Ein Knopf kommt selten allein… Teil 33

Ein Knopf kommt selten allein… Teil 33

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Hermine grinste ihn an und machte eine ungeduldige Handbewegung. Tommi blickte sofort wieder auf den Text und las weiter: ‘Der Stallknecht blickte mich an und versuchte etwas zu sagen, doch er hielt ausnahmsweise den Mund und blickte mich nur verträumt an. Also fing ich an zu reden. ‘Ich dachte schon Ihr würdet heute nicht kommen, mein geschätzter Geheimniswahrer!’

‘Verzeiht Ihr mir, wenn ich Euch sage, dass mich ein junges Fräulein aufgehalten hat!’

‘Wo denkt Ihr hin, pah! Dass Ihr es wagt mir dann noch so ein verknittertes Blümchen zu bringen, wenn Ihr schon bei einem anderen Frauenzimmer wart heut Nacht!’

Er lächelte mich nur zufrieden an und meinte: ‘Ihr müsst mir aber verzeihen, wartet nur bis Ihr sie seht, sie ist das entzückendste Wesen hier am Hof!’

Ich zog nur wie gewohnt meine Augenbraue hoch und schmollte, also fuhr er fort: ‘Neben Euch wohlgemerkt, wird sie nur wenig glänzen. Erst wenn sie gut wächst und gedeiht, dann wird sie Eurem Gestüt alle Ehre machen.’

Ich fragte ihn: ‘Veralbert Ihr mich?’

‘Das würde mir nie in den Sinn kommen. Verzeiht mir, wenn ich mich falsch ausgedrückt haben sollte. Ich musste Emma nur zur Seite stehen, um ihr Fohlen sicher auf die Welt zu holen. Ich hoffe Ihr verzeiht Emma, dass es ein wenig länger gedauert hat.’

Dieser gerissene Hund will mich triezen? Das kann ich noch besser: ‘Und Ihr habt das arme Ding einfach alleine gelassen?’

‘Natürlich nicht, meine Neffen geben Acht auf die Beiden. Sie sind in guten Händen!’

‘Dann will ich Euch vorerst verzeihen!’

Er blickte mich fragend an, sagte aber nichts weiter und nickte beflissen, also fuhr ich fort: ‘So will ich das junge Ding morgen in Augenschein nehmen. Hat es denn schon einen Namen?’

‘Nein, ich wollte Euch fragen, ob…!’ stammelte er, kam ins Stocken und blickte mich verschämt an. Es war ihm peinlich und wieder schmolz ich nur so dahin, wie er so vor mir kniete.

Dieser Stallknecht bringt mich noch um den eh schon wankelmütigen Verstand.

‘Es ist mir eine Ehre und ich hoffe Zyane ist nicht zu streng für so ein junges Ding. Aber Kornblume würde sich ein wenig albern anhören, findet ihr nicht?’

Er blickte mich wieder lächelnd an und drehte plötzlich den Kopf. Man konnte Alma wieder hören. Er schwang sich wieder unters Bett und ich legte mich vorsichtig wieder aufs Bett und konnte mich gerade noch zudecken. Ich konnte spüren, wie er sich mit den Händen unter dem Bett abstützte, damit er mehr Luft bekam. Schon konnte ich die Tür knarzen hören, denn Alma kam herein und flüsterte: ‘Hoffentlich noch eine geruhsame Nacht!’

‘Ebenso werte Alma!’ flüsterte ich.

Sie blickte zum Fenster und da es geschlossen war, machte sie auf dem Absatz kehrt und ging in ihre Kammer.

So leise es ihm möglich war, kroch er wieder unter dem Bett hervor und als sein grinsendes Gesicht an meiner Bettkante auftauchte, musste ich ebenfalls lächeln.

Er legte den Finger an seinen Mund, gab aber kein Geräusch von sich. Seine Hände glitten über meine Bettdecke und suchten nach meiner Hand, um sie näher zu sich heranzuziehen und sie zu küssen. Ich lies es geschehen und hoffte insgeheim, er würde mir nicht nur die Hand küssen.

Und während ich mich noch an die Erinnerung des letzten Kusses klammerte, kam er mir näher und unsere Lippen trafen sich wieder.

Wie soll ich nur Unbeschreibliches beschreiben, der Kuss übertraf den Ersten um Längen.

Flog ich nun wieder mit den Schmetterlingen hoch hinaus, bis in den Himmel hinein, ohne mir über den Sturz Gedanken zu machen, hielt er mich doch fest bei der Hand, während er mich fordernder küsste. Er drängte mich aufs Bett zurück und drückte mich mit seinem Gewicht in die Kissen, ohne jedoch den Kuss zu unterbrechen.

Doch irgendwann ließ er einfach von mir ab und zog sich etwas zurück. Ich blickte ihn überrascht an, merkte aber gleich, wie sehr er außer Atem war.

Er keuchte mir leise zu: ‘Verzeiht mir, ich wollte Euch nicht zu nahe treten!’

Ich antwortete ihm so leise es mir möglich war: ‘Habt Ihr erst als Ihr Euch von meinen Lippen trenntet!’

Er lächelte wieder und rückte wieder ein wenig näher und hauchte mir ins Ohr. ‘Es steht mir nicht zu, Euch überhaupt zu nahe zu treten. Ich ging gestern schon zu weit!’

‘Dann soll uns beiden der Zorn Gottes treffen!’

Er legte den Kopf schief und blickte mich fragend an.

‘Weil es mir zu gefallen schien, als Ihr Eure Zunge in meinen Munde stießet.’

‘Doch ich kann Eure zarte Haut nicht mit meinen schmutzigen Fingern besudeln. Ich habe ohnehin schon Angst, hier irgendwas dreckig zu machen.’

Ich näherte mich nun seinem Gesicht und küsste seine Nasenspitze, dann leckte ich ihm quer übers Gesicht, um mich dann wieder in einem endlosen Kuss mit ihm zu verlieren.

Den Satz den ich ihm sagen wollte, muss ich wohl irgendwie für eine Weile vergessen haben, bis er wieder von mir abließ.

Diesmal keuchte ich ihm ins Gesicht: ‘So müsst Ihr mich nicht mit Euren Fingern berühren, solange Ihr es mit Eurer Zunge tut.’

Nun grinste er mich lüstern an und legt wieder seinen Finger auf seinen Mund. ‘Versprecht Ihr, mir ins Gesicht zu treten, wenn ich Euch zu weit gehen sollte?’

Ich nickte. Dann zog er die Decke von meinen Beinen und packte meine Füße, um sie zu sich hinüber zuziehen. So hingen sie im nächsten Moment aus dem Bett und er kniete neben ihnen vor dem Bett. Er betrachtete meine wollernen Strümpfe und zog sie mit den Zähnen von meinem Füßen.

Er leckte über meine Fußrücken und drängte seinen Oberkörper zwischen meine Beine, um dann über mein Bein zu lecken. Ohne es zu wollen, versuchte ich ihm mein Bein zu entziehen. Doch er machte unbeeindruckt von meinen Fluchtversuchen genüsslich weiter. Ich versuchte meine Schenkel wieder zu schließen, als er auf der Höhe meines Knies angelangt war. Er packte mich jedoch an meinem Hintern und zog meinen Körper zu sich hin, so dass sein Kopf zwischen meine Oberschenkel geriet. Vor Schreck griff ich nach seinen Handgelenken, die ich mit meinem kleinen Fingern kaum umschließen konnte.

Mein Körper begann zu beben, als seine Zunge immer höher glitt.

Als er bemerkte, dass ich unter meinem Nachtgewand nichts weiter trug als mich selbst, entkam ihm ein leises Stöhnen. Und seine leise Gefühlsregung lies mich wieder dahin schmelzen und so wehrte ich mich kaum mehr, bis seine Lippen an dem Ort angekommen waren, wo er mich zumindest nicht mit seinen schmutzigen Fingern berühren wollte.’

Tommi räusperte sich und Hermine blickte auf. Sie hatte sich an seine Seite gekuschelt und verträumt seinen Worten gelauscht.

Fortsetzung folgt…

Advertisements

The URI to TrackBack this entry is: https://callabutterfly.wordpress.com/2015/09/10/ein-knopf-kommt-selten-allein-teil-33/trackback/

RSS feed for comments on this post.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: