Der uneheliche Sohn vom Widderhirten von Erebor und die Wangenknochen des Todes

spooooi

Der uneheliche Sohn vom Widderhirten von Erebor und die Wangenknochen des Todes

Oder die Nummer mit dem Traumprinzen und dem Kuss der wahren Liebe

Oder auch eine Filmkritik zu Maleficent

Ja gut, ich hab mir den Film wirklich angeschaut und nachdem ich Snow White an the Huntsman schon so überragend scheiße fand, aber leider noch ein Bisschen warten muss, bis die Vollpfosten den Snow White Teil 2*) rausbringen, habe ich mir gedacht, ach schaust du dir halt den Film an: Die Wangenknochen des Todes oder auch Maleficent. Und ich hab ihn wirklich nur angeschaut, weil ich meine Fernbedienung nicht finden konnte und weil der Film warum auch immer nicht wegklickbar war, das Wunderwerk der Maleficent-LookTechnik macht mich manchmal schon echt wahnsinnig.

Ansich ist der Film ja ganz nett. Ja, mir ist völlig bewusst was man im Allgemeinen über den Verwandtschaftsgrad dieses Wortes sagt, aber mehr als nett ist die kleine Schwester von Scheiße nunmal nicht!?

Erst dachte ich, ich hab es mit Avatar Teil 2 zu tun, aber dann kam die gehörnte braune Hummel auch schon durchs Bild gewuselt. Auch wenn sie phantasmagorische Hörner hatte, so ganz kann ich mich mit der Fee noch nicht anfreunden. Ein Gargoyle, ja okay! Aber ne Fee, ich weiß ja nicht so recht.

Die anderen Märchenviecher sind für meinen Geschmack zu übertrieben anders und bunt und gar nicht so wie ich mir die Bewohner des Feenreich so vorgestellt habe. Quietschbunte kleine dicke Etwasse, was beim 5. Element ganz niedlich war, geht hier nach 2 Minuten einfach nur gewaltig auf den Zeiger.

maleDer Fee ihr Traumprinz ist einfach nicht mein Fall. Ich hab bei der älteren Version einfach immer Distrikt 9 auf dem Schirm und nicht den zukünftigen König. Ja und die Story, naja die ist schon so ein Bisschen an Rapunzels Haaren herbeigezogen.

Die kleine Prinzessin ist ganz putzig und das Einzige was mich durchhalten ließ, war die Krähe, die in der Menschengestalt eigentlich ganz lecker aussah, wenn man auf den blassen vernarbten Nerd steht, der die ganze Zeit zwischen Fee und Prinzessin hin und her geschubst wird. Sam Riley als der Fee ihr unfreiwilliger aber doch devoter Diener Diaval. Ein Feuerwerk des kinskiesken Humor eines buckeligen Dieners, wie ihn selbst der Godvather of ‘Noch einen Wunsch, Milady!’ nicht hätte besser spielen können.

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Nun zu der Prinzessin ihrem Traumprinzen, der immer dann ins Bild geschubst wurde, wenn es gerade in den Kram passte. Das muss der uneheliche Sohn vom Widderhirten von Erebor sein. Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Man weiß es nicht so recht, woher er kam und wohin er ging. Er war einfach da und stolperte durchs Bild. Wie die Hasen im Setting von den Teletubbies, denen man einfach immer angesehen hat, dass sie völlig unfreiwillig in die Szene geschleudert wurden. Genauso verplant wirkt der vermeintliche Traumprinz für die Prinzessin. Wie bestellt und nicht abgeholt, wird auch dieser Traumprinz nur rumgeschubst und mit dem Kuss der wahren Liebe wird es dann auch eher nichts, weil das die nicht mehr ganz so zwiderwurzige Fee dann macht. Für den ersten lesbischen Moment in einem Walt Disney Film sehr gewagt. Und der Traumprinz muss dann doch die Prinzessin heiraten. HM. Das zeigt den Kindern ja wieder wie die Gesellschaft mit Homosexualität umgeht, macht ja nichts das du lesbisch bist, aber heirate doch den netten Typ von nebenan.

Fazit: Ganz nett, bleibt halt nun mal die kleine Schwester von Scheiße. Warten wir mal auf Teil 2, wenn der Traumprinz zurück schlägt.

Ein Kleines rrr und einen den unehelichen Sohn von Klaus Kinski – Award an die Krähe Sam Riley

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Merke: Ich bin gegen die übermäßige Vermarktung von Traumprinzen oder anderen Traumprinzen Nebenprodukten.

*) Snow White Teil 2: Also ob die Gebrüder Grimm sich nach ‘Und dann lebten sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage!’ jemals die Mühe gemacht hätten, eine Fortsetzung zu schreiben. Damals war die einzige Fortsetzung die es in Buchform gab, das neue Testament.

Und welche kleingeistigen Tiefflieger wollen aus der Nummer noch eine Fortsetzung zwirbeln. Wie heißt der Film dann: Snow White, die böse Stiefmutter schlägt zurück!

Und der dritte Teil heißt dann, Snow White, die Rückkehr des achten Zwerges?

Wir werden es leider schon bald erfahren, hier oder im Kino – in 3D – in ausgewählten Kinos auch in 2D!

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Published in: on 28. Januar 2015 at 01:22  Schreibe einen Kommentar  
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Drei und eine Axt – Teil 44

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 44

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Zur selben Zeit in der Jurte der weißen Hexe:

Alur konnte die Hitze des Feuers auf seinem Gesicht spüren, noch bevor er das Knistern hörte. In seinem Kopf rauschte es und er hatte das Gefühl es würde sich alles um ihn herum drehen. Er öffnete nur ein Auge und musste mehrmals den Kopf schütteln, um ein klares Bild vor Augen zu haben.

Fassungslos ertappte er seine Tanten wie sie ums Feuer herumsprangen. Erst nach mehrmaligem Blinzeln erkannte er, dass Vira nur das Feuer hochschürte und Ziska eigentlich Tee eingegossen hatte. Was war denn nur mit ihm los und warum lag er in der falschen Jurte?

Tante Ziska kam auf ihn zu und lächelte ihn an. Er bewegte sich und dann wurde ihm erst gewahr, dass er nicht alleine im Bett lag. Das Mädchen wimmerte im Schlaf und klammerte sich an seine Brust, wie eine Ertrinkende an den rettenden Baumstumpf.

‘Pünktlich zur Nachtwache!’ flüsterte Ziska.

‘Was? Warum hab ich geschlafen?’ stotterte Alur und zog die Decke über den Rücken des Mädchens.

‘Eigentlich wollte ich nur das Mädchen beruhigen.’ meinte sie kleinlaut. ‘Aber sie hat dann die letzten Stunden so friedlich geschlafen.’

‘Hat sie schon ihren Namen gesagt?’

Ziska schüttelte nur den Kopf und meinte dann: ‘Komm schon, steh auf und hilf mir sie zu euch rüber zu tragen. Die Jurte des Sippenführers ist nicht beheizt, sie schläft heut Nacht bei euch!’

Er versuchte sich aufzusetzen, ohne das Mädchen zu wecken. Sie hatte immer noch seine Tunika in Händen.

Als er mit dem Mädchen auf dem Arm barfuß aus der Jurte trat, wurde ihm erst gewahr, dass er keine Schuhe trug. Seine Mutter nickte ihm zu und stellte einen Napf mit Suppe auf den Tisch, sein Vater und Ainur saßen am Tisch und Elger strich mit dem Hund über den Hof. Die weiße Hexe kam hinter ihm her und bog dann aber zum Tisch ab, also ging er alleine in die Jurte seiner Eltern. Seine beiden kleinen Schwestern lagen in seinem Bett und Lona und Fina lagen in ihremihrem eigenen Bett und schliefen schon. Er legte das Mädchen in sein Bett und deckte alle drei Mädchen sorgsam zu. Er zog seine Schuhe an und ging wieder nach draußen.

Während der Nachtwache war er einerseits erschreckend wach, aber andererseits fror er und nichts konnte ihn so recht erwärmen. Also war er heilfroh, als sein Vater ihn im Morgengrauen ablöste und er endlich in sein Bett kriechen konnte.

Als er dann endlich vor seinem Bett stand, lag nur noch das kleine Mädchen in seinem Bett und starrte an die Jurtendecke. Er nahm einen Becher mit Tee, der neben seinem Bett abgestellt worden war und setzte sich auf die Bettkannte.

‘Du musst viel trinken!’ flüsterte er ihr zu und versuchte ihr ein wenig aufzuhelfen. Sie lies sich den Inhalt des Bechers verabreichen und blickte ihm dann für einen kurzen Moment in die Augen. Beide konnten dem jeweiligen Blick des Anderen nicht standhalten, also blickten sie für einen viel zu langen Moment aneinander vorbei, bis Alur das Schweigen mit einem Räuspern unterbrach.

Leise flüsterte er ihr zu und stellte den leeren Becher wieder ab. ‘Magst du mir deinen Namen verraten?’

Sie blieb ihm die Antwort schuldig, deshalb überging er ihr Schweigen und zog seine Schuhe aus. Während er seinen Klappenmantel auszog beobachtete sie ihn neugierig, wand sich dann aber ab und drehte sich um. Er legte sich neben sie hin und versuchte sich irgendwie zuzudecken, ohne ihr dabei ihre Decken wegzuziehen.

Es dauerte eine halbe Ewigkeit bis er endlich richtig lag, vollständig zugedeckt war und irgendwie nicht mehr fror. Endlich schloss er die Augen und atmete erleichtert aus.

Irgendwann drehte sie sich wieder um, kroch mit ihren Decken unter seine Decken und lies sich seufzend auf seiner Schulter nieder und murmelte: ‘Liirii!’

Vorsichtig nahm er sie in den Arm, küsste die Überreste ihres Haaransatzes und wiederholte ihren Namen: ‘Liri?’

Fortsetzung, wiederholt und bereits bekannt, da dieser Artikel als Lückenfüller eingefügt wurde, der Teil 44 ist jetzt Teil 45… 

Bei Hempels unterm Sofa – Far away from Boandlkirch

Bei Hempels unterm Sofa – Far away from Boandlkirch

nebelEs traf sie fast der Schlag, als sie mit Toni ihre Wohnung betrat. Es stank nach Bier, Rauch und Schlimmeren. Unmengen an Pfandflaschen standen in der Küche herum. Die Spülmaschine blinkte wild vor sich hin und das Geschirr stapelte sich in der Spüle. Auf dem Herd stand ein Topf mit irgendwas Undefinierbaren. Das Wohnzimmer war nur halb so schlimm verwüstet, wie sie gedacht hatte. Die Zimmer von den Jungs waren zwar verschlossen gewesen, aber sie betätigte einen Türcode und ging in ihre Zimmer.

‘Das geht ja noch!’ zischte sie grimmig hervor.

‘Vielleicht solltest du sie doch übers Knie legen.’ meinte Toni, der stumm hinter ihr hergegangen war.

‘Ja, ich schau noch schnell in mein Zimmer.’ rief sie und verschwand in einem ebenfalls verschlossenen Raum, der nur durch einen Türcode zu öffnen war.

‘Was machst du eigentlich, wenn du die Türcodes vergisst?’ fragte Toni, der ihr neugierig gefolgt war.

‘Ich kann mir ziemlich viel merken, bei den Jungs ist es das Geburtsdatum und bei mir ist es…. dir kann ichs ja sagen… 1967! Da kommen sie nie drauf!’

Er riskierte einen Blick in ihr Reich, ein völlig chaotisches Arbeitszimmer mit viel Papier, einem überfüllten Schreibtisch und einem kleinem Sofa sprang ihm regelrecht ins Auge. Ihm stolperte eine Bemerkung heraus: ‘Du schläfst in deinem Arbeitszimmer auf dem Sofa?’

‘Ja, nein! Komm mal mit!’ stammelte sie verlegen und ging durch den Raum und wies ihm den Weg bevor sie fortfuhr. ‘Links ist mein Badezimmer und rechts ist mein Schlafgemach und nun auf ans Werk!’

Sie machte kehrt und lief ins Wohnzimmer zurück. Im Anschluss putzten sie die Wohnung und als sie mit den letzten Müllsäcken zum Müllhäuschen gingen, dämmerte es bereits.

Als sie wieder ihre Wohnung betraten, flüsterte sie: ‚Ich fühl mich so schmutzig.‘

‚Das liegt ja hoffentlich nicht an mir?‘ fragte Toni und blickte sie mit einem Grinsen im Gesicht an.

‚Nicht, wenn du mir den Rücken schrubbst.‘ grinste sie, zog sich langsam aus und lies ein Kleidungsstück nach dem Anderen auf dem Weg in ihr Badezimmer fallen. Er folgte ihr und sammelte dabei ihre Sachen ein.

Als er das Badezimmer betrat, lies er die Sachen einfach fallen, als er sie sah, wie sie gerade die Duschkabine betrat. Mit offen stehenden Mund beobachtete er sie und als es ihm gewahr wurde, das er ihren Hintern angestarrt hatte, schloss sich für einen Moment die Glastür. Fassungslos blickte er einen Moment auf die Milchglasscheibe der Duschkabine, bis er sich langsam rührte und begann sein Hemd aufzuknöpfen.

Neugierig öffnete sie die Glastüre wieder und setzte zu einer Frage an, die ihr aber tonlos von den Lippen purzelte. Er hatte gerade genüsslich seine Hose geöffnet und sie zu Boden gleiten lassen. Das Nichtvorhandensein jeglicher Unterwäsche brachte sie zum Strahlen.

Einem Moment später stand er mit ihr unter der Dusche. Sein männlicher Duft betörte sie noch einen Moment, bevor sein Duft vom Wasser fortgespült wurde.

Langsam drängte er sie an die rückwärtigen Fliesen und küsste sie hart und unnachgiebig.

Ihre Knie sackten ihr weg, doch er hielt sie fest mit seinem Körper gegen die Wand gedrückt, während seine Hände an ihrem Körper herabglitten. Als seine Zunge tief in ihren Mund stieß, wanderten seine Finger zwischen ihren Beine. Ihr sachtes Stöhnen begleitete sein Eindringen und er spürte ihre Erregung.

Sie konnte seinen Schwanz spüren, wie er immer härter wurde, während ihre Knie den Dienst völlig aufgaben. Mit einem kessen Blick fixierte sie ihn einen Moment, griff nach seiner Männlichkeit und ließ sich ganz langsam auf die Knie sinken.

Und als sie im nächsten Moment den Mund über seine Schwanzspitze stülpte, bekam er weiche Knie.

Sie saugte genauso unnachgiebig an seinem Schwanz, wie er sie vorhin geküsst hatte.

Irgendwann blickte sie ihn nochmal an, bevor sie seinen Penis genüsslich in ihre Kehle gleiten ließ. In dem Moment als ihre Unterlippe seine Hoden berührte, wich er zurück und entzog ihr langsam seinen zum Bersten gespannten Schafft.

Sie blickte ihn ziemlich beleidigt an, wie ein Mädchen, dem man ihr liebstes Spielzeug weggenommen hatte. Doch er ließ sich von ihrem Blick nicht irritieren, zog sie sachte zu sich hoch und stellte das Wasser ab.

Er packte ihre Hand und zerrte sie regelrecht aus der Dusche.

An der Tür nahm er sie hoch und presste sie dagegen. Sie klammerte sich an der Türklinke fest, während zwei Finger in sie glitten und ihren Versuch unterbrach die Türe öffnen zu wollen. Den Moment ihrer Unachtsamkeit nutzte er schamlos aus. Er zog seine Finger heraus, packte ihren Hintern und griff mit seiner anderen Hand seinen steifen Schwanz und drängte ihn langsam in sie hinein. Ihre Feuchtigkeit umfing seine Eichel und befürchtete dem Wahnsinn anheim zu fallen.

Der Mechanismus der Türklinke wurde durch ihre zitternde Hand ausgelöst, doch durch seinen erneuten Vorstoß presste er sie gegen die Tür, die dadurch gleich wieder in Schloss gedrückt wurde. Die nächsten Stöße brachten sie derart zum Quietschen, das er nun doch vorzog die Tür zu öffnen und mit ihr zusammen durch die Tür zu straucheln. Kaum hatte sie ein bisschen Bewegungsfreiheit, bewegte sie ihren Hintern und er musste sie einen Moment auf dem Schreibtisch absetzen, um ihr seinen Hammer weiter in den Leib zu treiben.

Sie schrie und konnte sich kaum artikulieren: ‚Bitte….bitte…nicht!

Er stöhnte ein: ‚Was?‘ und ließ ihr einen Moment.

‚Nicht auf dem Schreibtisch!‘ keuchte sie.

Er hob eine Augenbraue hoch, um sie skeptisch anzublicken und zog ganz langsam seinen Schwanz aus ihr. Schwer atmend schritt er zurück, ging ein paar Schritte und setzte sich langsam aufs Sofa.

Fortsetzung folgt in Bei Hempels auf dem Sofa – Far away from Boandlkirch

Too much Information….

Too much Information

endeIch bin total gehetzt und renne aus meinem Büro, die Tür aus der Abteilung schließt mit einem Klicken hinter mir. Ich steh am Aufzug, drücke den Knopf ‘nach unten’ und warte. Und warte. Und warte.

Boa, ich muss mein Scheißauto aus der Werkstatt holen und bin wie immer viel zu spät dran. Verdammt und jetzt muss ich auch noch mit den Öffentlichen fahren.

Endlich kommt der Aufzug und es steht eine Frau drinne. Sie drückt auf den Knöpfen herum und ich hüpfe ins Innere des Aufzuges und singe einen abendlichen Gruß. Die Frau drückt wie eine Wahnsinnige auf den Knöpfen herum und die Türen schließen sich. Sie wird Zusehens nervös und hämmert auf die Taste mit Erdgeschoss, bis wir, wer hätte es gedacht, im Erdgeschoss ankamen. Sie drängelte sich an mir vorbei und rannte nach draußen.

Nicht, dass ich nicht auch im Erdgeschoss aussteigen muss. Was für unentspannte Leute hier arbeiten, und da bin ich schon echt gestresst. Ich renne armewedelnd zum Ausstempeln und renne dann ebenfalls armewedelnd aus dem Haus. Scherz beiseite. Ich gehe schnellen Schrittes über der Hof und sehe die Frau, wie sie mit einer abgewichsten Grillzange in der Hand im Windschatten einer Glasfassade stand und rauchte, mit Zuhilfenahme der Grillzange?! Dieses surreale Bild muss sich in meiner Netzhaut eingebrannt haben.

Was geht in einer Frau vor, die wie eine Wahnsinnige mit bloßer nackter Hand im Aufzug randaliert, um dann die Zigarette nur mit der Kneifzange anzufassen, aber allen Anschein nach nicht ohne Zigarette leben können?! Herrgott, schmeiß Hirn vom Himmel!

Ich laufe zur Trambahn, ohne mit meinen Armen zu wedeln. Ich bin doch nicht wahnsinnig, zumindest nicht wahnsinniger als die Frau mit der Zigarettenzange.

Völlig außer Atem platze ich in die Privatsphäre so vieler unbedarfter Menschen, als ich die Tram betrete. Leider muss ich auch gleich wieder aussteigen. Ich laufe weiter die Donnersberger hinauf und wer hätte das gedacht, ich verpasse meine S-Bahn und es ist scheißkalt. Warum immer ich? Ich nehm die nächste S-Bahn Richtung Moosach und will mir ein Taxi nehmen, wenn ich da je ankomme.

Zum Glück bekomme ich einen Sitzplatz. Gegenüber von mir sitzt ein Kerl, mit einer Packung M&M’s in der Hand. Daneben sitzt ein älterer Mann mit einem Schild in der Hand auf dem steht: ‘Das Ende der Welt ist nahe!’

Irgendwo auf der Welt hat bestimmt ein reicher Mensch im Lotto gewonnen, wenn ich hier so in die Scheiße trete.

Der Weltuntergangspapst fängt an zu reden: ‘Wenn man heißes Wasser ausgießt, hört es sich anders an, als wenn das Wasser kalt wäre!’

Ich denke mir nur: ‘Das Ende der Welt ist nahe!’

Der Kerl mit den M&M’s meint: ‘Sie müssen immer von der gleichen Farbe sein, immer nur zwei auf einmal. Niemals einzeln.’ Dann lies er sich ein paar von den süßen Köstlichkeiten in die Hand purzeln und suchte dann immer zwei von der gleichen Farbe heraus, um sie zu essen. Die Restlichen bot er dem alten Mann an, der sie dankend annahm.

Sagt mal, ist heute der Tag an dem jeder seine geheimen Neurosen nach Außen trägt. Dinge die ich eigentlich nicht wissen wollte. Noch nicht mal wenn das Ende der Welt wirklich nahe wäre.

Die Welt könnte doch so einfach sein, wenn jemand die gelben und orangen Gummibärchen für mich essen würde… nachdem ich immer nur die Weißen, die Grünen und die Roten rauspicke. Und zwar genau in der Reihenfolge.

Bloß was passiert, wenn die verrückte Frau vom Aufzug ihre Zigarettenzange nicht findet, wenn die Nikotinsucht an ihrem paranoiden Verstand zerrt. Läuft sie dann Amok? Und wen erschießt sie zuerst?

Ich bete inständig darum, dass sie Lady ihre Zigarettenzange nie vergessen wird.


P.S. Für die Leute, die sich immer fragen woher ich den Scheiß habe, über den ich schreibe: Dies ist eine fiktive Geschichte und es ist immer das ein oder andere Fünklein Wahrheit dran, mal mehr oder weniger. Erschreckenderweise meist mehr als weniger. Alles andere ist erstunken und erlogen, bunt aneinander gereiht, verdreht und vermengt so wie mir es passt. Das nennt man dann künstlerische Freiheit.

Drei und eine Axt – Teil 43

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 43

reiter_neuWeit nach Mitternacht machten Halef und Lamina endlich Halt, um sich ein paar Stunden auszuruhen. Sie würden morgen noch ein paar Stunden reiten müssen ehe sie ankommen würden. Lamina war völlig erschöpft.

Der Mond erhellte den Wald, als wäre es Tag und er beschloss kein Feuer zu machen. Er hielt Wache obwohl er auch schlafen müsste. Auch wenn der Hund wachsam neben ihm saß und scheinbar niemand in der Nähe war, außer ein paar Viechern, die durchs Unterholz schlichen, wollte er nicht riskieren unaufmerksam zu sein. Es konnte immer noch sein, dass einer der Banditen im Wald unterwegs war.

Lamina lag neben ihm und schlief. Er streichelte über ihr Haar und deckte sie sorgsam zu.

Irgendwann kroch sie zu ihm, weil sie fror. Sie kuschelten sich aneinander und küssten sich. Plötzlich rückte er von ihr ab, weil er ziemlich erregt war.

Sie lag zwischen seinen Beinen und blickte ihn an. Mit einem milden Lächeln gab sie ihm zu verstehen, dass sie bemerkt hatte, dass sein Schwanz langsam steif geworden war. Seinen Gesichtausdruck konnte sie nur erahnen, da der Mond in seinem Rücken stand.

‚Anscheinend wollen mich alle Männer nur zu Boden ringen und ihre Männlichkeit in mich hineinzwängen, nur du nicht.‘

Er blickte sie entrüstet an und stotterte, er suchte verzweifelt nach den passenden Worten.

‚Nur du nicht!‘ wiederholte sie und strich ihm übers Gesicht.

‚Aber, aber ich hoffe doch das Kejnen, Ainur, Elger und Otar das auch nicht vorhaben, hatten, werden….‘

‚Nein, natürlich nicht!‘

‚Ich muss dich nicht zu Boden ringen, du liegst meistens auf mir drauf und… und außerdem habe ich kein Verlangen danach, wenn du mir wieder ins Gesicht trittst.‘

Sie haute ihn gespielt und zischte ihm zu: ‚Mach keine Witze!‘

‚Warum sollte ich dich zu etwas drängen, wenn du doch jede Nacht in meinem Bett liegst. Wenn dir danach ist, dann wirst du mich schon zu Boden ringen.‘

Sie blickte ihn erbost an, lächelte aber dann und er redete weiter: ‚Nein, schau mal, solange ich dich küssen und dich berühren darf und dich trösten, solange drängt es mich zu nichts, was nicht noch Zeit hätte.‘

Sie blickte ihn nachdenklich an.

‚Nicht dass ich mir da nicht schon oft Gedanken darüber gemacht hätte.‘ ergänzte er noch.

Sie schmunzelte und ihr stiegen die Tränen in die Augen. Er zog sie weiter zu sich hoch und drückte sie fest an sich.

‚Erschreckenderweise ertappe ich mich sehr oft bei dem Gedanken daran, weiter zu gehen als dich auf den Mund zu küssen.‘ säuselte er ihr ins Ohr, wurde schlagartig rot im Gesicht, was sie in der Dunkelheit nicht sah, aber sie spürte die Hitze, die in ihm aufstieg.

Lamina strich ihm über die Wange, dann flackerte ein Hauch von rot über ihr Antlitz, bevor sie zu reden begann. ‚Ich ertappe mich auch zu Weilen bei dem Gedanken…!’ Sie unterbrach sich selbst, in dem sie ihn küsste.

Er erwiderte den Kuss nur einen Moment und stammelte dann: ‚Ich…Ich…möchte dich an Stellen küssen, an denen ich dich noch nie geküsst habe.‘ Ihre Hände glitten unter seine Tunika, sie stemmte sich von seinen Hüften auf, um wieder seinen Mund zu erreichen. Sie küsste ihn kurz und tauchte dann unter seine Tunika. Sie leckte ihn über seine Brust und küsste schließlich seine Brustwarzen, die sich sofort aufrichteten.

Langsam fuhr sie mit ihrer Hand in seine Bruche. Er zuckte zurück, lies es aber doch zu, weil es sich richtig gut anfühlte. Er zog seine Tunika aus und beugte sich zu ihr herab, um sie zu küssen. Ihre Finger umschlossen seinen Schwanz und er befürchtete den Verstand zu verlieren. Kurzzeitig kam sein Verstand zurück, er entzog sich ihrem Griff und stammelte: ‚Bitte, ich möchte dir auf keinen Fall zu Nahe treten und ich weiß nicht ob ich es nicht doch tue, wenn du weiter machst.‘

‚Halt deinen Mund und küss mich!‘ rief sie einfach nur.

Er küsste sie und sie machte da weiter wo er sie vorhin gestoppt hatte. Es dauerte auch nicht lange, bis sein Schwanz zum Bersten gespannt war. Und dann wurde es immer besser, er atmete schwer und begann zu stöhnen, es war unbeschreiblich, und besser, bis dieses unbeschreibliche Gefühl in seiner Körpermitte explodierte und er sich zuckend in ihre Hand ergoss. Er weinte fast, als er wieder zu Atem kam. Sie küsste ihn weiter und er wollte sie wirklich an Stellen küssen, der er sie vorher noch nie geküsste hatte. Und zwar jetzt. Er griff unter ihre Tunika und zog sie hoch. Er hielt sich nicht damit auf, ihre Brüste anzufassen, er begann ihre Brüste zu küssen, er blickte aber nochmal auf: ‚Du trittst mir eh ins Gesicht, wenn ich dir zu weit gehe.‘

Sie lächelte und schob seine Kopf wieder zu ihren Brüsten. Er küsste ihre Brustwarzen und sog daran. Dann zog er die Tunika über ihren Kopf, sie erschauderte. Er packte sie und schob sie zu ihrer Bettstatt zurück. Hastig kroch er mit ihr zusammen unter die Decken und küsste sie dabei und nahm ihre Brüste fest in seine Hände. Er küsste ihren Bauch und zog mit den Zähnen die Schleife ihrer Bruche auf und küsste dann ihren Flaum. Und ihre Schamlippen. Er blickte noch einmal auf, er konnte im Halbdunkeln ihr Gesicht kaum mehr erkennen, deswegen griff er mit einer Hand wieder nach oben und erfasste ihre Wange. Sie legte den Kopf auf die Seite, um seine Hand zu küssen. Und er küsste nochmal ihre Schamlippen, glitt mit der Zungenspitze zwischen ihre Schamlippen und sog vorsichtig daran. Sie begann schwer zu atmen und ihr entglitt ein fast unmerkliches Stöhnen. Er wusste eigentlich nicht was er da tat, aber es schien ihr zu gefallen, also er machte weiter. Ihr Stöhnen erregte ihn erneut, er achtete aber nicht auf seinen immer steifer werdenden Schwanz und machte weiter. Sie biss ihm plötzlich in die Hand und vor Schreck biss er auch zu, sie stöhnte lustvoll auf. Er fuhr mit der Zunge in sie hinein und nahm dann seinen Finger zur Hilfe. Sie wand sich unter seinen Küssen und Berührungen, bis sie ihnen zuckend und stöhnend erlag. Er beobachtete sie einen Moment, bis sie die Augen wieder öffnete und ihn mit Tränen in den Augen anlächelte. Sie zog ihn wieder hoch, um ihn auf den Mund zu küssen. Ihm wurde im ersten Moment nicht gewahr, dass bei der letzten Bewegung seine Bruche von seinen Hüften gerutscht war und er nun nackt auf ihr lag. Es wurde ihm erst bewusst, als sie ihm mit einer Hand wieder an den Schwanz griff und ihn wieder massierte, wie sie es eben schon getan hatte.

‚Oh, bitte hör auf, ich weiß nicht, ich weiß nicht, ob ich an mich halten kann.‘ Er versuchte von ihr runter zu rollen, aber nachdem sie seinen Schwanz immer noch fest mit ihren Fingern umschloss, blieb er reglos auf ihr liegen.

‚Vielleicht musst du ja nicht an dich halten.‘ flüsterte sie und küsste ihn, schob ihm dabei ihre Zunge in den Mund und führte gleichzeitig seinen Schwanz zwischen ihre Beine. Dann löste sie sich kurz von seinem Mund um ihn ins Ohr zu flüstern: ‚Bitte, bevor ich es mir anders überlege.‘

Sein Herz sprang fast aus seiner Brust und sein Schwanz wurde noch härter.

‚Ja, wirklich, bist du sicher?‘ keuchte er ihr zu. Er spürte ihr Nicken, als er zu einem weiteren Kuss ansetzte. Sie öffnete ihre Schenkel und seine Schwanzspitze glitt fast von alleine in sie hinein. Die warme Feuchtigkeit umschloss seine Schwanzspitze und seine Zweifel verflogen, als wären sie nie da gewesen. Langsam glitt er weiter in sie hinein. Sie stöhnte laut auf und er kam ins Stocken und flüsterte ihr ins Ohr: ‚Sag mir wenn ich dir weh tue, ja?‘

Sie griff ihm an den Hintern und hielt sein darauffolgendes Zurückweichen auf, um ihm dann zu zuzischen: ‚Ich bin mir ganz sicher!‘

Er küsste sie und schob seinen Schwanz so vorsichtig wie möglich in sie hinein. Sie atmete tief ein und er verlor fast den Verstand, als seine Hoden gegen sie stießen. Er musste inne halten, weil er verhindern wollte, dass es gleich wieder ein Ende finden würde. Sie bewegte sich langsam unter ihm und er stöhnte auf, er musste sich auf die Lippen beißen, um sich nicht gleich in sie zu ergießen. Dann suchte sie seinen Mund und er begann sich langsam in ihr zu bewegen. Sie klammerte sich an seinen Hals und atmete ihn ins Ohr, bevor sie ihn wieder küsste. Ihre Bewegungen wurden erst immer gleichmäßiger und dann immer schneller. Sie verbiss sich in seinem Hals, als sie sich unter ihm zuckend ergab. Er konnte ihre Erregung spüren und nun konnte er sich nicht mehr zurück halten. Stöhnend ergoss er sich in ihr und brach über ihren Brüsten schwer atmend zusammen. Ihr Körper kam nur langsam zur Ruhe.

Ihre Hände suchten die Seinen und sie klammerte sich fest an seine Hände. Irgendwann wälzte er sich von ihr hinunter und nahm sie in den Arm. Sie kuschelte sich an seine Brust.

Er bemerkte, dass sie weinte und säuselte ihr ins Ohr: ‚Du wolltest mir doch ins Gesicht treten, wenn ich zu weit gehe.‘

Sie lächelte und gab ihm einen gespielten Kinnhacken. ‚Ich bin nie glücklicher gewesen, du Blödian.‘

Der Stein, der ihm nun vom Herzen fiel, hätte eigentlich die Erde erbeben lassen müssen.

‚Ich hätte mir nie zu träumen gewagt, dass es so gut ist, dass es mir Freudestränen…!‘ flüsterte sie, bis sie schwer schluckte.

Ein Kuss seinerseits hinderte die Vollendung ihres Satzes.

Fortsetzung folgt… 

Ich suchte einen Mann 2.0 – Teil 78 – Mein Indiana Jones

Ich suchte einen Mann 2.0 – Teil 78 – Mein Indiana Jones

4673266189_335122039bIch suchte einen Mann der mit mir die ein oder andere Forschungsreise unternimmt. Ich will die angeblichen Pyramiden von Bosnien besuchen und rausfinden, ob es damit etwas auf sich hat. Ich will den den Djatlow-Pass zum Cholat Sjachl hochsteigen und rausbekommen, warum die Mansen ihn den Berg der Toten nennen. Und für den Fall, dass ich das überlebe, möchte ich auch gleich noch in Tunguska vorbeischauen.

Dann geht es todesmutig ab nach Japan in den Aokigahara Wald und irgendeinem armen Irren Cthulhu Detailseinen Selbstmord versauen. Und wenn wir dann immer noch Leben, wenn wir aus dem bösen, bösen Wald wieder rausgekommen sind, könnten wir nach Amerika auf Monsterjagd gehen. Es ist mir völlig egal ob uns der Mothman, der Sasquatch und / oder der Bigfoot, der Chupacabra, der Wendigo oder Jersey Devil holt, wir werden den Gefahren trotzen. Weil am Ende unserer Reise werden wir uns dem großen Alten voll und ganz hingeben, wenn wir es auf dem Grab von H.P. Lovecraft treiben, in der Hoffnung das der große Cthulhu sich endlich zeigt und dem Leiden auf der Welt endlich ein Ende macht.

goatFalls wir das alles überlebt haben, würde ich wirklich gerne wissen, ob es den Beltsville Goatman wirklich gibt. Aber dafür müsste mein Indiana Jones wohl eher ein unehelicher Sohn von John Winchester sein.

Anmerkung: rien ne va plus – nichts geht mehr – ‘Ich suche einen Mann’ wird zu ‘Ich suchte einen Mann’

 

Drei und eine Axt – Teil 42

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 42

reiter_neuNach Stunden kam Lamina vor die Tür der Jurte getreten und platzte in ein Gespräch, das Vira, Ainur, Wena, Otar, Elger und Halef miteinander führten. Alur saß interessiert am Tisch und blickte abwechselt zu seinen Eltern und zu Halef und Vira hinüber.

‘Bist du dir sicher, dass es die Tochter vom alten Schmied ist?’ fragte Halef seine Mutter.

‘Es ist ewig her, als wir der alten Handelsstraße gefolgt sind, aber alle seine Kinder sind so blond wie er.’

‘Ihr pflegt eure Nachbarschaft ja nicht gerade!’ meinte Ainur fast schon ein wenig schnippisch.

‘Der Schmied war vor dem Krieg schon ein seltsamer Mann!’ meinte Otar.

‘Ja, die Leute sagen, es sei ein Fluch der Götter!’ rief Wena und blickte ehrfürchtig nach oben.

‘Was für Leute überhaupt? Wir sind hier völlig alleine! Langsam spinnen doch echt alle, meine Haare sind rot, ist das auch der Fluch der Götter.’ rief Halef streng und zog an seinen eigenen Haaren.

‘Und er züchtet nur noch Schweine, seit dem er seinen Hammer nicht mehr halten kann.’ mischte sich Wena wieder ein.

‘Wahrscheinlich sind dort alle tot. Ihr seid so unglaubliche Tratschweiber. Aber was ist wenn da noch jemand lebt? Ich werde sofort aufbrechen!’ herrschte Halef seine Tante an und machte Anstalten aufstehen zu wollen.

‘Halef du kannst nicht alleine gehen!’ meinte Vira in ihrem üblichen Ton.

‘Ich bin die einzige Wahl und Elger sollte bei seiner Frau bleiben!’ rief Halef in einem sehr herrischen Ton.

Lamina trat hinter ihn und meinte: ‘Ich komme mit, nur für den Fall, dass einer der Bastarde noch lebt, der sich an dem Kind vergangen hat, dann will ich es sein, die ihm die Haut abzieht!’

Halef drehte sich zu ihr um und fragte: ‘Wie gehts ihr, hat sie was gesagt?’

Alle blickten auf Lamina, die ziemlich wütend in die Runde blickte, sie trug eine Borte in der Hand an der eine kleine Glocke hing. ‘Alur, sie lässt deine Tunika nicht los, ich würde sie aber gerne waschen!’ meinte Lamina zu dem Jungen, setzte sich dann aber völlig erschöpft neben Halef. Sie legte die Borte mit der Glocke auf den Tisch und fuhr fort. ‘Sie trug das bei sich und sie sagt nur immer: Schweini!!’

Plötzlich sprang Wena auf, lief in ihre Jurte, kam wenig später Arme wedelnd wieder und plapperte vor sich hin: ‘Diese Glocken hat der Schmied immer gemacht und hat sie den Kindern geschenkt, an einer Borte, die seine Frau gemacht hat.’ Dabei hielt sie eine längere Borte hoch, an deren Ende eine Glocke baumelte.

‘Dann ist das eine beschlossene Sache, wir reiten heute noch los.’ rief Halef. ‘Alur du bekommst das Fernglas und passt auf die Ebene auf und Elger, du kümmerst dich darum, dass niemand deinen Bruder umbringt, ehe ich wieder da bin.’

‘Was willst du mit ihm machen?’ fragte Elger.

‘Ich will ihn möglichst lebend zum Khan schaffen und ihm seiner Verantwortung überlassen! Es klebt schon genug Blut an unseren Händen.’

‘Der kleine Köter macht sich aber so gut zu unseren Füßen!’ meinte Wena und warf Kel einen Kanten Brot hin.

‘Wena spiel nicht mit dem Wahnsinnigen, irgendwann rächt sich das!’ meinte Otar.

‘So hab ich ihn aber immer im Blick!’

‘Ich lass euch Nyùl da!’ meinte Halef noch bevor er aufstand, um seine Sachen zu packen.

Lamina und Halef ritten am späten Nachmittag los. Im Wald unweit der alten Handelsstraße trafen sie auf die beiden Hunde. Er schickte Nyùl zurück zu den Jurten und Ròka voraus.

Als Nyùl bei den Jurten ankam, waren Wena und Otar damit beschäftigt Pferdefleisch zu räuchern. Merle saß mit dem Neugeborenen am Tisch und versuchte sich nützlich zu machen. Die Kinder waren mit Vira bei den Tieren. Ainur hackte Holz und Elger hatte Alur gerade am Fernglas abgelöst, der sogleich in der Jurte verschwand, um nach seinen Schwestern zu sehen.

Etwas später schlich Alur sich zu dem Mädchen in die Jurte seiner Tanten. Er hatte etwas unter seiner Tunika versteckt.

Ziska blickte auf und fragte: ‘Ist Fina schon aufgewacht?’

‘Nein, noch nicht! Lona weicht ihr nicht von der Seite!’ antwortete Alur. ‘Wie gehts Kejnen und dem Mädchen?’

‘Kejnen war auch noch nicht wach, aber das Mädchen!’ meinte Ziska und blickte zu dem Mädchen hinüber. Sie lag mit offenen Augen im Bett und starrte ans Jurtendach ohne zu blinzeln, in ihren Händen hielt sie immer noch seine Tunika. Alur ging zum Bett hinüber und kniete sich auf den Boden.

‘Ich bin Alur, der Sippenführer und ich, wir haben dich gefunden… ähm… nachdem dich die Hunde gefunden haben.’

Sie drehte ihren Kopf, blickte jedoch an Alur vorbei und flüsterte: ‘Wau…!’

‘Der eine Hund heißt Nyùl!’

Das Wort ‘Hase!’ stolperte aus ihrem Mund.

‘Ja, Hase. Er ist draußen!’

‘Hase?’ flüsterte sie wieder.

‘Magst du mir die Tunika geben.’ meinte er und er griff nach der Tunika. Das Mädchen fing augenblicklich zu winseln an und Alur erntete den bösen Blick der weißen Hexe.

‘Ich mach dir nen Vorschlag. Wir tauschen. Ich hab nur 2 Tunikas die mir passen, aber ich hab noch eine, die mir nicht mehr passt. Du kannst sie haben, für immer!’ meinte er und zog ein Stück Stoff unter seiner Tunika hervor. Er hielt es ihr hin und zog gleichzeitig an der Anderen. Einen Moment blickten sie sich an und ihre Augen füllten sich mit Tränen. Wie vom Blitz getroffen lies sie die Tunika los und Alur stürzte mit samt der Tunika nach hinten. Als er sich wieder aufrappelte, hatte sie sich bereits umgedreht. Ihr Körper bebte und er konnte ein ersticktes Schluchzen hören. Langsam lies er sich auf das Bett sinken und flüsterte ihr zu: ‘Magst du mir noch deinen Namen verraten?’

Vorsichtig tätschelte er ihren Rücken und nach einem ziemlich langen Moment bewegte sie sich endlich. Weinend klammerte sie sich an Alur und brach dann vollends zusammen. Seine Tante zündete irgendwas an, was sie dem Mädchen unter die Nase hielt. Und im nächsten Moment trat sein Verstand durch eine Tür und war im Reich der Träume verschwunden.

Fortsetzung folgt… 

Drei und eine Axt – Teil 41

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 41

reiter_neuHalef ritt am Fluss entlang und hielt Ausschau nach seinen Hunden. Das Bellen hallte durch den Wald.

Auf der alten Handelsstraße unweit des Flusses kamen ihnen die Hunde entgegen. Sie schleppten etwas mit sich, dass er nicht gleich erkennen konnte.

Alur sprang vom Pferd und schaute nach den Hunden. Der Körper eines kleinen Mädchens klammerte sich an den Rücken von Nyùl. Ihre Kleider waren zerfetzt und verkohlt, darunter konnte man das blanke Fleisch sehen und ihre Gliedmaßen waren vor Schmerz verkrümmt.

Alur hatte sofort wieder den Geruch von verbrannten Menschenfleisch in der Nase.

Kurzer Hand warf er den Köcher zu Boden, zog seine Tunika aus und legte sie vorsichtig über den blanken Rücken des Mädchens. Behutsam nahm er das Mädchen vom Rücken des Hundes und drückte es Halef in die Hand, der immer noch auf dem Rücken seines Pferdes saß.

‘Gib mir den Bogen und reite los!’ rief der Junge und im nächsten Moment klatschte seine flache Hand auf den Hintern des Tieres und es sprengte los.

Elger kam ihm entgegen. Halef preschte mit dem Pferd an Elger vorbei. Alur kam mit den beiden Hunden zu Fuß hinterher gelaufen. Ratlos stand Elger mit seinem Pferd auf dem Weg und wusste nichts recht was er nun tun sollte. Er ließ seinen Blick durch den Wald streifen, konnte aber auch nichts weiter erblicken, außer den keuchenden Alur, der sein Pferd schon fast erreicht hatte.

Er zischte den Hunden etwas zu, bevor er auf den Rücken des Pferdes sprang. Die Hunde liefen wieder in den Wald und waren gleich darauf im Dickicht verschwunden.

Halef kam als erster mit seinem Pferd bei den Jurten an. Ainur stand mit dem Fernglas am Gatter und Ziska kam gerade aus der Jurte gewankt. Sie hatte sich nur einen Klappenmantel über ihr Unterkleid gezogen und war barfuß.

Halef glitt vorsichtig mit dem Mädchen im Arm vom Pferd, um es im nächsten Moment Ziska in den Arm zu drücken. Sie ging gleich in die Knie und schrie, als sie die Wunden des Mädchen berührte. Wena brachte eine saubere Decke und Wasser, doch Ziska wollte sich nicht von dem Mädchen trennen. Sie hielt das Kind in ihren Armen, weinte und schrie, als hätte sie die selben Schmerzen.

Irgendwann brach sie über den leblosen Kinderkörper zusammen. Für einen Moment lag sie reglos da und alles war still. Aber plötzlich bäumte sie sich auf und schrie: ‚Ihr Götter, sind nicht schon zu viele gestorben hier, aber doch nicht dieses Kind, es kann nichts dafür.‘

Lamina stützte Ziska von hinten, während Halef und Wena versuchte, den Rücken des Kindes in ein sauberes Tuch zu wickeln, als ihm auffiel, dass das Kind nicht mehr atmete. Er griff an den Hals des Kindes und konnte auch keinen Herzschlag mehr spüren.

‘Ziska, es ist zu spät!’ flüsterte er und legte seine Hand auf die Hand der weißen Hexe, die immer noch panisch das Kind festklammerte.

Dann geschah etwas Unerklärliches, er fühlte sich als würde sein Gedärm aus seinem Körper gerissen und er blickte in Laminas Augen und die Angst in ihren Augen verriet ihm, dass sie gerade etwas Ähnliches erlebte. Wie durch ein Wunder riss das Mädchen die Augen auf und atmete langsam ein, der Ton den sie dabei machte, rasselte als würde sie Steine einatmen, aber sie lebte.

‘Sie lebt, was Anderes lasse ich nicht zu!’ stammelte Ziska und drückte das Kind an sich.

‘Nur zu welchen Preis, Ziska! Sie ist am ganzen Körper verbrannt, sie wird ihr Leben lang entstellt sein und leiden!’ rief Wena entsetzt, sie war nach hinten gestürzt und hatte die Schüssel mit Wasser dabei zu Boden fallen lassen.

‘Die Wege der Götter sind manchmal sehr eigen und unergründlich!’ rief Ziska und lies sich von Ainur aufhelfen, ohne jedoch das Kind loszulassen, während Halef und Lamina immer noch auf dem Boden lagen und sich krümmten.

Elger und Alur waren mittlerweile angekommen und sprangen gleichzeitig vom Pferd. Sie blickten auf ihren Sippenführer, der sich am Boden wälzte vor Schmerz.

‘Was ist passiert?’ fragten Elger und Alur wie aus einem Mund.

Halef stöhnte nur: ‘Allghoi Khorkhoi!’

Wena baute sich auf und sprach in herrischen Ton: ‘Der Todeswurm, spinn dich aus, der Wahnsinn der weißen Hexe ist jetzt auch auf dich übergesprungen!’

Lamina hatte sich bereits aufgerappelt und folgte Ainur und Ziska in die Jurte.


Fortsetzung folgt…

Drei und eine Axt – Teil 40

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 40

reiter_neuWena und Otar waren noch mit dem Zerteilen der Pferde beschäftigt, so mussten Alur und Halef die erste Wache übernehmen. Elger gesellte sich zu ihnen und löste Alur ab. Halef streife mit seinen Hunden durch das Dickicht und stellte ein paar Fallen auf, bis Ainur ihn ablöste.

Die ganze Nacht passierte nichts und auch der Morgen war ziemlich ruhig. Die Hunde streiften immer noch durch die Gegend, hatten aber auch keine Fährte mehr aufgespürt. Der letzte Späher hatte sich wohl endgültig aus dem Staub gemacht. Die Frage war nur, ob da noch mehr im Wald darauf warteten in einem unbeachteten Moment nochmal zuzuschlagen.

Als Halef in seine Jurte schlich, war das Feuer fast runter gebrannt, er legte ein paar Scheite in die Glut und schon erhellte sich sein kleines Reich und er blickte seine Mutter, Lamina und die ganzen Kinder in seinem Bett. Niedergeschlagen zog er ein Fell aus einer seiner Kisten und legte sich ans Feuer. Seufzend deckte er sich mit seinem Klappenmantel zu.

Als Lamina erwachte, blickte sie aus dem Bett und sah wie Halef an der runtergebramnten Feuerstelle lag und schlief. Sein Körper zitterte. Sie stand auf, deckte die Kinder wieder zu und schlich zur Feuerstelle, um ein paar Scheite in die Glut zu legen. Dann hob sie eine Decke vom Boden auf und legte sie über seinen zitternden Körper. Er erwachte und blinzelte sie an, seine Finger tasteten nach ihrem Bein. Daraufhin kniete sie sich zu ihm hinunter und küsste ihn auf die kalte Nase. Er packte sie und zog sie unter seinen Klappenmantel, um sie zu küssen.
Ainur stand plötzlich in der Tür: ‘Frühstück ist fertig!’
Die beiden blickten zu recht erwischt zur Tür und grinsten verlegen. ‘Hat mein Sippenführer kein eigenes Bett?’
‘Nein, da liegt deine Frau mit einem Stall voll fremder Kinder!’
‘Die hab ich schon gesucht!’ rief Wena von draußen herein.

Nach dem Frühstück saß Halef auf dem Kreuz seiner Jurte und blickte mit dem Fernglas über die Ebene und drehte sich in Richtung Fluss und hin zum Wald. Elger und Ainur versuchten währenddessen aus Kel und den überlebenden Späher etwas heraus zu bekommen.

Plötzlich hörte Halef seine Hunde weit entfernt bellen. Vor Schreck wäre ihm beinahe das Fernglas runtergefallen und im nächsten Moment war er schon wieder in die Jurte geklettert. Vor der Tür blieb er nochmal stehen und lauschte. Nach dem Gebell zu urteilen, waren sie nicht in Gefahr.

‘Die Hunde haben etwas gefunden!’ rief er, schwang sich seinen Gürtel um die Hüften und lief zu seinem Pferd.
Alur reichte ihm seinen Bogen und sprang mit einem vollen Köcher hinten aufs Pferd.
Ainur blickte Elger an: ‘Das der Sippenführer immer ohne Sattel reiten muss und er bringt dem Jungen nur Unsinn bei!’
Elger trottete zu seinem Pferd und sprang in einem Satz auf den Rücken des Pferdes: ‘Ich schau was sie da machen.’
‘Nimm deinen Bogen mit!’ rief ihm Ainur noch nach und schon hatte Elger den Bogen und einen vollen Köcher vom Gatter genommen und ritt weiter.
‘Ich kümmer mich weiter um deinen schwindligen Bruder!’ flüsterte Ainur und bemerkte gar nicht, dass Wena hinter ihm stand.
‘Lass mich mal!’ meinte sie.
‘Wir sollen ihn nicht umbringen!’ ermahnte Ainur sie.
‘Wer hat das gesagt?’ rief sie schnippisch.
‘Der Sippenführer!’
‘Der ist noch nicht alt genug, als dass ich ihn nicht übers Knie legen würde.’ mahnte nun Wena und drehte sich zu ihrem Bruder Kel.
‘Du hast deine Schwester gehört! Zu wieviel wart ihr! Und warten da noch welche auf uns im Wald?’
Kel lachte einfach nur verrückt vor sich hin und blickte zu seinem Kumpanen hinüber, der gerade in diesem Moment seinen letzten Atemzug aushauchte.
‘Ich bring ihn zu den Anderen und helf Otar beim Verscharren!’ rief Wena, kniete sich zu ihrem Bruder, grinste ihn an und fuhr dann fort: ‘Ich werd deine Wunden verbinden und dich aufpäppeln, dir saubere Kleider geben und dann werde ich dich ganz nah an meinem Tisch anbinden und werde dich wie einen Hund behandeln. Und irgendwann wenn du nicht mehr darauf gefasst bist, dann werde ich dich einfach umbringen. Und dann werde ich persönlich deinen Kopf von deinen Schultern schneiden und damit ich ihn dann deinem Vater vor die Füße werfen kann.’
Pfeifend begann sie seine Wunden zu reinigen. Als sie damit fertig war, führte sie ihn an einem Strick vor den Tisch und band ihn an. Dann flößte sie ihm lauwarme Suppe ein, bis er sich fast übergeben musste. Und mit dem selben Liedchen auf den Lippen ging sie wieder an ihre Arbeit, während ihr Bruder vor ihren Füßen im Dreck kauerte.

Fortsetzung folgt…

Drei und eine Axt – Teil 39

Eine Axtgeschichte – Drei und eine Axt – Teil 39

reiter_neuZiska versuchte Kejnen so gut es ging zu heilen, doch sie war bereits am Ende ihrer Kräfte als sie Vira und Fina geheilt hatte. Ihr Kopf sauste, ihr war schwindlig und schlecht, als der Ast endlich aus seinem Bein raus war. Sie mussten die Beinwunde sicherheitshalber schienen und konnten die Blutung irgendwann stoppen. Doch sie versuchte dennoch einen zweiten Heilzauber an Kejnen durchzuführen. Dabei griff sie Ainurs Hand und er hatte dabei das Gefühl, sie würde ihm Energie entziehen, um sie Kejnen zu schenken. Aber wenn es seinem Freund helfen würde, gab er gerne seinen Teil dazu, auch wenn er von diesem Götterzauber keine Ahnung hatte. Am Ende wurde sie fast ohnmächtig und er zog sie von Kejnen fort.

‘Das wird ihm erst mal helfen, Ziska!’ flüsterte Ainur ihr ins Ohr, während sie sich zitternd an seinen Arm klammerte. Sie war völlig außer Atem.

‘Die Götter sind böse mit mir!’ murmelte sie.

‘Nein, weiße Hexe!’ flüsterte Ainur. ‘Wie können die Götter mit dir böse sein! Gibst du doch alles was du hast und noch viel mehr…!’

Sie musste sich setzen. ‘Ich hab zwei der Männer getötet!’

‘Ja, Lamina hat bestimmt 5 erschossen.’ versuchte Ainur sie zu beruhigen.

‘Ja, sie ist schneller als der Wind!’ faselte sie mehr beiläufig.

‘Du lenkst ab!’ murmelte Ainur, während er Kejnen die Lippen mit Wasser benetzte.

‘Der Allghoi Khorkhoi!’ rief sie bedeutungsschwanger. ‘Er tötete durch meine Hand, ich bin verflucht!’

‘Also, jetzt krieg dich mal wieder ein. Ich weiß ja nicht, wie lange du es uns noch verheimlichen kannst!’ meinte Ainur reichlich ungeduldig.

Ziska blickte ihn verwirrt an und stammelte: ‘Was bitte, wie meinst du das?’

‘Ich hab die Leichen gesehen. Zwei davon haben keine Verletzung und sind trotzdem tot. Allghoi Khorkhoi hin oder her, du wolltest nur dich beschützen, oder soll ich vielmehr sagen, euch!’ Als er ihr das an den Kopf geworfen hatte, tat es ihm schon wieder Leid, dass er damit angefangen hatte.

Sie packte ihn am Arm und fragte unsicher: ‘Euch?’

‘Du weißt es wirklich nicht! Ich bin vielleicht der falsche… Mann dir das zu sagen… Ziska!’ stammelte nun Ainur, nahm ihre Hände in die Seinen und schüttelte den Kopf. ‘Ihr Weiber bringt mich noch ins Grab! Alle miteinander!’

‘Jetzt redest du wirres Zeug!’ rief sie fast schon wütend und versuchte vergeblich ihm ihre Hände zu entziehen.

‘Du bist blass, kriegst morgens keinen Bissen runter, dann ist dir schlecht und weil du nichts isst, ist dir oft schwindlig. Und doch hast du ganz schön zugelegt. Ich würde sagen, wenn der Allghoi Khorkhoi nicht gerade in deinem Magen wohnt, dann bist du wohl eher schwanger.’

Sie blickte ihn fassungslos an, verdrehte die Augen und bevor sie ohnmächtig vom Bett fallen konnte, hatte er sie schon aufgefangen und neben Kejnen gelegt.

Als Lamina mit frischen Wasser herein kam, wollte er sich gerade aufrichten, um frisches Wasser zu holen.

‘Du kannst Gedanken lesen!’ flüsterte er.

‚Wie geht’s ihnen!‘ fragte sie und drückte ihm die Schüssel in die Hand. Das Wasser schwappte fast über.

‚Die Blutung hat sie gestoppt, aber ich glaube sie hat zu viel gegeben, er ist noch nicht übern Berg!‘ flüsterte Ainur. ‘Und sie ist schwanger!’

‘Nein!’ rief Lamina überrascht.

‘Sie hat geglaubt der Allghoi Khorkhoi hat sie verflucht!’

‘Naja, dann schauen wir dass wir die drei übern Berg bekommen!’ grinste Lamina und zog die Decken zurecht.

Lamina kümmerte sich rührend um die beiden und Ainur hatte einen Moment nach seiner Vira zu sehen. Die Kinder waren wach und Halef hatte ihnen allen gerade Suppe gebracht. Vira wurde von Lina gefüttert. Ein Bild bei dem selbst die Götter geweint und gelacht hätten zu gleich.

Er stand eine ganze Weile in der Tür, ehe es ihnen gewahr wurde, dass er dort stand.

‘Haben wir einen Plan für heute Nacht?’ fragte Ainur seinen Sippenführer.

Halef stand auf und ging ihm entgegen. ‘Lass uns mit Otar, Wena und Alur drüber reden, wer heute Nacht Wache hält.’

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