Ein Knopf kommt selten allein… Teil 25

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 25

OLYMPUS DIGITAL CAMERADr. Dalek kam in dem Moment auf den Hof gefahren, als Herr Immerlinger über den Hof geschlendert kam. Die beiden verwickelten sich gleich in ein angeregtes Gespräch und so musste sein Sohn drei Blumensträuße zum Rosengarten schleppen.

‘Blumen für die Damen!’ meinte Dr. Dalek und überreichte Sonja den ersten Strauß. ‘Für die neue Schlossherrin und wundervollen Gastgeberin, Frau Weiß-Müller. Es ist mir eine Ehre und darf ich meinen Sohn Jonas vorstellen?’

‘Oh danke, Herr Dr. und herzlich willkommen!’

Jonas stand etwas bedröppelt daneben, bis sein Vater ihm endlich den zweiten Strauß abnahm und ihn Frau Immerlinger in die Hand drückte. ‘Herr Immerlinger, Ihre Frau ist die Gebieterin der historischen Rosen hier und ich ziehe meinen Hut vor der schönsten Blume hier ihm Garten!’

Jonas jedoch bewegte sich Hermine entgegen und rief bestürzt. ‘Oh mein Gott, Frl. Hermine ich bin erschüttert.’ Dann drückte er ihr den Strauß in die Hand, um im nächsten Moment seine Hand vor den Mund zu pressen. Diese zierliche Person von einem jungen Mann, war wenn man von den grauen Haaren und dem Bauchansatz mal absah eine ziemlich genaue Kopie seines Vaters, den man in einen historischen Anzug gesteckt hatte.

‘Jonas mach dir nicht ins Hemd, ist ja nichts weiter passiert!’ rief Hermine in ihrer üblichen Art.

‘Ja, dank unseres neuen Schlossherrn!’ meinte Herr Immerlinger, der sich in ihre Richtung bewegte. Er blickte seine Tochter nachdenklich an und drückte dann wieder Tommi an der Schulter. ‘Wie geht es dir heute, Kleines?’

‘Geht schon besser, Paps! Und wie gehts dir?’

‘Ja, geht schon!’ meinte er mürrisch.

Wolle stand daneben, als würde er nicht dazugehören, deshalb meinte er kleinlaut. ‘Paps, kann ich nachher meine Sachen holen, Frau Weißmüller lässt mich im Schloss übernachten.’

‘Ja natürlich!’ meinte er resigniert und versuchte ein paar Schritte zu machen.

‘Paps, geht es dir wirklich besser?’ fragten Hermine und Wolle gleichzeitig.

Hermine drückte Tommi den Strauß in die Hand, um ihren Vater zum Tisch zu führen.

‘Paps, ich mach mir Sorgen!’ flüsterte Hermine ihrem Vater zu.

‘Musst du nicht, Kleines!’ meinte ihr Vater, als er sich setzte.

‘Wir sind alle ein Bisschen wackelig auf den Beinen seit gestern.’ meinte Frau Immerlinger und setzte sich neben ihren Mann.

Sonja hatte für Burger alles vorgeschnipselt und ein paar Salate gemacht. Der Kimmelmann stand am Grill und trug ein T-Shirt mit einem Wikingerhelm mit überkreuztem Messer und Gabel als Logo und eine schwarze Schürze. Tommi blickte ihn eine Weile an und grinste dann ziemlich schräg.

‘Tommi sag mal, könntest du die Gebärdensprache, wenn du dir das Alphabet anschaust?’ fragte Wolle.

Tommi zog sein Handy raus und legte es auf den Tisch. Er tippte etwas ein, blickte kurz aufs Handy, ließ das Gebärdenalphabet durch die Finger laufen, als wäre es ihm angeboren und meinte dann: ‘Ähm, ja. Nur die regionalen Unterschiede und die Eigennamen muss ich in der Praxis üben!’ und machte dann die Gebärden zu seinem Satz.

‘Das ist ziemlich cool!’ meinte Wolle und machte dazu die Gebärden.

Während Dr. Dalek mit Hermine über das Tagebuch fachsimpelte, unterhielten sich Wolle und Tommi wortlos. Wolle entschuldigte sich nochmal über das Hinter dem Rücken Gerede vorhin und er zählte ihm von Sonja und wie es ihr gerade ging. Und dann lästerten sie anerkennend über den Kimmelmann.

‘Kann mir jemand die Zwiebeln geben!’ fragte Sonja.

‘Oh, die sind alle!’ meinte Wolle und grinste Tommi an.

Sie standen beide auf, machten seltsame Grimassen und schrien: ‘Hacka löken!’

‘Was ist denn in euch gefahren!’ fragte Sonja und blickte ratlos in die Runde.

‘Sonja, das ist Regular Ordinary Swedish Meal Time!’ meinte der Kimmelmann und zog an seinem T-Shirt.

‘In Schwenglish!’ riefen die beiden Jungs und liefen Richtung Küche.

‘Das mein Bruder verrückt ist wusste ich, aber jetzt auch noch Wolfgang!’

‘Wenn hier einer ‘Hacka löken’ macht, dann bin ich das!’ rief der Kimmelmann und lief ihnen hinterher.

‘Frau Weiß-Müller, das ist von You-Tube, machen Sie sich keine Sorgen, wir sind alle verrückt, die einen mehr, die anderen weniger.’ rief Jonas, legte das Besteck beiseite, um sein Glas zu erheben und prostete ihr dann lächelnd über den Tisch.

Fortsetzung folgt…

Advertisements

The URI to TrackBack this entry is: https://callabutterfly.wordpress.com/2015/08/12/ein-knopf-kommt-selten-allein-teil-25/trackback/

RSS feed for comments on this post.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: