Rätien – Winter 230 – Gallische Bastarde

Rätien – Winter 230

Gallische Bastarde

800PX-~1‚Was macht Euch da so sicher?‘ fragte der Optio unsicher und als sie nicht reagierte, nahm er ihr Kinn sanft in die Hand und wiederholte seine Frage: ‚Was macht Euch da so sicher, dass keiner den Adler wieder aufzurichten vermag!?‘

‚Die Pferdeherrin sprach gerade noch zu mir!‘

‚Langsam macht Ihr mir wirklich Angst!‘

‚Ihr müsst keine Angst haben, ich bin ja bei Euch!‘ flüsterte sie, küsste ihn sanft auf die Stirn und fuhr dann leise fort: ‚Ihr müsst keine Angst haben, so wie ich keine Angst mehr habe, weil Ihr bei mir seid!‘

Er lächelte verschmitzt und verstört zugleich und wollte gerade ansetzen etwas zu erwidern, als sie ihn einfach unterbrach: ‚Ihr kamt als redlicher Soldat zu mir und geht doch als der Vater der Zukunft wieder zurück zu Eurer Legion.‘

‚Ich verstehe nicht ganz?‘

‚Was glaubt Ihr passiert, wenn Ihr eine Eponageweihte im Quell der Götter defloriert?

‚Wenn das was wir taten der Pferdeherrin zum Gefallen gereichte, dann schenkt sie uns vielleicht drei hübsche kleine Bengel!‘

‚Es wird nur einer werden!‘ meinte sie bestimmt

‚Und wo wollt Ihr dann hin, mit einem Bastard von einem römischen Soldaten.‘

‚Ist es denn ein Bastard, wenn der Vater wohl bekannt ist?‘

‚Und wenn der Vater bereits ein gallischer Bastard ist?‘

‚Und doch seid ihr schon Vater zweier gottesfürchtiger gallischer Bastarde!‘

‚Ja, das mag ich wohl sein und der Dritte im Bunde wacht über meinen Centurio!‘

‚Es gibt drei von ihnen?‘ fragte sie neugierig und murmelte dann etwas in sich hinein, dass er kaum verstand. ‚Sie schienen mir immer ein Wenig unvollständig zu sein, die Beiden. Als würde ihnen etwas fehlen, oder jemand! Ha, jetzt begreife ich es erst, es sind Drillinge!‘

Er lächelte sie an, hob sie zur Seite und machte Anstalten aus dem Quell steigen zu wollen. ‚Bevor ich noch Schwimmhäute und Kiemen bekomme…!‘ meinte er, stand vor ihr auf, drehte sich um und kletterte aus dem Quell. Sie ertappte sich dabei, wie sie seinen Hintern anstarrte, bis er sich abgetrocknet hatte.

‚Was wollt Ihr nun tun, der Winter hat gerade erst begonnen und der Senator…!‘ fragte er, als er sich eine frische Hose angezogen hatte und wieder zum Quell trat.

Sie hielt ihm seine nasse Hose hin und lächelte: ‚Nachdem die Alemannen meine Hütte niedergebrannt haben, werd ich wohl hier bleiben! Und der Senator wird mich nicht mehr wollen, wenn ich einen Bastard unter meinen Herzen trage.‘

Er wrang seine Hose aus, hängte sie sich lässig über die Schulter und hielt ihr dann seine frische Tunika hin. Sie stand auf und schritt ihm lächelnd entgegen. Wie gebannt konnte er nichts anderes tun, als auf ihre Brüste zu starren, bis er sie in die Tunika wickelte, anstatt ihr beim Anziehen zu helfen. Bevor er sie küssen konnte, unterbrach sie ihm wieder:Erzählt mir von Eurem dritten Bastard!‘

‚Roar ist beim Centurio!‘ begann er zu erzählen und schon wieder unterbrach sie ihn einfach.

‚Ihr habt immer so einen traurigen Unterton, wenn Ihr von Eurem Centurio sprecht.‘

‚Habe ich das?‘

‚Was fehlt ihm denn?‘

‚Fehlen? Er hat Morbus Comitialis!‘

‚Dann werde ich morgen gerne mit Euch gehen und nach Eurem Centurio sehen, auch wenn ich dann vielleicht in die Fänge des Senators gerate.‘

‚Ihr habt recht, der Senator wird Euch nicht mehr haben wollen, nachdem die Alemannen die Herrin vom Quell so übel zugerichtet und geschändet haben.‘

‚Discordia wird deine Worte hoch erfreuen. Doch Concordia ich bitt dich!‘ sprach sie ehrerbietig zu den Göttern.

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