Ein Knopf kommt selten allein… Teil 21

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 21

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAls Tommi mit Hermine die Küche des Schlosses betrat, wusste er sofort, dass etwas nicht stimmte. Die Hunde lagen in der Küche und schliefen, dabei war es bereits Mittag.

‘Was ist mit den Hunden?’ rief er sofort und blickte seine Schwester fragend an.

‘Dieser Lutz hat die Hunde vergiftet, bevor er sich hier eingeschlichen hat! Wir waren gestern Nacht noch beim Tierarzt und nochmal bei der Polizei, sie sind alle übern Berg und Tich war die ganze Zeit bei dir. Ich wollts dir gestern nicht sagen…!’ berichtete Sonja.

‘Wo ist Tich überhaupt?’ fragte Tommi.

‘Bei mir und keine Sorge, er hat nichts gefressen, was er nicht darf. Aber wir haben noch 4 Giftköder gefunden. Er ist ein echt guter Spürhund. Gell!’ meinte ein Kerl mit Rastazöpfen, der vom Lieferanteneingang her gekommen war.

‘Ach Wolfgang, kommen Sie nur rein.’ rief Sonja.

Er war aber schon auf Tommi zugelaufen und drückte ihm erst Tich in den Arm und dann seine Hand zum Gruß. ‘Ich bin Wolle, der Bruder von Mi. Danke dass du sie gestern so heldenhaft gerettet hast.’

‘Ich bin Tommi und ich würde es jederzeit wieder tun!’ meinte Tommi, hob seine Gipshand hoch und grinste scheel. Dann kniete er sich mit Tich auf den Boden zu den anderen Hunden, um sich selbst zu versichern, dass es ihnen auch wirklich gut ging. Nur nach dem Befühlen von vier trockenen Schnauzen war er sich nicht so ganz sicher, ob es ihnen gut ging. Er hielt ihnen kurzerhand einen Wassernapf hin und Hermine gesellte sich zu ihnen, sie hatte den Napf von Tich in der Hand. Tich fing an zu fressen und die anderen Vier wurden dadurch anscheinend angespornt, denn sie schlabberten alle gleichzeitig aus dem Wassernapf.

Wolle drehte sich kopfschüttelnd zu Sonja um und fragte sie: ‘Frau Weißmüller, ich wollt mal fragen, ob ich bei Ihnen im Schloss unterkommen könnte, mein Vater hat mich quasi vor die Tür gesetzt, als er mich gesehen hat.’

‘Bitte was! Sie sind doch extra gekommen, um zu helfen?’ rief sie entsetzt.

‘Ja, arbeiten darf ich, ich darf nur nicht ins Haus.’ dabei zupfte er an seinen Haaren und versuchte zu lächeln.

‘Also wir haben hier genug Platz. Es wäre mir eine Freude.’ rief Sonja aufgeregt.

‘Boa, Danke. Ich dachte schon, ich muss in der Scheune schlafen.’

‘Deine Maschine kannst bei mir in der Werkstatt unterstellen.’ meinte der Kimmelmann, der gerade ebenfalls vom Lieferanteneingang hergekommen war. Er musste schmunzeln, als er sah, dass es den Hunden tatsächlich besser ging und wie Hermine, Tich und Tommi sich um sie kümmerten.

‘Jetzt setzt euch erstmal, ihr müsst ja halb verhungert sein. Der Dr. Dalek kommt nachher nochmal mit seinem Sohn vorbei und ich wollt eigentlich heute Abend alle zum Grillen einladen, was haltet ihr davon?’

‘Voll cool!’ rief Hermine, rappelte sich auf und ging zum Waschbecken hinüber, um sich die Finger zu waschen. ‘Ich wollt auch fragen, ob des okay ist, wenn ich heut Nacht bei Tommi schlafe, weil Vater ist grad echt lärmempfindlich und lachen darf man irgendwie auch nicht mehr. Ich will bloß auf keinen Fall heut Nacht alleine sein.’

‘Wenn deine Eltern nichts dagegen haben, gerne. Ich bin ganz froh, wenn ein paar Leute hier sind, gestern Nacht war es echt gruselig hier. Die Hunde haben die ganze Nacht gejammert. Das wird heute Abend voll lustig, Tommi. Liest du uns nochmal von dem Tagebuch vor?’ rief Sonja freudig erregt. Sie freute sich richtig über den eher positiven Trubel.

‘Nein, weil sich der Inhalt des Tagebuches zunehmend zu einem Porno hin entwickelt, werde ich keine Silbe mehr davon vorlesen.’ meinte Tommi

‘Dann lies nur die jugendfreien Stellen vor!’ meint Sonja und holte einen riesigen Berg Pfannkuchen aus dem Ofenrohr. ‘Und nachdem schon fast Mittag ist, hab ich noch ein paar deftige Pfannkuchen gemacht!’ Und sie holte noch einen Teller aus dem Backofen, der mit bereits gerollten Pfannkuchen gefüllt war, die herrlich dufteten.

Mahlzeit. Fortsetzung folgt…

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