Grimgarder Bürgermopp: Heute: Eierdiebstahl

Grimgarder Bürgermopp: Heute: Eierdiebstahl
EierWegen 2 Dutzend Eiern, 2 toter Hühner und einem Hackebeil bildete sich ein wütender Mopp aus Grimgarder Bürgern und Reisenden, der, mit Haken und Forken bewaffnet, lautstark vor die Halle des Handelsrates zog. Der Fischer hatte sogar einen stinkenden Fisch in der Hand, mit dem er wütend fuchtelte. Ganz vorne an Bilhildis, die ein lebendiges Huhn wütend über den Kopf schwang. Dankrad, der Vorsitzende des Handelsrates und Fellhändler zu Grimgard trat vor die Bürger Grimgards und sprach: ‚Ah, Bilhildis wie gut, dass ich Euch treffe!‘
Bilhildis lies verdutzt das Huhn sinken. Dann sprach Dankrad weiter: ‚Bevor ich mich eurem Problem widmen kann, möchte ich noch etwas bekannt geben. Bilhildis tretet doch mal vor.‘ Er hob eine Urkunde hoch und fuhr fort. ‚Ich darf unsere hochverehrte Bilhildis als Erster gratulieren. Sie ist unsere erste Frau im Handelsrat zu Grimgard. Herzlichen Glückwunsch.‘
Er überreichte ihr die Urkunde, machte einen kleine Verbeugung, bevor er ihr die Hand schüttelte. In ihrer Verwirrung hatte sie das Huhn los gelassen, dass nun munter am Boden herum pickte und gleichsam das Geschehen scheel beäugte.
‚Ich bin sprachlos, Dankrad. Was für eine Ehre!‘ stammelte sie verlegen, wedelte sich mit der Urkunde frische Luft zu und verdeckte damit ihre erröteten Wangen.
‚Und nun zu euch, was ist das für ein Aufstand?‘ rief er und der Baumeister drängelte sich hindurch die Menge nach vorne. Die Menge rief wild durcheinander: ‚Diebstahl!‘
‚Da ist man sich ja seines Lebens nicht mehr sicher!‘
‚Da sind bestimmt die Spinnen schuld.‘
‚Wir fordern Reinkarnation!‘
’12 Duzend Eier sind gestohlen worden und 6 Hühner!‘
‚Nein 10 Hühner!‘
‚Die Wendools waren es!‘
‚Nein, die Spinnen!‘
‚Bitte was, wer wurde bestohlen?‘ rief der Baumeister so laut er konnte.
‚Bilhildis!‘ rief die Menge im Chor.
‚Wir fordern Resubordination!‘
‚Wer hat euch nur so schwere Wörter gelernt!‘ rief der Baumeister und trieb die Leute auseinander. ‚Der Handelsrat wird sich der Sache sofort und umgehend und persönlich annehmen.‘ meinte Dankrad und führte die immer noch völlig verdutzte Bilhildis in die Halle des Handelsrates zu Grimgard.
‚So hier gibt es nichts mehr zu sehen, geht wieder an eure Arbeit!‘ rief der Baumeister abschließen, hob das Huhn auf und trug es zurück zu Bilhildis Laden.
~*~
Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker (http://www.rauriker.de) und dem Dorfspiel im und um den freien Handelsposten Grimgard. Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.
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Ei ist nicht gleich Ei

Ei ist nicht gleich Ei
Nun reise ich schon seit dem ich laufen kann jede Woche nach Grimgard, um vielleicht nicht die größten, aber die besten Eier zu verkaufen. Im Besitz meiner Familie befindet sich eine der größten Hühnerzuchten in ganz Halvor und ich muss schon sagen, da gibt es ja schon gewaltige Unterschiede. Die Eier, die man sonst so in Grimgard bekommt, sind ja schon ziemlich klein, zwar nicht so klein, wie die aus Bolkheim, aber schon kleiner als in der restlichen Hag Raurik. Und die Eier aus manch anderen Ländern möchte ich gar nicht erst erwähnen, ich frag mich ja wie die ihre Kinder satt bekommen. Natürlich sind die Eier, die aus Blankard kommen, immer viel größer, selbst als die unsrigen. Dass muss am Futter oder am Wasser liegen, oder an Beidem, so genau kann ich das nicht sagen. Aber zum Backen und zum Kochen sind meine Eier die Besten.
Bilhildis – Eier aus Aller Herren Länder
Eier
Nicht mal eine Woche habe ich meinen Laden hier in Grimgard und schon werde ich bestohlen. Es wurden nicht nur 2 Dutzend Eier entwendet, sondern auch 2 Hühner mit samt dem Beil. Ich hatte sie nach dem Schlachten aufgehängt und wollte sie heute rupfen. Und was sehen meine entzündeten Äuglein, meine Hühner waren verschwunden und der Hühnerdieb, hat zu allem Überfluss auch noch das Beil meines Vaters mitgehen lassen. Ich fordere Reduplikation! Und ich fordere eine Bürgerwehr, die nicht jeden Morgen betrunken hinter der Taverne aufwacht.
Bringt mir den Hühnerdieb und er wird mein Beil zu spüren bekommen!!
Bilhildis – Eier aus Aller Herren Länder

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker (http://www.rauriker.de) und dem Dorfspiel im und um den freien Handelsposten Grimgard. Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

Nicht verwechseln…

Nicht verwechseln…

129547393_e4dadde815_oDie Sonne scheint, ich fahre mit offenen Fenster nach Hause, höre Radio Arabella und ich denk mir nichts Böses. Warum auch, es ist doch so schönes Wetter. An einer roten Ampel bleib ich stehen und beobachte die Typen da draußen mit ihren kurzen Hosen, ihren Sonnenbrillen und ihren Ohrenschützern???
What the fuck! Winter is coming? Und ich hab noch die Sommerreifen drauf. Warte, wir haben doch Juli und der Sommer fängt grad erst an, nach dem wir die letzten 3 Monate April hatten.
Es wird grün und ich muss weiterfahren. Im Augenwinkel kann ich jedoch erkennen, dass der Kerl womöglich doch keine Ohrenschützer trägt. Es sind Kopfhörer? Quietschbunt! Wer macht so was?
Ehrlich mal, haben wir alle unsere Eltern früher nicht dafür gehasst, wenn sie uns peinliche Klamotten und/oder Accessoires angezogen haben. Auch wenn manche Kleidungsstücke 15 bis 25 Jahre später ihr mehr oder weniger ruhmreiches Comeback gefeiert haben. Bestes Beispiel dafür sind Cordhosen und Rundschals. Ich habe mittlerweile gegen die gute alte Cordhose nichts mehr einzuwenden, solange sie nicht lila ist, komische Muster hat und diesen ganz dünnen Cord hat, der immer fuselt!
Aber Rundschals, ich bitte euch! Denkt doch mal drüber nach, damals in den 80ger und /oder den 90gern, als türkis, pink, lila und / oder Neonfarben ganz super chic waren. Als wir alle noch Kapuzenshirts getragen haben, (Ja, auch ich!) fliederfarben und neonfarbene Batikhosen dazu. Ich schäme mich heute noch dafür. Wie gut, dass wir damals noch kein Facebook hatten, die peinlichen Fotos hätte niemand je wieder aus dem Netz löschen können.
Zurück zu den Rundschals, damals waren die aus unmöglichen Farben gestrickten Polyesterwollrundschals und etwas Körperbetonter, als die heutigen Exemplare. Wahlweise mit einem gestrickten und geflochtenen Stirnband. Würg. Ein Bisschen wie ein Strick-Muff für den Kopf. Habe ich meine Mutter für jede Masche gehasst, die sie in diese, einer Kopfbedeckung nicht würdiger modischen Verfehlung, gestrickt hatte.
Und Ohrenschützer kommen definitiv gleich nach den meist gehassten Kleidungsstücken, neben dem absoluten Spitzenreiter nämlich der Pullunder, Handschuhe die miteinander verbunden sind und natürlich dem Strickrundschal für den Kopf.
Nachdem die meisten Kleidungsgeschädigten diversen Etablissementwohl nicht auch noch meine Tante hatten, werde ich mich zu weiteren modischen Fehltritten in meiner Familie keine weiteren Auskünfte erteilen, weil ich damit beschäftigt bin, alte Kinderfotos zu verbrennen, wo ich mit meiner Schwester zusammen im Partnerlook Blumenmädchen (mit blonden Zöpfen!) bei irgendwelchen Hochzeiten machen musste und wir lila bis weinrote Klamotten tragen mussten, die so Füllhornmuster hatten, wie man sie aus diversen Etablissement her kennt, die für ihre altrosa Tapeten bekannt sind. Und ratet mal, das Material war aus diesem mikroskopisch dünnen Cordstoff, der immer fuselt und zwar völlig egal wie oft meine Mutter mit der Fuselbürste hinter mir her war. Alpträume hab ich heute immer noch davon.
Ich schweife leicht ab, aber ich muss mich bei dem Thema immer leicht echauffieren, weil meine Nichte mittlerweile von meiner Tante Geld kriegt und nicht dieses schrecklichen Klamotten, mit der ich in meiner Kindheit immer gequält wurde. Und das Allerschlimmste ist ja, dass ich die schrecklichen Klamotten, die meine große Schwester von meiner Tante bekommen hatte, dann auch noch auftragen musste. Jetzt fragt ihr euch, warum ich heute so bin wie ich bin. Bedankt euch beim textilen Einverständnis meiner Eltern.
So nun zu euch: Warum zum Teufel trägt die Jugend heutzutage quietschbunte Kopfhörer, die beim flüchtigen Hinschauen, aussehen wie die Plüschohrenschützer? Für die wir alle unsere Eltern (und wahlweise auch Tanten oder Omas) so gehasst haben!
Aber mir kann ja auch keiner diese Sache mit den Hosen erklären, warum man die unter den Arsch schnallt… aber das ist eine andere Geschichte.

Danke für die Aufmerksamkeit.

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