Manchmal kommt es anders… Variante 1

Nochmal aufgehübscht….

Callabutterfly Blog

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Vorgeschichte: https://callabutterfly.wordpress.com/2012/09/04/manchmal-kommt-es-anders-vorgeschichte/

Variante 1

IMG_0005‚Ja, das ist mein Schlafzimmer!‘ sagte er mit ungewohnter fester Stimme und folgte ihr, als sie rückwärts zum Bett ging. Völlig absichtlich stolperte sie aufs Bett und er fiel auf sie. Sein Gewicht pinnte sie aufs Bett. Sie atmete schwer und versuchte sich unter ihm heraus zu wälzen. Er hielt sie fest und küsste sie hart und unnachgiebig. Sie konnte seine Erregung spüren, als sie sich wehrte. Nach Luft schnappend blickte sie über seine Schulter und da war eine weitere Tür. War das auch das Betriebsgeheimnis, oder nur ein begehbarer Kleiderschrank? Diesen Moment der Unachtsamkeit nutzte er schamlos aus und schob ihren Pullover hoch und griff hart nach ihren Brüsten. Sie wehrte sich dagegen, das spornte ihn noch mehr an. Wie verrückt krallte er sich in ihre Haut und versuchte sie an sich zu zerren. Sie…

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Published in: on 30. März 2014 at 15:07  Schreibe einen Kommentar  

Glückskeks Calling Episode 2

Glückskeks Calling Episode 2

snow_tentIch wache auf, weil ich Gehirnfrost habe, man sollte nicht mit dem Gesicht in der Eispackung einschlafen. Und mein Zähneklappern lässt mich nicht wieder einschlafen. Was geht da ab, haben die Eisbären endlich eine kleine Eiszeit mitgebracht und ich hab über Nacht einfach nur wieder das Fenster aufgelassen? Winter is coming! Jeah! Ich konnte einen kalten Wind spüren und hatte immer noch Gehirnfrost. Doch nicht so jeah! Auf meiner Stirn war irgendwas festgefroren! Kondenswasser? Aber ich wollte doch nie wieder im Winter Zelten gehen. Mit gefrorenen Kondenswasser in der Fresse aufwachen, hatte ich schon mal. Nein, danke!

Ich öffne ein Auge und ich liege doch tatsächlich in einem Zelt. Aber nicht in meinem. Es ein Keilzelt, mehr oder weniger historisch. Ich liege unter einer knastartigen Filzdecke und friere wie ein junger Hund.

Ich riskiere ein Blick nach draußen. Schnee so weit das Auge reicht. Und am Horizont sehe ich den… ach du Scheiße… was hab ich nun wieder verbrochen… der Brokeback Mountain.

Ist denn schon November? Ich glaube nicht, das hätte ich mitbekommen!

Hey Glückskeks, der Winter ist schon längst vorbei, du Spasti!

Aber das Winterwonderland nehm ich trotzdem, danke schon mal, auch wenn ich mir hier meinen Arsch abfriere.

Ich höre ein Pferd wiehern, also krieche ich mürrisch aus dem Zelt und kratze mir am Sack. Moment mal. Wenn ich einen Sack habe, dann muss ich auch einen Penis haben. Bingo! Blöd ist nur, dass der Schnitzel und Blowjob Tag schon vorbei ist.

Ach, egal! Ding Dong: ‚Sie haben ein Schnitzel zum Mitnehmen bestellt?‘

Vor mir taucht das Pferd auf, was ich vorhin gehört habe und auf dem Gaul sitzt Jake Gyllenhaal. Jackpot Baby, dann muss ich wohl Heath Ledger sein. Gott hab ihn selig.

‚Hey du abartiger Bastard, ich frier mir die ganze Nacht da oben den Arsch ab und hier brennt noch nicht mal das Feuer!‘ mault mich Jake an. Er scheint wütend zu sein, ach hat er sich den Arsch abgefroren. Ich werd ihn dir warm rubbeln.

Ich schmachte ihm einfach nur an, weil wenn das hier der Brokeback Mountain ist und ich Heath Ledger bin. Breitunddreckiggrins! Wenn ich jetzt sterben würde, würde man das dreckige Grinsen wohl nicht mehr aus meinem Gesicht kriegen. Und wenn heute einer in den Arsch gefickt wird, werde das wohl nicht ich sein.

‚Was hab ich nur verbrochen, dass ich mit dir hier am Berg festsitze, du bist ja sogar zu blöd das Feuer in Gang zu halten, Ignaz!‘

Ignaz? Hat er jetzt Edward oder Eduard gesagt, oder vielleicht doch Ignaz. Warum bin ich jetzt Ignaz. Was hab ich jetzt wieder verbrochen.

‚Los Hinterwäldler, mach Feuer!‘ meinte Jake Gyllenhaal zu mir und ich mache mich ans Werk, humpelnd. Mein Rücken ist irgendwie gebeugt und ich ziehe ein Bein nach.

Super, ich bin weder Edward noch Eduard und für einen Ignaz laufe ich ganz schön unrund.

Bei allen Göttern, ich bin ein Igor und wahrscheinlich ist das Harte in meiner Hose, mein Glasauge. Und soweit ich das sehe, hab ich keine Rolle Hartgeld in der Hose.

Zumindest bin ich nicht der Glitzerdepp. Ist ja schon mal was, der Sparklefool wäre auch heute Nacht wahrscheinlich erfroren. Was für ein Dienst an der Menschheit, aber ich kann ja nicht alles haben, wäre ja auch zu schön um war zu sein.

Dann werd ich halt heute dem geilen Gyllenhaal ein Ladung Feenstaub in den Arsch blasen. Harhar. Mann, bin ich aber heute wieder witzig. Ich Schelm!

‚Wird das heute noch was?‘ maunzt der geile Gyllenhaal.

Und es kullert ein: ‚Ja Meister!‘ aus meinem Mund. ‚Ich muss nur pissen!‘

Ich stelle mich an den Bach und knöpfe meine Hose auf. Und auf der Suche nach meinem Schwanz, hätte ich mir beinahe in die Hose gepisst.

‚Sag bescheid, wenn ich dir eine Pinzette bringen soll?‘ lachte der nicht mehr so geile Gyllenhaal. Langsam geht er mir echt auf den Sack.

Egal, ich muss ja immer noch pissen wie ein Rentier. Ja, wo ist er denn? Ja, da ist er ja der Schlingel, es muss wirklich ganz schön kalt sein. Ist das normal, das der so klein ist?

Ich hätte den Glückskeks vorhin nicht so schwach anreden sollen. Ich krieche untertänigst im Straub, das hab ich einfach nicht verdient. Mir huscht ein Schrei über die Lippen, der sich erschreckend nach dem Wilhelm Scream anhört. Warum zum Teufel bekomme ich einen Mirkopenis? Und noch so ein Schrei und ich glaube ich bin doch ein Mädchen und wenn ich grad nur annähernd so aussehe, wie ich mir Igor vorgestellt habe, bin ich kein besonders hübsches Mädchen. Das ist doch alles ganz schön Kacke. Das hat ja noch nicht mal irgendwas mit einem meiner Wünsche zu tun.

Ich bin auf dem Brokeback Mountain mit dem bösen Bruder von Jake Gyllenhaal eingeschneit und bekomme nur einen Mikropenis. Ich wach bestimmt gleich auf und es ist alles gut, weil ich nur das Fenster aufgelassen habe und es wahrscheinlich in meine Wohnung geschneit hat. Ich kneife in meinen kleinen Igor, aber ich wache einfach nicht auf. Der Wilhelm Scream ist das Letzte was ich höre… bevor ich endlich aufwache.

Ich liege in meinem Bett, mit der Hand in einer Chipstüte und im Fernsehen läuft Brokeback Mountain.

Rätien – Winter 230 – Was pfeifen die Spatzen…

Rätien – Winter 230

Was pfeifen die Spatzen…

800PX-~1Mitten in der Nacht wurde der Centurio wach, Roar saß in sich zusammengesunken neben ihm. Seine Hand war genauso kalt, wie die des jungen Dieners. Warum saß er da noch, er musste doch halb erfroren sein. Dummer Junge. Kurzerhand zog er Roar in eine liegende Position und deckte ihn mit großen Fell liebevoll zu. Er hob auch die Beine seines treuen Gefährten aufs Bett, die trotz des auf Hochtouren beheizten Hypokaustum, ziemlich kalt waren. Erst als der Centurio ihn in den Arm nahm und ihn unter seine eigenen Decken zog, regte sich Roar.

‚Dummer Junge, du holst dir noch den Tod!‘ raunzte der Centurio ihm ins Ohr.

‚Was sagen die hinter Eurem Rücken?‘ fragte Roar unverblümt und streckte sich kurz.

‚Dass ich es mit dir treibe, wie die alten Griechen.‘ meinte der Centurio noch direkter, als Roar mit seiner unverblümten Frage beabsichtigt hatte.

Roar verschluckte sich und hüstelte leicht, fragte aber dennoch weiter: ‚Werden die das nicht erst recht denken, wenn ich bei Euch liege?‘

‚Wir sollten den Gerüchten wenigstens ein bisschen Gerecht werden!‘ flüsterte der Centurio ihm ins Ohr und rieb den Bart an dem Hals des jungen Spähers. Roar konnte das Gemächt seines Herren an seinem Oberschenkel spüren und ergab sich schließlich der Umarmung seines Herren, nicht zuletzt, weil er ein wenig Angst hatte, vor der enormen Größe seines Herren.

Der wiederum mittlerweile wieder einschlafen war, obwohl sein geschwollener Schaft immer härter zu werden schien. Das leichte Schnarchen seines Herren lies den Jungen Gallier allein im Dunkeln. Und doch lag er in den starken Armen seines Centurio, aber er konnte nicht schlafen, weil er nur daran denken konnte, dass sein Herr wirklich die Schlafkrankheit bekommen hatte.

Am nächsten Morgen wurde Roar wach, er lag auf dem Arm seines Centurio und lag mit seinem Gesicht auf der Brust seines Herren. Er versuchte sich irgendwie aus der Umarmung zu winden, er wollte nicht, dass irgendjemand mitbekam, dass er beim Centurio im Bett gelegen hatte, aber wecken wollte er ihn auch nicht, außerdem hatte er gestern kein frisches Wasser geholt. Sein Bruder Kjeld würden ihn tot prügeln, wenn er raus fand, das er irgendwie anders gestrickt war, wie seine beiden anderen Brüder.

Der Centurio wurde wach, bemerkte das sich sein junger Diener aus dem Bett stehlen wollte und blickte ihn dementsprechend gereizt an und doch lies Roar schlagartig los. Roar blieb erschrocken auf der Bettkante sitzen und senkte beschämt den Kopf.

‚Hau ruhig ab, die Spatzen könnten es von den Dächern pfeifen.‘ meinte der Centurio und blickte Roar dabei wütend an.

‚Jetzt beschämt ihr mich!‘ stammelte Roar und wand sein Gesicht ab.

‚Nein, Roar! Ich bin der Letzte, der dich beschämen würde.‘ sagte der Centurio erschreckend ruhig, in einem sanften, fast väterlichen Ton und griff nach dem Kinn und schob das Gesicht des jungen Späher wieder in seine Blickrichtung und fuhr fort: ‚Aber du…!‘ Doch als er den Gesichtsausdruck von Roar erblickte, sprach er nicht weiter.

‚Ich wollt Euch doch nur Tee machen und frisches Wasser bringen, dass hatte ich gestern vergessen!‘ krächzte Roar aufgebracht, mit einem noch nie gehörten Unterton in der Stimme. Sein Kinn zitterte in der Hand des Centurio und bevor die Tränen aus seinen Augen kullern konnten, schloss er seine Augen und versuchte sich wieder abzuwenden.

Der Centurio zog ihn näher zu sich und öffnete seinen Mund, eigentlich wollte er noch was sagen, überlegte es sich dann aber anders, als Roar seine Augen wieder öffnete.

Ein Zucken lief über das Gesicht des Jungen, als sie beide die Tür zu seiner Amtsstube hörten. Er lies Roar blitzartig los und ehe er sich versah, war der Junge aus seinem Bett gestolpert, schnappte sich die Waschschüssel. Es klopfte an der Tür und der Optio räusperte sich: ‚Die Männer machen sich gerade bereit für den Morgenappell! Ich wollt Euch nur wecken, bevor ich die Herrin der Quelle zu den Pferden bringe.‘
Die Tür öffnete sich einen Spalt, doch der Centurio meinte hastig. ‚War der räudige Köter die ganze Nacht bei der weißen Hexe?‘

‚Ja, und den Hund hab ich heute morgen bei Ask und Kjeld gefunden.‘

‚Ich bin gleich draußen!‘ meinte der Centurio.

Der Optio ging wieder und als sie die Tür zum zweiten Mal hörten, stand der Centurio auf und ging zu Roar rüber, der immer noch mit dem Rücken zu ihm mit der Waschschüssel in Händen da stand und allen Anschein nach immer noch mit seiner Fassung rang.

‚Stell die Schüssel hin und hilf mir mit der Rüstung!‘ flüsterte er dem Jungen von oben herab, auf Grund seiner Größe, aber doch freundlich zu.

Der Junge stellte die Waschschüssel ab. Der Centurio packt ihn bei den Schultern und beugte sich zu ihm runter, um sich mit seinen Bartstoppeln genüsslich an der Wange des Jungen zu reiben. Roar atmete durch die Nase aus, so dass der Centurio seinem Atem spüren konnte.

‚Was die Spatzen pfeifen ist mir egal!‘ flüsterte der Centurio. ‚Ich hof inständig dir auch!‘

Fortsetzung folgt, garantiert!

Rätien – Winter 230 – Asyl im Burgus

Rätien – Winter 230

Asyl im Burgus

800PX-~1Als der Centurio am Abend in seine Kammer trat, lag nicht nur sein Hund auf dem Bett bei der weißen Frau, nein auch der Optio saß auf dem Bett und war wohl vor Erschöpfung eingeschlafen und lag mit dem Kopf so halb auf ihr. Seine Hand war mit der ihren verschlungen. Der Centurio musste zwangsläufig schmunzeln und beobachtete sie eine Weile.

Er trat erst ans Bett, als sie sich regte. Langsam öffnete sie eines ihrer Augen und versuchte zu lächeln, was ihr nicht wirklich gelang.

‚Die weiße Hexe nimmt mir meinen Hund und meine rechte Hand, doch wie kann ich Ihr böse sein.‘ meinte der Centurio feierlich.

‚Euren Hund kann ich Euch nicht nehmen, weil er keinem von uns beiden gehört, doch Euch liebt er.‘ flüsterte sie leise, so dass er sich vors Bett knien musste, um sie besser verstehen zu können.

‚Woher wisst Ihr das?‘ fragte er und lächelte sie freundlich an.

‚Das hat er mir erzählt.‘ meinte sie und löste ihre Hand von der des Optio und hielt sie dem Centurio hin.

‚Warum bin ich mir nicht so sicher, über wen wir gerade reden?‘ fragte der Centurio wieder und nahm ihre Hand in die seinen.

‚Da bin ich mir manchmal auch nicht so ganz sicher, sind uns doch beide treu ergeben und würden ihr Leben für uns opfern.‘

‚Dann brecht uns nicht unsere Herzen!‘ meinte der Centurio ernst, lächelte aber dann.

‚Epona ist nicht gerade als Herzensbrecherin bekannt, sie will nur allen Geschöpfen gerecht werden.‘

‚Wie kann ich Euch nur danken!‘ meinte der Centurio und küsste ihre Hand.

‚Liefert mich nicht dem Senator aus!‘

‚Macht Euch um den Senator keine Sorgen, der wird vor dem Frühling bestimmt nicht aus seinem warmen Loch kriechen! Und bis dahin haben wir jede Menge Zeit uns eine Lösung auszuwürfeln.‘

Der Optio regte sich und der Centurio stand auf und räusperte sich.

‚Optio, würde es dir etwas ausmachen die Eponageweihte in die Gästeräume zu bringen, ich würde gerne zu Bett gehen.‘

‚Jawohl, mein Centurio.‘ rief der Optio, der irgendwie versuchte Haltung anzunehmen und dabei nicht aus dem Bett zu fallen.

‚Ich hab alle Wachen im Gästetrakt abgezogen, ich möchte nicht dass unser Damenbesuch den Männern den Kopf verdreht.‘

‚Jawohl, mein Centurio!‘

‚Kümmer dich um sie, dass es ihr an nichts fehlt. Schlaf dich aus. Morgen früh ist Appell.‘ meinte der Centurio abschließend, wand sich dann aber nochmal zu Valeria. ‚Würdet Ihr mir einen Gefallen tun und unsere Pferde weihen, morgen früh? Die Männer sind ganz aufgeregt, eine waschechte Eponageweihte unter uns zu haben.‘

Der Optio trug Valeria in den Gästetrak, dort hatten die drei Späher bereits Feuer gemacht.

Der Centurio geht zu Bett.‘ meinte der Optio und Roar sprang sogleich auf und verließ den Raum. Die beiden Anderen grinsten ihm ziemlich dämlich nach und ließen sich vor einer Feuerschale nieder.

Als Roar die Räumlichkeiten des Centurio betrat, stand er nackt vor einer Schale mit Wasser und wusch sich. Roar bewegte sich fast geräuschlos durch den Raum zum Bett hinüber und zog die Decken gerade und schüttelte die Kissen auf. Dann ging er zum Centurio und reichte ihm ein sauberes Tuch.

Der Centurio hatte tatsächlich nicht gemerkt, dass Roar im Raum war und blickte ihn für einen Moment erschrocken an.

‚Herr, geht es Euch gut?‘ fragte Roar und wand beschämt den Blick ab, er war nicht sicher ob er zu weit gegangen war. Nicht dass der Centurio seine Frage in den falschen Hals bekommen hatte.

‚Ja, mir geht es gut, besser denn je!‘ meinte der Centurio ernst und beiläufig zu gleich, während er sich abtrocknete. Er hatte nicht bemerkt, dass sich Roar äußerst seltsam benahm.

Roar reichte ihm stumm eine leichte Tunika und blickte weiter in den Boden.

‚Warum bist du noch hier?‘ fragte der Centurio. ‚Du und deine Brüder seid freie Männer!‘

‚Ich würde gerne bei Euch bleiben, Herr!‘ rief Roar hastig. Seine Wangen glühten hochrot und er wand sie wieder ab.

‚Dann bleibt hier!‘ erwiderte der Centurio und schlüpfte in seine Tunika.

‚Ja, Herr!‘

Kopfschüttelnd ging der Centurio zu seinem Bett. Roar überholte ihn, zog die Decken zurück und war ihm dabei behilflich zu Bett zu gehen. Es hatte den Anschein, als würden sie seit Jahren jeden Abend das selbe Ritual abhalten. Roar hielt ihn einen Trank hin und der Centurio trank brav seine Medizin. Dann lies er den Centurio allein und löschte die Lichter. Legte noch ein paar Kohlestücke in eine Feuerschale und kam dann wieder zum Bett getreten.

‚Als freier Mann musst du nicht auf den Boden schlafen!‘

‚Wo soll ich denn sonst schlafen?‘ meinte Roar für seine Verhältnisse ziemlich schnippisch und setzte sich auf die Bettkante. ‚Geht es Euch wirklich gut, Herr!?‘

‚Heute ist der erste Tag seit Jahren, wo ich…!‘ Er brach ab und hielt ihm seine Hand hin. ‚Nicht zittere! Wo ich beim Pissen nicht zittere!‘

‚Es geht Euch also gut!‘

‚Mehr als gut!‘ grinste der Centurio und packte seine Hand.

‚Ich kann auch die ganze Nacht hier sitzen bleiben!‘ meinte Roar und flüsterte dann mehr in sich hinein als zum Centurio. ‚Wär ja nicht das erste Mal.‘

‚Das hab ich gehört!‘

‚Ich bin ein freier Mann!‘

‚Ja, dann bleib da sitzen, oder leg dich hin, aber du kannst nicht länger vor meinem Bett auf dem Fell von meinem Köter schlafen.‘ meinte der Centurio ernst.

‚Wenn es jemand mitkriegt, was werden die dann sagen?‘ frage Roar entsetzt.

‚Nichts, was nicht schon hinter unseren Rücken geredet wird.‘ gähnte der Centurio, drehte sich auf die Seite und schlief einfach ein. Und im Schlaf hielt er immer noch Roar’s Hand fest im Griff. Roar wagte es nicht sich zu bewegen, er wollte seinen Herren auf keinen Fall wecken. Er war sich unsicher, ob es dem Centurio wirklich gut ging, jetzt wo er die Fallsucht hinter sich hatte, hatte er wohl am Ende noch die Schafkrankheit bekommen. Also blieb er an der Bettkante sitzen, bis er schließlich doch im Sitzen einschlief.

Fortsetzung folgt…

Rätien – Winter 230 – Die Heilung des Centurio

Rätien – Winter 230

Die Heilung des Centurio

800PX-~1Sie ritten gemeinsam mit der Berittenen zurück zum Centenarium Benefiziarier. Als sie dort ankamen, hatte der Optio seine Decurio bereits mit der anderen Version der Geschehnisse versorgt und besprach den weiteren Dienst. Valeria tat so als würde sie mit offenen Augen in seinen Armen schlafen.

Als sie endlich in dem kleinen Burgus ankamen, saß Roar in der Fensteröffnung zur Amtsstube des Centurio und blickte dem Optio besorgt entgegen.

Der Optio sprang mit der Valeria im Arm vom Pferd und überließ es Kjeld sich um sein Pferd zu kümmern.

Als er die Tür passierte, schickte er die Wachen fort und trat ein. Im Raum lies er die Herrin der Quelle auf den Boden gleiten, die sobald sie wieder beide Beine auf den Boden hatte, wieder völlig normal war. Der Centurio saß auf seinem Stuhl und starrte an ihnen vorbei. Mit seinen riesigen Pranken hatte er die lederbesetzten Armlehnen seines Stuhles umschlossen. Seine Nägel krallten durch das Leder ins Holz. Ein merkwürdiges Zucken lief durch seinen Körper und ein Speichelfaden rann ihm ganz langsam aus dem Mund.

Roar bewegte sich ganz langsam durch den Raum und blickte dabei den Optio besorgt an: ‚Er sitzt schon den ganzen Vormittag so da.‘

Roar nahm ein Tuch und wischte dem Centurio sachte über den Mund. Ask kam hinter dem Optio in die Amtsstube getreten, er trug einige Wasserschläuche mit sich. Die beiden Brüder begrüßten sich wortlos. Valeria ging langsam auf den Centurio zu und flüsterte leise aber deutlich: ‚Ich bin Valeria Julia, Tochter des Decurio Primus Saturninus, ihr habt nach mir suchen lassen. Habt dank, Euer treuer Optio Marcus Lucius rettete mir mein Leben.‘

Bei dem Wort Optio reagierte der Centurio mit einem kurzen Zucken seines Gesichtes.

Sie fuhr fort, als sie neben seinem Stuhl stehen blieb. ‚Ich würde Euch gerne Euer Leben zurückgeben!‘ Mit beenden dieses Satzes berührte sie seine Hand, er zuckte leicht, als sie ihn berührte. ‚Aber dazu muss ich Euer Leiden erst mal verstehen!‘

Ask trat an ihre Seite und reichte ihr einen Wasserschlauch, während sie auf den Stuhl kroch und ihn dann langsam mit dem Quellwasser beträufelte. Sie hockte auf der Armlehne wie ein wildes Tier über ihrer Beute und roch am Hals des Centurio. Dann leckte sie über seine Wange und schnupperte an seinen Haaren. Roar machte eine Bewegung, doch Ask blickte ihn beschwichtigend an. Schließlich strich sie über seinen Hals und über sein Gesicht. Huldvoll nahm sie einen tiefen Schluck von ihrem Wasser und hielt Ask den Schlauch wieder hin. Ihr Gesicht näherte sich dem des Centurio. Das Wasser gluckerte in ihrem Mund, sie kam ihm noch näher, bis ihre Lippen auf die Seinen trafen und sie ihm das Quellwasser mit dem Mund in den seinen laufen lies. Diese Prozedur wiederholte sie ein paar Mal und Ask wich ihr nicht von der Seite, weil er ihr immer wieder von dem Wasser zu trinken geben musste. Schlussendlich küsste sie ihn hart und unnachgiebig, bis sich der Blick des Centurio senkte. Er reagierte auf den Kuss und seine Hände entkrampften sich langsam. Doch sie verdrehte jetzt die Augen, ihr Körper fing augenblicklich an zu beben und bevor sie vom Stuhl fallen konnte, wurde sie vom Ask und dem Optio aufgefangen.

Der Centurio war wieder ganz da und begriff ziemlich schnell, dass sie seine Krankheit übernommen hatte, um sie zu verstehen. Er hatte in seinem Dämmerzustand alles gehört was sie zu ihm gesagt hatte und nun hatte seine Krankheit sie im Griff. Er wies den Optio an, sie auf den Boden zu legen und Abstand zu halten. Ask flößte ihr etwas von dem Quellwasser ein und von seinen eigenen Tränken, während Roar darauf bestand, dass der Centurio seinen Trank endlich zu sich nahm. Nach einem viel zu langen Moment konnte sich die Herrin der Quelle erst wieder beruhigen.

‚Bringt sie in meine Räumlichkeiten und legt sie in mein Bett.‘ meinte der Centurio in seinem üblichen Befehlston. ‚Und irgendjemand wird mir einen ausführlichen Bericht abgeben müssen.‘

 Der Optio brachte die bewusstlose Valeria in die Privatgemächer des Centurio. Der Optio gab seinen Bericht ab und übergab ihm wieder seinen Hund. Der Centurio kündigte an, dem Senator einen Brief schreiben zu wollen.

 Fortsetzung folgt… evtl.

Rätien – Winter 230 – Morgendlicher Ritt

Rätien – Winter 230

Morgendlicher Ritt

800PX-~1Am Morgen wurde der Optio von Ask geweckt. ‚Die Berittene hat gerade die Tore Biricianas passiert.‘

Erschrocken blickte er erst Ask an und dann an sich herunter. Die Herrin der Quelle lag halb auf ihm drauf und hatte ansonsten ihren Körper irgendwie um den seinen gewickelt.

‚Packt schon mal zusammen!‘ meinte er in seinem üblichen Befehlston.

Ask zog nur eine Augenbraue hoch und hielt ihm etwas zu Essen und einen Becher mit offensichtlich warmer Flüssigkeit hin. Der Optio versuchte sich aufzurichten, ohne jedoch die Eponageweihte wecken zu wollen, was ihm natürlich nicht gelang. Sie öffnete wieder nur ein Auge und beobachtete das Geschehen argwöhnisch.

‚Was würde ich nur ohne euch machen?‘ meinte der Optio und nahm mit beiden Händen sein morgendliches Mahl entgegen.

‚Verhungern, Herr!‘ meinte Ask, der sich kurz abwandte, um der Herrin der Quelle ihr Essen zu holen.

‚Du musst mich nicht mehr >Herr< nennen!‘ meinte der Optio zu Ask, während er Valeria höchst förmlich begrüßte: ‚Einen wunderschönen Guten Morgen, werte Herrin der Quelle!‘

‚Wenn wir jetzt frei sind, steht es uns frei Euch anzusprechen, wie es uns beliebt.‘ meinte Ask, hielt ihr ebenfalls ihr Essen und einen Becher Tee hin und fuhr fort: ‚Guten Morgen Herrin der Quelle!‘

Sie nickte nur und gab ein vermeintliches Geräusch der Unmut von sich, dass die beiden Männer zuerst falsch deuteten.

‚Ist etwas nicht in Ordnung?‘ fragte der Optio.

Sie gab wieder das Geräusch von sich und blickte abwesend in ihren Becher.

Kjeld kam herein: ‚Wir müssen uns dringend über eine Entlohnung unterhalten!‘

‚Der erste Tag als freier Mann und schon Forderungen stellen, das gefällt mir!‘ rief der Optio zwischen zwei Bissen.

Die Herrin der Quelle blickte immer noch in ihren Becher. Erst als der Optio sich erhob, meinte sie trocken: ‚Wenn Ihr allen weismachen wollt, dass ich von den Alemannen misshandelt worden bin, werdet ihr mir ins Gesicht schlagen müssen!‘

Alle drei blickten sie entgeistert an.

‚Bei Dis nein, ich werde Euch bestimmt nicht schlagen und ich werde jeden daran hindern, der versucht Euch zu schlagen.‘ meinte er wütend und blickte Kjeld finster an, weil er einen Schritt in ihre Richtung gemacht hatte.

Ask zückte sein Messer und schnitt sich in die Hand. ‚Es ist zwar eine Schande, aber dann sauen wir das Kleid eben wieder ein!‘ Auch Ask blickte Kjeld finster an, er wusste dass sein Bruder die Herrin der Quelle geschlagen hätte, hätte sie es von ihm verlangt.

Sie nickte nur und trank nun endlich von ihrem Tee, während Ask ihr Kleid in den Dreck warf und blutige Flecken auf dem weißen Stoff hinterließ.

Als sie endlich alles gepackt hatten und die Herrin der Quelle alle Wasserschläuche mit Quellwasser gefüllt hatte, konnten sie endlich aufbrechen. Sie mussten wieder durch das Dickicht zurück und den Berg hinab.

Als sie nach einer gefühlten Stunde endlich aus dem Wald auf die Straße brachen, sahen sie die Berittene in der Ferne. Der Hund saß auf halben Weg auf der steinernen Straße und wartete. Der Optio saß ab und überließ die Herrin der Quelle die Zügel, die sie aber nicht anzufassen wagte. Ask ritt neben sie und zuppelte an ihrem Gewand herum und überprüfte die blutige Maskerade, die er ihr ins Gesicht geschmiert hatte. Sein prüfender Blick entspannte sich ein Wenig und er nickte ihr mit einem leichten Lächeln auf den Lippen freundlich zu.

‚Oh, Ihr schenkt mir ein kleines Lächeln.‘ flüsterte sie ihm zu.

‚Herrin, ich würde Euch mein Leben schenken, wenn Ihr es verlangt.‘ sagte er recht forsch zu ihr.

‚Einen Tag frei und schon schenkt Ihr mir Euer wertvollstes Gut!?‘ meinte sie nun halblaut und fuhr nach einer kurzen Pause eindringlich fort. ‚Das würde ich nicht von Euch verlangen, die Pferdeherrin braucht Euch möglichst lange bei bester Gesundheit. Euer Lächeln reicht mir erstmal!’

Kjeld blickte beide an und schüttelte nur den Kopf.

Sie blickte ihn kurz an und lächelte dann wissend. Ihr war klar, das Kjeld sie geschlagen hätte, wenn sie ihn darum gebeten hätte. Es war erschreckend wie gleich sie sich waren, wenn man sie von außen betrachtete und wie unterschiedlich ihr Wesen doch war.

‚Habt dank für Eure Einsatzbereitschaft, aber die List Eures Bruder ist doch mit weniger Schmerzen meinerseits verbunden.‘ meinte sie abschließend zu Kjeld, obwohl er gar nichts zu ihr gesagt hatte und küsste Ask auf die Hand.

Ask wurde knallrot im Gesicht, entzog ihr seine Hand und lenkte sein Pferd auf die Seite, so dass er sein Gesicht von ihnen wegdrehen konnte, ohne sich selbst auf dem Rücken des Pferdes bewegen zu müssen, während Kjeld sie nur argwöhnisch anblickte: ‚Ihr könnt meine Gedanken lesen?‘

‚Wenn sie so offensichtlich auf Eurem Gesicht geschrieben stehen, ja!‘ meinte sie und lächelte ihn an. Er verzog sein Gesicht, lenkte sein Pferd neben sie und nahm die Zügel auf.

‚Ihr wollt die Zügel nicht nehmen?‘

‚Ich brauche keine Zügel um zu reiten!‘

Der Optio war wieder bei ihnen aufgetaucht und meinte. ‚Aber ich brauch die Zügel um aufzusteigen!‘ Er hatte nur eben den Hund gestreichelt.

Gesagt getan, er zog den Lederriemen aus Kjelds Hand legte den Zügel auf ihren Oberschenkel. Und ehe sie sich versah, saß er wieder auf dem Pferd.

‚Verehrter Optio, ihr braucht die Zügel nur, um einen Grund zu haben, mich befummeln zu können!‘

‚Werte Herrin des Götterquells, wenn ich Euch nicht mit meinen schwieligen Pfoten betatschen würde, würde Ihr Euch doch ebenfalls beschweren.‘

Sie musste tatsächlich lachen, als er ungeschickten Fingern nach dem Zügel griff und dabei noch näher an sie heran rückte. Sie konnte sein Gemächt an ihrem Hintern spüren.

‚Dann könnt Ihr mit Eurem Schauspiel beginnen, die Berittene ist gleich bei uns.‘ meinte er abschießend.

Sie klammerte sich an seinen Arm und lehnte ihren Kopf an seine Schulter, dabei starrte sie irgendwo in die Ferne. Eines musste man ihr lassen, man hatte wirklich den Eindruck, sie wäre von den Alemannen misshandelt worden.

Fortsetzung folgt… evtl.

Rätien – Winter 230 – Der doppelte Optio

Rätien – Winter 230

Der doppelte Optio

800PX-~1Als sie wieder in die Höhle zu den beiden gallischen Bastarde traten, hatten sie bereits eine Bettstatt aus Fellen für die Eponageweihte gerichtet. Die Beiden saßen an einem kleinen Feuer, das bereits die ganze Höhle erwärmte. Kjeld und Ask blickten auf und brachten der Herrin der Quelle ihr Gewand und einen warmen wollenen Überwurf. Sie mussten es in Windeseile getrocknet und geflickt haben.

‚Habt dankt, ihr beiden. Ihr könnt euch im Quell waschen und wenn ihr die Pferde mit dem heiligen Wasser tränkt, dann werden sie morgen gute Dienste tun.‘ meinte die Herrin der Quelle zu den beiden.

‚Ja, Domina!‘ kam es schier gleichzeitig aus beiden Mündern.

‚Ich bin nicht eure Herrin! Eure Herrin wacht über euch! Aber ich bin nicht eure Herrin!‘

‚Ja, Herrin der Quelle!‘ meinten die beiden und ließen sich wohl auch nicht davon abbringen, sie wenigstens Herrin der Quelle nennen zu dürfen.

Der Optio steckte die Herrin der Quelle ins Bett und die beiden Jungs brachten ihr noch zu essen und zu trinken, während der Optio sich abwandte und Anstalten machte, nach draußen gehen zu wollen.

Ihr stolperte ein ‚Marcus Lucius!‘ über die Lippen und im selben Moment stand der Hund des Centurio neben ihr und hechelte sie freudig mit dem Schwanz wedelnd an. Ein spitzer Schrei kam aus ihrer Kehle und sie kroch panisch über die Felle, fort von dem Hund.

‚Optio, sei ein braver Hund und erschrecke nicht die Herrin der Quelle, sonst kannst du draußen im Schnee schlafen.‘ rief der Optio und funkelte den Hund merkwürdig an.

Valeria blickte von Optio zu Optio und schnappte nach Luft, als der Hund sich auf den Fellen auf den Rücken drehte und sie mit gefletschten Zähnen angrinste.

Erst viel später begriff sie, dass der Hund sie gar nicht angefletscht hatte, sondern dass die Lefzen durch die Rückenlage ganz von alleine die Zähne des Hundes freigelegt hatten.

Der zweibeinige Optio machte wieder ein paar Schritte in die Höhle, kniete sich zu ihr hin und flüsterte ihr sachte ins Ohr: ‚Der dumme Köter wird sich nicht trauen Euch was zu tun, er will nur spielen.‘ Dann wand er sich an den Hund: ‚Gell Optio!‘

Der Hund sprang auf, hechelte wieder, setzte sich und hielt ihr seine Pfote hin.

‚Er ist ziemlich groß!‘ stammelte sie reichlich verwirrt.

‚Ja, aber der feigste Köter, den ich je erblickt habe.‘ lachte der richtige Optio, während der Hund sie treudoof anblickte.

‚Du tust ihm Unrecht!‘ meinte sie mehr zum Hund, als ihrem eigentlichen Gesprächspartner und nahm die riesige Pfote des Hundes in die Hand. Redet sie nun mit dem Hund oder mit ihm. Sicher war sich der richtige Optio nicht, er hatte irgendwie das Gefühl als würde sie mit dem Hund nicht nur reden, sondern auf eine andere Art und Weise kommunizieren.

‚Versucht ein Bisschen zu schlafen, morgen wird ein anstrengender Tag. Ich halt draußen Wache, damit die Jungs auch noch etwas schlafen können.‘ meinte er noch und half ihr, sich wieder hinzulegen. Er wartete so lange bis sie eingeschlafen war und der Hund wich ihr nicht von der Seite. Die Jungs kamen gerade wieder vom Quell zurück und tränkten noch die Pferde, bevor sie sich ebenfalls zum Schlafen hin legten.

Mitten in der Nacht weckte der Optio einen der beiden Jungs wieder und er ging selbst schlafen. Die Jungs hatten sein Bündel neben der Bettstatt der Eponageweihten ausgebreitet und hatten ihm ebenfalls einige Felle bereit gelegt. Lächelnd legte er sich neben die Herrin der Quelle, die den blöden Hund im Arm hielt und zufrieden lächelnd mit ihm kuschelte.

Als er ihre Felle und Decken zurecht rückte, regte sie sich im Schlaf und öffnete ein Auge im Halbschlaf und lächelte ihn dann schlaftrunken an.

‚Kaum dreh ich Euch den Rücken zu, kuschelt Ihr mit einem anderen Optio.‘

Der Hund fühlte sich zurecht angesprochen und wedelte mit dem Schwanz, tat aber ansonsten so als würde er schlafen.

‚Werter Optio, Ihr wart nicht da und der Hund ist so kuschelig und warm.‘ flüsterte sie.

‚Ja, der kuschelige Bettvorleger muss aber jetzt Wache halten!‘

Der Hund stellte die Ohren auf und wedelte weiter mit dem Schwanz.

‚Los, oder brauchst du eine extra Einladung!‘ rief der Optio etwas ungehalten.

Der Hund sprang auf und lief freudig aus der Höhle.

‚Wollt Ihr mich dann weiter warmhalten?‘ flüsterte sie und drehte sich zu ihm um.

‚Oh, ich bin so durchgefroren, dass ich euch die restliche Nacht kaum als Heizung dienen kann!‘ meinte der Optio und versuchte sich hinzulegen und zu gleich zuzudecken.

Als er endlich zur Ruhe gekommen war, blickte sie ihn immer noch an. Er zitterte unter seiner Decke und seinem Umhang. Sie schnappte kurzerhand seine Hand und zog ihn unter ihre Decken und Felle. Ohne Widerrede lies er ihre Geste zu und nahm sie in seine Arme, wo sie dann mit den Fingern in seinem Brusthaar vergraben sofort wieder einschlief, während er noch eine ganze Weile wach da lag.

Fortsetzung folgt… ganz bestimmt!

Gehe nicht dort hin, kehrt zurück!

Gehe nicht dort hin, kehrt zurück!

1451324_10201625541266984_345540583_nEine Frau fuhr bei Nacht mit ihrem Wagen eine vereiste Straße entlang. Sie fuhr langsam und vorsichtig, weil sie kaum Sicht hatte. Der Winter schickte nichts Ganzes und nichts Halbes vom Himmel und doch war es draußen bitterkalt und drinnen lief die Heizung auf Hochtouren. Es war schon so heiß im Auto, dass ihr die Füße weh taten.

Plötzlich holperte es, sie schien über ein Schlagloch gefahren zu sein. Nicht Besonderes, nur dass sie das Lenkrad kaum noch halten konnte. Und das sie bei voller Fahrt erst von ihrer Radkappe und dann von ihrem Reifen überholt wurde, war doch mehr als ungewöhnlich. Alles Gegenlenken half nichts, die Fahrt in den Graben war mehr als vorprogrammiert.

Und genau da kam sie auch wieder zu sich. Im Wagen war es nun kalt und die Scheiben waren gefroren. Sie musste eine ganze Weile bewusstlos im Wagen gelegen haben.

Im Wageninneren herrschte das Chaos und sie war sich nicht ganz so sicher, ob bei ihr noch alles dran war. Deshalb fuhr sie mit fahrigen Fingern über ihren Körper und untersuchte sich selbst nach Verletzungen. Es schien ihr gut zu gehen, bis sie versuchte aus dem Auto zu steigen und sie sich beinahe mit ihrem eigenen Gurt erwürgt hätte.

Sich über sich selbst ärgernd, öffnete sie den Gurt und stieg aus. Das Auto war mehr als tot. Nicht mal das Licht ging mehr. Und als sie versuchte die Warnblinkanlage anzustellen, kam keine Reaktion von ihrem treuen Begleiter.

Wie als würde sie unter einem Bann stehen zückte sie ihr Handy. Sie wollte den ADAC rufen, aber irgendwie hatte sie kein Netz. Noch nicht mal Notrufe.

Genau so fangen Horrorfilme an. Sie hatte den Impuls genau diesen Satz bei Facebook zu posten. Sie blickte nochmal auf ihr Handy. Schüttelte es, als ob sie eine Verbindung herbei schütteln könnte.

Nachdem sie es endlich akzeptiert hatte, dass das Handy wohl das nutzloseste Ding überhaupt in diesem Moment war, blickte sie sich um. Der Reifen ihres Wagens lag am Straßenrand und die Radkappe steckte tief in der Erde. Am Ende der Straße stand ein Haus. Vielleicht hatten die ja ein Telefon. Oder vielleicht war einfach nur jemand da, der sie aufnehmen würde, bevor sie sich ihren hübschen Hintern abfrieren würde. Sie tapste übers Feld und durch den gefrorenen Schlamm. Manchmal sind Stöckelschuhe die falsche Wahl, wenn man einen Spaziergang durch den Dreck machen will.

Nach einer gefühlten Stunde passierte sie endlich das Ortsschild, auf dem mit roter Farbe geschrieben stand: ‚Tu es nicht!‘

Sie hatte es im Dunkeln gar nicht bemerkt und ging einfach weiter zu dem Haus. Alles dunkel und ruhig, bis auf ein altes Firmenschild, dass verwirrt einen merkwürdigen Takt aus Licht flackerte und mit dem Flackern ein ziemlich kaputtes elektrisches Geräusch einherging.

‚Metzgerei Ignaz E. Kimmelmann – Fleischeslust‘ stand auf dem Schild und sie war sich nicht mehr so ganz sicher, ob es sich nun um einen Swingerclub oder doch um eine Metzgerei handelte. Mutig drückte sie auf die Klingel, doch es geschah nichts. Sie drückte nochmal, länger. Keine Reaktion. Obwohl keinerlei Geräusch ertönte, klingelte sie Sturm bis sie das Gefühl hatte, ihr Finger würde abfrieren. Die Klingel musste kaputt sein, oder die Bewohner taub. Sie klopfte trotzdem an die Tür, bis sie schließlich mit beiden Fäusten gegen die Tür hämmerte.

Fest entschlossen griff sie nach dem Türknauf und drehte daran. Verschlossen. Ein Sprung gegen die Tür fegte sie fast von den Füßen. Nun gab sie auf und beschloss nach einer Hintertür zu suchen. Sie ging ums Haus herum, was sie nicht beachtete, dass jemand etwas in roter Farbe an die Hauswand geschmiert hatte: ‚Gehe nicht dort hin!‘

Auf der Rückseite war der Lieferanteneingang der Metzgerei, der unschwer durch die langen ehemals durchsichtigen Plastiklappen gekennzeichnet war, die vom Türsturz hingen und verträumt im eisigen Wind flatterten.

Sie musste unweigerlich an den Metzgerkalender denken, den sie mal im Internet gesehen hatte. Ein Schauer lief ihr über den Rücken, als sie versuchte die Hintertür zu öffnen. Die eiskalte Stahltür war fest verschlossen, also ging sie weiter ums Haus.

Nach der nächsten Ecke kam sie auf eine Veranda, mit einer großen Fensterfront. Sie schnappte ihr Handy und leuchtete hinein. Es war nicht viel zusehen, nur eine runtergekommene Wohnküche. Es stank recht streng. Durch die Scheibe zog sich ein riesiger Riss und an der unteren Ecke war tatsächlich ein Loch in der Scheibe. Sie kniete sich vorsichtig hin, griff durch das Loch in der Scheibe und leuchte dabei nervös im Raum umher. Der Gestank trieb ihr Tränen in die Augen. Eigentlich war sie sich ziemlich sicher, dass niemand hier war, aber ein bisschen Schiss hatte sie trotzdem. Sie konnte den unteren Griff der Terrassentür erreichen und hebelte die Tür auf. Mit einem widerlichen Quietschen öffnete sich die Tür von alleine und blieb erst stehen, als sie gegen eine längst vertrocknete Yuccapalme stieß.

Auf den Fließen lagen Unmengen von Scherben, deshalb versuchte sie auf Zehenspitzen in den Raum zu schleichen.

In der Küche war schon mal kein Telefon, sie sah nur alte Zeitschriften auf einem Siteboard und Unmengen an schmutzigen Geschirr in und um die Spüle. Sie blickte auf die Zeitschriften, es waren irgendwelche Frauenzeitschriften aus den 80ger Jahren und Arztromane. Was sie nicht las, waren die Titel der Arztromane: ‚Gehe nicht dort hin!‘ Kopfschüttelnd lief sie durch die Küche auf den Gang. Links ging es zum Verkaufsraum und rechts ging es in einen grün gekachelten Raum, in dem allerlei rustikale Maschinen standen und Unmengen von Fleischerhaken an Schienen hingen, die quer durch den Raum den Kühlraum führten. Das musste das Herzstück der Metzgerei sein, sie hatte allerdings nicht vor in den Kühlraum zu gehen, weil es roch hier eh schon nicht so unglaublich grauenhaft, da wollte sie die Nase jetzt nicht unbedingt auch noch ins Kühlhaus stecken, wer weiß was da drin schon seit Jahren vor sich hin verweste. Sie ging also nur in den Arbeitsraum hinein, leuchtete umher und hielt sich von der großen Stahltür der Kühlkammer fern. An der Außenwand des Raumes hingen wieder so schmutzige Plastiklappen von der Decke, dahinter musste die Tür zum Hof sein.

Völlig entgeistert starrte sie auf einen alten Cutter. Oberhalb der Fliesen blätterte der Putz von der Wand und selbst die Fliesen schienen nicht mehr all zu gut zu halten. Hier stand wirklich alles Andere herum, nur kein Telefon. Noch nicht mal ein Telefonkabel. Sie stolperte über ein paar verbrochene Fliesen, die am Boden verstreut waren und wäre beinahe zu Fall gekommen. Dabei entdeckte sie eine kleine Tür, die hinter einer der Metalltische versteckt war. Eigentlich wollte sie ja nur Hilfe holen und gleich wieder zurück zu ihrem Wagen gehen, aber die Neugier war irgendwie stärker als die Angst. Sie ging auf die Knie und bahnte sich einen Weg zu der kleinen Tür. Wahrscheinlich würde sie gleich wieder in der Küche landen, die müsste eigentlich hinter der Wand sein. Sie betätigte den kleinen Riegel, mit dem das Türchen verschlossen war und die Tür schwang quietschend in ihre Richtung auf. Mit zitternden Fingern leuchtete sie in den Raum und irgendwas in ihr schrie ganz laut: ‚Gehe nicht dort hin! Tu es nicht!‘

Doch sie blickte neugierig in das dunkle Loch, dass sich vor ihr aufgetan hatte. Sie leuchtete in den Raum und sie traute ihren Augen kaum. Nicht dass die Zeit in dieses Metzgerei schon seit Jahren stehengeblieben zu sein schien, in diesem Raum musste seit den 40ger Jahren keiner mehr drinnen gewesen sein. Überall lagen Zeitung herum, die entweder zu Kriegszeiten oder in der Nachkriegszeit gedruckt worden waren. In einer Ecke lehnte eine verrostete Axt und eine Beinprothese, wie bestellt und nicht abgeholt. Wer geht denn ohne sein Bein außer Haus?

Sie kletterte neugierig in den Verschlag und brach mit dem Knie durch die hölzernen Bodendielen. Völlig panisch sprang sie einen Satz nach hinten und leuchtete dann aber doch in das Loch, dass sie gerade verursacht hatte. Dort lag eine altes Buch.

Als sie schwer atmend nach dem Buch angelte, entpuppte es sich als kleines Kästchen, dass nur als Buch getarnt war. Sie kroch wieder zurück in die Metzgerei und öffnete das Kästchen.

Drinnen lagen alte Fotos und neue Briefe. Die Fotos waren von herausgeputzten, hässlichen Kindern und alleinstehenden Frauen in schwarz-weiss. Neugierig blätterte sie durch die Briefe, bis sie an einem Geständnis hängen blieb.

‚Liebste Anita,

ich träume jede Nacht von dir, aber wir können niemals zusammen sein.

Wenn du das liest, dann bin ich schon über alle Beine. Ich hab ja noch beide. Wenn ihr den einbeinigen Metzger sucht, der ist bei seiner Frau und den anderen Langschweinen in der Kühlkammer. Die Kinder sind im Schweinepferch bei den Hunden. Die Nachbarn hab ich in ihrem Bett erlegt. Meine Lieblingsaxt hab ich auch da gelassen, wäre ja schon ganz schön aufgefallen, wenn ich mit der blutigen Axt mit dem Bus gefahren wäre.

In ewiger Verbundenheit, dein Sepp, Liebesschlachter aus Leidenschaft‘

Plötzlich klingelte ihr Handy und sie lies die Schachtel samt dem Brief fallen, während an ihrem inneren Auge eine Blut-Gehirn-Massaker-Szene Marke Ittenbach vorbeizog. Völlig außer sich und einem Herzinfarkt nahe, ging sie ran.

‚Wo bleibst du denn?‘ schrie sie jemand an.

‚Halt mal den Rand. Ich hatte nen Unfall und hatte bis eben kein Netz. Irgendwo zwischen Ascholding und Dietramszell. Ruf bitte sofort die Polizei und den ADAC an, ich bin grad in der alten Metzgerei Ignaz Kimmelmann, hier muss was Schreckliches passiert sein. Ignaz Kimmelmann! Mach dass sofort, ich weiß nicht wie lange das Netz hält. Und komm dann her und bring mir eine warme Jacke mit, ich warte bei meinem Auto!‘ schrie sie schwer atmend ins Telefon.

‚Ja klar. Sofort.‘ rief die Stimme wieder und legte auf.

Sie packte die Bilder und die Briefe wieder in die Kiste und machte sich dann hastig auf den Weg nach draußen, sie wollte keinen Moment länger in diesem Mordhaus bleiben.

Fortsetzung folgt vielleicht in ‚Gehe nicht dort hin schlägt zurück!‘

Rätien – Winter 230 – Gallische Bastarde

Rätien – Winter 230

Gallische Bastarde

800PX-~1‚Was macht Euch da so sicher?‘ fragte der Optio unsicher und als sie nicht reagierte, nahm er ihr Kinn sanft in die Hand und wiederholte seine Frage: ‚Was macht Euch da so sicher, dass keiner den Adler wieder aufzurichten vermag!?‘

‚Die Pferdeherrin sprach gerade noch zu mir!‘

‚Langsam macht Ihr mir wirklich Angst!‘

‚Ihr müsst keine Angst haben, ich bin ja bei Euch!‘ flüsterte sie, küsste ihn sanft auf die Stirn und fuhr dann leise fort: ‚Ihr müsst keine Angst haben, so wie ich keine Angst mehr habe, weil Ihr bei mir seid!‘

Er lächelte verschmitzt und verstört zugleich und wollte gerade ansetzen etwas zu erwidern, als sie ihn einfach unterbrach: ‚Ihr kamt als redlicher Soldat zu mir und geht doch als der Vater der Zukunft wieder zurück zu Eurer Legion.‘

‚Ich verstehe nicht ganz?‘

‚Was glaubt Ihr passiert, wenn Ihr eine Eponageweihte im Quell der Götter defloriert?

‚Wenn das was wir taten der Pferdeherrin zum Gefallen gereichte, dann schenkt sie uns vielleicht drei hübsche kleine Bengel!‘

‚Es wird nur einer werden!‘ meinte sie bestimmt

‚Und wo wollt Ihr dann hin, mit einem Bastard von einem römischen Soldaten.‘

‚Ist es denn ein Bastard, wenn der Vater wohl bekannt ist?‘

‚Und wenn der Vater bereits ein gallischer Bastard ist?‘

‚Und doch seid ihr schon Vater zweier gottesfürchtiger gallischer Bastarde!‘

‚Ja, das mag ich wohl sein und der Dritte im Bunde wacht über meinen Centurio!‘

‚Es gibt drei von ihnen?‘ fragte sie neugierig und murmelte dann etwas in sich hinein, dass er kaum verstand. ‚Sie schienen mir immer ein Wenig unvollständig zu sein, die Beiden. Als würde ihnen etwas fehlen, oder jemand! Ha, jetzt begreife ich es erst, es sind Drillinge!‘

Er lächelte sie an, hob sie zur Seite und machte Anstalten aus dem Quell steigen zu wollen. ‚Bevor ich noch Schwimmhäute und Kiemen bekomme…!‘ meinte er, stand vor ihr auf, drehte sich um und kletterte aus dem Quell. Sie ertappte sich dabei, wie sie seinen Hintern anstarrte, bis er sich abgetrocknet hatte.

‚Was wollt Ihr nun tun, der Winter hat gerade erst begonnen und der Senator…!‘ fragte er, als er sich eine frische Hose angezogen hatte und wieder zum Quell trat.

Sie hielt ihm seine nasse Hose hin und lächelte: ‚Nachdem die Alemannen meine Hütte niedergebrannt haben, werd ich wohl hier bleiben! Und der Senator wird mich nicht mehr wollen, wenn ich einen Bastard unter meinen Herzen trage.‘

Er wrang seine Hose aus, hängte sie sich lässig über die Schulter und hielt ihr dann seine frische Tunika hin. Sie stand auf und schritt ihm lächelnd entgegen. Wie gebannt konnte er nichts anderes tun, als auf ihre Brüste zu starren, bis er sie in die Tunika wickelte, anstatt ihr beim Anziehen zu helfen. Bevor er sie küssen konnte, unterbrach sie ihm wieder:Erzählt mir von Eurem dritten Bastard!‘

‚Roar ist beim Centurio!‘ begann er zu erzählen und schon wieder unterbrach sie ihn einfach.

‚Ihr habt immer so einen traurigen Unterton, wenn Ihr von Eurem Centurio sprecht.‘

‚Habe ich das?‘

‚Was fehlt ihm denn?‘

‚Fehlen? Er hat Morbus Comitialis!‘

‚Dann werde ich morgen gerne mit Euch gehen und nach Eurem Centurio sehen, auch wenn ich dann vielleicht in die Fänge des Senators gerate.‘

‚Ihr habt recht, der Senator wird Euch nicht mehr haben wollen, nachdem die Alemannen die Herrin vom Quell so übel zugerichtet und geschändet haben.‘

‚Discordia wird deine Worte hoch erfreuen. Doch Concordia ich bitt dich!‘ sprach sie ehrerbietig zu den Göttern.

Rätien – Winter 230 – Unter Wasser im göttlichen Nass

Rätien – Winter 230

Unter Wasser im göttlichen Nass

800PX-~1‚Jetzt beschäm ich Euch doch?‘ stöhnte der Optio ihr erschöpft ins Ohr, während er sie immer noch fest in seinen Armen hielt.
‚Nein, tut Ihr nicht!‘ flüsterte sie leise, löste sich aus seiner Umklammerung und tauchte lautlos zwischen seinen Beinen ab. Seine Hose schwamm irgendwo einsam im Wasser und er konnte ihren nackten Körper im Wasser nur erahnen.
Ihm stolperte ein kleines Stöhnen aus der Kehle, als sie unter Wasser seinen Schwanz in den Mund nahm und langsam begann daran zu saugen. Ein paar Bläschen ihrer Atemluft entfleuchten aus ihrem Mund und blubberten an ihrem Gesicht vorbei und stiegen in die Höhe, um an der Wasseroberfläche zu zerplatzen. Der Moment schien ihm ewig zu dauern und irgendwie ganz tief in seinem Kopf hatte er ein Bisschen Angst, sie könne einfach ersticken. Aber eigentlich wollte er dass sie nie wieder mit dem aufhören würde, was sie gerade tat.
Doch in dem Moment, wo er genüsslich die Augen schloss, um sich ganz fallen zu lassen, lies sie abrupt von ihm ab und tauchte auf, um schwer atmend Luft in ihre Lungen zu ziehen. Er atmete genauso schwer wie sie, obwohl er eigentlich nichts getan hatte.
Das Wasser lief ihr aus den Haaren übers Gesicht und sie grinste ihn breit an, bevor sie sich wieder auf seinen Schoß setzte. Sein Schwanz glitt wie von selbst in sie hinein und sie stöhnte auf, als er ihr sie am Hintern packte und ihr seine Hüfte energisch entgegen schob. Trotz dem Gefühl im Wasser völlig schwerelos zu sein spürte er ihre Enge.

Als würde ihr Leben davon abhängen, klammerte sie sich an ihn und küsste ihn energisch. Wie eine Ertrinkende saugte sie ihm die Luft aus den Lungen, während ihre Bewegungen immer schneller wurden.
Kurz bevor er sich wieder in sie ergossen hätte, lies sie sich nach hinten fallen und ihr Schoß trennte sich von seinem Schwanz. Sie drehte sich im Wasser, tauchte wieder ab und nahm erneut seinen zum Bersten gespannte Schaft in den Mund und lies ihn dabei tief in ihrem Rachen gleiten.
Ihm war so, als würde er dem Wahnsinn anheim fallen, als sie wieder kurz vor seinem Höhepunkt ihren Mund von seinem Penis trennte. Diesmal konnte er nicht an sich halten, bis sie wieder zu ihm kam. Er folgte ihr, wie ein hungriges Tier, dass seine Beute gewittert hatte, in die Mitte des Quells und packte sie, als sie wieder aufgetaucht war.
Mit einer liebevollen Handbewegung strich er ihr das Wasser aus dem Gesicht und küsste sie dann hart und unnachgiebig, während er sie an die andere Seite des Quells trieb.
Als sie mit dem Rücken gegen die kalte Felswand stieß, drängte er seinen geschwollen Speer wieder in ihr Allerheiligstes.
Die nächsten Momente verschwammen im Nebeldunst des Wasserdampfes um sie herum und alles was nun folgte schien endlos zu dauern, wie als würden sie beide den selben Traum träumen. Vor ihrem inneren Auge kamen wieder andere Bilder und sie riss die Augen weit auf, als sie in eine Vision ihrer Herrin hinein glitt, während der Optio immer und immer wieder seinen harten Schwanz in sie hineintrieb. Sie hörte ihre Göttin in ihrem Kopf und schloss die Augen: ‚Dein Schoß ist zwischen den Flüssen, dieses Kind käme so sicher! Ihm ist Großes vorbestimmt, wenn der Adler fällt, steigt der weiße Hengst aus dem Blut der Feinde und triebt seinen silbernen Speer tief in die Kehlen der Ungläubigen. Doch der Adler wird fallen, und keiner wird es je vermögen, ihn wieder aufzurichten.‘

Als er sich stöhnend in sie ergoss, riss sie die Augen erneut auf und stöhnte unter der Qual der Erkenntnis, das dies nun der Scheideweg in ihrem Leben war. Ihr Körper zuckte noch, als er sie liebevoll in seine Arme nahm und mit ihr ans andere Ende des Quells schwamm. Erschöpft lies er sich auf den Stufen nieder und zog sie auf seinen Schoß. Sie legte einen Arm um seinen Hals und lehnte ihre errötete Wange an seine behaarte Brust. Wasserperlen spiegelten das Licht der Fackeln auf seinem Brusthaar und sie schmiegte sich an ihn, während er ihren Rücken streichelte. Er spürte wie ihr Körper immer noch von einem immer wieder kehrenden Zucken durchfahren wurde. Und sie brauchte eine ganze Weile, bis sie ihren Körper wieder unter Kontrolle hatte.
‚Der Adler wird fallen und keiner wird es je vermögen, ihn wieder aufzurichten.‘ sprach sie langsam und schleppend, als würde sie unter einem Bann stehen.

Fortsetzung folgt… bald!

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