Tagebuch eines Unbekannten – Teil 17

Tagebuch eines Unbekannten – Teil 17

tagebuchNach einigen Tagen brachte sie mich wieder zu den Anderen. Emilie und Vladi hatte mich anscheinend vermisst, die kaum von meiner Seite wichen.

Emilie hatte mir Socken und einen Schal gestrickt, damit ich nicht wieder krank werden würde. Vladi saß meist am Bettpfosten und achtete darauf, dass mir und seiner Mutter nichts geschah. Mathilda schlief bei mir im Bett, sie war so erschöpft, das die alte Cementa ihr Bettruhe erteilte. Nur der gute Watzlaf blieb unerschütterbar bei den Kranken und pflegte sie…

Mein Bruder Mecki lief mit einem Geigerzähler umher und machte scheinbar wahllos Messungen. Aber das was er tat, sollte ich gleich feststellen, hatte Methode. Er warf alles raus, was strahlte und wir hatten endlich eine Richtschnur, an der wir uns langhangeln konnten.

Zu Beginn hatten sie mich und meine Vorsichtsmaßnahmen belächelt, aber seitdem so viele von den Männern in den letzten Tagen gestorben waren, hatten sie sich dem strengen Blick meines Bruders gebeugt und warfen alles raus, was er mit gelber Farbe markierte.

Ich konnte ihm kaum für seine Arbeit danken, weil mich Mathilda ins Bett steckte und mir nicht erlaubte mich zu sehr anzustrengen. Ich hab ihre Zeilen im Buch entdeckt, als ich darin blätterte. Sie ist ein Engel und das Beste was mir je passiert ist.

Fortsetzung folgt mit Mathildas Einträgen

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