Ich suche einen Mann…Teil 51 – Mein frostiger Schneeschuh

Ich suche einen Mann…Teil 51 – Mein frostiger Schneeschuh

22271_1204414557152_7686257_nIch suche einen Mann, der mit mir Skifahren geht, auch in ÄgDSCN5763ypten und zwar im Sommer und dann ‚Like ice in the sunshine!‘ singt. Ich suche einen Mann, der mir im Sommer einen Schneeball herzaubert, um mich ordentlich damit einzuseifen. Einen der in jeder Jahreszeit eine Schneebar bauen würde, notfalls aus ‚Last Christmas!‘-CD’s, Eiswürfel und/oder Steckerleis. Einen der für mich und seine Huskys einen Kühltransporter organisiert, um damit nach Grönland zu fahren und dann mit mir barfuß durch den Schnee zu tollen. Ich suche einen Mann, der koerperfeu3kein Problem damit hat, wenn ich ohne Vorwarnung den Schneeengel mache, auch wenn es 35°C im Schatten hat. Ich suche einen Mann, der für mich jedes Thermometer mit -4°C überschreibt. Und wenn mein Schneemann mich dann ausreichend abgekühlt hat, dann werden wir herausfinden was ein Old King Clancy wirklich ist, mit oder ohne Ahornsirup.

P.S. Vorsicht akuter Hirnüberhitzungszustand!

Anmerkung: Dies ist der 51. Teil und eine dringende Jobanzeige von mir, Callabutterfly.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PM

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Ich suche einen Mann… Teil 28 – Mein Gespür für Schnee bei -4°C

Ich suche einen Mann… Teil 28 – Mein Gespür für Schnee bei -4°C

DSCN5763Ich suche einen Mann, der Schnee genauso liebt wie ich. Der sich mit mir, wie ein Schnitzel, freut, wenn es schneit. Der mit mir bei -4 °C, barfuß im Schnee steht, ein ‚Sonne macht albern!‘-Shirt trägt und mit mir ‚Like ice in the sunshine!‘ singt. Ich suche jemanden, schneemit dem ich Schneeengel machen kann, auch im Sommer.
P.S. Und ich hätte vielleicht evtl. gerne n
och einmal in meinem Leben ein sakrales, sexuelles Erlebnis im Schnee, aber nur wenn es keine Umstände macht.

Anmerkung: Dies ist der 28. Teil einer völlig ernst gemeinten Bekanntschaftsanzeige von mir, Callabutterfly, und eine Ode an meinen Traummann, den ich mir grad versuche zu basteln.

Zuschriften bitte via Facebook/Callabutterfly per PMbruna

Steakparanoia

Steakparanoia

Hallo. Hallo. Kann mich mal einer raus lassen? Hallo? Ich bin ganz allein hier drinnen! Hilfe! Sagt mal, des ist nicht witzig. Es ist so kalt hier drin. Menno! Ist das gefrorenes Kondenswasser auf meiner Haut? Unwürdig ist des hier und unbequem und Luft krieg ich auch nicht. Und wie der grobe Typ mich vorhin angefasst hat, als wäre ich irgendeine Billigware. Es ist kalt. Nicht ‚Mimimi‘-Kalt, sondern ‚Man bleibt überall kleben!‘-Kalt. Ich kann meinen Atem sehen. Oh, Gott ich kann meinen Atem sehen, ich werde sterben. Verdammt ich bin ja schon tot. Und in Scheiben geschnitten. Zum Glück haben sie das ziemlich ordentlich gemacht. Wenn ich nicht schon in Stück geschnitten wäre, würde ich mir meinen Arsch abfrieren hier drin. Kann mal jemand die Heizung anstellen? Das istIMG_0488 ja unzumutbar. So kann ich nicht arbeiten. Und ehrlich, mich neben so eine reduzierte Pferdefleischlasagne zu stecken, ist ja wohl eine absolute Zumutung. Ich werde mich beschweren, bei Amnestie International und beim Roten Kreuz. Ich hab auch Rechte.

Und außerdem kann ich bei – 4 Grad nicht arbeiten. Wenn ich Beine hätte, würde ich zu meinem Wohnwagen gehen. Ich hab keine Beine! Oh, verdammt ich hab ja auch keine Arme. Nein, ich bin nicht Bernd das Brot, ohne Arme und Beine. Menno, ich spiel nicht mehr mit. Ich hab Gefühle und ich bin mit der Gesamtsituation wirklich sehr unzufrieden. Und lustig ist das auch nicht, ich kündige. Jetzt machen die auch noch das Licht aus. Hallo. Hallo. Kann mal jemand das Licht anmachen. Hilfe. Hilfe. Oh mein Gott, hier ist noch jemand. Ja, beim mir hier. Hilfe. Hier ist was Lebendiges. Hab Angst. Hilfe. Kann mich mal jemand hier rausholen. Es ist bestimmt die Pferdefleischlasagne. Die will mich auffressen…

 

22-12-12 – The day after yesterday

22-12-12 – The day after yesterday

axtIch wache zitternd auf. Alter, ist des kalt. Ich kann es nicht fassen, gefrorenes Kondenswasser auf meiner Stirn. Ich schaue auf mein Handy, die Uhrzeit steht da, aber das Netz ist aus. Hm. Ich muss wirklich irgendwann umziehen, dass ist ja wirklich eine Zumutung hier. Am Arsch der Welt gibt’s kein Netz. Muss meine Miete kürzen, wegen irgendwas.

Habe vergessen, wie spät es eigentlich ist. Ich suche die Fernbedienung, finde sie und drücke auf den Knopf. Nichts passiert. Ich drücke wie eine Verrückte auf den Knopf, nichts passiert. Ich blicke nach vorne, da leuchtet auch kein Standby-Licht. Hm. Mein Blick schweift durchs Zimmer. Internetkastel aus. DVD-Player Licht aus. Das Ladekabel meines Laptops flimmert nur noch schwach und geht dann auch aus. Ich wollte mir doch noch einen neuen Akku kaufen. Verdammt. Ich stehe widerwillig auf und tappe ins Bad. Gegen den Arsch abfrieren hätte ich gar nichts, wenn es nicht so kalt wäre. Das Licht geht nicht und es ist im Bad noch kälter. Ich geh pinkeln und putze mir die Zähne mit eiskaltem Wasser. Zu mehr fehlt mir der Mut. Eiskalt Duschen ist nicht so mein Ding. Der Wasserkasten meiner Klospülung gibt seltsame Geräusche von sich. Kalt Duschen ist wohl auch nicht so sein Ding. Verwöhntes, teures Dreckstück. Nur weil meine bescheuerte Vermieterin die Klospülung ans Warmwasser angeschlossen hat, macht der Spülkasten jetzt Stress. Fick dich! Mir ist scheiß kalt und du machst Zicken!

Wollte doch meine Miete kürzen.

Ich zieh mich, den Temperaturen angemessen, an. Dann mache ich mein Dachfenster auf, stelle meinen Fußhocker auf meinen Lesesessel und klettere aufs Dach. Es hat gefühlte -4 °C! Irgendwie hat es immer -4°C, wenn ich auf ein Thermometer blicke. Deswegen habe ich Keines. Ich blicke in alle Fenster meiner Nachbarn und die Straße entlang. Keine Zombies. Es brennt aber auch kein Lichtlein und das zwei Tage vor Weihnachten. Da hat wohl jemand seine Stromrechnung nicht bezahlt. Haha! Das ist die Rache für die übertriebene Weihnachtsbeleuchtung. Ich reibe mir die Hände, nicht nur vor Kälte, sondern auch vor lauter Schadenfreude. Ich muss für unliebsame Beobachter aussehen, wie ein blau gefrorener Grinch! Aber wer bespannt die Spanner. Keiner?

Warum auch immer, beschließe ich in die Arbeit zu fahren. Und ich beschließe mich nicht unbewaffnet auf den Weg zu machen. Es ist immer absolut unabdinglich seine Axt mit sich zu führen. Laufe mit meiner Axt in einem Stoffbeutel, einem Handtuch über der Schulter und blauen Gummihandschuhen zum Auto. Warum der Stoffbeutel, weil ich Angst habe, es könnte einer sehen, dass ich eine Axt dabei habe. Muss mich erst dran gewöhnen, dass hier keiner ist. Ich stecke die Axt hinter meine Feuerkiste. Hehe. Mit genug brennbaren Material kann ich zumindest noch ein hübsches Feuerchen machen. Hab gehört, dass Zombies ganz gut brennen sollen. Die rechnen ja auch nicht damit, dass sie auf einen Feuerkünstler treffen, wenn sie so durch die Gegend schlurfen. Ich nehme die Axt wieder aus dem Kofferraum und steige ein.

Ich fahre los. Die Axt, angeschnallt, am Beifahrersitz. Safty First! Kein Radiosignal. Ich lasse den Sendersuchlauf suchen, nichts. Die Straßen sind menschenleer, leider auch keine Zombies!

Ich schau nochmal aufs Handy, kein Netz, auch nicht als ich am O² Gebäude vorbeifahre.

Ich blicke an den Himmel und suche nach den Großen Alten. Ist ja nicht so, als hätte ich mich nicht auf Cthulhu und Co. vorbereitet. Außer dem typischen Hochnebel kann ich aber nichts erkennen. Für den Weltuntergang ist es mir entschieden zu ruhig. Mann, ich wollte doch mit einem lauten Knall abtreten. Mit einer riesigen Party. In einem Shortbus, bei Sodom und Gomorrha…Und nun, Stille, soweit das Auge reicht.

Als ich begonnen habe die Adventskalendergeschichten zu schreiben, hätte ich nicht gedacht, dass ich einen Zeitsprung über 3 Jahre machen würde. Drei Jahre auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und dann so was. Keiner da. Nur ich und Mikroben. Der Sinn ist es wohl, dass ich am 22.12.12 in die Arbeit fahre. Frau Rösner, im Jahr 2009 wäre es Dienstag gewesen, aber heute ist Samstag. Wir lernen es wohl nie!

Da brauche ich mich nicht wundern, dass keiner hier ist, die machen alle noch Weihnachtseinkäufe. Aber auch in der Innenstadt ist nichts los. Ist vielleicht schon Heilig Abend und ich habe es nicht mitbekommen? Oder haben die Großen Alten zu viel Julfest gefeiert. Oder die Aliens waren da und haben die ganzen Idioten mitgenommen, aber warum haben die mich vergessen. Und wen haben die noch vergessen? Ich will nicht der letzte Mensch auf Erden sein. Wer bumst mich dann. Mann, es ist Winter und es hat -4 ° Grad. Für eine Rettichzucht ist es entschieden zu kalt und ohne Strom kann ich auch kein Treibhaus aufmachen.

So geht die Welt zu Grunde, einsam, allein, ohne Schwanz! Und Rettiche züchten und Dildos schnitzen bis ans Ende aller Tage fällt auch aus. Verdammt. So macht der Weltuntergang einfach gar keinen Spaß. Menno.

Ich fahre zum Saturn, der Hort meiner Inspiration im letzten Jahr. Die Theresienwiese ist leer gefegt. Sogar das Tollwood ist verschwunden.

Aber was ist dass, da sind Menschen, ganz viele und sie marschieren in Reih und Glied. Zwar nicht nackt, aber das kann ja noch kommen. Ich fahre verbotener Weise durch die Absperrung auf die Theresienwiese und halte auf die Herde strammer Gesellen zu. Eine ganze Herde 1Euronazis nur für mich. Das wäre doch nicht nötig gewesen. Aber ist denn jetzt schon Weihnachten? Endlich hab ich sie gefunden meine Lebensaufgabe. Ich halte an und krame gleichzeitig nach meiner Muskatreibe von der Tupperware. Dann steige ich aus und gebe mich als die uneheliche Enkeltochter von Adolf Hitler aus. Entnazifizierung 2.0. mit blauen Gummihandschuhen. Das wird ein Spaß. Danke, Großer Alter, ich habe verstanden, du willst auch nicht, dass die Zucht und Ordnung die Weltherrschaft an sich reißt. Ich auch nicht. Aber eine Familienpackung Wund und Heilsalbe wäre schon sachdienlich gewesen. Wie gut, dass ich wenigstens mein Handtuch dabei habe. Das wird euch mehr weh tun wie mir.

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