Tagebuch eines Unbekannten – Teil 14

Tagebuch eines Unbekannten – Teil 14

tagebuchHab mich eine Weile nicht gemeldet, Liebes Tagebuch!

Wir haben uns im Verkaufsraum der bayerischen Warenhandelsgesellschaft eingenistet. Dort waren wir sicher und es gab ein fast volles Weizensilo.

Frisch gebackenes Brot von der alten Cementa. Endlich müssen wir die Marmelade nicht mehr mit dem Löffel essen.

Die gute Laune über unsere neue Wohnsituation wurde ein Wenig getrübt, als bei den ersten Männern die Anzeichen der Strahlenkrankheit begannen.

Wir behandelten die Männer in einem abgeschlossenen Raum und versuchten die Kinder möglichst weit fort zu halten.

Mathilda schläft nun bei mir im Bett. Es ist nichts Sexuelles!

Wir wollen nur nicht die Kinder noch mehr gefährden, durch unsere Anwesenheit!

Alle Vorsicht zahlte sich am Ende aus, erstmal?

Die alte Cementa und mein Großonkel Watzlaf halfen uns bei den Kranken.

Der Kampf gegen den schleichenden Tod war hart und wir hatten mehr Niederlagen als Erfolge, bis die 3.Gruppe der Männer wieder kam. Sie hatten nicht nur Jod und allerlei Medikamente sondern auch Waffen, Munition und einen Geigerzähler dabei.

Endlich ging es bergauf. Die Kinder und die Frauen bekamen Jod zur Vorsicht und die jenigen die schon in Behandlung waren, konnten wir teilweise stabilisieren.

Ich arbeitete viel und schlief kaum. Es war praktisch vorprogrammiert, dass es mich auch erwischt.

Tut mir leid, dass ich es so lange verschwiegen habe, aber als das Nasenbluten kam, war mir klar, dass ich mich gleich zu meinen Patienten legen konnte.

Nur mit dem Unterschied, dass ich auf Jod so gar nicht ansprang. Von meinen körperlichen Gebrechen muss ich ja nichts erzählen.

Mathilda brachte mich in ein Einzelzimmer und pflegte mich. Sie wollte nicht, dass die Anderen es mitbekommen, dass ich der Heilsbringer und Wunderdoktor auch bald sterben sollte.
Fortsetzung folgt…

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