As long as it lasts

Die Worte fließen aus den Fingern, den Tränen aus meinen Augen gleich. Du bist Quell meiner Inspiration und Quell meines Leids. Du bist was ich bin und doch bist du fremd.  Du schenkst mir die Lust zu fliegen und doch hältst du mich am Boden fest.

Callingsanity

Du hast mich gefangen, hast mich gezähmt und aus meinen Ketten befreit. Durch dich habe ich die Worte wieder gefunden, die mir so lange fehlten, die ich schmerzlichst vermisste, dachte sie kämen nie zu mir zurück… und dennoch kann ich nicht fliegen, kann nicht frei sein. Noch nicht.

Du hast mich gleich durchschaut und entdeckt was ich zu verstecken versuchte. Das sanfte, das liebevolle, das naive Ich. Das unablässig glauben möchte, dass alles gut wird. Du hast mich verletzlich gemacht und baust doch auf meine Stärke. Und nun sitze ich hier und bin gebrochen aber stärker als je zuvor.

Die Quellen meiner Kraft, die du beinahe zum versiegen bringst, füllst du unbedacht wieder auf, wenn du mir, ohne davon zu wissen, die Hand reichst. Immer im richtigen Moment, immer wenn es am schlimmsten ist und immer wenn ich zu brechen drohe. Dann berührst du etwas in meiner Seele, das die Quelle sprudeln lässt – stärker als je zuvor.  Dann raubst du mir den Atem, erstickst mich fast, doch mit jedem Mal in dem ich beinahe falle – wachse ich. Mit jedem Mal schwächst du mich, bevor du mich erstarken lässt. Stärker denn je.

Ich liebe es wenn du es tust, genauso inniglich wie ich die Zeit hasse, bis es passiert.

Du bist der Sonnenstrahl der durch die Wolken bricht und mein Jammertal erleuchtet. Ich bin der Vogel mit gebrochenen Flügeln, der an deinem Fenster sitzt und dich beobachtet und dabei vom Fliegen träumt und dennoch nicht weiss, ob es irgendwann wieder möglich sein wird.

Und über allem schwebt der Zweifel, in seinem verräterischen, finsteren Gewand und beobachtet wie meine Hoffnung ihre Streiter sammelt. Er flüstert unablässig in meinem Kopf und kämpft gegen mich und rechnet doch nie mit dir. Immer wieder fällst du ihm plötzlich und unerwartet in den Rücken, während ich gerade fast unterliege. Schwächst ihn und stärkst mich. Gibst mir Zuversicht.

Doch auch du entreißt sie mir. Du selbst stehst nicht so fest, wie es scheinen mag. Ich sehe wie schwach du bist. Ich sehe wie du leidest. Und meine Hilflosigkeit brodelt in mir, immer knapp hinter der Fassade.

Ich sehe, dass du dir wünscht das ich stark bleibe, nicht an dir zerbreche – und nur das ist es was ich tun kann. Einen verrückten, aussichtslosen Plan verfolgen. Dich zu stärken, indem ich nicht verliere.

Ich bleibe auf dem Boden, nah bei dir. Und ich leide. Und ich lache. Und frage mich leise bei mir selbst: Wie lange?

Ich werde schwach, will aufgeben und du weißt nichts davon… doch in jedem Moment in dem ich aufschlagen will, mich fallen lassen will in dieses riesige schwarze Loch, dass Aufgeben heisst, nimmst du mich wieder an die Hand. Und du weißt dabei von nichts. Zeigst mir kurz den Sonnenstrahl, den Lichtblick der du für mich bist. Du zeigst mir was sein könnte und ich will es. Ich will es schaffen. Ich will stark sein. Die Quellen meiner Kraft die ich versiegt geglaubt habe, nur noch eine kleine erbärmliche Pfütze im Becken meines selbst, fangen plötzlich stärker zu sprudeln an als zuvor.

Und ich sage leise zu mir selbst: So lange es dauert.

Advertisements

The URI to TrackBack this entry is: https://callabutterfly.wordpress.com/2014/02/27/as-long-as-it-lasts/trackback/

RSS feed for comments on this post.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: