Rätien – Winter 230 – Alemannen Gift

Rätien – Winter 230

Alemannen Gift

800PX-~1Im nächsten Moment konnten sie die Tür zur Amtsstube hören. Jemand stürmte in die Amtsstube des Centurio.

‘Herrin!’ konnten sie Ask rufen hören.

Im nächsten Moment stolperte Ask bei der Tür herein: ‘Wir sind auf versprengte Alemannen gestoßen, Roar wurde getroffen.’

Kjeld schleppte Roar zur Tür herein und stöhnte: ‘Der Pfeil war vergiftet!’

Der Centurio sprang auf und half ihm seinen Bruder aufs Bett zu legen. Die Herrin der Quelle hatte sich aufgerappelt und eines der Felle umgedreht, auf denen sie gerade noch gelegen hatte, blickte kurz auf den blutigen Fleck an der Tunika des Jungen und rief: ‘Ihr habt den Pfeil rausgezogen? Habt ihr den noch? Was habt ihr ihm gegeben?’

‘Alles was wir dabei hatten!’ meinte Ask, drückte ihr einige Wasserschläuche in die Hand und wickelte dann einen Pfeil aus einem Stück Leder. ‘Eibe und…!’ Er übergab ihr den Pfeil. Sie roch dran und bevor sie die Zunge ausstrecken konnte, nahm ihr der Centurio mit erhobener Augenbraue den Pfeil weg, um selber daran zu lecken.

‘Eibe und Eisenhut!’ meinte der Centurio.

‘Die Anis-Fenchel-Kümmel-Tinktur hab ich hier!’ rief Ask.

‘Bringt mir frisches Wasser, reinen Alkohol, Hirschweichsel, Arnikablüten und die Tinktur dazu, Mohnsaft, Verbandszeug, heißes Wasser, ein paar Tücher und Schnee! Und eine große Kanne Fencheltee! Außerdem soll der Hufschmied seine Schurhacken suchen!’ rief sie und begann den Jungen aus seiner Gewandung zu schälen.

‘Ihr wollt die Wunde ausbrennen?’ rief Ask aufgebracht, während Kjeld bereits aus der Tür war.

‘Wenn morgen oder übermorgen das Gift draußen ist, ja und jetzt tu‘ was ich dir aufgetragen habe!‘

‘Ich hol frisches Wasser und Schnee, Tücher sind hier!’ meinte der Centurio, der bereits frische Tücher aus seiner Truhe geholt hatte und sich nach der Waschschüssel bückte und dann Ask hinterher hechtete. ‘Ask, wo ist der Optio?’

‘Er verfolgt die versprengten Alemannen, die Berittene sattelt gerade auf!’

Draußen kippte der Centurio das Wasser aus und schippte Schnee hinein. Davon hatten sie ja mehr als genug.

‘Bring du das Wasser und macht was sie euch sagt.’ rief der Centurio und lief wieder hinein. Valeria hatte Roar bereits entkleidet wusch seine Wunde mit dem Wasser der Quelle aus. Blutiges Wasser floss über das Leder des Felles auf den Boden. Dort landeten auch die blutigen Lumpen. Der Centurio machte sich daran seine Rüstung anzuziehen, während die Herrin der Quelle zu summen begann. Er wagte nicht sie zu unterbrechen, bei dem was sie da tat. Doch musste er bald gehen und er wollte doch…

Seine Gedanken wurden von den beiden Jungen unterbrochen, die soeben wieder den Raum betreten hatten. Ask legte die Sachen auf das Tischchen neben dem Bett und wand sich dann zum Centurio, um ihm beim Schließen der Rüstung behilflich zu sein. ‘Euer Pferd steht draußen bereit, Herr!’  

‘Ja Ask! Danke!’ krächzte der Centurio.

Valeria hielt in ihrem Gesang inne und zischte den beiden Jungen zu: ‘Geht ins Lazarett und macht euch nützlich! Ich mach das hier schon!’

Der Centurio räusperte sich, als er im Begriff war gehen zu wollen.

‘Keine Sorge, Centurio! Er wird nicht sterben, die Pferdeherrin braucht ihn noch!’ versicherte sie ihm.

Der Centurio versuchte zu lächeln, was ihm aber nicht wirklich gelang und er ging mit einem beklemmenden Gefühl in seiner Brust.
Fortsetzung folgt…

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