Hooked on a feeling in Boandlkirch

Hooked on a feeling in Boandlkirch

nebelSie wurde von dem Intro von ‘Hooked on a feeling!’ wach und wunderte sich einen Moment, wo sie war. Ein Hund hechelte sie an, dann fiel es ihr wieder ein.

‚Sputnik?!‘ flüsterte sie. Sie stand auf und folgte der Musik zum Treppenabsatz. Jemand sang dazu. Sie schlich die Treppen hinunter und knöpfte sich das Hemd zu. Neugierig lief sie durch den Empfangsbereich des Abschleppunternehmens auf eine große Schwingtür zu, die halb offen stand. Er sang: ‘I said I’m hooked on a feeling, and I’m high on believing, that you’re in love with me, I’m hooked on a feeling!’ Schwungvoll rollte er unter ihrem Auto hervor und starrte in ihre Richtung, als hätte sie ihn bei etwas total Abartigen erwischt. Sie zog nur eine Augenbraue hoch und blieb in der Tür zur Werkstatt stehen. Er stand auf, ging zum Radio und machte es aus.

‘Bereit für schlechte Nachrichten?’ fragte er und wartete auf ein Nicken ihrerseits, bevor er fortfuhr: ‘Also der Kühler ist hin, den kann ich nicht flicken, der Anlasser ist im Eimer, nen neuen Airback, Motorhaube ausbeulen, Stoßstange muss ich sehen ob ich die wieder dranbasteln kann und auf der Hinterachse neue Reifen. Kann sein, dass er auf die Richtbank muss! Ich kann am Montag mal schaun, wie günstig ich an Ersatzteile rankomme und dann kann ich nen Kostenvoranschlag machen. Aber billig wird des net!’

‘Hach Gott, nicht dass ich am Ende noch meinen Körper verkaufen muss!’ witzelte sie, es war ihm aber nicht entgangen, dass sie sich am Türrahmen festhalten musste, so lustig war die Nachricht wohl doch nicht gewesen.

‘Auch wenn man die sonst nicht gebrauchen kann, dafür gibts ja die Versicherung!’ versuchte er sie zu beruhigen und lief zu ihr an die Tür.

‘Ja stimmt und ein Dienstwagen ist es ja auch irgendwie!’ meinte sie ein wenig abwesend.

‘Dann lass mich dich wenigstens noch zum Essen einladen, da oben wartet Mama’s Beste Gulaschsuppe darauf vernichtet zu werden!’

Sie grinste ihn an und meinte: ‘Da kann ich ja kaum widerstehen!’

Wenig später stand sie in der Küche und rührte die Suppe um und er war duschen, sie konnte ihn wieder singen hören und musste augenblicklich schmunzeln.

Als er aus dem Bad kam und ging er nur mit einem Handtuch bekleidet an der Küchentür vorbei und verschwand kurz im Schlafzimmer. Nach einem kurzen Moment stand er in einer abgeschnittenen Jogginghose vor ihr und zog das Shirt an, das er wohl gerade vom Wohnzimmertisch genommen hatte und meinte: ‘Wenn du des Shirt nicht anziehst …!’

‘Also die Suppe wär fertig!’

Er holte zwei Suppenschüsseln aus einem Regal und meinte: ‘Lass uns die Näpfe mit Essen füllen und uns vor die Glotze setzen. Ich muss unbedingt den Wetterbericht für morgen sehen. Weil noch so ne Nacht und ich muss dem ADAC mehr Geld abknöpfen.’

Nach dem Essen, saßen sie noch eine Weile nebeneinander auf dem Sofa, bis sie neben ihm einschlief. Als er sich regte, rutschte sie auf seinen Schoss.

‘Hey. Ich geh dann mal lieber in mein Bett.’

Ein verneinendes Grummeln kam aus ihrem Mund.

‘Ich will deine Notlage nicht ausnutzen!’ meinte er, tastete nach der Fernbedienung.

Sie blickte ihn mit einem Auge an und schüttelte den Kopf. Er machte den Fernseher aus und es wurde schlagartig dunkel im Raum.

‘Wir können auch beide in mein Bett gehen?’

Sie schüttelte wieder den Kopf, was er im Dunkeln nicht sah und flüsterte: ‚Nicht beim ersten Date!‘

‘Aber Sofa ist okay?!’

Sie nickte, war er wieder nicht sah, aber er spürte ihre Bewegung.

‘Wenn ich da bleiben soll musst du mir aber ein Stück von der Decke über lassen!’

Sie lies ihn unter die Decke und er rückte näher. Neben ihnen fing etwas zu hecheln an.

‚Sputnik, geh in dein Bettchen!‘ grummelte Toni.

Ein widerwilliges Grunzen ging von dem Hund aus und schließlich trottete er in die Küche.

‚Er ist eifersüchtig!‘ flüsterte er in ihr Haar. Sie kroch in seine Umarmung und flüsterte ein ‘Danke!’ in sein Brusthaar.

‘Wofür?’

‘Fürs Retten!’.

‘Ach was. Das hätte doch jeder gemacht.’

‘Du hättest ja auch ein Triebtäter sein können!?’

‘Vielleicht bin ich ja ein Triebtäter!’

‘Dann ist des wohl nicht mein Tag heute.’

Er gähnte: ‘Selbst wenn ich wollte, ich würd vorher einschlafen. War ein anstrengender Tag heute.’

‘Wem sagst du das!’ flüsterte sie.

‘Deck im ich zu wenn du fertig bis.’ gähnte er.

‘Nicht bei ersten Date!’

‘Okay. Dann des nächste Mal.’

Ein gehauchtes ‚Okay!‘ kam aus ihrem Mund und sich kuschelte sich näher an seine Brust. Er küsste ihre Haare und nahm sie fest in den Arm.

Fortsetzung folgt in Morgenstund hat Gold im Mund in Boandlkirch

 

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