Wenn die Asche auf den Nägeln brennt…

Wenn die Asche auf den Nägeln brennt…

halle_der_läuterung (5)Er saß in seinem Zelt und schrieb bei Kerzenschein. Die Sonne war noch nicht ganz untergegangen und doch war es schon so dunkel im Zelt, dass er selbst bei Kerzenschein kaum mehr erkennen konnte, was er da schrieb. Doch es brannte ihm so unter den Nägeln, dass er seiner Seele Luft machen musste. Wenn der Brief erst an seinem Bestimmungsort angekommen ist, dann würde ihm Vergebung zu Teil werden. Oder noch besser Erlösung. Doch bis dahin war noch ein langer Weg. Erst musste er seine Sünden am Gleichgewicht dem Orden beichten. Auch wenn Papier geduldig ist, diese Zeilen würden über Leben und Tod entscheiden. Ja, über seinen Tod und das Leben vieler.
Und sein Schicksal war es die Intrigen der letzten Tage ans Licht zu Zerren, damit es auch der Letzte noch erführe, welcher schlechten Sache er gedient hatte. Seine Lügen verfolgten ihn Tag wie Nacht und jeden Moment, die er weiter mit der Schuld lebte, war er dem brennenden Urteilsspruch einen Schritt näher als es ihm lieb gewesen wäre. Aber unumstößlich würde er ins Fegefeuer fahren, egal wie emsig er auch versuchen würde die Sache wieder gut zu machen. Er würde bis in alle Ewigkeit brennen.

Gedankenverloren starrte er auf die Zeilen, die er gerade schrieb und ein Schauer lief ihm über den Nacken. So grausam waren seine Taten und so unentschuldbar war sein Schweigen. Bis jetzt. Jetzt wo sein Gewissen ihm die Zunge gelockert hatte oder vielmehr seine Finger beflügelt hatten, konnte er sicher in den Tod gehen. Sein Nacken fing an zu brennen. Niemand könne ihm in diesem Fall seine Schuld nehmen. Deshalb wollte er sich bei all den entschuldigen, denen er Leid angetan hatte. All den Müttern, die ihre Söhne zu betrauern hatten. All die Frauen, die ihre Männer nie wieder sehen würden und all die Schwestern die endlos Tränen vergießen mussten, über den Verlust ihrer Brüder. Er hatte das Gefühl, als würde sein Herz anfangen zu brennen. Warum nur hatte er sich dafür bezahlen lassen, den Weg der Asche aufhalten zu wollen. Warum war er nur der Meinung, dass sein Plan hätte funktionieren können. Die Hitze stieg ihm in den Kopf. Warum hatte er dies nur getan. Asche rieselte von seinem Haupt auf den Brief. Seine Fingernägel brannten. Nun wurde ihm klar, warum es verboten war, den Wettstreit zu beeinflussen. Seine Finger setzten das Pergament in Brand. Es war nur halb so schlimm, als wenn man versucht die Asche zu hintergehen. Weil nichts ist so sicher wie die Auferstehung, auch wenn es viel einfacher wäre einfach so in den Tod zu gehen.
Der Tisch fing an zu brennen und das Feuer lief wie ein Wiesel über das Fell am Boden und schon fing das Zelt an zu brennen. Seine brennende Hand verkrampfte sich um die brennende Feder, als das Tintenglas zersprang. Die schwarze Tinte verdampfte und alles was blieb war Schall und Rauch.

Als das Feuer runtergebrannt war, standen zwei Männer vor einem enormen Aschehaufen.
Der Eine sah erschreckend gut aus, für seine eher merkwürdige Arbeitsgewandung und der Andere war einfach nur grauenerregend anzusehen. Sein Buckel schien einem bei jedem seiner Bewegungen obszön zuzunicken, während sein halbes Gesicht von Haaren und einer Augenklappe verdeckt war.
‘Ich hab das Urteil noch gar nicht fertig vorgelesen!’ grummelte der Eine.
‘Du kannst doch gar nicht lesen!’ meinte der Andere mürrisch.
‘Das wird eine Ewigkeit dauern, aber mit uns kann man es ja machen!’ grummelte der Eine wieder.
‘Eine öffentliche Gerichtsverhandlung find ich immer viel schöner!’ meinte der Andere und hielt eine ziemlich kleine Kehrschaufel hin.
Der Eine schob die Asche mit einem ziemlich zerfledderten Besen auf die Schaufel und murmelte: ‘Ich sag hier nichts!’
‘Ich auch nicht!’ meinte der Andere und füllte die Asche in ein Glas mit der Aufschrift: ‘Asche zu Asche und Staub zu Staub! Urteil: 5000 Jahre Läuterung!’

Später wurde das Glas in ein mit Aschegläser überfülltes Regal gestellt über das ein Schild hing. ‘Halle der Läuterung!’

 

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Festrollen gesucht: Ana’Af’Uth – Drei ganz und gar alte Uth Damen

Festrollen gesucht: Ana’Af’Uth – Drei ganz und gar alte Uth Damen

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Die drei alten Uth sind wahrscheinlich die ältesten Ureinwohner von Primum. Sie sind schon so alt, dass sie sich selbst gar nicht mehr daran erinnern können, wie alt sie sind. Aber sie waren beim letzten Wettstreit auch schon ganz schön alt. Sie können ein wenig die Sprache sprechen, die die letzten Besucher gesprochen haben.

Jetzt sind sie schon so alt und arbeiten immer noch für das Gleichgewicht zwischen Leben und Tod. Nur mittlerweile ist die Last, die sie zu tagen haben so schwer, dass sie tatkräftige Unterstützung suchen.

Dafür haben sie die Beutel voller Essenzen und ihr immer noch jugendlicher Charme kann man aber auch gar nichts abschlagen.

Die drei alten Damen sind sehr wichtige Festrollen zwischen den weniger sprachbegabten Ureinwohnern und den Spielern und dem Reich der Asche und dem Phoenix des Südens.

Wir bieten: eine liebevoll ausgearbeitete Festrolle im Hintergrund der Uth mit einer eigenen sehr einfachen Sprache und vielen anderen Uth Darstellern, die alle miteinander neben ihrer Arbeit als Plotgeber auch freies Spiel und eigene Plots haben.

Wir bieten: Stoff für eine primitive Wickelgewandung, Kopfschmuck und Schminke aus Kieselerde. Das Schminkteam unterstützt euch beim Schminken und Bekleiden.

Wir bieten: wir bieten viel Spaß, enge Zusammenarbeit mit dem Plotteam und den Autoren der Insel Primum und einen kleinen Workshop im Vorfeld zum Kennenlernen der anderen Uth und zum Erlernen der Sprache und wenn ihr schnell genug seid, vielleicht noch eine kleine Rolle beim Dreh des 2. Uth Trailers.

Voraussetzung: Spaß am Spiel, viel Spaß am geschminkt werden, viel Spaß die Spieler mit Händen und Füßen zum Wahnsinn zu bringen.

Fragen: an  bine@inseln-der-macht.de

Interesse: Bitte melde dich als Uth unter Nicht Spieler auf Inseln der Machtan mit dem Stichwort: eine der drei alten Uth

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Ein Knopf kommt selten allein… Teil 2

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 2

OLYMPUS DIGITAL CAMERA‘Los Tommi, lass uns reingehen. Die Frau Immerlinger hat uns was zu Essen in den Kühlschrank getan.’ rief Sonja und öffnete die alte, große Holztür, die zur Begrüßung ein markerschütterndes Knarzen von sich gab.

‘Kann Tich auch mit essen?’ fragte Tommi.

‘Ich glaube Tich gehört jetzt uns, zumindest steht sein Essen in der Küche!’

‘Au ja, Tich hörst du, du gehörst jetzt uns.’ meinte Tommi und lief los.

‘Nimm deine Giraffe mit und deine Sachen!’ meinte Sonja zu ihm und blickte zu der Giraffe hinüber.

‘Och, Menno!’ rief Tommi, machte auf dem Absatz kehrt und stakste zu seinen Sachen zurück.

Also ging sie alleine hinein, um sich umzusehen. Sie trat in die langgezogene Eingangshalle und staunte nicht schlecht. Die Zwischentüren der Eingangshalle standen sperrangelweit auf. Am anderen Ende dominierte eine gigantische Treppe den zweigeteilten Raum. Links ging es ins Museum und zu den Besuchertoiletten und rechts ging es in die Hauswirtschaftsräume.

Wenig später rannte Tommi mit dem Dackel im Schlepptau an ihr vorbei und die Eingangshalle entlang. Er lies seine Sachen am Treppenabsatz liegen, packte Tich und lief mit dem Dackel im Arm die Stufen hinauf und wenig später rief er aufgeregt: ‘Und das ist mein Zimmer!’

Der Hund bellte aufgeregt. Sie ließ ihre Taschen sinken und lief hinter ihm die Stufen hinauf. Die historische Einrichtung schien ihr zuzuflüstern, als sie vorbei lief.

‘Nein, ich nehm das Zimmer!’ rief Tommi wieder. ‘Nein, dass! Ich kann mich nicht entscheiden.’

‘Tommi, wo steckst du?’ rief sie in den endlosen Korridor hinein, der vor ihr lag. Die Bilder längst verstorbener Ahnen blickten sie an. Einige Türen standen offen. Als sie weiter lief kam sie sich merkwürdig beobachtet vor.

Der Hund kam ihr entgegen und führte sie zu ihrem Bruder. Und schon stürmte ihr Bruder aus einem der Räume und schrie vor Aufregung: ‘Sonni, kann ich in dem Zimmer bleiben?’

Sie betrat die Waffenkammer und meinte: ‘Du kannst jedes Zimmer haben, nur nicht das? Die Waffen sind kein Spielzeug für dich!’

‘Och, Menno?’

‘Ich mach dir einen Vorschlag, wir suchen uns zwei Zimmer, die gegenüberliegen, irgendwo da vorne, oder in der Nähe vom Badezimmer. Und wenn es uns nicht gefällt, dann arbeiten wir uns ab morgen von Zimmer zu Zimmer. Okay!’

‘Okay, ich links, du rechts!’

‘Okay, lass uns erstmal die Küche durchsuchen, ich glaub Tich hat Hunger!’

‘Ich hab auch Hunger!’

‘Na, dann ab in die Küche!’ rief Sonja wieder und ging wieder den Korridor entlang, diesmal starrte sie die Ahnenbilder zuerst an, kam sich aber immer noch beobachtet vor.

Nach einem opulenten Mahl, klopfte es an der Tür und ein junges Mädchen trat in die Küche: ‘Guten Abend, mein Vater schickt mich. Ich bin die Hermine!’

Tommi kaute noch an den letzten Bissen seines Essens und blickte scheel zu dem Mädchen hinüber.

‘Ah Hermine, sehr schön! Du kannst mir doch bestimmt sagen, wo der Dosenöffner für das Hundefutter ist?’ rief Sonja, die soeben eine Dose aus dem Hundefutterschrank genommen hatte.

‘Hier, aber bevor Sie die Dosen öffnen, sollten Sie die anderen Hunde auch reinlassen.’ meinte Hermine, nachdem sie auf den Schrank mit dem Dosenfutter gezeigt hatte und ging wieder zur Tür.

‘Au ja, Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick uuuuuund Tich!’ rief Tommi. ‘Jeder hat einen eigenen Napf, du musst jeden füllen, sonst essen die Großen dem Tich alles weg!’

‘Genau, woher weißt du das?’ fragte Hermine.

‘Die Näpfe stehen da auf den Boden und irgendein schlauer Mensch hat die Namen auf die Näpfe geschrieben und nach dem der Dackel ziemlich abgemagert zu sein scheint, ist es nahe liegend, dass er zu wenig zu essen abbekommt!’ meinte Tommi in seinem Klugscheißermodus.

Sonja zog eine Augenbraue hoch, machte ein ungeduldiges Geräusch und meinte in einem ruhigen Ton: ‘Tommi, meinst du nicht, dass du dich zuerst vorstellen solltest, bevor du mit dem Korinthenkacken anfängst.’

Sonja hatte mittlerweile den Hundefutterschrank nochmal inspiziert und hatte dann auch den Dosenöffner gefunden.

‘Ist schon gut, Frau Weißmüller!’ meinte Hermine. ‘Er hat ja recht! Wir schaffen es kaum, uns um alle Hunde zu kümmern. Ich füttere auch noch die Schafe, Hühner und Ziegen, bevor ich in die Schule gehe. Und nach der Schule hol ich die Pferde von der Koppel und kümmer mich um sie. Zum Glück sind jetzt Ferien.’

‘Ich kann mich um die Hunde kümmern!’ meinte Tommi, stand auf und ging zu dem Schrank mit dem Hundefutter, um hineinzublicken.

Hermine meinte noch, bevor sie die Küchentüre öffnete: ‘Vielleicht kriegst du sie dazu sich ordentlich aufzuführen, wenn es Futter gibt?’

Vier riesige Hunde, die unterschiedlicher nicht sein konnten, kamen in die Küche gelaufen und Tommi hob nur die Hand und meinte: ‘Sitz!’

Alle Hunde machten Sitz und blickten ihn gespannt an.

‘Jetzt bin ich aber baff!’ meinte Hermine. ‘Dann lass uns die Meute füttern. Also abends bekommen sie einen halben Napf von dem Trockenfutter und jeweils eine halbe Dose von dem Hundefutter hier.’ meinte sie und wies auf die großen Dosen. ‘Morgens auch nochmal die selbe Menge füttern. Tich bekommt von den kleinen Dosen und den Kleinen kann man Mittags nochmal füttern, bis er wieder ein Bisschen zugelegt hat. Die Großen kriegen keine Leckerli, außer sie machen wirklich mal was richtig.’

‘Ich nehme an, dass die Größe der Näpfe nach dem täglichen Bedarf der Hunde gewählt wurden.’ fragte Tommi und füllte die Näpfe mit dem Trockenfutter. Sonja hatte bereits zwei Dosen geöffnet.

‘Ja, du kennst dich aber aus!’ meinte Hermine.

‘Ich lese viel!’ meinte Tommi und grinste seine Schwester blöde an.

‘Er surft den ganzen Tag im Internet und ist manchmal einfach nur ein unglaublicher Klugscheißer!’ meinte Sonja und reichte ihm die Dosen.

‘Ja, mit dem Internet haben wir hier manchmal so ein Problem, aber wir haben eine ziemlich große Bibliothek! Genauer gesagt ist es jetzt eh deine Bibliothek!’ berichtete Hermine und zeigte dann auf Tommi.

‘Was gibt es für ein Problem mit dem Internet?’ fragte Sonja erschrocken.

‘Also hier im Büro ist ein ziemlich veralteter Anschluss, der außerdem irgendwie immer aus ist, der Herr von Waldbuch hat alle zwei Tage das Internetpasswort geändert! Das W-Lan hat ungefähr keine Reichweite und mein Vater weigert sich einen zweiten Anschluss zu machen. Dabei meint der Kimmelmann, dass des heutzutage alles kein Problem ist.’

‘Der Herr Kimmelmann?’

‘Ignaz Kimmelmann, KFZ – Werkstatt und Lohnarbeiter!’ meinte Tommi eher beiläufig, als er mit dem Füllen der Näpfe soweit fertig war. Grinsend flüsterte er den Hunden etwas Unverständliches zu. Die Hunde gingen zu ihren Näpfen und fraßen dann ziemlich gesittet.

‘Kimmelmann ist der Hausmeister hier!’ meinte Hermine. ‘Meine Mutter kommt morgen um 09.30 und zeigt Ihnen das Museum, ich glaub um 10.30 kommt dann eine Schulklasse!’

Sonja blickte auf ihr Handy und meinte: ‘Boa und Netz hat’s hier aber auch nicht!’ Dann lief sie wie ein Wünschelrutengänger durch die Küche, auf der Suche nach Netz.

‘Ja, das ist echt ein Drama hier!’ meinte Hermine. ‘Draußen bei der Kapelle ist es ganz gut, ansonsten bleibt nur das Festnetz.’

‘Dann machen wir das Internet jetzt mal an und ich red morgen mal mit dem Hausmeister, was man da alles machen kann, weil wenn mein Handy kein Internet hat, bin ich ungefähr so stressig wie mein Bruder, wenn sein Tablet kein Internet hat.’

‘Du hast ein Tablet?’ fragte Hermine Tommi.

Er nickte nur und grinste saublöd.

‘Tommi räumst du noch deinen Teller in die Spülmaschine, wir gehen schon mal ins Büro.’

‘Nur, wenn ich das Internetpasswort bekomme!’ meinte er gelangweilt.

‘Die großen Hunde müssen nach der Fütterung wieder raus!’ meinte Hermine noch, bevor sie von Sonja zur Tür geschleift wurde.

Er grinste ihnen hinterher und meinte dann zu den Hunden: ‘Weiber!’

Rätien – Winter 230 – Priapus Fieber

Rätien – Winter 230  – Priapus Fieber

800PX-~1Der Centurio blieb den restlichen Tag und die ganze Nacht an der Seite seines Schützlings. Er hatte damit zu kämpfen, dass dem jungen Burschen genug Flüssigkeit eingetrichtert wurde, dass die Beinwickel immer wieder gewechselt wurden. Und all die Arbeiten, die Roar sonst nebenher erledigte. Dem Centurio wurde dass nur zu gut bewusst, nicht nur die große Leere die in seinem Herzen zurückbleiben würde, nein er war ohne diesen Jungen ernsthaft aufgeschmissen. Der Raum wollte einfach nicht warm werden, egal wieviel Kohle er in die Kohlefässer warf.

Ask und Kjeld kamen abwechslungsweise mit Tee und sahen nach dem Rechten. Und Ask kümmerte sich um die Feuer und es wurde endlich warm im Raum.

Insgeheim musste er zugeben, dass die Arbeit eines Heiler auch ganz schön anstrengend und nervenaufreibender war, als jede Schacht, die er bis jetzt erlebt hatte.

Im Großen und Ganzen hatte er viel gelernt in den letzten Stunden. Doch die Nacht war noch nicht vorüber und das Fieber stieg immer noch.

Roar murmelte wirres Zeug im Schlaf. Der Centurio war kurz davor ihn an Bett zu fesseln, weil dieser kleine Bastard im Fieber umsich schlug. Dass das Fieber endlich sankt, bekam der Centurio schon längst nicht mehr mit, er war in sich zusammengesunken neben Roar sitzend eingeschlafen, noch bevor die Sonne im Begriff war aufzugehen.

Roar wurde wach als das Gewicht des gewaltigen Körpers seines Herren auf seine Beine sank. Er war ziemlich benommen und konnte sich erst mal gar nicht bewegen. Seine Arme waren unter einer wollernen Decke neben seinem Körper und durch die plötzliche Last auf seinem Körper war er förmlich fixiert.

Sein Centurio hatte sich nicht damit aufgehalten sein Händchen zu halten, nein er hielt ihn mit der Wolldecke regelrecht gefangen. Er fühlte sich merkwürdig erregt und schob es erst auf den Schlafmohn. Aber das musste schon Stunden her sein, als die Herrin der Quelle ihm Mohnsaft gegen die Schmerzen gegeben hatte. Er regte sich und blickte den Centurio an, wie er so halb auf ihm lag.

Und das was ihm die Hitze in den Kopf steigen lies war nicht das Fieber, dass hatte er mehr oder weniger überwunden. Nein, sein Herr und Centurio lag mit dem Gesicht in seinem Schoss. Die Pferdeherrin wäre weniger begeistert als Priapus. Und genau zu ihm betete er inständig, dass der Centurio nicht in diesem Moment erwachen würde, weil nur noch die Wolldecke das trennte, was in seiner Körpermitte so sinnig loderte und freudig erregt dem Centurio gegen das Gesicht drückte.

Oh, wäre nur die Decke nicht, dachte Roar. Aber gut, dass die Decke dort war wo sie war, weil dass was er im Sinn hatte, würde der Centurio eher mit ihm machen wollen, als es selbst zu tun. Es musste eindeutig das Fieber sein. Von der Feuerstelle kam kaum noch ein Schimmer zu ihnen hinüber und die Öllampe flackerte nur noch gelegentlich.

Der Centurio begann zu zittern und Roar fasst sich ein Herz, wurschtelte sich frei und drehte sich auf die Seite. Der Schmerz der auf seine Bewegung folgte lies ihn seinen geschwollenen Schaft für einen Moment vergessen, doch stöhnte er wie ein alter geiler Bock. Er bekam eine Hand frei und presste sie gegen seine Wunde. Er atmete schwer. Der Centurio war von seinem Schoss gerutscht, wurde augenblicklich wach und schreckte hoch.

Die hastige Bewegung seines Herren, brachte ihn fast zum Schreien, da er mit deinem Arm seine Wunde gestreift hatte.

Beruhigende Laute kamen dem Centurio über die Lippen, als er aufstand, um ein paar Brocken Kohle nachzulegen und die Lichter wieder zu entzünden.

Dann trat er ans Bett zurück und flüsterte, während er Roar hochhalf um ihm im selben Moment kalten Tee einzuflößen: ‘Du musst viel trinken.’ Dann fuhr er ihm über die Stirn und fuhr fort. ‘Dein Fieber scheint zu sinken.’

‘Doch fühle ich mich nicht so, als wäre ich übern Berg.’ flüsterte er und grinste angestrengt. Ihm fielen immer wieder die Augen zu. Doch er schaffte es noch nach der Hand seines Herren zu greifen, bevor kurz seine Sinne schwanden.

Als er wieder hochschreckte, saß der Centurio immer noch an Ort und Stelle und gähnte.

Kraftlos versuchte er seinen Herrn dazu zu bewegen, sich hinzulegen, was ihm nicht gelangt.

‘Herr, ihr schlaft ja schon im Sitzen ein, legt euch doch hin, es ist ja schließlich euer Bett.’

Nun schreckte der Centurio hoch und tat was ihm geheißen. Wie unter einem Bann stehend legte er sich neben Roar, jedoch ohne seine Hand aus der Umklammerung zu lösen. Der Junge musste die Zähne zusammenbeißen, um nicht vor Schmerz laut aufzuschreien, als der Centurio näher rückte. Statt zu schreien stöhnte er: ‘Herr!’

Kurzerhand stand der Centurio wieder auf, ging um das Bett herum, um sich auf der anderen Seite des Bettes wieder hinzulegen. Als er Roar nun in den Arm nahm, waren die Schmerzen halbwegs erträglich.

Ich suche einen Mann 2.0 – Teil 79 – Der Hausmeister der Episteme

Der Phoenix des Südens hat seinen Darsteller für diese Festrolle für Inseln der Macht vom 02.09.2015 bis 06.09.2015 gefunden!!

Heute: Der Hausmeister der Episteme: Janis Janitor

Hausmeister_SOLD (1)Janis ist ein wirklich unangenehmer Zeitgenosse, er ist unfreundlich und führt sich manchmal auf wie der Rotz am Ärmel. Er kann einfach nichts wegwerfen. Und fürs Auge ist er eigentlich auch nicht wirklich was.

Warum der Phoenix den Hausmeister nicht schon längst gefeuert hat, wissen selbst die Episteme nicht.

Sie haben ihn im Laufe der Zeit zwar nicht lieben gelernt, doch schätzen sie seine hingebungsvolle Arbeit und sein Auge fürs Detail. Er ist nun mal der Mann fürs Grobe und das Mädchen für Alles und derjenige, der immer über alles Bescheid weiß. Er ist das Ohr am Munde des Phoenix und er ist das Sprachrohr für all jene, die die hochtrabenden Worte der Episteme nicht so ganz verstehen. Beim Phoenix der Asche geht er ein und aus und er kennt jedes Geheimnis.

Er hat zwar nur ein Auge, aber dafür ein Beutel voller goldwerter Essenzen und einen bunten Strauß der schrecklichsten Gerüchte und Geschichten auf Lager, die selbst die Episteme nicht lesen wollten.

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