Ein Knopf kommt selten allein… Teil 20

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 20

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEinen Moment später war Hermine wieder alleine im Zimmer und wieder kam ein Krachen aus dem Badezimmer und kurz darauf hörte sie Tommi fluchen: ‘Verfickte Scheiße!’

‘Wirklich alles in Ordnung bei dir?‘

‘Hab den Gips nass gemacht und jetzt ist mir das Duschgel runtergefallen.’

Sie öffnete die Tür einen Spalt: ‘Hört sich ein Bisschen nach mimimi an.’

‘Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!’

Sie sah das Duschgel auf dem Boden liegen: ‘Soll ich dir helfen?’

‘Hm! Ein Bisschen!’

Sie schlüpfte ins Badezimmer, hob das Duschgel auf und hielt es ihm hinter die Duschwand.

‘Kann ich schnell meine Zähne putzen?’

‘Klar!’

Als es das nächste Mal rumpelte, war sie gerade mit dem Zähneputzen fertig. Sie sah im Augenwinkel, das er fast gestürzt wäre und sich nun auf den Badewannenrand setzte. Sie klappte die Duschwand ein wenig zur Seite und riskierte einen Blick. Das Duschgel muss ihm aus der zitternden Hand gefallen sein, die er sich nun verkrampft gegen die Brust drückte. Über sein Gesicht huschte ein Zucken, als er sich gewahr wurde, dass sie kurzer Hand zu ihm in die Wanne gestiegen war. Mit einem unschuldigen Grinsen auf dem zerbeulten Gesicht, hielt sie ihm das Duschgel hin.

‘Mi, ich bin nackt!’ rief er entsetzt und legte seine Hand schamhaft in den Schoss, während er die andere Hand krampfhaft in die Höhe hielt, in der Hoffnung, dass der Gips nicht völlig durchweicht wurde.

‘Ja und ich hab noch was an, also keine Panik, ich hab die Hand am kalten Wasser, wenn du deine Finger nicht bei dir lassen kannst.’

Wieder huschte ein Zucken über sein Körper und er versuchte sie anzublicken.

‘Mach dir nicht ins Hemd und lass mich dir helfen!’ wisperte sie ihm zu, wie als würde sie mit einem scheuen Tier reden. ‘Wenn du hier nicht fertig wirst, kommen wir nie zum Frühstücken und du musst unbedingt meinen Bruder kennen lernen!’

Er nickte unmerklich und versuchte zu lächeln. Sie ließ ein wenig Duschgel in ihre Hand gleiten und trat näher zu ihm heran, um sich über ihn zu beugen. Sie wusch zuerst den Oberarm seiner Gipshand und ging dann auf seine Brust über.

‘Gib mir deine andere Hand!’ zischte sie ihm zu und blickte ihm dabei in die Augen. Diesmal hielt er ihrem Blick stand und begab sich in ihre fürsorglichen Hände.

Am Ende ihrer Waschung gab sie ihm ein wenig Duschgel in die Hand und meinte eher beiläufig: ‘Den kleinen Waschbären kannst du dir selber waschen, ich geh dir ein Handtuch holen.’

Damit drehte sie sich um und stieg aus der Wanne. Er wusch sich fertig und stand dann auf um das Wasser weiter aufzudrehen, um die Seife von seinem Körper zu spülen. Der Duft von Mango stieg auf. Er drehte sich nochmal zu der Duschgelsammlung um und musste schmunzeln, er hatte ihr Mangoduschgel erwischt. Jetzt bekam selbst er Hunger.

Als sie wieder in die Wanne stieg, stand er mit dem Rücken zu ihr da und duschte sich weiter ab. Unweigerlich musste sie auf seinen Hintern blicken und konnte einfach nicht widerstehen, sie musste ihm einfach einen Klaps verpassen.

Er zuckte zurecht zusammen und kam ins Taumeln, doch sie war bereits hinter ihn getreten und griff ihm im wahrsten Sinne des Wortes unter die Arme.

‘Sexuelle Belästigung von Behinderten ist fei auch verboten!’ zischte er ihr zu, klammerte sich aber mit seiner freien Hand an die ihre. Sie schmiegte sich an ihn und konnte dabei sein Zittern und seinen Herzschlag spüren. Er genoss einerseits ihre Nähe, aber andererseits würde er sich gerne irgendwo verkriechen. Völlig verkrampft biss er sich auf die Unterlippe, bis er Blut schmecken konnte.

Sie stellte das Wasser aus und reichte ihm sein Handtuch, um dann sicherheitshalber die Frage zu stellen: ‘Fühlst du dich denn belästigt!’

‘Ein Bisschen!’ flüsterte er, leckte sich über die Unterlippe und musste ein Stöhnen unterdrücken. Unter Schmerzen und zitternd schlang er sich das Handtuch um seine Hüften und drehte sich langsam um. ‘Weils mir ein Bisschen zu schnell geht alles, ich bin noch nicht soweit!’ erzählte er mehr der Badewanne als ihr. ‘Aber andererseits kann es mir nicht schnell genug gehen. Du musst ein bisschen Geduld mit mir haben!’ Er zitterte am ganzen Körper und sein Gesicht sah merkwürdig verkrampft aus.

‘Es geht auch zu schnell und es ziemt sich eigentlich wirklich nicht, was wir hier tun.’ flüsterte sie zitternd und wand sich ab.

‘Hey!’ rief er. ‘Komm her!’ Und nahm sie in den Arm, als sie sich wieder zu ihm umwandte. ‘Weißt du vorgestern noch, hab ich nicht mal meiner Schwester in die Augen geschaut und heute steh ich nackt mir dir hier in der Wanne und man kann durch dein Shirt sehen und…’ Er blickte über ihre Schulter hinweg und hatte einen atemberaubenden Blick auf ihr fast durchsichtiges Höschen.

‘Schaust du da gerade auf meinen Hintern!’ rief sie empört.

‘Schuldig im Sinne der Anklage!’ beichtete er ihr, lockerte seine Umarmung, um ihr besser ins Gesicht blicken zu können. Er versuchte seine blutige Lippe vor ihr zu verbergen.

‘Ich hab gehört, es soll Pfannkuchen geben!’ grinste sie ihn an und machte Anstalten aus der Wanne steigen zu wollen.

Fortsetzung folgt…

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