Bait 3D – Haie im Supermarkt – in ausgewählten Wohnzimmern auch in 2D

Bait 3D – Haie im Supermarkt – in ausgewählten Wohnzimmern auch in 2D

spooooiVorsicht dieser Artikel wird Spoiler enthalten!!

Ich hab mir dann doch tatsächlich diesen Film angeschaut – Bait 3D – Haie im Supermarkt – leider nur in 2D.

Gleich nach den ersten paar Minuten musste ich zu meiner Bestürzung feststellen, dass der Film zumindest schon mal mit ein paar mehr oder weniger ordentlichen Schauspielern besetzt wurde und für das, dass sie eh alle sterben werden, ist es ja eigentlich auch völlig egal, wie gut die Schauspieler sind, sie müssen ja nur schön sterben können und das können viele bekannte Schauspieler noch nicht mal, obwohl sie unglaublich viel Asche bekommen für ihr professionelles Unvermögen einfach nicht authentisch sterben zu können.

Noch im Vorspann wird der erste gutaussehende Rettungsschwimmer von einem Hai verspeist. Augenzeugen bestätigten, esBait-3D-Haie-Supermarkt-Poster-Film-300x166 soll ein Weißer Hai gewesen sein! Mit einer ordentlichen Menge Kunstblut stirbt der Sunnyboy auf eine mit einem gewissen Slapstick dermaßen witzige eine Art und Weise, dass ich vor lachen fast an meinem imaginären Popcorn ersticke. Herrlich. Der trockene (Ein kleiner Witz von der Redaktion! Haha!) und schwarze Humor, wie ich ihn seit Starship Troopers irgendwie so ein Bisschen vermisse.

In dem Moment habe ich meinen Zweitlaptop zur Seite gelegt und starrte wie gebannt auf die Dinge, die da noch kommen mögen.

20399345_jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxxVorsicht dieser Artikel wird Spoiler enthalten!!

Die seltsam theatralische Nebenhandlung wird in 10 Minuten abgespult und dann passierts während der besagte Supermarkt von fiesen Gangstern überfallen wird, wo uns einer aus Nip/Tuck und Charmed bekannter Darsteller zwar als Gangster nicht ganz überzeugt, dafür sieht er einfach nicht abgerissen genug aus. Ich hätte Julian McMahon gerne mal mit Dreitagebart gesehen, obwohl ich ja nicht so unbedingt auf Körperbehaarung stehe.

IBait-3D-Haie-im-Supermarkt-Szenenbilder-03ch schweife von der Handlung ab, wie kommen die Haie in den Supermarkt? Die Frage stellte ich mich auch, bis ich mir ein Herz fasste und mir den Film angesehen habe. Also wie kommen jetzt die Haie ins Kaufhaus? Das Übliche, durch ein Erdbeben ausgelöster Tsunami überschwemmt Strandidylle mit Kaufhaus. Und die Haie assimilieren das Kaufhaus und die angeschlossene Tiefgarage als ihr neues Jagdgebiet. Da hätte ich auch gleich drauf kommen können!

20399353_jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxxObwohl Xavier Samuel bei der Twilight-Saga mitgespielt hat, (Ich weiß, er war jung und brauchte das Geld und jeder hat so die ein oder andere Jugendsünde!) macht er in diesem Film eine richtig gute Figur. Ob das nun an den wagemutigen Stunts (Die er wahrscheinlich nicht selbst gemacht hat!?) und/oder dem heroischen Einsatz unter Wasser mit einer Schrotflinte lag, keine Ahnung. Und Alex Russell, den man schon aus Carrie (2013) kennt, macht ebenfalls eine ziemlich gute Figur, obwohl er anfänglich nur eine Taschenlampe hat.
Da gibt es noch eine Figur, die ich gerne von Anfang an tot gestehen hätte, aber die bleibt uns leider… Spoiler… erhalten. Der Fotzenschlecker von der verwöhnten Pradaschlampe. Boa, nie hätte ich lieber eine Schrotflinte gehabt und hätte mich als Hai verkleidet in das Parkhaus geschlichen, um erst den blonden und geistig minderbemittelten BMW-Fahrer zu erschießen, dann seine beratungsresistente und gehirnamputierte Bait-3D-Haie-im-Supermarkt-Szenenbilder-03blonde Freundin, solange mit der Schrotflinte zu verprügeln, bis der Hai gekommen wäre, um dann dieses kläffende Fellknäuel im Hai zu entsorgen.

Die Story ist dann doch nicht so an den Haaren herbei gezogen, wie ich anfangs dachte und ich ärgere mich gerade ein Bisschen, dass ich ihn mir nicht in 3D im Kino angeschaut habe. Hm.
Werde mir aber jetzt auch noch Sharknado ansehen, bevor Sharknado 2 ins Kino kommt. Ich fasse es nicht, dass ich diesen Satz wirklich geschrieben. Bald mehr aus der Wunderwelt der Tiere und meiner nerdigen Filmkritik!
Fazit: Ein RRR für die Schrotflinte und den beherzten Einsatz im/ am und unter Wasser.

Xavier Samuel und Alex Russell werden unter Beobachtung gestellt, mal sehen was wir noch sehen von den beiden!

bait-3d-06Merke:

Der KlausKinskiAward geht heute leider leer aus, obwohl der Fotzenschlecker von der verwöhnten Pradaschlampe wirklich gruselig war und ich hab mir den ganzen Film gewünscht, dass beide draufgehen. Das kommt dann wahrscheinlich in Teil 2. Ups, mal sehen!

Danke: Für die Kunstblut Orgie, die mir in Carrie (2013) irgendwie gefehlt hat.
Dieser Artikel entstand als Gegendarstellung zu ‘Beim Nerdgeschoss auf dem Sofa’

Nochmal zur Erinnerung:

‚Was ist n das für ein Film?‘

‚Haie im Supermarkt!‘

‚Ja, ja. Was ist das jetzt für ein Film!‘

‚Haie im Supermarkt!‘

‚Oh mein Gott, es ist tatsächlich Haie im Supermarkt! Wer schaut sich so was an?‘

‚Das frage ich mich seit Titanic 2 – Die Rückkehr!‘

P.S. Nicht, dass ich mir jetzt Titanic 2 -Die Rückkehr jetzt auch noch anschauen muss…

 

 

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Vergebene Liebesmüh

Vergebene Liebesmüh

endeEine junge Frau eilte die Straße entlang. Sie lief an einem alten Mann vorbei, der am Straßenrand stand. Die Gestalt des alten Mannes war so merkwürdig, so dass sie sich nochmal zu ihm umdrehen musste und dabei beinahe gestolpert wäre.

Der alte Mann hatte ein schmutziges und zerschlissenes Unterhemd an und eine ausgebeulte Jogginghose, die viel zu kurz war. Außerdem trug er Badeschlappen und Tennissocken mit so großen Löchern, dass sie seinen widerlichen großen Zeh sehen konnte. Aber das Seltsamste an diesem Mann war, dass er völlig unbeeindruckt ein Ohrputzstäbchen im Ohr stecken hatte und die andere Seite das Ohrputzstäbchens war, der Farbe nach zu urteilen bereits ausreichend benutzt worden.

Die Frau lief kopfschüttelnd weiter, weil sie es sehr eilig hatte. In der Hand trug sie einen Stoffbeutel mit der Aufschrift: ‚Plastik nein Danke! Der Umwelt zu liebe!‘

Sie hatte sich für den Dienst beim Infostand des hiesigen Tierschutzvereins eingeschrieben und wäre doch beinahe zu spät gekommen.

Sie sammelten Spenden für das neue Katzenhaus und sie hatte nun den ganzen Nachmittag vor sich, um die Anwohner hier zu bequatschen doch für den Tierschutzverein zu spenden, oder vielleicht sogar Mitglied zu werden.

Irgendwann fiel ihr ein Mann auf, der sie schon eine ganze Weile anstarrte und der dem alten Mann von vorhin zum Verwechseln ähnlich sah. Nur dass dieser Mann nicht ganz so alt zu sein schien und einigermaßen gut gekleidet war. Und nach dem er kein Wattestäbchen in sein Ohr gesteckt hatte, hielt sie ihn anfangs noch für völlig normal.

Da er sie allerdings schon seit geschlagenen 15 Minuten beobachtete, ohne näher zu kommen, aber da ansonsten keine weiteren Interessenten in der Nähe waren, sprach sie ihn doch an.

‚Schönen Tag auch!‘ trällerte sie ihm lächelnd entgegen.

Er nickte nur und ansonsten war in seinem Gesicht keinerlei Regung auszumachen.

‚Wollen Sie nicht für unser neues Katzenhaus spenden?‘ fragte sie direkt heraus, um es bald hinter sich zu haben.

‚Da unten am Ende der Straße wohnt so eine verrückte Alte, die hat auch Katzen.‘ meinte der Mann völlig emotionslos.

‚Ja, schön!‘ lächelte sie leicht verwirrt und wedelte mit den Spendenquittungen. ‚Und gewinnen kann man auch was!‘

‚Warum ’n Katzenhaus? Wenn da unten am Ende der Straße, doch schon ein Katzenhaus ist.‘ meinte der alte Mann und zeigte in die Richtung, wo anscheinend das Katzenhaus war und zischte ihr dann zu: ‚Da bei der verrückten Alten!‘

‚Der Tierschutzverein kümmert sich um artgerechte Haltung.‘

‚Das find ich gut!‘ meinte der Mann und kam nun doch näher und kramte in seiner Hosentasche. ‚Aber eine Frage hab ich noch?‘

‚Ja, fragen Sie!‘

‚Wenn Sie die Katzen artgerecht halten wollen, warum dann ein Haus für die Katzen?‘

‚Damit sie sich keine Parasiten holen und sie sich nicht unkontrolliert vermehren!‘

‚Das ist doch vergebene Liebesmüh, wenn sie doch eh verfüttert werden…?‘

‚Wie verfüttert!?‘

‚Ja, Sie verfüttern die Katzen doch, oder nicht?‘

‚Ähm, nein! Wie kommen Sie dazu, dass wie sie verfüttern?‘

‚Sie wollen sie doch artgerecht halten?‘

‚Ja, aber nicht als Futter!‘ rief die junge Frau schon leicht hysterisch.

‚Ist es nicht der Lauf der Natur, dass der Hund die Katze frisst?‘

‚Ja, aber Heut zu Tage doch nicht mehr!‘

‚Was hat das dann mit artgerecht zu tun?‘

‚Wir verfüttern keine Katzen an Hunde!‘

‚Nicht, dass die armen Hunde verhungern müssen!‘ meinte der Mann und warf 20 Euro in die Spendenbox. ‚Auch wenn es viel billiger wäre, wenn Sie die Katzen an die Hunde verfüttern würden. Da sparen Sie viel Geld.‘

‚Vielen Dank für die Spende, wenn die ihren Namen und ihre Adresse hier drauf schreiben, können Sie an der Verlosung teilnehmen.‘ meinte die Frau und schob ihm die Spendenquittung hin.

Der Mann drehte sich um und ging einfach. Sie konnte ihn nur noch murmeln hören. ‚Wäh, Katzen, die sind doch viel zu zäh. Die muss man doch mindestens 2 Wochen in Buttermilch einlegen, bevor man die kochen kann… Obwohl die Chinesen, die dünsten doch alles, damit es zart bleibt. Ja, dünsten…!‘ Dann war er zu weit weg.

Die junge Frau stand völlig bedröppelt da, starrte dem alten Mann nach und hatte nicht mal mehr die Kraft den Kopf zu schütteln.

Auf der anderen Straßenseite stand ein Mann mit einem Schild in der Hand auf dem Stand: ‚Das Ende der Welt ist nahe!‘ Er sah dem alten Mann verdächtig ähnlich, nur jünger.

Aufzucht und Pflege

Aufzucht und Pflege

Sie haben sich für einen 1EuroNazi entschieden. Wir gratulieren Ihnen ganz Herzlich zu Ihrer Neuerwerbung. Hans 88 ist nun Ihr bester Freund und wird alles machen was Sie gerne möchten. Ziehen Sie ihn zu erst aus und begutachten Sie ihn gründlich. Sie dürfen ihn ruhig ordentlich waschen. Sollte er nach dem Waschen immer noch nicht nach Ihrer Zufriedenheit sauber sein, können Sie ihn auch nach Belieben durchbürsteln. Wir empfehlen Ihnen eine handelsübliche Wurzelbürste. Weiter empfehlen wir Ihnen alle verbotenen Zeichen mit einem Schmirgelpapier oder mit einer Muskatreibe von der Tupperware zu entfernen. Wir wollen ja nicht, dass Sie wegen ihrem neuen Schützlings Ärger bekommen. Nach der Entnazifizierung der Haut Ihres Herrn 88 sagen Sie bitte möglichst kinskiesk: ‚Es reibt sich die Haut mit der Lotion ein… !‘ Wir empfehlen eine handelsübliche Wund und Heilsalbe.

Der bayowarische Holzwurm

Der bayowarische Holzwurm

Es war ein mal ein bayowarischer Holzwurm. Der hatte es sich in einem alten Cherryfass gemütlich gemacht und lebte dann sein tristes Dasein in der dunklen Abgeschiedenheit eines alten und modrigen Weinkellers irgendwo im tiefsten Bayern.

Eines Morgens hörte er ein Poltern und verspürte eine starke Erschütterung.

Dann spülte es ihn fast weg. Er schmeckte Seifenlauge, daran wäre er beinahe verendet. Nach unzähligen Waschungen, kam dann eine durchsichtige Flüssigkeit in sein Fass geflossen. Er kannte die Dämpfe schon, von dem Cherry, der selbst nach Jahren der Trockenheit immer noch aus dem Fass strömte, aber das was nun an seine Lippen drang, war viel stärker. Das Fass wurde gerollt und in einen Raum mit angenehmer Temperatur gestellt. Dort fristete er wieder lange Jahre in seinem Fass und nuckelte immer wieder an der Flüssigkeit, die langsam eine angenehme braune Färbung bekam. Nach 12 Jahren wurde das verstaubte Fass genau über seinem Wohnzimmer angeschlagen und er wurde mit einem großen Schluck des braunen Goldes mit heraus geschwemmt, wo er dann langsam aber bestimmt nicht qualvoll in einem Probierglaserl ertrank.

Zum Gedenken an den letzten bayowarischen Holzwurm, der im Whisky sein nasses Grab fand.

 

Das Bayowarische Brüllhuhn

Das Bayowarische Brüllhuhn

Guten Abend liebe Leser, wir nehmen uns heute wieder ein bisschen Zeit für die Wunderwelt der Tiere.

Heute ist wieder Tierzeit und ich berichte von meiner Expedition in den tiefen Süden Deutschlands. Also begleiten Sie mich und erfahren Sie mehr über das fast vom Aussterben bedrohte Bayowarische Brüllhuhn.

Mein Name ist Dr. Willfried Bürgel und mein wunderbarer Beruf als Ornithologe (Vögelforscher) verdanke ich meiner Vorliebe, die mich schon als kleiner Junge in die Wälder meiner Heimat trieb, wo ich dann mit dem Feldstecher meines Großvaters bewaffnet, die heimischen Vögel bei ihrem Brunft- und Balzverhalten beobachtete.

Heute nun, bin ich ein Wenig älter, habe aber doch meine Vorliebe zum Beruf gemacht. Also lassen Sie sich von mir nach Süddeutschland entführen, wo ich ihnen das interessante Leben des Bayowarischen Brüllhuhnes näher bringen möchte.

Das Bayowarische Brüllhuhn (Gallus clamat bavarie) tritt oft auf Festivitäten in der Nähe von Bierzelten oder im Umkreis von historischen Bierschänken auf. Meist mit dem Schnabel einem Krug mit Hopfenkaltschale getaucht, vernimmt man dann den Brumpftlaut, der meist weiblichen Brüllhühner, wenn sie kurz den Hals strecken, um zu schlucken. Dann muss man sich schon zu Weilen die Lauscher zu halten, das kann dann schon mal ohrenbetäubend werden. Wenn ich das mal vorführen darf: ‚Brüüüüöööööhllll!‘

Wenn man diese Brüllhuhner dann in ihrer natürlichen Umgebung beobachten will, muss man eigentlich nur auf einer Festivität in landestypische Tracht gekleidet im stillen Gedenken verharren und auf die typischen Laute warten, die dann auch gleich über den ganzen Platz schallen.

Ich bin einer der ersten Ornithologen, der die Brüllhühner bei ihrem Balztanz beobachten durfte und ich habe sogar den ein oder anderen Brüllhahn beobachten dürfen, wie er sich an ein Weibchen heranpirscht.

Diese kleinen possierlichen Tierchen sind nahezu vom Aussterben bedroht und sind nur noch in Bayern zu finden. Durch die immer größere Verbreitung von 24-Stunden-Tankstellen, werden die Bayowarischen Brüllhühner immer mehr ins Voralpengebiet zurück gedrängt. Das grelle Licht verschreckt diese scheuen Gesellen, so dass sie sich nur noch zum Oktoberfest in die Große Stadt trauen, wo man sie dann früh Morgens noch aufgeregt Bröllen hören kann, wenn sie die Norgerl aus den Masskrügen zuzeln.

Ich hoffe diese kleine Exkursion hat ihnen Spaß gemacht. Bis zum nächsten Mal. Wir sehen uns wieder, wenn im Frühjahr die kleinen Brüllkücken schlüpfen.

Vielen Dank und auf Wiedersehen und sein sie immer gut zu Vögeln.

Ihr Dr. Willfried Bürgel

Der Gleisröhrer

Der Gleisröhrer

Der Gleisröhrer – Ein kleines possierliches Tierchen und ist vom Aussterben bedroht. Der männliche Gleisröhrer ist meist in der Nähe von Gleisen und Bahnanlagen zu finden. Zu sehen bekommt man ihn nur ganz selten, aber sein Brunftschrei geht einem durch Mark und Bein und ist selbst fernab von jeder Gleisanlage noch gut zu hören.

Wenn man den Gleisröhrer mit eigenen Augen erblicken will, muss man tagelang auf der Lauer liegen und warten. Irgendwann, meist bei Sonnenschein, tapst er dann auf die Gleisanlage und röhrt los wie ein großer. Man kann ihn an seinem orangen Federkleid erkennen. Bei unserer Forschung haben wir herausgefunden, dass er gerne Bier trinkt.

Und er reagiert gar merkwürdig auf den Paarungsruf der Weibchen, der dem Klang einer handelsüblichen Vuvuzela nicht unähnlich ist. Er schwingt dann so wild mit seinem Hammer, bis die Federn fliegen. Also Vorsicht liebe Fußballfans, lasst die Vuvuzelas lieber zu Hause, nicht dass sich der Gleisröhrer noch in euch verkuckt.

Des Ohrenkneifer längste Reise

Des Ohrenkneifer längste Reise.

Es torkelte ein Unkeler Ohrenkneifer aus einem Schaffell und ihm war sehr schwindelig nach seiner langen, flauschigen Reise. Er war aus seiner Heimat eher unfreiwilliger Weise verschleppt worden und fand sich im tiefsten Bayern auf einem Häusler Hof wieder. Völlig allein muss er sich in dieser für ihn seltsamen Welt zurecht finden.

‚Kölle Allaf!‘ sprach der Ohrenkneifer, als er endlich einen Artgenossen fand, der auf einem Holzweg stand. ‚Tafeälll besetzeön!‘

‚Ja, was bist’n du für a g’spinnerter Vogl?‘ meinte der bayowarische Ohrenwutzler.

‚Ich bins, der Rutgeär, Schätzeöllllein!‘ schallmeite der Ohrenkneifer, ein seiner Scheren merkwürdig abspreitzend und beäugte das Hinterteil des bayowarischen Ohrenwutzler mit einem leicht glasigen Blick.

‚I bins da Wutzler Karle! Sog a moi, host du grod mein Arsch beaugäpfelt?‘

‚Da simmer dabei! Dat is prima! Viva Colonia!‘

‚Dir hams ja wohl auch ins Hirn g’schiss’n!?‘

‚Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust!‘

‚Ja, und wir glaum an den Herrn, der über uns wohnt und ham a g’scheit Bier, Prost!‘

‚Una paloma blanca…!‘

‚Ja, genau. Sag a mal, host du da Schminke im G’sicht?!‘

‚Kamelle gibt’s das ganze Jahr!‘

‚Ja, Prost, Neujahr!‘

‚Von der Mitte, zur Titte, zum Sack, Zack – Zack!‘

‚Sag a mal, host du mir grad aufm Arsch droschen‘

‚Wie sagt man bei euch, das war ein Liebesdaatscherrl, Schätzeölllein!

‚Liebesdatscherl, Liebesdatscherl, i geb da glei a Liebesdascherl, da foit glei da Watschnbaum um, wenn du net deine Finger bei dir b’hoitst!‘

‚Jetzt haben Sie sich nicht so, schönes Frölllein!‘ meint der Ohrenkneifer und zückt ein Buch ‚Die schönsten Apre Ski Hits – Lyriks!‘

‚I zeig dir glei a schen’s Weiberleit. Du bist du auf da Brennsuppn daher g’schwommen, Depp, damischer?‘

‚Mai Hosenträöga ist ma abgerissen!‘ salbadert der Ohrenkneifer, aus dem Buch zitierender Weise.

Der bayowarische Ohrenwutzler haut dem Ohrenkneifer das Buch aus der Hand und plärrt ihn an: ‚Jetzt ham ma’s aber wirklich g’nau beianander, ich verpass dir glei a Ladehämmung, du Hinterlader!‘

Eine Horde bayowarische Brüllhühner kreuzen ihren Weg. ‚Brüüüüöööööhllll!‘

Der Ohrenkneifer macht sich in die Büsche auf und davon und der bayowarische Ohrenwutzler steht, wie ein Fels in der Brandung, auf dem Weg und harrt der Dinge und lässt sie an sich vorüberziehen. ‚Lauter G’spinnerte, heit ‚z Dog! Ich geh a Bier dringa! Habe’d Ehre!‘

Fortsetzung folgt ‚Das bayowarische Brüllhuhn‘ und Nix fuar unguat!

Das seltsame Verhalten geschlechtsreifer Neandertalern in der Paarungszeit

Das seltsame Verhalten geschlechtsreifer Neandertalern in der Paarungszeit

VenusWillendorfAn dem heutigen Tag schrauben wir die Zeit mal ein Wenig zurück, in eine Zeit in der in Deutschland noch Mammuts und Riesenhirsche durch den Wald liefen. Wir befinden uns im Neandertal. Damals allerdings wussten die Bewohner noch nicht, dass sie einmal nach diesem Tal benannt werden würden. Die Neandertaler waren tatsächlich auch außerhalb des Neandertals unterwegs und machten so ihr Ding. Was man halt als Neandertaler so macht: Jagen, Fressen, Schlafen, eigene Art erhalten und über den Winter kommen. Da könnte man ja denken, dass das Leben damals ziemlich einfach gewesen wäre, aber weit gefehlt. Die Verantwortung war damals auf jeden Fall größer und mit mehr Arbeit verbunden, als in der heutigen Zeit. Essen und Brennholz waren wichtig. Und nachdem das Essen auch noch in wunderschöne Kleidung gehüllt war, musste man sich darum wenigstens keine Sorgen machen. Heute muss sich im Neandertal wahrscheinlich keiner mehr Sorgen machen, dass seine Sippschaft auch heil durch den Winter kommt.

Das Leben hätte wirklich so schön sein können, wenn da nicht die eigene Triebhaftigkeit gewesen wäre. Es muss um alles in der Welt die eigene Art erhalten werden, komme was wolle. Wenn dem auch so gewesen wäre, dann wäre das ja auch einfach gewesen.
Aber damals spielte der Geruchssinn beim Weibchen eine große Rolle in der Partnerwahl. Sie konnte quasi riechen, ob das Männchen gesund und potent genug für sie war. War das Männchen nicht Manns genug um sie und ihre Brut durch den Winter zu kriegen, dann stand er ihr eben nicht zur Nase. Pech gehabt. Er hätte dann zwar noch die Möglichkeit gehabt, sich seine Keule zu schnappen und ihr über den Schädel zu ziehen. Sie dann bewusstlos abzuschleppen und sie dann ungeachtet ihrer Bewusstlosigkeit zu begatten. Wobei er dann eine zwiderne Alte den ganzen Winter in seiner Höhle ertragen hätte müssen. Weil dumm waren sie damals bestimmt nicht, sie wussten schon um was es sich im Leben dreht. Die Winter waren lang und in der Eiszeit noch viel länger. Kein Stress mit der Alten heißt im Winter nicht frieren zu müssen und immer ein warmes Weibchen im Bett zu haben, die das Feuer am Brennen hält, während er auf der Jagd ist. Und fürs Weibchen hieß es, immer schön lächeln und nicken, schön das Feuer am Laufen halten, dann bringt der Alte auch genug Essen und Felle nachhause.
Ja, ja. Immer schön lächeln und nicken, auch wenn es weh tut. Wissenschaftler haben nämlich festgestellt, dass das Geschlechtsteil des durchschnittlichen Neandertalers ungefähr die Ausmaße einer handelsübliche Coladose gehabt haben soll. Also keine 12 cm lang, aber dafür so breit, das Frau ihn mit der Hand nicht mehr umschließen kann. Ich wäre damals nicht nur ausgestorben, sondern bei meiner Entjungferung gleich verstorben, weil wer nicht mal eine Red Bulldose in den Mund, geschweige denn wo anders… verdammt ich sollte öfter einfach mal die Schnauze halten… der braucht es auch nicht mit Größenwahn probieren. (Ich bleibe bei meinem Wahlspruch, was nicht in den Mund geht, geht auch nirgendwo anders rein!)
Ja, auf jeden Fall war das wohl kein Zuckerschlecken. Jetzt weiß ich auch warum die Neandertaler Weibchen immer so gebückt gegangen sind und ausgestorben sind sie, weil es wahrscheinlich an der Fortpflanzung gehapert hat.
Da bin ich ja mal ganz froh, dass wir uns nicht alles aus der Eiszeit erhalten haben, wobei an der Sache mit dem guten Riecher, ist bestimmt was dran.

Der Mehlwurm

Der Mehlwurm

Der Mehlwurm ist eines der nichtswürdigste Wesen in der heutigen Zeit. Auch in der Vergangenheit war er nicht sonderlich beliebt, der sogenannte Mehlwurm ist die Larve des Mehlkäfers und ist bis heute hauptsächlich in Backstuben zu finden. Neben Mehl, Getreide und andere Ungezieferarten fressen sie auch mal ganz gerne ihre eigenen Artgenossen. Bevor die Menschheit Backstuben erfunden hat, haben sie im Waldunrat (Mulm) gelebt. Diese evolutionäre Tatsache bezeichnet man als Kulturfolger. Sie folgen dem Fortschritt und überleben mitten unter uns.

Der Trick, wie diese Art solange überleben konnte, ist, dass die unzähligen Eier des Mehlkäfers klebrig sind. An den Eiern bleibt dann Staub und/oder Mehl kleben und so sind sie kaum von dem anderen Dreck unterscheidbar. Dieser Tarnmodus schützt die Brut vor ihren natürlichen Feinden.

So, jetzt werden sich einige Fragen, wieso ich einen total langweiligen Artikel über Mehlwürmer schreibe? Ich will mir selbst nicht vorgreifen, also bitte lesen sie weiter. Auch wenn sie bereits Gähnen.!

Kaum einer nimmt dieses kleine possierliche Tierchen zur Kenntnis. Aber so manch einer nimmt sie in den Mund und/oder lässt es von anderen in den Mund nehmen. Wo einerseits der arme Mehlwurm, mit unzähligen seiner Artgenossen in einem engen Plastikbehältnis gepfercht, sein Dasein fristet, um dann wiederum qualvoll an einem Haken aufgespießt zu werden, um in seinem zappelnden Todeskampf als Henkersmahlzeit für so manchen gefräßigen Fisch endgültig das Zeitliche zu segnen, ist er andererseits nur banales Lebendfuttermittel für so manch skurriles Haustier. Und nachdem alle Insekten laut dem Tierschutzgesetz nicht als Tiere gelten, ruft es auch keinen Tierschützer auf den Plan, wenn dieses niedlichen, kleinen Würmer von perversen Köchen zu Vorspeisen verarbeitet werden. Ihr Leben ist im Vorratskammern von Insektenküchen zwar angenehmer als in diesen kleinen Plastikbehältnissen, aber am Ende sterben sie qualvoll in Aspik.

Doch bevor man sie in Glibber ertränkt, werden sie noch mit Karotten oder Äpfel gefüttert, damit sie nach ihrem Fressen schmecken. Die Überlegung irgendwas stinkendes Ungenießbares in ein Insektenlokal zu schmuggeln, um es ihnen als Mahlzeit darzureichen, würde im Endeffekt auf jeden Fall irgendjemand zum Kotzen bringen. Haha.

Ich schweife irgendwie schon wieder vom Wesentlichen ab. Der Mehlwurm, wird von vielen einfach so in den Mund genommen, wird aber nicht einmal ein Bisschen dafür gewürdigt. Jeder von uns hat den Mehlwurm schon als Demütigung für einen anderen armen Menschenwurm zweckentfremdet, ohne allerdings an das armselige Leben eines solchen auch nur einen Gedanken zu verschwenden. Rettet das Andenken an den gemeinen Mehlwurm, los macht mit…

Allerdings auf die Frase ‚Schlag mich, beiss mich, gib mir Tiernamen!‘ gibt es halt auch nur eine Antwort: Mehlwurm!

Der Hund – ein Perpetuum Mobile?

Der Hund – ein Perpetuum Mobile?

Wieder eine Geschichte aus der Wunderwelt der Tiere und ihre merkwürdigen Sexualpraktiken. Dass sich der Hund selbst an den Eier lecken kann, bringt ihm einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Mann. Dem Hund selbst ist dies gar nicht bewusst, er hat an allem Spaß, was er so macht und wenn er Pferdeäpfel frisst, dann hat er sichtlich auch Spaß dabei, aber dass ist eine andere Geschichte.

Wenn der Mann, sich nun an den Eiern lecken könnte, dann würde er wahrscheinlich nicht mehr aus dem Haus gehen. Ich muss zugeben, ich würde auch nicht mehr aus dem Haus gehen, wenn ich mich selbst lecken könnte, aber dafür sind mir aber meine Brüste im Weg. Nicht dass jetzt der Eindruck entsteht, ich hätte dies schon mal ausprobiert.

Nur mal angenommen ein Mann könnte sich an den Eiern lecken, dann könnte er sich auch selbst einen Blasen. Das könnte auch erklären, dass es nur weibliche Schlangenmenschen gibt, weil die Männlichen beim rituellen Selbstblasen verhungert und/oder erstickt sind und/oder einfach nicht mehr aus dem Haus gehen. Bei der Vorstellung muss ich feststellen, dass dies wahrscheinlich ganz schön komisch aussehen würde. Wobei Männer manchmal eh ganz schön komisch aussehen können, vor allem nackt von Hinten beim Bücken. Dabei hat Gott nicht gedacht, als er den Mann von Hinten erschuf, dass Frau diesen Anblick ganz schön unsexy finden könnte. Es steht ja wohl nicht in der Bibel: ‚Du sollst den Manne nicht nackt von Hinten betrachten!‘ Gut, laut Bibel haben wir ja alle nur ehelichen zur Vermehrung dienenden Geschlechtsverkehr im Dunkeln in der Missionarsstellung, da sieht man den Mann selten von Hinten.

Wir waren eigentlich beim Eierlecken stehen geblieben und ich muss schon wieder zugeben: Wenn ich einen Schwanz hätte, würde ich auch nicht mehr aus dem Haus gehen, selbst wenn ich mir nicht die Eier lecken könnte. Ich würde beim Versuch mir selbst einen Tittenfick zu verpassen, ersticken und/oder verhungern.

Dann muss man sich mal vorstellen, was diese Möglichkeit für Auswirkungen hätte, wenn sich Männer selbst an den Eiern lecken könnte. Die Wirtschaft würde zusammenbrechen und die Menschheit würde früher oder später aussterben.

Wenn die Männer ahnen würden, dass sich manche Frauen selbst an den Nippeln lecken können, dann würden sie nicht immer hinter halbverhungerten, minderbebrüsteten Frauen hinterher laufen. (Das mal nur so am Rand, es soll auch Männer geben, die sich selbst an den Nippeln lecken können! BITTE NICHT BILDLICH VORSTELLEN! Huch, habt ihr doch getan, tut mir Leid. Ich habe irgendwie die Gabe anderen Bilder in den Kopf zu setzen, die sie gar nicht sehen wollen. Es lebe das Kopfkino, da kann man nicht zappen oder ausschalten. HarHar…)

Traumsequenz ein: …Ich sitze gerade aufrecht im Bett und schlage mir mit der flachen Hand gegen den Kopf. Ich habe gerade von einem Mann geträumt, von einem echt dicken Mann, der bei dem Versuch sich selbst einen Tittenfick zu verpassen, noch mit dem eigenen Nippel im Mund verschieden ist. Ich heiße Pamela Dexter und komme an den Tatort. Ich bin bei der Spurensicherung und habe ein seltsames Hobby, ich filme Perverse bei ihren Perversitäten, um sie mir dann immer und immer wieder anzusehen. Nach der Obduktion hat sich dann ergeben, dass er sich beim Kommen selbst in die Nase gespritzt hat und dann dadurch von uns gegangen ist. Hätte ich das gerne gefilmt. Als ich dies der Witwe mitgeteilt hatte, bin ich schreiend aufgewacht…Traumsequenz aus.

Als Meister des Abschweifens in perversen Gedanken such ich immer wieder nach dem eigentlichen roten Faden, ich wollte eigentlich etwas aus der Wunderwelt der Tiere erzählen und die merkwürdigen Verhaltensweisen von Hunden im Bezug auf ihre Eier. Ich muss wohl eingenickt sein…

Der Hund leckt seine Eier und warum macht er das, weil er es kann!

 

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