Wo ist der Stau geblieben?

Wo ist der Stau geblieben? Oder der Angriff der omniintelligenten Killerpollen….(03.02.2009)

Nachdem gestern alle Menschen, denen ich begegnet bin, wie aufgeschreckte Hühner, den morgigen Tag schon schlechter geredet haben, als er der Wahrscheinlichkeit nach werden würde, hab ich mich dann bis in die Abendstunden völlig von dieser ‚Morgen bricht die Welt zusammen‘-Hysterie anstecken lassen. Ich war dann quasi auch ein aufgeschrecktes Huhn und hab dann natürlich auch alle mit der ‚Morgen bricht die Welt zusammen‘-Hysterie angesteckt. Diese Hysterie ging wie eine ansteckende Lauffeuerkrankheit durch die ganze Stadt und jeder war irgendwie infiziert. Da waren sie wieder die omniintelligenten Killerpollen. Ich hab mir ernsthaft Gedanken gemacht, die Nacht in meinem vor der Arbeit parkenden Auto zu verbringen.
Ich bin dann aber doch nach hause gefahren, mit dem festen Entschluss, heute alles ganz ruhig angehen zu lassen. Ich habe mir keinen Wecker gestellt. Um 09.00 Uhr bin ich völlig entspannt erwacht, hab mich nochmal umgedreht. Irgendwann bin ich ins Bad und hab den Radio angemacht und die Verkehrsmeldung besagte:
‚München ! Stau ? Überall alles dicht!‘
Dann legte ich mich erstmal mit Fichtennadelbadezusatz zur völligen Entspannung in die Wanne. Ich habe in aller Seelenruhe meinen Kopf rasiert und meine Haare gewaschen und mir echt Zeit gelassen. Hab mich ganz langsam angezogen und für die Arbeit fertig gemacht.
Um 10.50 Uhr verließ ich das Haus und um 10.55 verließ ich mein Wohngebiet. Alle Straßen waren völlig ausgestorben. Kein Mensch war zu sehen. Vereinzelt kamen mir völlig entspannte Autofahrer in ihren Autos entgegen. Völlig entspannte Fußgänger mit ihren völlig entspannten Dackeln gingen spazieren. Es war so, als wäre nichts passiert. Als würde niemand streiken. Es war so als wäre Neujahr, nur ohne Schmutz auf den Straßen. Im Radio läuft wieder die Meldung:
‚München ! Stau ? Überall alles dicht!‘ Ich zweifle an meinem Verstand und suche noch verzweifelter nach dem Haken. Selbst als in die große Stadt hinein fuhr, konnte ich kein bisschen Chaos erkennen. Es war sogar viel zu ruhig auf den Straßen. Es war fast so, wie beim Endspiel der Weltmeisterschaft, da war ich auch mit dem Auto unterwegs und außer mir niemand. Mein Hirn spielt mir bestimmt einen Streich und ich bin im Stau des Jahrhunderts eingeschlafen und habe bestimmt wieder einen dieser Endzeitalpträume. Bestimmt klopft gleich ein Alien in Polizeiuniform aus senffarbenen Latex an meinem Autofenster und bietet mir mein lang verschwundenes angebissenes Käseschinkentoast an. Ich haue mir zu Sicherheit erst auf die Hand und dann auf die rechte Backe. Dann halte ich auch noch die Linke hin. Scheiße ich werde mein angebissenes Käseschinkentoast wohl nie wieder sehen und es ist immer noch kein Verkehrschaos in Sicht. Ich glaube der Stau streikt auch. Die Bushaltestellen sind leer. Und da fährt sogar ein Bus. Hm. Die Verdi wird doch nicht nachgegeben haben. Ein Wunder ist geschehen. Nein das kann nicht sein, nicht die Verdi. Die omniintelligenten Killerpollen sind bestimmt schon in mein Gehirn eingedrungen und malen mir Trugbilder auf die Augen. Ich fahr auf den Zubringer auf den Mittleren Ring durchs Olympia Zentrum und es ist einfach kein Auto da. Unglaublich. Auf dem Ring ist normaler Verkehr. Auf der Donnersberger Brücke ist so gut wie nichts los. Die einzige kleine Verkehrsbehinderung ist ein Schulbus vor mir, als ich in das Wohnviertel im Westend einfuhr. Um 11.10 Uhr war ich an der Stempel Uhr.
Soviel zum Thema
‚Morgen bricht die Welt zusammen‘-Hysterie. Am Besten ist es doch wirklich sich einfach von allen am Arsch lecken zu lassen und sich einfach mal nicht stressen zu lassen. Einfach alles so machen wie immer und sich mal Zeit für sich nehmen. Dem Volksmund mit der eigenen Hysterie eine aufs Maul hauen. Dann hat ‚Murphys Law‘ keine Chance einen fertig zu machen.
Nachtrag: Ich bin heute nach der Arbeit noch in der Stadt unterwegs gewesen. Vom Westend in den Norden und dann nach hause und ich bin erschreckender Weise heute den ganzen Tag nicht einmal im Stau gestanden. Unglaublich.

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Das seltsame Verhalten geschlechtsreifer Neandertalern in der Paarungszeit

Das seltsame Verhalten geschlechtsreifer Neandertalern in der Paarungszeit

VenusWillendorfAn dem heutigen Tag schrauben wir die Zeit mal ein Wenig zurück, in eine Zeit in der in Deutschland noch Mammuts und Riesenhirsche durch den Wald liefen. Wir befinden uns im Neandertal. Damals allerdings wussten die Bewohner noch nicht, dass sie einmal nach diesem Tal benannt werden würden. Die Neandertaler waren tatsächlich auch außerhalb des Neandertals unterwegs und machten so ihr Ding. Was man halt als Neandertaler so macht: Jagen, Fressen, Schlafen, eigene Art erhalten und über den Winter kommen. Da könnte man ja denken, dass das Leben damals ziemlich einfach gewesen wäre, aber weit gefehlt. Die Verantwortung war damals auf jeden Fall größer und mit mehr Arbeit verbunden, als in der heutigen Zeit. Essen und Brennholz waren wichtig. Und nachdem das Essen auch noch in wunderschöne Kleidung gehüllt war, musste man sich darum wenigstens keine Sorgen machen. Heute muss sich im Neandertal wahrscheinlich keiner mehr Sorgen machen, dass seine Sippschaft auch heil durch den Winter kommt.

Das Leben hätte wirklich so schön sein können, wenn da nicht die eigene Triebhaftigkeit gewesen wäre. Es muss um alles in der Welt die eigene Art erhalten werden, komme was wolle. Wenn dem auch so gewesen wäre, dann wäre das ja auch einfach gewesen.
Aber damals spielte der Geruchssinn beim Weibchen eine große Rolle in der Partnerwahl. Sie konnte quasi riechen, ob das Männchen gesund und potent genug für sie war. War das Männchen nicht Manns genug um sie und ihre Brut durch den Winter zu kriegen, dann stand er ihr eben nicht zur Nase. Pech gehabt. Er hätte dann zwar noch die Möglichkeit gehabt, sich seine Keule zu schnappen und ihr über den Schädel zu ziehen. Sie dann bewusstlos abzuschleppen und sie dann ungeachtet ihrer Bewusstlosigkeit zu begatten. Wobei er dann eine zwiderne Alte den ganzen Winter in seiner Höhle ertragen hätte müssen. Weil dumm waren sie damals bestimmt nicht, sie wussten schon um was es sich im Leben dreht. Die Winter waren lang und in der Eiszeit noch viel länger. Kein Stress mit der Alten heißt im Winter nicht frieren zu müssen und immer ein warmes Weibchen im Bett zu haben, die das Feuer am Brennen hält, während er auf der Jagd ist. Und fürs Weibchen hieß es, immer schön lächeln und nicken, schön das Feuer am Laufen halten, dann bringt der Alte auch genug Essen und Felle nachhause.
Ja, ja. Immer schön lächeln und nicken, auch wenn es weh tut. Wissenschaftler haben nämlich festgestellt, dass das Geschlechtsteil des durchschnittlichen Neandertalers ungefähr die Ausmaße einer handelsübliche Coladose gehabt haben soll. Also keine 12 cm lang, aber dafür so breit, das Frau ihn mit der Hand nicht mehr umschließen kann. Ich wäre damals nicht nur ausgestorben, sondern bei meiner Entjungferung gleich verstorben, weil wer nicht mal eine Red Bulldose in den Mund, geschweige denn wo anders… verdammt ich sollte öfter einfach mal die Schnauze halten… der braucht es auch nicht mit Größenwahn probieren. (Ich bleibe bei meinem Wahlspruch, was nicht in den Mund geht, geht auch nirgendwo anders rein!)
Ja, auf jeden Fall war das wohl kein Zuckerschlecken. Jetzt weiß ich auch warum die Neandertaler Weibchen immer so gebückt gegangen sind und ausgestorben sind sie, weil es wahrscheinlich an der Fortpflanzung gehapert hat.
Da bin ich ja mal ganz froh, dass wir uns nicht alles aus der Eiszeit erhalten haben, wobei an der Sache mit dem guten Riecher, ist bestimmt was dran.

Hofnarr, der Dritte

Hofnarr, der Dritte

Das ganze Schloss war in heller Aufregung.

‚Wo ist er nun? Wo er ist, habe ich gefragt!‘

Alle liefen wie aufgeschreckte Hühner durcheinander.

‚Er hat mich zu belustigen! Sofort!‘

Der Fürst war sehr ungehalten und lies seine Untergebenen die alle Räumlichkeiten durchkämmen. Ja, alle bis auf sein Hofnarr. Dieser Narr war heute Nacht nicht zu seinem eigenen allabendlichen Schauspiel angetreten. Nachdem er der einzige Spieler in seinem Schauspiel war, wird es wohl heute keinen Applaus geben.

‚Er ist dazu da um allein mir zum Gefallen gereicht zu werden!‘

Die Worte des Fürsten schallten durch das Gemäuer der Burg. Genau dazu hatte der Hofnarr in dieser Nacht genauso wenig Lust, wie schon in den Nächten davor. Und wenn der Papst höchstpersönlich anwesend wäre…

Er saß im letzten Winkel des Turmes und hatte eine Decke über seinen Kopf gezogen. Darunter hatte er seine Narrenkappe bis auf die Nase gezogen und eine Flasche vom besten Wein zwischen den Beinen. Des Fürsten bester Wein war halb leer und er halb voll, allein dafür würde er seinen Kopf verlieren, wenn er ihn nicht schon längst verloren hätte. Für das Nichterscheinen zu seiner durchlauchten Belustigung allerdings auch.

Er hörte ihn schon brüllen: ‚Ab mit seinem Kopf!‘

So oder so, würde er heute Nacht noch seinen Kopf verlieren.

Er lugte unter der Decke hervor und hielt sich seinen Spiegel vors Gesicht. Sein Blick war müde und leer, genauso wie sein Spiegelbild.

Das Zerbersten des Spiegels erschütterte selbst den Thronsaal. Als man den Narren endlich fand, war die Flasche umgestoßen und der Spiegel zerbrochen. Seine Narrenkappe lag in einer roten Lache und er saß immer noch an die Wand gelehnt da, mit der Decke über dem Kopf.

Nur ein geschultes Auge, hätte die Blutstropfen auf seinem Wams gleich entdeckt. Aber nachdem sie ihm hastig die Decke vom Kopf rissen, erblickten sie er dann sein blutüberströmtes Gesicht. Seine Hand rutschte unter der Decke hervor und aus seiner Hand kugelten zwei blutigen Klumpen. Die eine schaurige Blutspur auf den Dielen hinterließen, bis sie zwischen den Scherben liegen blieben, um sich bei den Anwesenden mit einem letzten strafenden Blick zu verabschieden.

So endet diese Geschichte mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Weil ein Junge die Kappe aus der Lache zog. Ob er den Sinn des Narren darin wieder finden möge? Auf das sein Spiel von vorne beginne.

Ihre Bestellung bitte…

Ihre Bestellung bitte… (Dez. 2008)

Es war der absolut beschissenste Arbeitstag seit langem. Die ganze Welt ist gerade heute auf die Idee gekommen, dass es eine Sozialversicherungspflicht geben könnte. Die haben heute alle auch nur bei mir angerufen, um sich von mir aufs ausführlichste Beraten zu lassen. Die 100 Fälle, die ich heute auch noch bearbeiten hätte müssen, schreien wie hungrige kleine Vogelkinder in meinem Postkorb. Dann geht auch noch der Drucker kaputt und ich muss eigentlich noch ein Mitarbeiterschulung halten. So ist es jetzt fast jeden Tag. (So ist es seit dem eigentlich jeden Tag!) Nicht, dass ich mich daran gewöhnen könnte, gewöhnen kann sich keiner an so einen Stress. Nach halb sieben steht der Hausmeister da, mit dem Zeigefinger auf der Uhr pochend und setzt mich vor die Tür. Aus der Tiefgarage raus und weiter quer durch die Stadt zum nächsten Termin. Auf dem Mittleren Ring fällt mir auf, dass ich heute noch nichts gegessen habe. Ich fahre zum McDonalds in den Drive Inn.

‚Willkommen bei McDonalds, Ihre Bestellung Bitte!‘

‚Ein Hamburger Royal TS Maxi Menü mit Sprite ohne Eis und Curly Fries, ne Mayo und ein Chicken Wrap!‘

‚Chicken Wrap mit Senfsoße!‘ (Das behaupten die jedes mal, egal an welchen McDonalds ich einen Chicken Wrap bestelle!)

‚Nein, weiße Soße, weiße Soße verdammt!‘ (Verdammt nochmal! Auf die Scheiß Senfsoße muss ich kotzen!)

‚Wirklich keine Senfsoße?‘

‚NEIEN!‘

‚Fahren Sie zum nächsten Fenster vor!‘

Da steht ein Typ und sagt mir einen Betrag, ich habe diesen schon abgezählt und reiche Geld rüber.

‚Musst du allein essen, heute?‘

‚Des geht Sie nichts an!‘

‚Oh, du musst allein essen heute!‘

‚Kann ich mein Wechselgeld haben?‘

Beim Überreichen des Wechselgeldes streichelt er mir über die Hand. Ich gebe Gas und fahre zum nächsten Fenster. Da steht der Kerl wieder da. (Der hat sich aber ganz schön beeilt!)

‚Musst du allein essen heute?‘

‚Kann ich verdammt nochmal mein Essen haben!‘

‚Woher kommst du?‘

‚Von der Arbeit und gehen Sie mir jetzt endlich mein Essen, sonst…!‘

Da wird er auch schon von einer Kollegin zur Seite geschubst und ich kriege endlich mein Essen! Sein Glück!

Hab fest vor, an dem selben McDonalds wieder hinzufahren und wenn ich da nochmal sexuell Belästigt werde, dann zieh ich den Typen aus seinem Glaskasten und wisch mit ihm den Boden, bis zu seinem Geschäftsführer, bei dem ich mich dann auch noch beschwere. Komme nie zwischen mich und mein Essen, verdammt!

(Damals gab es noch die guten alten Chickenwraps, heul!)

Der Mehlwurm

Der Mehlwurm

Der Mehlwurm ist eines der nichtswürdigste Wesen in der heutigen Zeit. Auch in der Vergangenheit war er nicht sonderlich beliebt, der sogenannte Mehlwurm ist die Larve des Mehlkäfers und ist bis heute hauptsächlich in Backstuben zu finden. Neben Mehl, Getreide und andere Ungezieferarten fressen sie auch mal ganz gerne ihre eigenen Artgenossen. Bevor die Menschheit Backstuben erfunden hat, haben sie im Waldunrat (Mulm) gelebt. Diese evolutionäre Tatsache bezeichnet man als Kulturfolger. Sie folgen dem Fortschritt und überleben mitten unter uns.

Der Trick, wie diese Art solange überleben konnte, ist, dass die unzähligen Eier des Mehlkäfers klebrig sind. An den Eiern bleibt dann Staub und/oder Mehl kleben und so sind sie kaum von dem anderen Dreck unterscheidbar. Dieser Tarnmodus schützt die Brut vor ihren natürlichen Feinden.

So, jetzt werden sich einige Fragen, wieso ich einen total langweiligen Artikel über Mehlwürmer schreibe? Ich will mir selbst nicht vorgreifen, also bitte lesen sie weiter. Auch wenn sie bereits Gähnen.!

Kaum einer nimmt dieses kleine possierliche Tierchen zur Kenntnis. Aber so manch einer nimmt sie in den Mund und/oder lässt es von anderen in den Mund nehmen. Wo einerseits der arme Mehlwurm, mit unzähligen seiner Artgenossen in einem engen Plastikbehältnis gepfercht, sein Dasein fristet, um dann wiederum qualvoll an einem Haken aufgespießt zu werden, um in seinem zappelnden Todeskampf als Henkersmahlzeit für so manchen gefräßigen Fisch endgültig das Zeitliche zu segnen, ist er andererseits nur banales Lebendfuttermittel für so manch skurriles Haustier. Und nachdem alle Insekten laut dem Tierschutzgesetz nicht als Tiere gelten, ruft es auch keinen Tierschützer auf den Plan, wenn dieses niedlichen, kleinen Würmer von perversen Köchen zu Vorspeisen verarbeitet werden. Ihr Leben ist im Vorratskammern von Insektenküchen zwar angenehmer als in diesen kleinen Plastikbehältnissen, aber am Ende sterben sie qualvoll in Aspik.

Doch bevor man sie in Glibber ertränkt, werden sie noch mit Karotten oder Äpfel gefüttert, damit sie nach ihrem Fressen schmecken. Die Überlegung irgendwas stinkendes Ungenießbares in ein Insektenlokal zu schmuggeln, um es ihnen als Mahlzeit darzureichen, würde im Endeffekt auf jeden Fall irgendjemand zum Kotzen bringen. Haha.

Ich schweife irgendwie schon wieder vom Wesentlichen ab. Der Mehlwurm, wird von vielen einfach so in den Mund genommen, wird aber nicht einmal ein Bisschen dafür gewürdigt. Jeder von uns hat den Mehlwurm schon als Demütigung für einen anderen armen Menschenwurm zweckentfremdet, ohne allerdings an das armselige Leben eines solchen auch nur einen Gedanken zu verschwenden. Rettet das Andenken an den gemeinen Mehlwurm, los macht mit…

Allerdings auf die Frase ‚Schlag mich, beiss mich, gib mir Tiernamen!‘ gibt es halt auch nur eine Antwort: Mehlwurm!

Wolken am Himmel

Wolken am Himmel

 

Ein Sturm zieht auf, alles ist ruhig, kein Ton, kein Wind, aber am Himmel bauen sich schwere, schwarze Wolken auf, so aufgewühlt und doch so still. Am Boden, leise Panik bricht aus, alle stürmen lautlos auseinander. Die surreale Szenerie lässt alle Beteiligten sich wie in Zeitlupe bewegen, bloß sie eilen doch über den Platz, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Wolken sind so bedrohlich, die Angst steht allen in den Gesichtern. Nur ein kleines Mädchen in einem weißen Kleid steht mitten auf dem Platz. Sie scheint, wie gebannt in die Luft zu starren, aber da ist doch nichts… Doch da fliegt ein kleiner roter Schmetterling am Himmel. Man kann ihn kaum erkennen, er scheint auf den Sturm zu zufliegen. Was für ein sinnloses Unterfangen. Aber er flattert und flattert bis man ihn gar nicht mehr sehen kann. Das kleine Mädchen steht immer noch wie gebannt da und starrt weiterhin in den Himmel, als würde sie den kleinen roten Schmetterling immer noch sehen können. Plötzlich kommt Wind auf, das Laub der Bäume schrie auf, als wären die Bäume vom Wind so überrascht worden, wie es das kleine Mädchen eigentlich hätte sein müssen… aber sie stand immer noch in den Himmel starrend da. Große schwere Tropfen platschen auf den Boden. Es liegt ein staubiger Geruch in der Luft, drückend und schwer. Ein Donner, so laut, dass einige Scheiben klirren. Und gleichzeitig ein Blitz, der in einen Baum schlägt, der wiederum sofort in Flammen auf geht, obwohl der Regen mittlerweile so stark ist, dass ein loderndes Feuer völlig unmöglich gewesen wäre. Der Baum fällt brennend in ein Haus, dass auch sofort Feuer fängt. Man kann die Schreie der Menschen in diesem Haus kaum hören, da der Sturm so laut tobt. Weitere Blitze schlagen ein, die Donner sind so laut, dass ein Jüngling einen Herzinfarkt hätte kriegen müssen. Aber das kleine Mädchen steht immer noch mitten auf dem Platz, sie ist mittlerweile völlig durchnässt. Ihr Kleid ist am Rocksaum vom aufspritzenden Dreck völlig verdreckt.

Auf einen Schlag ist der Sturm vorbei, der Regen lässt schlagartig nach. Die Luft ist frisch und rein, nur ein leichter Brandgeruch liegt in der Luft, der immer stärker wird. Die Sonne kommt hervor und fern am Himmel sieht man einen Regenbogen. Das Mädchen sieht auf den Boden. Da liegt der kleine rote Schmetterling angespült vor ihren Füßen. Ungeachtet ihrer nassen Kleider beugt sie sich zu ihm hernieder, nimmt ihn in die Hand und richtet sicher wieder auf. Noch ein kurzer Blick in den Himmel und dann geht das kleine Mädchen nach Hause, den kleinen roten Schmetterling immer noch in der Hand…

Schnee

Schnee

Es muss ein Traum sein! Schnee, Ruhe, Stille. Eine Frau stapft durch den Schnee. Rote Backen, Blaue Lippen und Schnee soweit das Auge reicht. Sie läuft im Wald auf einem Hügel entlang, dass dieser Hügel ein Relikt aus der Steinzeit ist, ist ihr völlig bewusst. Die Landschaft ist aber nicht nur von den letzten Eiszeiten und den Ureinwohnern geprägt. Die Kelten und Römer haben hier genauso gewohnt und die Landschaft nach ihren Vorstellungen verändert. Später kamen allerlei Adelige und Ritter, auch Raubritter und Räuber. Die Landwirtschaft prägt die Landschaft schon seit dem die Menschen sesshaft geworden. Viele Kriege waren übers Land gezogen und wenn man mal überlegt, wie viele Menschen im Laufe der Zeit hier ums Leben gekommen sind, ob gewaltsam oder aufgrund Krankheit oder Alter, dann könnte es einem schon mulmig werden. Sie ist also noch nicht mal in der Einsamkeit allein. Jetzt wo der Schnee alles bedeckt, ist alles ganz still. Man kann die Geister der Vergangenheit fast spüren. Sie stapft weiter, der Schnee geht ihr fast bis zum Knie. Hätte sie vielleicht doch auf dem Weg bleiben sollen? Auf dem Weg kann es doch jeder, man muss schon ab und zu vom Weg abkommen, um wieder zum eigenen Weg zurückzukommen. Ihr Weg ist ihr Ziel. Sie trägt einen Kilt und sie hat sich Wollstoffstreifen und Leder um die Beine gewickelt, am Füße trägt Frau Holzschuhe. Auf den Rücken hat sie einen Korb geschnallt. Die Kraxe ist diesmal nicht schwer beladen, aber trotzdem muss sie bei jedem Schritt aufpassen, dass die nicht ausrutscht. Die Holzschuhe sind total vereist und sie muss alle paar Schritte den fest gepressten Schnee von den Sohlen abklopfen. Kalte Füße hat sie dennoch nicht, die Schurwolle tut ihre Pflicht, ob Sommer oder Winter, trägt sie Wollsocken. Sie hat immer warme Füße, die Füße schwitzen aber nicht. Die Menschen haben sich schon was dabei gedacht, als sie nadelgebundene Socken erfunden haben. Ein Hoch auf die Wikingerfrau, die sich da mal Gedanken gemacht hat. Sie hatte wahrscheinlich eine chronische Blasenentzündung und immer kalte Füße, dann erfand sie bestimmt das Nadelbinden.

Sie läuft immer noch durch den Schnee, am Ende ihres Kilts haben sich kleine Schneeklumpen gebildet, wie beim Fell eines Hundes, der durch tiefen Schnee läuft. Wie gerne hätte sie einen treuen Begleiter dabei, aber sie geht allein. Sie ist am Ende des Waldes angekommen und ihr Blick fällt nun auf ein weites Tal. Die Sonne geht über den Alpen auf. Das Morgenrot taucht das ganze Voralpenland in ein warmes Licht. Sie kommt sich vor, als wäre sie der einzige Mensch auf der Welt, wie ein Ureinwohner. Ein Neandertaler. Nur sie und die Geister der Ahnen. Es ist auch gut so, dass sie wirklich alleine ist. Sie trägt eine Fellmütze, eine Gugel, eine Wolltunika und ist mit Wolle und Fellen umwickelt. Ein Mensch in der heutigen Welt, würde die Polizei rufen oder weglaufen, wer er ihr allein im Wald begegnen würde. Früher wäre es eher weniger Ungewöhnlich gewesen. Da wäre nur die Frage gewesen, ob Freund oder Feind. Heute holt man die Polizei oder gleich einen Krankenwagen. Menschen die so rum laufen, müssen doch krank im Kopf sein. Aber wie soll man den herausfinden, wie es damals war, wenn man sich nicht in die damalige Zeit hinein versetzt. Da könnte sich so mancher Professor noch ein Scheibchen abschneiden. Sie steht immer noch an der Stelle, an der sie vorhin aus dem Wald gekommen war, der Ausblick ist einfach so atemberaubend, dass sie sich zwingen müsste, den Blick wieder auf den Weg zu richten. Einen Moment noch steht sie am Waldrand, als wäre sie dort fest gefroren. Dann läuft sie ins Tal zur Straße hinunter…. in dem Moment fährt ein oranger Schneepflug vorbei.

Der Hund – ein Perpetuum Mobile?

Der Hund – ein Perpetuum Mobile?

Wieder eine Geschichte aus der Wunderwelt der Tiere und ihre merkwürdigen Sexualpraktiken. Dass sich der Hund selbst an den Eier lecken kann, bringt ihm einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Mann. Dem Hund selbst ist dies gar nicht bewusst, er hat an allem Spaß, was er so macht und wenn er Pferdeäpfel frisst, dann hat er sichtlich auch Spaß dabei, aber dass ist eine andere Geschichte.

Wenn der Mann, sich nun an den Eiern lecken könnte, dann würde er wahrscheinlich nicht mehr aus dem Haus gehen. Ich muss zugeben, ich würde auch nicht mehr aus dem Haus gehen, wenn ich mich selbst lecken könnte, aber dafür sind mir aber meine Brüste im Weg. Nicht dass jetzt der Eindruck entsteht, ich hätte dies schon mal ausprobiert.

Nur mal angenommen ein Mann könnte sich an den Eiern lecken, dann könnte er sich auch selbst einen Blasen. Das könnte auch erklären, dass es nur weibliche Schlangenmenschen gibt, weil die Männlichen beim rituellen Selbstblasen verhungert und/oder erstickt sind und/oder einfach nicht mehr aus dem Haus gehen. Bei der Vorstellung muss ich feststellen, dass dies wahrscheinlich ganz schön komisch aussehen würde. Wobei Männer manchmal eh ganz schön komisch aussehen können, vor allem nackt von Hinten beim Bücken. Dabei hat Gott nicht gedacht, als er den Mann von Hinten erschuf, dass Frau diesen Anblick ganz schön unsexy finden könnte. Es steht ja wohl nicht in der Bibel: ‚Du sollst den Manne nicht nackt von Hinten betrachten!‘ Gut, laut Bibel haben wir ja alle nur ehelichen zur Vermehrung dienenden Geschlechtsverkehr im Dunkeln in der Missionarsstellung, da sieht man den Mann selten von Hinten.

Wir waren eigentlich beim Eierlecken stehen geblieben und ich muss schon wieder zugeben: Wenn ich einen Schwanz hätte, würde ich auch nicht mehr aus dem Haus gehen, selbst wenn ich mir nicht die Eier lecken könnte. Ich würde beim Versuch mir selbst einen Tittenfick zu verpassen, ersticken und/oder verhungern.

Dann muss man sich mal vorstellen, was diese Möglichkeit für Auswirkungen hätte, wenn sich Männer selbst an den Eiern lecken könnte. Die Wirtschaft würde zusammenbrechen und die Menschheit würde früher oder später aussterben.

Wenn die Männer ahnen würden, dass sich manche Frauen selbst an den Nippeln lecken können, dann würden sie nicht immer hinter halbverhungerten, minderbebrüsteten Frauen hinterher laufen. (Das mal nur so am Rand, es soll auch Männer geben, die sich selbst an den Nippeln lecken können! BITTE NICHT BILDLICH VORSTELLEN! Huch, habt ihr doch getan, tut mir Leid. Ich habe irgendwie die Gabe anderen Bilder in den Kopf zu setzen, die sie gar nicht sehen wollen. Es lebe das Kopfkino, da kann man nicht zappen oder ausschalten. HarHar…)

Traumsequenz ein: …Ich sitze gerade aufrecht im Bett und schlage mir mit der flachen Hand gegen den Kopf. Ich habe gerade von einem Mann geträumt, von einem echt dicken Mann, der bei dem Versuch sich selbst einen Tittenfick zu verpassen, noch mit dem eigenen Nippel im Mund verschieden ist. Ich heiße Pamela Dexter und komme an den Tatort. Ich bin bei der Spurensicherung und habe ein seltsames Hobby, ich filme Perverse bei ihren Perversitäten, um sie mir dann immer und immer wieder anzusehen. Nach der Obduktion hat sich dann ergeben, dass er sich beim Kommen selbst in die Nase gespritzt hat und dann dadurch von uns gegangen ist. Hätte ich das gerne gefilmt. Als ich dies der Witwe mitgeteilt hatte, bin ich schreiend aufgewacht…Traumsequenz aus.

Als Meister des Abschweifens in perversen Gedanken such ich immer wieder nach dem eigentlichen roten Faden, ich wollte eigentlich etwas aus der Wunderwelt der Tiere erzählen und die merkwürdigen Verhaltensweisen von Hunden im Bezug auf ihre Eier. Ich muss wohl eingenickt sein…

Der Hund leckt seine Eier und warum macht er das, weil er es kann!

 

Die Woche bevor ich die Liebe entführt habe

Fliegen, Stillstand und Absturz eines Ballons namens Liebe – Die Woche bevor ich die Liebe entführt habe. (Herbst 2008)

Diese Woche fuhr ich in die Arbeit, mal wieder viel zu spät, es war ein bemerkenswert schöner Tag. Warum man an so einem Tag überhaupt in die Arbeit fährt, keine Ahnung. Eigentlich sollte ich blau machen, aber dazu bin ich ein zu treu liebender und ehrlicher Staatsdiener.

Es war wahrscheinlich der letzte schöne Tag dieses Jahr. Komisch für des das ich vor einem Monat den frühzeitigen Winter vorhergesagt habe, habe ich noch kein einziges Mal in diesem Herbst meine Scheiben kratzen müssen. Ich sollte es nicht verschreien.

Ich fuhr also auf dem Mittleren Ring, Landshuter Allee links und rechts sind kahle Bäume, also ziemlich öd, obwohl so ein schöner Tag war. Da sah ich im Heranfahren, wie in einem der Bäume, etwas Rotes hing. Nachdem wir einfach darauf programmiert sind auf rot zu reagieren, (Dies gilt übrigens nicht für Männer und rothaarige Frauen.) schaute ich also genauer hin. Es war ein roter Luftballon in Form eines Herzen. Und da soll man nicht am frühen Morgen schon sentimental werden. Wenn der Luftballon die Liebe ist, dann hängt sie gerade auf einer unerreichbaren Ebene fest. Und nach dem kein Mensch auf der Welt fliegen kann, sieht es echt ganz schön scheiße aus für die Liebe. Oder soll die Liebe nur für Vögel(n) sein?

Ob es nicht eher ein Mahnmal sein soll? Die Liebe ist noch da, sie schwebt nur über uns allen und wir müssen nur hoch genug springen oder klettern, um an sie ran zu kommen. Ein Mahnmal, dass es die Liebe wirklich gibt und dass wir uns nur um sie bemühen müssen. Und irgendwann fällt sie auch in unseren Schoß. Ich weiß aber nicht wie sehr ich mich noch um sie bemühen muss. Der Schein trügt immer nur bei mir. Ich weiß man soll die Hoffnung nicht aufgeben, aber langsam ist es soweit. Die Hoffnung ist nur solange gut, solange man sie hat.

Irgendwann war ich dann in der Arbeit und irgendwann hab ich den Ballon dann völlig vergessen. Als ich am Abend als ich wieder über die Landshuter Allee heimfuhr, war der Ballon aus meinem Gehirn gelöscht. Aber da stand ein Mann ganz versteinert an seinem Auto gelehnt. Die Woche zuvor stand an der selben Stelle ein Mann mit einem umgestürzten Fahrrad ganz versteinert da. Komisch, entweder warten die Herren da auch auf die Liebe. Oder die Zombies sind los.

Eine schöne Idee für einen Zombiefilm: Zombies am Mittleren Ring. Es wird leider ein sehr kurzer Zombiefilm, die Zombies kommen nie auf der anderen Seite an, dabei wollen sie doch nur zu dem Herzluftballon.

Das Thema Liebe ist doch allgegenwärtig und ist meist mit Leiden verbunden. So reimt sich auf Herz auch Schmerz. Und dies ich auch ein Reim, auf den ein Dichter niemals zurückgreifen sollte und wenn dieser Reim jemals auf einer Bühne ausgesprochen würde, würde der Künstler sofort tot umfallen. So sagt man. (Hab ich diesen Freitag erfahren, bei der Premiere von ‚Wo denken Sie hin?‘ ein Literarisches Kabarett von …viel Spaß beim Googeln.)

Jeder, der nicht mitgekommen ist, darf sich jetzt zu Tode ärgern und dass mit schönen Grüßen vom Künstler selbst. Es war echt der Hammer, Olga und ich haben uns quasi fast tot gelacht. Das Programm handelt von der Suche nach menschlicher Vernunft zwischen Koitus und Exitus. Dieser Leitfaden führte wie ein Roter Faden durchs Programm, den der Künstler am Beginn der Vorstellung quer über die Bühne spannte. Die jeweiligen Stichpunkte wurden mit einer Wäscheklammer an die Leine geheftet, damit wir das Ziel nicht aus dem Auge verlieren, nach dem Koitus kommt langsam aber sicher der Exitus. Die Pubertät wurde uns kurzerhand vom Künstler unterschlagen und Die Liebe riss er bei seinem Exitus von der Leine und dann ist er bei der verspäteten Pubertät in der Zugabe auch noch auf ihr herum getrampelt. Ich hab Die Liebe dann geborgen und in meine Handtasche gerettet und jetzt hängt sie am ‚Kilttragenden Boten‘ über meinem Sofa. Hab auch die Hälfte vom Programm geklaut und hoffe inständig, dass ich nicht wegen Programmdiebstahl und Entführung Der Liebe angezeigt werde. Aber ich denke als Groupie aus der ersten Reihe ist dieses Vergehen schon erlaubt.

Nur für den Fall, dass jemand an der Herausgabe Der Liebe interessiert ist, hier meine Forderungen. Ich möchte natürlich einen Koffer aus Fledermaushodenleder gefüllt mit 3 Millionen Euro in kleinen nicht nummerierten Scheinen, einen vollaufgetankten BMW M3 als Fluchtwagen und der Überbringer (möglichst ungebunden, abenteuerlustig und mit Frisur egal und Sinn für Bemaltes!) soll am 6. 12 um 19.30 Uhr in einem rosa Osterhasenkostüm mit Fluchtwagen und Geldkoffer vor dem Vereinsheim stehen.

(Übergabedatum noch aktuell!)

 

Habe den alten Text ausgegraben, weil mich jemand gefragt hat, warum ich Liebe über dem Sofa hängen habe….



Ein Tag im Leben von Eintagsfliegen

Ein Tag im Leben von Eintagsfliegen


Eine neue Geschichte aus der Wunderwelt der Tiere. Heute behandeln wir die Eintagsfliege. Diese Insekten leben genau einen Tag, so sagt man. Und an diesem einem Tag ist es an der Eintagsfliege aus dem Ei zu schlüpfen, groß zu werden, sich zu Paaren und sich dabei fortzupflanzen und sobald die Sonne untergeht im guten Gewissen, dass man sich ja fortgepflanzt hat, um die eigene Art zu erhalten, zu sterben. In Wirklichkeit leben Eintagsfliegen einige Stunden bis zu 4 Tagen. Eine Lebensdauer von mehr als einer Woche sind eher selten. Das macht aber die Tragik im Leben einer Eintagsfliege nicht besser. In der Lebensspanne, die so eine Eintagsfliege zur Verfügung hat, muss sie sich paaren, um ihre Art zu Erhalten. Da bleibt keine Zeit für Selbstmitleid und Depressionen. Da bleibt keine Zeit, sich entscheiden zu können oder sich zu zieren. Der Erste der vorbei geflogen kommt, kommt auch gleich zum Schuss. Besagter Geschlechtsakt findet im Fliegen statt und kaum haben die Partner sich nach der Vereinigung getrennt fliegt dass Weibchen zum Laichen.

Nach dem Schlüpfen kann so eine Larve ein bis vier Jahre leben, bis sie sich verpuppt. Und dass ist das Paradoxe daran, die Larven dümpeln Jahre lang in irgendwelchen Dreckweihern herum, um dann für ein bis vier Tage fliegen zu dürfen. Gut, der Geschlechtsakt in der Luft muss der absolute Wahnsinn sein , wenn man danach gleich das Zeitliche segnet. Wo die Menschen den Geschlechtsakt mittlerweile nur als Spaßfaktor sehen, ist es bei den Eintagsfliegen bitterer Ernst. Wenn da nichts laufen würde, gibt es irgendwann keine Eintagsfliegen mehr.

Ein Eintagsfliege mit einer erektilen Dysfunktion (Erektionsstörung) könnte einen ganze Spezies zum Aussterben bringen. Es wäre gar nicht auszudenken, was passieren würde, wenn es eines Tages keine Eintagsfliegen mehr geben würde.

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