Tagebuch eines Unbekannten – Teil 7

Tagebuch eines Unbekannten – Teil 7

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Ob es sich nun durch einen eigenproduzierten Unfall, ein unliebsames Geschenk eines ausländlischen Agressor oder um etwas Extraterrestrisches handelt, (Wer hat mir nur so viele schwere Wörter beigebracht!?) dessen Endergebnis nun auf uns nieder kommt, kann und will ich gar nicht sagen, weil die saure Suppe müssen nun wir auslöffeln.

Auch wenn wir alle versuchten zu verdrängen, dass es mit uns früher oder später zu Ende gehen würde, habe ich die Anzeichen gut im Blick. Im Moment scheinen alle noch bei guter Gesundheit zu sein und die Symptome der sogenannten Strahlenkrankheit bleiben zunächst aus.

Wie ich dazu komme, ich habe immer viel gelesen, vorallem die fantastischen Geschichten von Bram Stoker und Mary Shelley, H.G. Wells und Jules Verne. Und wenn ich keine Romane mehr hatte, habe ich mich über wissenschaftliche Berichte aus allen Herren Länder hergemacht, auf die ich zur Zeit meines Studiums unbegrenzten Zugriff hatte. Und was ich in der Universität nicht bekommen habe, habe ich dann in der Zeit beim Militär zu lesen bekommen, bis ich nach sehr kurzer Zeit unehrenhaft entlassen wurde. Aber das ist nun eine Geschichte, von der ich bestimmt kein einziges Wort mehr schreiben werde und ich werde mich auch nicht dazu hinreißen lassen darüber zu erzählen, auch nicht wenn ich noch betrunkener sein sollte.
Á ta santé, wie die Franzosen sagen.

Doch ich hab nicht genug Medikamente dabei, um alle zu versorgen und vorallem haben wir nicht genug Jod da, um zumindest einer möglichen Verstrahlung entgegenzuwirken. Aber mit den Drogen die ich dabei hab, könnte ich alle ziemlich lange ins Aus schießen. Hm.

Sinnlosigkeit und Trostlosigkeit hin oder her, ich bringe es nicht übers Herz, meinem eigenen Fleisch und Blut Schaden anzutun. Irgendwie hab ich ja doch diesen Eid geleistet, auch wenn ich ihn in der Vergangenheit zu meinem eigenen Vorteil ziemlich gebeugt und gebogen habe. Ich bin wirklich kein Böser, aber ein Guter bin ich jetzt auch nicht mehr. Ich bin das was meine Arbeit aus mir gemacht hat, ich bin zu einem schlechten Menschen geworden.

Angebot und Nachfrage. Was soll ich tun? Ich bin auch nur ein Mensch und soll net leben wia a Hund.

Fortsetzung folgt…

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