Kommt eine Frau in eine Schwulenbar

Kommt eine Frau in eine Schwulenbar

WeissbierNachdem sie sich nur nach einem Feierabendabsacker sehnte, bemerkte sie nichts Ungewöhnliches.

Zwei Herren saßen an der Bar und tranken Weißbier. Der Barkeeper machte das was Barkeeper eben so tun, wenn sie so tun, als wären sie beschäftigt.

Sie setzte sich an die Bar und las die Tageskarte. ‚Krieg ich so einen Bruna?‘

‚La Bruna!‘ meinte der Barkeeper.

‚Krieg ich so einen La Bruna, bitte!‘ sagte sie und dachte sich: ‚Gott, ist der zickig!‘

‚Kommt sofort.‘

Der Koch kam aus der Küche und servierte den beiden Herren einen griechischen Salat und zweimal Besteck. Und bei dem Anblick dieses Salates kam bei ihr enormer Futterneid auf, obwohl sie bereits gegessen hatte.

Erst als sie ihren Drink serviert bekam, fiel es ihr wie Schuppen von den Haaren, dass die beiden Männer sich tatsächlich einen Salat teilten. Wenn die Beiden jetzt auch noch zusammen aufs Klo gingen, war sie wohl definitiv in der falschen Bar gelandet.

Sie zuzelte an ihrem Strohhalm und der Drink war wirklich lecker, wenn es jetzt noch richtig Sommer wäre, dann wäre der ‚La Bruna‘ perfekt zum Dunstlöschen und zum Betrunken werden.

Die beiden Herren bestellten noch 2 Weißbier. Und der Barkeeper zapfte das Weißbier von der Schankanlage zu zwei Drittel voll, dann richtete er das Glas langsam in eine aufrechte Position und entließ mit einer geschickten Handbewegung am Zapfhahn noch ein Schwall des Schaumes in das Weißbierglas. Das Weißbier war fast perfekt eingeschenkt und er tippte den Zapfhahn noch einmal an und ein letzter Spritzer ergoss sich in das Glas. Perfekt.

Er wiederholte die Prozedur beim zweiten Weißbier und erst als der Barkeeper die beiden Biere servierte, wurde ihr Gewahr, dass ihr ein leichtes Stöhnen entwichen sein musste, weil die beiden Herren sie pikiert anblickten. Sie war wohl nicht die Einzige, der bei dem Anblick des erotischen Einschenkens eines perfekten Weißbieres beinahe einer Abgegangen war.

An diesem Abend wurden noch viele Weißbiere getrunken, dabei mochte sie gar kein Weißbier. Als die beiden Herren zusammen aufs Klo gingen, legte sie 30 Euro auf den Tresen und meinte: ‚Den Rest kannste behalten!‘

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Ich suche einen Mann… Teil 56 – Der Pizzabote mit der Riesensalami

Ich suche einen Mann… Teil 56 – Der Pizzabote mit der Riesensalami

pizzamannIch suche einen Mann, einen Pizzaboten, der nicht gleich einen Herzinfarkt bekommt und/oder gar die Polizei verständigt, wenn ich ihm die Türe öffne und nur mit meinen Stiefeln und einem Bademantel bekleidet bin, den Händen auf dem Rücken gefesselt und einem 20 Euroschein im Mundwinkel…Fortsetzung folgt…Erst mal ne Pizza bestellen!

Anmerkung: Dies ist der 56. Teil und eine dringende Anzeige und eine Pizzabestellung von mir, Callabutterfly.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

Ich suche einen Mann… Teil 55 – Zwei junge Bläser

Ich suche einen Mann… Teil 55 – Zwei junge Bläser

bläserIch suche zwei junge Bläser, die mir ordentlich den Marsch blasen und mir dann ‚Der Boy von Ipanema‘ vorspielen.

 Anmerkung: Dies ist der 55. Teil und eine dringende Anzeige von mir, Callabutterfly.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

Sitzt ne Frau an der Bar und neben ihr steht ein pinker Regenschirm…

Sitzt ne Frau an der Bar und neben ihr steht ein pinker Regenschirm…

Milk_001Außer ihr saß niemand in dem Lokal. Der Barkeeper spielte Sudoku auf seinem Handy. Ein Lied von Nina Simon säuselte vor sich hin. Da kam ein Mann klitschnass in die Bar gestolpert und rutschte beinahe auf seiner eigenen Pfütze aus. Er trug einen durchnässten Trenchcoat und einen Hut. Als er den Hut abnahm, tropfte er die Bodenfliesen voll. Etwas zerstreut stolperte er an die Bar und legte seinen nassen Hut an den Tresen. Sie konnte nasse Schurwolle riechen, während er ohne weitere Unfälle versuchte seinen Mantel auszuziehen.

Sie nippte an ihrem Absinth Sprite.

‚Krieg ich hier auch was zu trinken, nicht dass es draußen nicht schon nass genug wäre.‘ rief der Mann und lachte über seinen eigenen Witz.

‚Was für ein Witzbold!‘ dachte sich die Frau.

Der Barkeeper konnte sich kaum von seinem Handy trennen.

‚Bemühen Sie sich nicht unnötig, ich nehm das Selbe wie die nette Dame!‘

‚Sie wissen ja jarnich ob ich ne Nette bin, wa!‘ berlinerte sie ihn garstig an.

‚Ja und die Plörre würd ich nicht freiwillig saufen.‘ flüsterte der Barkeeper fast unmerklich ins Glas als zum Kunden.

Sie schob ihm ihren Drink rüber und nickte ihm auffordernd zu.

‚Ich bin so frei!‘ meinte er und roch an dem Glas, zog dann etwas Flüssigkeit zwischen den Zähnen hindurch und tat so als wäre er bei einer Weinprobe. Daraufhin verschluckte er sich, verzog das Gesicht und räusperte sich mehrmals.

‚Ich nehm dann doch ein Bier!‘ meinte er kleinlaut und setzte sich endlich auf einen freien Barhocker.

‚Und was hat Sie hier her getrieben?‘ fragte er die Frau.

Sie blickte nur auf ihren tropfnassen Regenschirm und versuchte ihn so freundlich wie möglich anzulächeln.

‚Scheiß Wetter da draußen, gell!‘ meinte er aufdringlich.

Sie dachte sich nur, was er für ein Penner sei.

‚So ein Glas Milch für den jungen Mann!‘ meinte der Barkeeper und servierte ihm tatsächlich ein Glas Milch. Dann ging er zu der Frau und meinte: ‚Hey, Baby wie geht dein Rock auf? Den Rest kannst du mir erzählen, wenn wir verheiratet sind!‘

Sie grinste ihn dreckig an, legte 20 Euro auf den Tresen und meinte: ‚Stimmt so!‘

Der Barkeeper warf sein Handtuch auf die Theke und meinte: ‚Ich kündige!‘ Dann sprang er über die Bar und hielt ihr seinen Arm hin. Sie nahm ihren pinken Regenschirm und hakte sich bei ihm ein. Als sie durch die Tür verschwunden waren, kam der Koch aus der Küche gestürmt und blickte verwirrt auf den Tresen. Er nahm sich die 20 Euro, schüttelte den Kopf und verschwand wieder in seiner Küche.

Ich suche einen Mann…Teil 54 – Der Fensterputzer

Ich suche einen Mann…Teil 54 – Der Fensterputzer

FensterputzerWie er immer noch mit seinem Lappen umgehen kann, ein Traum. Besser könnte ich es auch nicht machen und ich habe das Putzen bei meiner Mutter gelernt und die hätte dem Gunnery Sergeant Hartman aus Full Metal Jacket zum Weinen gebracht. Weil den Trick mit den weißen Handschuhen hat definitiv meine Mutter erfunden. Meine Mutter bringt selbst Chuck Norris noch das Putzen bei. Ich schweife ab.

Obwohl der namenlose Fensterputzer mir mittlerweile zu alt ist, habe ich heute irgendwie doch auf seinen Hintern geschaut und somit möchte ich ihm einen Artikel widmen, für die jahrelange Arbeit, die er für uns verrichtet. Vielen Dank. Sie sind der Grund früh aufzustehen, nur um rechtzeitig das Fensterbrett freizuräumen, damit der Fensterputzer genug Freiraum hat, um seine wertvolle Arbeit zu vollziehen. Sie sind der Held und die Freude an einem tristen Tag. Nochmal Danke.

Anmerkung: Dieser Teil ist eine Ode an unseren Fensterputzer, der Cola Light Mann in meinem Büro. Der Mann der schlaflosen Nächte vieler meiner Kolleginnen und vielleicht auch meiner Kollegen, wer weiß?! Und ein Hoch auf die Dame, die ihn ihr Eigen nennen darf.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Des Nächtens… der Mond schien fahl!

Des Nächtens… der Mond schien fahl!

002Dunkel war’s, der Mond schien fahl, da schlichen zwei Männer durch die Nacht.

‚Hey, Tirsch! Bist du dir sicher, dass du…!‘ flüsterte der Eine dem Anderen zu.

‚Scht!‘ zischte der Andere und legte ärgerlich den Finger auf den Mund.

‚Es ist halt schon ganz schön gruselig hier draußen!‘ stotterte der Eine.

‚Spinn dich aus, Gerk!‘ rief der Andere, der wohl Tirsch hieß und einen Rucksack dabei hatte.

‚Ich mein ja nur!‘ rief der Eine, der Gerk hieß und mit sich selbst schon genug zu kämpfen hatte.

‚Halt, wer da?‘ rief jemand zu ihnen hinüber. Jemand spannte seine Armbrust, das Geräusch war unverkennbar.

‚Wir sinds!‘ riefen die Beiden, wie aus einem Mund.

‚Wenn ich jedes Mal geschossen hätte, wenn jemand ‚Wir sinds!‘ gerufen hat, dann wäre hier wegen Überfüllung geschlossen und ich wäre am Ende arbeitslos.‘ rief der Kerl und hielt eine schmutzige, alte Laterne hoch, um besser sehen zu können.

Die Beiden traten ins Licht seiner Laterne und stammelten vor sich hin: ‚Wir sinds, Tirsch und Gerk ausm Dorf!‘

‚Und was macht ihr hier draußen zu einer so unchristlichen Stunde?‘ rief der Mann, der seine Armbrust mittlerweile weggelegt hatte und eine Schaufel zur Hand nahm.

‚Nun ja, wir wollten uns vergewissern…!‘ rief der Tirsch, brach dann aber mitten im Satz ab.

‚Was vergewissern?‘ wollte der Mann wissen.

‚Die Marie ist ihm drei Mal in seiner Kemenate erschienen und jetzt denkt er, sie wär ein Nachzehrer!‘ rief der Gerk aufgeregt.

‚Ein Nachzehrer bleibt für gewöhnlich in seinem Grab und zehrt an seinem Leichentuch oder an sich selbst und man kann nur Nachts das Schmatzen und Stöhnen hören, wenn man genau hinhört.‘ rief der Mann, lehnte sich auf seine Schaufel und legte eine Hand an sein Ohr, um zu lauschen.

‚Du musst es ja wissen!?‘ meinte der Tirsch skeptisch.

‚Der Beruf des Totengräbers ist anspruchsvoller, als mancher denken mag.‘ meinte der Totengräber und zog ein kleines Büchlein aus seiner Manteltasche. ‚Wenn ihr das vorhabt, was ich denke, müsst ihr mir erst mal ein paar Fragen beantworten!‘

Die beiden Männer nickten folgsam.

‚Also, hatte die verstorbene Marie, Tochter des Waldwarts Lunz, zu Lebzeiten eine wie auch immer geartete Beziehung zu dem nächtlich Aufgesuchten?‘

‚Des geht dich einen Scheißdreck an!‘ rief Tirsch aufgebracht und machte Anstalten gehen zu wollen.

‚Wenn du weiter von der schönen Marie um deine Nachtruhe gebracht werden willst, solltest du meine Fragen beantworten!‘ meinte der Totengräber und hielt ihm ein amtliche Urkunde hin, die vorne in das Buch geheftet war. Dort stand: ‚Erfüllungsgehilfe der Jägergewerkschaft, Watzlaf, der Totengräber zu Ludwigsdorf…!‘

‚Ich wusste gar nicht, dass du Wa…!‘ plapperte Gerk, bis der Totengräber ihm blitzschnell den Mund zu hielt.

‚Nenn ihnen nicht meinen Namen, weil wenn sie deinen Namen wissen, dann haben sie Macht über dich!‘ zischte der Totengräber und lauschte bedenklich über den Friedhof. Er hätte schwören können ein Schmatzen gehört zu haben.

‚Was steht da nun?‘ fragte Tirsch. Er konnte anscheinend nicht lesen.

‚Er ist Mitglied in der Jägergewerkschaft!‘ meinte Gerk.

‚Ja, der Waldwart Lunz ist auch Jäger und dem erzähl ich auch nicht, dass ich seine Tochter gepimpert habe!‘ rief Tirsch und merkte nicht, dass er mit seinem Ausruf die Frage bereits beantwortet hatte.

‚Aber er ist nicht in der Jägergewerkschaft! Wir haben den geheimen Auftrag das Außergewöhnliche, Übernatürliche und Unerklärbare zu jagen und zur Strecke zu bringen und ihr tatet gut darin mit eurem Problem zu mir zu kommen.‘ meinte der Totengräber feierlich.

Er zog einen kleinen Kohlestift aus dem Buchrücken und kritzelte in das Buch.

‚Hast du das dauernde Gefühl, dass heute eigentlich gestern ist?‘

‚Ich hab seit 3 Nächten nicht geschlafen, ich bin mir nicht mal sicher, ob ich überhaupt wach bin.‘ rief Tirsch aufgebracht. Der Totengräber kritzelte in sein Buch und flüsterte: ‚Sagen wir mal ja! Hast du, wenn du nach oben blickst das Gefühl zu fallen?‘

Tirsch und Gerk blickten nach oben, nach einem viel zu langem Moment blickten beide den Totengräber an und schüttelten den Kopf.

Der Totengräber zog die Luft zwischen den Zähnen hindurch, kritzelte wieder in sein Buch und meinte: ‚Also nein!‘

Er blätterte um und fuhr fort: ‚Hast du kürzlich etwas gerochen, dass man am Besten beschreiben kann als Praline, obwohl dort keine Pralinen waren?‘

‚Das verstehe ich nicht!‘ meinte Tirsch, während Gerk in seiner Nase bohrte.

‚Hast du Pralinen gerochen, bevor sie dir erschienen ist.‘

‚Sie ist mir nicht erschienen, die hat mich angepackt und das war mehr als körperlich!‘

‚Was du davor irgendwas gerochen?‘

‚Ja!‘

‚Und was?‘

‚So wie sie halt immer gerochen hat. Nach Fichte, Moos und Honig, Nach Lavendel, Rosmarin und Eierlikör…‘ Bei der Aufzählung kam Tirsch richtig ins Schwärmen. ‚…deshalb hab ich sie auch reingelassen!‘

‚Neue Geschmacksrichtung. Muss weiter beobachtet werden.‘ flüsterte der Totengräber und kritzelte wieder ins Buch und fuhr fort. Fühlt sich deine Gallenblase irgendwie taub an?‘

‚Also jetzt wird’s aber hint höher wie vorn!‘ meinte Tirsch und drehte sich zu Gerk um, der nun in seinem Ohr herum puhlte. ‚Hast du auch so eine Gallenblase?‘

‚Gut, streichen wir die letzte Fragen. Nun wollen wir überprüfen, ob es sich um eine unverweste Leiche oder einen Nachzehrer handelt, oder etwas Schlimmeres.‘ meinte der Totengräber und drückte dem Gerk die Schaufel in die Hand. Er griff sich seine Armbrust und ging voran, geheimnistuerisch legte er den Finger auf den Mund und lauschte.

An der Begräbnisstätte angekommen, öffnete Tirsch seinen Rucksack und kramte darin herum. Er zog einen Rosenkranz an und biss in eine Knolle Knoblauch. Wortlos drückte er Gerk den Knoblauch in die Hand, der ebenfalls davon abbiss.

‚Ich merk schon, ihr seid ganz gut ausgerüstet. Was habt ihr denn da alles im Beutel!‘ fragte der Totengräber und blickte neugierig in den Beutel, in dem Tirsch immer noch herum kramte.

‚Großmutters Palmarec¹), Weihwasser, reichlich Knoblauch, ein Silbernagel, ein Kreuz groß, noch einen Rosenkranz!‘ fing Tirsch an aufzuzählen, reichte Gerk den zweiten Rosenkranz und fuhr fort. ‚Einen Hammer, einen Klappspaten, Leinsamen, ein Seil, eine Zitrone und Schnaps.‘

‚Der Palmarec ist aus Weißdorn?‘

‚Und vom Pfaffen gesegnet!‘

‚Tirsch, du solltest dringend lesen und schreiben lernen!‘

‚Wieso?‘

‚Nur für den Fall, dass du einen Brief von der Jägergewerkschaft bekommst, dann wäre die erste Voraussetzung, dass du ihn auch lesen könntest.‘

Ihr Gespräch wurde von einem stöhnenden Schmatzen unterbrochen. Gerk blieb der Knoblauch schier im Halse stecken und Tirsch packte sich erschrocken die Zitrone.

Kauen und Schmatzen!‘ flüsterte der Totengräber und kritzelte wieder in seinem Buch herum. ‚Bevor ihr mit dem Graben beginnt, müssen wir den Platz segnen.‘

‚Ich kann ein Gebet sprechen!‘ meinte Gerk.

Und Tirsch nahm die Flasche mit dem Weihwasser aus dem Rucksack und blickte den Totengräber neugierig an.

‚Ja, sehr gut Tirsch. Trete ans Grab heran, drehe dich zu mir herum und träufle das Weihwasser auf den Boden und gehe dabei einmal ums Grab herum.‘

Tirsch tat was ihm geheißen und Gerk begann zu beten. Müde bin ich, geh zur Ruh, schließe beide Augen zu. Vater, lass die Augen dein, über meinem Bette sein. Hab ich Unrecht heut getan, sieh es, lieber Gott, nicht an, deine Gnad und Jesu Blut, machen allen Schaden gut. Alle, die mir sind verwandt. Gott, lass ruhn in deiner Hand, alle Menschen, groß und klein, sollen dir befohlen sein. Kranken Herzen sende Ruh, müde Augen schließe zu. Gott im Himmel halte Wacht, gib uns eine gute Nacht. Amen!‘

Der Totengräber stand mit offenen Munde da und puhlte nun selbst in seinen Ohren herum. ‚Besser hätte ich es auch nicht machen können. Tirsch gib mir die Flasche und bleibe in dem gesegneten Kreis. Gerk gib ihm die Schaufel.‘

Während Tirsch sich an die Arbeit machte, kniete sich der Totengräber neben das Grab und beobachtete jeden Handgriff. Er murmelte immer wieder etwas und kritzelte in sein Buch. ‚Das Blumengesteck war wesentlich verschoben und die Erde war weich und aufgewühlter als ich sie verlassen habe.‘

Als Tirsch auf den Sargdeckel stieß, blickte er ins Gesicht des Totengräbers, der wieder den Finger vor den Mund legte. Ein schmatzendes Stöhnen erklang und Tirsch wurde unter dem Schmutz kreidebleich. ‚Nun klopfe dreimal auf den Sargdeckel, stemm ihn auf und halte die Zitrone bereit. Gerk Weihwasser und Plamarek bereithalten.‘

‚Gib mir mal den Klappspaten!‘ rief Tirsch und warf die Schaufel nach oben. Der Totengräber zog eine Axt aus dem Gürtel.

‚Die Regel 1 der Jägergewerkschaft ist eigentlich, führe immer eine Axt mit dir. Man weiß nicht für was man sie brauchen kann, aber so ein Klappspaten ist genauso gut.‘

Mit lautem Knarzen hebelte Tirsch den Sarg auf und der Totengräber leuchtete ihm.

‚Sag mal, die ist doch schon eine Woche tot und sie sieht immer noch drall und gesund aus.‘ meinte Gerk, der einen Blick riskiert hatte. Tirsch beugte sich runter und legte ihr die Zitrone in den offenen Mund. Ihre Lippen waren noch genauso rot, wie an dem Tag, als er sie das letzte Mal lebendig sah.

‚Ein Anzeichen für Untote, Strigoi, Wiedergänger oder Vampire ist, die lebenden Leichen wirken vollgefressen und feist, die Wangen schimmern rosig bis rot, die Fingernägel und Haare scheinen gewachsen zu sein!‘ meinte der Totengräber und kritzelte in sein Buch. ‚Der Mund steht meist offen und ist voll Blut, dass meist frisch zu sein scheint!‘

‚Öhm ja!‘ rief Tirsch und blickte den Totengräber ernst an, der bereits einen Haken gemacht hatte und dann fortfuhr. ‚Wenn diese Anzeichen nicht erfüllt wurden, ist ein beschimpfender Unfug an einer Grabstätte nicht gestattet und unter Strafe vom Erfüllungsgehilfen umgehend zu vollstrecken.‘

‚Also sie hat sich an mir vergangen, als ich in meinem Bette lag, dass ist ja wohl Anzeichen genug.‘ rief Tirsch aufgebracht.

‚Aber gebissen hat sie dich nicht, oder?‘

‚Wie meint ihr das?‘

‚Er meint, dass dir dein Kasper abfault und du ihn nie wieder Schnäuzen wollen wirst, wenn sie dir in den Zipfel gebissen hat.‘ rief Gerk und kicherte in sich hinein.

Tirsch zog den Gürtel seiner Hose auf und riskierte einen Blick in seine Hose. Der Totengräber leuchtete, blickte ihm über die Schulter und konnte sich auch kaum mehr zurückhalten.

‚In der Regel beißen die Vampirartigen an gut erreichbaren Stellen des Körpers, wo die großen Adern verlaufen. Also Hals, Hand- und Fußgelenk. Aber in deinem Fall sollten wir Oberschenkel Innenseite und Bauch untersuchen, nur für den Fall der Fälle.‘

Tirsch schob auch noch das Hemd hoch und blickte auf seinen Bauch, als die schöne Marie plötzlich die Augen aufriss, ihm die Zitrone gegen den Kopf spuckte, einen markerschütterndes Keuchen von sich gab und ihren Körper pfeilschnell aufrichtete. Tirsch konnte ihre spitzen Zähne sehen und das Blut, dass ihr aus dem offenen Mund auf ihre drallen Brüste rann. Während der Totengräber aufgeregt in seinem Buch blätterte, schlug Tirsch beherzt zu, noch bevor ihre langen Krallen ihn erreichen konnten.

‚Den Platz mit Weihwasser tränken, Ausgraben und/oder Gruft öffnen, persönliche Schutzzeichen, wie Kreuze und/oder Knoblauch können hilfreich sein. Wenn das Aussöhnen mit dem Verstorbenen und /oder eine Zitrone nicht helfen, ist die Tötung der Leiche empfohlen. Das Pfählen mit einem handelsüblichen Palmarec aus Weißdorn oder eisernen oder silbernen Nagel und das Abtrennen des Kopfes mit einer Axt oder einem Spaten, den Leichnam verbrennen und die Überreste mit reichlich Knoblauch, Leinsamen und einen geknoteten Strick wieder eingraben. Einen Segen und/oder ein Gebet sprechen hat auch noch nie geschadet.‘ rief der Totengräber, doch Tirsch hatte der schönen Marie schon mit dem Klappspaten den Kopf sauber abgetrennt. Gerk reichte ihm den Palmarec und Tirsch trieb ihn ihr mit einem harten Schlag zwischen die Brüste. Dabei hätte er fast seine Hose verloren. Als er aus der Grube kletterte war er mit Blut und Dreck besudelt. Er steckte sein Hemd in die Hose und schloss den Gürtel, während Gerk ihm den Flachmann reichte. ‚Von dem geweihten Schnapse sollst du kosten, liebste Marie. Möge der Herr deiner Seele gnädig sein und dich Heimholen in sein Reich. Grüße Großmutter von mir. Amen.‘ rief Tirsch und verschüttete den Schnaps über dem Leichnam. Gerk zündete einige Streichhölzer an und warf sie hinterher. In Windeseile fing alles Feuer und die Flammen züngelten aus der Grube. Während Gerk einige Knoten in das Seil band, kniete sich Tirsch neben das brennende Grab und wusch sich mit dem restlichen Weihwasser Hände und Gesicht. Dabei schien er in ein stilles Gebet vertieft zu sein.

Der Totengräber war so beeindruckt von den Beiden, dass er sein Buch wieder in seinem Mantel verschwinden lies und sie mit offenen Mund weiter beobachtete.

‚Gesegnet sei der, der im Namen der Barmherzigkeit und des guten Willens die Schwachen durch das Tal der Dunkelheit geleitet, denn er ist der wahre Hüter seines Bruders und der Retter der verlorenen Kinder.‘ flüsterte Tirsch.

‚Ich will große Rachetaten an denen vollführen, die da versuchen meine Brüder zu vergiften und zu vernichten, und mit Grimm werde ich sie strafen, dass sie erfahren sollen, ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe!‘ erwiderte der Totengräber.

Als das Feuer runter gebrannt war, warf Gerk die Leinsamen, das geknotete Seil und den Knoblauch in das Loch, während Tirsch die Grube wieder zu schaufelte. Als sie fertig waren zog Gerk das große Kreuz aus dem Rucksack und steckte es in die weiche Erde. Der Totengräber zog einen Flachmann aus seiner Tasche und schüttete den Inhalt auf das Frische grab. ‚Möge sie in Frieden ruhen. Amen!‘

‚In nomine patris et filii et spiritu sancti!‘ sprachen Gerk und Tirsch wie aus einem Mund.

Ende

¹) Palmarec – bulgarischer Eigenname für einen Nagel zum Pfählen oder Durchstoßen von Vampiren, der bestenfalls aus Weißdorn oder Metall besteht.

P.S. Der Wortdieb bedankt sich bei Wikipedia, Dr. Mark Benecke, Quentin Tarantino, Warehouse 13, Akte X, Supernatural und der Bibel für die vielen Inspirationen. Danke.

Ich suche einen Mann…Teil 53 – Mein Packlpostler

Ich suche einen Mann…Teil 53 – Mein Packlpostler

elefonzelleIch suche einen Mann, der des Paketzustellens mächtig ist und im allgemeinen bayrischen Sprachgebrauch Packlpostler genannt wird. (Ich brauche keinen Mann, der meine Unterschrift fälscht, um dann behaupten zu können, er hätte mir das Paket zugestellt!)

Ich suche tatsächlich einen netten und freundlichen Paketzusteller, der mich immer anlächelt, wenn ich ihm morgens total verschlafen die Tür öffne und ihn für einen Zeugen Jehova halte. Er soll mir auch noch Komplimente machen, wenn ich aussehe, wie die uneheliche Tochter von Alice Cooper, weil ich mich am Vortag mal wieder nicht abgeschminkt habe. Und weil ich ja immer nicht genug kriegen kann und wenn der Packlpostler den Anforderungen entspricht (siehe Teil 1 bis 17, Teil 18 bis 25, Teil 28 bis 30, Teil 34 bis 41 und den Bonuslevel Teil 43 bis 52) und keine braunen Shorts trägt, darf er auch mit mir in einer gelben Telefonzelle…zensiert…!telefonzelle

P.S.: Wichtig: Besagte Postperson, darf altersmäßig nicht zu weit fortgeschritten sein, dass er theoretisch mein Vater sein könnte, weil mein eigentlicher Vater immer behauptet, ich wäre vom Postboten, was allerdings meine Vorliebe für Telefonzellen erklären könnte.

Anmerkung: Dies ist der 53. Teil und eine dringende Anzeige von mir, Callabutterfly.

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Ich suche einen Mann…Teil 52 – Mein Raining Man

Ich suche einen Mann…Teil 52 – Mein Raining Man

stormIch suche einen Mann, der mit mir bei Gewitter Buchen sucht, sich mit mir in den Dreck setzt und dem Gewitter lauscht. Ich suche einen Mann, der an einem lauen Sommertag den Regen riechen kann. Ich suche einen Mann, der mit mir auf meinem Auto und/oder auf meinem Hausdach sitzt, wenn es ragnarökt! Ich suche einen Mann, der mit mir Mr. & Mrs. Wet-T-Shirt spielt, wenn wir im Regen barfuß durch die Nacht tanzen. Ich suche vor allem einen Mann, der mir beim nächsten Hochwasser tatkräftig zur Seite steht.

P.S.: Ich bin Die mit dem pinken Regenschirm! Und warum? Weil ichs kann!

Anmerkung: Dies ist der 52. Teil und eine dringende Jobanzeige von mir, Callabutterfly.

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Ich suche einen Mann…Teil 51 – Mein frostiger Schneeschuh

Ich suche einen Mann…Teil 51 – Mein frostiger Schneeschuh

22271_1204414557152_7686257_nIch suche einen Mann, der mit mir Skifahren geht, auch in ÄgDSCN5763ypten und zwar im Sommer und dann ‚Like ice in the sunshine!‘ singt. Ich suche einen Mann, der mir im Sommer einen Schneeball herzaubert, um mich ordentlich damit einzuseifen. Einen der in jeder Jahreszeit eine Schneebar bauen würde, notfalls aus ‚Last Christmas!‘-CD’s, Eiswürfel und/oder Steckerleis. Einen der für mich und seine Huskys einen Kühltransporter organisiert, um damit nach Grönland zu fahren und dann mit mir barfuß durch den Schnee zu tollen. Ich suche einen Mann, der koerperfeu3kein Problem damit hat, wenn ich ohne Vorwarnung den Schneeengel mache, auch wenn es 35°C im Schatten hat. Ich suche einen Mann, der für mich jedes Thermometer mit -4°C überschreibt. Und wenn mein Schneemann mich dann ausreichend abgekühlt hat, dann werden wir herausfinden was ein Old King Clancy wirklich ist, mit oder ohne Ahornsirup.

P.S. Vorsicht akuter Hirnüberhitzungszustand!

Anmerkung: Dies ist der 51. Teil und eine dringende Jobanzeige von mir, Callabutterfly.

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Ich suche einen Mann… Teil 50 – Mein Anstandswauwau 2.0

Ich suche einen Mann… Teil 50 – Mein Anstandswauwau 2.0

IMG_0451Ich suche noch dringender einen Mann, der mir 36 Stunden täglich auf die Finger haut, weil wenn die Hitze noch weiter andauert, werde ich kaum an mich halten können… IMG_0542

Ich habe 10 Liter gefrorenes Kunstblut in meinem Gefrierschrank und ich bin ein Wenig versucht irgendwas Abartiges damit anzustellen…

Anmerkung: Dies ist der 50. Teil und eine dringende Jobanzeige von mir, Callabutterfly.

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