz wachgerüttelt. Er sorgt sich um mich. Wie schön. Mit einer verzogenen Fratze lächle ich ihn liebevoll an und flüstere. Er kann mich nicht verstehen und beugt sich über mich. Was für eine geile Drecksau. Er schreit mir ins Gesicht, dass ich meine klobigen Hufe unter die dünnen Pranken nehmen solle und meinen madenzerfressenen Hintern aus der stinkenden Höhle bewegen soll. Ich packe ihn an seinem Kettenlendenschurz und ziehe mich hoch. Er ist sichtlich überrascht (…weil ich auch immer unterschätzt werde…) und er kämpft seinerseits wohl mit Kastrationsängsten. Ich teile ihm mit, dass ich an meinen ganzen Hufen gelähmt wäre und dass ich wohl erst mal nicht laufen könne. Zuvorkommend wie er nun mal ist, lässt er mich aus der Höhle schleifen. Schade, dass er es nicht selbst gemacht hat und schade, dass er dazu nicht mein Haupthaar verwendet hat. Hm. Der Höhlenausgang ist heiß umkämpft, von den beiden Wölfen. Aus Sicherheitsgründen kraxle ich selber wieder von der Höhle hinauf und auf dem schmalen Weg zurück. Wir werden von den beiden Wölfen verfolgt und sie erwecken den Eindruck, dass es sich um ein riesiges Rudel handeln muss. Die Hetzjagd beginnt. Mit Rollenspiel hat dies leider nichts mehr zu tun. Ich bleibe dem Lûgburz auf den Fersen, weil ich ernsthaft Angst habe, dass ich den Anschluss verlieren könnte und dann im Wald über die restliche Nacht versauern müsste. Dabei würde ich erst dehydrieren und dann erfrieren, weil mir meine Orks mein restliches Wasser leergetrunken haben. Ich überlebe diesen Gewaltmarsch nur, weil ich Unmengen von Hustenbonbons dabei habe, die zwar den Speichelfluss anregen, aber nicht unbedingt meinem Wasserhaushalt zuträglich sind.

Durch meine persönliche Paranoia verpasse ich meinem Lûgburz einen ganz schönen Verfolgungswahn. Weil immer wenn er sich umblickt, um nach seinen Uruks zu schauen, grinse ich ihn dämlich an. Bei jedem Halt, frage ich ihn, ob er noch kann, oder ob ich ihn tragen müsse. Die alte Vettl ist einfach ein unglaublicher Witzbold. Er muss mich einfach gotterbärmlich hassen dafür, dass er mich immer unterschätzt hat. Hehe. Das gleiche Spielchen mache ich übrigens auch mit dem Machoarschloch und ihn bringe ich glaub ich zur Weißglut, als ich ihm sage, dass seine Durmaluz-Schreie sich anhören, wie die Schreie eines kleinen zwölfjährigen Brogthar-Weibchen mit blonden Zöpfen. Ich verstehe es mir nachhaltig Freunde zu machen, nicht dass er wieder auf die Idee kommt, ich würde ihm einen Blasen wollen.

Endlich sind wir in der noch bewaldeten Ebene angekommen und jetzt sind es vielleicht noch schlappe 3km bis wir im Lager angekommen. Die Wölfe verfolgen uns immer noch, ich habe auch als spielende SL nichts mehr zu sagen und sie jagen uns weiter bis ins Lager. Langsam gehen sie mir dermaßen auf den Keks, weil ich einerseits nicht mehr kann und endlich ins Lager will und was trinken will. Und wenn die Beiden mich weiter an meinem kontinuierlichen Wanderschritt hindern, muss ich eben ihr Blut trinken. Also fange ich im Laufen schon mal an, rituelle magische Geschosse in meinen Wanderstab zu pumpen. Wer mich aufregt, wird in die Luft gesprengt. Jede freie Stehminute nutze ich um mit meinen Ritualen weiterzumachen, ich will ja nicht rumnasen. Aber wenn ich mich schon selber nicht heilen darf, weil Plot, was ich aber definitiv könnte, in Anbetracht was ich für die Orga vorher schon immer machen hab dürfen. Aber egal. Also sprenge ich jetzt Wölfe, anstatt mich zu heilen.

Bei jedem Versuch mich durch die kümmerliche Schlachtreihe zu zwängen, damit ich beide Wölfe gleichzeitig bespringen kann, werde ich von den Uruks zurück gehalten und angeschrien. Ich würde nur im Weg umgehen oder sie informieren mich darüber, dass da vorne die Wölfe wären und die mich noch zerfleischen würden, wenn ich vor der Schlachtreihe rumhampeln würde. So, jetzt langt es mir, ich fange an die eigenen Orks anzuschreien, dass ich gleich jeden anzünde, der mich an egal was hindert. Der Machoarschloch hat es dann auch begriffen. Der erste Wolf ist weg, der aber gleich wieder auferstanden ist. Ich habe auch kein Mitleid, als er mir gegen den Wanderstab gelaufen ist. Beim nächsten Angriff, habe ich gleich mal den Lûgburz angeschrien. Himmel, ich habe den Lûgburz angeschrien, er wird mich töten. Er zuckt mit den Schultern und lässt mich durch die Kämpfenden zu den Wölfen. Endlich haben wir es geschafft. Wir sind im Lager, die Wölfe leben beide noch, mir ist alles egal. Wasser trinken. Als ich mich wieder erholt habe, bemerke ich, dass sich eine Migräne bei mir anschleicht. Ich ballere mir vorsorglich ein paar Schmerztabletten ein und will mich ablegen.

Der Lûgburz verkündet, dass wir im Morgengrauen ausrücken. Ich kriege die Erlaubnis nicht mitzumüssen, weil sich schon abzeichnet, dass ich morgen nicht wirklich fit sein werde. In der Nacht feuert der Gorak jede Stunde nach und dazu schleicht er einmal ums Feuer und stellt sich mit deinem Nachthemdchen genau über mich und streckt mir jedes mal seinen nackten Hintern hin. Ob er das mit Absicht macht?

Im Morgengrauen wird die Moskutar geweckt und als sie mich wecken wollten, sage ich nur, im Tonfall eines kleinen zwölfjährigen Brogthar-Weibchen mit blonden Zöpfen, dass der Lûgburz gesagt hätte, dass ich nicht aufstehen müsste. Ich werde gehauen, aber liegengelassen. Wenig später streckt mein Lûgburz den Kopf ins Zelt und schaut mich an: ‚Der Lûgburz hat gesagt, ich muss nicht aufstehen, dass kann ja nur vom Rattenweib kommen.‘

Ich weiß nicht wie viele Schmerztabletten ich wie vielen Orks vor die Füße gekotzt habe, aber den sonnigen Tag habe ich dann halb verschlafen. Bis plötzlich beide Lûgburze wieder mit der gesamten Moskutar wieder zurückkommen. Sie haben ihn wohl wieder geholt, aus Gôrefests Armen gerissen, ist ja ihre Sache. Ich misch mich da nicht ein. Hm. Sie kriegen von mir nochmal Plot gepresst, dass sie die Ingredienzien für meine unleidige Spinnenstichvergiftung besorgen müssen, sonst verrecke ich. Der Gestank meines Leichnams wäre ja auch niemanden zuzumuten und sie lassen sich erweichen. Hm. Irgendwann räumen wir das Lager und machen uns gemeinsam auf die Socken. Ich, aufgrund meiner Kopfschmerzen, ein wenig langsamer als die anderen, deswegen machen sie sich auf die Socken und die langsamen Mädels bleiben im Wald zurück.

Hm. Wir haben einen saumäßigen Spaß und ritualisiere den Stab wieder voll und ich verpasse meiner Begleiterin einen Crashkurs in Kräuter- und Heilkunde und in Magie. Hm. Aus Langeweile laufen wir einmal durchs Kriegsgebiet und treffen mal auf niemanden außer ein paar Ansässigen. Die Einheimischen sind ganz fertig, als sie uns erkennen. Hm.

Am Abend laufen wir ins Lager zurück und irgendwie ist bald Nightmare. Ich verkünde, dass aufgrund des Plots und des nicht gemachten Trankes, die alte Vettl aka das Rattenweib tot im Lager liegt. In der ganzen Aufregung der Endschlacht haben sie mich glatt vergessen. Meine junge aufstrebende Begleiterin hat mich ausgeraubt und meinen Schamanenstab mitgehen lassen. Ich hoffe nicht, dass sie ihn je mal fallenlässt, ich weiß nicht mehr, was ich alles da reinritualisiert habe. Egal.

Falls ich einen Grabstein kriegen sollte, was ich nicht glaube, steht da drauf: Der Plot war ihr Ende. Der Lûgburz ist fast ein bisschen traurig, bevor er mitten am Nightmare einschläft. Ich decke ihn liebevoll zu. Das muss Liebe sein. Aber nur solange wir Dreck in der Fresse haben. Outtime und angezogen gefällt er mir gar nicht. Hm.

Ob ich jemals einen guten Nightmare erleben darf. Aber irgendwann kann man es eben nicht mehr toppen.

Die alte Vettl – Das Leben vor dem Tod

Die Geburt, das Leben und der Tod – Heute: Das Leben vor dem Tod.

(Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

Nachdem diesem ersten Con mit der alten Vettl, werde ich auch in meinem Privatleben alte Vettl genannt oder Rattenweib, oder beides. Mittlerweile habe ich mich echt dran gewöhnt und ich zucke nicht mehr erschreckt zusammen und versuche danach im Boden zu versinken, wenn ich ‚Alte Vettl‘ höre. Erschreckender Weise wurden mir schon Geschichten von der alten Vettl und/oder dem Rattenweib erzählt, die ich noch gar nicht kannte. So sind sie die Larper, einfach mal nicht dabei gewesen sein, aber coole Geschichten Personen erzählen die dabei gewesen sind. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Das ist mir auf dem Wald der tausend Schicksale auch passiert, da hat mir jemand meine eigene Klosteingeschichte erzählt. Hm. Egal. Ich war mit der alten Vettl noch auf einem Con, bevor sie gestorben ist. Ich kann mich kaum noch daran erinnern. Wir sind auf jeden Fall viel gelaufen. Bei der Anreise, meinte ein Ork, jetzt mal ganz Out-Time, dass wir die alte Vettl nicht so nennen könnten, das könnte doch meine Gefühle verletzen. Der Lûgburz meinte nur, dass ich ja auch das stinkenden madenzerfessene Rattenweib wäre. Ja, wir sind ziemlich viel gelaufen. Und es wurden Käfige verschleppt und es wurden Tore gestohlen und es wurde gefoltert. Der Lûgburz Gorz ist verstorben und es wurde schon wieder gefoltert. Und wir sind gelaufen. Der erste echte Orknachwuchs hat uns besucht und dann war auch schon der Nightmare. Zum Nightmare nur so viel. Der Lûgburz wurde von den Evil-Twins ins Bett getragen, er war auch der Erste, der an dem Abend ins Bett getragen wurde. Hm. Ich habe dem Machoarschloch ein bisschen Wodka vom Bauch geleckt und merke mal wieder dass ich immer wieder unterschätzt werde. Irgendwann hatte ich nur noch einen BH und eine Hose an. Sehr untypisch für mich. Dann habe ich im völlig betrunkenen Zustand meine Pois entjungfert. Eigentlich die Geburtsstunde meines Feuerkünstlerdarseins. Und, liebe Kinder bitte nicht nachmachen. Vorallem nicht betrunken. Ich glaube auch, dass ich das Machoarschloch noch mal im Gesicht abgeleckt habe. Aber ich habe ihm keinen geblasen, da bin ich mir ziemlich sicher. Und der Lûgburz war ja leider schon im Bett. Hm. Im Nachhinein, fand ich diese Party eigentlich ganz schön langweilig war und ich muss sagen, dass es mit Partys immer so ist, wie mit legendären Sex, es wird nie wieder so geil, wie es schon mal war und irgendwann kann man es einfach nicht mehr toppen…. hm. Als, ich alleine im Bett war, hatte ich eine Vision. Irgendwann werde ich dem Lûgburz noch einen Blasen…und am nächsten Morgen bin ich aufgewacht und hatte Tränen in den Augen und ein Breiten Grinsen im Gesicht.

Bevor wir zum Tod der alten Vettl kommen, waren da noch eine Privatparty an der ich meine Aufwartung gemacht habe. Außer das Gefühl ständig unterschätzt zu werden, dass ich immer habe, wenn ich mit den Jungs zusammen bin, habe ich niemanden einen Geblasen. Dann habe ich die ganze Nacht geträumt gehört, dass jemand mit einer ganz kleinen Luftpumpe ein riesiges Luftbett aufgepumpt haben musste. Irgendwann wurde ich dann vom Machoarschloch aus dem Schlaf gerissen, mit der Frage, ob ich ihm jetzt einen Blasen würde. Ja, genau. Immer und Jederzeit, Baby! Aber verdammt noch mal nicht, wenn ich schon geschlafen habe.

Irgendwie glaube ich langsam, dass ich an Gedächtnislücken leiden, seit dem ich die alte Vettl spiele, irgendwie habe ich die Hälfte bestimmt vergessen…hm. Komisch, dass muss am vielen Alkohol liegen. Aber dabei trinke ich doch in den wenigsten Fällen wirklich was, oder?

Die alte Vettl – Das Leben

Heute: Das Leben ist ein Plot

(Die Lebens- und Leidensgeschichte von der alten Vettl aka. das Rattenweib)

Ich komme also aus dem Wald und laufe den ersten Orks in die Klauen. Die Jungs von den Eisenfressern interessieren sich nicht wirklich für mich, also werde ich ins Lager der Skullrott geschleift, wo mich der Lûgburz fragt ob ich eine SkruutchGru wär? Er meint, ob ich eine Schamanin wäre, dass stimmt doch irgendwie. Nachdem ich keinen Namen habe, nennt er mich kurzerhand Rattenweib und das habe ich mir im Nachhinein auch wirklich verdient. Nachdem ich mich im Gelände zumindest In-Time auskenne, werde ich in den Wald geschleift. Wir stecken mitten im Plot (Der eigentlich in meinem Mieder zwischen meinen Titten steckt und ich habe ihn natürlich noch nicht gelesen!), obwohl wir gar nichts dafür oder dagegen gemacht haben. Ich bringe den Lûgburz langsam aber sicher zur Weißglut. IT würde er mich am liebsten dafür umnieten, weil ich so langsam bin, aber OT findet er es richtig geil, glaube ich zumindest. Ich finde ihn auch richtig geil und würde ihm am liebsten einfach einen Blasen. (Ich bin also außerordentlich inspiriert!) Des wäre nicht nur In-Time, sondern auch Out-Time ziemlich intim, für des dass ich die meisten Jungs grade erst seit einem Tag kenne. Also halte ich mich widerwillig zurück und blase In-Time aus dem letzten Loch. Irgendwann haben sich sogar die Orks im Wald verlaufen. #SL-Modus# an: Ich ziehe meine Funke aus dem Mieder, mache sie an, drücke meinen Schamanenstab irgendeiner geilen Drecksau in die Hand und flitze einen Hügel hinauf. Oben angekommen, kann ich meine SL-Kollegen nicht nur hören, sondern auch sehen, ich mache also die Funke aus und stecke sie wieder zum Plot und rase den Hügel wieder hinunter und in dem Moment als ich meinen Schamanenstab wieder in Empfang nehme, geht der #SL-Modus# aus und der #Rattenweib-Modus# an: ‚Habt Ihr etwa auf mich gewartet?‘ Ich kann mich ja doch ein wenig schneller bewegen, als sie gedacht haben. Böser Fehler, jetzt wissen sie Bescheid, dass ich unerwarteter Weise eigentlich ganz gut (mit Holzschuhen!) zu Fuß bin.

Der Lûgburz, ist übrigens der Chef der Truppe und er tritt meistens zu zweit auf, der Lûgburz Slaithopp und Lûgburz Gorz, sie führen unter Zuhilfenahme dreier Lûgdush, die jeweils eine Lugdushar befehligen, die den ganzen Haufen an. (Danke nochmal an den Gorak für die orkische Rechtschreibung) Ich versuche mir nicht anmerken zu lassen, dass ich gar überhaupt keinen Peil habe. Bin völlig verwirrt, aber ich habe ja immerhin noch den Plot, den ich immer noch nicht gelesen habe und die Funke, die irgendwo in meinem Mieder verschwunden ist.

Irgendwann treffen wir auf die Druchii, die irgendwie gute alte Freunde von den Skullrott sind. Sie fragen nach meinem Namen und nach meinem Rang. Rattenweib und mein Rang ist jetzt Alte Vettl. Und die Druchii sprechen Alte Vettl so aus, als wäre es wirklich und wahrhaftig ein Rang.

Von da an pendle ich also immer zwischen dem Lager der Skullrott und dem Lager der Druchii hin und her, bis ich auf der Seite der Menschen von einem Inquisitionszwerg aufgehalten wurde. Von wegen ich solle doch in mein Reservat zurückkehren und ich wäre hier verboten. Ob ich denn Kochen könne, weil wenn ich kochen könne, wäre ich eine Hexe und somit auch verboten. Dieser kleine Inquisitionszwerg ging mir gewaltig auf den Zeiger, also steckte ich ihm kurzerhand einen Baumschwammerl in den Mund. Die Menschen spenden fröhlich Applaus. Schon wieder was gelernt! Ist der Mund erst mal gestopft, dann halten auch Männer erst mal die Schnauze.

Die Druchii haben einen verschlüsselten Text gefunden, den ich laut Orga auch lesen kann, warum ich des nicht gleich gesagt habe, es hat mich ja keiner gefragt. Blöd ist nur, dass die Orga den Klartext verschmissen haben und ich weiß nur das Ergebnis. Die Druchii möchten allerdings den kompletten Text, also übersetze ich kurzerhand von Hinten einen total bescheuerten Text mit lauter Eigennamen als Inhalt, während die Orks im Lûgburzzelt über Pornos diskutieren und Umbug für mich klickt.

Kaum ist der Text fertig muss ich mit den Druchii in den Wald, zu der Miene, in der Nacht bis ans andere Ende vom Spielgebiet, da waren wir doch heute schon zweimal. Zum Glück kotz ich nicht so ab, wie so manch anderer. Wir kriechen also in die Miene und geben den Code ein und kommen in eine Kammer und natürlich nur weil ich mich falsch bewegt habe, geht plötzlich ein Dämon auf uns los. Der metzgert sich so mal eben durch eine Kohorte Druchii und eine Handvoll Orks und mein Ohr. Irgendwie ist der Optio völlig im Arsch und die Einzige die ihm das Leben retten kann, bin ich. Bloß die Druchii haben genauso ein Problem mit Magie, wie die Skullrott. Zum Glück musste der Optio erst so lachen, als ich mein Ritual anfing und später hatte er leider meine Ratte im Mund, somit konnte er erst mal nicht weiter mein Ritual stören, was ihm sein Leben rettete. Dann konnte er auch keine Befehle mehr geben, was im Endeffekt auch mir das Leben rettete. Ein Legionär stand schon mit seinem erhobenen Schwert hinter mir. Beim Rückmarsch musste ich noch einen anderen Legionär tragen, weil er sich weigerte, sich von mir heilen zu lassen. Kurz vorm Lager, wäre er dann auch beinahe verreckt, also durfte ich ihn dann doch heilen. Ach, nachdem wir diesen Dämon erledigt hatten, hatten wir alle eine Wir-fliegen-wie-Supermann-durch-den-Wald-Vision, die haben wir wohl alle verdrängt.

Im Nachhinein hab ich die Hälfte aller coolen Aktionen vergessen und kann sie nur ansatzweise wieder geben, so ein Ostercon ist halt verdammt lang und es sind verdammt viele Eindrücke, die schon seit Jahren in meinem Kopf schlummern und jetzt wo es an der Zeit ist alles aufzuschreiben, habe ich doch die Hälfte vergessen. Da gab es eine Gerichtsverhandlung bei den Skullrott. Ich weiß nicht mehr so genau, um was es ging, aber zum Schluss waren alle angeklagt und keiner so wirklich verurteilt. Sehr skurril, Matlock auf Skullrott, der Brüller!

Dann hatten wir noch den Faun gesucht, gefunden, besucht, beschimpft, seinen Steingolem umgestimmt, den Faun mit einer Baumfalle gefangen und was auch immer mit ihm angestellt.

Ich habe ganz viele Knochen und Baumschwammerl im Wald gefunden. Der Ostergnom war da und hat uns seine Eier geschenkt.

Dann war da noch so ein Baum des Todes im Wald. An dem haben sich sie Spieler schon die Zähne ausgebissen hatten und beim Anwenden von Magie eine ganze Spielergruppe abgefackelt haben, inklusive der alten Vettl. Bis die Skullrott und die Druchii mitten in der Nacht auf die Idee kamen, den Baum auf einen nichtmagischen Weg einfach abzufackeln, mit Orkpisse. Es wurde im stummen Gebet gegraben, dann wurde der Baum mit Orkpisse beschüttet und dann im Dunkeln mit 10 Brandpfeilen beschossen und getroffen im Dunkeln. Unglaublich aber war. Dann hatten wir irgend so ein Artefakt mit dem keiner was anfangen konnte.

Dann war irgendwie Endschlacht und ich wollte das Artefakt untersuchen. Die Druchii ließen mich in Ihrem Lager zurück, ich gab dem Optio meine Ritualwaffe mit, da ich nicht garantieren konnte, dass dieses Ritual funktioniert und irgendjemand würde mich aus dem Schutzkreis befreien müssen, falls einer von uns beiden die Scheiße überleben würde. Alle Druchii sind also weg und ich mache ein Blutritual im Zelt der Druchii! Ritualende, ich bin bewusstlos mit IT aufgeschnittenen Pulsadern mit Adernpresse an den Oberarmen im Schutzkreis.

Die Spieler, dessen Artefakt ich gerade untersucht habe, kommen ins Zelt. Sie sind total paranoid und verängstigt, die Druchii könnten sie erwischen. Das Erste was sie meinten erkannt zu haben, dass die Druchii die alte Vettl umgebracht hätten, weil sie augenscheinlich ein bestialisches Blutritual mit ihr gemacht haben. Okay, ich melde mich als SL und stoße die bescheuerten Spieler mit der Nase darauf, dass ich in einem Schutzkreis liege und dass Messer noch in der Hand habe und meine Arme abgebunden sind, damit ich eben nicht sterbe. Okay, die Spieler meinen jetzt, dass die Druchii verdammt gerissen meinen Selbstmord vorgetäuscht haben. Die Druchii müssen echt gewaltige Magier sein. Die Spieler hauen unverrichteter Dinge ab, weil irgendjemand die Druchii gesehen hatte. Es war nur ein Legionär, er rettet mich aus dem Schutzkreis, hat die Spieler leider nicht erwischt, schade aber auch. Das wäre ein Reisenspaß gewesen, wenn sie sich OT in die Hose gemacht hätten.

Der Optio liegt schwer verletzt bei den Skullrott im Lager. Ich werde zusammengeflickt und dann überrollt uns der Hauptplot. Ich soll jetzt die Oberdämonentussi ins Jenseits befördern. Ein Druchii ist schon tot, verstorben an einem Trittmich und es werden alle Anderen auch sterben, wenn ich jetzt nicht was mache, meint die Orga. Die Kerfreker wollten mich noch daran hindern, netter Versuch. Frisch zusammengeflickt, muss ich nun mit einem gefälschten Keriden zusammen einen ökumenischen Blutgottesdienst machen, um den Geist von dieser Oberdämonentussi zu bannen und dann ins Jenseits zurückzuschicken. Aber man soll sich doch nicht zweimal am Tag entleiben. Dafür komme ich noch in die Hölle.

Der Con ist vorbei und wir können zur Party übergehen. Ein sogenannter Nightmare fällt aus ungenannten Gründen aus. Alle betrinken sich und ich zieh mir langsam Latex und Mastix vom Gesicht. Mein Körper moniert die letzten Kilometer, (gefühlte 80) die ich in den letzten 5 Tagen gelaufen bin, wenn ich jetzt Alkohol trinken würde, dann würde ich sofort ins Koma fallen und nie wieder aufwachen. Ich komme mir auf der Party echt fehl am Platz vor, aber nachdem irgendwie alle coolen Leute hier sind, bleib ich mal da und warte mal ab, ob sich noch was interessantes passiert. Draußen ist es eiskalt und die Jurte ist bis oben hin gefroren. Ich bleib jetzt wach, bis es wieder hell wird, dann erfriere ich heute Nacht wenigstens nicht, sondern erst in der Früh. Die meisten sind schon im Bett, nur das Machoarschloch gräbt noch an einer blonden Schönheit, die nicht im Mindesten an ihm interessiert ist. Der Lûgburz döst auf seinem Stuhl vor sich hin und gibt ab und zu einen Kommentar. Ich sitze auf einem Tisch, neben mir ein Exemplar Ork Marke Geile Drecksau und ich ärgere ihn mit meinem Fuchsschwanz. Irgendwann liegt er auf meinem Schoß und ich kitzle ihn weiter mit dem Fuchsschwanz. Das Machoarschloch lässt verlauten, dass das ekelhafte Rattenweib dem armen unschuldigen Uglathar ihren Schwanz ins Gesicht hält. Darauf erwidere ich trocken: ‚Und er liegt auf meiner Muschi!‘ während ich das Katzenfell unter seinem Kopf herausziehe und dem Machoarschloch vor der Nase rumwedele. Des ging dann eine ganze Weile so weiter, bis wir irgendwann zu der Erkenntnis gekommen sind, dass uns dieser Klicker Outtime (OT) negative beeinflusst. Irgendwann springt der Lûgburz in seinem lila Schlafsack auf und mit den Worten, dass ja bei der kranken perversen Scheiße, die wir da labern kein Schwein schlafen könne, aus dem Zelt. Draußen hat es Bodenfrost! Wir decken ihn noch mit einem Banner zu und hoffen inständig, dass er nicht erfriert. Irgendwie haben wir dann die Funke in meinem Mieder gefunden. Ich melde ein OT-Ritual zum Zerstören des OT-Artefaktes (der Klicker) bei der Orga an. Später funken wir nochmal, dass wir gerade von einem riesigen lila Killerwurm angegriffen werden und ob des noch zum Plot gehören würde. Wir konnten selbst nach inständigen suchen den Plot nicht mehr finden, der muss irgendwo zwischen meinen Brüsten verschwunden sein. Irgendwann kam dann Josef wutentbrannt in Boxershorts und Bundeswehrstiefeln ins Zelt gelaufen. Wir wären doch alle stockbesoffen. Er nahm mir die Funke und den Klicker ab. Dann ging er noch zum Lûgburz und säuselte ihm noch ins Ohr, dass wenn er wieder aufwacht, ein wunderschöner großer Schmetterling werden würde.

Ich schrecke aus einem komatösen Schlaf hoch, zuerst habe ich nur das Feuer prasseln hören und dann hat sich wohl mein Gehirn wieder raufgefahren. Um Himmels Willen, ich habe einen Blackout und ich habe keine Ahnung, was ich die letzten Stunden gemacht habe. Warum habe ich einen Blackout, ich habe doch gar nichts getrunken. Es ist schon hell und die Geile Drecksau macht Frühstück. Ich liege immer noch auf dem Tisch und taste nun langsam meinem Körper ab. Puh, ich hatte wohl keinen Geschlechtsverkehr und bin noch vollständig bekleidet. Schade aber auch, aber ich hätte es eh nicht mitbekommen.

Das Machoarschloch ist im Sitzen eingeschlafen, die Blonde Schönheit ist verschwunden und er sabbert vor sich hin.

Ich beschloss, ins Bett zu gehen. Ich hab grade mal ne gefühlte Stunde geschlafen und da bricht die Endschlachtvorbereitung los. Ich könnt kotzen.

Danke nochmal an den Josef für die schönen Ostern und nach langer Zeit (ja…seit Wald der tausend Schicksale) mal wieder einen richtig guten Con und danke an die Skullrott für die Gastfreundschaft und die vielen versauten Gedanken und die gefühlten 6366 Klicks. Und nochmal frohe Ostern.

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