Sitzt ne Frau allein an der Bar…

Sitzt ne Frau allein an der Bar…

6797798903_a598259c11Sitzt ne Frau allein an der Bar und trinkt ihr obligatorisches Feierabendbier.

Der Barkeeper hatte eine Fliegenklatsche in der Hand und schien gerade auf der Jagd zu sein.

Die Tür ging auf und der junge Bursche kam rein, der immer hinter der Bar saß und so was wie ein Praktikant zu sein scheint.

Er sieht heute aus, wie ein Schluck Wasser in der Kurven! Die Annahme warum er ein Praktikant sein könnte, war mehr so ein Gefühl. Er durfte immer hinter der Bar sitzen, obwohl er offensichtlich nichts arbeitete, bekam aber vom Barkeeper erklärt, was er tun sollte, wenn er arbeiten täte.

Irgendwie ist er ja nett anzuschauen und ist immer so herrlich pikiert, wenn jemand einen versauten Witz macht. Meine Güte, ist der niedlich, wenn ihm was peinlich ist.

Mal ganz davon abgesehen, dass der junge Praktikant ernsthaft was fürs Auge war, schwirrten wirklich ziemlich viele kleine Fliegen herum. Aua! Es sind Mücken! Im Oktober?

‚Ja sorry! Der Kammerjäger kommt morgen!‘ meinte der Barkeeper, der gerade hinter der Theke aufgetaucht war und die Fliegenklatsche bedrohlich umher schwang.

Die Frau dachte sich ihren Teil. Aber jetzt wusste sie auch warum man eigentlich immer einen Limettenschnitz in das Desperados steckt. Damit die abartigen kleinen Drecksbastarde nicht ins Bier fliegen. Boa, da wird man ja echt aggro, bei dem Flugverkehr in der Bar.

Die Frau fing an, wie eine Wahnsinnige in ihrer Handtasche zu kramen und zog nach einer gefühlten Stunde und 1000 Mückenstichen später ein kleines rotes Pumpfläschchen hervor. Sie sprühte erst sich selbst und dann den Sitz neben ihr ein, dann die Theke und am Ende den Iro des Barkeepers, als er wieder in ihrer Nähe stand.

‚Sagen Sie mal junger Mann, würden Sie mir gerne mal Modell stehen?‘ meinte die Frau eher beiläufig.

Der junge Mann blickte interessiert auf. Er hatte versuchte ein Geldstück über die Arbeitsfläche zu schnipsen. Hach, ist der niedlich, wenn er sich dumm anstellt.

‚Öhm!?‘ meinte der junge Praktikant.

‚Ich würde Sie gerne mit einem Eimer Kunstblut beschütten und Sie dann nackt über eine Leinwand wälzen, wenn das Okay für Sie wäre?‘ meinte die Frau cool und verzog keine Miene. ‚Nur wenn es Ihnen nichts ausmacht. Es ist jetzt keine blöde Anmache, das ist Kunst mit Kunstblut.‘ Sie machte eine ziemlich lange Pause: ‚Und es ist nichts Sexuelles!‘

‚Wenn du den Kleinen mit Kunstblut einsaust, um ihn dann nackt über eine Leinwand zu wälzen, dann kannste auch die Bilder hier bei uns ausstellen.‘ lachte der Barkeeper und verschwand grinsend im Hinterzimmer.

Der junge Praktikant sagte tatsächlich ja zu dem doch eher etwas gewagten Vorhaben, verschwand dann aber doch im Hinterzimmer und traute sich den ganzen Abend nicht mehr in die Nähe der Theke zu kommen.

Ob es nun an den Mücken oder an dem Angebot lag, dass er in seinem jugendlichen Leichtsinn nicht ablehnen konnte…

Fortsetzung folgt… vielleicht?

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