A new Dawn

Manchmal ist es ganz einfach.

Da sieht man einen Weg vor sich, den man geht. Den man gehen muss. Ganz gleich was einen erwartet, was man befürchtet oder was vielleicht passiert. Man muss ihn gehen und das Risiko in Kauf nehmen, das dabei entsteht.

Und dann, fällt man damit ganz furchtbar auf die Schnauze. Liegt knietief im Dreck und fragt sich wie man so blöd sein konnte. Leckt sich die Wunden und fragt sich, warum man es nicht vorher gesehen hat. Warum man sich so viel Mühe gegeben hat, nur um dann zu scheitern.

Und man hadert. Mit sich selbst, mit dem Schicksal, mit Gott – einfach allem.

Aber manchmal, werden einem am Ende dieses Weges auch Wünsche erfüllt, von denen man manchmal gar nicht wusste, dass man sie hegt. Man erreicht Ziele die man vorher gar nicht kannte und geht gestärkt aus der Sache hervor.

Auf einmal kann man wieder aufatmen, freier als zuvor. Und man erkennt, dass es sich gelohnt hat. Jeder einzelne Schritt, jede noch so kleine Anstrengung. Jedes Mal in dem man wieder über den eigenen Schatten gesprungen ist. Jeder Moment in dem man verzweifelt war. Jedes Mal, wo man sich bemüht hat, noch einen letzten, weiteren Schritt zu gehen.

Es hat sich gelohnt. Und wenn man viel Glück hat, merkt man, dass auch das Hinfallen Teil der Übung gewesen ist. Genauso wie das wieder Aufstehen.

Ganz selten fällt man nicht einmal. Man stauchelt, verliert kurz die Kontrolle und dann – dann lichten sich die Wolken und ein neuer Morgen bricht an. Und irgendwie ist alles neu – vertraut aber doch neu. Genauso erging es mir.

Ich schau dir hinterher, wie du gehst. Seh‘ noch einmal die vertane Zeit, seh‘ noch einmal die Möglichkeiten, seh‘ ein „wir“ das nicht mehr ist und niemals war. Doch ich lass dich ziehen. Es hat keinen Sinn mehr.

Unsere Pfade kreuzten sich einst, doch jetzt trennen sie sich wieder. Und ich muss auf meine eigene Zukunft schauen. Keine helfende Hand mehr, kein gutes Wort für dich. Ich kann dir nicht mehr helfen. Ich lass dich gehen. Deinen eigenen Weg. Ganz allein für dich. Denn das ist es, was du wolltest.

Und wie du da am Horizont verschwindest, da drehe ich mich um. Kehre dir den Rücken, bereit für meine eigene Zukunft. Bereit für alles was da noch kommen mag. Mit einem leisen Lächeln. Ich weiß, früher oder später wird einmal alles gut sein – und zwar nicht nur für den Moment.

Du hattest einen Platz in meinem Herzen. Du hast ihn vertan.

Es ist Zeit weiter zu reisen. Wieder meine eigenen Abenteuer zu erleben, ganz für mich und ohne dich.

Der Ort an dem du so lange gewohnt hast, in meinem Herzen, ist verlassen und doch nicht leer. Ich habe ihn zurück für mich und fülle ihn mit allem, was du lange nicht mehr gegeben hast. Schaue voller Liebe auf den Menschen, der ich bin, den ich auch in diesen harten Zeiten nie verloren habe und der in all der Naivität doch noch immer an das Gute glaubt.

Die Erinnerung an dich verstecke ich tief an einem dunklen Ort. Ich möchte sie nicht mehr hervor holen, denn so ist es besser. Allein und ohne dich – aber endlich wieder frei. Das war es wert.

Bald wirst du nicht mehr sein, als blasse Erinnerung…

 

Callingsanity

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Published in: on 19. April 2014 at 01:20  Schreibe einen Kommentar  
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