Drei und eine Axt – Teil 33

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 33

reiter_neuDer Winter trieb Schneewehen über den Fluss, so dass man die Jurten schon kaum mehr sehen konnte. Der Junge Alur stand oben auf dem Kreuz der Jurte des Sippenführers und befreite sie von den Schneemassen. Während Halef ihm dabei half, schafften die anderen die Schneemassen Richtung Fluss.

‚Heute Nacht sind zwei Hühner erfroren!‘ meinte Merle, während sie nicht nur ihre Kinder zur Arbeit antrieb. Sie hielt ihren Bauch, arbeitete aber trotz ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft genauso hart wie die Anderen.

‚Wieso?‘ fragten Lina und Nala gleichzeitig.

‚Die dummen Hühner wollten außerhalb der Jurte übernachten.‘ rief Merle entrüstet.

‚Die Nacht wird klar und kalt, wir sollten die Pferde zu den Kälbern in die Jurte stellen.‘ rief Ziska.

‚Haben wir da genug Platz?‘ fragte Vira.

‚Die meisten Regale sind eh leer, die können wir abbauen.‘ meinte Wena.

‚In meiner Jurte ist am meisten Platz, wir können die Kleintiere in meiner Jurte unterstellen!‘

‚Mein Sippenführer…‘ rief Kejnen, doch er wurde von Ziska unterbrochen.

‚Wie wärs wenn wir dein Bett zu uns in die Jurte stellen, dann müsst ihr nicht im Gestank der Schweine schlafen und wir sparen Holz, wenn wir nur noch 3 Jurten befeuern müssen.‘

‚Die weiße Hexe hat gesprochen.‘ rief Halef vom Jurtendach hinab.

‚Sag mal, was ist denn mit Nyúl?‘ fragte Alur und zeigte zum Fluss hinunter.

Halef blickte zum Fluss und konnte gerade noch erkennen, wie sein Hund über den Fluss schlitterte und auf die Ebene rannte. Irgendwann war der Hund nicht mehr zu sehen.

Nach diesem anstrengenden Arbeitstag fielen alle erschöpft ins Bett. Sie hatten die Sippenführerjurte zu einen Ersatzstall umgebaut und Halef und Lamina schliefen nun wieder bei Vira, Ziska und Kejnen in der Jurte. Außerdem hatten sie heute beim Würfeln verloren. Das hieß, die Feuer am Laufen halten und den Schneefall kontrollieren. Deshalb stand Halef auch mitten in der Nacht auf und staunte nicht schlecht, als plötzlich seine beiden Hunde vor ihm standen. Er zog sich schnell an und lief zu seinem Pferd.

Als er mit einer Fackel in Hand über den gefrorenen Fluss ritt, wurde Elger wach, er hatte das Pferd und die Hunde gehört. Mit seiner Axt bewaffnet lief er nach draußen. Er konnte gerade noch sehen, wie sich ein Lichtschein über die Ebene bewegte.

Er zog es doch vor, sich Etwas an zuziehen und blickte zu den Pferden in die Jurte. Halefs Pferd war nicht mehr da, obwohl sein Sattel noch da war. Kopfschüttelnd ging er zur Jurte hinüber, wo ihn Vira überraschte, sie hatte ebenfalls eine Axt in Händen.

‚Halef reitet über die Ebene!?‘ flüsterte Elger ihr zu. ‚Setz Wasser auf, ich seh was er da treibt.‘

Er packte sich ebenfalls eine Fackel und ritt dem Jungen hinterher.

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