Sitzt ne Frau allein an der Bar – Klappe die Zweite

Sitzt ne Frau allein an der Bar – Klappe die Zweite

6797798903_a598259c11Sie trank wieder ihr obligatorisches Feierabendbier, wie jede Woche. Der Barkeeper sprang immer noch oder schon wieder mit einer Fliegenklatsche hinter der Theke herum.

‚Was sagt der Kammerjäger?‘ fragte sie über ihr Bier hinweg.

‚Einen Scheiß und ne saftige Rechnung!‘ rief der Barkeeper verärgert.

‚Kann ich doch so ein Grünzeug haben!‘ fragte sie und hielt ihm ihr Bier hin.

Er griff nach einem Limettenschnitz und schob ihn genüsslich in den Hals des Bieres in ihrer Hand. Kurzes betretenes Schweigen, dass sie abrupt unterbrach, als sie wieder ihr Antibrumm aus der Handtasche zog und sich selbst von oben bis unten damit ein sprühte, dann die Stühle neben sich, die Theke und den Barkeeper, der sie immer noch merkwürdig lächelnd anblickte.

‚Wo bleibt der Kleine heute?‘ versuchte sie so beiläufig wie möglich zu fragen.

Er zuckte nur mit den Achseln.

‚Ich hab ihn doch nicht unnötig verschreckt, oder?‘

‚Wahrscheinlich ist er seit dem am Wichsen!‘ grinste der Barkeeper, so dreckig es ihm möglich war.

Plötzlich stolperten 4 konservative Arbeitszombies in die Kneipe und schlichen durch den ganzen Gastraum bis in den Nebenraum. Dann waren sie nicht mehr zu sehen.

Die Frau und der Barkeeper blickten sich kopfschüttelnd an.

‚Was wollen die Anzugheinzen hier?‘ fragte der Barkeeper verwundert.

Nicht, dass ihr am Ende eine Juppiekneipe geworden seid?‘ erwiderte die Frau und nippte an ihrem Feierabendbier.

‚Nicht, dass ich am Ende noch kündigen muss.‘

Ihr Gespräch wurde von merkwürdigen Geräuschen von der Tür unterbrochen. Die Tür knallte ins Schloss und der Praktikant kam in den Gastraum gestolpert. Er schnappte sich einen Barhocker, zertrat ihn, schnappte sich zwei abgebrochene Stuhlbeine und rannte wieder zur Tür. Wenig später kam er wieder und ließ sich keuchend auf einen Barhocker fallen, der neben ihr stand. Völlig apathisch klammerte er immer noch eines der abgebrochenen Stuhlbeine an sich. Er war ziemlich blass um die Nase, er schwitzte und zitterte zu gleich.

‚Den Barhocker zieh ich dir vom Lohn ab!‘ meinte der Barkeeper und stellte ihm ein Bier hin. Der Bub schnappte sich das Bier und trank, als würde sein Leben davon abhängen.

‚Brauchst es nur zu sagen, wenn ich dich letzte Woche überfordert habe!‘ rief die Frau leicht eingeschnappt.

Er blickte sie völlig fassungslos und immer noch schwer atmend an.

‚Hey Alter, wie schaust du denn aus der Wäsche?‘ fragte der Barkeeper besorgt. Er machte sich doch tatsächlich Sorgen um seinen Schützling.

‚Ich hab tote Menschen gesehen!?!?!‘ flüsterte der Praktikant keuchend.

‚Mann, deine Mutter. Ich bin hier der Bestatter, wenn hier jemand tote Menschen gesehen hat…!‘ rief der Barkeeper aufgebracht.

Der junge Praktikant beugte sich über die Theke und flüsterte dem Barkeeper geheimnisvoll zu: ‚Zombies Mann, da draußen sind Zombies, Mann!‘

‚Ist schon klar, sag doch einfach, dass ich eine alte Kuh bin und dass du Angst davor hast, allein mit mir und einem Eimer Kunstblut in einem Raum zu sein!?!‘ rief die Frau. Sie schien mittlerweile fast schon ein Bisschen wütend zu sein.

Der Praktikant schien überhaupt nicht gehört zu haben, was sie ihm grad an den Kopf geworfen hatte. Er beugte sich zu ihr rüber und versuchte zuckersüß zu lächeln, was ihm nur bedingt gelang. ‚Würden Sie eventuell mit mir vögeln, bevor wir hier alle drauf gehen?‘

Der Barkeeper gab dem Praktikanten einen Klaps mit der Fliegenklatsche auf den Hinterkopf und rief wieder: ‚Ey, sag mal, wie redest du denn mit unserem einzigen Stammgast, heute?‘

‚Ja, der Pornostammtisch war auch schon mal besser besucht!‘ meinte sie fast beiläufig. ‚Und auf die 4 Arbeitszombies da hinten können wir auch verzichten.‘

Wie von der Tarantel gestochen, sprang der Praktikant auf, hob das abgebrochene Stuhlbein hoch über den Kopf und lief dann schreiend ins Nebenzimmer. Wenig später konnte man ein Geräusch langsam auf den Boden britscheln hören.

‚Der fängt ja wohl nicht ohne mich an?‘ rief sie, zog blaue Gummihandschuhe aus der Handtasche, um sie fast schon genüsslich überzuziehen. Dann schnappte sie sich ein Teil des zertretenen Barhockers und lief ihm nach. Als sie den Nebenraum betrat, stand der junge Bursche blutverschmiert auf dem Billardtisch und um ihn herum lagen ein paar zermatschte Arbeitszombies.

‚Schätzelein, sollen wirs gleich auf dem Billardtisch machen?‘ rief sie und lies das Stuhlbein sinken.

‚Ich kündige!‘ meckerte der Barkeeper.

‚Sag mal, wenn die Zombieapokalypse in eurem Schuppen ausbricht, bleibt sie dann auch hier?‘

‚Wir sind nicht in Las Vegas, Lady!‘

Auf dem falschen Fuß erwischt und aufgestanden…

Auf dem falschen Fuß erwischt und aufgestanden…Böser Fehler!

970082_10200207019844835_627248111_nEs gibt so Tage, da sollte man nicht aus dem Haus gehen. Man sollte besser im Bett liegen bleiben, sich die Decke über den Kopf ziehen und weiter Fernsehen. So wie es alle Anderen machen. Wie das gehen soll, mit der Decke über dem Kopf fernsehen, frage ich mich auch grad, aber ihr wisst, was ich meine! Oder? Einfach mal das Hirn ausschalten und nicht über alles nachdenken. Mal nicht grübeln und sich keine Gedanken machen. Gedanken über mich. Gedanken über Leute, Dinge und/oder 42. Weil wer macht sich denn Gedanken über Leute, die sich Gedanken über Leute machen? Es bespannt ja auch keiner die Spanner. Wer macht sowas? Man stellt sich ja auch nicht neben eine Nutte und erklärt ihr das Blasen. Und wie ich mir Gedanken über Begegnungen mit anderen Menschen mache, über Dinge, über Begebenheiten und vorallem über 42 und über alles und so. So hat alles einen Grund, warum alles passiert. Das ist der Lauf der Dinge auch wenn der Lauf der Dinge nicht mit meinem Way of Life zusammenpasst.

Vorallem grübel ich über Begegnungen nach, von Menschen, die mich kennen, ich sie aber irgendwie nicht kenne. Ober ich mich einfach nicht mehr daran erinnern kann. Mein Hirn ist so vollgestopft mit Dingen, dass ich mich an die kleinste Kleinigkeit nicht mehr erinnern kann. Aber Hauptsache ich merke mir die bescheuersten Filmzitate. Grrr. Ich schweife ab…

Männer die meinen Blog lesen oder gelesen haben und ich nicht mal ihren Namen kenne. Wie nachlässig von mir, könnte man meinen, aber es stellt sich ja nicht jeder bei mir vor, nur weil er mich liest. Ich werde konsumiert, einfach so und ich kriege es nicht mal mit. Ist auch irgendwie schade. Aber was solls, ich kanns ja nicht ändern. Lächeln und nicken und es schade finden! Hoffen, dass man sich immer zweimal im Leben trifft. Auf ein Bier oder so. Mal quatschen und weniger einseitig konsumieren.

Und was ist, wenn das schon das Zweite mal im Leben war und ich das erste einfach nur vergessen habe, und dass zweite Mal irgendwie verpenntt, weil ich wieder unaufmerksam war und/oder zu viel um die Ohren hatte. So wie in den letzten paar Monaten ich einfach zu viel um die Ohren hatte. Und so wie es mir schein immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich hab ganz schlimmens UnterSchreiben, UnterBar und eine Gehirnblockade. Aber keineswegs eine Schreibblockade. Hm. Wenn mein Kopf endlich platzt ist mein Roman fertig und/oder es gibt eine riesen Sauerrei. Ich schweife schon wieder ab…

Wird es ein drittes Mal geben? Oder ist die Chance verpasst. Für immer. Für immer am falschen Ort, allein an der Bar. Unverstanden an einem Desperado nippen.

Wo wir grad beim Feierabendbier sind. Fakt ist, wenn man jeden Tag ein Feierabendbier braucht, muss man was am Feierabend ändern. Vielmehr, an dem was vor dem Feierabend ist. Also gar nicht mehr hingehen und zuhause bleiben und weiter fernsehen, so wie die ganzen anderen Idioten, die den ganzen anderen Idioten, (So wie ich einer bin!) die das Tag ein Tag aus machen, also aufstehen und in die Arbeit gehen, auf der Tasche liegen. Schwerer Satz, aber ihr wisst was ich meine.

Aber das ist ja nicht so wirklich meine Art. Mir würde nach 2 Tagen die Decke auf den Kopf fallen und meinen Roman würde ich auch nicht fertig schreiben, weil ich brauchs ja schon so ein bisschen, den ganzen Tag vom Alltag gefickt zu werden, wenn es sonst schon keiner tut.

Gott, hätte ich gerne einen Penis, dann würde ich dem Volksmund den ganzen Tag ins Maul ficken. Bis es der Gesellschaft bei den Ohren rauskommt. Dann würde ich den roten Stuhl im weißen Raum zertreten und die Gesellschaft mit dem abgebrochenen Stuhlbein mit Anlauf ohne Gleitcreme in den Arsch ficken, bis dem Volksmund die Scheiße aus der Fresse läuft.

Aber nachdem ich leider keinen Penis habe und es mit einer handelsüblichen Zucchini nur halb so viel Spaß macht, werde ich dann wohl doch kein Volksmund- und/oder Gesellschaftstriebtäter, auch wenn es der Volksmund genauso verdient hätte, wie die Gesellschaft.

Die, die wollen, die können nicht. Und die nicht können, wollen. Keiner will was dran ändern, vorallem man selber nicht. Es läuft doch alles, so scheint es. Aber im Schönreden waren wir ja schon immer ziemlich gut. Einfach mal nicht hinsehen und nichts machen, also nicht aufstehen…

Paragraf_78_0Aber was ist, wenn das jeder macht, dann ersticken wir im Müll… im Müll unserer Gesellschaft. Und ganz oben auf sitzt der Volksmund und fickt die Gesellschaft in den Arsch, mit einer handelsüblichen Zucchini. Und warum? Weil der Volksmund keinen Schwanz hat und vorallem keine Eier. Und mit einer handelsüblichen Zucchini macht es halt nur halb so viel Spaß, aber es funktioniert.

Heute ist nicht mein Tag. Bin mit dem falschen Fuß aufgestanden und hab mich selbst auf dem falschen Fuß erwischt. Zur falschen Zeit am falschen Ort. Scheiße. Warten auf 42 und eine 3. Chance. Oder beides. Wär ich nur im Bett geblieben und hätte mir weiter die Decke über den Kopf gezogen und hätte versucht dabei weiter fernzusehen…Paragraph 78 zum Beispiel. Die Moves sind das Einzige was mir heut den Tag versüßen konnte…Danke für die Aufmerksamkeit! Gute Nacht…

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