Alpenroadmovie 9

Alpenroadmovie 9

Donnerstag, 16.08.2012, 08.00 Uhr

Hafen von Bastia, Korsika

Die Morgensonne strahlte ihr entgegen, als sie die Gangway hinunter lief. Sie hatte ihren Schal um den Kopf gewickelt und die Sonnenbrille auf der Nase. Sie kam sich ein bisschen vor, wie eine Filmdiva, nur ohne Blitzlichtgewitter. Nur der Rucksack auf dem Rücken und die beiden Becher Kaffee to go, die sie in einer Hand balancierte, machten sie doch nur zu einer ganz normalen Touristin. Sie blickte den Kai entlang. Mann, würde sie hier gerne Urlaub machen. Es war nicht grad der Traum ihrer schlaflosen Nächte, halb Europa in zwei Tagen mit überhöhter Geschwindigkeit zu durchfahren. Wie oft sie wohl geblitzt wurde? Da fiel ihr ein, dass sie irgendwann ihre Mutter darüber in Kenntnis setzen musste, dass sie ihre Wohnung auflösen durfte. Wie sie das mit ihrer Arbeit machen sollte, wusste sie noch nicht. Sie konnte ja schlecht aus dem Urlaub heraus fristlos kündigen. Eine ansteckende Krankheit wäre eher eine Lösung. Ob die Nonna einen Arzt hat, der ihr irgendwas diagnostizieren würde. In Gedanken versunken ging sie den Kai entlang.

‚So allein, Schöne Frau!‘ hörte sie Enzo rufen, als er mit dem Wagen neben ihr entlang fuhr.

Erschrocken blickte sie ihn an, lächelte aber gleich und stieg in den Wagen.

‚Ich hab Kaffee für uns!‘ trällerte sie.

‚Du bist ein Schatz, das ist genau das Richtige!‘

Er fuhr von der Küste ins Landesinnere, weil er nicht an der Küstenstraße entdeckt werden wollte. Die Fluchtmöglichkeiten waren nicht besonders gut, wenn es nur geradeaus und zurück ging. Und er hatte nicht vor in diesem Auto zu sterben, mit dieses unglaublich tollen Frau an seiner Seite. Nach Corte wechselte Blume wieder ans Steuer, weil er wieder starke Schmerzen hatte. Sie gab ihm nochmal Schmerzmittel und lies ihn Schlafen, bis sie wieder kurz vor der Küste waren.

‚Bambi! Wir sind kurz vor Bonifacio!‘

‚Oh verdammt, wie viel Uhr ist es?‘ gähnte Enzo und streckte sich.

‚Wir haben noch ewig Zeit bis 17.00 Uhr!‘

‚Woher weißt du, wann die Fähre geht?‘

‚Hab nen Flyer mitgenommen!‘ meinte sie belustigt und drückte ihm eine Broschüre in den Hand.Und die Fähre von Cagliari fährt nur nach Trapani und zwar immer Sonntag vormittags!‘

‚Das ist ja auf Französisch!‘

‚Mein Französisch ist eigentlich auch viel besser als mein italienisch.‘

Forsetzung folgt: Manchmal kommt es anders…Killer 6! Es lohnt sich!

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