Schnupfrupfen kann tödlich sein!

Achtung Warnung: Schnupfrupfen kann tödlich sein!
Mir ist eine ziemliche Menge geharzter Kampfer abhanden gekommen. Von Diebstahl will ich gar nicht reden, vielleicht hab ich es auch verlegt. Aber über die Verwendung von Kampfer sollte dem Finder Einiges im Klaren sein!
Kampfer als Verwendung für Schnupfrupfen, da können die Kampferdämpfe auf Dauer nicht nur süchtig machen, sondern auch zum Tode führen. Jetzt fragen sich die Fremden natürlich was Schnupfrupfen eigentlich ist. Meine Großmutter sagte früher immer: ‚Hast an Schnupfen, Kampfer in die Glut, an Rupfen übern Schädel und tief durchatmen. Das bringt die Säfte zum Fließen.‘
Manche nennen das auch Inhalation!
Hilft gegen ziemlich viel! Kann abführend wirken. Hilft auch gegen Ungeziefer, gegen Leichengestank, gegen Schnupfen, bei Magendarmbeschwerden, Kopf und Gliederschmerzen. Aber zu viel des guten Zeuch kann süchtig machen. Eine Abhängigkeit kann zum Tode führen, wenn man über der Glut ohnmächtig wird und mit dem Rupfen ins Feuer fällt zum Beispiel.
Ich hab das schon gesehen. Also Vorsicht! Am Besten bringt der Finder das Zeuch einfach wieder zu mir und zur Belohnung bekommt er einmal Schnupfrupfen unter Aufsicht umsonst.
Besorgte Grüße
Lindrad Salbaderer und Alchemist Kräuterküche zu Grimgard
rupfen
Der Grimgard Bürgermopp zieht mal wieder gen Ratshalle. Diesmal weniger laut, aber doch sehr entschlossen. Lindrad war gar nicht dabei, der ging grade beim Tor hinaus und war schon fast im Wald, als der Mopp vor der Ratshalle an kam.
Vereinzelte Rufe schallten fast lustlos durch Grimgard:
‚Ohne Schnupfrupfen, ohne mich!‘
‚Da ist man sich ja seines Lebens nicht mehr sicher!‘
‚Da sind bestimmt die Spinnen schuld.‘
‚Die Wendools waren es!‘
‚Nein, die Spinnen!‘
‚Nein, die Wendols!‘
Man konnte einen Watschenbaum hören, wie er gerade einschlug. ‚Wir fordern Inhalation!‘
Rinelda kam aus der Taverne gelaufen und hatte ein Stuhlbein in Händen.
‚Da wird’s ja hint‘ höher wie vorn!‘ schrie sie.
Der Mopp verstummte.
‚Mein Vater hat sein Schnupf samt Rupfen in der Taverne liegen lassen! Also schauts bloß, dass ihr weiter kommts!‘
Die Menge löste sich auf, doch Rinelda hatte wohl jemanden in der Menge erspäht.
‚Hej, Fischer. Da hat jemand gestern seine Zeche nicht bezahlt und der Jemand braucht nicht glauben, dass er noch ein Bier von mir ausgeschenkt bekommt. Und, nein du kannst nicht mit deinem stinkenden Fisch bezahlen!‘
Der Fischer blieb als Letzter stehen, kramte in seiner Tasche nach ein paar Kupfer und warf sie ihr hin. Noch im Weglaufen schrie er: ‚Stimmt so!‘
~*~
Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker (http://www.rauriker.de) und dem Dorfspiel im und um den freien Handelsposten Grimgard. Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.
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Wenn ein Sack Bolkheimer Pilze umfällt…

Anzeige gegen Unbekannt!
Erneuter Diebstahl in Grimgard! Als hätten wir in so schweren Zeiten nichts besseres zu tun, als uns mit dem unerkannten Diebesgesindel herum zu ärgern. Gestern Nacht ist eine ganze Steige feinste südadryllianische Feigen und Datteln verschwunden und bei der Flucht haben die Diebe noch einen Sack Bolkheimer Pilze umgeworfen.
Nicht dass bei den Pilzen noch irgendwas zu Schaden hätte kommen können.
Aber die Feigen und Datteln sind dennoch fort.
Ich fordere Reneklode!
Erkmar Obst und Gemüshandlung zu Grimgard
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Und wieder bewegt sich ein wütender Mopp hin zur Ratshalle des Handelsrates zu Grimgard. Vorne an, der Obst und Gemüsehändler Erkmar. Dieser aber lief voran, sprang die paar Stufen hinauf und lief schnurstracks durch das offene Tor der Halle.
Mit einem lautem Knallen schloss sich das Tor und die Angehörigen des wütenden Aufstandes standen sich, ausgesperrt und verdutzt, vor der Halle die Beine in den Bauch.
Drinnen konnte man aber ihre Rufe durch die hölzerne Außenwand sehr gut hören:
‚Da ist man sich ja seines Lebens nicht mehr sicher!‘
‚Wie fordern Repression!‘
‚Das heißt Repressalien!‘
‚Die Spinnen sind schuld!‘
‚Nein die Wendols!‘
‚Wie sollen wir nur unsere Kinder ernähren?‘
‚Du hast doch gar keine Kinder!‘
Plötzlich hört man den spitzen Schrei einer Frau, die weit ab von dem Menschenauflauf stand. Sie lief  schreiend und mit den Händen wedelnd von dem Stand des Bolkheimer Allerlei fort. Der Baumeister fing sie quasi im Lauf ein und versuchte sie zu beruhigen, aber jeder hörte das Wort: ‚…Spinne…!‘ Der wütende Mopp lief los und hinterließ nur noch eine Staubwolke. Als sich der Staub verzog, hatte der wütende Mopp den Laden vom Bolkheimer kurz und klein geschlagen. Ein Zettel flatterte durch die Luft, auf dem stand: ‚Bin gleich wieder da!‘ Benommen krabbelte ein kleiner Weberknecht aus dem Gerümpel.
‚Da ist die Spinne, tötet sie!‘
‚Die Bolkheimer sind mit der Spinne im Bunde!‘
‚Wir fordern Reprobation!‘
‚Das heißt Prohibition!‘
Der Baumeister kam zu den Leuten und trieb sie auseinander und meinte: ‚Ihr seits so dumm dass raucht! Des heißt Kompensation! K – O – M – P – E – N- S -A – T – I – O – N! So und jetzt sprechen das mal alle nach!‘ Die Leute grummelten ‚Kompensation!‘ und verschwanden ganz schnell vom Ort des Geschehens.
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Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker (http://www.rauriker.de) und dem Dorfspiel im und um den freien Handelsposten Grimgard. Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.
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