Das Bayowarische Brüllhuhn

Das Bayowarische Brüllhuhn

Guten Abend liebe Leser, wir nehmen uns heute wieder ein bisschen Zeit für die Wunderwelt der Tiere.

Heute ist wieder Tierzeit und ich berichte von meiner Expedition in den tiefen Süden Deutschlands. Also begleiten Sie mich und erfahren Sie mehr über das fast vom Aussterben bedrohte Bayowarische Brüllhuhn.

Mein Name ist Dr. Willfried Bürgel und mein wunderbarer Beruf als Ornithologe (Vögelforscher) verdanke ich meiner Vorliebe, die mich schon als kleiner Junge in die Wälder meiner Heimat trieb, wo ich dann mit dem Feldstecher meines Großvaters bewaffnet, die heimischen Vögel bei ihrem Brunft- und Balzverhalten beobachtete.

Heute nun, bin ich ein Wenig älter, habe aber doch meine Vorliebe zum Beruf gemacht. Also lassen Sie sich von mir nach Süddeutschland entführen, wo ich ihnen das interessante Leben des Bayowarischen Brüllhuhnes näher bringen möchte.

Das Bayowarische Brüllhuhn (Gallus clamat bavarie) tritt oft auf Festivitäten in der Nähe von Bierzelten oder im Umkreis von historischen Bierschänken auf. Meist mit dem Schnabel einem Krug mit Hopfenkaltschale getaucht, vernimmt man dann den Brumpftlaut, der meist weiblichen Brüllhühner, wenn sie kurz den Hals strecken, um zu schlucken. Dann muss man sich schon zu Weilen die Lauscher zu halten, das kann dann schon mal ohrenbetäubend werden. Wenn ich das mal vorführen darf: ‚Brüüüüöööööhllll!‘

Wenn man diese Brüllhuhner dann in ihrer natürlichen Umgebung beobachten will, muss man eigentlich nur auf einer Festivität in landestypische Tracht gekleidet im stillen Gedenken verharren und auf die typischen Laute warten, die dann auch gleich über den ganzen Platz schallen.

Ich bin einer der ersten Ornithologen, der die Brüllhühner bei ihrem Balztanz beobachten durfte und ich habe sogar den ein oder anderen Brüllhahn beobachten dürfen, wie er sich an ein Weibchen heranpirscht.

Diese kleinen possierlichen Tierchen sind nahezu vom Aussterben bedroht und sind nur noch in Bayern zu finden. Durch die immer größere Verbreitung von 24-Stunden-Tankstellen, werden die Bayowarischen Brüllhühner immer mehr ins Voralpengebiet zurück gedrängt. Das grelle Licht verschreckt diese scheuen Gesellen, so dass sie sich nur noch zum Oktoberfest in die Große Stadt trauen, wo man sie dann früh Morgens noch aufgeregt Bröllen hören kann, wenn sie die Norgerl aus den Masskrügen zuzeln.

Ich hoffe diese kleine Exkursion hat ihnen Spaß gemacht. Bis zum nächsten Mal. Wir sehen uns wieder, wenn im Frühjahr die kleinen Brüllkücken schlüpfen.

Vielen Dank und auf Wiedersehen und sein sie immer gut zu Vögeln.

Ihr Dr. Willfried Bürgel

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Der Text ist aus dem Juni 2011, nach einer gemeinsamen Reise nach Köln mit ein paar netten Feuerleuten.

  2. Schön geschrieben.


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