Tagebuch eines Unbekannten – Teil 14

Tagebuch eines Unbekannten – Teil 14

tagebuchHab mich eine Weile nicht gemeldet, Liebes Tagebuch!

Wir haben uns im Verkaufsraum der bayerischen Warenhandelsgesellschaft eingenistet. Dort waren wir sicher und es gab ein fast volles Weizensilo.

Frisch gebackenes Brot von der alten Cementa. Endlich müssen wir die Marmelade nicht mehr mit dem Löffel essen.

Die gute Laune über unsere neue Wohnsituation wurde ein Wenig getrübt, als bei den ersten Männern die Anzeichen der Strahlenkrankheit begannen.

Wir behandelten die Männer in einem abgeschlossenen Raum und versuchten die Kinder möglichst weit fort zu halten.

Mathilda schläft nun bei mir im Bett. Es ist nichts Sexuelles!

Wir wollen nur nicht die Kinder noch mehr gefährden, durch unsere Anwesenheit!

Alle Vorsicht zahlte sich am Ende aus, erstmal?

Die alte Cementa und mein Großonkel Watzlaf halfen uns bei den Kranken.

Der Kampf gegen den schleichenden Tod war hart und wir hatten mehr Niederlagen als Erfolge, bis die 3.Gruppe der Männer wieder kam. Sie hatten nicht nur Jod und allerlei Medikamente sondern auch Waffen, Munition und einen Geigerzähler dabei.

Endlich ging es bergauf. Die Kinder und die Frauen bekamen Jod zur Vorsicht und die jenigen die schon in Behandlung waren, konnten wir teilweise stabilisieren.

Ich arbeitete viel und schlief kaum. Es war praktisch vorprogrammiert, dass es mich auch erwischt.

Tut mir leid, dass ich es so lange verschwiegen habe, aber als das Nasenbluten kam, war mir klar, dass ich mich gleich zu meinen Patienten legen konnte.

Nur mit dem Unterschied, dass ich auf Jod so gar nicht ansprang. Von meinen körperlichen Gebrechen muss ich ja nichts erzählen.

Mathilda brachte mich in ein Einzelzimmer und pflegte mich. Sie wollte nicht, dass die Anderen es mitbekommen, dass ich der Heilsbringer und Wunderdoktor auch bald sterben sollte.
Fortsetzung folgt…

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Ewig verirrt und verdammt in alle Ewigkeit – Teil 2

Ewig verirrt und verdammt in alle Ewigkeit – Teil 2

Rom – 1500 bis 1626

CIMG0129So ging die Zeit ins Land und die Stadt wuchs immer mehr um ihre sieben Hügel herum und alles was die Römer hier hinterlassen hatten, bot mir immer Unterschlupf, auch wenn die Christen auch hier überall ihren Stempel aufdrückten, fand ich immer wieder ein Loch wo ich mich verkriechen konnte.

Auch auf die Gefahr hin jeden Morgen, jeden verdammten Morgen regelmäßig mit Weihwasser geweckt zu werden. Doch wo die Sterblichen noch um die Unsterblichkeit ihrer Seele jammerten, war ich für alle Zeit verdammt ihnen zuzuhören. Und meine Abneigung gegenüber ihrer Bigotterie in flüssiger oder fester Form nahm von Mal zu Mal immer mehr ab. Nur so hielt ich es hier aus. Auch wenn meine Haut mittlerweile vom Weihwasser verätzt war und von der Sonne zerfressen, kann ich mein Äußeres immer noch verändern. Ich glaub das mein untoter Körper mittlerweile Abwehrkräfte gegen Weihwasser entwickelt hat, oder vielleicht ist es einfach nur Hornhaut. Hornhaut gegen Katholiken. Herrlich.

Wenn die grelle Fratze da oben am Himmel nicht wäre. An der Spitze der Nahrungskette war sie mein einziger Feind. Die Sonne war die Einzige, die mir wirklich Schaden anrichten konnte.

Ja und der Pfahl durchs Herz hielt mich zumindest so lange auf, solange er in mir steckte. Nur ein handelsüblicher Palmarec 1) konnte mir wirklich gefährlich werden, aber nur wenn er aus Weißdorn geschnitzt und / oder aus edlen Metall geschmiedet ist, mit dem Blut eines Unschuldigen geweiht und / oder von einem Priester meiner Heimat gesegnet wurde.

Ich schweife ab, die Nummer mit den Silberkugeln funktioniert wirklich nur bei meinen haarigen Widersachern, aber von denen hab ich schon ewig nichts mehr gesehen. Die würden bei der Hitze hier in der ewigen Stadt wahrscheinlich einfach nur eingehen. Und vor Wernacktmullen oder Werschwänen hat ja wohl wirklich keiner Angst.

Nachdem man mich mit Weihwasser schon lang nicht mehr schrecken konnte und mir die Katholiken, mit all ihren kleinen Sünden langsam wirklich ans Herz gewachsen waren, zog ich schließlich in die Engelsburg ein. Der Tiber hatte mich gefangen und ich konnte seine Ungestümtheit einfach nicht verlassen. Die schwarzen Wogen lullten mich ein und auch hier brachte mir mein stiller Begleiter regelmäßig frisches Futter.

Die Tiefen der Engelsburg gaben mir tagsüber genug Schutz vor der grellen Fratze da draußen.

Die Sonne, meine ewige Feindin. Das ich dagegen mal immun werden könnte, hab ich schon fast aufgegeben.

Von der Engelsburg aus beobachtete ich den Bau von San Pietro und bis zur Vollendung zog er mich einerseits magisch an und anderseits würde es mein Ende sein auf diesen Hügel zu steigen. Deshalb hielt ich Abstand und richtete meinen Blick jeden Morgen auf ihn, kurz bevor die grelle Fratze aufging blickte ich nochmal sehnsüchtig zu ihm hinüber und dann legte ich mich zur Ruhe, bis die nächste Dämmerung mein Erwachen einläutete und die Nacht dann mir gehörte.

So saugte ich die Stadt langsam aus, die Päpste kamen und gingen und saugten auf die ein oder andere Weise ihre Gläubigen und Untergebenen aus.

Das der alte Pietro je fertig werden würde, glaubte ich ja erst als diese eifrig strebenden Christen 1626 damit fertig wurden. Die vielen Toten beim Bau meines alten Freundes, gingen zur Hälfte mehr oder weniger auf meine Kappe. Man tut was man kann, um nicht aufzufallen.
¹) Palmarec – bulgarischer Eigenname für einen Nagel zum Pfählen oder Durchstoßen von Vampiren, der bestenfalls aus Weißdorn oder Metall besteht.

Ich suche ein paar Mapori (m/w)

Wir suchen noch Darsteller für unsere NSC Fraktion der Mapori auf Inseln der Macht von 31.08.2016 bis 04.09.2016. Die Mapori sind das Waldvolk der zweiten Insel der Macht -Secundum.

Sie werden Ablauf, Geschichte und Spielgeschehen deutlich prägen und einen nicht unerheblichen Teil zur Atmosphäre und zur Spannung beitragen.

  • Du hast Lust auf eine neue Erfahrung als Festrollen-NSC in einem völlig neuen Setting?
  • Du hast kein Problem mit der Darstellung eines wilden Waldvolkes – irgendwo zwischen Ureinwohner und Waldläufer?
  • Du hast kein Problem den ganzen Tag im Wald zu verbringen und ggfs an Kampfhandlungen teilzunehmen?
  • Ein IT-Lager mitten im Wald trotz Tätigkeit als Festrollen-NSC wolltest du schon immer mitgestalten?
  • Du magst dich auch diesmal auf das Abenteuer eines liebevoll ausgearbeiteten NSC-Volkes, die einerseits wichtige Plotgeber sind und anderseits freies Spiel mit eigenen Plot haben, einlassen?

Dann nichts wie ran an die Anmeldung als Mapori – Das Volk des Waldes. (Weitere Infos auch unter http://www.Inseln-der-Macht.de)

Für die Mapori NSC handelt es sich um ein Selbstverpflegercon. Es gibt in diesem Jahr einen OT Aufenthaltsbereich für die NSC’s mit der Möglichkeit sich das mitgebrachte Essen aufzuwärmen. Grill und Feuerstelle sind auch vorhanden.

Übernachten kannst du im NSC Lager mit deinem eigenen Zelt oder in der Hütte (gegen Aufpreis).

Noch Fragen: Email an mapori@inseln-der-macht.de

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Mapori – Das Volk des Waldes

Die Mapori leben auf Secundum, der zweiten Insel der Macht, im Einklang mit der Natur des Waldes.

Viel ist nicht bekannt, da der Phönix des Südens Gesetze erlassen hat, sich ihren Wohn- und Begräbnisstätten nicht zu nähern. Die oberste Direktive besagt, dass die Mapori wachsen sollen wie der Wald, so ungestüm sie auch sein mögen. So kommt es, dass nur wenig bekannt ist über sie, ja sogar die Diener der Weisheit, die Episteme, wissen nur wenig über sie zu erzählen.

Doch der Nebel lüftet sich um so näher die Zeit zum nächsten Wettstreit kommt.

Die Bäume ihrer Wälder sind ihnen heilig, sie sind Schutz und Leben, Sitz der Weisheit und der Magie. Wenn die Mapori mit ihnen sprechen, kann man Sie zu weilen verstehen.

Als Ursprung alles Lebens gelten die ältesten Bäume des Waldes als Hirte, gleichsam als Ratgeber, aber auch als letzte Ruhestätte für die wilden Mapori.

Die Mapori ehren die Natur und alle ihre Gaben, kämpfen für sie und mit ihr. Sie nehmen sich nur was der Wald ihnen gibt und geben dem Wald Verbrauchtes zurück.

Wenn man durch die Wälder von Secundum steift und sich zwischen den alten Baumriesen einsam und alleine fühlt, kann man sie manchmal singen hören:
Säerin

Wir sind der Wald, wird sind der Hein, wir hüten den Keim,
wir sind der Wald, wir sind uralt und wir sind immer überall,
wir hegen den Hirsch, und wir hegen das Reh, wir hegen das Kitz,
wir schützen euch vor dem Sturm und wir schützen euch vor dem Schnee, wir bewahren vor dem Frost,
wir sind die Quelle, wir sind der Anfang und wir sind das Ende,
wir bauen nicht deinen Thron, wir sind nicht dein Schemel und wir heizen nicht dein Feuer,
wir sind der Wald, wir sind uralt und wir sind überall…
~*~
Fotos und Bearbeitung von oben nach unten: Christina Burgstaller DetailReich Photography &  Enno & BBBB
Mapori: Kevin Maier, Jenny und Daniel Käufl
Schminke: Annabelle Degg
Kostüm: Tina Birchner, Jenny Käufl und meine Wenigkeit
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Eine Blüte für meine Gedanken – Tag 5

ErikaTag 5

Erika, meine Liebe!

Erzähl es nicht weiter aber dieses Karnickel hat gut geschmeckt. Und das Beste ist, ich hab ein ruhiges Plätzchen gefunden, wo ich fern ab von den Beobachtungen der Mapori ein Feuer machen konnte.

Diese Mahlzeit hätte auch meinen Herren satt und zufrieden gemacht. Karnickel im Kräutermantel mit Nussfüllung auf gebratenen Wurzelgemüse. Die Innereien habe ich zu einer kleinen aber feinen Bratwurst verarbeitet, die ich mit den restlichen Kräutern verfeinert habe. Und die werde ich heute zum Frühstück verspeisen, nachdem ich sie die halbe Nacht im Rauch meines Feuers geräuchert hatte. Und die Knochen und den Schädel werde ich mir nachher auskochen. Mal sehen ob der Wald mir nachher noch ein paar Wurzeln schenkt.

Dann habe ich einen Entschluss gefasst. Nachdem ich nicht vorhabe 1000 Jahre zu warten, bis das nächste Mal jemand mit dem Schiff auf diesen Teil der Insel reist, werde ich entweder das Holzfällergebiet des zweiten Siegers suchen oder die Baumwolleplantagen des dritten Siegers. Nachdem der erste Sieger nicht so gut mit uns konnte, gehe ich davon aus, dass ich nicht über die Handelsstrasse zum Hafen gehen kann ohne dass ich von den dunklen Gestalten der Finsternen aufgehalten werde. Ich kann nur sagen, wie es auf Primum war, da gingen die Kämpfe um jeden Meter der Handelsstrasse weiter.

Ich gehe aber davon aus, dass die Freien sich so schnell wie möglich ihre Anlegestelle ausbauen werden, um ihr sauer verdientes Holz von der Insel zu schaffen. Weil den dünnen Steg, der eigens für den Wettbewerb errichtet wurde, haben die Mapori mittlerweile abgebaut und in den Kreislauf zurückgeführt. Was auch immer das heißen mag.

Ich habe mir überlegt, dass ich an der Küste entlang gehe. Das Blöde ist nur, ich muss dabei das Gebiet der Mapori irgendwie hinter mich bringen. Durchqueren würde ich wahrscheinlich nicht überleben. Deshalb versuche ich es zu umgehen, in dem ich an der Küste bleibe.

Aber vorher muss ich alles zusammenpacken, was sich lohnt mitzuschleppen.

Ich geb die Hoffnung nicht auf, dich eines Tages wieder zu sehen.

Der Elmar, Abenteurer deines Herzens

 

~*~

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Bild & Bearbeitung by Enno 

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