Das Klagelied des Fuchses – Die Wege der Götter sind unergründlich

Das Klagelied des Fuchses – Die Wege der Götter sind unergründlich

arcticfoxKaum war ich in Vargranja angekommen, erstattete ich Bericht und mein Guiskard schickte mich nach Raurikor, um eine wichtige Nachricht zu überbringen. Also ritt ich gen Raurikor und stellte keine Fragen. Ich diente meinem Guiskard, so wie mein Vater vor mir. Sein Vertrauen lag mir im Blut und mein Guiskard konnte sich voll und ganz auf mich verlassen.

In der Stunde in dem ein Krieg in der Hag Raurik entfesselt wurde, ritt ich von einem Ende des Landes zum Anderen, um eine Nachricht meines Herren zu übermitteln. Das kam mir ganz gelegen und langsam glaubte ich, dass selbst mein Guiskard schon Vorahnungen hatte. Er gab mir die Möglichkeit ein Rätsel zu lösen und ich wette mein Pferd und dass meiner Mutter, dass der Schlüssel für unser Schicksal mit dem Tod des Jungen Faran zu tun haben muss. Ich habe es quasi im Urin.

Ich sputete mich, so dass ich genau an der Stelle, wo wir den Jungen Faran fanden, eine Rast einlegen musste. Meine Mutter wird mich umbringen, wenn ich ihr Pferd zu Grunde richte.

Ich baute ein verstecktes Lager auf, lies den Gaul zurück und schlich dann durchs Unterholz, bis ich an die Stelle kam, wo sich der gewundene Pfad durchs Gehölz schlängelte. Gerade mal so breit, dass zwei Gäule versetzt nebeneinander reiten konnten. Ich blickte nach oben, ich konnte die Wolken durch die Baumwipfel kaum sehen, die über dem Weg ein dichtes Dach aus Ästen bildeten.

An der Stelle, an der Faran in meinen Armen starb, hielt ich inne und betete. Ich bat um einen Segen der Götter, damit sie die arme Seele des Jungen sicher zu den Ahnen geleiteten. Dann kroch ich den Weg entlang, von wo er gekommen war. Man konnte seine Spuren immer noch deutlich sehen. Einige tote Spinnen lagen noch herum. Wie nachlässig, wir hätten alle anzünden sollen, nur für den Fall, dass sie auch Eier in sich trugen. Ich sammelte die Spinnen zusammen und nachher werde ich ein hübsches Feuerchen machen.

Den Spuren folgend irrte ich durchs Unterholz und dann verlor sich die Spur. So was ist mir auch nicht nie passiert, ich beschloss wieder ein paar Schritte zurück zulaufen. Ich musste irgendwas übersehen haben. Plötzlich stolperte ich über einen Ast und kam zu Fall. Das darf man echt niemanden erzählen, dass einer der Grünfänge zu blöd zum Laufen ist. Aber wenn ich nicht gestürzt wäre, hätte ich das Tagebuch des Jungen Faran nie gefunden, es lag halb in Dreck und Schlamm versteckt und wenn ich nicht direkt mir der Nase darauf gestoßen wäre, hätte ich es nie gefunden.

So schnell ich konnte rannte ich wieder zu meinem Pferd und las es hastig. Die halbe Nacht fertigte ich eine Abschrift, die der Beginn meiner Aufzeichnungen werden sollten. Und an dem Punkt, wo ich endlich davon erzählen kann, wie ich zu dem Tagebuch gekommen bin, fallen mir keine geeigneten Zeilen dafür ein. Vor allem weil ich mittlerweile weiß, dass die Leiche des Jungen Faran verschwunden war.

Im Morgengrauen werde ich erst mal gen Raurikor reiten, meine Nachricht abliefern und mich umhören. Beim Rückweg bleibt mir vielleicht noch die Zeit nach der Höhle zu suchen. Genug Kräuter gegen Gift hatte ich den letzten Tage ja sammeln können. Und so nebenbei hatte ich jetzt endlich eine Probe von dem Gift nehmen können, dass den jungen Faran danieder gestreckte hatte. Vielleicht kann mir ja die Hüterin der Halle weiterhelfen, ich hatte Leuten hören, sie hatte bereits die ‚Schlonze‘ untersucht, die die Nantwiga aus ihrem Grenzgebiet gebracht hatten.

Ich warf die letzte Spinne ins Feuer und legte mich zum Schlafen hin. In meinen Träumen selbst verfolgte mich der Junge. Der starre Blick sein trüben, toten Augen lies mich nicht zur Ruhe kommen.

Brian, Sarolfs Sohn

Reiter im Dienste des ehrenwerten Guiskard Ragin Grünfang

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker und den Ereignissen nach Beltane (http://www.rauriker.de) Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

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