Schnee im Oktober – Teil 3

Schnee im Oktober – Teil 3

nebelEr drückte seinen Körper näher gegen den ihren und nahm sie fester in den Arm.

Ein weiteres Krachen unterbrach ihre Intimität nur kurz und als dann etwas aufs Wagendach krachte, quietschte sie wieder.

‚Mathilda, wir machen jetzt die Biege, bevor noch der ganze Baum auf uns drauf kracht.‘ flüsterte er ihr ins Ohr und machte sich gleichzeitig an der Rückenlehne zu schaffen.

‚Kommst du an den Schlüssel ran?‘ fragte er, als er einen Teil der Rückenlehne umklappte und sie dabei angrinste. Sie kroch an ihm vorbei und ihr Oberkörper verschwand zwischen den beiden Vordersitzen und wenig später hatte sie nicht nur den Schlüssel in der Hand, sondern auch ihre Handtasche und ihr Handy. Hastig drückte sie auf einen Knopf der Zentralverriegelung und er Kofferraum sprang auf und dann untersuchte sie ihr Handy, kein Netz. Das war ja klar. Hans zog währenddessen die Kofferraumabdeckung ab und schob sie gegen das kaputte Fenster, um es weitestgehend abzudecken.

Mathilda hingegen versuchte den Kofferraumdeckel zu öffnen, es gelang ihr aber nur bedingt. Er ging ihr zur Hand und gemeinsam gelang es ihnen den Kofferraumdeckel aufzudrücken.

Er musste die Klappe festhalten, während sie aus dem Kofferraum kletterte. Sie schnappte sich noch eine Decke, eine Taschenlampe und ihre Jacke und griff dann nach dem Kofferraumdeckel, um ihn weiter aufzuhalten, damit der junge Zimmermann ebenfalls aus dem Kofferraum klettern konnte. Seinen Hut unter den Arm geklemmt, schwang er sich behände aus dem Kofferraum und ehe er wieder stand, hatte er seinen Hut wieder auf dem Kopf.

Er machte einen Schritt vom Wagen weg, schloss den Kofferraum und hielt ihr den Arm hin. ‚Wenn ich die werte Mathilda zu meiner Platte führen dürfte.‘

Sie hatte alles, sogar die Decke, in die Handtasche gestopft, zog ihre Jacke an und hakte sich bei ihm ein, obwohl sie ihn nicht verstand. Aber was sollte sie schon tun? Sie hatte eh keine Zeit es sich anders zu überlegen, weil er sie schon mit sich zerrte.

Der Wind hatte mittlerweile hüfthohe Schneewehen aufgetürmt, was ihren Marsch ziemlich erschwerte. Sie liefen eine ganze Weile über ein verschneites Feld, bis sie am Fuße eines Hügels ankamen. Auf dem Hügel stand ein kleiner Heuschober.

Es dauerte gefühlte Stunden, bis sie endlich oben auf dem Hügel angekommen waren.

Er schob das Tor des Stadels auf, schob sie ins Innere der Hütte und meinte: ‚Home sweet Home!‘

Es war ganz schön dunkel hier drinnen. Schon hatte er eine kleine Taschenlampe aus seiner Jacke gezaubert und leuchte auf dem Boden herum.

‚Sagen Sie mal, wie haben Sie mich eigentlich gefunden?‘ fragte sie und kramte dabei in ihrer Handtasche.

‚Du!‘ meinte er und leuchtete in ihre Handtasche.

‚Wie hast du mich eigentlich gefunden?‘ verbesserte sie sich und zog ebenfalls ihre Taschenlampe hervor.

‚Ich stand vor dem Stadl, um eine zu rauchen und hab gesehen, wie der Wagen ins Schleudern kam.‘ berichtete er und ging dabei um sie herum auf eine Leiter zu, die nach oben zum Heuboden führte.

‚Danke!‘ flüsterte sie leicht beschämt.

‚Nichts zu danken!‘ Er zog wieder seinen Hut und meinte dann verlegen: ‚Es ist mir eine Ehre eine fleischgewordene Mathilda kennenlernen zu dürfen!‘ Ehe sie schauen konnte, hatte er den Hut wieder auf dem Kopf.

Sie lächelte verschmitzt und versuchte davon abzulenken, dass ihr die Schamesröte ins Gesicht stieg: ‚Und was machen wir jetzt?‘

Fortsetzung folgt…

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Kommt ne Frau langsam in eine Bar…

Kommt ne Frau langsam in eine Bar…

…und bewegt sich vorsichtig Richtung Tresen.

limospritzerSie trug einen Wintermantel und hatte einen Hund an einer Leine, der aber noch ziemlich jung war und sich neugierig durch den Raum schnupperte.

‚Kann ich ein Zitronenlimo haben und eine Schüssel mit Wasser für den Kleinen?‘ fragte sie und legte eine Hand auf die Theke.

Der Barkeeper blickte über die Theke und meinte: ‚Ja, und was ist mit einem Leckerli? Willst du ein Leckerli?‘

Sie blickte am Barkeeper vorbei und schüttelte nur den Kopf, während der Hund freudig erregt versuchte den Barhocker zu besteigen.

‚Wie heißt er denn?‘

‚Der kleine Basterd hat sich noch keinen Namen verdient!‘

‚War er nicht artig? Warst du ein böser Hund?‘

Sie drehte sich zu ihrem Hund und meinte: ‚Weißt du was ich am Meisten hasse, wenn die Kerle immer nur mit dir sprechen und mich am Ende der Leine verdursten lassen…!‘

‚Ja, Tschuldigung. Mit dem Schwerenöter brauchen Sie aber nicht auf Aufreißtour gehen!‘ meinte der Barkeeper und stellte ihr das Zitronenlimo hin.

Sie zog ihren Mantel aus und dabei rutschte ihre eine Armbinde vom Ärmel.

‚Ihnen ist da was runter gefallen!‘ meinte der Barkeeper und wollte ihr gerade noch eine Zitronenscheibe ins Glas werfen.

‚Ist eine Zitronenscheibe in einer Zitronenlimo nicht völlig vergebene Liebesmüh?‘ fragte sie und legte langsam die Hand auf ihr Glas.

‚Also kein Gemüse in ihrer Limo?‘ meinte der Barkeeper. Er wusch eine kleine Plastikschüssel aus und füllte sie mit Wasser. Dann ging er um den Tresen herum und servierte dem Hund das Wasser. Während der Hund gleich den ganzen Kopf in die Schüssel steckte, kraulte der Barkeeper ihn und flüsterte mit dem Hund: ‚Ja, das gefällt dir, du kleiner Schwerenöter!‘ Der Hund zog seinen Kopf aus der Schüssel und legte sich auf den Rücken, um sich noch mehr kraulen zu lassen.

‚Du kleine Evolutionsbremse sollst dich nicht immer gleich vor jedem Mann auf den Rücken werfen, nur weil er dir am Ohr krault.‘ zischte sie dem Hund zu, blickte aber dabei in eine ganz andere Richtung.

Als der Barkeeper sich wieder aufrichten wollte, hob er den kleinen Fetzen Stoff auf, der ihr vom Ärmel gerutscht war, als sie den Mantel ausgezogen hatte.

‚Ihnen ist da was runter gefallen!‘ wiederholte er und hielt ihr den Stofffetzen hin.

Sie blickte an ihm vorbei und griff ins Leere. Im Hintergrund lief ‚I just called to say I Love You‘.

‚Na, dass passt ja wie die Faust aufs Auge!‘ meinte sie und drehte ihren Kopf langsam in seine Richtung. Noch bevor er sah, was er da eigentlich in Händen hatte, blickte er in ihre Augen. Sie waren trüb und fahl und sie lächelte die Sitzreihen hinter ihm herzlich an. Dann griff sie nach seinem Arm und tastete über seinen Arm hinweg zu seiner Hand.

‚Das dumme Ding ist so flüchtig wie Gas! Es entfleucht mir ständig!‘ flüsterte sie und nahm den Stofffetzen an sich und streifte ihn über ihren Arm. ‚Aber nicht, dass Sie mir jetzt ne Nazibinde untergejubelt haben.‘ lachte sie über seine Schulter hinweg. Erst jetzt konnte man das Blindenzeichen erkennen.

‚Ne, garantiert nicht!‘ erwiderte der Barkeeper und zog eine Sicherheitsnadel von seiner Weste. ‚Nazis müssen draußen bleiben!‘

Dann strich er sanft über ihren Arm und flüsterte: ‚Ich hab da was für Sie, nicht bewegen!‘

Er pinnte ihr die Armbinde mit der Sicherheitsnadel fest. Daraufhin griff sie vorsichtig über ihren Arm und ihre Finger verharrten auf der Sicherheitsnadel.

‚Danke!‘ hauchte sie und streckte dann die Hand aus. Sie wollte ihm ins Gesicht fassen, aber die Richtung stimmt nicht ganz. Er drehte sich in ihre Richtung, kam einen Schritt näher, nahm aber zusätzlich ihre Hand und führte sie zu seiner Schläfe. Sie fuhr über seine Haarstoppel und blieb mit den Fingern an seinem Iro hängen. Dann machte sie eine Erkundungstour über sein Gesicht. Ihr Hund knurrte und fing an an ihrem Hosenbein zu zerren.

‚Du Blindfisch, du sollst mich beschützen und mich heil über die Straße bringen! Und nich…‘ Sie schüttelte ihn ab und er zog beleidigt ab, blieb dann aber am Ende der Leine an seinem Halsband hängen und stolperte durch den Ruck und fiel einfach um. ‚Ist er grad wieder umgefallen, weil ihn das Ende der Leine überrascht hat?‘

‚Ja Lady!‘

‚Ich glaub ich werd ihn Stevie Wonder nennen!‘

‚Sie sind fei ganz schön witzig.‘ lächelte er ihr entgegen.

‚Willkommen in meinem Leben! Eine Blinde führt ihren blinden Hund durch die große Stadt.‘

DREDD und die ein oder andere Filmkritik

DREDD und die ein oder andere Filmkritik

dredd-promo-4Hab ich mir bereits im Kino angeschaut und jetzt bei Saturn für 5 Euro erstanden. 3D hin oder her, dieser Film hat mich einfach vom Hocker gehauen. Gut, dass hat Total Recall auch ganz ohne 3D geschafft.

Nur in Total Recall wurde es zum Ende hin etwas kryptisch. Nicht, dass die Story nicht schon kryptisch genug wäre, nein zum Ende hin sind sie ja schon so ein bisschen in’n Schmarrn reindredd_headeyma-makommen. Aber mal Total Recall beiseite, mich 3Dmäßig zum Staunen zu bringen und das ganz ohne 3D ist schon eine Erwähnung wert, aber es geht hier grad nicht um Total Recall. Sie stehen beide nebeneinander in meinem Regal, wie der große und der kleine Bruder von einer wundervollen, großen Idee. Beide haben ihre Existenzberechtigung. Und das ist gut so.

Nun wieder zurück zu DREDD. Dieser Film ist von Anfang bis zum Ende einfach nur der absolute Wahnsinn. Und so hart vom Hocker gehauen hat es mich selten. Erinnern kann ich mich an Death Sentence – Todesurteil mit Kevin Bacon wobei der wiederum nichts mit SiFi zu tun hat. Wobei der selbstjustizmäßig bei mir ganz oben steht. Ich bin halt ein alter Punisher-Fan und selbst der Punisher hätte vor Kevin Bacon in Death Sentence – Todesurteil den Hut gezogen. Und vor dem Kameramann sollte man halt auch mal ganz hart seinen Hut ziehen.

Bei SiFi und vom Hocker hauen fällt mir irgendwie nur Demolition Man und Matrix (der Erste und Einzige) ein, aber wir reden hier ja auch nicht über SiFi. Wenn wir das tun würden, müsste ich auch ein paar Worte über Elysium verlieren. Der war für einen SiFi Film auch wirklich klasse. Nachdem ich nicht unbedingt immer nur ein Actionfan bin, war ich mit Elysium vollends zufrieden. Aber ich erkenne die Kritik meiner meist männlichen Mitseher an, dass man actionmäßig schon mehr draus machen hätte können. Aber dann hätte es auch ein anderer Regisseur machen müssen. Aber so wie der Film gemacht worden ist, ist er für mich gut und irgendwann wird er seinen Platz in mein völlig überfülltes DVD Regal finden.

path4Ähm, DREDD. Also ich liebte Karl Urban schon seit Herr der Ringe, Pathfinder und Riddick. Und Star Trek (2009) hat seinen Platz in meinem Herzen erhalten, weil die grandiose Arbeit der einzelnen Schauspieler die Reminiszenzen mit dem Star Trek Hauptplot wirklich einfach nur an die Wand gespielt haben.

Aber nach DREDD frage ich mich ernsthaft warum Karl Urban noch keinen Oscar bekommen hat. Spinnt der Mann, wie er halt den ganzen Film lang seinen Helm nicht abgenommen hat (Da hätte sich mal Sylvester Stallone bei der Erstverfilmung wirklich mal ein Bisschen am Riemen reißen können…) und trotzdem so unglaublich präsent ist.

Und das liegt nicht nur an seiner körperlichen Gewalt. Es liegt auch nicht nur an seiner Stimme (Original wie synchron!) Er schafft es nur mit seinem Mund und seinem Kinn mehr Ausdruck rüberzubringen, als manch Andere es Oben ohne in ihrem ganzen Leben nicht schaffen können. Ich will ja keine Namen nennen, aber manche Schauspieler haben halt auch einfach nur eine Maske auf, sind völlig gelähmt und schaffen es einfach nicht das Gefühl ihrer Rolle zu transportieren, selbst wenn sie keine Maske auf hätten.

Und ich sag nichts mehr gegen Batman Rises, der Film hat sich bei mir einfach von vorn bis hinten nicht grade mit Ruhm bekleckert. Das konnte nicht mal ein Bale und oder ein Gordon-Levitt raus reißen und die ganzen anderen wunderbaren Schauspieler haben es einfach nicht geschafft, einen am Tag kämpfenden Batman mit einem asthmatischen Gummifotzenträger ins richtige Licht zu rücken. Bine Ende.

Catwoman: ‚Großer, böser Bane, warum hast du eine Maske auf?‘
Bane schwer atmend: ‚Damit ich besser Atmen kann…!‘
Catwoman: ‚Ja, dass mit dem „Damit ich dich besser fressen kann!“ wird ja dann auch eher nichts, oder?‘
Bane, schleppend einatmend, ausatmend, einatmend…

Ihr merkt schon ich schweife ständig vom Thema ab, ich hab schon lange keine Filmkritik mehr geschrieben und ich hab doch so viel zu erzählen. Ich krieg schon so ein Zucken im Auge, ja im Auge!

Warum ich eigentlich angefangen habe über DREDD eine Filmkritik zu schreiben. Hm. Es lag nicht an Karl Urban. Und außerdem will ich euch nicht länger mit meiner Schmachtparade langweilen, ihr könnt ja nichts dafür, wenn mir das Höschen vollläuft, wenn man von ihm nichts weiter als sein Kinn und seinen Mund sieht. Und was er noch so alles mit seinem Mund anstellen könnte…Bine, halt endlich dein loses Mundwerk!

Mir gLena Headeygrimmeht es heute ausnahmsweise mal um eine Frau. Trommelwirbel. LenHeadey. Ich hab ja lange gebraucht, bis ich es selber gecheckt habe. Aber habt ihr sie erkannt in DREDD? In 300? In Brothers Grimm?

Seit ein paar Jahren hasst sie jeder, die wunderbare Cersei Lannister? Die ein und die selbe Person. Bestimmt nicht. Doch! Und in noch vielen anderen Filmen. Mensch ich muss nochmal zum Saturn und mir Possession (Besessen – LaBute) kaufen. Ich lauf immer an dem weniger interessanten DVD Cover vorbei und überlege mir immer, ob ich ihn kaufen soll. Aber wenn der auch nur 5 Euro kostet…

lena-headey-300Ich finde, dass die bezaubernde und wunderbare Lena Headey einen Preis verdient hat. Ich weiß nur noch nicht Welchen. Für die Schwester, die selbst ich Ficken würde. Für die Königin, die wie eine Löwin für ihre Liebe kämpft und genauso erbarmungslos tötet. Für die Jägerstochter, die an Kröten leckt und mit dem Wolf tanzt und für die Ma-Ma, die selbst mit einem Narbengesicht, ungeschminkt und drogensüchtig immer noch echt sexy ist, aber trotzdem unberechenbar und saugefährlich. Und das kommt aus meinem Schandmaul, ich wo mit Frau ja mal gar nichts anfangen kann. ‚Das hier wird nicht schnell vorbei sein. Und du wirst es nicht genießen. Ich bin nicht deine Königin.‘ Ein DoppelRRR an Lena Headey, ob blond, ob braun, ich liebe diese Frau. Danke, dass es dich gibt und dass du nicht nur den Männern in ihren Träumen kommst ähm. erscheinst.

Fazit:

Ein DoppelRRR für Lena Headey für ihr Lebenswerk. Ich freu mich auf die nächste Staffel von Game of Thrones.

Lena-Headey-as-Cersei

Mein Lieblings-DoppelRRR an Karl Urban. Weil mir sogar das Höschen vollläuft, wenn ich nur sein Kinn sehe.

karlurban

urbancupidMerke:

Langsam gewöhne ich mich an 3D.

Der KlausKinskiAward geht leider leer aus!

Muss mir doch Xena nochmal anschauen:

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