Bei Hempels unterm Sofa – Far away from Boandlkirch

Bei Hempels unterm Sofa – Far away from Boandlkirch

nebelEs traf sie fast der Schlag, als sie mit Toni ihre Wohnung betrat. Es stank nach Bier, Rauch und Schlimmeren. Unmengen an Pfandflaschen standen in der Küche herum. Die Spülmaschine blinkte wild vor sich hin und das Geschirr stapelte sich in der Spüle. Auf dem Herd stand ein Topf mit irgendwas Undefinierbaren. Das Wohnzimmer war nur halb so schlimm verwüstet, wie sie gedacht hatte. Die Zimmer von den Jungs waren zwar verschlossen gewesen, aber sie betätigte einen Türcode und ging in ihre Zimmer.

‘Das geht ja noch!’ zischte sie grimmig hervor.

‘Vielleicht solltest du sie doch übers Knie legen.’ meinte Toni, der stumm hinter ihr hergegangen war.

‘Ja, ich schau noch schnell in mein Zimmer.’ rief sie und verschwand in einem ebenfalls verschlossenen Raum, der nur durch einen Türcode zu öffnen war.

‘Was machst du eigentlich, wenn du die Türcodes vergisst?’ fragte Toni, der ihr neugierig gefolgt war.

‘Ich kann mir ziemlich viel merken, bei den Jungs ist es das Geburtsdatum und bei mir ist es…. dir kann ichs ja sagen… 1967! Da kommen sie nie drauf!’

Er riskierte einen Blick in ihr Reich, ein völlig chaotisches Arbeitszimmer mit viel Papier, einem überfüllten Schreibtisch und einem kleinem Sofa sprang ihm regelrecht ins Auge. Ihm stolperte eine Bemerkung heraus: ‘Du schläfst in deinem Arbeitszimmer auf dem Sofa?’

‘Ja, nein! Komm mal mit!’ stammelte sie verlegen und ging durch den Raum und wies ihm den Weg bevor sie fortfuhr. ‘Links ist mein Badezimmer und rechts ist mein Schlafgemach und nun auf ans Werk!’

Sie machte kehrt und lief ins Wohnzimmer zurück. Im Anschluss putzten sie die Wohnung und als sie mit den letzten Müllsäcken zum Müllhäuschen gingen, dämmerte es bereits.

Als sie wieder ihre Wohnung betraten, flüsterte sie: ‚Ich fühl mich so schmutzig.‘

‚Das liegt ja hoffentlich nicht an mir?‘ fragte Toni und blickte sie mit einem Grinsen im Gesicht an.

‚Nicht, wenn du mir den Rücken schrubbst.‘ grinste sie, zog sich langsam aus und lies ein Kleidungsstück nach dem Anderen auf dem Weg in ihr Badezimmer fallen. Er folgte ihr und sammelte dabei ihre Sachen ein.

Als er das Badezimmer betrat, lies er die Sachen einfach fallen, als er sie sah, wie sie gerade die Duschkabine betrat. Mit offen stehenden Mund beobachtete er sie und als es ihm gewahr wurde, das er ihren Hintern angestarrt hatte, schloss sich für einen Moment die Glastür. Fassungslos blickte er einen Moment auf die Milchglasscheibe der Duschkabine, bis er sich langsam rührte und begann sein Hemd aufzuknöpfen.

Neugierig öffnete sie die Glastüre wieder und setzte zu einer Frage an, die ihr aber tonlos von den Lippen purzelte. Er hatte gerade genüsslich seine Hose geöffnet und sie zu Boden gleiten lassen. Das Nichtvorhandensein jeglicher Unterwäsche brachte sie zum Strahlen.

Einem Moment später stand er mit ihr unter der Dusche. Sein männlicher Duft betörte sie noch einen Moment, bevor sein Duft vom Wasser fortgespült wurde.

Langsam drängte er sie an die rückwärtigen Fliesen und küsste sie hart und unnachgiebig.

Ihre Knie sackten ihr weg, doch er hielt sie fest mit seinem Körper gegen die Wand gedrückt, während seine Hände an ihrem Körper herabglitten. Als seine Zunge tief in ihren Mund stieß, wanderten seine Finger zwischen ihren Beine. Ihr sachtes Stöhnen begleitete sein Eindringen und er spürte ihre Erregung.

Sie konnte seinen Schwanz spüren, wie er immer härter wurde, während ihre Knie den Dienst völlig aufgaben. Mit einem kessen Blick fixierte sie ihn einen Moment, griff nach seiner Männlichkeit und ließ sich ganz langsam auf die Knie sinken.

Und als sie im nächsten Moment den Mund über seine Schwanzspitze stülpte, bekam er weiche Knie.

Sie saugte genauso unnachgiebig an seinem Schwanz, wie er sie vorhin geküsst hatte.

Irgendwann blickte sie ihn nochmal an, bevor sie seinen Penis genüsslich in ihre Kehle gleiten ließ. In dem Moment als ihre Unterlippe seine Hoden berührte, wich er zurück und entzog ihr langsam seinen zum Bersten gespannten Schafft.

Sie blickte ihn ziemlich beleidigt an, wie ein Mädchen, dem man ihr liebstes Spielzeug weggenommen hatte. Doch er ließ sich von ihrem Blick nicht irritieren, zog sie sachte zu sich hoch und stellte das Wasser ab.

Er packte ihre Hand und zerrte sie regelrecht aus der Dusche.

An der Tür nahm er sie hoch und presste sie dagegen. Sie klammerte sich an der Türklinke fest, während zwei Finger in sie glitten und ihren Versuch unterbrach die Türe öffnen zu wollen. Den Moment ihrer Unachtsamkeit nutzte er schamlos aus. Er zog seine Finger heraus, packte ihren Hintern und griff mit seiner anderen Hand seinen steifen Schwanz und drängte ihn langsam in sie hinein. Ihre Feuchtigkeit umfing seine Eichel und befürchtete dem Wahnsinn anheim zu fallen.

Der Mechanismus der Türklinke wurde durch ihre zitternde Hand ausgelöst, doch durch seinen erneuten Vorstoß presste er sie gegen die Tür, die dadurch gleich wieder in Schloss gedrückt wurde. Die nächsten Stöße brachten sie derart zum Quietschen, das er nun doch vorzog die Tür zu öffnen und mit ihr zusammen durch die Tür zu straucheln. Kaum hatte sie ein bisschen Bewegungsfreiheit, bewegte sie ihren Hintern und er musste sie einen Moment auf dem Schreibtisch absetzen, um ihr seinen Hammer weiter in den Leib zu treiben.

Sie schrie und konnte sich kaum artikulieren: ‚Bitte….bitte…nicht!

Er stöhnte ein: ‚Was?‘ und ließ ihr einen Moment.

‚Nicht auf dem Schreibtisch!‘ keuchte sie.

Er hob eine Augenbraue hoch, um sie skeptisch anzublicken und zog ganz langsam seinen Schwanz aus ihr. Schwer atmend schritt er zurück, ging ein paar Schritte und setzte sich langsam aufs Sofa.

Fortsetzung folgt in Bei Hempels auf dem Sofa – Far away from Boandlkirch

Advertisements

Far, Far away from Boandlkirch

Far, Far away from Boandlkirch

nebelNach der Erledigung des Papierkram ging Toni mit Emma durch seine Werkstatthalle zu einer kleinen angebauten Garage.

‘Dann machen wir mal eine kleine Spritztour!’ rief er, machte eine einladende Geste und lies sie in die Garage eintreten.

‘Man gönnt sich ja sonst nichts?’ meinte sie, blieb vor dem Wagen stehen, der sich in der Garage befand und sprach erst weiter, als sie mit den Fingern sachte über die Motorhaube strich. ‘Ist das ein 67ger Chevy Impala?’

‘Da kennt sich aber jemand aus?’ rief Toni erstaunt und öffnete ihr die Tür.

‘Naja, die Kinder schauen immer Supernatural und da schnappt man Einiges auf!’ erklärte sie und stieg ein.

‘Du lässt deine Kinder Supernatural schauen?’ fragte er, als er neben ihr Platz nahm.

‘Die Älteren bei uns im Heim dürfen des schon.’

‘Na dann!’ rief er, klappte die Sonnenblende runter, holte eine kleine Fernbedienung hervor und drückte einen Knopf. Das Garagentor ging auf.

‘Du weißt, wo du hin musst?!’ fragte sie, als er den Wagen gestartet hatte. Das Röhren des Motors verschluckte ihre Frage fast.

‘Ja, des ist in Moosach, gell!’ schrie er gegen den Lärm an und fuhr den Wagen aus der Garage. Er stellte den Radio an und leise Musik passend zum Flair des Autos erklang. Sie nickte nur und seufzte leise. Er hatte es nicht gehört, las aber ihren Gesichtsausdruck.

‘Wie kann ich dich aufmuntern?’

‘Ach, ich bin auf das Tohuwabohu gespannt, dass mich zu Hause erwartet.’

‘Ich kann dir ja helfen, hab erst morgen früh wieder Schicht!’

‘Danke. Ich weiß gar nicht wie ich mich für deine Hilfe revanchieren kann.’

‘Lass uns die Tage mal Essen gehen!’

‘Ich zahle!’ grinste sie ihn an.

‘Mal sehen!’ meinte er und griff während der Fahrt nach ihrer Hand. Sie lehnte sich an seinen Arm und wies ihm ab und zu den Weg. Ansonsten blickte sie verträumt übers Armaturenbrett hinweg auf die Straße.

‘Da vorne rechts rein!’ unterbrach sie die Stille und zeigte auf eine Hofeinfahrt.

‘Yes, Ma’am!’ rief er, blinkte und steuerte seinen Wagen in eine Einfahrt und blieb dann vor einem riesigen Tor stehen. Auf der Höhe des Seitenfensters stand zwischen zwei Büschen versteckt eine Säule, in der eine Konsole eingelassen war. Sie zog grinsend ihren Schlüssel aus der Handtasche und machte eine kurbelnde Handbewegung.

‘Das ist ja wie bei James Bond!’ meinte Toni, während er das Fenster runter kurbelte und sie neugierig an blickte. Sie drehte sich schmunzeln zu ihm um und beugte sich zu ihm rüber, bis ihre Nasenspitzen sich fast berührten.

‘Nennen Sie mich Rider, Honey Rider!’ flüsterte sie ihm zu und dabei berührten ihre Lippen für einen flüchtigen Moment seine Nasenspitze.

Dann kniete sie sich auf den Sitz und beugte sich über ihn aus dem Fenster, um mit dem Schlüssel das Schloss an der Konsole aufzusperren, dann gab sie ein paar Zahlen auf dem Nummernfeld ein, während er mit seiner Nase ihren Pulli zur Seite schob, um ihr sachte in die Seite zu beißen.

Sie kicherte, doch da das Tor bereits nach innen aufging, packte er ihren Hintern und zog sie auf seinen Schoss, damit er aus der Windschutzscheibe schauen konnte.

‘Wo soll es hingehen?’ wollte er wissen.

‘Zu den Garagen zwischen den beiden Häusern.’ lachte sie ihn an. Zappelnd versuchte sie sich aus seinem Griff zu befreien, doch er fuhr bereits die Auffahrt hoch, bis zu den Garagentoren, die auf einen Knopfdruck ihrerseits, ebenfalls aufglitten.

‘Eins muss man unserem Hausmeister ja lassen, mit so technischen Spielereien kennt er sich aus.’ meinte sie, als sie sich endlich aus seinen Fängen befreit hatte.

‘Hausmeister?!’ fragte Toni und fuhr seinen Wagen langsam in die Garage.

‘Ja, der hatte auch Urlaub und holt die Kinder morgen früh von der Freizeit ab.’ erzählte sie, öffnete die Tür und stieg langsam aus dem Wagen. Plötzlich stand ein Mann neben ihr und sie erschrak.

‘Da sind Sie ja!’ riefen beide und Emma musste sich ans Herz fassen. ‘Haben Sie mich erschreckt.’

‘Wo waren Sie denn?’ fragte der älterer Herr, hatte allerdings nur Augen für den Wagen.

‘Mei, Herr Kimmelmann, ich hatte eine Autopanne und Herr Berger hier, hat mich gerettet.’

Toni war bereits aus dem Auto ausgestiegen und um seinen Wagen gegangen. ‘Habe die Ehre, Herr Kimmelmann. Ich bin Anton Berger, Abschleppunternehmen mit Kfz-Aufbearbeitung!’ Die beiden Männer schüttelten sich die Hände und blickten gleichzeitig auf den Wagen.

‘Ja, mit so einem Wagen, wird sich so mancher Hase abschleppen lassen.’ sprach er recht verträumt, zog ein weiches Leder aus seiner Hosentasche und ging damit liebevoll über den Lack.

‘Herr Kimmelmann!’ rief Emma empört.

‘Wenn das Auto reden könnte, könnte er uns bestimmt so manche Geschichte erzählen?’ zischte Herr Kimmelmann dem Wagen zu.

‘Keine Ahnung, ich hab den Wagen von einer älteren Damen gekauft, die hat ihn unter einer Plane im Schuppen ihres verstorbenen Mannes gefunden und ich hab ihn dann hergerichtet.’

‘Saubere Arbeit!’ meinte der Hausmeister anerkennend. ‘Und was ist mit’m Franzaken?’

‘Herr Kimmelmann!’ meinte Emma wieder empört, aber sie schien für die beiden Männer irgendwie wie Luft zu sein.

‘Ja, der ist ganz schön im Eimer!’ meinte Toni. ‘Aber des kriegen wir schon wieder hin.’

‘Wann kamen sie denn eigentlich wieder?’ fragte sie den Hausmeister.

‘Ich bin vor ner Stunde erst wieder gekommen, ich stand im Stau!’

‘Ach, war irgendwas hier!?’

‘Nichts Verdächtiges!’ meinte er und fragte dann. ‘Warum?’

‘Anscheinend sind meine Brüder schon ausgeflogen?!’

‘Ich hab sie jedenfalls nicht gesehen, aber im Haupthaus ist alles in Ordnung, wenn Sie des meinen?’

‘Dann gehen wir mal rein.’ meinte sie zuversichtlich.

Fortsetzung folgt in Bei Hempels unterm Sofa – Far away from Boandlkirch

Frühstück beim Berger von Boandlkirch

Frühstück beim Berger von Boandlkirch

nebel‘Tee oder Kaffee!’ fragte Frau Berger.

‘Tee, wenns keine Umstände macht.’ meinte Emma.

‘Nein, ich hab eh schwarzen Tee gemacht, für ihr Auge!’ meinte Frau Berger. ‘Das ist für die Schwellung!’

‘Ach ja, ich hab gestern unverhofft den Airback geküsst!’ meinte Emma und tastete über ihr Gesicht. ‘Ist es arg geschwollen, ich hab grad gar nicht in den Spiegel geschaut vorhin!’

Frau Berger legte ihr einen Teller hin, auf dem ein paar nasse Teebeutel lagen. ‘Das ist ein altes Hausmittel, einfach auf die Schwellung legen, das wirkt Wunder!’

‘Das ist ja super, kann man das auch bei Kindern machen?’ fragte Emma und legte sich einen Teebeutel aufs Auge.

‘Kinder!?’ fragte Frau Berger mit einer extrem hochgezogenen Augenbraue, die Emma gerade nicht sehen konnte, weil sie ja den Teebeutel auf dem Auge hatte und das andere Auge geschlossen war.

‘Ja, meine Kinder hauen sich immer gegenseitig die Köpfe ein!’ meinte Emma und blickte erst Frau Berger wieder an, als diese nach Luft schnappte.

‘Nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Ich bin ledig, aber ich arbeite für eine Stiftung die ein Kinderheim betreibt.’

‘Ein Kinderheim!?’ fragte Frau Berger etwas beruhigt, aber keineswegs erleichtert.

‘Ja, mein Opa hat eine Stiftung gegründet für benachteiligte Kinder, nachdem er sich sein ganzes Leben um mich und meine drei missratenen Brüder kümmern musste. Wir haben vorallem Waisen und Kinder aus schwierigen Verhältnissen, die vom Jugendamt weggeholt wurden. Die Kinder sind gerade in den Herbstferien auf einer Hütte ohne Strom mitten im Wald und da kam ich gestern gerade her, als ich die Panne hatte!’

Toni stand in der Küchentür und hob ihre Handtasche in den Raum, als wäre es eine Bombe, die jeden Moment hochgehen könnte. ‘Deine Handtasche vibriert!’

‘Ach du Scheiße! Des wird mein schwindliger Bruder sein!’ rief sie und sprang auf, tauchte im nächsten Augenblick mit der Hand in die Handtasche und zog sogleich ihr Handy heraus. Leicht genervt ging sie dran, während sie hörte wer dran war, ging sie ins Wohnzimmer.

‘Wie, du bist noch nicht losgefahren? Eberhard, nicht dass du gegen deine Auflagen verstößt, wenn du dir die Birne volllaufen lässt, du kümmerst dich einen Scheiß darum was mit mir ist! Du hast die SMS nicht gekriegt, ja genau! Ist schon gut, ich fahr mit dem Taxi, der Opa hat’s ja! Und mach dich drauf gefasst, dass ich jeden von euch drei eigenhändig übers Knie legen werde, wenn ich zu hause bin, dafür seit ihr mir noch nicht zu alt. Es kann ja wohl nicht sein, dass ich mal einen Tag nicht da bin und ihr tanzt mir sogar in meiner Abwesenheit auf der Nase rum. Schau, bloß dass das Haus sauber ist, wenn die Kinder morgen früh kommen, will ich von eurer Scheiße nichts mehr sehen.’ Sie legte auf und tippte auf dem Handy herum. ‘Schon mal was von Sendebestätigung gehört!’ flüsterte sie und musste sich erstmal setzen.

Toni war in der Tür erschienen und blickte zu ihr rüber. Ihre Hände zitterten und sie pumpte wie ein Maikäfer.

‘Ich kann dich nachher auch fahren!’ meinte er ganz ruhig. ‘Wir müssen nur noch ein bisschen Papierkram machen, wegen dem Schaden!’

‘Und vorher wird gefrühstückt!’ konnte sie Frau Berger in der Küche hören.

Sie stand auf und wischte sich die Tränen aus den Augen, dann bewegte sie sich ganz langsam zu Toni hinüber und als sie in seiner Nähe angekommen war, sackten wieder ihre Knie weg. Er fing sie umgehend auf und setzte sie auf der Eckbank ab, wo sie gleich wieder zu sich kam.

‘Glauben Sie einer alten Frau, Sie dürfen sich nicht so aufregen!’ meinte Frau Berger, die ihr gerade etwas einflößte. ‘Und für alles Andere gibt es Klosterfrau Melissengeist!’

‘Ich erinnere dich das nächste Mal daran, wenn du dich wieder aufregst!’ meinte Toni zu seiner Mutter.

Emma atmete erstickt ein und musste husten. Frau Berger hielt ihr eine Teetasse hin.

Als sie wieder bei Atem war, stammelte sie: ‘Tut mir Leid, dass ich solche Umstände mache!’

‘Das ist doch kein Problem, des gehört ja quasi zum Service!’ grinste Toni und seine Mutter fiel ihm ins Wort.

‘Ja, und er macht das gerne, gell!’ meinte sie, blickte auf die Uhr. ‘Mei, ich muss zum Frühschoppen!’

Sie sprang vom Tisch auf und meinte: ‘Du kümmerst dich um das Frl. Emma!’

Und schon war sie wieder verschwunden, der Hund trottete ihr hinterher.

‘Ich hab dich auch lieb, Sputnik!’ meinte Toni schnippisch.

‘Du liebst diesen Hund!’ meinte Emma und grinste ihn an.

‘Ja und er behandelt mich wie den letzten Dreck!’

Beide mussten lachen und als er endlich die Eingangstür zufallen hörte, nahm er sie in den Arm und küsste sie.


Fortsetzung folgt in Far, Far away from Boandlkirch

Morgenstund hat Gold im Mund in Boandlkirch

Morgenstund hat Gold im Mund in Boandlkirch

nebelAm nächsten Morgen wurde er wach. Er lag auf dem Sofa. Emma lag in seinen Armen und irgendwie lag sie auch auf seiner Morgenlatte. Plötzlich hörte er die Eingangstür knarren und er hörte einen Schlüssel klingeln. Von einem Moment zum Anderen war er hellwach, er sprang vom Sofa und zischte: ‘Oh Shit, meine Mutter holt ihren Köter ab!’

Sie wäre fast mit vom Sofa gepurzelt und fragte ihn bestürzt, noch bevor sie ihre Augen aufmachte, oder sich strecken konnte: ‘Das ist gar nicht Deiner?’

Während sie sich gemütlich streckte, starrte er auf ihre nackten Brüste und stammelte: ‘Du solltest dir was anziehen.’ Er konnte hören, wie seine Mutter behäbig die Stufen hochschritt.

Emma blickte wie gebannt auf ihn und sein Gemächt, das genau auf ihrer Gesichtshöhe auf Halbmast stand und grinste: ‘Ähm, Toni! Du auch!’

Er blickte ganz langsam nach unten und erstarrte: ‘Ach du Sch….!’ Er bückte sich und schlüpfte in seine Jogginghose, die auf dem Boden lag, während sie das zerknüllte Hemd anzog, machte sie sich eigentlich nur Gedanken, wo ihr Schlüpfer geblieben war.

‘Einen wunderschönen Guten Morgen, mein Sonnenschein!’ hörten sie eine fröhliche Stimme trällern. ‚Morgenstund hat Gold im Mund!‘

‘Sag bloß du hast die Socken an gelassen!’ zischte Emma ihm zu und streckte ihre Hand nach ihrem BH aus, der vor seinen Füßen auf dem Boden lag. Blitzschnell hob er ihn auf und flüsterte geheimnistuerisch: ‘Ich mach mir da grad um ganz andere Sachen sorgen!’

Er blickte sich verwirrt im Raum um und ging durchs Zimmer, hängte den BH zu den anderen Sachen und schon stand seine Mutter am Treppenabsatz, sie hatte eine Einkaufstasche in der Hand und blickte ihn genervt an: ‘Das du nie die Tür zu sperrst. Irgendwann wirst du noch ausgeraubt!’ meinte sie schnippisch, wurde dann aber freundlicher. ‘Ich hab dir Frühstück gebracht, wo ist mein Kleiner?!’

‘Morgen… Mamma, mich klaut schon keiner! Deinem Kleinen gings heute Nacht um 3 noch ziemlich gut und ähm… darf ich dir Fräulein Emma vorstellen! Sie hatte gestern Nacht eine Reifenpanne!’

Emma war mittlerweile aufgestanden und hatte den Raum durchquert, um seiner Mutter die Hand hinzustrecken. ‘Emma Müller ist mein Name und ihr Sohn ist ein Held, er hat mich gestern Nacht vor dem Erfrieren gerettet.’

Sie hatte eine Hand auf dem Rücken und in der Hand hatte sie ihren Schlüpfer versteckt und sie betete inständig, dass keiner bemerken würde, dass sie nichts drunter hatte.

‘Maria Berger, ich bin seine Mama… Und hat es hier auch so geschneit?!’ trällerte seine Mutter und schüttelte Emmas Hand übertrieben lange, um sich gleichzeitig im Raum umzusehen. Ihr Blick, mit dem sie ihren Sohn strafte, sagte mehr als tausend Worte: ‘Das’dich net schammst, hättest ja aufräumen können!’

‘Ja, und des war reiner Zufall, dass ich Emma gefunden hab, weil die Leitung wahr völlig überlastet… eine Panne nach der Anderen…!’ plapperte Toni, bis ihm nichts mehr einfiel.

‘Und mein Akku war alle, ich bin beim ADAC gar nicht durchgekommen!’ sprang Emma ein.

‘Ja, Glück im Unglück, würd ich da mal sagen und gut, dass ich gleich ein Bissel mehr eingekauft habe!’ meinte seine Mutter und ging in die Küche. ‘Wo ist denn mein Schatzerl?!’

Er warf einen prüfenden Blick in die Küche, Sputnik war gerade aufgesprungen und zu seinem Frauchen gelaufen.

Emma ging verwirrt Richtung Badezimmer. Toni folgte ihr mit den Worten, die er übertrieben laut sprach: ‘Warte, ich leg dir ein Handtuch raus.’

Sie tapste ins Bad, er folgte ihr auf dem Fuße und schloss gleich die Tür, als sie beide im Bad verschwunden waren.

‘Was genau haben wir gemacht?’ fragte er völlig aufgelöst.

Sie grinste ziemlich blöd und wickelte das Höschen auseinander und legte eine aufgerissene Kondomhülle frei. ‘Zumindest haben wir verhütet!’

‘Aber wo ist das Kondom?’ fragte er und blickte sicherheitshalber in seine Hose.

‘Gott, du bist so süß!’ meinte sie und grinste ihn an.

‘Ich geh besser mal das Kondom suchen, nicht das der Köter es noch erwischt!’

Sie zuckte mit den Armen und knöpfte das Hemd auf. ‘Magst du mir meine Handtasche und meinen BH bringen. Und meine Hose, wenn sie schon trocken ist?’

‘Ich komm mir grad vor, als wäre ich wieder 16…!’ meinte er, ging nochmal einen Schritt auf sie zu und zögerte dann einen Moment, bevor er sie in den Arm nahm und einfach küsste.

Sie erwiderte den Kuss und lies sich von ihm dabei ein Wenig hochheben.

‘Ich hab keine Ahnung was wir gestern getrieben haben…!’ meinte er, als er sie wieder abgesetzt hatte. ‘Aber, ich hoffe, ich hab dir nicht wehgetan, oder so?!’

‘Kein Sorge, ich halt schon was aus.’

Er drehte sich um und sie konnte einige Kratzspuren auf seinem Rücken erkennen.

‘Anscheinend hab ich mich gewehrt, du hast Kratzspuren auf dem Rücken.’

‘Also war es gut?’ fragte er spitzbübisch und drehte sich nochmal zu ihr um.

‘Das müssten wir nochmal nachstellen!’ meinte sie bierernst und fing dann zu lachen an.

Er bückte sich nach dem Pulli, von gestern Nacht und zog ihn an. ‘Meine Mutter ist vom CSI Boandlkirch und morgen stehts dann in der Zeitung!’

Er ging kopfschüttelnd aus dem Bad und sie setzte sich verstört auf die Toilette.

Draußen stand schon seine Mutter und blickte ihn endnervt an: ‘Hast du eine Ersatzzahnbürste für die junge Dame!’

‘Ja, geb ich ihr gleich, sie braucht ihre Handtasche….!’ meinte er und lief zum Sofa hinüber und hob die Handtasche auf und ging dann zum Kachelofen und zog die Klamotten von der Holzstange.

‘Die Hosn g’hert ausbürstelt!’ meinte seine Mutter wieder in ihrem schnippischen Ton. Er kam wieder zu ihr zurück und drückte ihr die Hose in die Hand.

‘Vergiss die Zahnbürste nicht!’ rief sie ihm hinterher.

‘Ja Mamma!’ meinte er und ging wieder zum Bad und klopfte kopfschüttelnd an der Tür.

‘Komm rein!’ konnte er von drinnen hören.

Er ging vorsichtig hinein, und sah Emma nackt, wie sie gerade in die Dusche steigen wollte. Sie lächelte ihn an und er griff blind in eine Schublade, ohne jedoch den Blick von ihrem Körper zu wenden und zog eine noch verpackte Zahnbürste heraus, um sie an den Waschbeckenrand zu legen.

‘Und!?’ fragte sie.

‘Keine Spur!’ meinte er.

‘Ich habs auch nicht!’ sagte sie in einem strengen Ton und zog dabei eine Augenbraue hoch.

Er blickte sie lange an und man konnte seine Gedanken rattern hören, bevor man den Anflug von Schamesröte in seinem Gesicht erblicken konnte, drehte er sich zum Müllereimer und blickte hinein.

‘Nichts… hm!’ meinte er und legte die Handtasche auf den runtergeklappten Klodeckel.

‘Ja hm!’ seufzte sie und beugte sich über ihre Handtasche.

Er war schon wieder an der Tür und wollte gerade gehen, als sie rief: ‘Toni schau mal!’

Sie zog ein geknotetes, benutztes Kondom aus ihrer Handtasche und blickte ihn mir einer hochgezogenen Augenbrauche ernst an. ‘Also, das gehört ja wohl nicht in meine Handtasche!’

Er drehte sich nochmal zu ihr um, grinste verlegen und meinte: ‘Gott sei Dank!’


Fortsetzung folgt in Frühstück beim Berger von Boandlkirch

Hooked on a feeling in Boandlkirch

Hooked on a feeling in Boandlkirch

nebelSie wurde von dem Intro von ‘Hooked on a feeling!’ wach und wunderte sich einen Moment, wo sie war. Ein Hund hechelte sie an, dann fiel es ihr wieder ein.

‚Sputnik?!‘ flüsterte sie. Sie stand auf und folgte der Musik zum Treppenabsatz. Jemand sang dazu. Sie schlich die Treppen hinunter und knöpfte sich das Hemd zu. Neugierig lief sie durch den Empfangsbereich des Abschleppunternehmens auf eine große Schwingtür zu, die halb offen stand. Er sang: ‘I said I’m hooked on a feeling, and I’m high on believing, that you’re in love with me, I’m hooked on a feeling!’ Schwungvoll rollte er unter ihrem Auto hervor und starrte in ihre Richtung, als hätte sie ihn bei etwas total Abartigen erwischt. Sie zog nur eine Augenbraue hoch und blieb in der Tür zur Werkstatt stehen. Er stand auf, ging zum Radio und machte es aus.

‘Bereit für schlechte Nachrichten?’ fragte er und wartete auf ein Nicken ihrerseits, bevor er fortfuhr: ‘Also der Kühler ist hin, den kann ich nicht flicken, der Anlasser ist im Eimer, nen neuen Airback, Motorhaube ausbeulen, Stoßstange muss ich sehen ob ich die wieder dranbasteln kann und auf der Hinterachse neue Reifen. Kann sein, dass er auf die Richtbank muss! Ich kann am Montag mal schaun, wie günstig ich an Ersatzteile rankomme und dann kann ich nen Kostenvoranschlag machen. Aber billig wird des net!’

‘Hach Gott, nicht dass ich am Ende noch meinen Körper verkaufen muss!’ witzelte sie, es war ihm aber nicht entgangen, dass sie sich am Türrahmen festhalten musste, so lustig war die Nachricht wohl doch nicht gewesen.

‘Auch wenn man die sonst nicht gebrauchen kann, dafür gibts ja die Versicherung!’ versuchte er sie zu beruhigen und lief zu ihr an die Tür.

‘Ja stimmt und ein Dienstwagen ist es ja auch irgendwie!’ meinte sie ein wenig abwesend.

‘Dann lass mich dich wenigstens noch zum Essen einladen, da oben wartet Mama’s Beste Gulaschsuppe darauf vernichtet zu werden!’

Sie grinste ihn an und meinte: ‘Da kann ich ja kaum widerstehen!’

Wenig später stand sie in der Küche und rührte die Suppe um und er war duschen, sie konnte ihn wieder singen hören und musste augenblicklich schmunzeln.

Als er aus dem Bad kam und ging er nur mit einem Handtuch bekleidet an der Küchentür vorbei und verschwand kurz im Schlafzimmer. Nach einem kurzen Moment stand er in einer abgeschnittenen Jogginghose vor ihr und zog das Shirt an, das er wohl gerade vom Wohnzimmertisch genommen hatte und meinte: ‘Wenn du des Shirt nicht anziehst …!’

‘Also die Suppe wär fertig!’

Er holte zwei Suppenschüsseln aus einem Regal und meinte: ‘Lass uns die Näpfe mit Essen füllen und uns vor die Glotze setzen. Ich muss unbedingt den Wetterbericht für morgen sehen. Weil noch so ne Nacht und ich muss dem ADAC mehr Geld abknöpfen.’

Nach dem Essen, saßen sie noch eine Weile nebeneinander auf dem Sofa, bis sie neben ihm einschlief. Als er sich regte, rutschte sie auf seinen Schoss.

‘Hey. Ich geh dann mal lieber in mein Bett.’

Ein verneinendes Grummeln kam aus ihrem Mund.

‘Ich will deine Notlage nicht ausnutzen!’ meinte er, tastete nach der Fernbedienung.

Sie blickte ihn mit einem Auge an und schüttelte den Kopf. Er machte den Fernseher aus und es wurde schlagartig dunkel im Raum.

‘Wir können auch beide in mein Bett gehen?’

Sie schüttelte wieder den Kopf, was er im Dunkeln nicht sah und flüsterte: ‚Nicht beim ersten Date!‘

‘Aber Sofa ist okay?!’

Sie nickte, war er wieder nicht sah, aber er spürte ihre Bewegung.

‘Wenn ich da bleiben soll musst du mir aber ein Stück von der Decke über lassen!’

Sie lies ihn unter die Decke und er rückte näher. Neben ihnen fing etwas zu hecheln an.

‚Sputnik, geh in dein Bettchen!‘ grummelte Toni.

Ein widerwilliges Grunzen ging von dem Hund aus und schließlich trottete er in die Küche.

‚Er ist eifersüchtig!‘ flüsterte er in ihr Haar. Sie kroch in seine Umarmung und flüsterte ein ‘Danke!’ in sein Brusthaar.

‘Wofür?’

‘Fürs Retten!’.

‘Ach was. Das hätte doch jeder gemacht.’

‘Du hättest ja auch ein Triebtäter sein können!?’

‘Vielleicht bin ich ja ein Triebtäter!’

‘Dann ist des wohl nicht mein Tag heute.’

Er gähnte: ‘Selbst wenn ich wollte, ich würd vorher einschlafen. War ein anstrengender Tag heute.’

‘Wem sagst du das!’ flüsterte sie.

‘Deck im ich zu wenn du fertig bis.’ gähnte er.

‘Nicht bei ersten Date!’

‘Okay. Dann des nächste Mal.’

Ein gehauchtes ‚Okay!‘ kam aus ihrem Mund und sich kuschelte sich näher an seine Brust. Er küsste ihre Haare und nahm sie fest in den Arm.

Fortsetzung folgt in Morgenstund hat Gold im Mund in Boandlkirch

 

Der schnelle Berger von Boandlkirch

Der schnelle Berger von Boandlkirch

nebelSie war im Auto eingeschlafen und als er bei seiner Werkstatt ankam, nahm er ihr die halbleere Coladose aus der Hand. Auf einem Firmenschild stand: Der schnelle Berger – ADAC Pannendienst

Wenig später trug er sie in seine Wohnung und legte sie auf sein Sofa. Sie schien völlig weggetreten zu sein. Doch als er ihr eine große Decke auf den Körper legen wollte, blinzelte sie und öffnete nur ein Auge.

‘Guten Morgen, schöne Frau!’ grinste er sie an und fuhr dann fort. ‘Deine Klamotten sind ziemlich durchnässt. Ich bring dir gleich was Trockenes zum Anziehen.’ Dann machte er sich daran ihre Schuhe auszuziehen. ‘Und warme Socken bring ich dir auch!’

‘Du hast ein Sofa in deiner Werkstatt?’ flüsterte sie.

‘Ich wohne über meiner Werkstatt und das Sofa steht in meinem Wohnzimmer. Ich mach dir nen heißen Tee, ja?’ rief er, als er mit ihren Schuhen in der Hand den Raum durchquerte.

‘Ist’n tolles Sofa!’ säuselte sie mehr zu sich, als zu ihm.

‘Du solltest wirklich deine nassen Sachen ausziehen!’ konnte sie ihn rufen hören. ‘Ich mach gleich den Kachelofen an und häng alles zum Trocknen auf.’

Nach einem Moment kam er wieder und blieb lächelnd in der Tür stehen, als er sie dabei ertappte, wie sie umständlich unter der Decke versuchte sich ihre nassen Klamotten auszuziehen. Erst als sie fertig war, bemerkte sie eine Bewegung in der Tür und erschrak.

Er brachte ihr ein Shirt, ein Hemd und Socken und hielt einen Moment inne, bis er ein Klacken aus der Küche wahrnahm.

‘Das Wasser ist fertig. Ist ein Kräutertee in Ordnung?’ rief er und drückte ihr die Sachen in die Hand, während sie unmerklich nickte.

Als er mit einer dampfenden Tasse wieder kam, lag sie immer noch mit seinen Sachen im Arm da und war mit einem Lächeln im Gesicht eingeschlafen.

Er stellte die Tasse ab und zupfte die Socken aus ihrem Griff. Vorsichtig schlug er die Decke zurück und legte ihre Füße frei. Fast schon liebevoll zog er ihr die Socken an, die ihr viel zu groß waren und deckte sie wieder sorgsam zu.

Dann stolperte er regelrecht über ihre Handtasche. Ihr Handy fiel heraus, er hob es auf und bemerkte das Ladekabel, dass immer noch dran hing.

Er beschloss es aufzuladen und feuerte den Ofen an. Dann sammelte er ihre nassen Klamotten ein und hängte sie zum Trocknen an der Holzstange über seinem Ofen auf. Plötzlich regte sich etwas in der Küche und ihm stolperte ein atemloses Pfeifen über die Lippen. Ein Dackel trottete zur Küchentür und blickte ihn gelangweilt an. ‘Fressen oder Gassi?’

Der Hund lief wieder in die Küche. ‘Also Fressen!’ meinte Toni und folgte dem Hund in die Küche. ‘Weißt du, es wäre echt schön, wenn du dich wenigstens freuen würdest, wenn ich heimkomme.’

Sie regte sich und wurde in dem Moment wach, als Toni mit dem Hund aus der Küche kam. ‘Ich hoff du hast kein Problem mit Hunden? Darf ich dir Sputnik vorstellen?’

Sie grinste ihn verschlafen an und nickte freundlich.

‘Sputnik, magst du die Lady nicht begrüßen!?’ meinte Toni herrisch. Der Hund trottete wieder gelangweilt aus der Küche und blieb am Treppenabsatz stehen.

‘Also doch Gassi, Sputnik!?’ rief Toni genervt und wandte sich dann wieder zu Emma: ‚Ich hab das Handy aufgeladen, soll ich deine Brüder anrufen?‘

Er bückte sich nach dem Handy und brachte es ihr. Sie gab den PIN ein und sackte dann wieder weg. Das Handy fing augenblicklich an zu vibrieren und er nahm es wieder an sich und ging ran: ‘Pannendienst Anton Berger! Guten Abend! Machen Sie sich keine Sorgen, ihre Schwester ist in Sicherheit, sie hatte eine Reifenpanne….’

Er verließ das Wohnzimmer und folgte dem Hund die Treppe hinunter und redete weiter ins Handy. ‘Ja, sie schläft jetzt, der Aufprall im Graben hat ihr mehr zugesetzt, als sie zugeben will… Nein, der Notarzt ist glaub ich nicht nötig…. Das Auto ist ziemlich kaputt… Ich kann das reparieren… Ja, ja… Sie kommen sie abholen… Schneit’s bei ihnen auch so? … Ja, Sie können auch erst morgen kommen, ich kümmer mich um Ihre Schwester, ganz bestimmt. Ich geb ihnen die Anschrift und meine Festnetznummer, ja, per SMS… kein Problem… Ich werd mir den Wagen nochmal genauer anschauen… Ja, super. Bis Morgen!‘

Er legte auf und öffnete die Tür, um den Hund rauszulassen.

Eigentlich wollte er nur schnell den Wagen reinholen, aber den Schlüssel hatte Emma noch in ihrer Tasche, also lief er wieder nach oben. Als er oben angekommen war, traute er seinen Augen kaum. Dieser Mistköter lag auf dem Sofa bei Emma.

‘Sputnik, kaum ist der Herr aus dem Haus, dann liegen die Hunde auf dem Sofa, oder wie?’ meinte er zu dem Hund. Kopfschüttelnd setzte er sich an die Sofakante und blickte beide an. Der Hund tat so als würde er schlafen und Emma öffnete gerade die Augen.

‘Einer deiner Brüder hat angerufen, er wird dich morgen abholen. Ist des Okay? Ich hab ihm meine Anschrift und meine Festnetznummer per SMS geschickt, ich wollte dich nicht wecken.’ meinte er, drückte ihr das Handy wieder in die Hand und fuhr dann fort. ‘Hast du Hunger, soll ich dir was zu Essen machen?’

Sie schüttelte den Kopf.

‘Das Klo ist gleich da vorne, mit dem eindeutigen Schild an der Tür. Ich werd deinen Franzosen reinbringen und das Katastrophenauto anschauen. Kann ich den Schlüssel haben?’

‘Ja klar!’ krächzte sie und deutete auf die Handtasche.

Er hob die Handtasche hoch und lies sie kramen, währenddessen er ihr die Tasse mit dem mittlerweile kalten Tee hin hielt. Sie tauschte den Schlüssel gegen den Tee und versuchte sich etwas aufzusetzen, um besser trinken zu können. Dabei rutschte die Decke von ihrem Oberkörper. Er zog einfach nur eine Augenbraue hoch, versuchte nicht auf ihren prallgefüllten BH zu starren, was ihm nur bedingt gelang und lies sie erst mal den Tee aus trinken. Dann nahm er ihr die Tasse ab und meinte: ‘Emma, wir ziehen dir jetzt was an!’ Als er den Satz beendet hatte, half er ihr schon in den Ärmel des Hemdes. Das Shirt purzelte vom Sofa und er legte es auf den Wohnzimmertisch.

Fortsetzung folgt in Hooked on a Feeling in Boandlkirch…

Der schnellste Heber von Boandlkirch

Der schnellste Heber von Boandlkirch

nebel‘Ich heiße Emma!’ stammelte sie und hielt ihm vorsichtig die Hand hin. Er hatte den Rückwärtsgang eingelegt, streifte kurz ihre Hand und meinte kurz: ‘Samma beim Du?’

‘Ich denke schon!’ meinte abwesend und blickte aus dem Fenster. Im nächsten Moment stand das Auto wieder auf der Straße. Er stellte den Motor ab und sie blickte ihn fast schon einwenig beleidigt an, so wie ein Kind, dem man sein liebstes Spielzeug weggenommen hatte. Er drückte ihr den Schlüssel in die Hand. ‘Der Kühler ist auch hin!’

‘Der Kühler!? Scheiße!’ stammelte sie.

‘Kannst du mir leuchten?’ fragte Toni und hielt ihr die Taschenlampe hin.

‘Klar, hatte eh grad nichts vor!’ rief sie und versuchte zu lächeln, es gelang ihr aber nicht wirklich.

Er stieg aus, ging zu seinem Wagen und kam wenig später wieder und öffnete den Kofferraum. Sie schaltete die Taschenlampe an, öffnete die Beifahrertür und beobachtete ihn, wie er einen Wagenheber anlegte. Ganz aus Reflex sprang sie aus dem Wagen und leuchtete ihm, ohne jedoch die Decke dabei loszulassen.

Er strich sich den Ärmel seines Pullis hoch und bockte das Auto auf. Und sie starrte einfach nur auf seine muskulösen Unterarme. Ihr Verstand ging eine Weile auf Wanderschaft und während ihr nächtlicher Retter in Windeseile den Reifen wechselte, lief vor ihrem Auge die Szene in Slowmotion ab. Ihre Augen zogen ihn schier aus, weil es ihrem Verstand scheinbar nicht reichte, nur bei der Vorstellung von seiner körperlichen Gewalt unter seinem Pulli zu bleiben. Sie hatte mittlerweile den Kopf schief gelegt und ihre Gedanken wandelten in Gefilde, die ihr langsam aber sicher die Schamesröte ins Gesicht steigen lies. Erst als der Lichtkegel der Taschenlampe ebenfalls auf Wanderschaft ging, bemerkte er, dass sie nicht ganz bei der Sache war.

‘Emma, hier spielt die Musik!’ flüsterte er und riss sie aus ihren Gedanken.

Vor Schreck wäre ihr beinahe die Taschenlampe aus der Hand gefallen und sie stammelte ein: ‘Tschuldigung!’ Die Schamesröte die ihr blitzartig ins Gesicht geschossen war, wärmte sie zumindest, machte sie aber auch noch mehr verlegen, weil er sie für einen Moment musterte, bis er sich wieder dem platten Reifen widmete.

‘Ich glaub ich hab den Übeltäter gefunden, Emma!’ lenkte er sie ab und popelte mit seinem Multitool im Profil des kaputten Reifens herum.

‘Des ist aber ein Mordsoschi, den Sie sich da eingefahren haben!’ rief er aufgeregt und hielt ihr ein großes Stück Plastik in der Form eines verdammt großen Haifischzahnes hin.

‘Waren wir nicht beim Du?’ fragte sie kleinlaut.

‘Ja du, sei froh, dass es den Hinterreifen erwischt hatte, auf der Vorderachse hätte des auch echt ins Auge gehen können!’

Sie nahm den Plastiksplitter entgegen, schluckte schwer und fing wieder an zu stottern: ‘Ich verstehe nicht, wie…!’

Während sie weiter auf das schmutzige Ding in ihrer Hand starrte hatte er den Ersatzreifen schon fast wieder montiert. Sie schüttelte den Kopf und blickte wieder auf ihn, wie er mit einer Hand die Schrauben mit der Ratsche anzog. Seine enorme Pranke hatte das Werkzeug fest umschlossen, als wäre sie selber ein Schraubstock und obgleich es wohl eine Leichtigkeit war, den Reifen mit dem richtigen Werkzeug zu wechseln, machte er eine unglaublich gut Figur dabei. Ihre Knie zitterten, sie konnte ihren Atem sehen, während der Schnee wieder um sie herum tanzte, aber doch war da wieder die innere Hitze, die in ihr aufstieg. Sie musste sich am Türrahmen festhalten, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.

‘Passt, wackelt und hat Luft!’ meinte er und lies den Wagen wieder runter. Er überprüfte die Festigkeit der Schrauben erneut und packte den kaputten Reifen in den Kofferraum.

‘Du kannst schon mal deine Handtasche einpacken, ich fahr den Abschlepper näher ran.’ meinte er als es sich nach seinem Werkzeug bückte, um es im nächsten Moment unter seinen Arm zu klemmen.

Wenig später hatte er seinen Wagen näher heran gefahren und die Lichter seines Abschleppwagens, brannten in ihren Augen.

Er stieg aus, kam wieder zu ihr und hielt ihr die Hand hin. Sie zögerte einen Moment, gab sich aber dann einen Ruck und er führte sie zur Beifahrerseite seines Wagens. ‘Wenn ich bitten darf!’

Sie war immer noch ziemlich wackelig auf den Beinen und um so näher sie den rotierenden Lichtern des Abschleppwagens kam, um so schwindeliger wurde es ihr. Als hätte er es gerochen, dass sie gleich ins Straucheln geraten würde, fing er sie auf, als sie tatsächlich stürzte. Ein niedliches Quietschen stolperte aus ihrer Kehle, als er sie fest an seine Brust drückte. Sie blickte ihn nur erschrocken an und schnappte nach Luft, als wäre sie nach einem langen Tauchgang in diesem Moment erst wieder an die Oberfläche gekommen.

‚Vorsicht, junge Dame!‘ hauchte er ihr zu. Er strich ihr ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht und lächelte sie an. Als sein betörender Geruch in ihre Nase stieg, purzelte in kleiner Stöhner über ihre Lippen und ihre Sinne schwanden nun vollends als der Geruch von Moschus in ihrem Gehirn angekommen war. Mit Leichtigkeit hob er sie einfach hoch und bugsierte sie in den Wagen.

Als sie endlich im Wagen saß, tätschelte er ihre Wangen und sie kam wieder zu sich.

‘Du hast mir jetzt aber einen ganz schönen Schrecken eingejagt!’

‘Die Lichter, plötzlich ist mir schwindlig geworden.’ stammelte sie.

‘Ich hab dich ja aufgefangen! Und jetzt noch anschnallen, ich möchte nicht, dass du mir aus dem Wagen purzelst.’ witzelte er, beugte sich über sie, zog den Gurt fest über ihren Körper und als es Klick machte, kroch wieder sein anregender Geruch in ihre Nase. Und wieder kündigte ein winzigkleiner Stöhner eine nahende Ohnmacht an.

‘Schöne Frau, schön hier bleiben!’ flüsterte er, während er sich zurückzog und eine Stufe hinunterstieg. Durch die frische Luft die durch seinen Rückzug in den Wagen strömte, kamen auch ihre Sinne wieder zu ihr zurück.

‘Emma, einen Moment noch, dann fahren wir los! Wir nehmen nur noch deinen Wagen Huckepack!’

Sie nickte tapfer, er legte ihr seine Jacke auf die Knie und drückte ihr eine Dose Cola in die Hand. ‘Fühl dich ganz wie zu Hause!’

Als er die Türe geschlossen hatte, bemerkte sie erst, wie sehr ihr Kopf rauschte und wie durchgefroren sie war. Ihre Klamotten waren völlig durchnässt und ihr Gesicht tat ganz schön weh. Sie klappte die Sonnenblende runter und blickte in den Spiegel. Ihr Gesicht war schmutzig und sie hatte das Gefühl, als würde ihr morgen ein wunderschönes Veilchen im ganzen Gesicht wachsen. Resigniert klappte sie die Sonnenblende wieder zu und blickte sich im Auto herum, während dieses Toni hinter dem Wagen herumwirtschaftete.

Ihre Augen blieben auf einem kleinen Pokal hängen, der am Armaturenbrett angebracht worden war. Dort stand: ‘Der schnellste Heber – ADAC Bezirksmeisterschaften’

Als sie den Pokal mit den Fingerspitzen berührte, ging die Tür auf und Toni hüpfte hinein: ‘Das ist mein ganzer Stolz. Das ist Quasi der Oskar für Abschleppunternehmer!’

 

Fortsetzung folgt in der schnelle Berger von Boandlkirch…

Der schnellste Schlepper von Boandlkirch

Der schnellste Schlepper von Boandlkirch

nebelSchwarze schwere Wolken zogen über den wolkenverhangenen Himmel. Sie fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit und die Nässe und das Laub gaben dem Ganzen die nötige Gleitfläche und bevor sie sich versah, war sie schon mit dem Auto ins Schleudern geraten und alles Gegenlenken half nichts, da war sie schon mit ihrem Auto im Graben gelandet. Ihre Handtasche ergoss sich bei dem Aufprall in den Fußraum und ihr Gesicht küsste den ihr entgegenspringenden Airback. Völlig benommen versuchte sie die Autotür zu öffnen, schaffte es aber nicht, ihre Hände zitterten so, dass sie den Hebel kaum greifen konnte. Ihr Atem ging so schnell, wie nach einem 100 Meter Sprint.

Sie versuchte sich irgendwie zusammenzunehmen und als sie es endlich schaffte den Türmechanismus zu öffnen, erklang ein Pfeifen, weil die Tür ja auf war und das Licht noch an. Sie schüttelte den Kopf und lies den Türgriff los. Dann wollte sie aussteigen, doch der Gurt hielt sie zurück. Sie war immer noch angeschnallt. Kopfschüttelnd wollte sie den Gurt lösen, doch ihre Finger zitterten immer noch so stark, dass sie auch den Gurt kaum aufbrachte. Endlich hatte sie sich befreit, doch der Gedanke, dass sie ihr Handy suchen musste, hielt sie zurück. Die Tür fiel wieder zu, der Ton verging und sie war im Fußraum verschwunden.

Wenig später lief sie mit dem Handy in der Hand wie ein aufgeschrecktes Huhn auf der Straße auf und ab und versuchte krampfhaft einen ihrer Brüder zu erreichen.

‘Hans, steig von deinem Flietscherl runter und nimm endlich ab!’ konnte man sie in ihr Handy rufen hören. ‘Ich hab an Unfall gehabt, ich steh irgendwo im Outback!’

Sie legte auf und wählte neu, es ging keiner ran, dann legte sie wieder auf und es läutete: ‘Eberhard! Wo treibst du dich rum? … Bist du betrunken? Super, ich hab ne Panne und du bist besoffen… Nein, mach da weiter wo du gerade aufgehört hast, ich ruf den ADAC!’ kopfschüttelnd legte sie auf.

Sie atmete tief durch und könnte den Schnee schier riechen. Dann erst fiel ihr auf, wie kalt es hier draußen war. Die Nummer vom ADAC musste irgendwo im Auto sein, also lief sie wieder zu ihrem Wagen zurück. Wenig später war sie wieder auf der Straße, doch das schlechte Netz brachte sie schier zur Verzweiflung. Sie lief die Straße entlang und hoffte inständig, dass ihr das Netz ihr hold werden würde…

‘Bitte haben Sie einen Moment Geduld…!’ konnte sie hören und dann machte sich zu allem Überfluss ihr Akku bemerkbar. ‘Bitte haben Sie einen Moment Geduld…!’

Die elektronische Stimme sagte wieder und wieder ihr Mantra auf und am anderen Ende der Leitung zitterten ihr die Knie. Dann wurde es still und sie stand Mutterseelenallein im Dunkeln, nur am Ende der Straße konnte sie die Lichter ihres Wagens sehen. Genau so fangen Horrorfilme an…

Nachdem sie nicht weiter auf der Straße herumstehen wollte, stolperte sie durchs Dunkle zu ihrem Wagen zurück und begann in ihrem Auto nach dem Ladekabel zu suchen. Nach gefühlten 10 Minuten vergeblicher Suche kam sie auf die Idee, dass sie den Warnblinker anschalten und das Warndreieck aufstellen könnte. Als sie in den Kofferraum kletterte, begriff sie erst, dass der Wagen so tief im Graben steckte, aber dennoch das Heck halb auf der Straße stand. Nach weiteren 10 Minuten stand sie immer noch mit der Warnweste in der Hand auf der Straße herum. Sie konnte Lichter auf der Straße sehen, sie begann wild mit der Warnweste zu winken, doch das Auto, dass ihr immer schneller entgegenfuhr, hätte sie beinahe überfahren, wenn sie nicht zur Seite gesprungen wäre. Schimpfend wie ein Rohrspatz stolperte sie über die Straße, rutschte auf ein paar Blättern aus, kam ins Straucheln und blieb am Ende ihres Sturzes mit der Nase an ihrer Seitenscheibe kleben. Die ersten Schneeflocken stolperten um sie herum. Und da sah sie ihr Ladekabel. Es hing am Rückspiegel. Ein weiteres Auto fuhr an ihr vorbei. Sie drehte sich um und lief armewedelnd hinter dem Wagen her, blieb dann aber resigniert mitten auf der Straße stehen. Nach einen viel zu langen Moment ertappte sie sich selber dabei, wie sie den immer kleiner werdenden Rücklichtern hinterherstarrte.

Hastig stieg sie wieder in den Wagen, steckte ihr Handy an und saß dann da und starrte auf ihr Display. Den Motor hatte sie nicht wieder anbekommen, aber sie war sich ziemlich sicher, dass die Batterie noch lief, zumindest leuchteten die Lichter wie ein Weihnachtsbaum. Doch ihr Handy reagierte nicht. Sie stieg wieder aus und hoffte auf ein weiteres vorbeifahrendes Auto. Irgendjemand musste ihr doch helfen. Es fing an zu regnen und der Schnee mischte sich mit dem Nass und am Ende würde nur Matsch rauskommen.

Da kamen wieder Lichter auf sie zu. Sie ging ein Schritt auf ihren Wagen zu, denn sie wollte nicht wieder fast überfahren werden. Sie schrie und winkte wieder, doch der Fahrer des herankommenden Wagens schien sie nicht zu sehen. Als er vorbeirauschte, raste er durch eine Pfütze und das aufspritzende Wasser traf sie mit einer vollen Ladung ins Gesicht.

‘Du blöder Wichser, magst dich net vorstellen, bevor du mir ins Gesicht spritzt.’

Wie ein begossener Pudel trottete sie wieder in ihr Auto und legte den Kopf auf den geplatzten Airback. Sowas konnte doch nur ihr passieren. Da kamen wieder Scheinwerfer näher, diesmal von der anderen Seite, sie hatte aber das Gesicht im Airback vergraben, deshalb sah sie nicht, dass ein großer Wagen rechts ranfuhr.

Ein Kerl in Arbeitskleidung sprang vom Wagen und wenn sie aufgeblickt hätte, dann hätte sie gesehen, wie die Leuchtstreifen auf seiner Hose im Scheinwerferlicht zu strahlen begannen. Erst durch das Klopfen an der Scheibe schreckte sie hoch, er wischte mit seinem Ärmel die Scheibe trocken und zog gleichzeitig irgendwas aus seiner Hose, was ihr im nächsten Moment ins Gesicht blendete. Er riss einfach die Tür auf und plapperte los. ‘Geht’s eana guat? San’s verletzt?’

Sie war völlig perplex und starrte ihn einfach nur an, wie ein Schwaiberl wenn’s blitzt. ‘Sind sie verletzt? Soll ich nen Sanka rufen?’

‘Nein, mein Akku ist alle!’

‘Es geht eana oiso guat?’ fragte er wieder und berührte ihre Schulter.

‘Ja, nein…!’ stammelte sie, wich vor ihm zurück und begann zitternd mit den Zähnen zu klappern.

‘Einen Moment, ich hole eine Decke!’ rief er und lief zu seinem Auto. Einen Moment später kam er wieder mit einer Decke und schon war sie darin eingehüllt. Er beugte sich langsam über sie und sie merkte erst, dass er mit der Hand zwischen ihren Beinen hindurch gegriffen hatte, als der Sitz mit einem Ruck nach hinten rutschte. Sie blickte ihn nur weiter völlig verstört an, während er nach dem Hebel für die Motorhaube tastete.

‘Keine Angst, ich will nur ihr Auto abschleppen, nicht sie. Ich bin zufällig vom Fach!’ erklärte er so ruhig wie möglich und zeigte auf sein Auto. ‘Ich kam zufällig mit meinem Abschlepper vorbei und hab das Warndreieck gesehen!’

Sie blickte an ihm vorbei und wirkte völlig abwesend, bis er mit seinen schmutzigen Fingern ihr Kinn berührte und flüsterte: ‘Sind sie sich sicher, dass sie nicht verletzt sind?’

Sie nickte und schüttelte gleichzeitig den Kopf.

‘Ich werd mir ihr Auto anschauen und dann bring ich sie ins Warme, ja!’ meinte er und seine tiefe Stimme schien irgendwas in ihr zu bewirken. Sie nickte, blickte ihn mit Tränen in den Augen an und flüsterte: ‘Ich konnte meine Brüder nicht erreichen…und die Warteschleife beim ADAC hat meinen Akku gekillt!’

‘Des wird alles wieder. In der Werkstatt könnens dann auch telefonieren!’ meinte er und berührte dann wieder ihre Schulter, bevor er vorsichtig die Autotüre wieder schloss. Er ging ums Auto herum und im nächsten Moment ging der Kofferraum auf. ‘Der Reifen hinten ist hin!’

‘Er springt auch nicht mehr an!’ flüsterte sie mit weinerlichen Stimme.

‘Okay, eines nach dem Anderen, des kriegen wir alles wieder hin!’ rief er mit fester Stimme und blickte sich im Kofferraum nach dem Ersatzreifen um.

‘Bei den Scheissfranzosen ist der Ersatzreifen ja unterm Auto!’ meinte er und tauchte einen kurzen Moment unterm Auto ab und als es krachte, tauchte er völlig verdreckt mit dem ziemlich versifften Ersatzreifen wieder auf. Mit einem Rums landete der Reifen im Kofferraum und er schloss die Klappe des Kofferraums so vorsichtig es ihm möglich war. Dann tauchte er wieder in der Beifahrertür auf und öffnete sie.

‘Und jetzt holen wir die Karre erstmal aus dem Dreck! Starten Sie mal!’

Nach einem kurzen Jodler, meinte er: ‘Der Anlasser, des ham wa glei!’ Und verschwand sogleich hinter der Motorhaube.

‘Probierens mal nochmal und bitte bleibens auf der der Kupplung, lassens es ruhig ein bisschen Jodeln!’ meinte er und hantierte mit einer Brechstange herum. Woher er nun die Brechstange herhatte, konnte sie gar nicht wirklich sagen, anscheinend hatte er sie aus einer seiner Taschen seiner Hose gezaubert und genau von da, zog er auch einen ernormen Hammer. Was er damit anstellen wollte, wollte sie sich in den schlimmsten Alpträumen nicht ausmalen.

‚Starten Sie bitte den Wagen!’ rief er, steckte die Brechstange in den Motor und sie hatte das Gefühl, als wollte er mit der Brechstange ein wildes Tier abstechen. Völlig schockiert, startete sie den Wagen und dann schlug er zweimal mit seinem Fäustling auf die Brechstange und schwupps lief der Motor wieder. Sie gab Gas, blieb aber auf der Kupplung.

Völlig schockiert blickte sie auf den Mann an und schüttelte apathisch den Kopf.

‘So, nehmens mal den Gang raus und rutschens mal rüber, ich fahr den Wagen auf die Straße, damit ich den Reifen wechseln kann!’ meinte er wieder völlig ruhig.

Sie stammelte ein: ‘Wie, Wie….?’ und versuchte umständlich auf den Beifahrersitz zu klettern.

Er hatte einen angenehmen Blick auf ihren Hintern, bis sie leider wieder drauf Platz nahm. Sie hatte eine verboten enge Hose an und eines von diesen Kleidern an, die wohl eher längere Pullis sein sollten.

‚Ich bin von den gelben Engeln und ich kann zaubern.‘ meinte er und nahm auf dem Fahrersitz platz.

Sie lächelte ihn verstohlen an und er grinste diebisch zurück.

‚Schauns, Sie lachen ja schon wieda!‘ rief er und hielt ihr die Hand hin. ‚I bin der Berger Toni, der schnellste Schlepper von Boandlkirch!‘


Fortsetzung folgt in der schnellste Heber von Boandlkirch…

%d Bloggern gefällt das: