Drei und eine Axt – Teil 7

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 7

Als Kejnen wieder aus der Jurte trat, war der Hof wie ausgewechselt. Es stand eine fürstliche Jurte mitten auf dem Platz und unter einem riesigen Sonnensegel wurde gerade eine riesige Tafel gedeckt. Er konnte seinen Augen kaum trauen, weil er noch nie so viele hübsche Frauen um und so viel Essen auf einer so großen Tafel gesehen hatte. Die Götter werden nicht erfreut sein, wenn sie zwei Tage in Folge feiern würden. Die Frauen schnatterten miteinander, wie eine Schar wilder Gänse. Vira und Halef kümmerten sich um die Pferde und unterhielten sich. Selten, dass sie mit Worten kommunizierten und schön, dass sie es doch hin und wieder taten. Einige Männer kamen über die Furt geritten und lenkten ihre Pferde zum Gatter. Sie stiegen ab und begrüßten Vira. Sie unterhielten sich und kamen mit einigen Dingen in den Händen zu den Jurten gelaufen. Die Männer brachten den Frauen die Sachen und Vira kam zu Kejnen, der immer noch verwundert an der Jurtentür stand.

‚Meister Kejnen, wie geht es dem Khan?‘

‚Ich habe keine Ahnung!‘

‚Kejnen, was ist passiert?‘

‚Sie hat ihn eingerenkt und geheilt und irgendwann stürzte sie bewusstlos zu Boden.‘

‚Ja, das kann passieren, wenn sie es übertreibt.‘

‚Wir haben ihnen Tee gegeben. Sie schlafen jetzt beide!‘

‚Dann lassen wir sie schlafen.‘ flüsterte Vira und geleitete Kejnen zur Tafel. ‚Seine Söhne möchten mit dir sprechen.‘

‚Wieso?‘

‚Das haben sie nicht gesagt!‘ flüsterte sie und führte ihn zum Kopf der Tafel.

‚Ist das nicht ein Wenig überzogen, am Kopf der Tafel zu sitzen.‘ flüsterte Kejnen Vira mehr oder weniger ins Ohr, als sie ihn zu seinem Stuhl führte.

‚Nein, Meister Kejnen. Ihr seid heut unser Ehrengast.‘ sprach eine ältere Frau zu ihnen, die gerade aus der Khansjurte kam. Ihr Haupt war mit teuren Kopfschmuck umhüllt und auch ihre Kleidung verriet ihren hohen Stand.

‚Meister Kejnen, darf ich Euch Orsolya vorstellen. Die erste Frau des Khan und Mutter von Wena.‘

Kejnen verbeugte sich ehrerbietig und stammelte: ‚Ich…bin sprachlos, ehrenwerte Orsolya.‘

‚Hat der Khan Euch zur großen Zusammenkunft eingeladen!‘

Kejnen rappelte sich wieder auf und nickte nur. Er hatte seine Sprache nicht wieder gefunden.

‚Sonst hätte ich es nun getan!‘ Sie machte eine kurze Pause und wand sich dann Vira zu. ‚Ich hoffe es ist dir recht, dass der Khan Halef mitnehmen wollte.‘

‚Solange ihr beide ihn mir nicht hinter meinem Rücken verloben wollt, kann er gerne mit euch reiten.‘ grinste Vira, blickte aber dann Orsolya ernst in die Augen.

‚Es wäre dem Khan sein größter Wunsch, eine seiner Töchter oder auch seiner Enkelinnen mit Halef zu verheiraten, aber ich denke der Junge hat seinen eigenen Kopf.‘

‚Er ist immer noch so rastlos, dass ich es kaum schaffe ihn im Winter an den Hof zu binden, wie wollt ihr ihn da an ein Bett fesseln.‘

‚Schläft er immer noch auf dem Boden?‘

‚Vor der Jurte im Dreck!‘

Meister Kejnen hatte sich mittlerweile von den Damen abgewandt, es drehte sich alles um ihn und er lies sich schwerfällig in seinen Stuhl fallen. Einige Frauen kamen angelaufen, brachten ihm ein Fell für den Rücken und schenkten ihm Wein ein. Kejnen war froh um den Wein und nahm den vollen Becher an die Lippen. Die Söhne des Khan kamen, setzten sich in seiner Nähe an die Tafel und der Älteste von ihnen kam zu ihm, um ihn zu begrüßen.

‚Meister Kejnen, meine Name ist Elger. Sohn des Khan. Wir wollten Euch bitten uns in Euren Kriegskünsten zu unterweisen.‘ sprach er und setzte sich.

Kejnen trank erst mal aus und setzte dann den leeren Becher ab: ‚Ihr wollt mit einem Krüppel kämpfen? Wollt Ihr mich beschämen? Da kann ich ja nur verlieren.‘ rief Kejnen und grinste dann.

‚Nein, Meister Kejnen, beschämen wollen wir Euch nicht, wir bitten demütig um Unterweisung.‘ rief Elger, der seine verzerrte Miene, als Unmut gedeutet hatte.

‚Wir werden sehen, Elger!‘ sprach Kejnen ruhig. ‚Zuerst muss ich mir von euch allen ein Bild machen.‘

‚Kommt Ihr denn mit zur großen Zusammenkunft?‘

‚Wenn ich hier nicht gebraucht werde, reite ich gerne mit euch!‘

Vira kam an seine Seite, atmete tief ein und blickte ihn eindringlich an. Nachdem er nicht reagierte, flüsterte sie ihm ins Ohr: ‚Ich würde mir wünschen, dass Ihr ein Auge auf Halef werfen würdet.‘

Kejnen nickte unmerklich und dann fuhr sie fort: ‚Und wenn ihr ein paar Besorgungen für uns machen könntet!‘

Er blickte sie nun ernst an. ‚Wir schaffen das hier schon ein paar Tage allein!‘ meinte sie leise, blickte ihn aber immer noch undurchdringlich an. Dann begriff er und flüsterte ihr zu: ‚Und ich werde mich nach euren Männern umsehen und ich bringe Halef unverlobt wieder mit zurück.‘

Ihre Mundwinkel zitterten, als sie sich zu einem Lächeln zwang und hauchte ihm ein ‚Danke!‘ ins Ohr. Nachdem ihr die Tränen bereits in den Augen standen, wand sie sich von ihm ab und eilte davon. Verwirrt blickte er ihr nach und drehte sich wieder zu Elger. ‚Anscheinend werde ich hier so gebraucht, dass ich zur Zusammenkunft reisen muss.‘

Elger grinste bis über beide Ohren und hielt ihm die Hand hin: ‚Ich will nicht unhöflich sein, aber wir wollten Euch auch darum bitten, Eure Kontakte spielen zulassen, damit wir meinen Schwager und seine Brüder wieder finden.‘

‚Ihr habt uns belauscht?‘ meinte Kejnen und grinste wieder.

‚Das würde ich mir nie erlauben. Aber ich kenn Vira, wie meine eigene Schwester. Ihre Sorgen tragen schwer auf ihren Schultern.‘

Ein Rudel Kinder kam aus Wena’s Jurte gerannt und strömten zur Tafel. Ganz aufgeregt, schnatterten sie durcheinander. Die kleine Nala kam zu Kejnen und er hob sie auf seinen Schoß. ‚Wir dürfen heute Nacht alle zusammen in der Jurte schlafen.‘ rief sie ganz aufgeregt.

Orsolya kam an die Tafel und sprach: ‚Los Kinder, setzt euch hin zum Essen.‘

Die Kinder folgten aufs Wort. Die komplette Tafel füllte sich mit den Kindern, die Männer standen auf und machten Platz.

‚Mutter, wir lösen die Anderen ab, die haben das Essen nötiger als wir.‘ meinte Elger.

Eine der Frauen kam auf sie zu, sie lies die Männer nicht gehen, bevor nicht jeder etwas zum Essen im Mund hatte. Vira kam wieder an die Tafel und blickte zu Halef hinüber, der immer noch bei den Pferden war. Er stieg mit auf und ritt mit den Männern über die Furt.

Kejnen fütterte Nala, bis Wena ihm auch noch Lina auf den Schoß setzte. ‚Die Tafel ist für die Kleinen einfach zu groß.‘ lachte sie.

‚Für irgendwas muss ich ja heut gut sein.‘ seufzte Kejnen niedergeschlagen.

‚Meister Kejnen, redet keinen Unsinn. Die Kleinen haben sonst Angst vor den Männern.‘ meinte Orsolya.

Kejnen blickte sie ratlos an. Orsolya grinste ihn an und nickte nochmal. Nala lächelte verschmitzt und biss von ihrem Brot ab. Kejnen versuchte zu lächeln, lies es aber dann sein, um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften. ‚Nala, erzähl doch deiner Großmutter davon, wie ihr beide die Tür repariert habt.‘ meinte Vira und Kejnen funkelte sie ärgerlich an. Nala nickte nur kauend.

‚Ehrlich?‘ fragte Orsolya.

Nala schluckte und rief aufgeregt: ‚Und mit Alur und Halef hat Kejnen die beiden Stühle gebaut.‘

‚Na seht, Ihr seid doch zu etwas Nütze.‘

Kejnen lächelte Orsolya an. Diese erschrak, stolperte einen Schritt zurück und verlor gänzlich ihre Fassung. Vira eilte an ihre Seite und stützte sie. Nala und Lina allerdings griffen Kejnen ins Gesicht und zogen ihm die Narben glatt. ‚Großmutter, er lächelt doch nur! Sieh!‘

Orsolya schnappte nach Luft und brauchten noch eine Weile, bis sie ihre Stimme wieder fand. ‚Bei allen Göttern, Kejnen. Und vor meinen Söhnen haben die Kinder Angst, ich verstehe die Welt nicht mehr.‘

Kejnen war ein wenig verärgert, aber auch verschämt. ‚Werte Orsolya, es tut mir leid, wenn ich Euch mit meinem Antlitz verschreckt habe, es war mir fast nicht mehr bewusst, wie schrecklich meine Fratze für Euch aussehen muss. Ich habe es vergessen, weil…‘ Seine Stimme brach, doch Vira hätte ihn eh unterbrochen. ‚Weil wir uns bereits an sein Lächeln gewöhnt haben.‘

‚Ihr müsst ein undurchschaubarer Verhandlungspartner sein.‘ flüsterte Orsolya, als sie sich wieder gefangen hatte. ‚Lächelt mich bitte an, wenn ich vor haben sollte mit Euch um Geld spielen zu wollen!‘

‚Das kann ich Euch gerne Versprechen, werte Orsolya!‘

‚Mutter, die Suppe für Vater ist fertig.‘ meinte eine Frau, die genauso aussaht wie Wena. ‚Danke Runa, Ihr entschuldigt mich.‘ sprach die werte Orsolya und stand auf, um ihrer Tochter nochmal zuzuzischen, sie solle noch eine Suppe für die weiße Hexe fertig machen.

Die Kinder mussten ins Bett und Kejnen brachte Lina und Nala in die Jurte. Sie hatten wirklich jeden Stück Boden in der Jurte zu einem Nachtlager verarbeitet.

‚Meister Kejnen, willst du uns nicht eine Geschichte erzählen?‘ fragte Nala und lächelte ihn zuckersüß an. ‚Aber ich kenne nur schreckliche Geschichten!‘ sagte Kejnen und wollte gleich wieder gehen.

‚Da wird doch eine schöne Geschichte dabei sein?‘ fragte Alur, der gerade die Kleinen ins Bett legte. Vier am Kopfende und vier am Fußende. ‚Es ist aber nur eine Kleine. Ich wachte eines Nachts auf, als ich ein Kind schreien hörte. Ich humpelte aus der Jurte und stürzte in genau diese Jurte. Die kleine Nala hatte einen schlimmen Traum und schrie aus Leibeskräften. Ihre Mutter war so erschöpft von ihrer harten Arbeit, dass sie selbst vom Weinen ihrer Tochter nicht aufwachte. Und auch ihre ganzen Geschwister schliefen in aller Seelenruhe weiter. Und ich stand in der Tür und hatte Angst, dass ich den kleinen Schatz mit meinem Gesicht noch mehr erschrecken könnte. Aber sie schrie so laut, also fasste ich mir ein Herz und humpelte zum Bett und hob sie mit samt ihrer kleinen Decke hoch und humpelte wieder zur Tür, um mich genau hier mit ihr hinzusetzen.‘

Kejnen setzte sich hin und die Kinder scharten sich um ihn und blickten gespannt zu ihm auf. ‚Ich hab sie, ohne sie dabei anzusehen wieder in den Schlaf gewogen, bis langsam, ganz langsam die Sonne aufging. Der Fluss glitzerte, als würde er brennen und der Nebel verzog sich, nur im Schatten standen noch vereinzelte Schwaden. Plötzlich stürmte Tante Vira aus ihrer Jurte, sie hatte die Axt hoch erhoben und ihr Gesichtsausdruck sah wild aus. Sie sah so aus, als wollte sie jeden zerhackten, der sich ihr in den Weg stellte. Ich hab mich ganz schön erschrocken, weil ich war ja nur mit meinem Stock und mit Nala bewaffnet.‘ Er machte eine Pause. Und die Kinder waren ganz aufgeregt, wie es nun weitergehen würde. ‚Doch zum Glück erkannte sie mich und ich hab auch nicht den Fehler gemacht sie anzulächeln, weil sonst hätte ich wahrscheinlich ihre Axt zu spüren bekommen.‘ Er grinste in die Runde und die Kinder, die ihn noch nicht kannten, erschraken. ‚Sie blickte in die Sonne und die Sonnenstrahlen ließen ihr feuerrotes Haar erstrahlen. Sie lächelte mich an und ging auf mich zu. Die Axt lies sie an der Jurte da drüben stehen. Da fiel mir aber ein Stein vom Herzen, weil wie hätte ich mich verteidigen sollen, vor dem Zorn einer rothaarigen, bewaffneten Frau, die zu früh geweckt wurde. Zu meiner Verwunderung setzte sie sich hier auf die Schwelle und blickte mit mir in die Sonne, bis sie ganz aufgegangen war.‘

‚Und was habt ihr dann gemacht?‘ fragte eines der Mädchen.

‚Frühstück!‘ rief Kejnen.

‚Ich kann mich gar nicht daran erinnern.‘ sagte Nala.

‚Du, kleiner Schatz bist auch gleich wieder eingeschlafen und deine Tante hat dich wieder ins Bett zu deiner Mutter gesteckt.‘

‚So Kinder, es ist schon spät. Ihr solltet schon längst schlafen.‘ sagte Wena und grinste in die Jurte. ‚Und morgen könnt ihr mir beim Frühstück helfen.‘

‚Dann schlaft wohl, Kinder!‘ meinte Kejnen und stemmte sich hoch. Nala winkte ihm vom Bett aus zu, er winkte auch lieber und versuchte nicht zu lächeln. Als er aus der Jurte kam, standen Vira und Orsolya vor der Jurte. ‚Eine schöne Geschichte, Meister Kejnen. Ich bin gespannt, was Ihr ihnen morgen erzählt, die Kinder werden nie wieder schlafen, wenn Ihr ihnen keine Geschichte mehr erzählt.‘ sagte Orsolya und lachte freundlich.

‚Dann haben wir ein Problem, ich kenn eigentlich nur Schauergeschichten.‘

‚Erzählt uns mehr von der aufgehenden Sonne und vom Morgennebel!‘ meinte Vira, sie schien ernsthaft von seiner Geschichte verzaubert zu sein.

‚Wie geht es dem Khan?‘

‚Er beschwerte sich darüber, dass er Suppe essen musste.‘

‚Dann geht es ihm wieder gut?‘

‚Besser jedenfalls!‘

Fragend blickte er Vira an, doch Orsolya fing seinen Blick auf und drückte ihm eine Schüssel Suppe in die Hand. ‚Davon könnt Ihr Euch selbst überzeugen, Kejnen. Und dann könnt ihr beide den Khan wecken, wir haben alle Hunger.‘

Als Kejnen die andere Jurte betrat, war Ziska bereits wach. Sie blickte ihn fragend an, als er mit der Suppe durch die Tür kam. Er humpelte langsam zu ihr ans Bett und versuchte dabei nichts zu verschütten. ‚Ich hatte Angst um Euch, weiße Hexe.‘ flüsterte er.

‚Ich hab den Allghoi Khorkhoi gesehen, er ist tatsächlich rot.‘ stammelte sie.

‚Der Todeswurm also.‘

‚Ja, der Todeswurm.‘

‚Na, dann kannst du den Kindern morgen ja eine gute Nachtgeschichte erzählen.‘

Sie setzte sich auf und nahm ihm die Schüssel ab. ‚Danke!‘

‚Dank den Frauen da draußen. Ich hab noch nie so viel Essen gesehen, wie sie da draußen aufgehäuft haben.‘

‚Aber ihr habt doch mit Fürsten gespeist, oder?‘

‚Ja, aber immer nur zu Kriegszeiten. In guten Zeiten lag ich meist noch beim Feldscher!‘

‚Dann ist ja gut, dass die Damen Euch gefunden haben.‘ sagte der Khan.

‚Eigentlich hat er uns gefunden!‘ meinte Ziska und steckte sich einen Löffel voll Suppe in den Mund.

Davon könnt ihr mir beim Essen erzählen.‘ lachte der Khan und stand auf. ‚Ihr seid wahrlich eine Hexe, weiße Hexe.‘

‚Aber langsam, mein Khan.‘ mampfte Ziska und schluckte ihr Essen herab. ‚Ihr müsst Euch ein Paar Tage schonen.‘

Drei und eine Axt – Teil 6

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 6

Wena wurde wach und sprang vor Schreck vom Bett auf. Auf dem Bett lagen Vira, Ziska und Kejnen nackt in einer eindeutigen aber verwirrenden Stellung. Kejnen wurde ebenfalls wach und blickte in Wena’s verstörtes Gesicht. Langsam erhob er sich, ohne jedoch die beiden Anderen zu wecken. Leicht schwankend hüllte er sich in ein Tuch und humpelte Wena entgegen, um sie in seinen Klappenmantel zu hüllen.

‚Du hast dir nichts vorzuwerfen.‘ flüsterte er ihr zu und führte sie aus der Jurte. ‚Der Einzige, der sich etwas vorzuwerfen hat, bin ich.‘

‚Nein Kejnen, die Tränke von Ziska vertauschen manchmal Traum und Wirklichkeit. Nur dass man am nächsten Tag noch genau weiß was man getan hat.‘

Sie hatten ihre Jurte bereits erreicht. Wena nickte ihm traurig zu und ging niedergeschlagen in ihre Jurte. Er humpelte weiter zum Abort. Als er wieder in die Jurte ging, legte er Holz nach und kroch wieder zu den beiden Frauen ins Bett. Er konnte es einerseits nicht fassen, was alles in der letzten Nacht passiert war, aber andererseits, war ihm so etwas Unglaubliches noch nie in seinem Leben widerfahren. Natürlich hatte er schon Frauen gehabt, auch schon mehrere hintereinander. Aber so sinnlich und liebevoll war keine von ihnen zu ihm gewesen. Selbst als er noch nicht so entstellt war. Und es hatte noch nie in seinem Leben eine Frau seinen Schwanz in den Mund genommen. Mit einem breiten Lächeln im Gesicht und beide Frauen im Arm, schlief er nochmals ein.

Sie schliefen alle ziemlich lange. Kejnen wurde erst wach, als er die Kinder hörte, wie sie sich um den Kamm ihrer Mutter zankten. Ziska blickte ihn mit einem Lächeln im Gesicht an, schloss dann ihre Augen wieder und kuschelte sich an seine Brust. Vira quälte sich aus dem Bett und streckte sich. Sie suchte am Boden nach irgendwas zum Anziehen.

‚Dank allen Göttern, wir sind nicht blind!‘ flüsterte Kejnen und beobachtete Vira dabei, wie sie nackt durch die Jurte torkelte, bis sie endlich ihren Klappenmantel gefunden hatte. Während sie sich anzog, drehte sie sich um und grinste ihn an: ‚Es war mir ein Fest.‘ Dann stolperte sie aus der Jurte.

Laut über die hässliche, grelle Fratze am Himmel fluchend, schien sie zum Fluss hinunter zu laufen.

‚Und ich kann mich an alles erinnern.‘ flüsterte Ziska im Schlaf.

Am Frühstückstisch würfelten sie darum, wer nun die Hasen häuten sollte. Es traf Wena. Ihr ging es von allem am Besten, obwohl sie schon wieder seit Stunden wach war. Halef kam am frühen Nachmittag und brachte eine stattliche Hirschkuh. Er hatten sie bereits ausgenommen, deshalb hingen sie sie nur auf und beschlossen dann in die Ebene zu reiten, um nach wildem Getreide zu suchen. Die Kinder hatte dabei viel Spaß. Es war bereits spät am Nachmittag, als sie am Horizont einige dunkle Flecken entdeckten, die ihnen langsam aber stetig näher kamen.

‚Kann das deine Sippe sein?‘ fragte Kejnen misstrauisch.

‚Wenn, dann sind sie aber reichlich früh.‘ meinte Wena ängstlich, dann pfiff sie ihre Kinder zusammen.

‚Halef Junge, gib mir meinen Bogen und reite mit den Frauen zurück. Bring mir meinen Schwertgürtel und vor allem die Tasche, die daran hängt.‘ rief Kejnen laut und suchte sich mit seinem Pferd eine bessere Position.

Wenig später kam der Junge wieder. Sein Pferd keuchte erschöpft, als er es neben Kejnens Gaul zum Stehen brachte. Sie tauschten Bogen gegen Gürtel.

Kejnen legte seinen Schwertgürtel an und zog aus einer Tasche ein Stück Leder, an dem etwas baumelte, was das Licht der untergehenden Sonne spiegelte. Mit einer geschickten Handbewegung baute er das Etwas zusammen und hielt es sich vors Auge. Als er es wieder absetzte, blickte er Halef milde an und drückte es ihm in die Hand.

‚Blicke hindurch und sage mir…!‘

‚Bei allen Göttern!‘ rief Halef und ließ das Etwas beinahe fallen, als er seinen Dolch zog. Dann erkannte er seinen Irrtum.

‚Junge, dieses Stück Glas hat mir schon oft mein Leben gerettet, also wirf es nicht weg.‘

Halef blickte noch einmal durch, lies dabei aber seinen Dolch nicht los und fuchtelte vor sich damit herum. ‚Es sind viele Reiter und drei Herden. Rinder. Pferde und Schafe. Zwölf Wägen und wartet. Da ist er ja. Der Bannerreiter des ehrenwerten Etem Khan, er kommt uns entgegen.‘ sprach Halef langsam und gab dann Kejnen sein Glas zurück, um etwas aus seiner Tunika zu ziehen. Es war ein geschnitztes Wappen seiner Familie. Er pfiff nach seinen Hunden, die auch gleich heran gelaufen kamen. Wenig später lief Róka mit dem Wappen im Maul dem Reiter entgegen.

Es schien eine halbe Ewigkeit zu dauern, bis der Hund mit einem weißen Banner im Maul zurückkam.

‚Ein Gruß von Etem Khan. Lass uns zum Lagerplatz reiten. Wir sollten ein Feuer machen.‘ meinte Halef.

‚Khan Etem ist Wena’s Vater?‘ fragte Kejnen reichlich verwundert.

‚Ja, hatten wir das nicht erzählt?‘

‚Von Khan Etem habe ich schon viel gehört, aber das nicht!‘

Als sie an einer alten Feuerstelle unweit des Flusses ankamen, sprang Halef vom Pferd, drückte Róka das Banner wieder ins Maul und schickte ihn zu den Jurten. Wenig später kamen die Kinder ihnen mit einigen Körben Feuerholz und einer Schale mit Glut entgegengelaufen.

Die ersten Reiter trafen ein, stiegen ab und begrüßten den Jungen. Einer der Männer erkannte Kejnen, machte eine ehrerbietige Verbeugung, ging rückwärts zu seinem Pferd zurück, stieg auf und ritt wieder zum Tross zurück.

Es dämmerte bereits, bis die ersten Wagen angekommen waren. In Mitten der Wägen, kam ein stattlicher Mann auf einem Pferd auf Kejnen zugeritten und blieb musternd vor ihm stehen. Kejnen musste auf und gegen die untergehende Sonne blicken. Es musste der Etem Khan sein. Kejnen machte eine ehrerbietige Verbeugung, stieg aber nicht vom Pferd ab.

Meister Kejnen, Ihr müsst Euch nicht vor einem alten Mann verbeugen. Für die Schlachten, die Ihr für uns alle geschlagen habt, würde der alte Mann sich eher vor Euch verbeugen.‘ sprach der Khan.

‚Mein Khan, mein Ruf eilt mir voraus, doch verbeuge ich mich gerne vor Euch.‘ rief Kejnen und richtete sich langsam auf.

‚Reitet ein Stück mit einem alten Mann, Kejnen.‘ Der Khan lenkte sein Pferd in Richtung der Jurten.

‚Es soll mir eine große Ehre sein, mein Khan.‘ Kejnen folgte dem Khan.

‚Was verschlägt Euch in diese von allen Göttern verlassene Gegend?‘

‚Ich wollte in die Berge meiner Heimat zurückkehren. Mein Gaul hat mich wohl zu weit getragen und die Damen hatten die Güte einen Krüppel Obdach zu gewähren.‘ berichtete Kejnen, klopfte auf sein steifes Bein und der Khan hob eine Augenbraue, als er das Wort Krüppel hörte.

‚Von den Bergen Eurer Heimat scheint wenig übrig geblieben zu sein, Ihr müsst sie verpasst haben.‘ lachte der Khan.

‚Das wird mir von Tag zu Tag klarer.‘

‚Hattet Ihr Familie, zu denen Ihr zurückkehren wolltet.‘

‚Ich ging damals alleine in den Krieg und hatte niemanden zurückgelassen.‘

‚Und nun seid Ihr hier und ein alter Mann freut sich auf viele lange Gespräche in diesem Winter, mein Freund. Ihr werdet doch über den Winter bleiben?‘

‚Mein Dank gehört Euch, für Euer Vertrauen, mein Khan.‘

‚Wenn die drei Damen Euch hier aufgenommen haben, dann ist mein Vertrauen nicht das Einzige, was ich Euch Schulde, denn auch meinen Dank. Wir bringen wieder keine guten Nachrichten. Ich bin froh, wenn die Frauen nicht alleine sind, hier draußen. Denn der junge Halef hat nur Flausen im Kopf.‘

‚Ich vermag nicht in Worte zu fassen, was mir Eure Worten bedeuten.‘ meinte Kejnen. Sie waren am Fluss angekommen und lenkten ihre Pferde langsam durch die Furt.

‚Meister Kejnen, ich hoffe Ihr seid mit dem Schwert immer noch so geschickt, wie Ihr es mit Eurer Zunge seid.‘ lachte der Khan, stieß sein Pferd an und es schnellte über die Furt auf den Hof.

‚Ihr würdet Euch wundern!‘ rief Kejnen und folgte ihm.

Wena trat vor das Pferd ihres Vaters, griff die Zügel und verbeugte sich.

‚Kind, spinn dich aus und hilf deinem alten Vater vom Pferd.‘

Sie pfiff nur und die Kinder brachten seinen Schemel. ‚Vater, kommt Ihr früher als sonst, weil Ihr nicht mehr allein vom Gaul kommt.‘

‚Es ist auch ein Grund, Tochter!‘

Kejnen war bereits vom Pferd gestiegen, band sein Gaul am Gatter an und humpelte dann zum Pferd des Khans. Er hielt ihm mit einer leichten Verbeugung die Hand hin.

‚Ich sollte mir auch einen Stock schnitzen, wenn ich damit leichter vom Gaul komme, Kejnen.‘

‚Ich wollt ich bräucht ihn nicht, aber wenn ich ihn nicht hätte, dann würde ich wie ein Stein vom Pferd fallen.‘ rief Kejnen und half dem Khan vom Pferd.

‚Keiner von euch beiden sollte vom Pferd fallen. Ich kann niemanden von den Toten erwecken.‘ rief Ziska, als sie aus der Jurte kam.

‚Weiße Hexe!‘ rief der Khan, als er auf seinen beiden Beinen stand. ‚Genau wegen Euch bin ich hier.‘

‚Wie und nicht wegen mir?‘ rief Vira und trat ebenfalls aus der Jurte.

‚Mein Kreuz hat mich dazu gezwungen früher zu euch kommen und ich habe wieder keine Nachrichten für euch und deswegen hat mich mein Herz und meine Angst um euch, mich noch mehr zu euch gezogen. Aber nachdem ihr jetzt einen großen Krieger am Hof habt, kann die Hexe mich einrenken und ich reite gleich zur großen Zusammenkunft.‘

‚Vater untersteht Euch gleich wieder abzuhauen.‘ meinte Wena und umarmte ihn herzlich, bis er laut aufstöhnte.

‚Schafft Ihr es noch in die Jurte, mein Khan.‘ meinte Ziska. ‚Dann werd ich mal sehen, was ich machen kann.‘

Sie ging voraus in die Jurte und überließ es Kejnen und Wena den Khan hereinzubringen.

‚Ich werd Hilfe brauchen!‘ meinte Ziska kurz und holte ihr Körbchen hervor.

‚Vater, macht es Euch etwas aus, wenn Kejnen hilft, weil das Essen steht am Feuer und Ihr habt uns heute am falschen Fuß erwischt, wir haben kein Korn mehr und der Wein ist noch nicht fertig.‘

‚Nein, nein. Tochter, wenn das all deine Sorgen sind, geh nur. Meine Frauen, Deine Schwestern und Schwägerinnen kommen später mit der langen Tafel und mit Essen, ich möchte dass wir heute Nacht essen, bis wir umfallen.‘

‚Mein Khan, ihr seid immer so gütig zu uns!‘

‚Es liegt mir viel daran, dass es euch allen hier gut geht. Ich wollt ich hätte bessere Nachrichten.‘

sprach der Khan und küsste seiner Tochter das Haar.

‚Ach, Vater! Keine Nachrichten sind besser, als schlechte Nachrichten.‘ meinte sie mit Tränen in den Augen und ging aus der Jurte.

‚Es bricht mir das Herz. Wir können sie einfach nicht finden. Ich würde mein Leben sofort dafür geben, wenn es eure Männer wieder bringen würde.‘ meinte der Khan traurig und setzte sich auf Vira’s Bett.

‚Mein Khan, selbst meine Träume verheißen nichts Gutes!‘ flüsterte Ziska und half dem Khan aus seinem Klappenmantel. Nachdem sie ihm auch die Tunika ausgezogen hatte, trat sie einen Schritt zurück und hielt sich die Hand vor dem Mund. Seine linke Seite war mit Blutergüssen übersät. Sie blickte auf den Rücken und stöhnte laut auf.

‚Wir waren schon auf dem Weg zu euch, ich wollte den Jungen mit zur Zusammenkunft nehmen. Mein Pferd wurde vom Allghoi Khorkhoi zu Tode erschreckt, aber ich fiel vorher noch herab.‘

‚Ihr seid ein Witzbold, es hat noch nie jemand den Todeswurm gesehen, es wird eine Otter gewesen sein.‘

‚Ich blickte dem roten Tod ins Auge. Mein Leben ritt an mir vorbei, bis mir meine Frauen deinen unaussprechlichen Schnaps eingelöst haben.‘ Er schluckte schwer und fuhr fort. ‚Weiße Hexe, behauptet nie wieder, dass Ihr keine Toten erwecken könnt.‘

Meister Kejnen musste grinsen und flüsterte mehr in sich hinein: ‚Die unaussprechlichen Schnäpse der weißen Hexe!‘

‚Ach, hat sie Euch auch betrunken gemacht und ist dann mit ihren nackten Füßen auf Eurer Seele herumgetanzt, dass macht sie gerne.‘

‚So ähnlich, mein Khan!‘

Ziska packte einen Bottich aus dem Korb, öffnete ihn und sogleich verströmte ein unsäglicher Gestank die Jurte. Ziska würgte leicht und band sich ein Tuch um Mund und Nase. Sie nahm eine Hand voll der stinkenden Masse aus dem Bottich und schmierte den grünen Schleim auf die blauen Flecken. ‚Meister Kejnen, entzündet bitte das Feuer und schließt die Tür.‘

Als er wieder zum Bett humpelte, wies sie auf einige Beutel mit Kräutern. ‚Die Hälfte des Gelben und die Hälfte des grünen Beutels kann ins Feuer.‘

Während Kejnen die Kräuter in die Glut warf, betastete Ziska den Oberkörper des Khans ab. ‚Ich werd Euch nicht richtig einrenken können, es sind ein paar Rippen angeknackst. Aber wir können was versuchen.‘ meinte Ziska und zog ihre Hose aus.

‚Also das haben meine Frauen schon versucht. Ziska und du könntest meine Tochter sein!‘

‚Eure jüngste Frau ist jünger als ich!‘ meinte Ziska eingeschnappt. ‚Aber das hab ich nicht gemeint. Kejnen, können wir die Feuerschale zur Seite heben!‘

‚Ja, aber!‘ stotterte Kejnen, weil er nicht verstand was sie vor hatte. Er tat aber, was sie wollte. Also trugen sie mit zwei Stangen, die Feuerstelle Richtung Tür.

‚Ich würd der weißen Hexe nicht widersprechen, Meister Kejnen.‘ kicherte der Khan, während er den beiden beim Tragen zusah.

Sie zog eine große Kiste in die Mitte der Jurte, stieg drauf und hangelte sich zum Dachkranz hinauf. Dann sprang sie wieder herab auf die Kiste. ‚Das könnte klappen. Mein Khan, kommt doch mal rüber zu mir.‘

‚Jetzt macht sie mir Angst!‘ sprach der Khan und griff sich an Herz.

Ziska zog nur eine Augenbraue hoch und patschte mit den Füßen auf die Kiste, bevor sie sich wieder zum Dachkranz hochschwang. ‚Dreht Euch mit dem Rücken zu mir und kommt näher bis Eure Hacken an der Kiste anstoßen.‘ Der Khan tat, wie ihm geheißen und Ziska hackte ihre nackten Fuße in seine Axelhöhlen und stemmte sich noch weiter nach oben. ‚Nun setzt Euch bitte ganz langsam, mein Khan!‘

Der Khan setzte sich langsam und Ziska klammerte sich an den obersten Hölzern des Dachkranzes fest. Es knackte in seinem Rücken acht mal und unter dem Gewicht beider knackte auch das Jurtendach. Als sein Hintern endlich die Truhe berührte, zitterten seine Beine und sein Blick war wie versteinert. Ziska lies sich fallen und kam zitternd auf allen Vieren auf dem Boden auf. Ihre weißen Haare waren ihr über ihr verschwitztes Gesicht gefallen. Kejnen humpelte zu ihr und half ihr hoch.

‚Und könnt ihr Eure Beinen noch spüren?‘ fragte Ziska, während sie wieder ihre Hose anzog. Dann zog sie eine Flasche aus ihrem Korb, nahm das Tuch vom Hals und kam wieder zum Khan. Er war reichlich still und blickte sie nur ungläubig an. Mit den Zähnen zog sie den Korken aus der Flasche und hielt sie ihm hin. Er nahm einen großen Schluck und keuchte laut, als er die Flasche vom Mund nahm. Ziska nahm auch einen Schluck und schüttete dann ein Wenig davon auf das Tuch und begann dann, den grünen Schleim von den Blutergüssen zu putzen.

‚Kejnen bringt mir doch das große Fell und legt es auf Vira’s Bett.‘

Als sie fertig war, geleitete sie den Khan zum Bett hinüber. Sie zog ihm die Schuhe aus und er legte sich hin. Sie deckte ihn liebevoll zu. Dann legte sie das obere Endes des Felles um seine Schultern und hielt mit den Händen auf seiner Brust inne. Sie tastete nach der richtige Stelle. Dann rieb sie ihre Hände aneinander und legte beide wieder auf den Brustkorb. Das wiederholte sie dreimal, bis sie ohnmächtig zusammenbrach. Kejnen humpelte zu ihr und lies sich zu Boden fallen, um ihren schlaffen Körper an sich zu ziehen.

‚Weiße Hexe, ihr könnt doch nicht Schlafen, bevor ihr den Khan zugedeckt habt.‘ flüsterte er ihr ins Ohr und tätschelte ihre Wangen. Sie stöhnte leise und kam ganz langsam wieder zu sich. ‚Der Khan soll schlafen, bis zum Essen…‘ Ihre Stimme brach und ihre Sinne schwanden wieder. Kejnen stand schwerfällig auf und dann zog er sie hoch und humpelte mit ihr zum Bett hinüber. So liebevoll wie es ihm möglich war, legte er sie ins Bett und deckte sie zu. Dann humpelte er wieder zum Khan und blickte ihn an. ‚Ich hab sie gehört!‘ flüsterte er schwach und schloss die Augen. Kejnen zog ihm die Decke über die Brust. Dann zog er die Kiste und Feuerstelle wieder an seinen angestammten Platz und ging zu Wena hinaus.

Wenig später kam er mit einem Krug mit heißen Wasser wieder und Wena kam hinter ihm mit zwei Bechern in der Hand in die Jurte getreten und ging zu Ziska. Sie flüsterte mit ihr und wand sich dann zu Kejnen. ‚Grüner und weißer Beutel für den Khan und Gelb und Braun für Ziska. Von alle, nur eine Prise.‘

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