Tagebuch des Salbaderers von Grimgard – Teil 1

 Abschrift für die Akten

von R für XXXXXR

Tagebuch des Salbaderers von Grimgard -Teil 1

In einer Zeit in der das Leben immer schwerer zu werden scheint, und meine Gedanken immer weiter von meinem Geist driften, habe ich beschlossen alles aufzuschreiben, was ich weiß. Allen voran mein Wissen, um die Kräuter und meine Abneigung gegen Tränke. Wenn man die Wirkung doch auch in Schmalz rühren kann, warum dann einen übel schmeckenden Trank zubereiten, wenn man sich die Wirkung auch auf die Haut schmieren kann. Ich scheine auch irgendwie der Einzige zu sein, der so denkt oder so arbeite, aber meine Wundsalbe ist halt schon fast ein Bisschen berühmt.

Man nehme ein gute Grimgarder Schmalz und rühre Arnikablüten hinein. Das ist nicht nur die Grundlage für meine Wund- sondern auch für meine Wundbrandsalbe. Auf jeden Fall müssen die Blüten erst mal richtig gut durchziehen. Ich hab schon wieder rasende Kopfschmerzen. Ich werde mir ein Lavendelöl über den Schnupfrupfen träufeln, bevor ich ein kleines Nickerchen auf meinem Lavendelkissen mache.

Aber vom Schnupfrupfen muss ich noch erzählen. Ein Stück glühende Kohle so wie die Südandryller es auf ihre Wasserpfeife legen, dann legt man geharzten Kampfer drauf und wirft sich einen alten Rupfen über den Schädel. Tief einatmen! Dann läuft der Rotz! Und man schläft wie ein Säugling.

Gute Nacht, euer Lindrad

P.S. Mit wem Rede ich eigentlich.

Neuer Tag neues Glück! Ich muss heute nach meinen Smaragdspinnen sehen. Meine Hände zittern auch ganz schön, ein Spaziergang wird mir gut tun.

Schönen Tag auch, Lindrad.

Der Salbaderer ist wieder heimgekehrt mit vielen neuen und frischen Sachen im Gepäck. Ich habe zwei Krähen, zwei schwarze Krähen gesehen. Hm. Ob es ein Gutes oder ein schlechtes Omen ist, vermag ich noch nicht zu sagen. Schon wieder ein Grimgarder Bürgermopp, wegen nichts und wieder nichts. Wenn sie noch eine Runde durchs Dorf machen, werde ich wohl auch mitgehen.

Lindrad der Salbaderer von Grimgard.

Ich muss schon sagen, so ein Grimgarder Bürgermopp erhellt das Gemüt und macht frisch, fromm, fröhlich und frei. Rosmerta zur Ehre! Es ist an der Zeit, dass ich meine Kräuter trockne, die ich aus dem Wald mitgebracht habe.

Außerdem wollte ich aus Moos noch eine Salbe machen gegen Falten. Da sind die Weiber ganz scharf drauf. Als ob es irgendwas bringen würde, sich grüne Pampe ins Gesicht zu schmieren.

Zumindest bekommt man keinen Sonnenbrand davon. Natürlich nur wenn man Frau es sich traut, mit der Paste im Gesicht vor die Tür zu gehen.

Ein Bisschen ein Geschäftsmann bin ich ja auch. Und Selbstheilung ist ein wichtiger Aspekt in der Salbaderei. Aber nicht, dass ich je vorgehabt hätte in diesen bescheuerten Handelsrat einzusteigen. Als Salbaderer nehm ich mir die Freiheit mich nicht an fette Pfeffersäcke zu binden. Kaufen sie doch alle bei mir ein. Ich muss schon aufpassen, dass man mir nicht ansieht, was für eine Freude mir meine Berufung macht.

Der Runfried war schon wieder da, mit seinem Rücken. Ohne kann er ja schlecht kommen. Kleiner Scherz am Rande. Er hat sich bei dem Untotenangriff schon ganz schön verletzt, als er über seine eigene Arbeit gestolpert ist. So ein Depp. Er ist schon ein hervorragender Handwerker, nur mit Stress und Druck kommt er halt nicht klar.

Naja, die Salbe will er nicht haben, weil er nicht an die Stelle kommt um sich einzuschmieren. Wird echt Zeit, dass er sich mal eine Frau zulegt. Jetzt muss ich ihm doch tatsächlich einen Trank machen.

Und ich sagte ihm noch, so nimmt dich keine Frau, wenn du die halbe Nacht auf der Palisade verbringst. Er sagt immer er wäre mit der Bretterwand verheiratet.

Der Frühling ist ganz schön seltsam, erst will der Winter nicht gehen und dann ist es ziemlich warm für den Frühling.

Der Runfried war in Raurikor und hat uns viel Geschichten mitgebracht. Er hat mitgeholfen die Ratshalle wieder aufzubauen. Er meinte noch, dass sie Gelsa, die alte Zippe von der Ratshalle, ihm eine Rune auf den Rücken gemalt hat. Jetzt würde er sich nicht mehr waschen, weil es ihm echt prächtig geht. Angeblich sind alle Druiden des Landes gekommen, um die neue Halle zu weihen, auf dass sie so schnell keiner mehr abfackelt. Sollen die Götter uns gnädig sein, dass das auch wirklich nicht mehr passiert.

Meine Tochter Rinelda zwingt mich täglich meine Suppe zu essen. Ich glaub sie will mich ernsthaft bemuttern, irgendwas hab ich wohl wieder falsch verstanden.

Nun will ich aber zu dem zurück kehren, warum ich anfing meine Gedanken aufzuschreiben. Ich sehe die Zeichen, bevor manch andere sie deuten mögen. Und ich muss mich sputen, denn meine Gedanken sind so durcheinander, ich kann kaum einen klaren Gedanken fassen.

Es begann damit, in den Sümpfen der Nantwigen, wo eine von den Weibern bemerkte, dass die Heilkräuter an Wirkung verloren. Was mehr oder weniger damit abgetan wurde, dass man Frau ja die doppelte Menge an Heilkräutern verwenden musste, damit die gewollte Wirkung eintrat. Damit gab ich mich nicht zufrieden. Im Winter, der jetzt doch ein wenig länger gedauert hat, als vermutete, habe ich all meine Kräuter untersucht und katalogisiert.

 Eichen sollst du weichen. Birken sollen wirken.

 Feenstern

Feenstern Bleistift

Merkmale Weiße Blüte,

Fundort (Versteckter Hinweis: Bei Birken! R) an schattigen Stellen

Verwendung für Heiltränke und Salben

(Versteckter Hinweis: + Moos! R)

Ich will euch nicht weiter mit Kleinigkeiten aufhalten, es gibt noch viel zu tun.

Ich konnte den Frühling kaum erwarten, der wie gesagt auf sich warten lies. Ich trug alle Samen in den Wald und legte versteckte Beete an besonderen Orten an, um dann sehnsüchtig drauf zu warten, dass die Knospen sprossen. Währenddessen ich wartete lies ich mir aus allen Herren Länder Kräuter kommen, die eine heilende Wirkung versprachen. Die Rechnungen jubelte ich Dankrad unter. Ich bin schon ein schlauer Fuchs.

Lange genug musste ich warten bis die Lichtfee auf den Händen des Frostbolds befreit wurde, aber der Frühling kam dann aber wie mit einem Donnerschlag. Die Sprossen knospen wie auf Befehl und ich konnte keine Unregelmäßigkeiten feststellen, die Kräuter um Grimgard sind sicher.

Nur muss ich sagen, sind die Smaragdspinnen dieses Jahr nicht so triebsam wie sonst, während alle anderen Spinnen sich über die Maßen vermehrten, scheint es so, als würden die kleinen Smaragspinnen auf der Strecke bleiben. Wo wir doch ihr Gift für alle Arten von Gegengiften so dringend benötigen. Ich muss mir überlegen, was nun zu tun ist.

Der Lindrad

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker (http://www.rauriker.de) und dem Dorfspiel im und um den freien Handelsposten Grimgard. Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

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