Wolken am Himmel

Wolken am Himmel

 

Ein Sturm zieht auf, alles ist ruhig, kein Ton, kein Wind, aber am Himmel bauen sich schwere, schwarze Wolken auf, so aufgewühlt und doch so still. Am Boden, leise Panik bricht aus, alle stürmen lautlos auseinander. Die surreale Szenerie lässt alle Beteiligten sich wie in Zeitlupe bewegen, bloß sie eilen doch über den Platz, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Wolken sind so bedrohlich, die Angst steht allen in den Gesichtern. Nur ein kleines Mädchen in einem weißen Kleid steht mitten auf dem Platz. Sie scheint, wie gebannt in die Luft zu starren, aber da ist doch nichts… Doch da fliegt ein kleiner roter Schmetterling am Himmel. Man kann ihn kaum erkennen, er scheint auf den Sturm zu zufliegen. Was für ein sinnloses Unterfangen. Aber er flattert und flattert bis man ihn gar nicht mehr sehen kann. Das kleine Mädchen steht immer noch wie gebannt da und starrt weiterhin in den Himmel, als würde sie den kleinen roten Schmetterling immer noch sehen können. Plötzlich kommt Wind auf, das Laub der Bäume schrie auf, als wären die Bäume vom Wind so überrascht worden, wie es das kleine Mädchen eigentlich hätte sein müssen… aber sie stand immer noch in den Himmel starrend da. Große schwere Tropfen platschen auf den Boden. Es liegt ein staubiger Geruch in der Luft, drückend und schwer. Ein Donner, so laut, dass einige Scheiben klirren. Und gleichzeitig ein Blitz, der in einen Baum schlägt, der wiederum sofort in Flammen auf geht, obwohl der Regen mittlerweile so stark ist, dass ein loderndes Feuer völlig unmöglich gewesen wäre. Der Baum fällt brennend in ein Haus, dass auch sofort Feuer fängt. Man kann die Schreie der Menschen in diesem Haus kaum hören, da der Sturm so laut tobt. Weitere Blitze schlagen ein, die Donner sind so laut, dass ein Jüngling einen Herzinfarkt hätte kriegen müssen. Aber das kleine Mädchen steht immer noch mitten auf dem Platz, sie ist mittlerweile völlig durchnässt. Ihr Kleid ist am Rocksaum vom aufspritzenden Dreck völlig verdreckt.

Auf einen Schlag ist der Sturm vorbei, der Regen lässt schlagartig nach. Die Luft ist frisch und rein, nur ein leichter Brandgeruch liegt in der Luft, der immer stärker wird. Die Sonne kommt hervor und fern am Himmel sieht man einen Regenbogen. Das Mädchen sieht auf den Boden. Da liegt der kleine rote Schmetterling angespült vor ihren Füßen. Ungeachtet ihrer nassen Kleider beugt sie sich zu ihm hernieder, nimmt ihn in die Hand und richtet sicher wieder auf. Noch ein kurzer Blick in den Himmel und dann geht das kleine Mädchen nach Hause, den kleinen roten Schmetterling immer noch in der Hand…

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