Rogue One – A film review story

Rogue One – A film review story

spooooi

Wer auf meinem Blog in der Rubrik ‚Meine nerdige Filmkritik‘ liest, muss auch damit leben, dass er von mir hart gespoilert wird.

Für alle anderen, viel Spaß mit meiner nerdigen Filmkritik zu Rogue One

Zunächst muss ich zu meiner Schande gestehen, ich hätte ja beinahe verpennt das Rogue One schon läuft. Also bin ich am Freitag, also 44 Stunden nach der Preview ins Kino geschlichen, mit einer imaginären Septa Unella im Nacken, die mir glockenläutend: ‘Schande, Schande!’ in den Rücken lamentiert, damit quasi jeder weiß, dass ich es beinahe verpennt habe, Rogue One im Kino zu sehen.

Nachdem ich unglaubliche Kopfschmerzen habe, bin ich froh, als ich endlich im Kino sitze. Der Film ist ja 3D und irgendwie fragt man gar nicht mehr, ob dieses Kino eines der ausgewählten Kinos ist, in dem der Film auch in 2D gezeigt wird. 3D ist mittlerweile wie ein Unfall, man kann einfach nicht wegsehen, obwohl man eigentlich weiß, dass es ganz schön scheiße ist und man am Ende irgendwie nur nen blutigen Wermutstropfen an einer Scheibe runterlaufen sieht.

Rogue One beginnt in 3D und das Bild ist erschreckend dunkel und unscharf. Ich putze das erste Mal die hauseigene 3D-Brille. Ich kann immer noch nichts erkennen, also putze ich die 3D-Brille ein weiteres Mal. Warum krieg ich immer die Kaputte. Meine Fresse, ich kann kaum diemads
Hauptdarsteller erkennen. Ist das
Mads Dittmann Mikkelsen
? Ich kann es nicht erkennen. Ich schiebe es auf meine Migräne, auch wenn die Sehstörungen noch nie nachts aufgetreten sind. Ich putze also wieder die 3D-Brille und hab ein bisschen Angst, dass meine Putztriade dem dünnen Plastikscheibchen endgültig den garaus macht.

Der Film geht weiter und ich ärgere mich und mutmaße, dass der Filmvorführer wahrscheinlich seine Brille vergessen hat, oder strunzehackevoll ist, oder beides. Ich werde es wohl nie erfahren.

Die Filmmusik ist auch lauter, als es die Dialoge vertragen würden. Es ist irgendwie so, als würde ich als Blinder von einem Tauben durch den Film geführt werden.

Sie wollten nicht, dass ich was sehe, aber sie wollten mir mit der Filmmusik immer genau aufzeigen, dass ich jetzt grad etwas Wichtiges hätte sehen können, wenn ich nur den Film in 2D gewählt hätte. Ja, eine neue Hoffnung ich werde mir das Grauen nochmal auf 2D anschauen müssen.

mon-mothmaIn den nächsten Szenen bin ich zumindest zufrieden, dass Sie zumindest Mon Mothma unglaublich gut gecastet haben und sofern ich es erkennen konnte hat die neue Mon Mothma sogar den selben Schneider.

Nachdem der Großmoff Tarkin ja irgendwie ein Griff ins Klo ist, wobei der Darsteller ja nichts dafür kann, wenn die Technik es anscheinend nicht besser hinkriegt, was ich ja immer noch nicht ganz glauben kann, ich hab das in anderen Filmen echt schon besser gesehen. Was war da los, ist ihnen das Geld ausgegangen oder hatten die keinen Bock mehr. Ich meine wir haben doch jetzt 2016, ehrlich mal vor 40 Jahren haben sie ohne Computertricktechnik wahre Wunder vollbracht, da hatten die Puppenbauer und MakeupArtists auch noch richtig was zu tun. Ich ärgere mich also weiter über die Animation von meinem lieblings Fiesling Tarkin und hab ein bisschen Pippie im Auge, jedes Mal wenn er wieder ins Bild kommt, dass ist auch wie ein Unfall, man kann nicht wegsehen, auch wenn es ganz tief im Herzen ganz fürchterlich weh tut.

Die detailverliebten Kleinigkeiten verlieren sich leider in der Unschärfe mancher Szenen und ich ärgere mich nun nicht mehr über das Kino, den Filmvorführer, die Brille oder meine Migräne noch über den schlimmen Tarkin. Nein, ich glaube die wollten den Film wirklich so düster und unscharf haben. Sehr ungewöhnlich, wie Walt Disney nun das gekaufte SiFi-Märchen weitererzählt. Im Grunde genommen, ist es ja eher eine Märchengeschichtsstunde. Und dabei liebe ich ja Vorgeschichten, aber mit dieser Vorgeschichte werde ich nachwievor nicht ganz warm, auch wenn wir uns mittlerweile auf Jedha befinden. Ein neuer Wüstenplanet. Irgendwie werden die Wüstenplaneten langsam echt inflationär hier bei StarWars.

12stern2Ich bin fast ein bisschen entzückt, als Cornelius Evazan und sein bester Freund Bonda Baba ins Bild stolpern. ‘Ich bin auf 12 Sternen zum Tode verurteilt.’ höre ich obwohl er es nur halb sagt. Erst später als Jedha City von einem Todesblitzstrahltest vom Todesstern unwiderruflich zerstört wird, wird mir klar, dass es mal wieder storytechnischer Blödsinn war, die beiden auf Jedha auftauchen zu lassen.

Natürlich konnten die beiden noch überaus rechtzeitig wieder von Jedha verschwinden, weil sie ja eine neue Hoffnung später im Herzen von Mos Eisley in Chalmuns Cantina auf den Naturburschen Luke Skywalker treffen. Wo manche 40 Jahre warten müssen, schaffen die beiden den Lichtsprung in weniger als 12 parsec.

blinder2Baze Malbus und sein Blinder Freund Chirrut Îmwe. Der Blinde sieht wesentlich mehr, als ich den ganzen Film lang, aber ich wünschte ich wäre jetzt taub, weil ungefähr nach 30 Sekunden geht mir seine: ’Die Macht ist mit mir. Ich bin eins mit der Macht!’ Litanei ganz hart auf den Zeiger.

Aber cool waren sie halt schon, auch wenn Malbus ein Bisschen so aussah, wie ein Exfreund von mir, den ich auch schon seit Lichtjahren nicht mehr gesehen habe und der im Nachhinein seine Beteiligung an diesem Film vehement abstreitet.

Darth Vader sein Häuschen auf dem Vulkan hat mir sehr gut gefallen. Hab schon mit meinem Immobilienmakler gesprochen, der sucht mir ein ähnliches Objekt. Der Architekt von Darth Vaders Castle hat wohl zu viel Herr der Ringe gesehen, die Lavahütte erinnert mich an Barad-dûr. Nur dass kein Auge auf dem Dach ist, die Form irgendwie auch nicht an einen Turm erinnert und keine Orks unten rumhüpfen. Aber dafür fließt unten ganz viel Lava aus dem Gulli. Der Pool ist immer beheizt, nur mit der Klimaanlage gibts da so manche Probleme, ja und mit dem W-Lan. Und ein Postfach sollte man sich zulegen, weil der Postbote immer die Pakete vor die Tür legt und schwups ist der Inhalt des Adventskalenders mit samt dem Plastik aus der Packung geflossen.

Scherz beiseite, jetzt wird es sehr ernst. Was wir mit dem Darth Vader schon alles mitmachen mussten, ja alles was uns die Filmemacher so antaten. Aber wir lieben ihn immer noch. Weil die dunkle Seite ohne Darth Vader kann und will sich keiner vorstellen. Aber jetzt reichts mir langsam. Wir haben den kleinen Anakin überlebt, der war ja anfangs noch ganz niedlich, aber später dann wurde der liebenswürdige Ani einfach nur eine abartig eifersüchtige Zicke. ‘Er lässt mich nicht vorankommen…mimimi!’

Dann fällt der Jammerlappen endlich in den Vulkan, ja später hat er sich dann sein Haus drauf gebaut. Aber das mal nur so am Rande. Jeder hat eine Vorgeschichte und jeder hat Jugendsünden. Aber die ‘Ich war jung und brauchte das Geld, weil mir sind die Pläne vom Todesstern abhanden gekommen!’-Ausrede kann bitte einfach nicht sein.

Ernsthaft, als er den schwarzglänzenden Verbindungsgang zu diesem Arschkriecher hin läuft, wie als hätte ihm die Heidi ganz genau erklärt, wie man das macht, kann der findige Zuschauer ganz genau seinen leicht homosexuellen Hüftschwung sehen. Meine Fresse, Darth Vader hat einen Stock im Arsch, der kann keinen Hüftschwung haben. Himmel was können die eigentlich.

Endlich ist der Darth Vader geboren, nachdem wir die pubertierende Zicke in der Episode 2 und 3 echt schon viel zu lange ertragen mussten. Und bevor er so richtig böse wird, hatte er ja noch einen Auftritt bei Imperial next Topmodel, oder wie?  

Meine Fresse, wenn der Film in meinen Augen bis auf wenige Einzelheiten (hier Fett-Schrift gekennzeichnet!) schon ein wahrliches Fiasko war, schlägt die Laufstegnummer von Darth Vader dem Fass wirklich den Boden aus und ich bin erst bei der Hälfte des Filmes.

k22Ein kleiner Lichtblick: K-2SO. Das ist der Droide, den ich immer suchte. K-2SO ist der erste nichtnervige Sidekick und Roboter, danke für diesen eifersüchtigen Klugscheißer. Ich liebe ihn. Und die Sprüche von ihm. Wahnsinn. Danke.

Wir wechseln die Planeten heute wie Unterwäsche und sind nun auf einem stürmischen verregneten Moon 44 ähm Eadu. Ich bin im Kino leicht abgedriftet in einem meiner Jugendträume. Ich wäre damals gerne die einzige Frau auf Moon 44 gewesen. Naja egal.

Und schon geht es ab nach Dubai ähm Scarif. Das Himmelsfahrtskommando gegen den imperialen Vorratsdatenspeicher. Der Plot auf Scarif ist ziemlich einfach. Ich langweile euch auch nicht mit technischen Fragen über diese langsam verschließbare Schutzschildtür im Weltall, sonst machen die drogensüchtigen Drehbuchautoren von Walt Disney noch einen Dreiteiler daraus. Dieses Schutzschildtor im Weltall erinnert mich hart an Spaceballs und an die List mit der Weltraumputze.

himmelfUnd über die Tatsache, dass niemand reinkommt oder rauskommt und kein Signal durchkommt, aber mit der Zuhilfenahme eines 500 Meter langen WLan-Kabels, das natürlich im falschen Moment zu kurz zu sein scheint und dem im wahrsten Sinne des Wortes PlotHebel mit dem blinkenden Aufkleber ‘Bitte hier ziehen!’ kann das Signal über das ImperialNet auch von den Rebellen durch die geschlossene Schutzschildtür empfangen werden. Und eine Sekunde später ballern die Rebellen einen Sternenzerstörer durch die ominöse Schutzschildtür. Ja, genau. Jetzt weiß ich auch, warum immer alle sagen, dass meine Plots zu kompliziert sind, wenn uns das MainstreamKino immer so eine billige Scheiße vorsetzt, um die Hirne der OttoNormalZuschauer möglichst klein zu halten.

Aber wer braucht schon einen stimmigen Plot, wenn es doch um ein Himmelfahrtskommando geht. Hunde wollt ihr ewig leben? Und das bei ‘Und wenn sie nicht gestorben sind’-Walt Disney, dann sitzen sie noch immer am Strand und warten auf den vom Blitzstrahl des vom Todesstern verursachten Tsunami.

Als Actionfilm außerhalb vom StarWars-Universum hätte das Himmelsfahrtskommando echt super funktionieren können, aber dafür haben mir die coolen Sprüche ein wenig gefehlt. Ansich war es wortloses Vieh, das zur Schlachtbank im Paradies getrieben wurde. Schade, Schade, da hätte man wesentlich mehr draus machen können.

Kurz vor dem Ende, bekommt Darth Vader nochmal einen Auftritt und dabei zückt er sein Laserschwert und was macht er in den ersten 3 Sekunden Kampf? Er fuchtelt. Erst der Hüftschwung und dann fuchtelt er auch noch. Schwul.

Mit Tränen in den Augen, weine ich eine Träne nach der Anderen dem einst so männlichen Darth Vader nach, was mich beinahe die Computeranimationsverfehlungen von der tarkinschen Ausgemergeltheit für einen viel zu kleinen Moment vergessen lässt, als Leia ins Bild kommt. Nein tue es nicht, aber es ist zu spät, sie hatte sich schon umgedreht. Das Bild hat sich für immer in meine Netzhaut eingebrannt und damit alle guten Bilder mit Carrie Fisher einfach mit in ein digitales Grab gerissen. Ich sag da jetzt einfach nichts mehr dazu, außer Ruhe in Frieden, geliebte Leia! Du weißt, wir lieben dich!

Ich dachte, das könnten die von Walt Disney besser. Muss ich jetzt etwa darauf warten, bis Walt Disney von Dreamworks aufgekauft wird und sie dann eine neue überarbeitete Edition rausbringen. Naja, in der Geschichte wiederholt sich ja vieles, vielleicht gibts diesen Film ja in 20 Jahren neu überarbeitet.

Schade finde ich halt, dass die ganzen Märchenwelten von Rogue One irgendwie auch auf der Erde hätte sein können, wo man in der Episode 4 bis 6 zum Beispiel mit viel Mühe Pferde zu Banthas verwandelt hat und mit ein Paar phantasmagorischen Zähnen im Wüstensand einen unglaublichen Mythos erschaffen hat und auch wenn die Macher von Episode 1 bis 3 für die nervige Darstellung der Gungan eigentlich unter unvorstellbaren Qualen die nächsten 1000 Jahre langsam verdaut werden sollten, waren halt alle bisherigen Welten ganz schön anders und bei uns auf der schnöden alten Erde bestimmt nicht zu finden.

Was mir bei diesem Film leider sehr missfallen ist, dass die Aliens leider nur nettes Beiwerk waren, die meist in der 3Dschen Unschärfe verloren gegangen sind. Schade, Schade, selbst die Episode 7 hat die alten Filme nicht versucht mit Füßen zu treten, auch wenn Han Solo drauf gehen musste.

So schaue ich Erwachen der Macht und schreibe die Kritik zu Rogue One und nie lagen Zuneigung und Abneigung so nahe beieinander, bei einer Nerdsache, die ich eigentlich so abgöttisch liebe. Mit Rogue One stirbt leider meine letzte Hoffnung nach 40 Jahren StarWars und bitte inständig darum, dass die Episode 8 bitte an das Erwachen der Macht anknüpft. Weil mir hat das Erwachen der Macht wirklich sehr gut gefallen und dieser Wahnsinns 7. Teil hat mich für die Episode 2 und Teile der Episode 3 eigentlich auf Lebenszeit entschädigt. Und dann kam Rogue One. Danke auch und ich verbleibe.

Fazit: Meine Neue Hoffnung ist die Episode 8 und das Dreamworks endlich Walt Disney aufkauft und ich eine neue überarbeitete Version von Rogue One kaufen kann.

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Der Klaus Kinski Award bleibt bei mir und ich poliere ihne, bis Episode 8 und hoffe dass Kylo Ren sein kinskieskes Erbe antritt.

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rrr:  Ein kleines rrr für das Scarif Himmelfahrtskommando, vielleicht macht ja mal einer ein Remake als reiner Actionblockbuster mit coolen Sprüchen aus den 80ger Jahren. Gerne auch mit den gleichen Schauspielern, die haben sich eigentlich schon wacker geschlagen.

Bitte: Zeigt die junge Leia nächstes Mal einfach nur von hinten.

Merke: Darth Vader hat keinen Hüftschwung und fuchtelt auch nicht mit seinem Lichtschwert wie der gestiefelte Kater auf Drogen.hair

Anmerkung: Bringt das 500 Meter WLan-Kabel zurück in die Bundeslade, sonst weint der Giorgio A. Tsoukalos und rauft sich seine Haare…

Danke: Ich hab meine Roboterphobie überwunden, weil ich hab mich in den Droiden K-2SO verliebt. Zum Glück ist er verstorben, weil ich weiß nicht wie ich das meinem Mann erklären hätte sollen.

Aufruf: Würde mich gerne mit einem NerdIngenieur über diese Schutzschildtür unterhalten.

P.S. Ich muss mir den Film immer noch auf 2D ansehen. Habe ich bis heute nicht getan…

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