Verblendung (2011)

Verblendung (2011)
Verblendung (2011) mit Daniel Craig: Ich habe die Erstverfilmungen natürlich gesehen und finde sie ausgesprochen gut und die Geschichte hat mich sehr bewegt und gefesselt, obwohl ich die Bücher leider nicht gelesen habe, mangels Zeit. Ich wollte mir die Nachverfilmung ansehen, um besser darüber lästern zu können. So, jetzt steh ich da… zum Lästern gibt es eigentlich nicht viel.
Daniel Craig spielt seine Rolle ganz gut, mal ganz ungewohnt, eher häuslich und schreckhaft und die Brille macht ihn wirklich älter. Er lässt sich einfach gerne foltern, was mir immer ausnehmend gut gefällt. Dazu später mehr!
Auch die Rolle der Lisbeth Salander ist ganz cool gespielt. Die Entfernung (bzw. Blondierung) der Augenbrauen reißt es halt voll raus, da kommt sie sogar ein bisschen kinskiesk rüber, obwohl Klaus Kinski bis zum Schluss seine Augenbrauen hatte, sogar in Nosferatu. Der einzige Fall, der mir einfällt, wo sich jemand für eine Filmrolle die Augenbrauen rasiert hatte, war für die Rolle des Grimar Schlangenzunge und das bringt Brad Dourif den KlausKinskiAward näher, als ihm wahrscheinlich bewusst ist. Ich schweife ab. Wir waren bei der Lisbeth Salander-Darstellung von Rooney Mara stehen geblieben. Sie hat sich wirklich für die Rolle ganz schön zurichten lassen, auch wenn sie für mein Empfinden fast schon untertätowiert war. Die Lisbeth Salander kommt mir in der Cover-Verfilmung ein bisschen zu devot (Verhaltensunterwürfig gegenüber Mikael Blomkvist) rüber…bin gespannt ob sie in den nächsten Verfilmungen Noomi Rapace irgendwie das Wasser reichen kann und ob sie mit der Verhaltensunterwürfigkeit noch irgendwie abstellen können. Aber Rooney Mara hat sich eine weitere Beobachtung meinerseits verdient.
Die Sexszenen sind mehr geworden, war ja nicht weiter verwunderlich! Mal ganz davon abgesehen, dass Daniel Craig eine geile Drecksau ist, obwohl er nach seiner Aussage einen alten Mann spielt.  Auch wenn die Coolness von Lisbeth Salander auch bei den Sexszenen nicht rüber kommt. Vorsicht Spoiler. Sie stand nach dem Sex nicht auf und ging. Das fand ich in der Erstverfilmung sehr cool! In Hollywood hingegen bleibt man liegen und raucht Eine. Trotzdem ein RRR von mir. Die Vergewaltigungen sind mir nicht hart genug, da nehmen die beim Original weniger ein Blatt vor den Mund bzw. vor die Kamera.
Die Synchronisation ins Deutsche hat mich ganz schön fertig gemacht, weil viele Stimmen mir merkwürdig vorgekommen sind. Wenn man nicht hinschaut, könnte man glatt denken, man hätte das Original eingelegt.
Die Musik hat mich genervt, jetzt weiß ich auch, wieso mich die Musik in Sozial Network so genervt hat, war der selbe Komponist. Die Musik verspannt eher den Tinitus, als dass sie irgendwie zu Spannung beitragen würde.
Die Spannung, die ich auch irgendwie schmerzlich vermisst habe, genauso wie ich bei der Handlung irgendwie weniger mitgekommen bin, obwohl ich mir neulich erst die Millenium-Trilogie angeschaut habe. Hm.
Ein Hm von mir für die Cover-Version von Verblendung.

Fazit:

Ein RRR für den einvernehmlichen Film-Sex
Ein Hm für den Film
Rooney Mara wird weiter beobachtet.

Der Film bekommt einen Platz in meinem DVD Regal, auch wenn er die 10 Euro nicht wert war. Werd ihn mir aber nochmal anschauen müssen.
Merke: Brad Dourif für den KlausKinskiAward nominieren.

Eine bitter süße Wahrheit…

Eine bitter süße Wahrheit…

Hab am Wochenende eine witzige Geschichte gehört, die ich leider nur als Solche wiedergeben kann. Ob der Inhalt nun wissenschaftlich so stimmt oder ich ihn wissenschaftlich richtig wiedergebe, kann ich mit meinem baumschulärischen, halb fundierten Fachwissen leider nur ansatzweise bestätigen, geschweige denn erklären.

Also zur Geschichte. In der Uni, schätzungsweise in einer Chemievorlesung, kommt die These oder Feststellung auf, dass der Aufbau von Zucker und Sperma nahezu identisch sei. Worauf eine Studentin fragte, warum dann Sperma nicht süß schmecke. Dann begriff sie die Peinlichkeit ihrer Frage und verließ Hals über Kopf und roten Hauptes den Hörsaal. Der Dozent rief ihr noch hinterher, dass die Geschmacksrezeptoren für süß nicht im Rachen wären.

Jetzt habe ich mir ein paar Tage darüber Gedanken gemacht. Das Sperma aus verschieden Gründen nicht gut schmecken kann, sollten mittlerweile alle mitbekommen haben. Wozu der Konsum von Bier, Nikotin und Schweinefleisch wahrscheinlich die Hauptübeltäter sind und auch mit Zuhilfenahme von Ananas oder anderen Urban Legends kann da wohl kurzfristig auch keine Abhilfe geschafft werden, zumindest nicht, wenn man an der Ursache des schlechten Geschmackes nichts ändert. (Also, die Einnahme von Toast oder Pizza Hawaii bringt niemanden in kulinarische Ekstase!) Aber das nur so am Rande. (Mir ist noch dazu aufgefallen, dass zu viel Metall anscheinend auch zu einer Geschmacksbeeinträchtigung führen kann. Von der erhöhten Unfallgefahr mal ganz abgesehen.) Aber zu dem ganzen wissenschaftlichen Background müsste ich nochmal einen Chemiker konsultieren, der mich ein Wenig mehr in die Thematik einführt. Hm.

Wenn Einige oder Viele die bittere Pille im Rachenraum nicht schlucken wollen, wären auf dem Weg des Ausspuckens dann noch alle anderen Geschmacksrezeptoren von der Geschmacksverirrung betroffen. Also salzig, sauer und süß, die sich an den Seiten und am vorderen Teil der Zunge befinden. Wobei salzig und süß nahe beieinander liegen. (Muss unweigerlich an den Spruch denken: ‚Magst was Süßes? Kannst mir einen Blasen!Hab Zucker!‘ Das gibt dem Witz irgendwie eine neue Note!)

Erklärt auch, warum Pornodarstellerinnen immer so freundlich in die Kamera schauen, wenn ihnen die Soße aus dem Mund rinnt. Vorne an der Zungenspitze schmecken wir bekanntermaßen süß. Und in diesem Sinne…

Soviel zu dem Thema, ich kann mich nur immer und immer wieder wiederholen: Blasen für den Weltfrieden, meine Damen. Und das mit dem Schlucken, könnt ihr euch ja nochmal durch den Kopf gehen lassen.

Vom Futterneid und Fleischfetischismus…

Vom Futterneid und Fleischfetischismus…

Liebe Leser, wahrscheinlich habt ihr ja schon mitbekommen, dass ich eine aufgeschlossene Frohnatur sein kann und mir nur schwer das Maul verbieten lasse und nur ganz selten ein Blatt von den Mund nehme. Was mir meistens nicht gerade zum Vorteil gereicht. Das Vorurteil ist es doch, dass mir manchmal das Leben ein bisschen schwerer macht, als bei Denen die vielleicht öfter mal die Schnauze halten. Dabei hab ich doch tatsächlich eine sehr extreme moralapostolische Vorstellung von vielen Dingen, die andere Leute oft nicht so sehen wie ich, bis ich sie mit der Nase drauf stoße. Ich kann von mir behaupten, eine weiße und reine Weste zu haben, auch wenn man es mir nicht ansieht, wenn man mich nur vom sehen her kennt. Harte Schale, gerechter Kerl im weichen Kern (mit Bildungsauftrag!).

Aber ist es doch im Gemüt des Menschens so verankert, dass er die Wahrheit gar nicht hören möchte, vor allem nicht wenn es sich um den horizontalen Teil im Leben handelt. Da sind die Leute aber auch immer so empfindlich. Aber eigentlich ist es ja auch schön, wenn die Menschen noch empfindlich sind, so empfinden sie doch noch was, dass lässt mich in den meisten Fällen ja noch hoffen, dass die Einsicht irgendwann vielleicht von alleine kommt. Irgendwann. Hat bei mir ja auch sehr lange gebraucht. Und glücklich mit meiner Erkenntnis bin ich eigentlich auch nicht, weil meinem Forscherdrang anscheinend auch keiner gewachsen ist. Hm. So habe ich mich nun endgültig dazu durchgerungen, einige Worte aus meinem Wortschatz zu streichen und nur noch Termine zu vergeben. Dann wünsche ich mir nichts weiter als einen prallgefüllten Terminkalender, einen Dackel und die Aussicht auf einen Shortbus. Und ich wundere und ärgere mich auch nicht mehr darüber, wenn ich an die sexuellen Grenzen oder Unzulänglichkeiten anderer stoße. Weil sich darüber zu ärgern, macht nur graue Haare und Falten. Und ehrlich mal, ich hab für meinen Geschmack schon zu viele graue Haare. Aber, wo ich halt immer noch einen unglaublichen Hals kriege, wenn ich mir das unzulängliche und neidzerfressene Gelaber dummer Menschen anhören muss, aber das steht auf einem anderen Blatt. So, dass wollte ich schon lange mal gesagt haben. Wer sich angesprochen fühlt, ist selber schuld. Ich blogge schon seit Jahren keine so persönlichen Sachen mehr, die Letzten konnte man noch bei den Lokalisten lesen und genauso lange brodelt es in mir und ich überlege wie man das Schreiben kann, ohne den netteren Menschen auf die Füße zu treten. Also gibt es keinen Grund sich angesprochen zu fühlen und wenn, dann denkt mal drüber nach, warum!

So, jetzt zum eigentlichen Thema: Beim Grübeln begibt sich es, dass obwohl mich mein Forscherdrang eigentlich nach draußen treiben müsste, um die freud’schen Problemchen in den heimischen Schlafzimmern zu erkunden, es mich doch eher unter meine eigene Bettdecke zieht (Um nicht das zu tun, was ihr wieder denkt!) und mir genau diese über den Kopf zu ziehen, wo ich dann mit meinem Lavendelkissen, meinem Knuddeltier und meinem Laptop sitze und schreibe und mir zu manchen Sachen meinen Teil denke. (siehe oben!)

Nun begab es sich, dass ich doch nach langer Zeit mal wieder nach draußen ging, obwohl es da Laut und Voll sein würde. Aber dass ich da an die Grenzen meines Verstandes stoßen würde, hätte ich auch nicht gedacht.

Ich hatte ein opulentes Mahl und tolle Gespräche an diesem Abend. Bis sich mein Gegenüber ein 500gr. Steak bestellt hatte. Dabei habe ich mir erst mal nichts gedacht. Weil ich hatte ja schon gut gegessen und Hunger hatte ich eigentlich auch nicht mehr. Aber als die Schankmaid diesen unglaublichen Brocken gebratenen Fleisches mir vor die Nase stellte, war es um mich geschehen. Ich war verliebt und erregt zu gleich. Erregt in sofern, dass ich es nicht essen wollte, ich wollte es nur ansehen. Einfach nur ansehen. Diesen phantasmagorischen Fransen Fleisch. Mir flog ein Gedanke zu, eine Sekte zu gründen. Eine Sekte des Fleisches. Des phantasmagorischen Überfleisches. Wie es da auf dem Teller liegt und mir leise zu flüstert, um mich zu verführen, es zu verschlingen, obwohl ich mehr als satt war. Wenn ich das Wunderfleisch schon nicht essen wollte, dann sollte ich dabei zusehen, wie es vernascht wird und dabei unendliche Qualen erleiden.

Und als er ein Messer in das Stück Fleisch gestoßen hatte, war es endgültig um mich geschehen. Wie dieser Traum von einem Steak unter der Berührung mit dem blanken Stahls erbebte, fast konnte man das tote Fleisch erregt zucken sehen. Wie langsam der Saft heraus floss und sich über den Teller ergoss. Wie es sein fleischig rosa Innenleben seinem neuen Besitzer zeigte, um dann Stück für Stück zerteilt und genüsslich vernascht zu werden. Und den Futterneidigen dabei zuzusehen mit Fransen des saftigen Fleisches gefüttert zu werden. Wie sie mit großen Augen wie hungrige Raubvögel nach dem Essen schnappten. Wer braucht da noch Pornos.

Nicht nur an meinem Verstand zweifelnd, trieb es mich nach Hause und ich zog es vor mich wieder unter der heimische Bettdecke zu verkriechen, nur um in der Nacht aus meinen Träumen zu schrecken, weil ich dieses phantasmagorische Überfleisch nicht gekostet hatte. Ich hatte mir diesen Genuss selbst verwehrt, weil ich es nur anblicken wollte.

Wie wird es dann sein, wenn ich wieder an den Ort des Verlangens zurück kehre und mir das Objekt meiner Begierde bestelle und es mir dann langsam und genüsslich einverleibe.

Ich werde vielleicht davon berichten…

Drei und eine Axt – Teil 22

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 22

Hustend kamen Lamina und Ziska aus der Jurte gestürzt. Sie hielten sich aneinander fest und schwankten.

‚Was war das für ein Zeugs?‘ hustete Lamina.

‚Eingedickter Mohnsaft, wieso?‘ antwortete Ziska und grinste in die Runde.

‚Hast du da noch mehr davon?‘ frage Kejnen neugierig, der von seinem Fernglas neugierig aufgeblickt hatte. Ainur schnappte sich das Glas und blickte lächelnd hindurch.

‚Wenn wir im Winter völlig eingeschneit und kurz vor dem Verhungern sind, vielleicht.‘

‚Das Zeug hilft hervorragend gegen Schmerzen!‘ meinte Kejnen, hustete und fuhr fort. ‚Hab ich gehört!‘

‚Ich helfe auch hervorragend gegen Schmerzen?‘ meinte sie schnippisch.

Von der anderen Seite des Flusses konnte man den Khan rufen hören. Ainur hob die Hand und fing einfach an zu reden. ‚Also der Khan hat Kel gerade aus seiner Jurte gestiefelt. Könnt ihr verstehen, was er schreit?‘

‚Gib her, oder kannst du von Lippen lesen?‘ rief Kejnen und bemächtigte sich wieder seines Fernglases und plapperte gleich weiter. ‚Du bist nicht mehr mein Sohn!‘ Er machte eine Pause. ‚Und wartet, jetzt geht Orsolya dazwischen, ich kann aber ihr Gesicht nicht sehen. Oh, dass hätte sie vielleicht nicht machen sollen. Ich habe den Khan noch nie mit einem so roten Kopf gesehen. Er sagt: Kümmert euch lieber, um die Kinder und überlasst die Arbeit nicht den drei Huren da oben. Jetzt spuckt er drei mal auf den Boden und…‘ Man konnte einen Pfiff hören, sein Pferd kam angelaufen. ‚Er beleidigt deine eigene Sippe und du nimmst ihn immer noch in Schutz, sagt er und jetzt dreht sie sich in unsere Richtung und sagt: Und doch ist er dein Sohn und er ist verletzt. Damit ist das Gespräch für sie beendet. Der Khan, Elger, ein Paar von den Frauen kommen angeritten.‘

‚Das können wir selbst sehen, jetzt pack das Glas weg.‘ rief Vira.

‚Wollten wir nicht die Jurte abdecken?‘ fragte Ziska. ‚Dann sieht es nicht so aus, als wären wir neugierig. Würdest du nach Halef sehen, Lamina. Der Rauch dürfte sich verflogen haben.‘

Lamina öffnete vorsichtig die Jurtentür und blickte hinein. Halef lag noch genauso im Bett, wie sie ihn vorhin zurück gelassen hatte. Sie atmete nochmal tief ein und lief in die Jurte. Behutsam rückte sie die Decken zurecht. Er fror anscheinend immer noch. Eine der Decken war nass und sie versuchte sie irgendwie freizuwurschteln. ‚Bitte lass mir die Decke, ich hab nichts an.‘ flüsterte er ziemlich leise. Bis jetzt hatte sie die Luft angehalten, musste aber nun doch atmen.

‚Du hast da noch zwei Decken! Deine ist nass und meine wahrscheinlich auch. Ich will sie zum Trocknen aufhängen.‘ platzte es aus ihr heraus.

‚Ich hab aber nichts an!‘

‚Ja, ich hab dich ausgezogen!‘

‚Ich trauere noch!‘ flüsterte er und schloss die Augen.

‚Ich hab nicht hingeschaut!‘ log sie. Natürlich hatte sie hingeschaut.

Er öffnete die Augen, als wäre er gerade von einem Traum aufgeschreckte und blickte verstört unter die Decke. ‚Ich bin ja immer noch… nackt.‘

‚Warte, ich bringe dir was Trockenes zum Anziehen.‘ meinte sie, stand auf und lief kopfschüttelnd zu seiner Truhe.

‚Ja, bitte. Es ist keine gute Idee, wenn du neben mir sitzt, wenn ich nackt bin.‘

‚Keine Sorge, ich fühle mich nicht von dir belästigt.‘ meinte sie lächelnd und kam mit einer Tunika und einer Hose wieder zum Bett zurück. Er hatte die Decke zu seiner Körpermitte hin zusammengerafft und lächelte sie verstohlen an.

‚Komm, ich helf dir eine Tunika anzuziehen. Der Khan wird bestimmt mit dir sprechen wollen.‘

‚Ich kann jetzt nicht mit dem Khan reden!‘ meinte er und blickte nochmal unter die Decke. Sie hielt ihm die Tunika hin und schüttelte wieder den Kopf.

‚Da ist nichts, was der Khan morgens nicht auch hat.‘

‚Woher weißt du das?‘ schrie er fast, riss ihr die Tunika aus der Hand und hielt sie sich schützend vor den Körper.

‚Ein altes Sprichwort sagt, wenn morgens dem Manne…!‘ rezitierte sie.

Er lies die Tunika los und hielt ihr blitzschnell den Mund zu. ‚Ich kenne das Sprichwort und es ist nicht Morgens. Und…und woher kennst du solche Sprichworte.‘

‚Von deiner Tante und sie hat Mohnsaft angezündet und dir unter die Nase gehalten, damit du dich entspannst.‘

‚Aber das da kann doch nicht ihre Absicht gewesen sein. Oder?‘ rief er, dem Wahnsinn anheim fallend und blickte wieder völlig irre unter seine Decke.

‚Vielleicht liegt es ja auch an mir?‘ grinste Lamina. ‚Es ist doch nichts Schlimmes und glaub mir es geht wieder weg.‘

Er schüttelte den Kopf und stammelte: ‚Ziska wird mich nicht Holzhacken lassen.‘

Sie versuchte nicht zu lachen.

‚Komm, zieh wenigstens die Tunika an!‘ redete sie ihm gut zu. Mit zitternden Fingern zupfte er an dem Stoff, also half sie ihm dabei, die Tunika anzuziehen. ‚Und jetzt die Hose!‘

‚Aber das geht nicht…Ich…ich will dir nicht zu Nahe treten!‘ stammelte er.

Sie zog nur eine Augenbraue hoch und blickte ihn ernst an.

‚Bitte tritt mich nicht wieder, mir saust der Kopf immer noch!‘

‚Keine Sorge, ich darf dich heute nicht mehr treten!‘ meinte sie, stand wieder auf und griff nach dem Tee. ‚Komm, trink einen Schluck, ich bring dir nochmal was Wärmeres zu Trinken und du kannst in der Zeit deine Hose anziehen.‘ Sie half ihm etwas hoch und gab ihm gleich aus der Kanne zu Trinken. Dann küsste sie seine Stirn und ging nach draußen.

 

Draußen stand der Khan und Elger vor den Ziska und Vira und sie redeten. Wena half den Frauen die Kinder über den Fluss zu bringen, während Otar, Ainur und Kejnen begonnen, die Jurte abzuwickeln.

Ziska blickte auf: ‚Und…!‘

‚Ich glaub, er braucht ein wenig frische Luft.‘

‚Wenn die Männer so weiter machen, wird es gleich ziemlich frisch da drin.‘ meinte der Khan und lächelte sie an.

Lamina nickte dem Khan kurz zu und fuhr dann fort. ‚Ist noch Tee oder Suppe da? Er hat den ganzen Tag noch nichts gegessen.‘

‚Ich bring gleich was!‘ meinte Vira und drehte sich zum Feuer um.

Elger drehte sich zu den Männern um und entschuldigte sich wortlos. Er wollte sich irgendwie nützlich machen.

‚Ich geh mal rein und warn ihn mal vor, dass er gleich kein Dach mehr über den Kopf hat.‘ rief Lamina. Sie wollte ihm auch jede weitere Peinlichkeit ersparen.

Als sie die Jurte wieder betrat, saß er schwankend auf der Bettkante und versuchte mir zitternden Fingern seine Bruche zu zubinden. So weit sie das beurteilen konnte, hatte er sich wieder halbwegs beruhigt, es zeichnete sich aber immer noch eine deutliche Beule in seiner Hose ab. Lächeln kniete sie sich vor ihn und griff nach seinen Händen.

‚Komm ich helf dir.‘ flüsterte sie und zog seine Hose zu, machte einen einfachen Knoten und eine wunderschöne Schleife.

‚Ich…ich…!‘ seine Stimme brach. Er schluckte. Sie lächelte ihn an und legte einen Finger an den Mund. ‚Ich weiß! Ich dich auch!‘ Liebevoll half sie ihm sich hinzulegen. Dann hob sie seine Beine wieder aufs Bett und deckte ihn behutsam zu. ‚Die Männer wickeln schon die Jurte ab! Und der Khan wartet.‘

‚Vorsicht da drin!‘ konnte man Ainur von draußen rufen hören.

Der Khan kam mit Alur herein. Der Junge lies sich vom Khan zum Dachkreuz hinauf heben, wo Alur sämtliche Verknotungen löste. Und im Nu, stand nur noch das Holzgerüst da.

‚Können wir raus gehen, nicht dass mir noch was auf den Kopf fällt.‘ meinte Halef besorgt. Otar kam mit zwei Stangen in die Jurte und trug die Feuerstelle nach draußen, während Alur immer noch auf dem Dachkreuz saß und mit Ainur die Dachlatten durchzählte.

Lamina half Half hoch, zog ihm seinen Klappenmantel an und der Khan half ihr dabei, den Jungen raus zubringen.

‚Ich hoffe es war nicht Kel, der dich so zugerichtet hat.‘ fragte der Khan, als sie ihn auf Kejnens Stuhl gesetzt hatten.

‚Nein, das war mein Weibchen!‘

‚Hast du es verdient?‘

‚Teils, teils!‘

‚Ich hab schon vernommen, dass sie einen beeindruckenden Aufwärtsschlag haben soll.‘ meinte der Khan und blickte sich nach Lamina um, die wieder in der Jurte verschwunden war. Wo sie ihnen nun den Hintern zu streckte, um in der Kiste etwas zu suchen. ‚Bei der nächsten Zusammenkunft sollten wir sie kämpfen lassen. Das kann uns gutes Geld bringen, weil keiner auf ein süßes, kleines Mädchen setzt.‘

‚Ehrenwerter Khan…!‘ meinte Halef, wurde dann aber von Lamina unterbrochen, die mit einem Fell, einer Decke, seinen Schuhen und Socken aus der Jurte gekommen war und beide nun etwas ungehalten anfunkelte.

‚Bevor ich was Falsches sage, sage ich lieber nichts!‘ sammelte Halef und blickte Lamina verstohlen an.

‚Bei allem gebührenden Respekt, verehrter Khan, ich bin mir nicht sicher, ob die Leute dabei zusehen wollen, wie ein Kämpfer seine edelsten Teile verliert.‘ zischte Lamina und blickte den Khan wütend an.

‚Ich würd ihr glauben!‘ meinte Ziska, die gerade eine Schüssel mit Suppe an den Tisch brachte und sie vor Halef stellte.

‚Weiße Hexe, willst du deinem Khan nichts anbieten?‘

‚Ich bin mir nicht sicher, ob der Khan von unserem kargen Mahl kosten wollt.‘ erwiderte sie schlagfertig, drehte sich aber gleich wieder um und Vira stand schon mit einer weiteren Schüssel da.

Der Khan nahm neben Halef auf der Bank platz und wartete, bis er selbst seine Suppe bekommen hatte. Es wurde noch ein Krug mit Tee und ein paar Becher an den Tisch gestellt, während Lamina Halef die Socken anzog und ihn in die Decke wickelte.

‚Ich hoffe, der heutige Zwischenfall steht nicht zwischen uns Beiden, Halef Aidensohn?‘

‚Es ist alles gesagt worden, was gesagt werden musste. Höre ich diesseits des Flusses noch ein schändliches Wort aus seinem Munde, hetze ich die Hunde auf ihn.‘

‚Und was ist mit der anderen Seite des Flusses?‘

‚Das werden wir dann sehen.‘

‚Was ist mit dem Mädchen?‘

‚Wenn er sie nochmal anrührt, ist es mein Recht ihn in einem Zweikampf zu töten! Und dazu brauche ich meine Hunde nicht!‘

Der Khan war sichtlich schockiert von der Härte der Worte, die aus diesem Jungen drangen.

‚Es war die richtige Entscheidung dich zum Sippenführer zu machen, Halef! Du bist hart, aber gerecht!‘

Halef nickte nur und griff nach dem Löffel.

‚Und er ist genauso stur und zäh, wie sein alter Herr. Nur das mit dem Alter auch manchmal der Weitblick und die Weisheit kommt, die ihm leider im Moment gänzlich fehlt.‘

‚Das habt Ihr schön gesagt, mein Khan!‘ meinte Ziska und grinste. ‚Und nun esst Eure Suppe!‘

‚Die weiße Hexe hat einfach keinen Respekt vor mir!‘ grinste der Khan und lachte dann.

Published in: on 11. November 2012 at 18:25  Kommentar verfassen  
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‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 4

Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 4

Wieder im Hier und Jetzt:

Auch er konnte nicht aufhören an sie zu denken. Jeff schaute verträumt zu Yo. Sie machte ihn immer noch völlig wahnsinnig.

Auch Yo konnte ihren Blick nicht von ihm wenden. ‚Fred hau mir mal auf die Finger, ich habe schön wieder sündige Gedanken!‘ sagte sie.

‚Einmal hauen ist Gratis, ab dem zweiten Mal kost es aber extra!‘ meinte Fred und haute ihr einmal auf die Finger.

Währenddessen rannte Jeff fuchtelnd zum DJ. In dem Moment gingen die Baustrahler aus und die Spotlights gingen an. ‚Also sprach Zarathustra‘ dröhnte aus allen Boxen.

Fred strich Yo über die nackten Schultern, ihr lief es eiskalt den tätowierten Rücken runter und sie fröstelte. Die ersten Gäste kamen scheu, wie junges Wild, herein. In dem Moment mischte der DJ einen harten EBM-Sound hinzu.

‚Es ist einfach immer wieder geil!‘ schrie Yo, löste sich von Fred und kletterte auf den Tresen, um bei der ersten Performance mitzutanzen. Sie tippte mit ihren blauen Lackstiefeln den Takt mit und ihr blaues Lack- und Latexoutfit reflektierte die Diskolichter. Auf dem Tresen standen jetzt alle Barkeeper. Die Eröffnungssequenz klappte perfekt, dafür hatte sie alle ja schließlich die letzten 2 Wochen geprobt. Jeff hatte sie bei der Performance beobachtet. Yo war einfach der Hammer. Er überlegte schon seit Wochen, wie er die Sache mit ihr wieder gerade biegen könnte.

Rückblende

Vor 9 Wochen: Jeff verfolgte seine Verdächtigen in einen kleinen Privatclub in der Innenstadt. Er war im Dienst und hoffte inständig, dass ihn keiner erkannte. Und dass vor allem seine Tarnung nicht auffliegen würde. Seine Kollegen arbeiteten jetzt schon seit fast einem Jahr an diesem Fall. Der Staatsanwalt und sein Abteilungsleiter würden ihm den Arsch aufreißen, wenn er diesen Fall jetzt verbocken würde. Dafür hätte er sich nicht extra hierher versetzen lassen müssen, dass er jetzt versagen würde. Wenn seine Verdächtigen jetzt rauskriegen würden, dass er verdeckt gegen eigene Kollegen ermittelte, würde er bis zum Sankt Nimmerleinstag in dieser fürchterlichen, senffarbenen Uniform Streife laufen. Seine Verdächtigen gingen mit dem Clubbesitzer ins Hinterzimmer und kamen wenig später mit einem Koffer wieder heraus. Er hatte einige gute Fotos schießen können und funkte dann seine Kollegen an, die dann die Verfolgung aufnahmen. Ihm fiel ein Stein vom Herzen, sein Einsatz war für heute vorerst vorbei. Er wollte gerade gehen, als ein hochgewachsener Mann in einer Latexuniform auf die Bühne trat und eine Performance ankündigte. ‚Und hier ist die wunderbare Butterfly.‘ Alle klatschten. Die Performance-Künstlerin betrat die Bühne und das Lied Butterfly von Danyel Gérard beschallte den Club. Sie hatte eine rosa Perücke an und ansonsten konnte man erst mal nur riesige Schmetterlingsflügel sehen. Als die Dame sich umdrehte, blieb schier sein Herz stehen. Es war Yo. Sie hatte einen knappen Petticoat und ein brustfreies, rosa Stoffkorsett an. Ihre Nippel waren jeweils mit einer großen Blume abgeklebt. Sie flatterte über die Bühne, da kamen nackte zwei Typen mit einem riesigen Kescher bewaffnet. Sie fingen sie ein. Sie hing in dem Netz und ihre Peiniger rissen ihr den Petticoat vom Leib. Sie hatte natürlich nichts drunter, außer einer großen Blume, die sie auf ihr Schambein geklebt hatte. Die Menge jubelte. Er war irgendwie fasziniert, aber auch irgendwie eifersüchtig. Die beiden Naturfreunde rissen ihr die Flügel aus und ketteten ihre Arme mit Handschellen auf den Rücken. Sie wickelten das Netz des Keschers um ihren Körper und verschwanden mit den beiden Flügeln von der Bühne. Sie stolperte im Netz gefangen über die Bühne, fiel rückwärts über ihre eigenen Füße und stürzte kunstvoll zu Boden. Sie rollte sich aus dem Netz und kam auf dem Bauch zum Liegen. Dann schob sie ihre zusammengeketteten Arme über den Hintern, dabei streckte die ihren Prachtarsch nach oben und dem Publikum entgegen. Sie drehte sich, ließ sich auf ihren Hintern plumpsen und schwang sich mit dem Gesicht zum Publikum. Die Hände hatte sie mit samt den Handschellen schon vor ihre Beine gebracht. Sie zog ganz langsam die Beine mit den Armen hoch und nahm dann erst das eine Beine und dann dass andere Bein runter. Wie sie es geschafft hatte, dabei ihre langen Beine durch die zusammengeketteten Arme frei zu kriegen, war ihm völlig rätselhaft. Aber wie sie bei dieser Akrobatiknummer mit dem Mund den Handschellenschlüssel aus ihrem Korsett bekommen hatte, schien ihn förmlich um den Verstand zu bringen. Sie öffnete die Handschellen mit dem Schlüssel im Mund. Dann stand sie langsam auf. Zog erst die eine Blume und dann die andere Blume von ihren Nippeln und warf sie in die Menge. Dann drehte sie sich um, zog die Blume von ihrer Pussi und hob sie winkend hoch. Sie drehte sich mit verschränkten Beinen um und warf auch diese in die Menge. Die Menge johlte. Wie ein kleines Mädchen bedeckte sie ihre Scham mit den Händen, verbeugte sich noch ein paar mal und verschwand dann hinter der Bühne. Der Mann in der Latexuniform kam an Jeff vorbei und klappte ihm mit einer schwulen Handbewegung den Mund zu. Jeff hatte nicht bemerkt, dass er mit offenen Mund die Show verfolgt hatte. Die beiden Schmetterlingsfänger kamen vorbei und klopften dem Mann in der Uniform auf die Schulter: ‚Super Show, Herr General! Servus!‘

‚Ja, bis Morgen!‘ sagte der General. Die Beiden verschwanden in dem Raum hinter der Hintertür. Der General drückte Jeff einen gefalteten Flyer in die Hand und verschwand auch. Jeff öffnete den Flyer, eine Eintrittskarte fiel ihm beinahe heraus. An nächsten Samstag, war die erste Themenparty einer neuen Partyreihe mit neuer Lokation. Yo war wie Shirley Eaton in der Rolle der Jill Masterson aus 007 Goldfinger mit Gold überzogen und posierte als totes Goldgirl auf dem Flyer. Es war eine James-Bond-Party! Ein Funkspruch unterbrach seine Gedanken. ‚Bordsteinschwalbe an Zuhälter, bitte kommen!‘

In dem Moment als er aus dem Club hastete, kam Yo von hinter der Bühne in den Club stolziert. Sie war sich nicht sicher, ob er es war. Ihre Fans hielten sie aber dann eh auf, so dass sie ihm nicht nachgehen konnte.

‚Zuhälter an Bordsteinschwalbe?‘ funkte er zurück. Er trat auf die Straße, da sah er schon den zivilen Einsatzwagen am Ende der Straße stehen. Sein Kollege war als Stricher verkleidet. Ein Bild für Götter. Jeff ging zu ihm rüber. Da kam ein Freier auf seinen Kollegen zu und griff ihm an den Sack. Jeff schritt unbemerkt auf den Freier zu und griff ihm von Hinten zwischen die Beine. ‚Der Kleine ist heute schon versprochen!‘ Der Freier verschwand eingeschüchtert. Die Schiebetür des Lieferwagens öffnete sich einen Spalt und beide stiegen ins Auto, der Lieferwagen fuhr davon. ‚Oh, Mann. Da hast du mir aber echt den Arsch gerettet.‘ sagte der ‚Stricher‘Kollege zu Jeff. Jeff grinste kurz und fragte dann ernst: ‚Warum seit ihr schon wieder hier?‘

‚Die Verdächtigen sind nach Hause gefahren. Die Kollegen funken uns an, sobald sich da etwas tut.‘ sagte ein dritter Kollege. Der Lieferwagen war mit allerlei Technik ausgestattet. Jeff gab seinem Kollegen die Kamera.

‚Das wird dann wohl doch noch eine lange Nacht, oder?‘ meinte Jeff. ‚Meine Frau bringt mich um, wenn ich noch mal mitten in der Nacht in diesen Stricherklamotten heim komme.‘ jammerte der Kollege. Alle lachten. Das würde wohl wirklich eine lange Nacht werden. Jeff war ein Wenig angepisst, er würde viel lieber zurück in den Club und den kleinen Schmetterling solange poppen, bis sie wieder ‚Oh, Gott.‘ schreien würde.

Wieder im Hier und Jetzt:

Der General kam klatschend an die Theke, er war einer der Hauptsponsoren dieser Partyreihe. Der General hatte eigentlich immer eine Latexuniform an, deswegen auch der Name. Er hat einen Laden im Schwulenviertel für Fetischklamotten und Zubehör. Ja gut, er ist stiller Mitinhaber des hiesigen Fetischclubs und er macht zweimal im Jahr die Fetischmesse und er ist ein guter Freund vom Boss. Yo kannte ihn schon sehr lange und er war wie ein Vater für sie und ganz nebenbei war sie eigentlich seine Angestellte.

Sie war ursprünglich gelernte Krankenpflegerin und wurde damals eingestellt, als der Lebensgefährte des Generals schwer an Krebs erkrankte. Als es ihm immer schlechter ging, zog sie dann ins Gartenhäuschen des Generals, um immer da zu sein, wenn es nötig war. Sie hatte ihn 5 Jahre lang gepflegt. Als er dann starb, hat der General sie nicht mehr gehen lassen. Der Lebensgefährte des Generals war Maler und Bildhauer und nach seinem Tod wurde seine Galerie in eine Stiftung umgewandelt und dort arbeitet sie nun immer noch als ‚Mädchen für alles‘ sagte sie immer und der General sagte immer, sie sei die Geschäftsführerin.

Aber dies waren so Dinge, die fast niemand über sie wusste, sie war halt des ‚Model‘ vom General und lebt in seinem Haus. Da kann man sich ja ausmalen, was der Volksmund so tratscht. Wenn jemand fragt, ist sie die Haushälterin, mehr nicht.

‚Eine Bloody Mary, Herr General!‘ sagte Yo und servierte mit einer Hand eine Bloody Mary und mit der anderen Hand salutierte sie. Ihre Perücke verrutschte schon wieder. Fred warf ihr eine Rolle beidseitiges Klebeband zu und meinte: ‚Jetzt kleb dir den Fummel endlich fest, des kann ja kein Mensch mitansehen!‘

Sie ging schnell ins Lager. Als sie durch die Tür ging, zog sie sich die Perücke vom Kopf und ihre ganzes Tattoo und ihr spärliches Haupthaar kam zum Vorschein.

Einen Moment später kam sie wieder lächelnd durch die Tür, mit einer perfekt sitzenden Perücke.

Jeff kam wieder zum Tresen und klopfte dem General auf die Schulter: ‚Es waren wieder viele Normalos bei Ihnen im Laden, wie ich sehe!‘

‚Ein Wasser für den Herrn Wirtschaftsingenieur!‘ und Yo servierte Jeff seinen Drink. Jeff war immer noch stinkig wegen vorhin und sagte dann aber ganz ruhig: ‚Wenn du nicht so eine gute Keeperin wärst!‘ Er kuckte sie eindringlich an und atmete schwer. Es war fast ein Seufzer.

Alpenroadmovie 11

Alpenroadmovie 11

Donnerstag, 16.08.2012, 22.00 Uhr

Ein Parkplatz irgendwo am Lago del Coghinas, Sardinien.

‚Bambi, wir können es doch nicht im Auto machen, die Leute schauen uns zu.‘ flüsterte Blume, als er ihr das Kleid hochschob.

‚Ich habe nichts zu verlieren! Und was für Leute überhaupt. Wir parken Irgendwo im Nirgendwo.‘ säuselte er ihr ins Ohr und küsste ihren Hals.

‚Bitte nicht, Bambi! Nicht hier!‘

‚Du bist in einen italienischen Auto, die beschlagen ziemlich schnell.‘

Sie versuchte sich aus seinem Griff zu entwinden.

‚Ich mache es mit dir auch am See!‘

‚Und da fressen uns die Mücken!‘ rief sie angewidert

‚Dann müssen wir wohl oder übel doch hier bleiben!‘ flüsterte er und zog ihr Höschen aus. Als er seine Finger in ihrer Muschi vergrub, wehrte sie sich nicht mehr dagegen, stattdessen öffnete sie hastig seine Hose.

‚Bambi, du hast echt einen schlechten Einfluss auf mich!‘ stöhnte sie ihm ins Ohr, als sie seinen Schwanz hervor holte, der bereits steif war.

‚Es tut mir leid. Ich kann nichts dafür. Du weißt doch, er hat seinen eigenen Kopf.‘ stöhnte er ihr zu und entzog ihr seinen Schwanz, um ihn wenig später ganz langsam in sie hinein gleiten zu lassen. Sie stöhnte auf und schloss die Augen. Er fickte sie so schnell es seine Verletzung erlaubte.

Kurz bevor er kam, fuhr ein Auto von der Straße ab und parkte ein Stück neben ihnen. Hastig verschloss er ihren Mund mit einem Kuss, damit sie nicht so laut Stöhnen konnte. Er hielt inne und suchte nach seiner Waffe. Ein beleibter Mann mit einem Sonnenhut auf dem Kopf stieg aus, ging ein Stück und pinkelte dann gegen einen Busch. Er hatte eine kurze Hose, ein Bermudahemd, weiße Tennissocken und Birkenstocksandalen an. Als der Wildpinkler fertig war, bemerkte er die Beiden, lief auf ihr Auto zu und klopfte an die Fensterscheibe und schrie laut: ‚Sodom und Gomorrha! Nehmts eich a Zimmer!‘

‚Vaffanculo!‘ schrie Enzo und fuchtelte zum Glück nicht mit seiner Waffe, sondern nur mit beiden Händen. Der typisch deutsche Urlauber stieg schimpfend in seinen Wagen und hinterließ nichts als eine Staubwolke.

Dessen ungeachtet, aber ein bisschen aggressiver, als noch wenige Momente zuvor, brachte Enzo zu Ende, was er begonnen hatte. Erschöpft kam er auf ihr zu liegen und grinste sie verstohlen an. Blume keuchte ihm entgegen. ‚Du bist ein Schuft! Was sollen nur die Leute von uns denken?‘

‚Du hast es doch gehört, Sodom und Gomorrha!‘

‚Vielleicht sollten wir doch zum See gehen!‘

‚Vielleicht sollten wir das Auto irgendwo parken, wo es nicht so auf dem Präsentierteller ist.‘ meinte Enzo, küsste sie flüchtig, zog seine Hose hoch und stieg aus, um gleich wieder am Fahrersitz Platz zu nehmen. Blume wurde ganz schön durch gerüttelt, als er vom Parkplatz auf einen Feldweg fuhr.

‚Perfekt!‘ rief er und hielt den Wagen.  Schau mal!‘

Blume blickte nach vorne aus der Windschutzscheibe und sah einen atemberaubenden Sternenhimmel über dem See.

‚Komm, lass uns zum Wasser runter gehen!‘ meinte er.

Sie allerdings hörte ihm gar nicht zu, weil sie ihr Handtuch suchte. Sie hatte doch extra Eines gekauft. Als sie es endlich gefunden hatte, rief sie ganz aufgeregt: ‚Komm lass uns Schwimmen gehen.‘

‚Jetzt!‘

‚Wann dann?‘ rief sie und stieg aus dem Auto. Er griff nach einer Decke und nach dem Flachmann, den sie für alle Fälle auch in diesem Auto unter den Sitz gelegt hatte und folgte ihr. Als er am Ufer angekommen war, hatte sie ihr Kleid schon ausgezogen und war bereits plantschend ins Wasser gesprungen. Er zog sich aus und watete ins Wasser, aber nur soweit, dass seine Verletzung nicht mit dem Wasser in Berührung kam.

‚Schwimm nicht so weit raus! Ich kann nicht weiter rein!‘

Irgendwann schwamm sie wieder zurück und kam zu ihm. ‚Kannst du nicht schwimmen?‘

‚Ich bin auf einer Insel aufgewachsen, natürlich kann ich schwimmen!‘ meinte er und deutete auf seine Wunde.

‚Ein bisschen nass kannst du sie schon machen. Ich verpflaster dich wieder, wenn wir draußen sind.‘ Sie stand vor ihm auf und umarmte ihn. Als sie sich küssten, bemerkte sie, dass sich sein Schwanz schon wieder bemerkbar machte.

‚Schon wieder!‘ flüsterte sie und drückte ihren nackten Körper an den Seinen.

Er zuckte nur mit den Schultern: ‚Tut mir leid, du weißt ja…!‘ Dann blickte er nach unten. ‚Benimm dich mal, so kenn ich dich ja gar nicht!‘

Beide mussten lachen, dann küssten sie sich wieder und stolperten zum Ufer zurück. Auf der Decke kamen sie etwas abrupt zum Liegen. Und diesmal war es ihr egal, ob sie nun beobachtet wurden oder nicht. Oder was irgendwelche Leute dachten, die gar nicht da waren.

Fortsetzung folgt in Manchmal kommt es anders… Killer 8! Es lohnt sich!

Drei und eine Axt – Teil 21

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 21

‚Kaum einen Tag Sippenführer und schon liegt er faul in der Sonne, während alle anderen schuften.‘ rief Kel, der gerade mit ein paar seiner Brüder über den Fluss geritten kam. Sie wollten wohl die Kinder holen. Lamina blickte auf und funkelte ihn wütend an. Kel hatte sein Pferd gestoppt und hustete wieder ein: ‚Hure!‘ hervor.

Halef wollte schon aufspringen, doch Lamina war schneller, hielt ihn damit zurück und rief: ‚Bei allem gebührenden Respekt!‘ Sie ging näher an den Gaul heran, packte sich die Zügel und flüsterte: ‚Komm von dem Gaul runter und sag es mir ins Gesicht.‘

Er stieg vom Gaul und meinte nochmal lautstark: ‚Du bist eine Hure und du beschmutzt den Namen meiner Sippe.‘ Halef versuchte taumelnd aufzustehen. Doch Lamina war wieder schneller, sie holte aus und streckte den um zwei Köpfe größeren Kel mit einem Schlag nieder. Dann sprang sie auf ihn und kniete sich auf seine Kehle. ‚Wenn ich eine Hure bin, dann versuch mich anzuspucken.‘

Kel lief Blut aus der Nase, er röchelte und versuchte sich zu wehren. Sie rangelten miteinander, Lamina stürzte von ihm herunter, Kel setzte ihr nach und holte zu einem Schlag aus. Halef ging dazwischen, er kugelte Kel dabei halb den Arm aus, und schrie: ‚Wage es nicht die Hand gegen meine Frau zu erheben. Und wenn ich dein Husten noch einmal auf meiner Seite des Flusses höre, hetzte ich die Hunde auf dich.‘

Die restlichen Reiter waren von den Pferden gesprungen und Vira, Ainur und Otar kamen angerannt. Ziska und Kejnen kamen langsam hinterher.

‚Eine Sippe voller Huren hast du da, Halef Hurensohn!‘ spie Kel heraus. Blut und Spucke flog Halef ins Gesicht. Ainur musste Vira zurück halten. Man konnte die Adern auf ihrer Stirn pochen sehen. Ainur krempelte seine Ärmel hoch und legte seinen Gürtel ab. Für diesen Wicht bräuchte er keine Waffen. Als Ainur einen Schritt auf die Beiden zugehen wollte, hielt Elger Ainur zurück und machte selber ein paar Schritte nach vorne. Halef zog Kel an einem Arm hoch, gab ihn einen Tritt in seine edelsten Teile. Kel stürzte in den Fluss und Halef stürmte hinterher. Kel kassierte einige Schläge bis er seinen Dolch zog. Im gleichen Moment kamen die beiden Hunde angesprungen und Róka biss Kel in die Hand, so dass dieser den Dolch ins Wasser fallen lies und Nyúl packte ihn in die Schulter und zerrte ihn weiter ins Wasser. Halef taumelte zurück und Elger half ihm hoch. ‚Würdest du deine Hunde zurück pfeifen, er soll vor Vater nochmal wiederholen, was er gerade gesagt hat.‘

‚Die wollen nur spielen!‘ zischte Halef, spuckte eine Ladung Blut auf den Boden und ging. Er packte Lamina an der Hand und zog sie mit sich. Als er kurz vor der Jurtentür war, pfiff er erst nach seinen Hunden.

Die Hunde ließen nach dem Pfiff sofort von Kel ab und seine Brüder ritten in den Fluss, um ihn heraus zu fischen. Ziska lief ins Wasser, bückte sich und zog den Dolch aus dem Wasser und rannte auf Kel zu. ‚Kel, du schwarzes Schaf, deine Schmerzensschreie werden noch bis zum Vollmond jede Nacht erklingen, dann erst wird die weiße Hure über den Fluss kommen und dich heilen. Du wirst es erdulden müssen von einer Hure geheilt zu werden und du wirst jede darauffolgenden Nacht schreiend aus deinen Träumen erwachen, weil dich mein Gesicht verfolgen wird, jedes Mal wenn du die Augen schließt.‘ Sie spuckte ins Wasser, lachte schrecklich und watete weiter auf Kel zu. Dann schnitt sie sich in den Arm und bespritzte ihn mit ihrem Blut. Zu guter Letzt beschmierte sie sich selbst mit ihrem Blut voll und schrie lachend, wie eine Wahnsinnige, genauso lange, bis der Wahnsinn auf Kel übersprang. Kel schrie und seine Augen traten hervor. Sie zwinkerte Elger zu, der sein Pferd langsam an ihr vorbei durch den Fluss leitete, dann tauchte sie unter und schwamm ans Ufer zurück. Als sie aus dem Wasser kam, konnte sie gerade noch sehen, wie Halef vor der Jurte zusammenbrach. Wena kam angerannt und schrie: ‚Und was ist mit den Kindern?‘

Elger drehte sich nochmal um und blickte seine Schwester an und rief: ‚Ich schick dir die Frauen, geliebte Schwester!‘ Er lächelte tatsächlich und preschte zu den Khansjurten hinüber. Seinen Brüdern überließ er den schreienden Kel zurück zu bringen.

‚Was war denn überhaupt los?‘ fragte Wena und blickte in die Runde, während Ziska schon wieder nach oben rennen wollte. Otar blickte seine Frau ernst an und schüttelte den Kopf. Ainur übernahm das Wort. ‚Ich gebe nur die Worte wieder, die ich eben aus dem Munde des Kel hörte: Eine Sippe voller Huren hast du da, Halef Hurensohn!‘

‚Ich habe Mutter immer davor gewarnt, ihn zu sehr zu verhätscheln. Sie hätte ihn doch nach seiner Geburt den Hunden zum Fraß geben sollen und an seiner statt die Nachgeburt aufziehen.‘ meinte sie, spie dreimal auf den Boden und ging wieder hoch zu den Kindern.

‚Langsam gefällts mir hier, Kejnen.‘ meinte Ainur grinste dreckig und nahm Vira in den Arm.

‚Das Mädchen hat wirklich einen sehr beeindruckenden rechten Aufwärtsschlag!‘ meinte Kejnen und humpelte los.

‚Der Fluch von Ziska war auch sehr beeindruckend, ich habs ihr fast geglaubt.‘ meinte Vira und schüttelte den Kopf. ‚Die weiße Hure kommt über den Fluss…zzz… und das in der Trauerzeit!‘

‚Und ich dachte ich wäre der Verrückte hier.‘ rief Otar und eilte seiner Frau hinterher.

‚Nein, lieber Otar, verrückt sind wir alle, manchmal mehr und manchmal weniger!‘ meinte Vira und lief auch zu den Jurten hoch.

‚Kejnen, ob es auffällt, wenn wir einfach abhauen, ich will mein Ohr an der Khansjurte reiben und Mäuschen spielen.‘

‚Den Khan wird man bis über den Fluss hören, wenn er das erfährt.‘ rief Otar laut, so dass es jeder am Hof hören könnte.

Währenddessen vor der Jurte. Als Halef nach seinen Hunden gepfiffen hatte, musste er sich schon gegen den Türrahmen stützen. Ihm war schwindlig und er hatte das Gefühl als würden kleine Vöglein um seinen Kopf schwirren.

‚Du musst sie belohnen, wenn sie kommen!‘ stammelte er undlies sich am Türrahmen herab gleiten. Er setzte sich mit letzter Kraft auf die Türschwelle. Sein ganzer Körper zitterte und er hatte seine Beine nicht mehr unter Kontrolle. Lamina schaute ihn einfach nur an und schüttelte den Kopf. ‚Komm steh wieder auf. Ich bring dich rein, du bist pitschnass.‘ Als sie ihm hoch helfen wollte, stürzte er ihr entgegen und stammelte: ‚Ein schlagfertiges Weibchen hab ich da gefunden für mein Rudel.‘

‚Du redest wirres Zeug, mein Lieber!‘ flüsterte sie und versuchte ihn festzuhalten und nicht unter seinem Gewicht zusammen zu brechen.

Er war aber so nass und glitschig, dass sie ihn nicht halten konnte und er fiel einfach kerzengerade um. Die Hunde waren bereits angekommen und leckten an seinen Händen.

‚Brav, das hab ihr gut gemacht.‘ sabbelte er, während Lamina ihn umzudrehen versuchte. Alur kam angelaufen und half Lamina Halef in die Jurte zu zerren. Ziska war auch schon bei ihnen angekommen, Wasser und Blut tropfte von ihrem Kleid. Sie rief dem jungen Alur zu: ‚Junge, wirf noch ein paar Scheite ins Feuer. Lauf dann zu deiner Mutter, ich brauch heißes Wasser. Oder heißen Tee, oder beides.‘ Dann half sie Lamina dabei ihn aufs Bett zu hieven. ‚Zieh ihm die nassen Sachen aus, ich muss mir erst mal selber was Trockenes anziehen.‘

‚Du kannst mich nicht ausziehen, ich trauere noch.‘ lallte Halef und wehrte sich gegen Laminas Versuche, ihm die nassen Sachen auszuziehen.

Ziska versuchte sich gerade aus ihrem nassen Unterkleid zu zwängen und rief durch den nassen Stoff. ‚Wie oft hast du ihm gestern auf den Kopf geschlagen?‘

‚Zweimal, wieso?‘

Nun konnte man Ziska nur noch fluchen hören. Sie hatte sich in ihrem nassen Kleid verklemmt.

Lamina lies Halef los, wickelte ihn trotz seinen nassen Klamotten in eine Decke und lies ihn auf dem Bett liegen.

‚Verlass mich nicht, Lamina! Bitte!‘ jammerte er.

Vira öffnete die Tür und hatte eine Kanne mit Tee in der Hand und zwei Becher unter den Arm geklemmt. Ihr bot sich wirklich ein seltsames Bild. Ziska steckte im Kleid fest und Lamina versuchte ihr aus dem Kleid zu helfen, während ihr Sohn gerade vom Bett gefallen war und auf Knien darum bettelte, das Lamina ihn nicht verlassen durfte. ‚Was treib ihr denn hier?‘

‚Hilf mir lieber!‘ rief Ziska, die immer noch im Kleid feststeckte.

Sie stellte die Kanne und Becher ab, half ihrem Sohn sich wieder aufzusetzen und zog ihm die nasse Tunika aus. ‚Zieh die Bruche aus, Junge!‘

‚Ich kann mich nicht vor ihr ausziehen, ich trauere noch!‘

‚Mach doch was du willst und jammere nicht wenn du dich verkühlst. Das tut dir mehr weh, als mir, mein Sohn!‘

Mit zitternden Fingern nestelte er an seiner Hose herum und versuchte sich weiter auszuziehen. Vira war bereits dabei Lamina zur Hand zu gehen. ‚Warum musst du denn auch immer so enge Kleider tragen?‘ rief Vira.

‚Weil ich sonst fett aussehe!‘ rief Ziska.

‚Du bist nicht fett, du bist ein Klappergestell mit riesigen Brüsten. Irgendwann brichst du einfach in der Mitte durch, wenn du nicht mehr isst.‘ zeterte Vira weiter, griff ihr dabei an die Brust und schon war Ziska von ihrem Kleid befreit. Lamina hatte bereits ein Tuch geholt und wickelte sie hinein.

Halef saß mit gesenktem Kopf noch immer an der Bettkante. Blut tropfte wieder aus seiner Nase. Lamina konnte ihn schwanken sehen. Bevor er wieder vom Bett stürzte, fing sie ihn auf und legte ihn aufs Bett. Mittlerweile war er so benommen, dass er sich auch nicht mehr dagegen wehrte und sie konnte ihm die nasse Bruche ausziehen. Sie versuchte gleichzeitig ihm ein sauberes Tuch unter die Nase zu halten und ihn irgendwie zuzudecken. Doch er drehte sich auf die Seite, klemmte die Decke zwischen seine Beine und wurde bewusstlos.

Ziska stand schon neben ihr und blickte sie milde an. ‚Lamina hol schon mal nen Eimer und Vira hast du noch ein paar trockene Decken, hier ist alles nass?‘

Lamina lief aus der Jurte und Ziska öffnete ihm wieder die Augen und blickte hinein. Mit einem Seufzen auf den Lippen, rieb sie ihre Hände, atmete tief durch und berührte seinen Kopf. Er bäumte sich auf und begann zu würgen. Lamina hörte die Würgegeräusche und eilte mit dem Eimer in der Hand wieder in die Jurte.

Und im nächsten Moment hatte sie ihm kurzerhand den Eimer unter den Kopf geschoben und er spie eine Ladung Wasser hervor. Zitternd umklammerte er den Eimer und würgte, während Lamina ihm seine Haare aus dem Gesicht strich, damit sie nicht in den Eimer hingen. Irgendwann brach er zusammen und der Eimer glitt ihm aus der Hand. Lamina stellte ihn neben das Bett und wischt ihm den Mund ab. Schon schreckte er wieder hoch und klammerte sich panisch an Lamina fest.

‚Schon gut, wir sind ja alle da!‘ flüstere sie und grinste beschämt. Ihm war die Decke nun gänzlich vom Körper gerutscht. Liebevoll zog sie langsam die nasse Decke über seinen zitternden Körper.

‚Es tut mir leid, ich will dir nicht zu Nahe treten!‘ meinte er und versuchte sich ebenfalls krampfhaft zuzudecken.

‚Ist schon gut, beruhige dich erst mal.‘ flüsterte sie heiser. Sein Körper bebte unter ihr und er krümmte sich und begann wieder zu würgen.

‚Da kann doch schon gar nichts mehr drin sein?‘ meinte Lamina zu ihm und streichelte ihm über den Nacken.

‚Es hat aufgehört zu bluten!‘ meinte Ziska kurz und ging zum Feuer und zündete irgendetwas an. Vira brachte ein paar Decken und verschwand gleich wieder. ‚Tut mir leid, ich kann anderen Menschen einfach nicht beim Kotzen zusehen, ohne selbst…!‘ Sie beendete den Satz mit einem Würgen und ging rücklings aus der Jurte.

‚Lamina halt mal die Luft an!‘ rief Ziska und kam mit etwas Rauchenden wieder zum Bett getreten. Lamina hatte gerade die beiden Decken genommen und wollte ihn zudecken. Selbst die Luft anhaltend wedelte Ziska den Rauch in sein Gesicht. Langsam beruhigte sich sein Körper und er glitt in einen ruhigen Schlaf über.

Published in: on 7. November 2012 at 22:12  Kommentar verfassen  
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‘Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 3

Warum denn so ernst, schöner Mann?’ Teil 3

Im Hier und Jetzt:

Zum Träumen hatte sie jetzt keine Zeit, aber sie dachte immer wieder an ihn, vor allem seit dem sie ihn jetzt ständig um sich hatte, ohne mit ihm zu ficken. Sie wusste nicht recht, ob sie sauer sein sollte, oder ob sie vielleicht irgendwas falsch gemacht hatte. Viel geredet hatten sie ja schließlich nicht, ihre Beziehung war eigentlich mehr körperlich.

‚Sag doch gleich, Spießerschwein!‘ meinte Jeff und blickte sie an. Nicht wütend. Nein, er blickte sie mit seinem Hundeblick an. Das machte sie mittlerweile einfach nur noch sauer. Sie tippte auf die Digitalanzeige der Kasse und sagte dann, so cool wie es ihr im Moment möglich war, zu ihm: ‚Für Komplimente haben wir leider keine Zeit mehr!‘ Und zeigte mit einem Eispickel zur Tür, in der Hoffnung, dass er das Zittern in ihrer Stimme nicht bemerkt hatte. Die Werkstore glitten quietschend auf. Jeff sprang mit einem Satz über den Tresen und lief zu den Gogogirls, um sie anzutreiben. Und einen geilen Arsch hatte er, so kann sie ihn ja nie vergessen, wenn er die ganze Zeit in so geilen Klamotten vor ihr herum springt. Er hatte doch allen Ernstes ein Original Han Solo Outfit an. Und Han Solo mit Glatze… Ihre Gedanken machten einen Hypersprung… Han Solo schießt immer zu erst… Mensch Yo, jetzt hör auf zu träumen, dachte sie sich und schon war es zu spät. Ihr Kopfkino ging wieder los.

Rückblende

Vor 10 Wochen: Sie hatte einen Auftritt auf einer ziemlich öden privaten Fetischparty gehabt. Heute war ihr Iro pink und sie hatte passend zu ihren Haaren, ein knappes, pinkes Lackoutfit mit Korsett gewählt. Sie hatte Stiefel an, die bis über die Knie reichten. Heute hatte sie auf sämtliches Untendrunter verzichtet. Also keine Strapse heute. Nach der Show wollte sie noch auf einen Absacker in eine andere Kneipe gehen. Sie war zu aufgedreht um Nachhause zu gehen. Sie kämpfte sich durch eine unglaubliche Menschenmenge an die Bar. Der Barkeeper kannte sie und stellte ihr völlig selbstverständlich einen Wodka-Redbull hin. Sie drängelte sich neben einen Typen, der sich gleich zu ihr umdrehte. Er schaute sie erst ernst an. Aber als er sie erkannte, lächelte er über beide Ohren. Der Typ von letzter Woche. Die geile Drecksau. Der Schotte mit dem perfekten Schwanz.

Sie grinste ihn an: ‚Schon wieder so ernst, schöner Mann?‘ Beide lachten. Er hatte eine zerrissenen Jeans an und ein schwarzes Hemd, die Ärmel hatte er aufgekrempelt. Und er trank schon wieder nur Wasser. Sie streckte ihm ihre Hand entgegen und sagte: ‚Ich bin übrigens Yo und du?‘

Er gab ihr die Hand und schüttelte sie.

‚Oh, ja!‘ stotterte er. ‚Yo, nur Yo?‘

Er räusperte sich und fuhr fort: ‚Ich bin Jeff!‘

Dann wurde ihm gewahr, dass er immer noch ihre Hand hielt, also küsste er sie. Sie rückte näher an ihn ran und legte die andere Hand auf seinen Oberschenkel.

‚Hast du heute noch was vor?‘ Ihre Hand wanderte in seinen Schritt.

‚Jetzt schon!‘ erwiderte er und zuckte fast unmerklich zusammen. Sie rieb ihre Hand an seinem Schwanz, der innerhalb weniger Momente hart wurde.

‚Ich freu mich auch dich zu sehen!‘ flüsterte sie ihm ins Ohr. Dann küssten sie sich. Sie tranken ihre Drinks aus und gingen aus der Bar. Er rief ein Taxi.

‚Zu mir?!‘

Sie nickte.

Im Taxi ging es schon zur Sache. Er hatte seine Finger unter ihrem Lackrock und sie hatte die Hand in seiner Hose. Sie küssten sich, als gäbe es keinen Morgen. Am Liebsten würde er sie noch im Taxi ficken. Er begnügte sich damit, es ihr vorerst nur mit den Fingern zu besorgen. Als sie laut zu stöhnen begann, unterbrach sie der Taxifahrer: ‚Wir sind da!‘

Jeff zahlte und schleifte sie aus dem Taxi zur Haustür. Als er die Tür aufschloss hatte er die Finger immer noch unter ihrem Rock. Diesmal war ihm alles egal. Er stolperte mit ihr über die Türschwelle und nahm sie gleich auf den Stufen. Sie war ganz verwundert, wie er so schnell den Gummi auf seinen Schwanz bekommen hatte. Er fickte sie quasi die Stufen hinauf. Als er sie gegen seine Wohnungstür donnerte, kam er mit einem lauten Schrei. Sie hatte ihre bestiefelten Beine um ihn geschlungen. Die Jeans war ihm bis auf die Knie herunter gerutscht. Als er ausgeschnauft hatte, sperrte er die Tür auf. Sein Schwanz steckte noch in ihr, als er mit ihr durch die Tür stolperte. Er ging rückwärts und schloss mit seinem Rücken die Tür. Er hielt mit einer Hand das Kondom fest und ließ sie dann herabgleiten.

‚Ich verschwind mal schnell im Bad. Du findest allein aufs Sofa?‘ sagte er und lächelte sie verschmitzt an.

‚Hast du kein Bett?‘

Er zog sich das Gummi vom Schwanz, knotete es geschickt zu und meinte nur kurz: ‚Dazu kommen wir später!‘ Er zog die Hose nur soweit hoch, dass er laufen konnte und verschwand im Bad. Sie trottete ins Wohnzimmer und machte es sich auf dem Sofa bequem. Ihr Danke aus Kondomen von letzter Woche lag noch auf dem Wohnzimmertisch und das Sofa, war immer noch umgeklappt. Irgendwie fand sie das süß. Wenig später streckte Jeff den Kopf durch die Tür: ‚Whiskey?‘

‚Aber immer doch!‘ antwortete sie freudig.

Jeff kam mit zwei Gläsern und einer Schüssel mit Eiswürfeln ins Wohnzimmer geschritten, er hatte nur ein Handtuch um die Hüften geschlungen. Er stellte alles auf dem Wohnzimmertisch ab, ging zu einem Schrank und öffnete ihn. Dahinter verbarg sich eine sehr gut sortierte Hausbar.

‚Irgendwelche Vorlieben?‘ fragte er.

Sie grinste ihn fragend an: ‚Einen milden Single Malt?‘

Er kam mit einer Flasche Glenfiddich zurück ans Sofa, schob das Eis beiseite und nahm die beiden Gläser mit aufs Sofa. Yo nahm ihm die Gläser ab, er goss ein. Dann stellte er die Flasche ab. Sie konnte auf der Flasche eine 18 erkennen. Er nahm ihr ein Glas ab und prostete ihr zu: ‚Slàinte!‘

‚Slàinte!‘ sagte sie grinsend und trank. Er trank auch. Sie stellte ihr Glas auf den Tisch und kroch auf dem Sofa zu ihm rüber.

Sie zog das Handtuch mit den Zähnen von seinen Hüften und fuhr mit beiden Händen seine Oberschenkel hoch. Sein erschlaffter Penis lag vor ihr. Sie nahm ihn sachte in den Mund und saugte daran. Im Nu richtete sich sein Schwanz zur vollen Größe auf. Sie umspielte seine Hoden und seinen Schaft mit den Händen und saugte weiter an seinem Schwengel. Er stellte sein Glas zitternd am Boden ab und strich ihr behutsam über den Rücken. Jeff zog die Schleife an der Schnürung ihres Korsetts auf. Sie bewegte sich, immer noch mit seinem Schwanz im Mund, unter ihrem Korsett hin und her, damit sich die Schnürung etwas lockerte. Dann zog er langsam den Reißverschluss ihres Lackrocks auf. Sie ließ von seinem Schwanz ab und richtete sich auf. Mit einer geschickten Handbewegung öffnete sie ihr Korsett. Ihre Büste wippten in ihre natürliche Stellung zurück und gleichzeitig stellten sich ihre Nippel auf. Er setzte sich auf und drängte sie auf den Rücken. Er küsste ihre Brüste und wanderte dann mit der Zunge zu ihrem Mund. Dann wanderte er wieder herab. Er zog ihren Rock nach oben und leckte an ihrem Schambein entlang, er saugte an ihren Schamlippen. Mit beiden Händen knetete er ihre Brüste. Er saugte und biss. Bevor er seine Hand zur Hilfe nahm, krallte er sich ein paar Eiswürfel. Sie stöhnte leise auf, als er ihr einen Eiswürfel nach dem anderen einführte. Sie angelte nach ihrem Glas, nahm sich einen Schluck und goss den Rest über ihr Schambein. Er leckte genüsslich den Whiskey von ihrem Körper und saugte an ihrer Muschi. Mit den Fingern bewegte er die schmelzenden Eiswürfel in ihrer Möse. Er ließ mit dem Mund von ihr ab und leckte ihr über ihren Körper, biss ihr in die Brustwarzen und endete mit einem heftigen Zungenkuss. Mit den Fingern penetrierte er sie weiter. Sie hatte sich ein Kondom vom Wohnzimmertisch geangelt und hielt es ihm vor die Nase und flüsterte: ‚Zieh dich mal ordentlich an!‘

Er zog eine Augenbraue hoch und gehorchte aber dann, grinsend zog er sich das Kondom über seinen prallen Schwengel. Kaum war er damit fertig, setzte sie sich schon auf seinen Schaft. Mit einem genüsslichen Stöhnen begann sie ihre Hüften zu bewegen. Sie fühlte sich kalt an. Ihm lief ein Schaudern über den Rücken, er packte ihre Arschbacken in beide Hände und schob seinen Harten noch tiefer in sie hinein. Sie drückte ihm ihre Brüste ins Gesicht und er verbiss sich an ihren Nippeln. Sie bewegte sich immer schneller. Er hob sie in der Bewegung hoch und legte sie mit einem Ruck auf den Rücken. Dann packte er ihre Beine und zog sie nach oben, nun penetrierte er sie mit harten Stößen. Sie stöhnte bei jedem Hieb laut auf. Durch die harten Bewegungen vielen einige Dinge aus ihren Stiefeln. Kleingeld, Schminke, Handy, Schlüssel, Kondome, Handschellen, Pfefferspray, was Frauen eben so in ihren Stiefeln mit sich herum tragen. Er wischte alles bis auf die Handschellen vom Sofa und grinste sie lüstern an. Sie nickte ihm zu, er fickte sie weiter und kettete sie mit den Handschellen geschickt an die Heizung. Sie bäumte sich auf und versuchte ihn abzuschütteln. Er packte ihre Beine, drückte sie auf den Tisch und presste seinen prallen Schwengel immer fester und tiefer in sie hinein. Sie schob ihm ihren Hintern entgegen. Er griff ihr fest zwischen die Arschbacken, fuhr mit dem Daumen an ihrer Muschi entlang und schob ihr den, von ihrem Saft befeuchteten, Daumen dann ganz langsam in den Arsch. Sie stöhnte noch mehr. Er weitete ihren Arsch ein wenig mit den Fingern. Dann zog er seinen Penis aus ihrer Muschi, er blickte sie kurz an, sie nickte wieder. Dann drängte er seinen Ständer in ihr Hinterteil. Himmel war ihr Arsch eng, er konnte sich zuerst kaum bewegen. Mit den Fingern verwöhnte er ihre Muschi und kniff ihr in den Kitzler, als er mit langsamen Bewegungen begann ihren Arsch zu ficken. Er versuchte sich immer schneller zu bewegen, musste sich aber echt zurückhalten, dass er nicht gleich abspritzte. Er stöhnte angestrengt und seine Stöße wurden immer schneller. Kurz bevor er kam, hielt er inne und zog seinen Penis aus ihrem Hintern. Er atmete schwer. Zitternd zog er das Kondom von seinem Schwanz und angelte nach seinem Drink, trank und schluckte schwer. Er nahm einen zweiten Schluck und ließ den Whiskey Yo in den Mund laufen. Er küsste sie, drückte ihr seine Zunge in den Mund und ließ dann wieder von ihr ab. Er schaute sie einen Moment lang an, als ob er ihre Gedanken lesen wollte. Dann nahm er noch einen Schluck und beschäftigte sich wieder mit ihrer Pussi. Sie drängelte ihn aber mit den Beinen wieder nach oben. Sie öffnete den Mund. Er hob sein Glas, sie schüttelte den Kopf. Okay. Sich aufrichtend schob er ihr den Penis vors Gesicht. Sie nahm ihn sofort in den Mund und saugte daran. Er stellte das Glas ab und griff nach hinten, rieb mit dem Daumen ihre Muschi und führte den Zeige- und Mittelfinger in sie ein. Er konnte nicht anders, er wollte sie wieder ficken, er wollte ihr seinen Schwanz rein stecken und sie einfach nur ficken. Er entzog ihr den Schwanz, stülpte sich ein frisches Kondom über und fickte sie so lange bis sie wieder ‚Oh Gott!‘ schrie und dann fickte er sie weiter bis sie nur noch wimmerte. Er zog seinen Schwanz aus ihr, angelte nach ihren Schlüsseln und schloss die Handschellen auf. Sie drehte sie auf den Bauch, stemmte sich hoch, griff zwischen ihren Beinen durch und drängte ihn dazu sie weiter zu ficken. Er schob ihr langsam seinen prallen Schwanz von hinten in die Muschi und drang sie mit kreisenden Bewegungen wieder in Richtung Heizung. Sie hielt sich an den Heizungsrohren fest, während er immer schneller in sie einhämmerte. Sie stöhnte laut auf, nach jedem Stoß immer lauter. ‚Ja, ja, oh Gott. Nein. Bitte. Ja, oh, ja…. oh Gott…nicht aufhören!‘ Sie schob ihm den Hintern entgegen, er griff ihr mit einer Hand an die Brust und mit der anderen Hand fasste er von vorne an ihre Möse und bearbeitete wieder ihren Lustpunkt. Sie verbiss sich im Sofa und wimmerte nur noch zuckend. Er wurde immer schneller, bis er mit einem lauten Brüllen abspritze. Nach einem Moment zog er seinen erschlafften Penis aus ihr, sie zuckte immer noch und er versankt mit der Zunge in ihrem Loch. Die Finger immer noch an ihrer Perle. Dann nahm er die zweite Hand und penetrierte sie weiter mit den Fingern. Sie konnte sich nichts dagegen tun, sie wimmerte nur noch und keuchte ins Sofa. Ihr Körper bebte vor Erregung. Ein Orgasmus nach dem anderen zuckte durch ihren Körper. Das machte ihn so an, dass sein Schwanz gleich wieder steif wurde. Er wechselte das Kondom und drang wieder mit seinem erneut prallen Ständer in sie ein. Ihre Muskeln zuckten. Sie war völlig willenlos.

Mit langsamen aber kräftigen Stößen hämmerte er seinen prallen Schwanz weiter und tiefer in ihre enge Möse, aber nicht ohne die Finger von ihrem Kitzler zu nehmen. Der Schweiß rann ihr den Rücken hinab und ihr Saft floss ihr die Schenkel hinab. Ihre Orgasmen zuckten durch ihren ganzen Körper. Es kam nur noch ein Wimmern aus ihrem Mund, als er erneut kam. Er war nun selbst so erschöpft, dass er neben ihr zusammenbrach. Sie keuchten noch eine ganze Weile nebeneinander her.

Als er sich wieder gefangen hatte, nahm er sie hoch und trug sie ins Schlafzimmer. Er legte sie ins Bett, zog ihr die Stiefel aus und deckte sie zu. Sie zog ihn zu sich aufs Bett, um ihn neben sich zum Liegen zu bringen. Sie küssten sich. Beide schliefen bald ein. Am nächsten Morgen war sie wieder verschwunden.

Drei und eine Axt – Teil 20

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 20

Indes saßen die Anderen stumm am Tisch. Das Essen war vorbei und der Khan und seine Leute waren bereits wieder gegangen, nur die Kinder schliefen alle in der Jurte von Otar und Wena. Otar wiegte apathisch vor und zurück, schob aber scheinbar völlig klar seinen Weinbecher zu Wena hinüber, er wollte nichts Berauschendes trinken. Ziska grinste in sich hinein. Nur sie wusste, warum er keinen Wein wollte.

Vira war den ganzen Abend wieder sehr ruhig gewesen. Ainur wich ihr nicht mehr von der Seite, er befürchtete, dass sie jeden Moment zusammenbrechen könnte. Irgendwann musste er sich jedoch erleichtern und ging zum Abtritt. Vira stand lautlos auf und ging in die Jurte. Dort stürzte sie auf ihre Bettstatt und zog sich eine Decke über den Kopf.

Als Ainur zurück kam, sah er dass sie nicht mehr am Tisch saß und ging schnurstracks in die Jurte, um nach ihr zu sehen. Drinnen erblickte er nur ein zitterndes Knäuel unter einer Decke. Leise schlich er in die Jurte, legte genug Holz nach, ging dann zum Fußende und kniete sich nieder. Sie hatte sich nicht mal die Schuhe ausgezogen. Als er ihre Füße berührte, zuckte sie zurück. Dessen ungeachtet zog er ihr einen Schuh nach dem Anderen aus. Dann deckte er ihre Füße zu und legte noch eines seiner Felle um ihre Beine. Er setzte sich neben sie und strich über ihren bedeckten Körper. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis sie sich unter ihrer Decke regte. Ihre Hand suchte nach seiner Hand.

‚Darf ich dir morgen ein Bett bauen?‘ flüsterte er.

Sie drehte sich um, legte ihren Kopf in seinen Schoß und versuchte seine Taille zu umklammern. Ihre Arme waren zu kurz, oder sein Körper zu mächtig. Die Decke war ihr vom zitternden Körper gerutscht. Er deckte sie liebevoll zu. Sie schluchzte. Er hätte besser den Mund halten sollen.

‚Ich bleibe doch so lange, wie du mich brauchst…ich möchte aber trotzdem nicht, dass du im Winter auf dem Boden schlafen musst.‘

Sie schluchzte noch mehr. Er strich ihr die Haare glatt und hielt jetzt besser den Mund. Egal was er sagen würde, er konnte sie wohl nicht so wirklich beruhigen.

Nach einer langen Zeit hatte sie sich einigermaßen beruhigt und sie lag völlig erschöpft mit dem Gesicht auf seinem Schoß. Er wollte sich zu ihr legen, er musste aber seine Schuhe noch ausziehen. Behutsam versuchte er sie von seinem Schoß zu heben, sie klammerte sich an ihn, als würde ihr Leben davon abhängen.

‚Darf ich meine Schuhe ausziehen?‘

Sie schnellte hoch, blickte ihn kurz an und kroch wieder ans Kopfende zurück. Er zog sich seine Schuhe, Tunika und seine Hose aus, so dass er nur noch eine Bruche trug. Dann kroch er zu ihr unter die Decken.

Als Halef und Lamina zurückkehrten, saß Kejnen auf seinem Stuhl und Ziska saß auf seinem Schoß und schlief mit dem Kopf an seiner Schulter gelehnt. Er hielt sie liebevoll in seinen Armen. Kejnen schreckte hoch, als die Beiden sich vorbei schlichen. Halef blickte ihn an, er versuchte zu lächeln, es gelang ihm nicht wirklich. Kejnen nickte ihm nur zu und versuchte erst gar nicht erst zu lächeln. Halef brachte Lamina ins Bett. Sie verkroch sich gleich unter den Decken. Er ging zu seiner Mutter hinüber, die soeben aufgeschreckt war. Er nickte ihr zu, sie erwiderte das Nicken. Beide versuchten zu lächeln, es gelang ihnen beiden aber nicht. Er legte noch ein paar Stücke Holz in die Glut, zog dann seine schlammige Hose aus und kroch zu Lamina ins Bett. Er wagte es nicht unter ihre Decke zu kriechen, unter der sie sich verkrochen hatte. Sie zitterte, schlief aber bereits. Sie war wohl mehr mitgenommen von allem, als sie zugab und er, er wusste einfach gar nichts mehr. Sein Gesicht tat ihm weh und sein Herz. Mit der Hand an seiner Brust fiel er in einen unruhigen Schlaf.

Kejnen war auf seinem Stuhl wieder eingeknickt und erwachte erst wieder, als er von seinem eigenen Zähneklappern aufwachte. Er hob Ziska auf und trug sie humpelnd in die Jurte. Sein Knie schmerzte, er war froh, als er am Bett angekommen war und sie ablegen konnte. Er lies sich schwerfällig aufs Bett sacken und rieb sein Knie. Er hatte kaum mehr die Kraft sich selbst zu entkleiden. Völlig erschöpft legte er sich neben Ziska und deckte sich halbscharrig zu. Sie wurde wach und drehte sich zu ihm. Er atmete schwer neben ihr. Sie strich ihm übers Gesicht und küsste ihn. Dann kroch sie kopfüber unter seine Decke und wühlte sich bis zu seinem Knie vor, um es zu küssen. Dann rieb sie ihre Hände und legte sie auf sein Knie. Sein Körper bebte. Nach Vollendung ihrer Heilung brach sie über seinem Knie zusammen. Nachdem sich das Kribbeln in seinem Bein verzogen hatte und er seinen Körper wieder so halbwegs unter Kontrolle hatte, zog er sie zu sich hoch und deckte sie beide so gut es eben ging zu.

Halef schreckte in der Nacht hoch, die Hand auf seine Brust gepresst, blickte er sich um. Erst kam der Schmerz und dann bemerkte er, das Lamina im Schlaf wimmernd um sich schlug. Beruhigende Laute kamen ihm ganz automatisch aus seiner Kehle. Mit zitternden Fingern versuchte er im Dunkeln ihre Hände zu finden. Sie wehrte sich im Traum gegen jemanden. Er griff nach ihrer Hand und wollte sie beruhigen. Ein Schlag in sein Gesicht warf ihn auf sein Fell zurück. Als sein Blut seine Kehle hinunter floss, schreckte er auf und dem Ersticken nahe versuchte er Luft in seine Lungen zu saugen. Er verschluckte sich an seinem eigenen Blut. In einem erstickenden Hustenanfall drehte er sich aus dem Bett und fiel auf die Knie. Im Schein der Glut erkannte er, dass Blut von seinem Gesicht auf den Teppich tropfte. Als er sich aus Reflex an seine Nase griff, konnte er seine Schmerzen besser zuordnen. Sie hatte ihm gerade die Nase gebrochen. Ein erschrockenes, tränenüberströmtes Gesicht tauchte an der Bettkante auf.

Halef aber sprang auf und rannte röchelnd aus der Jurte. Sie blieb völlig verängstigt auf dem Bett sitzend in der Jurte zurück. Wenig später kam er wieder, er hatte ein feuchtes Tuch um seinen Nacken gelegt und ein blutiges Tuch an seine Nase gepresst. Erschöpft lies er sich aufs Bett fallen und blieb in gebeugter Haltung an der Bettkante sitzen. Sie saß immer noch reglos auf dem Bett und reagierte scheinbar nicht. Doch liefen ihr Tränen die Wangen herab, als sie den Rotz hochzog, schreckte sie scheinbar von ihrem eigenen Geräusch aus ihrer Starre.

‚Es tut mir so leid!‘ schluchzte sie. Nun reagierte er scheinbar nicht, ihm sauste der Kopf und als er aufblickte, sah er Sterne um seinen Kopf fliegen. Mit einen leichten Schwindelgefühl in der Magengegend versuchte er sich zu ihr umzudrehen. Sie blickte ihn an und traute sich nicht recht ihn in den Arm zu nehmen. In der Drehung wurde es ihm schwarz vor den Augen, er stützte sich reflexartig mit einem Arm ab. Dieser knickte aber aufgrund seiner nahenden Ohnmacht ein und er stürzte ihr in den Schoß. Beim Sturz nach hinten verlor er beide Tücher. Sie hob erst das feuchte, kalte Tuch und legte es ihm behutsam in den Nacken, dann strich sie liebevoll sein Haar zurück und tupfte das Blut von seiner Nase. Sein hübsches Gesicht sah ziemlich lädiert und geschwollen aus. Mittlerweile waren beide Augen blutunterlaufen und zugeschwollen.

Er blinzelte flüchtig, dann griff er sich wieder ans Herz und atmete tief ein. Dann riss er die Augen auf, um sie gleich wieder zu verdrehen.

‚Halef, nicht wieder fortgehen! Bleib bei mir.‘ flüsterte sie.

Sie versuchte, so vorsichtig wie möglich, ihm gegen die Wangen zu klopfen. Seine Sinne sammelten sich wieder, er griff nach ihre Hand, führte sie an seiner geschwollenen Nase vorbei. Um sie zu küssen.

‚Halt mich fest. Bei mir dreht sich alles!‘ säuselte er.

‚Ja tue ich, ich halt dich doch!‘ sagte sie leise und klammerte sich dann fester an seinen Körper.

Er atmete schwer und griff sich wieder an seine Brust. ‚Wenn du nicht bei mir liegst, dann schmerzt mir das Herz.‘

Irgendwas an seinen Worten sagte ihr, dass es sich nicht um eine Liebesfloskel handelte, sondern dass ihm tatsächlich sein Herz schmerzte. Eine ihrer Hände fuhr unter seine Tunika und sie strich ihm über die Brust.

‚Ich träume schreckliche Dinge, wenn du nicht bei mir liegst!‘ flüsterte sie.

Am nächsten Morgen, erwachte er nur kurz, als er ein nasses Tuch auf sein Gesicht gelegt bekam. Er sah fürchterlich aus. Ziska wurde wach und blickte unter das Tuch. Dann zog sie ihm beide Augen auf und blickte hinein. Sie richtete ihm die Nase und heilte ihn. Dann schwankte sie nach draußen. Da saß Lamina, das Frühstück war schon fertig, die Tiere gemolken und sie saß ziemlich apathisch am Tisch. Ziska musste ihr jedes Wörtchen aus der Nase ziehen, konnte sie aber am Ende beruhigen. Schließlich hatte sie ihn gerade ein bisschen geheilt. So viel es eben ging, der letzte Tag hatte ihr sehr viel abverlangt und jetzt musste sie auch noch hoch zu den Ahnen.

Wena und einige der Kinder kamen aus der Jurte und deshalb nahm Ziska Lamina mit auf den Berg. Die Hunde liefen ihnen nach. So war es Wena die, auf Geheiß von Ziska, Halef etwas Kaltes zu trinken brachte. Sie wechselte den blutigen Lumpen auf seinem Gesicht, gegen einen Frischen und lies ihn weiter schlafen.

Kejnen wurde wach und blickte im Vorbeihumpeln unter den Lumpen. Er stöhnte sichtlich bestürzt und humpelte nach draußen. Beim Frühstück wurde er von den Kinder solange bedrängt, bis er ihnen eine Geschichte erzählte. Und noch eine.

Ainur wurde wach, er lies Vira schlafen, blickte auch unter den Lumpen und drehte Halef auf die Seite. Halef wimmerte und davon wurde Vira wach.

Als Ainur vor die Jurte trat, blickte er fragend in die Runde. Wena zuckte mit den Schultern und rief: ‚Ziska hat nur gesagt, ich soll mich um ihn kümmern und ist mit Lamina zu den Ahnen gegangen.‘

Nach einer Weile kam Vira aus der Jurte getreten und grinste: ‚Lamina hat im Schlaf wohl einen ziemlich kräftigen Schlag.‘

‚Und was ist mit dem Fußabdruck auf seiner Stirn?‘ fragte Ainur und blickte dabei in die Runde.

‚Den hab ich auch verdient!‘ kam es vom Bett her und Halef hustete wieder.

Wenig später kam er auf allen Vieren aus der Jurte gekrochen und schaffte es gerade noch so weit, um sich vor der Jurte zu übergeben. Vira sprang auf die Seite und hielt sich den Magen, sie war drauf und dran daneben zu kotzen. Sie taumelte nach Hinten und Ainur drehte ihren Stuhl so hin, dass sie sich setzen konnte. Dann griff er sich den Jungen und brachte ihn zum Fluss. Kejnen grinste nur und meinte zu Vira, die Anstalten machte hinterher zu eilen. ‚Lass nur Vira, Ainur kennt sich hervorragend mit Schlägereien aus und wie man danach wieder auf die Beine kommt.‘

Nach einer Weile kamen Lamina und Ziska wieder vom Berg zurück und Ainur winkte ihnen vom Fluss her zu. ‚Lamina, da möchte dich jemand sprechen!‘

Lamina lief zum Fluss und erblickte Halef, der im Schatten eines der großen Steine saß. Ein paar nasse und blutige Lumpen lagen neben ihm. ‚Soll ich nicht besser Ziska Bescheid geben!‘ fragte Lamina. Doch Ainur winkte ab, meinte noch: ‚Wir haben noch viel zu tun! Bring ihn hoch, wenn es ihm besser geht!‘ Und schon hatte er sich umgedreht und lief wieder zu den Jurten hoch. Sie wusch erst mal die Lumpen aus, bevor sie sich vor ihn kniete.

‚Es geht schon wieder. Versuch grad mal nicht zu kotzen.‘ flüsterte Halef keuchend und hielt ihr zitternd eine Hand entgegen.

Sie wische sein Gesicht ab und blickte ihn mit Tränen in den Augen an. ‚Es tut mir so leid!‘ wimmerte sie. Er nahm sie kraftlos in den Arm, die üblichen beruhigenden Laute hörten sich leicht gurgelnd an.

Als Ainur zu den Jurten eilte, wand er sich nochmal um und sah wie die Männer des Khan angeritten kamen und die Totenwache ihnen entgegen ritten. Die Männer hatten wohl einen anderen Weg vom Berg hinunter genommen, als Lamina und Ziska. Die Söhne des Khan wollten wohl die Kinder holen.

‚Der Sippenführer kann uns auf Grund seiner Unpässlichkeit leider nicht helfen, begrüßt aber mein Vorhaben.‘ meinte Ainur und keiner Verstand, was er eigentlich wollte. Nur Kejnen stand auf und humpelte an die Seite seines Freundes. ‚Kejnen und ich haben da noch eine Jurtenhaut und ein paar Jurtenstangen übrig und ich habe mir erlaubt ein weiteres Scherengitter, eine Tür, ein paar Bodenbohlen und ein Dachkreuz zu bauen. Ich hoffe unsere flinke Lamina schafft es, an einem Tag das Dach zu reparieren. Ihr werdet euch schon gewundert haben, was wir immer hinter der Jurte zu schaffen hatten, als Halef und Ziska nicht da waren.‘

Er blickte immer noch in ratlose Gesichter. ‚Kejnen, erklär du es ihnen!‘ rief er und eilte hinter die Jurte, wo er Stämme zum Trocknen aufgestapelt hatte.

‚Vira hatte mich beauftragt zur Zusammenkunft zu reiten, um unter anderem eine Jurtenhaut zu kaufen und der werte Khan hat uns ein paar Filzmatten überlassen. Lamina brachte uns darauf, dass man die alte Haut doch nur flicken müsste. Deswegen wollten wir dem Sippenführer heute seine erste eigene Jurte bauen. Und wenn wir sie genau hier aufstellen, müssen wir nicht immer im Zug sitzen, beim Essen!‘

‚Und beim Kochen!‘ rief Wena begeistert.

‚Oh, die Jurtenhaut hab ich ganz vergessen!‘ meinte Vira, stützte sie Arme auf der Lehne auf und lies nachdenklich den Kopf auf Hände sinken. Wena schob ihr eine Kanne Tee rüber und lächelte sie an.

Otar stand lächelnd auf und meinte: ‚Aber morgen bauen wir zwei Betten!‘

‚Auf dein Wort!‘ rief Ainur, der mit einem Stapel Stangen im Arm hinter der Jurte hervor kam. Er blickte Vira entgegen, die irgendwann herzlich zu lächeln begann.

Published in: on 6. November 2012 at 20:06  Kommentar verfassen  
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Drei und eine Axt – Teil 19

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 19

Bis auf die Totenwache versammelten sich alle wieder unten auf dem Hof. Die Töchter des Khan bereiteten Essen für alle und die Männer brachten ein paar Tische und Bänke aus der Khansjurte über den Fluss. Otar und Wena wuschen sich und die Kinder. Und alle Kinder wurden wieder in die Jurte gebracht, sie bekamen zu essen und diesmal war es Orsolya, die ihnen eine Geschichte erzählte. Halef wurden von den Söhnen des Khan zum Fluss gebracht. Es waren Laken am Ufer entlang gespannt worden, damit keiner sah, was hinter den Laken geschah. Sie nahmen den Ritus der Waschungen sehr ernst, schafften es aber nicht ihre Klappe zu halten.

‚Halef als Sippenoberhaupt. Und dann gleich eine Frau. Da wird es in der Jurte heute aber heiß her gehen.‘ meinte Kel, der Jüngste der Khanssöhne. Er war kaum älter als Halef, hatte aber eine riesige Klappe.

Halef schwieg und musste ernsthaft an sich halten, um nicht auszurasten.

‚Aber wenn sie schon zugeritten ist, macht sie dir wenigstens keinen Ärger.‘ lachte Kel. Elger haute seinem Bruder von hinten auf den Kopf. Doch Kel hustete so, dass es sich wie das Wort ‚Hure!‘ anhörte.

Ziska stürmte durch das Laken und blickte sie unwirsch an.

‚Die Trauerzeit gilt nicht nur für seine Mutter und Ainur.‘ meinte die weiße Hexe und unterbrach das Geplapper. ‚Und Kel, wenn du nicht willst, dass Dich der Fluch der Ahnen trifft, dann hör auf von solchen Schweinereien zu reden! Und wenn du nicht willst, dass dich mein Fluch trifft, dann verschwinde aus meinen Augen.‘

Lamina trat vor das Laken, sie hatte einen Stapel mit Kleidern im Arm und legte sie auf den Boden. Halef sah, dass sie wütend war. Sie atmete tief durch und meinte: ‚Dem letzten Mann, der mich unerlaubt nahm, habe ich den Schwanz abgeschnitten, daran ist er langsam verblutet und damit er nicht so schreit, habe ich ihn damit das Maul gestopft.‘ Schamesröte war ihr ins Gesicht gestiegen und doch blickte sie wütend in die Runde. Als sie eine Augenbraue hob, rief Halef: ‚Lamina, gib den Knochen wieder, wenn es einer von euch drauf ankommen lassen will, noch trauere ich!‘

Die Männer gingen hastig in alle Richtungen davon und Lamina hielt Halef verstohlen ein Handtuch hin. Seine Wangen waren roter als die Ihren, als er sich das Tuch um die Hüften wickelte. ‚Der Knochen liegt unter meinem Kopfkissen, wenn du ihn nimmst, strafen dich deine Ahnen, nicht meine.‘

‚Tante Ziska, sie macht mir Angst!‘

‚Jetzt schon?‘ meinte sie fast beiläufig und zog ihr Kleid aus.

‚Küsst du mich jetzt, ich bin sauber!‘

‚Ich kann dich nicht küssen, wenn du nichts an hast, du trauerst.‘

‚Ich hab ein Handtuch an!‘

‚Jetzt küsst euch schon, ich schau auch nicht hin.‘ meinte Ziska und ging ins Wasser.

Sie küssten sich und er verschwand hastig. Er durfte eigentlich nicht hier sein, während sich die weiße Hexe wusch. Langsam wurde es ihm echt zu viel.

Lamina entkleidete sich und ging ins Wasser. Ziska fragte neugierig: ‚Ist das wahr?‘

Zurecht ertappt, lächelte Lamina gezwungen. ‚Ich habe einen abgebrochenen Dolch benutzt!‘ Sie stockte kurz und schluckte schwer. ‚Ich hab dem Bruder vom Sklaventreiber die Eier abgeschnitten und sie seinen Kötern zum Fressen gegeben. Das war auch ein Grund, warum sie mich so zugerichtet haben.‘

‚Was besseres wäre mir aber auch nicht eingefallen!‘ meinte Ziska und wusch Lamina den Rücken.

‚Wie, den Männern die Geschichte erzählen, oder…?‘

‚Beides, Lamina, beides! Ich war damals nicht so schlau, als ich bei den Barbaren gefangen war.‘

‚Ich habs bitter bereut, als er an seinen Verletzungen gestorben ist und sein Bruder mich halb tot geprügelt hatte.‘ meinte Lamina und drehte sich blitzschnell um, als sie im Augenwinkel einen Schatten am Laken erblickte.

‚Könnt ihr euch beeilen, ich rieche nach dem Erbrochenen der weißen Hexe!‘ rief Kejnen.

‚Ja, sind gleich soweit.‘ riefen beide.

Lamina ging aus dem Wasser und zog sich rasch an, als sie durch die Laken schritt, stand Kejnen immer noch da. Als sie oben angekommen war, sah sie gerade noch, wie Halef sich in Richtung Wald davon machte. Er hatte sogar seine Hunde zurück gelassen. Sie aß rasch etwas, schnappte sich ein Wolltuch, wickelte es sich um ihre Schulter und folgte ihm mit seinen Hunden. Sie hatte ein mulmiges Gefühl allein im Wald zu sein, obwohl die Hunde bei ihr waren. Irgendwann fand sie ihn, wie er auf einer kleinen Lichtung kniete und nach oben starrte. Die letzten Sonnenstrahlen kamen durch die Baumkronen, strahlten ihm ins Gesicht und trockneten seine Tränen. Die Hunde blieben am Rande der Lichtung zurück, während Lamina ihm entgegen ging und vor ihm stehenblieb. Von ihm kam keine Reaktion. Sie griff ihm vorsichtig an den Schultern und nahm ihn dann nach einer Weile in die Arme. Er starrte mit leeren Blick durch sie hindurch. Es dauerte lange, bis er sich regte und sie endlich anblickte. Tränen liefen ihm über die Wangen, dann schlang er seine Arme um ihre Hüften und fing an zu schluchzen. Sie strich ihm übers Haar, er drückte sein Gesicht gegen ihren Bauch und heulte in ihre Tunika. Sie glitt langsam zu ihm herab, sein Kopf lag nun auf ihren Brüsten. Sie strich ihm sein Haar zurück, während er sich immer noch an sie klammerte. Sie lehnte ihren Kopf auf den Seinen. Irgendwann blickte er auf. Über ihm schien nur das in die letzten Sonnenstrahlen getauchten Haar dieses unglaublichen Mädchens. Sie schüttelte ihre Haare aus dem Gesicht und küsste ihn sachte. Er erwiderte den Kuss. Sie zuckte ein Wenig zurück, er hielt sie aber fest und küsste sie erneut, nur gieriger. Sie versuchte sich von seinem Mund zu lösen, als er noch einmal nach fasste, um ihr seine Zunge in den Mund zu schieben. Sie biss vor Schreck zu, riss sich los und stürzte rücklings über den moosigen Waldboden. Mit weit aufgerissenen Augen kroch sie weiter von ihm weg. In dem Moment begriff er erst, dass er zu weit gegangen war, er stürzte ihr hinterher.

‚Es tut mir leid, ich… ich…‘ seine Reaktion verängstigte sie nur noch viel mehr. Sie kroch weiter bis sie mit dem Rücken gegen einen Baum stieß. Leicht panisch kroch er hastiger ihr hinterher, er wollte sie ja nur beruhigen.

Der Ausdruck in ihrem Gesicht hätte ihm allerdings erkennen lassen müssen, dass sie nur noch mehr verängstigt war und eigentlich nur vor ihm flüchten wollte. Er berührte hastig ihren Fuß und umfasste ihren Knöchel. Sie zuckte zurück, und als er nochmal nach fassen wollte, strampelte sie wie verrückt. Ein heftiger Tritt ihres Fußes in sein Gesicht lies ihn zurück taumeln. Er war einen Moment lang benommen. Als er wieder ansetzte sich ihr zu nähern, gingen seine eigenen Hunde dazwischen und knurrten ihn an.

‚Sagt mal, geht’s noch! Ich will…‘ Die Hunde fletschten die Zähne. Nun begriff er. ‚Lamina, bitte, ich wollte …ich will dir doch nichts tun, es tut mir leid!‘

Sie klammerte sich an einen der beiden Hunde und schaute ihn ebenso verwirrt durch einen Tränenschleier hinaus an, wie er entsetzt und verwirrt zurück blickte.

‚Ich wollte dir doch bestimmt nicht zu Nahe treten, auch wenn ich es gerade getan habe.‘

Plötzlich stand er auf, lies die Schultern hängen und war im Begriff sich umzudrehen und zu gehen.

‚Bitte geh nicht…!‘ stotterte sie. Er hatte sich schon umgewandt und war schon ein paar Schritte weiter, als er wie auf ihr Kommando stehenblieb.

Sie wiederholte noch einmal. ‚Bitte geh nicht…! Ich finde ohne dich im Dunkeln nie wieder zurück!‘

Er blickte über seine Schulter, sie hatte sich kniend aufgerichtet und sich das Schultertuch wieder über den offenen Klappenmantel gezogen.

Immer noch von ihr abgewandt sprach er nur so laut, dass sie ihn gerade noch verstehen konnte.

‚Ich bin so verwirrt, ich trauere um einen Mann, der gar nicht mein Vater war, aber einen besseren Vater hätte ich gar nie haben können, wenn er sich uns nicht angenommen hätte…!‘ Seine Stimme brach, er fing sich aber gleich wieder. ‚Und als sie einfach in den Krieg gezogen sind, haben sie mich hier zurück gelassen. Ich wäre jetzt der Mann am Hof! Das war vor vier Jahren! Und jetzt bin ich auch noch der Sippenführer.‘

Es wirkte so, als würde er gar nicht mit ihr reden, sondern mit jemanden, der gar nicht da war. Dann drehte er sich wieder zu ihr um. Sie kniete immer noch am Boden, blickte ihn skeptisch und verwirrt zugleich an und hatte immer noch einen der Hunde ihm Arm.

‚Und dann kommst du in mein Leben gestolpert!‘ Er lächelte sanft und überglücklich zu gleich. ‚Und ich hab mich in deine Augen verliebt, als du mich das erste Mal angeblickt hattest. Und dann der heutige Tag, ich trauere, bin wütend und bin doch unglaublich glücklich.‘ Ihr liefen wieder Tränen über die Wangen und er fuhr fort. ‚Es tut mir leid, wenn ich dir zu Nahe getreten bin, ich wollte es nicht so…ähm…!‘ Er stürzte wieder zu Boden. ‚Bitte…kann ich …lass mich dich…!‘ Die Hunden wichen nicht zur Seite und knurrten wieder. Durch ihre tränenden Augen blickte sie ihn an und erkannte dass auch er weinte. Sie schob die Hunde auf die Seite und sie stützten sich beide in die Arme. Die Hunde blieben wachsam an ihrer Seite sitzen.

‚Es tut mir leid.‘ schluchzte er. ‚Verzeih mir.‘ Weinend kauerten sie auf dem Waldboden und hielten sich eng umschlungen fest. Irgendwann sackte er kraftlos nach hinten weg und sie stürzte ihm hinterher. Mit einen leichten Quietschen blieb sie auf ihm liegen. Die Hunde waren aufgesprungen und knurrten wieder. Lamina zischte ihnen zu und die Hunde verstummten.

‚Jetzt gehören dir auch noch meine Hunde.‘ flüsterte er wehmütig.

Sie strich ihm über die Blessur an der Stirn, die sie ihm vorhin mit dem Fuß verpasst hatte.

‚Mein Herz gehört dir bereits, aber lass mir bitte meine Hunde.‘ jammerte er, während ihm die Tränen von den Wangen tropften.

‚Nimm mein Herz dafür, mehr habe ich nicht zu geben.‘ flüsterte sie.

Er blickte sie wortlos an und traute sich aber nicht mehr sie zu küssen. Dann stotterte er: ‚Ich würde dich gerne küssen.‘

‚Ich will es ja auch, aber nicht so stürmisch… ja.‘ flüsterte sie.

Langsam kam sie ihm näher und fast unmerklich berührten sich ihre Lippen. Er zögere und zuckte schließlich zurück, sie setzte nach und drückte ihm einen festen Kuss auf seine Lippen. Den er, so vorsichtig es ihm auch möglich war, erwiderte. Als sich ihre Zungenspitzen berührten, schnellten sie wieder auseinander und rollten von einander weg und setzten sich wieder auf. Sie blickten sich noch verwirrter an. Die Hunde waren wieder aufgesprungen und wussten nun überhaupt nicht mehr was los war. Nun saßen sie nebeneinander auf dem feuchten Waldboden und blickten sich weiter an. Die Verwirrung verflog langsam.

‚Sei mir nicht mehr böse.‘ sagte er und unterbrach damit die Stille.

‚Wie kann ich dir denn böse sein, ich habe nur dich.‘

‚Ja und meine Hunde!‘ meinte er und rieb sich dabei den Kopf. Sie lehnte sich wieder zu ihm rüber. küsste sein Auge, dass mittlerweile blau anlief. Er zuckte zurück, da es ihm schmerzte.

‚Es tut mir leid, ich hab dich wirklich ganz schön erwischt.‘

‚Ich habs ja auch irgendwie verdient!‘

‚Nein, es tut mir echt leid! Ich, Ich… bin auch so verwirrt. Das war heute wirklich alles zu viel. Ich weiß ja dass du mir nichts böses willst.‘ stotterte sie und schluchzte wieder.

‚Ich bin nur froh, dass du mir nicht meine Hunde auf den Hals gehetzt hast.‘ sagte er ruhig und lächelte sie an. Sie legte den Kopf auf seine Schulter und lehnte kurz darauf seinen Kopf gegen den ihren. Ihre Hand suchte die Seine. Es schauderte sie leicht, da ihr Tuch von ihren Schultern gerutscht war. Er löste sich von ihrer Hand, legte ihr behutsam das Tuch wieder über ihre Schultern und nahm sie in den Arm, um sie zu wärmen. Langsam sackte sie in seine Umarmung, bis er ebenfalls zu zittern begann.

‚Ist dir kalt?‘ fragte sie.

‚Nein, ich kann nur nicht mehr!‘

Sie lehnte sich noch mehr an ihn und er stürzte wieder nach hinten auf dem Boden. Sie folgte ihm auf den Boden und lehnte sich gegen seine Schulter. Sie lagen noch eine Weile da, blickten sich an, und küssten sich. Sie schauderte erneut.

‚Wir müssen langsam zurück, ich lieg schon eine ganze Weile in irgendetwas echt Nassen.‘

Sie nickte nur kurz und stand zittrig und ungeschickt auf. Er rappelte sich ebenfalls auf und putzte über seinen Hintern.

‚In etwas echt Schlammigen!‘ Er putzte seine Finger an seiner Hose ab und schaute sich dann um.

Es war bereits dunkel geworden. Als er los lief, klammerte sie sich ängstlich an seinen Arm. Die Hunde liefen voran und führten sie durch den dunklen Wald nach Hause.

Published in: on 4. November 2012 at 23:24  Kommentar verfassen  
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