Rätien – Winter 230 – Die Heilung des Centurio

Rätien – Winter 230

Die Heilung des Centurio

800PX-~1Sie ritten gemeinsam mit der Berittenen zurück zum Centenarium Benefiziarier. Als sie dort ankamen, hatte der Optio seine Decurio bereits mit der anderen Version der Geschehnisse versorgt und besprach den weiteren Dienst. Valeria tat so als würde sie mit offenen Augen in seinen Armen schlafen.

Als sie endlich in dem kleinen Burgus ankamen, saß Roar in der Fensteröffnung zur Amtsstube des Centurio und blickte dem Optio besorgt entgegen.

Der Optio sprang mit der Valeria im Arm vom Pferd und überließ es Kjeld sich um sein Pferd zu kümmern.

Als er die Tür passierte, schickte er die Wachen fort und trat ein. Im Raum lies er die Herrin der Quelle auf den Boden gleiten, die sobald sie wieder beide Beine auf den Boden hatte, wieder völlig normal war. Der Centurio saß auf seinem Stuhl und starrte an ihnen vorbei. Mit seinen riesigen Pranken hatte er die lederbesetzten Armlehnen seines Stuhles umschlossen. Seine Nägel krallten durch das Leder ins Holz. Ein merkwürdiges Zucken lief durch seinen Körper und ein Speichelfaden rann ihm ganz langsam aus dem Mund.

Roar bewegte sich ganz langsam durch den Raum und blickte dabei den Optio besorgt an: ‚Er sitzt schon den ganzen Vormittag so da.‘

Roar nahm ein Tuch und wischte dem Centurio sachte über den Mund. Ask kam hinter dem Optio in die Amtsstube getreten, er trug einige Wasserschläuche mit sich. Die beiden Brüder begrüßten sich wortlos. Valeria ging langsam auf den Centurio zu und flüsterte leise aber deutlich: ‚Ich bin Valeria Julia, Tochter des Decurio Primus Saturninus, ihr habt nach mir suchen lassen. Habt dank, Euer treuer Optio Marcus Lucius rettete mir mein Leben.‘

Bei dem Wort Optio reagierte der Centurio mit einem kurzen Zucken seines Gesichtes.

Sie fuhr fort, als sie neben seinem Stuhl stehen blieb. ‚Ich würde Euch gerne Euer Leben zurückgeben!‘ Mit beenden dieses Satzes berührte sie seine Hand, er zuckte leicht, als sie ihn berührte. ‚Aber dazu muss ich Euer Leiden erst mal verstehen!‘

Ask trat an ihre Seite und reichte ihr einen Wasserschlauch, während sie auf den Stuhl kroch und ihn dann langsam mit dem Quellwasser beträufelte. Sie hockte auf der Armlehne wie ein wildes Tier über ihrer Beute und roch am Hals des Centurio. Dann leckte sie über seine Wange und schnupperte an seinen Haaren. Roar machte eine Bewegung, doch Ask blickte ihn beschwichtigend an. Schließlich strich sie über seinen Hals und über sein Gesicht. Huldvoll nahm sie einen tiefen Schluck von ihrem Wasser und hielt Ask den Schlauch wieder hin. Ihr Gesicht näherte sich dem des Centurio. Das Wasser gluckerte in ihrem Mund, sie kam ihm noch näher, bis ihre Lippen auf die Seinen trafen und sie ihm das Quellwasser mit dem Mund in den seinen laufen lies. Diese Prozedur wiederholte sie ein paar Mal und Ask wich ihr nicht von der Seite, weil er ihr immer wieder von dem Wasser zu trinken geben musste. Schlussendlich küsste sie ihn hart und unnachgiebig, bis sich der Blick des Centurio senkte. Er reagierte auf den Kuss und seine Hände entkrampften sich langsam. Doch sie verdrehte jetzt die Augen, ihr Körper fing augenblicklich an zu beben und bevor sie vom Stuhl fallen konnte, wurde sie vom Ask und dem Optio aufgefangen.

Der Centurio war wieder ganz da und begriff ziemlich schnell, dass sie seine Krankheit übernommen hatte, um sie zu verstehen. Er hatte in seinem Dämmerzustand alles gehört was sie zu ihm gesagt hatte und nun hatte seine Krankheit sie im Griff. Er wies den Optio an, sie auf den Boden zu legen und Abstand zu halten. Ask flößte ihr etwas von dem Quellwasser ein und von seinen eigenen Tränken, während Roar darauf bestand, dass der Centurio seinen Trank endlich zu sich nahm. Nach einem viel zu langen Moment konnte sich die Herrin der Quelle erst wieder beruhigen.

‚Bringt sie in meine Räumlichkeiten und legt sie in mein Bett.‘ meinte der Centurio in seinem üblichen Befehlston. ‚Und irgendjemand wird mir einen ausführlichen Bericht abgeben müssen.‘

 Der Optio brachte die bewusstlose Valeria in die Privatgemächer des Centurio. Der Optio gab seinen Bericht ab und übergab ihm wieder seinen Hund. Der Centurio kündigte an, dem Senator einen Brief schreiben zu wollen.

 Fortsetzung folgt… evtl.

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