Frühstück in der WG

Frühstück in der WG

Die Geschichte eines Groupies Beim Zappen hätte mich beinahe der Schlag getroffen. Da gibt es jetzt einen neuen Sender, für das starke Geschlecht. Und da läuft eine Sendung, die von einem alten Bekannten mitmoderiert wird. Unglaublich, dieses Megaarschloch. Es ist so vier Jahre her, ich hab dieses Megaarschloch irgendwie aus Versehen mal aus dem Nero in die WG abgeschleppt. Er war total betrunken und ich hab ihn nur abgeschleppt, weil er eine Glatze hat. In der WG gings dann zur Sache, bis er mir irgendwann ins Ohr säuselt, wie gern er mit mir schlafen würde und ich krame nach den Gummis. Dann meint er nur, er wäre gegen Gummis allergisch. Und dagegen bin ich aber mal so allergisch. Ich meinte dann nur noch so zu ihm: ‚Des ist ja super, dann kann ich ja jetzt schlafen!‘ und drücke ihm eine Kleenexpackung in die Hand… ‚Aber spritz mir bitte nicht alles voll!‘ Ich dreh mich um, um zu pennen und der Kerl klammert sich an mir fest und erdrückt mich halb. Irgendwann sind wir wohl beide eingeschlafen. Ich, aus Sauerstoffmangel, und bei ihm tat der Alkohol den Rest. Ich hasse es wenn Männer klammern und dass nicht nur im Bett. Ich bekomme da ehrlich Panik. Ich muss da immer an die eine Decke denken und an meinen besten schwulen Freund. Wenn er schläft, dann klemmt er sich immer eine Decke zwischen die Beine und Arme und schläft wie ein Baby. Ich denke mir dann immer, hoffentlich verliert er in der Nacht nicht die Decke und nimmt stattdessen mich dafür her. Ich mag ihn echt gerne, und vögeln würd ich ihn auch, aber nicht in den Arsch. Zurück zum Megaarschloch. Am Morgen klopft meine Mitbewohnerin ganz leise an der Tür und sie streckt den Kopf zur Tür rein, grinst mich breit an und streckt beide Daumen hoch, als sie meinen Aufriss entdeckt. Ich muss wohl echt einen miesen Blick draufgehabt haben, da sich ihr Miene jetzt auch verfinstert. Ich steh auf und zieh mich schnell an und murmle, dass ich Brötchen holen geh und er gerne weiterschlafen könne. Meine Mitbewohnerin und ich gingen schnell zum Tengelmann und ich erzählte ihr die Geschichte vom Megaarschloch. Sie konnte es kaum glauben. Dann erzählte sie mir, dass er jetzt eine neue Ein-Mann-EBM-Band hat, die irgendwie Winterreifen heißt. Ach sowas stand auf seinem T-Shirt. Ist mir auch egal, ich hab früher die Chaingang schon immer besser gefunden, als …. Ich krieg langsam echt nen Hals, wenn der Typ des bei jeder macht und genug dumme Groupies gibt es ja, na dann gute Nacht. Beschließe insgeheim einen Aidstest zu machen und den Kerl jetzt aus meiner Wohnung zu schmeißen. Das Frühstück war legendär. In der kleinen WG-Küche sitzen drei Frauen und zwei Männer, als Herr Megaarschloch sich mal bequemt zum Frühstück zu kommen. Aber mit dem Kommen hat er es ja eh nicht so. Nur fürs Protokoll, in der WG ist es nicht immer so abgegangen. Dass mal jede von uns, unabhängig von einander, Männerbesuch hatte, war echt eigentlich noch nie vorgekommen. Aber die beiden Jungs, die auch da waren, waren alte Bekannte der WG und wussten bescheid, was unsere Frühstücksgewohnheiten angingen. Das Megaarschloch ist ein Aufschneider vor dem Herrn und erzählt allen lautstark, dass er der Superstecher aus dem Universum wäre.

Ich meinte nur trocken: ‚Ach, fürs Frühstück kannst du noch nen Fünfer in die Kasse werfen!‘ Für eine schlechte Performance musste Mann in der WG immer das Frühstück bezahlen, dass wusste jeder, nur nicht das Megaarschloch. Und meine Mitbewohnerin stellte elegant unser Sparschwein (Nilferd) auf den Tisch. Ein Nilpferd auf dem Topf beim Kacken und mehr ist nicht zum Thema Megaarschloch zu sagen. Ein Jahr später hab ich das Megaarschloch auf einem Heavy Metal Konzert wieder getroffen, meine Mitbewohnerin und ich haben irgendwoher günstig Karten herbekommen. Er kam zu mir rüber und fragt mich was ich denn hier mache, weil ich mit meinen pinken Zöpfen hier mal gar nicht reinpasse. (Nur weil ich einmal in meinem Leben einen viertklassigen Künstler abgeschleppt habe, oder wie?) Und dann fragt er mich allen Erstes, wie es heute Nacht noch so aussieht mit uns beiden! Ich meinte nur trocken: ‚Für nen schlechten Fick fehlt mir leider heute die Zeit!‘ Heute und für den Rest meines Lebens…

Advertisements
Published in: on 5. Januar 2010 at 16:21  Comments (3)  
Tags: , , , , , ,

Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte in zwei Akten

Erster Akt:

Ich weis nicht so recht, wie ich anfangen soll. Hmm. Es ist ungefähr 5 Jahre her und es hat alles damit angefangen, dass meine lieben Freunde mir zum Geburtstag einen Vibrator „Paulchen“ und den Porno zu „Herr der Ringe“ geschenkt haben. Diese Pornoversion heißt „Lady of the Rings“ und ist echt gleich sooo schlecht, dass es nicht mal mehr die Handlung rausreißt. Am aller schlimmsten ist die Vergewaltigungsszene mit den „Orks“, sowas von unauthentisch, aber dass ist eine andere Geschichte.

Nach meinem Geburtstag wollte sich die Schwester von meinem unaussprechlichen Nichtmal-Exfreund mit mir treffen, um mir unter anderem einen guten Freund vorzustellen. Sie war der Meinung, dass wir unheimlich gut zusammenpassen würden. Wir trafen uns im Pulverturm. Er war ganz nett, er war tätowiert und gepierct, ein Rocker mit langen Haaren und so. Also hab ich mir nichts dabei gedacht, als ich ihm meine Nummer gegeben habe. Sie dachte, sie würde mir was gutes tun, nachdem es ihr Bruder so bei mir verkackt hat. (Dies ist eine andere Geschichte, die bereits irgendwo zwischen Steinen und Blüten und Blättern zu finden ist.)

Irgendwann haben wir uns dann verabredet und zwar nach Weihnachten bei mir in der WG. Ich musste noch was basteln für einen Kumpel und er kam natürlich viel zu früh. Meine lieben Freunde haben ziemlich genervt und irgendwann habe ich dann alle in der WG befindlichen Personen rausgeworfen und ich war mit dem Rocker alleine. Und ich habe mir immer noch nichts dabei gedacht. Es war alles ganz normal, so wie immer, ein Mann und eine Frau allein in einem riesigen kunstlederbespannten Bett mit Spiegel am Kopfende.

Wir haben uns unterhalten und ferngesehen und unterhalten und ferngesehen. Den ganzen Tag und den ganzen Abend und die halbe Nacht, haben wir geredet. Und ich habe mir nichts dabei gedacht. Irgendwann haben wir zum Fummeln angefangen, vielleicht wird’s ja noch. Und wir haben gefummelt und gefummelt und geknutscht. Irgendwann hatte ich fast nichts mehr an und er dafür noch alles. Ich habe mir nichts dabei gedacht. Manche brauchen halt ein bisschen länger und mache….hm…Irgendwann war es dann so weit, ich warf ihm ein Kondom hin und meinte: „Zieh dich mal ordentlich an!“

Ich habe nicht weiter darauf geachtet, dass er sich beim Kondom aufziehen dermaßen blöd anstellt hat. Und nachdem ich nicht wirklich darauf geachtet habe, habe ich mir natürlich nichts dabei gedacht.

Während des äußerst umständlichen Aktes säuselte er mir ins Ohr, dass er jetzt keine Jungfer mehr sei….„WAAAAAAAAASSSSSSS????????“ Und ich trat ihn von mir runter. „Wie Bitte? Und da suchst du dir so eine Granate wie mich aus???“

Wenn dann scho gscheit!“ meint der Rocker.

Ich hielt ihm einen Vortrag darüber, dass Mann eine Frau über sowas vorher zu unterrichten hat, damit sie sich darauf einstellen kann und ihn dann nicht überfordert, weil wenn man Männer überfordert, dann klappt nämlich überhaupt nichts und genau so ist es auch gelaufen. Und vorallem hätte sie sich vorher überlegen können, ob sie überhaupt will. Sie ist ja schließlich nicht die Wohlfahrt und die Heilsarmee ist sie auch nicht.

Er ging aufs Klo. Und ich habe mir nichts dabei gedacht, dass er so lange gebraucht hat, (Insgeheim habe ich mir vielleicht gedacht, vielleicht schmeißt er sich ja aus dem Fenster und ich bin ihn los oder er haut einfach so ab, ohne seine Klamotten) irgendwann kam er dann wieder und wir schliefen ein.

In der Früh hab ich ihn dann vor die Tür gesetzt und mich dann nie wieder mit ihm getroffen. Auch ich kann in bestimmten Situationen ein Arschloch sein. Und dies ist so einen Situation, wenn eine Frau einen Mann entjungfert, dann verknallt er sich in sie und dass muss Frau auf alle Fälle unterbinden, außer es war ein absolutes Naturtalent. Also behandelte ich ihn schlecht, damit er leichter über mich hinweg kommt.

Ich bin in die Arbeit gefahren und habe mich den ganzen Tag darüber geärgert, dass ich ja nicht die Wohlfahrt bin und es war keiner da, mit dem ich drüber reden konnte. Alle waren zuhause bei ihren Eltern über die Feiertage und die noch da geblieben waren, habe ich gestern aus der WG geschmissen, damit ich mit dem Rocker alleine sein konnte. Und ich war die Einzige, die zwischen den Tagen arbeiten muss. Dann rief ich meinen besten schwulen Freund an. Der kennt alle betreffenden Personen auch, was das Ganze schon wieder kompliziert macht, aber mit irgendjemanden muss ich mich darüber unterhalten.

Er wollte die Einzelheiten gar nicht hören, aber da musste er jetzt durch. Nach der ganzen Geschichte war er etwas schockiert und ich sagte als Nachsatz: „Wie gut, dass ich ihm des Kondom nicht mit dem Mund drüber gestülpt habe!“

Wir lachten beide und malten uns aus, wie er mir das Kondom in den Hals schießt und ich jämmerlich dran ersticke oder er schießt mir das Kondom ins Auge und ich bin dann auf einem Auge blind und wie erklärt man des der Versicherung oder meinen Eltern. Oder seinen Eltern, wenn er in den Knast muss, weil er beim Sex eine Frau umgebracht hat, aber immer noch Jungfrau ist. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Irgendwann meinte mein bester schwuler Freund, wo er denn des Kondom überhaupt hin getan hat. Und ich solle aufpassen, wenn ich nachhause komme, dass ich nicht auch noch drauf ausrutsche und mir des Genick breche. Er würde mich heute Abend nochmal anrufen.

Zweiter Akt:

Nach der Arbeit fahre ich nachhause und suche das Kondom. Hm. Es ist nicht im Mülleimer im Bad. Auch nicht irgendwo daneben. Vielleicht hat er es ja runter gespült, aber des geht doch meistens nicht. Hmm. Mein bester Schwuler Freund ruft an und ich sage ihm, dass ich das Kondom nicht finden kann. Er fragt mich, ob ich schon zwischen meinen beiden Matratzen nachgesehen hätte, da fällt sein Handy auch immer durch, wenn er bei mir im Bett liegt. Ich vertröste ihn auf später und suche weiter nach dem Kondom. In meinem Mülleimer ist es auch nicht und rund ums Bett kann ich es auch nicht finden. Dann kucke ich wieder auf mein Bett und schüttele den Kopf, als ich die Matratzen hochhebe. Ich fand neben diversen Fernbedienungen und etwas Kleingeld auch einige Dinge, die ich schon länger vermisste, aber meine Unschuld und dieses blöde Kondom war nicht dabei. Hmm.

Ich kann meinen besten schwulen Freund hören, wie er ganz entsetzt frägt, er wird doch nicht, oder? Oh, nein, er wird doch nicht oder?

Ich suche mit Zuhilfenahme einer Nagelfeile und meiner aufgepimpten Fingernägel nach dem Kondom und zum Glück habe ich es tatsächlich irgendwann zum Vorschein gebracht. Mit zittrigen Fingern liege ich auf dem Bett und mein Handy geklingelt. Mein bester schwuler Freund ist dran: „Und hast du es gefunden?“

Ähm, ja!“

Wo! Unterm Bett, gell?“

Nicht direkt!“

Nein, er wird doch nicht, oder?“

Doch!“

Oh, nein, er wird doch nicht, oder?“

Doch und ich schilderte ihm genau, wie ich es gefunden habe und wie ich dieses verfickte Kondom zum Vorschein gebracht habe. Er meinte nur, ihm wäre jetzt schlecht und dass er nicht ohne Grund schwul sei.

Mir war jetzt auch schlecht, ich packte den Gummi und spülte ihn die Toilette runter und ich spülte solange, bis es endgültig den Jordan runter war. Eigentlich hätte ich es dem Rocker mit der Post zuschicken sollen, so ein Depp!

Jetzt werdet ihr euch fragen, was das Ganze jetzt mit „Paulchen“ zu tun hat. Naja, ich war so fertig mit der Welt, dass ich dachte ein bisschen Entspannung würde mir jetzt vielleicht gut tun. Dabei stellte ich fest, dass das Paulchen schon nach 3 Wochen den Buckel gemacht hat. Getriebeschaden! Super was hab ich den bitte jetzt schon wieder verbrochen? Nur weil ich nicht die Wohlfahrt bin. Zu Weihnachten, erst der Rocker als Weihnachtsmann und er hat mir ein Geschenk dagelassen. Hohoho! Und dann streikt auch noch Paulchen.

Am nächsten Tag, habe ich Paulchen dann in Candy umgetauscht. Ohne Probleme. Irgendwas muss doch funktionieren.

Nach einiger Zeit war ich bei meinem besten schwulen Freund auf seiner Geburtstagsparty. Der Unaussprechliche Nichtmal-Exfreund mit seiner Neuen war auch da und seine Schwester kam dann auch. Ich hab ihr die Geschichte erzählt, mit allen Einzelheiten, sie war noch entsetzter als der Gastgeber. Und ich glaube sie hatte ein richtig schlechtes Gewissen. Aber wir haben beide jetzt immer was zum Lachen, wenn wir uns sehen.

Später als ich auf dem Klo saß, schaute ich durch den Raum. Die Waschmaschine von meinem besten schwulen Freund heißt auch Candy. Welch Zufall!

So klein ist die Welt.

Moral:

Eines habe ich gelernt, man trifft sich immer zweimal im Leben und ich freue mich schon auf das zweite Mal.

Und wenn dich das Schicksal fickt, dann gescheit und es muss immer noch einen drauf setzten.

Auferstanden aus Ruinen

Sex in the WG – Auferstanden aus Ruinen – Gibt es die Liebe oder ist alles nur Begierde? vom 24.10.05

Die Frage aller Fragen, in unzähligen Berichten, Büchern und Filmen erörtert, erforscht und bis ins kleinste auseinander dividiert. Und am Ende glauben wir auch nur verstanden zu haben, was Liebe ist und wie sich Liebe an fühlt. Aber wissen wir es wirklich? Können wir mit Sicherheit sagen, was die Liebe ist und füllt sich die überhaupt an? Wie oft passiert einem die Liebe? Und wenn man die Hoffnung aufgegeben hat, den Glauben an die Liebe verloren hat, hat man ein Chance sie wieder zu finden? Oder ist das Kontingent an Liebesdingen, die man in einem Leben haben kann, dann schon verbraucht? Mann oder Frau könnte da jetzt noch viele viele Fragen stellen und nach Antworten suchen, aber werden wir es je wissen: Gibt es die Liebe wirklich oder ist alles nur Begierde? Oder wird aus Begierde gar Liebe?
Um die Fragen beantworten zu können, beginne ich erstmal damit alle Berichte und Bücher, die sich um dieses Thema drehen, weg zuschmeißen und schalte den Fernseher und Radio aus.
Dann sinniere ich wie so oft, über das Thema Liebe nach, zähle alle Möglichkeiten, wo ich in Verbindung mit Liebe gekommen bin, auf. Mache einen Zeitstrahl, beginne Formeln aufzustellen. Hole in einer verzweifelten Aktion die Bücher und Berichte wieder hervor. Lasse alle Filmberichte, die ich je zu diesem Thema gesehen habe, vor meinem geistigen Auge wieder und wieder abspielen. Schlafe irgendwann erschöpft ein um am nächsten morgen mit dem Gedanken aufzuwachen. ‚Ich bin alleine in meinem Bett!‘ Aber es wird jetzt auch nicht auf die Schnelle der Traumprinz in meine Wohnung einbrechen. Auf dem Weg ins Bad stelle ich fest, dass ich über Nacht vergessen habe die Türe abzusperren, lässt mich weiter hoffen und ich sehe nochmal im Seitenspeicher nach, ob sich nicht doch wenigstens ein klitzekleiner Psychopath versteckt hat. Habe natürlich niemanden gefunden und ich komme dann doch zu dem Entschluss: ‚Ich bin allein und die Liebe gibt es gar nicht!‘ Ein sehr einfacher Gedanke, der für einen Moment sogar ein bisschen glücklich macht. Aber auf Dauer ist allein auch nicht richtig. Und ich erinnere mich wieder an ein Filmzitat: ‚Wenn ein Oktopus zulange alleine ist, dann beginnt er sich in der Verzweiflung an seiner Einsamkeit seine ‚Beine‘ ab zubeißen.‘ Gut, jetzt fällt mir auch wieder ein, warum das Borderline-Syndrom mittlerweile eine Volkskrankheit bei Jugendlichen bis 30 ist. Mit dem Gedanken ‚Selbstverstümmelung ist immer doch strafbar, Sex mit Tieren aber nicht‘, schmeiße ich die Bücher und Berichte erneut weg. Dann denke ich über den Begriff Jugendliche bis 30 nach und ich stelle erschreckend fest, dass ich noch 2 Jahre habe, um bei meiner Gewerkschaft nicht mehr als Jugendlicher zu gelten, nachdem ich vor 2 Jahren wegen Alter bei der Jugendvertretung nicht wieder gewählt werden konnte. Die biologische Uhr tickt und die Zeit läuft. Bloß wo kriege ich jetzt so schnell ein Kind her, damit ich wenigstens auf meine Brüste eine Zeit stolz sein kann, bis sie dann unwiderruflicher Weise dem Gesetz der Schwerkraft nachgeben werden….
Schreiend schrecke ich aus dem Schlaf, ich bin allein und meine Brüste sind so, wie die gestern waren bevor ich eingeschlafen bin. Sicherheitshalber sehe ich im Seitenspeicher nach. Kein Psychopath, der DVD-Player und die DVDs und Omas Schmuck sind noch noch da. Also auch kein Einbrecher, der Zufällig aussieht, wie eine Mischung aus Brad Pitt und Vin Diesel….So ein Mist!
Ich erinnere mich selbst wieder daran, dass ich eigentlich schon wach war und dass ich gestern mit meiner sinnlosen Wissenschaft auch nicht mehr Wissen geschafft habe. Nur die Erkenntnis: ‚Ich bin allein …äh… und leicht paranoid!‘ Die Liebe gibt es oder nicht?! Genau kann man des nicht sagen. Aber eines weiß ich genau, das die Wörter: ‚Ich liebe Dich!‘ irgendwie immer einen leicht unehrlichen Touch haben. Weil wenn es die Liebe wirklich geben würde, warum beharren wir immer so auf diesen Satz und warum ist dieser Satz überall allgegenwärtig. Nachdem man diesen Satz aber leider in viel zu vielen Fällen leichtfertig gesagt bekommen hat oder es irgendwie erzwungen bekommen hat. Im Erzwingen von Dingen sind wir Frauen ja leider ungeschlagene Weltmeister. Weil wenn man es selbst sagt, kriegt man entweder die entsprechende Antwort ob ehrlich oder nicht oder ein teures Geschenk. Und wenn man es gesagt bekommt, muss man ja auch etwas möglichst Richtiges antworten.
Also kann man eigentlich sagen, dass Männer es meistens nicht sagen können oder wollen und Frauen es auch nur ahnen und die Gier nach dem Angenehmen, Beständigen und der Sicherheit leider meist die Oberhand gewinnt. Also gibt es die Liebe nicht?
Aber wenn es die Liebe nicht gibt, warum bindet man sich immer wieder mit unehrlichen Menschen, weil man selbst unehrlich ist oder weil es am Ende doch nur Begierde ist.
Wenn ich sage: ‚Ich begehre dich!‘ dann ist es immer ehrlich echt, hat zwar dann meistens sexuelle Handlungen zur Folge. Ist zwar auch irgendwie ganz schön berechnend aber Begierde können selbst Frauen nicht vortäuschen.
Ist Liebe gleich Begierde, oder kann aus Begierde Liebe werden? Ist Begierde gerade das Falsche und wird nie Liebe, weil sich die Beziehung eh nur im Bett abspielt. Aber geht es bei der Liebe nicht genau um das? Ist Sex nicht die schönste Nebensache der Welt? Wir haben da doch alle Spaß daran, oder?
Das sind wieder Fragen über Fragen, aber jeder Topf findet einen Deckel heißt es ja, also Hoffnung aufgeben völlig sinnlos. Aber wenn man nur einmal in seinem Leben, seinen Traummann kriegen kann, also sofern es die Liebe des Lebens gibt, die es ja nicht gibt, weil es ja eigentlich immer Begierde ist….so denken Frauen… da steige selbst ich nicht mehr dahinter. Also wenn es nur einen Deckel für meinen Topf gibt. Was sagt mir jetzt, dass ich den nicht schon längst zum Teufel geschickt habe? Oder dass nicht vielleicht eine andere nur den falschen hat und beide haben es noch nicht geschnallt. Oder wenn es aber mein Deckel ist und ich bin aber nicht sein Topf. Der Deckel liegt vielleicht im Koma oder ist schon lange tot, gibt es dann einen anderen Deckel? Einen ‚richtiger Deckelersatz‘! Passt der dann überhaupt? Ich sollte mich bei WMF bewerben. Aber erklären kann mir des wahrscheinlich eh keiner, auch wenn ich mich des Öfteren in der Geschirrabteilung beim Hertie herumtreibe, hätte ich mir lieber einen Taschenrechner kaufen sollen.
Weil wenn jeder Topf einen Deckel findet, warum gibt es dann mehr Töpfe als Deckel. Baut man bei diesen Sinnspruch regional bedingt auf Vielweiberei oder oder auf katholische Frauenklöster, oder soll heut zu Tage einfach jede 5. Frau lesbisch werden? Die Rechnung geht irgendwie nie ganz auf, weil es gibt ja auch bei Männern Homosexualität. Aber selbst wenn jede 4. Frau lesbisch wird, bin ich mit der Rechnung nicht ganz glücklich. Wenn ich jetzt die Frauen durch zähle, dann muss entweder meine Mitbewohnerin lesbisch werden, oder wenn ich meinen Hund nicht mit zähle, dann wird’s meine beste Freundin. Und wenn meine Schwester endlich mit ihrem Freund Schluss macht, muss ich lesbisch werden oder meine Schwester. Und alles das nur um das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.
Und dazu gibt die Sex-Toys-Industrie noch ihr Bestes dazu: Der Frau ihr bester Freund „Paulchen“ Ein Vibrator namens Paulchen, für 64,40 Euro bei einem namenhaften Sex-Discounter.

Mit dem Gedanken das lesbische Beziehungen bestimmt viel schwieriger sind, wie Hetero-Lebensgemeinschaften. Weil zwei Zicken auf einem Haufen, mit einem Vibrator namens Paulchen. Es passen ja zwei Töpfe nicht immer genau aufeinander, und ein Deckel hat immer ein Luftloch, wo der Dampf abziehen kann, das kann doch nicht gut gehen, oder?
Bleiben wir mal bei den Töpfen und Deckeln, der Sinnspruch ist eigentlich doch nicht so blöd. Damals als man den Erfunden hat, ist jede 5. Frau sowie so im Kindsbett gestorben und die Schwulen waren verboten und / oder in katholischen Männerklostern eingesperrt.
Es gibt mehr Fragen als Anworten! Also Sinnsprüche mit den ganzen Büchern und Berichten und den eigenen Aufzeichnungen einfach mit wegwerfen.
Nun heute ist heute, und nachdem es Liebe irgendwie eh nicht gibt und es bis jetzt auch keinen Deckel für meinen Topf gegeben hat. Muss ich wohl meinen Topf auf die Straße und befriedige wenigstens meine Begierde und vielleicht wird aus der Begierde ja dann doch irgendwann Liebe oder ein Ring mit einem fetten Diamanten….
Nur die Hoffnung nicht aufgeben, die richtigen Deckel müssen sich schon irgendwo versteckt haben…

Heute, über 4 Jahre später, habe ich diesen Text von mir in meinem alten Forum gefunden und geborgen, bevor es endgültig gelöscht wird. Erschreckender Weise ist dieser Text echt zeitlos. Nur dass ich mittlerweile schon längst nicht mehr jugendlich bin und schon über 30. Und ich bin immer noch allein und jetzt bin ich ganz schön traurig darüber, dass sich in den letzten Jahren im Thema Liebe bei mir nichts getan hat, also scheint es die Liebe für mich wirklich nicht zu geben. Schön ist nur, dass ich den Text wiedergefunden habe, ich wusste doch ich habe über dieses Thema schon etwas geschrieben….nun bin ich wieder komplett.

Bine

Published in: on 4. Januar 2010 at 14:57  Schreibe einen Kommentar  
Tags: , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: