Das ist nicht die Bine, die du suchst… Teil 21 – 1EuroNazi

Das ist nicht die Bine, die du suchst… Teil 21 – 1EuroNazi

DLF127251Wo wir grad bei Nazis sind. Ich würde mich ja bereit erklären mir meinen eigenen 1EuroNazi zu resozialisieren. Über die Aufzucht und Pflege eines 1EuroNazi hab ich mich ja schon lang und breit ausgelassen und mir mittlerweile eine Familienpackung Wund- und Heilsalbe zugelegt. Über die Entfernung von verbotenen Zeichen auf der Haut kann man ja auch streiten und das ist jedem seine Sache. Jeder Heimwerker würde eine handelsübliche Flex nehmen und ich meine nicht die Punkkneipe in München, dass würde bestenfalls auch gehen und schlimmstenfalls müsste Frau sich einen neuen 1EuroNazi besorgen. Nein, ich meine wirklich eine Flex!

Wobei ich eher fürs Ausbrennen mit einem Bunsenbrenner wäre. Man kann auch in liebevoller Kleinarbeit mit einer Muskatreibe zu Werke gehen, dass tut dann bestimmt auch mehr weh. Weil selbst der Führer hat bestimmt einmal gesagt: ‚Lernen durch Schmerz!‘

Sind die verbotenen Zeichen erst einmal entfernt und ist der 1EuroNazi ordentlich mit Wund- und Heilsalbe eingeschmiert und neu eingekleidet, (Wahlweise mit einer weinroten Mikrokordhose mit Füllhornmuster und Blümchen, mit einem bunten Strickpulli und einen lila Kapuzen-T-Shirt drunter!) wird Hans, Nazi, erst mal lesen lernen und darf mir dann die Höhepunkte der Weltgeschichte vorlesen und immer wenn er einen Fehler macht, muss es sich mit der Wund- und Heilsalbe einreiben.

Über meinen personenbezogenen Sadismus werde ich später nochmal berichten. 

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Ich suche einen Mann… Teil 69 – Mein PA

Ich suche einen Mann… Teil 69 – Mein PA

Wb1enn ich schon keinen Mann finde, brauche ich langsam echt einen persönlichen Assistenten, der vor allem meine Buchhaltung macht. Der mir ab und zu meine Taschen rauf und/oder runter trägt. Sämtliche Sicherheitsverschlüsse für mich aufmacht, immer einen Kugelschreiber zur Hand hat und einen Block, wahlweise ein Diktiergerät. Und weil ich ja bekanntermaßen viel zu klein bin, müsste er mir beim Einkaufen ab und zu Dinge vor allem Petroleumflaschen, DVDs, etc von ziemlich weit oben runter holen. Und wenn er nun schon mal da ist, kann er mir auch gleich noch meinen Rücken schrubben, einschmieren etc. (Bitte keine 1EuroNazis!)

P.S. Ich kann leider nur in Naturalien zahlen.

Anmerkung: Dies ist der 69. Teil und eine ernst gemeinte Jobanzeige von mir, Callabutterfly.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

Ich suche einen Mann… Teil 63 – Meinen persönlichen Igor

Ich suche einen Mann… Teil 63 – Meinen persönlichen Igor

blueIch suche meinen persönlichen Igor. Ich suche einen oder zwei kleinwüchsige 1Euronazis, die auf 1 Eurobasis meine Brüste hochhalten, damit mein Kreuz entlastet wird. Man(n) könnte doch nicht verantworten, dass ich die Last alleine zu tragen habe….

Scherz beiseite, ich benötige einen Igor, der mir den Buckel vorsatzmacht, damit ich im Saturn den 1Euronazis von Angesicht zu Angesicht ins Auge spucken kann und dann zufällig noch selbst in den AB 18 Horror und Actionfilme stöbern kann. Wahlweise tät ich auch noch eine jungen Mann suchen, der mir auf Veranstaltungen zur Hand geht.

DLF127251P.S. Es ist nichts Sexuelles!

Anmerkung: Dies ist der 63. Teil und eine dringende Jobanzeige von mir, Callabutterfly.

Ausführliche Bewerbung bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

Ich suche einen Mann… Teil 62 – Kein 1EuroNazi

DLF127251Ich suche einen Mann… Teil 62 –  Kein 1EuroNazi

Ich suche einen Mann, der mit meiner momentanen Frisuglatzer klar kommt, ohne ein Nazi oder ein 1EuroNazi zu sein. Auch wenn ich jetzt eine Glatze habe, heißt es noch lange nicht, dass Nazis und/oder 1EuroNazis Tür und Tor geöffnet werden.

Anmerkung: Dies ist der 62. Teil und eine dringende Anzeige von mir, Callabutterfly.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

22-12-12 – The day after yesterday

22-12-12 – The day after yesterday

axtIch wache zitternd auf. Alter, ist des kalt. Ich kann es nicht fassen, gefrorenes Kondenswasser auf meiner Stirn. Ich schaue auf mein Handy, die Uhrzeit steht da, aber das Netz ist aus. Hm. Ich muss wirklich irgendwann umziehen, dass ist ja wirklich eine Zumutung hier. Am Arsch der Welt gibt’s kein Netz. Muss meine Miete kürzen, wegen irgendwas.

Habe vergessen, wie spät es eigentlich ist. Ich suche die Fernbedienung, finde sie und drücke auf den Knopf. Nichts passiert. Ich drücke wie eine Verrückte auf den Knopf, nichts passiert. Ich blicke nach vorne, da leuchtet auch kein Standby-Licht. Hm. Mein Blick schweift durchs Zimmer. Internetkastel aus. DVD-Player Licht aus. Das Ladekabel meines Laptops flimmert nur noch schwach und geht dann auch aus. Ich wollte mir doch noch einen neuen Akku kaufen. Verdammt. Ich stehe widerwillig auf und tappe ins Bad. Gegen den Arsch abfrieren hätte ich gar nichts, wenn es nicht so kalt wäre. Das Licht geht nicht und es ist im Bad noch kälter. Ich geh pinkeln und putze mir die Zähne mit eiskaltem Wasser. Zu mehr fehlt mir der Mut. Eiskalt Duschen ist nicht so mein Ding. Der Wasserkasten meiner Klospülung gibt seltsame Geräusche von sich. Kalt Duschen ist wohl auch nicht so sein Ding. Verwöhntes, teures Dreckstück. Nur weil meine bescheuerte Vermieterin die Klospülung ans Warmwasser angeschlossen hat, macht der Spülkasten jetzt Stress. Fick dich! Mir ist scheiß kalt und du machst Zicken!

Wollte doch meine Miete kürzen.

Ich zieh mich, den Temperaturen angemessen, an. Dann mache ich mein Dachfenster auf, stelle meinen Fußhocker auf meinen Lesesessel und klettere aufs Dach. Es hat gefühlte -4 °C! Irgendwie hat es immer -4°C, wenn ich auf ein Thermometer blicke. Deswegen habe ich Keines. Ich blicke in alle Fenster meiner Nachbarn und die Straße entlang. Keine Zombies. Es brennt aber auch kein Lichtlein und das zwei Tage vor Weihnachten. Da hat wohl jemand seine Stromrechnung nicht bezahlt. Haha! Das ist die Rache für die übertriebene Weihnachtsbeleuchtung. Ich reibe mir die Hände, nicht nur vor Kälte, sondern auch vor lauter Schadenfreude. Ich muss für unliebsame Beobachter aussehen, wie ein blau gefrorener Grinch! Aber wer bespannt die Spanner. Keiner?

Warum auch immer, beschließe ich in die Arbeit zu fahren. Und ich beschließe mich nicht unbewaffnet auf den Weg zu machen. Es ist immer absolut unabdinglich seine Axt mit sich zu führen. Laufe mit meiner Axt in einem Stoffbeutel, einem Handtuch über der Schulter und blauen Gummihandschuhen zum Auto. Warum der Stoffbeutel, weil ich Angst habe, es könnte einer sehen, dass ich eine Axt dabei habe. Muss mich erst dran gewöhnen, dass hier keiner ist. Ich stecke die Axt hinter meine Feuerkiste. Hehe. Mit genug brennbaren Material kann ich zumindest noch ein hübsches Feuerchen machen. Hab gehört, dass Zombies ganz gut brennen sollen. Die rechnen ja auch nicht damit, dass sie auf einen Feuerkünstler treffen, wenn sie so durch die Gegend schlurfen. Ich nehme die Axt wieder aus dem Kofferraum und steige ein.

Ich fahre los. Die Axt, angeschnallt, am Beifahrersitz. Safty First! Kein Radiosignal. Ich lasse den Sendersuchlauf suchen, nichts. Die Straßen sind menschenleer, leider auch keine Zombies!

Ich schau nochmal aufs Handy, kein Netz, auch nicht als ich am O² Gebäude vorbeifahre.

Ich blicke an den Himmel und suche nach den Großen Alten. Ist ja nicht so, als hätte ich mich nicht auf Cthulhu und Co. vorbereitet. Außer dem typischen Hochnebel kann ich aber nichts erkennen. Für den Weltuntergang ist es mir entschieden zu ruhig. Mann, ich wollte doch mit einem lauten Knall abtreten. Mit einer riesigen Party. In einem Shortbus, bei Sodom und Gomorrha…Und nun, Stille, soweit das Auge reicht.

Als ich begonnen habe die Adventskalendergeschichten zu schreiben, hätte ich nicht gedacht, dass ich einen Zeitsprung über 3 Jahre machen würde. Drei Jahre auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und dann so was. Keiner da. Nur ich und Mikroben. Der Sinn ist es wohl, dass ich am 22.12.12 in die Arbeit fahre. Frau Rösner, im Jahr 2009 wäre es Dienstag gewesen, aber heute ist Samstag. Wir lernen es wohl nie!

Da brauche ich mich nicht wundern, dass keiner hier ist, die machen alle noch Weihnachtseinkäufe. Aber auch in der Innenstadt ist nichts los. Ist vielleicht schon Heilig Abend und ich habe es nicht mitbekommen? Oder haben die Großen Alten zu viel Julfest gefeiert. Oder die Aliens waren da und haben die ganzen Idioten mitgenommen, aber warum haben die mich vergessen. Und wen haben die noch vergessen? Ich will nicht der letzte Mensch auf Erden sein. Wer bumst mich dann. Mann, es ist Winter und es hat -4 ° Grad. Für eine Rettichzucht ist es entschieden zu kalt und ohne Strom kann ich auch kein Treibhaus aufmachen.

So geht die Welt zu Grunde, einsam, allein, ohne Schwanz! Und Rettiche züchten und Dildos schnitzen bis ans Ende aller Tage fällt auch aus. Verdammt. So macht der Weltuntergang einfach gar keinen Spaß. Menno.

Ich fahre zum Saturn, der Hort meiner Inspiration im letzten Jahr. Die Theresienwiese ist leer gefegt. Sogar das Tollwood ist verschwunden.

Aber was ist dass, da sind Menschen, ganz viele und sie marschieren in Reih und Glied. Zwar nicht nackt, aber das kann ja noch kommen. Ich fahre verbotener Weise durch die Absperrung auf die Theresienwiese und halte auf die Herde strammer Gesellen zu. Eine ganze Herde 1Euronazis nur für mich. Das wäre doch nicht nötig gewesen. Aber ist denn jetzt schon Weihnachten? Endlich hab ich sie gefunden meine Lebensaufgabe. Ich halte an und krame gleichzeitig nach meiner Muskatreibe von der Tupperware. Dann steige ich aus und gebe mich als die uneheliche Enkeltochter von Adolf Hitler aus. Entnazifizierung 2.0. mit blauen Gummihandschuhen. Das wird ein Spaß. Danke, Großer Alter, ich habe verstanden, du willst auch nicht, dass die Zucht und Ordnung die Weltherrschaft an sich reißt. Ich auch nicht. Aber eine Familienpackung Wund und Heilsalbe wäre schon sachdienlich gewesen. Wie gut, dass ich wenigstens mein Handtuch dabei habe. Das wird euch mehr weh tun wie mir.

Aufzucht und Pflege

Aufzucht und Pflege

Sie haben sich für einen 1EuroNazi entschieden. Wir gratulieren Ihnen ganz Herzlich zu Ihrer Neuerwerbung. Hans 88 ist nun Ihr bester Freund und wird alles machen was Sie gerne möchten. Ziehen Sie ihn zu erst aus und begutachten Sie ihn gründlich. Sie dürfen ihn ruhig ordentlich waschen. Sollte er nach dem Waschen immer noch nicht nach Ihrer Zufriedenheit sauber sein, können Sie ihn auch nach Belieben durchbürsteln. Wir empfehlen Ihnen eine handelsübliche Wurzelbürste. Weiter empfehlen wir Ihnen alle verbotenen Zeichen mit einem Schmirgelpapier oder mit einer Muskatreibe von der Tupperware zu entfernen. Wir wollen ja nicht, dass Sie wegen ihrem neuen Schützlings Ärger bekommen. Nach der Entnazifizierung der Haut Ihres Herrn 88 sagen Sie bitte möglichst kinskiesk: ‚Es reibt sich die Haut mit der Lotion ein… !‘ Wir empfehlen eine handelsübliche Wund und Heilsalbe.

Name und Anliegen

Name und Anliegen

Ich grüble schon seit letzten Freitag über die Begegnung des dritten Reichs im Saturn nach. Ja, ich bin voreingenommen und ich habe Vorurteile, vor allem gegenüber Nazi’s. Die Freiheit nehm ich mir. Ich war eigentlich fest davon ausgegangen, dass der Herr 88 mich verkloppen wollte. Hat er aber nicht. Vielleicht hatte er ja Angst vor mir. Genau. Er war ja nur fast 3 Köpfe größer, als wie ich. Das ist ja auch keine Kunst. Aber er hätte doch keine Angst vor mir haben müssen. Ich kann doch keiner Fliege was zu Leide tun. Wär ja auch überhaupt nicht fair gewesen, wenn ich ihn verprügelt hätte. Bin bestimmt viel schlauer als er. Hatte ja schließlich Geschichtsunterricht.

Und was erzählt er bloß seinen Kameraden, weil er mich nicht verprügelt hat? Hm.

‚Habe eine Punkbraut im Saturn gesehen! Sie hat sich als Hippimädchen getarnt.‘

‚Und hast du sie ordentlich vertrimmt, Kamerad?‘

‚Habe sie nicht vertrimmt. Hatte Angst vor ihr.‘

‚Warum Kamerad?‘

‚Weil sie so klein war!‘

Und selbst, wenn es eine halbwegs ernst gemeinte Anmache gewesen wäre, hätte ich schon ein Wenig mehr erwartet. Gerade bei denen, die die Zucht und Ordnung per se erfunden haben, hätte ich bei einem Ewiggestrigen echt erwarten können, dass er sich wenigstens vorstellt und sein Anliegen vorträgt. Meine Erwartungshaltung ist halt immer zu hoch. Nachdem ich das bei jedem Menschen erwarte und es noch nicht mal die mit mehr IQ schaffen, ihren Namen und ihr Anliegen vorzutragen… Ich kann es halt immer nicht glauben. Aber ist es denn so schwer.

‚Hans, Nazi, aufs Maul!‘ und/oder ‚Hans, Nazi, Ficken?‘

Nun in einem ganzen deutschen Satz:

‚Mein Name ist Hans, ich bin Nazi und ich würde dich gerne vertrimmen!‘

Oder: ‚Mein Name ist Hans, ich bin Nazi und hätte gerne Geschlechtsverkehr mit dir!‘

Oder eine Variation aus Beiden, hätte ich mir ja vielleicht noch eingehen lassen, aber krieg der Affe sein Maul nicht auf, kriegt er auch kein Zucker. Ich will auch immer viel und krieg es nicht.

Am Liebsten wäre mir allerdings gewesen: ‚Mein Name ist Hans, bin Nazi und Vergewaltiger und ich würde mich gerne resozialisieren lassen!‘

‚Ich hab auf dich gewartet!‘

Ich laufe gerade im Moment in die Küche und hole die kleine Muskatreibe von der Tupperware und lege sie in meine Handtasche, ich glaub ich gehe morgen wieder zum Saturn. Und da soll nochmal einer sagen, ich könnte keine Männer quälen.

Papa schickt mich einkaufen

Papa schickt mich einkaufen.

Ich stehe im Saturn und habe aus einem unerfindlichen Grund Hitzewallungen. Meine Brüste fühlen sich so an, als würden sie gleich platzen. (Nein, ich bin nicht Schwanger, ich bin nur fett und vom Blasen, Vibratoren und / oder Dildos kann man NICHT Schwanger werden! Ich schiebe das jetzt mal aufs Alter!) Habe ‚Den Blutigen Pfad Gottes‘ Teil 1! (ab 18 – scheinbar ungeschnitten), American Psycho und Foor Rooms im Arm. Suche eigentlich ein Paar Filme der Action Cult Uncut Reihe für meinen Vater und Last Man Standing mit Bruce Willis. Ich wühle mich gerade durch D für ‚Das Gesetz bin Ich‘.

Da kommt ein Riesenkerl, tätowiert und scheinbar genauso asozial wie ich, an meiner Regalreihe vorbeigelaufen. Wie im Comic bleibt er, wie vom Blitz getroffen, stehen und seine Augen stechen förmlich hervor. Starrt er mich an? Nein! Ich drehe mich um und suche die halbnackte Pornodarstellerin, weil wegen mir kann er ja nicht so ausflippen. (Habe mich heute wieder als Hippiemädchen getarnt, Hose unter Rock, gestreifter Strickpulli, Strümpfe passen nicht zu den Streifen auf dem Pulli und eine Wollmütze.) Als ich mich wieder umdrehe, ist er verschwunden. Ich suche weiter nach Charles Bronson. Da sehe ich einen Schatten durch das DVD-Regal und höre ein aufgeregtes Pfeifen. Hm. Der Kerl, der übrigens so was wie ein Metalshirt an hat, steht mir quasi gegenüber. Nur noch das DVD-Regal trennt uns voneinander.

Ich habe D durch und gehe um die Ecke zu M für McQuade der Wolf. Der Kerl hatte eine auffällige Tätowierung am Hals. Eine 88 in einer brennenden Billardkugel. Nein, keine 81, es muss ja gleich eine 88 sein. Hm. Wie einfallsreich! Überlege mir eine 42 auf den Hals tätowieren zu lassen, das würde Einigen bestimmt zu denken geben.

Der Typ beobachtet wie ich auf Zehenspitzen im Regal herum wühle. Er macht merkwürdige Geräusche. Nicht aggressiv. Der erste Nazi, der mir nicht gleich aufs Maul hauen will. Habe mich wohl erfolgreich als Hippiemädel getarnt. Er denkt doch nicht, dass meine zwei blauen Schwänzchen, eine Reneecutfrisur darstellen sollen. Geht’s dem noch gut. Vielleicht braucht der eine Brille. Ich hab blaue Haare, Mann! Vielleicht ist er auch Farbenblind. Und hab ne geringelte Wollmütze und Docs mit offenen, schwarzen Schnürsenkel an. Blind wird er ja nicht sein. Ich kann mich doch nicht ganz als Hippiemädel tarnen. Der gibt immer noch Geräusche von sich. Will der mich anmachen?

Ich muss unweigerlich an das Hüsteln von Dulph Lundgren in Expendables 2 denken. Für Dolph Lundgren hätte ich mich mitten im Saturn ausgezogen und aber da gehört hier nicht her.

Ich blicke auf ‚Den Blutigen Pfad Gottes‘ in meinen Armen und nochmal im Vorbeihuschen auf den Typen. Nein, Bine mach das nicht. Ich gehe zu den ‚Ab 18 Splatterfilmen‘ und er läuft mir, wie ein deutscher Dackel, hinterher. Ich wollte ja auch schon immer einen Dackel haben. Einen ganz einen Kleinen. Aber ein Mann, der mir folgt, weil er mich anmachen will. Ob sexuell oder aggressiv. Schon habe ich die Lust an dem großen, starken Mann verloren. Ich laufe zu den Heimatfilmen. Er bemerkt, dass ich ihn wohl verarschen will und haut ab. So ein Depp. Hätte er Halstuch getragen und wäre er ein Wenig deutlicher geworden, hätte ich ihn vielleicht sogar gefickt. Wenn ich die Tätowierung währenddessen entdeckt hätte, hätte ich ihn in den Arsch gefickt. Aber so, muss der Nazi leider draußen bleiben. Hm.

Als ich nach Hause komme und meine Einkaufstüten in meine Wohnung schleppe, bekomme ich wieder Hitzewallungen. Völlig begründet. Was muss ich auch den halben Lidl leer kaufen. Hätte ich den netten Dackel von den 88 vielleicht doch abschleppen sollen? Wollte ja schon immer mal nen 1EuroNazi haben, der mir die Taschen hoch trägt. Verdammt Bine, denk doch mal an dich, bevor du Leute verurteilst. Das wäre doch eine schöne Resozialisierung gewesen. Erst hätte ich ihm mit der Muskatreibe von der Tupperware die 88 vom Hals geschrubbt und dann hätte ich in meiner Küche bestimmt was gefunden, was ich ihm in den Arsch hätte schieben können.

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