Morgenstund hat Gold im Mund in Boandlkirch

Morgenstund hat Gold im Mund in Boandlkirch

nebelAm nächsten Morgen wurde er wach. Er lag auf dem Sofa. Emma lag in seinen Armen und irgendwie lag sie auch auf seiner Morgenlatte. Plötzlich hörte er die Eingangstür knarren und er hörte einen Schlüssel klingeln. Von einem Moment zum Anderen war er hellwach, er sprang vom Sofa und zischte: ‘Oh Shit, meine Mutter holt ihren Köter ab!’

Sie wäre fast mit vom Sofa gepurzelt und fragte ihn bestürzt, noch bevor sie ihre Augen aufmachte, oder sich strecken konnte: ‘Das ist gar nicht Deiner?’

Während sie sich gemütlich streckte, starrte er auf ihre nackten Brüste und stammelte: ‘Du solltest dir was anziehen.’ Er konnte hören, wie seine Mutter behäbig die Stufen hochschritt.

Emma blickte wie gebannt auf ihn und sein Gemächt, das genau auf ihrer Gesichtshöhe auf Halbmast stand und grinste: ‘Ähm, Toni! Du auch!’

Er blickte ganz langsam nach unten und erstarrte: ‘Ach du Sch….!’ Er bückte sich und schlüpfte in seine Jogginghose, die auf dem Boden lag, während sie das zerknüllte Hemd anzog, machte sie sich eigentlich nur Gedanken, wo ihr Schlüpfer geblieben war.

‘Einen wunderschönen Guten Morgen, mein Sonnenschein!’ hörten sie eine fröhliche Stimme trällern. ‚Morgenstund hat Gold im Mund!‘

‘Sag bloß du hast die Socken an gelassen!’ zischte Emma ihm zu und streckte ihre Hand nach ihrem BH aus, der vor seinen Füßen auf dem Boden lag. Blitzschnell hob er ihn auf und flüsterte geheimnistuerisch: ‘Ich mach mir da grad um ganz andere Sachen sorgen!’

Er blickte sich verwirrt im Raum um und ging durchs Zimmer, hängte den BH zu den anderen Sachen und schon stand seine Mutter am Treppenabsatz, sie hatte eine Einkaufstasche in der Hand und blickte ihn genervt an: ‘Das du nie die Tür zu sperrst. Irgendwann wirst du noch ausgeraubt!’ meinte sie schnippisch, wurde dann aber freundlicher. ‘Ich hab dir Frühstück gebracht, wo ist mein Kleiner?!’

‘Morgen… Mamma, mich klaut schon keiner! Deinem Kleinen gings heute Nacht um 3 noch ziemlich gut und ähm… darf ich dir Fräulein Emma vorstellen! Sie hatte gestern Nacht eine Reifenpanne!’

Emma war mittlerweile aufgestanden und hatte den Raum durchquert, um seiner Mutter die Hand hinzustrecken. ‘Emma Müller ist mein Name und ihr Sohn ist ein Held, er hat mich gestern Nacht vor dem Erfrieren gerettet.’

Sie hatte eine Hand auf dem Rücken und in der Hand hatte sie ihren Schlüpfer versteckt und sie betete inständig, dass keiner bemerken würde, dass sie nichts drunter hatte.

‘Maria Berger, ich bin seine Mama… Und hat es hier auch so geschneit?!’ trällerte seine Mutter und schüttelte Emmas Hand übertrieben lange, um sich gleichzeitig im Raum umzusehen. Ihr Blick, mit dem sie ihren Sohn strafte, sagte mehr als tausend Worte: ‘Das’dich net schammst, hättest ja aufräumen können!’

‘Ja, und des war reiner Zufall, dass ich Emma gefunden hab, weil die Leitung wahr völlig überlastet… eine Panne nach der Anderen…!’ plapperte Toni, bis ihm nichts mehr einfiel.

‘Und mein Akku war alle, ich bin beim ADAC gar nicht durchgekommen!’ sprang Emma ein.

‘Ja, Glück im Unglück, würd ich da mal sagen und gut, dass ich gleich ein Bissel mehr eingekauft habe!’ meinte seine Mutter und ging in die Küche. ‘Wo ist denn mein Schatzerl?!’

Er warf einen prüfenden Blick in die Küche, Sputnik war gerade aufgesprungen und zu seinem Frauchen gelaufen.

Emma ging verwirrt Richtung Badezimmer. Toni folgte ihr mit den Worten, die er übertrieben laut sprach: ‘Warte, ich leg dir ein Handtuch raus.’

Sie tapste ins Bad, er folgte ihr auf dem Fuße und schloss gleich die Tür, als sie beide im Bad verschwunden waren.

‘Was genau haben wir gemacht?’ fragte er völlig aufgelöst.

Sie grinste ziemlich blöd und wickelte das Höschen auseinander und legte eine aufgerissene Kondomhülle frei. ‘Zumindest haben wir verhütet!’

‘Aber wo ist das Kondom?’ fragte er und blickte sicherheitshalber in seine Hose.

‘Gott, du bist so süß!’ meinte sie und grinste ihn an.

‘Ich geh besser mal das Kondom suchen, nicht das der Köter es noch erwischt!’

Sie zuckte mit den Armen und knöpfte das Hemd auf. ‘Magst du mir meine Handtasche und meinen BH bringen. Und meine Hose, wenn sie schon trocken ist?’

‘Ich komm mir grad vor, als wäre ich wieder 16…!’ meinte er, ging nochmal einen Schritt auf sie zu und zögerte dann einen Moment, bevor er sie in den Arm nahm und einfach küsste.

Sie erwiderte den Kuss und lies sich von ihm dabei ein Wenig hochheben.

‘Ich hab keine Ahnung was wir gestern getrieben haben…!’ meinte er, als er sie wieder abgesetzt hatte. ‘Aber, ich hoffe, ich hab dir nicht wehgetan, oder so?!’

‘Kein Sorge, ich halt schon was aus.’

Er drehte sich um und sie konnte einige Kratzspuren auf seinem Rücken erkennen.

‘Anscheinend hab ich mich gewehrt, du hast Kratzspuren auf dem Rücken.’

‘Also war es gut?’ fragte er spitzbübisch und drehte sich nochmal zu ihr um.

‘Das müssten wir nochmal nachstellen!’ meinte sie bierernst und fing dann zu lachen an.

Er bückte sich nach dem Pulli, von gestern Nacht und zog ihn an. ‘Meine Mutter ist vom CSI Boandlkirch und morgen stehts dann in der Zeitung!’

Er ging kopfschüttelnd aus dem Bad und sie setzte sich verstört auf die Toilette.

Draußen stand schon seine Mutter und blickte ihn endnervt an: ‘Hast du eine Ersatzzahnbürste für die junge Dame!’

‘Ja, geb ich ihr gleich, sie braucht ihre Handtasche….!’ meinte er und lief zum Sofa hinüber und hob die Handtasche auf und ging dann zum Kachelofen und zog die Klamotten von der Holzstange.

‘Die Hosn g’hert ausbürstelt!’ meinte seine Mutter wieder in ihrem schnippischen Ton. Er kam wieder zu ihr zurück und drückte ihr die Hose in die Hand.

‘Vergiss die Zahnbürste nicht!’ rief sie ihm hinterher.

‘Ja Mamma!’ meinte er und ging wieder zum Bad und klopfte kopfschüttelnd an der Tür.

‘Komm rein!’ konnte er von drinnen hören.

Er ging vorsichtig hinein, und sah Emma nackt, wie sie gerade in die Dusche steigen wollte. Sie lächelte ihn an und er griff blind in eine Schublade, ohne jedoch den Blick von ihrem Körper zu wenden und zog eine noch verpackte Zahnbürste heraus, um sie an den Waschbeckenrand zu legen.

‘Und!?’ fragte sie.

‘Keine Spur!’ meinte er.

‘Ich habs auch nicht!’ sagte sie in einem strengen Ton und zog dabei eine Augenbraue hoch.

Er blickte sie lange an und man konnte seine Gedanken rattern hören, bevor man den Anflug von Schamesröte in seinem Gesicht erblicken konnte, drehte er sich zum Müllereimer und blickte hinein.

‘Nichts… hm!’ meinte er und legte die Handtasche auf den runtergeklappten Klodeckel.

‘Ja hm!’ seufzte sie und beugte sich über ihre Handtasche.

Er war schon wieder an der Tür und wollte gerade gehen, als sie rief: ‘Toni schau mal!’

Sie zog ein geknotetes, benutztes Kondom aus ihrer Handtasche und blickte ihn mir einer hochgezogenen Augenbrauche ernst an. ‘Also, das gehört ja wohl nicht in meine Handtasche!’

Er drehte sich nochmal zu ihr um, grinste verlegen und meinte: ‘Gott sei Dank!’


Fortsetzung folgt in Frühstück beim Berger von Boandlkirch

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