Don’t cry for me, Vuvuzela!

Don’t cry for me, Vuvuzela!
10517968_10202406989682706_617870398504799349_nMeine Niederlage mit der letzten Anmache des Jahrhunderst von meinem doch so geilen Nachbarn von letzter Woche habe ich kaum überwunden. Während alle im Fußballfieber waren, habe ich ein turbulentes Wochenende auf Kaltenberg verbracht. Auch ich hab mal Privatleben!

Ich komme am Endspieltag so zwischen 21 und 22 Uhr zu hause an und bin so hart fertig, weil ich ja in der Nacht nur 2 Stunden geschlafen hatte. Selbst schuld!

Die Fahrt nach Hause ging total schnell, ich hatte nämlich mal keine lästigen Traktoren, Schwerlasttransporte und / oder Gefahrguttransporte vor mir und konnte zügig nach Hause fahren. Dann schleppe ich meine unglaublich gut gepackten Sachen aus dem Auto und bemerke im Augenwinkel, dass mein doch so geiler Nachbar männliche Gäste hatte und Fußball schaute.

Ich schleppe mir an meiner Dreckwäsche den Horst und komme, man hätte es ja kaum gedacht, irgendwann schwer keuchend oben im zweiten Stock an.

Ich falle quasi mit der Dreckwäsche direkt in die Waschmaschine und stelle resigniert fest, dass ich letzte Woche tatsächlich vergessen hatte Waschmittel einzukaufen. So ein Mist, soviel Sand und keine Förmchen!

Dann lege ich mich in die Wanne und schlafe ein, bis mich ein beherzter ‘Deutschland!’ Ruf aus meinen feuchten Traum/Schaumbad riss. Und wie aus einer falschen Zeit geboren hatte ich den rechten Arm erhoben und als ich begriff, dass ich nackt in der nicht mehr ganz so heißen Wanne lag und den rechten Arm (natürlich zur Erleichterung des Ausstieges aus der Badewanne) erhoben hatte, brachten die folgenden Vuvuzelageräusche meine Tinnitus einfach nur zum Kotzen.

Naja, eines kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass mir die Nationalelf das Leben gerettet hat, weil ich sonst in meinem Lavendelbad schlichtweg ertrunken wäre, wenn nicht einer meiner Nachbarn diesen beherzten Schrei von sich gestoßen hätte. Danke mal dafür! Und vielleicht war es sogar mein doch so geiler Nachbar, wer weiß?

Obwohl ich ja mit Fußball so gar nichts anfangen kann und mir tatsächlich kein einziges Spiel angeschaut habe, wurde ich trotz meiner Fußballenthaltung über jedes Tor lautstark von meinen Nachbarn informiert. Ich soll ja auch nicht unwissend sterben. Nur eines hatte mich ein wenig hellhörig gemacht, als sie am Ende von jedem Spiel immer ihre Knarren rausgeholt hatten, um wild um sich zu schießen. Himmel, wo wohne ich eigentlich, in Kansas? Der Wilde Westen lässt grüßen!

Die Italiener vom Ende der Straße waren es diesmal nicht, die waren ja schon lange raus, oder die Mafia erschießt jetzt genau deswegen deutsche Fußballfans. Hm. Schon ne wilde Gegend in der ich da wohne. Genau!

Und eines habe ich letzte Woche auch gelernt, dass Frau während eines Jahrhundertspieles wie das gegen Brasilien keinen Porno anschauen sollte, weil immer wenn Frau…äh…. Tor Vuvuzela. ‘Deutschland, Deutschland!’  Da kann selbst ich mich nicht konzentrieren. Olè, Olè!

Nicht dass ich nicht gerne Bejubelt werde, wenn ich komme, aber was zu viel ist, ist zu viel.

Und wieviel haben die gespielt 7:1?? Nach dem 5. Tor hatte ich die Schnauze voll und hab den Laptop ausgemacht und schlafen konnte ich dann auch nicht undBerlin, East Side Gallery genauso gings mir beim Endspiel. Total im Eimer und nur noch Bettreif. Dann draußen voll der Lärm und dann sich nicht mal nen Porno anschauen können, weil man sich bei Vuvuzela und ‘Deutschland, Deutschland!’-Gesängen nicht wirklich aus seinen eigenen Orgasmus konzentrieren kann.

Zum Glück ist der Spuk jetzt rum und wir können uns wieder den ernsten Themen widmen.

Irgendwo auf der Welt ist immer Krieg, aber mittlerweile sollte es eigentlich jedem aufgefallen sein, dass während die einen noch feiern, andere vor dem Scherbenhaufen ihrer Existenz stehen, weil ein Paar PolitikerDeppen ihren machtmäßigen Schwanzvergleich, auf dem Rücken der Bevölkerung austragen müssen. Wenn die Weltpolitik mehr Pornos ansehen würde, dann wären sie weniger damit beschäftigt sich gegenseitig den Arsch wegzubomben….. Schaut mehr Pornos und macht weniger Krieg.

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