Das ist nicht die Bine, die du suchst…Teil 24 – Nerdgeschoss

Das ist nicht die Bine, die du suchst…Teil 24 – Nerdgeschoss

376882_4834545108147_134652921_nEs gibt Wörter, die üben auf mich so einen unglaublichen Reiz aus, dass ich sie mir gleich aufs T-Shirt drucken lasse. Nerdgeschoss ist so ein Wort. Ich bin nicht nur ein Nerdgeschoss, ich wohne auch in einem Nerdgeschoss und ich suche ein männliches Nerdgeschoss, der der Vater meiner zukünftigen Comic-Sammlung werden will. Und bis dahin tu ich Dinge, die Nerds eben so tun. Ich stricke Jayne Cobb Firefly Gedächtnismützen, schaue mir dabei irgendwelche Serien an, schreibe meinen Blog und lerne Filmzitate auswendig. Man weiß ja nicht für was es gut ist, Aliens komplett mitsprechen zu können, es könnte ja mal der Ton ausfallen, wenn ich mir Aliens, zum gefühlten 999 Mal anschaue.

Wo ist der Stau geblieben?

Wo ist der Stau geblieben? Oder der Angriff der omniintelligenten Killerpollen….(03.02.2009)

Nachdem gestern alle Menschen, denen ich begegnet bin, wie aufgeschreckte Hühner, den morgigen Tag schon schlechter geredet haben, als er der Wahrscheinlichkeit nach werden würde, hab ich mich dann bis in die Abendstunden völlig von dieser ‚Morgen bricht die Welt zusammen‘-Hysterie anstecken lassen. Ich war dann quasi auch ein aufgeschrecktes Huhn und hab dann natürlich auch alle mit der ‚Morgen bricht die Welt zusammen‘-Hysterie angesteckt. Diese Hysterie ging wie eine ansteckende Lauffeuerkrankheit durch die ganze Stadt und jeder war irgendwie infiziert. Da waren sie wieder die omniintelligenten Killerpollen. Ich hab mir ernsthaft Gedanken gemacht, die Nacht in meinem vor der Arbeit parkenden Auto zu verbringen.
Ich bin dann aber doch nach hause gefahren, mit dem festen Entschluss, heute alles ganz ruhig angehen zu lassen. Ich habe mir keinen Wecker gestellt. Um 09.00 Uhr bin ich völlig entspannt erwacht, hab mich nochmal umgedreht. Irgendwann bin ich ins Bad und hab den Radio angemacht und die Verkehrsmeldung besagte:
‚München ! Stau ? Überall alles dicht!‘
Dann legte ich mich erstmal mit Fichtennadelbadezusatz zur völligen Entspannung in die Wanne. Ich habe in aller Seelenruhe meinen Kopf rasiert und meine Haare gewaschen und mir echt Zeit gelassen. Hab mich ganz langsam angezogen und für die Arbeit fertig gemacht.
Um 10.50 Uhr verließ ich das Haus und um 10.55 verließ ich mein Wohngebiet. Alle Straßen waren völlig ausgestorben. Kein Mensch war zu sehen. Vereinzelt kamen mir völlig entspannte Autofahrer in ihren Autos entgegen. Völlig entspannte Fußgänger mit ihren völlig entspannten Dackeln gingen spazieren. Es war so, als wäre nichts passiert. Als würde niemand streiken. Es war so als wäre Neujahr, nur ohne Schmutz auf den Straßen. Im Radio läuft wieder die Meldung:
‚München ! Stau ? Überall alles dicht!‘ Ich zweifle an meinem Verstand und suche noch verzweifelter nach dem Haken. Selbst als in die große Stadt hinein fuhr, konnte ich kein bisschen Chaos erkennen. Es war sogar viel zu ruhig auf den Straßen. Es war fast so, wie beim Endspiel der Weltmeisterschaft, da war ich auch mit dem Auto unterwegs und außer mir niemand. Mein Hirn spielt mir bestimmt einen Streich und ich bin im Stau des Jahrhunderts eingeschlafen und habe bestimmt wieder einen dieser Endzeitalpträume. Bestimmt klopft gleich ein Alien in Polizeiuniform aus senffarbenen Latex an meinem Autofenster und bietet mir mein lang verschwundenes angebissenes Käseschinkentoast an. Ich haue mir zu Sicherheit erst auf die Hand und dann auf die rechte Backe. Dann halte ich auch noch die Linke hin. Scheiße ich werde mein angebissenes Käseschinkentoast wohl nie wieder sehen und es ist immer noch kein Verkehrschaos in Sicht. Ich glaube der Stau streikt auch. Die Bushaltestellen sind leer. Und da fährt sogar ein Bus. Hm. Die Verdi wird doch nicht nachgegeben haben. Ein Wunder ist geschehen. Nein das kann nicht sein, nicht die Verdi. Die omniintelligenten Killerpollen sind bestimmt schon in mein Gehirn eingedrungen und malen mir Trugbilder auf die Augen. Ich fahr auf den Zubringer auf den Mittleren Ring durchs Olympia Zentrum und es ist einfach kein Auto da. Unglaublich. Auf dem Ring ist normaler Verkehr. Auf der Donnersberger Brücke ist so gut wie nichts los. Die einzige kleine Verkehrsbehinderung ist ein Schulbus vor mir, als ich in das Wohnviertel im Westend einfuhr. Um 11.10 Uhr war ich an der Stempel Uhr.
Soviel zum Thema
‚Morgen bricht die Welt zusammen‘-Hysterie. Am Besten ist es doch wirklich sich einfach von allen am Arsch lecken zu lassen und sich einfach mal nicht stressen zu lassen. Einfach alles so machen wie immer und sich mal Zeit für sich nehmen. Dem Volksmund mit der eigenen Hysterie eine aufs Maul hauen. Dann hat ‚Murphys Law‘ keine Chance einen fertig zu machen.
Nachtrag: Ich bin heute nach der Arbeit noch in der Stadt unterwegs gewesen. Vom Westend in den Norden und dann nach hause und ich bin erschreckender Weise heute den ganzen Tag nicht einmal im Stau gestanden. Unglaublich.

Voll auf die zwölf

Voll auf die zwölf

bruce-willis-as-korben-dallas-in-the-fifthIch komme in die Arbeit und nach dem ich meine Stempelkarte immer noch nicht gefunden habe, freue ich mich schon riesig darauf mich gleich wieder mit unserem Empfangsroboter aus alten Stasibeständen auseinander setzten zu müssen. Es ist alles dunkel, es muss ganz schön früh sein. Ich höre meinen Chef schon sagen: ‚Frau Rösner, sind Sie aus dem Bett gefallen?‘ Gedankenversunken komme ich ins Foyer. Ich bemerke nicht die orangeroten Warnleuchten, wie im guten alten Aliens-Film. Ich schrecke erst aus meinen Gedanken, als ich das unmißverständliche Warngeräusch einer schließenden Außenlucke in einem Raumfrachter höre: ‚Öööööööööööhnnnnnnnt! Ööööööööhnnnnnnnnnt!‘

Ich warte auf die automatische Selbstzerstörungssequenz. Hm. Nichts. Als ich zur Stempeluhr gehen will, renne ich gegen irgendwas und pralle mit meinem Gesicht von etwas ab. Ich falle aber nicht um, weil ich mit dem Rücken von etwas aufgefangen werde. Ich freue mich schon auf die Aliens.

‚Die Hände an die Wand!‘

Okay, es ist Starship Troopers, hurra, ich bin kurz davor mir mein Shirt vom Körper zu reißen und den Bugs meine Tätowierung zu zeigen.

‚Legen Sie die Hände in die gelben Kreise!‘

Ja, strike und ich habe zwar meinen Multipass nicht dabei, aber das wird Bruce Willis schon nicht stören, heute muss mein Glückstag sein, dabei bin ich doch noch gar nicht an meinem Adventskalender. Hm.

‚Legen Sie sofort die Hände in die gelben Kreise!‘

Das Licht ist zwar an, aber ich erkenne immer noch nicht so recht, wer oder was hier die Sonne verdunkelt. Ich kucke nach oben und reibe mir den Kopf. Ich bin umkreist von mehreren archaischen Hünen in kackisenfblähfarbenen Uniformen und ihre kantigen Gesichter schauen mich ernst an. Ihre Köpfe sind gekrönt von rot besternten Pelzmützen und auf meiner Augenhöhe sind ca. 12 durchtrainierte Brustmuskeln, die mich irgendwie auch finster anstarren. Gegen eine von diesen steinharten Mannermöpsen bin ich wohl vorhin gelaufen. Dann erkenne ich erst. Hilfe, die Russen sind da. Die Stasi ist wohl von den Russen übernommen worden. So ein Mist, ich wusste nicht, dass die europaweiten Ausschreibungen in deutschen Ämtern auch nach Mütterchen Russland gehen. Was machen die nur für einen Aufstand, ich will nur einstempeln und dann meinen Dienst tun. Der Staatsdienst wird auch immer gefährlicher.

‚Legen Sie sofort die Hände in die gelben Kreise, oder sonst!‘

Als mir eine Kalaschnikow an den Kopf gehalten wird, sehe ich an der Stelle, an der eigentlich die Stempeluhr sein sollte, zwei gelbe Kreise. Ich werde unsanft an die Wand geschoben.

‚Beine auseinander!‘ (RRR)

Nachdem ich immer noch total perplex bin, reagiere ich nicht gleich und einer der riesigen Russen drückt mir mit seinem Knie die Beine auseinander. Irgendwie finde ich es ziemlich scharf, wenn die Wachposten mich jetzt jeden Tag an die Wand stellen, um mich erst mal ordentlich zu durchsuchen, dann hätte ich da bestimmt meine Freude dran. Warum ist eigentlich nie jemand da, der mir auf die Finger haut, wenn ich schmutzige Gedanken habe. Ich werde ziemlich grob durchsucht und dabei hält mir einer weiterhin seine Kalaschnikow gegen die Schläfe.

So eine Scheiße, er hat die Sicherung noch drin, böser Fehler. Nichts ist gefährlicher als eine gesicherte Kalaschnikow, das kann echt ins Auge gehen und bei meinem Glück wahrscheinlich in Meines. Ich finde es trotzdem ziemlich geil.

Können Sie sich ausweisen?!‘ fragt mich der wachhabende Offizier.

‚Ja und nein!‘ stottere ich.

‚Wollen Sie mich verarschen!?‘ Ich finde es total scharf, wenn dieser Offizier seine Fragen in der Befehlsform stellt. Mir stellen sich die Nackenhaare auf.

‚Ich kann mich als deutscher Staatsbürger ausweisen, aber nicht als Staatsdiener, weil ich meinen Multipass …äh… meine Stempelkarte verlegt habe!‘ stammle ich so vor mich hin. Dann habe ich eine geniale Idee. ‚Vielleicht sollten Sie mich nochmal auf Herz und Nieren durchsuchen, weil ich so ein unartiges Mädchen bin, vielleicht habe ich ja meine Stempelkarte in meiner Unterw…!‘

‚Himmel, Frau Rösner. Sie sollen doch nicht mit dem Wachpersonal spielen. Lassen Sie die Herren ihre Arbeit machen und machen Sie ihre Arbeit!‘ mein Chef steht in der Tür und blickt mich finster an. Er hat aber auch immer ein beschissenes Timing und er gönnt mir aber auch wirklich keinen Spaß. Hm. Widerwillig folge ich meinem Chef zum Aufzug. Im Aufzug betretenes Schweigen, bis mein Chef das Wort ergreift. ‚Frau Rösner, meinetwegen können Sie außerhalb ihrer Dienstzeit mit dem Wachpersonal spielen!‘ Dann grinst er mich ziemlich komisch an. Die Türen des Aufzugs gleiten auf und ich wache auf. Was für eine Scheiße habe ich denn da wieder geträumt. Himmel, es ist Samstag. Bine, du musst am Samstag noch nicht arbeiten. Ich drehe mich nochmal um und hoffe, dass ich nochmal von den Russen durchsucht werde und wir dann beim Paragraph 78 spielen nicht gestört werden.

In Freising an am See

In Freising an am See
Ich war in Freising an am See auf am Markt und muss die ganze Zeit an das Lied von Willy Astor denken. Seehaus in the Freising Sun. Die Sonne scheint wo anders, aber nicht in Freising an am See. Irgendwie ist der Markt am Freitag und Samstag nicht nur wenig bis gar nicht besucht, das Wetter ist nicht nur äußerst bescheiden, es schifft aus Eimern. Irgendwie hat es sich dieses Jahr eingeregnet. Das kann ja eine heitere Saison werden. Zum Glück haben Freitag und Samstag Nacht einen Zubertermin gebucht und die Zubercrew kenne ich auch noch ziemlich gut. Also bin ich trotz des Wetters guter Dinge. Ich feiere irgendwie, dass ich mir ein so tolles Auto gekauft habe, ich werde an diesem Markt wohl im Auto schlafen müssen, weil auf dem Marktgelände alle total aneinandergebatzt sind und für die Schlafplätze der Standhilfen kein Platz mehr ist. Ich verlaufe ich mich auf der Wiese auch die ganze Zeit, weil der Markt ein wenig unübersichtlich aufgebaut worden ist, mir fehlt es irgendwie am nötigen System. Aber es geht nicht nur mir so, irgendwie verlaufen sich ziemlich viele Leute. Hm. Endlich ist es Nacht und wir gehen mit unserer üblichen Zubergesellschaft in den Zuber. Bis auf die pöbelnden Barbaren vor dem Zuber ist es ganz spaßig. Noch während unserem Zubertermin wandere ich in den Zuber der Zubercrew ab. Wir singen bis um ca. 3.00 Uhr der Veranstalter vorbeikommt und sich gar nicht wundert, dass ich auch in dem Lärmzuber sitze. Dabei bin ich immer die Bravste von allen auf dem Markt. Später musste ich auch noch Erste Hilfe leisten, wegen zuviel Alkohol im Zuber. Bin dann so zwischen 5 und 6 Uhr morgens, ziemlich sauber, völlig nüchtern, aber verschrumpelt ins Auto gefallen. Am nächsten Tag kam das Gerücht auf, ich wäre ja bis um 3 Uhr morgens sturzbetrunken im Zuber gewesen beim Feiern. Naja, wenn Gerüchte, dann bitte mit maßlosen Übertreibungen. Aber mit Untertreibungen, die noch dazu nichtmal annähernd den Tatsachen entsprechen, des ist unter meiner Würde. Der Tag war ziemlich nass von oben und kalt von unten und wie gesagt, es waren keine Gäste da. Man hätte mal wieder einen Stein durch den Markt werfen können und man hätte keinen potentiellen Kunden getroffen. Die Stimmung ist am Boden. Das einzige Highlight waren die Johanniter. Der Priester meines Vertrauens, wollte mich zuerst als Hexe verbrennen, bis ihm dann meine Hurenbänder ins Auge gesprungen sind. Er schrie laut: ‚Sie ist eine Hure und eine Hexe!‘ Ich himmelte ihn nur an und meinte: ‚Aber Hochwürden, ihr wisst doch, dass ich eine Hure bin. Ich war doch erst gestern bei euch.‘ Ich lud ihn dann ein, mir heute Abend im Zuber die Beichte abzunehmen. Abends geht es dann wieder in den Zuber. Ich lerne den Retter meines Schwagers kennen. Meine Schwester und Mann waren von ein paar Wochen in Dunkeldeutschland auf einem Markt und da hat sich meine Schwager alias der Marktgraf von Brandenburg und der Veranstalter unfreiwillig mit einer Horde Nazis angelegt. Beide waren Rücken an Rücken in Ordensklamotte von Nazis umgeben und hatten mit ihrem Leben schon abgeschlossen, während meine Schwester erst die Kinder in Sicherheit gebracht und dann die Wikinger zur Hilfe geholt hatte. Nachdem die Wikinger gefragt hatten ob es ein Problem gäbe, haben sich die Nazis dann doch (schlauerweise) vom Acker gemacht. Wie bescheuert kann man eigentlich sein, dass man sich mit Teilnehmern eines Mittelaltermarkte anlegt. Bei diesem Hobby hat jeder zumindest ein Schwert oder eine Axt am Mann und sie können alle damit umgehen. Obwohl die Wikinger keine Waffen brauchen, die schauen auch ohne ganz schön bedrohlich aus. Einer der Wikinger stand den ganzen Abend neben dem Zuber und hat sich mit uns unterhalten. Irgendwie war des ganz lustig, obwohl mein Priester nicht zur Beichte gekommen ist. Schade eigentlich, aber das hätte die Gemüter nur wieder unnötig öffentlich erregt. Ich bin dann irgendwann freiwillig ins Bett. Allein!
Zum Frühstück gab es bei den Herren Spare Rips und ich hätte echt Kotzen können. Stefan vom Zuber klärte uns über den Flugzeugabsturz auf und was für Wetten die Mechaniker am Flughafen abgeschlossen haben.
Nachdem alle Sicherheitsapparaturen, von dem die Blackbox nur eine wäre, beim Auftreffen auf das Wasser zum Senden beginnen, muss es die Maschine in ziemlich viele kleine Einzelteile zerlegt haben, dass sogar die Blackbox kaputt geht. Die übrigens nicht einfach so kaputt gehen kann. Da muss man schon eine riesige Bombe zünden.
Also auf der Hitliste der möglichen Ursachen stehen.
Erstens, die Aliens. Zweitens die Amerikaner, die mal einen Moment nicht auf ihren Tarnkappenbomber aufgepasst haben. Drittens, die Aliens. Und viertens, irgendwelche Terroristen, die eine riesige Bombe ins Flugzeug geschmuggelt haben und sie dann völlig unbemerkt gezündet haben. Fünftens, die Aliens. Den sehr informativen Vormittag beendeten wir und machten uns an die Arbeit. Heute sind alle Gäste da, die die letzten zwei Tag nicht da waren. Es ist quasi die Hölle los. Wo wir gerade bei Hölle sind, die Johanniter wollen mich schon wieder als Hexe verbrennen. Ich beschwere mich lautstark, das der Priester nicht zu seiner Beichte im Zuber gekommen ist. Mein Vorgesetzter steht neben mir. Wie peinlich. Im Vergleich zu den Templern sind mir die Johanniter wesentlich lieber, die sind mir wenigstens verbal gewachsen. Sie müssen nur endlich mal wahrhaben wollen, dass sie mich wirklich hart rannehmen dürfen. Wohingegen die Templer nur immer leise mit vorgehaltener Hand ‚Hexe‘ husten oder niesen. Naja, als Hexe hat Frau es schon immer nicht leicht gehabt. Und Hexenverbrennung will echt gelernt sein. Ein Inquisitionsverhör würde mein Rollenspielerherz wirklich höher schlagen lassen, aber davon kann ich ja wohl noch bis zum St. Nimmerleinstag hoffen.
Der Tag endet mit einem großen Knall, ein Gewitter. Diesmal ohne fliegende Stände, aber dafür mit total viel Regen. Im strömenden Regen bauen wir ab und ich fahre platschnass heim. Ich bin ziemlich froh, mein Zelt nicht aufgebaut zu haben. Als ich zuhause ankomme, hatte es aufgehört zu regnen. Somit konnte ich meine nassen Sachen trocken in Haus bringen. Hm.

Angriff der Killler-Senseokaffeesklaven

Angriff der Killler-Senseokaffeesklaven
Eines Tages komme ich in die Arbeit und meine Senseo ist ausgesteckt. Ich vermute schon wieder die Aliens. Ich suche nach meinem Kaseschinkentoast, nur für den Fall, dass sie es wieder gebracht haben und dabei aus unerfindlichen Gründen (die aber für die Aliens einen logischen Sinn ergeben) meine Senseo ausgesteckt haben. Mittags im Aufzug, fragt mich eine Kollegin, ob ich meine Senseo auch einschicken muss. Ich frage, wieso einschicken? Weil die sonst explodiert, meint meine Kollegin. Alles klar so eine kleine Senseo explodiert einfach so. Reine Panikmache, das hat sie bestimmt aus der Bildzeitung. Und morgen heißt es der Osama Bin Laden hat alle Senseo Kaffeemaschinen für seine Zwecke manipuliert. Sie meint, da wäre irgendwas defekt und deswegen haben die eine Rückrufaktion gestartet. Auf der Website von Senseo könne man sich informieren. Das habe ich dann auch gleich gemacht. Meine ist dabei und habe mir einen Versandkarton angefordert. Es wird empfohlen die Senseo zu entkalken, das habe ich noch nie gemacht und nach dem Gebrauch immer auszustecken. Hm. Und genau ab dem Tag, als ich von der Explodierneigung meiner Senseo erfahren habe, macht diese auch komische Geräusche. Toll. Ich gehe nun bei jedem Kaffee immer in Deckung. Nur für den Fall der Fälle. Ich nehme auch immer meinen Laptop aus der Schusslinie, man kann ja nie wissen…
Und morgen steht es dann in der Zeitung: ‚Tot durch Senseo-Kaffemaschine! Junge Angestellte gerät in eine Kaffeemaschinenexplosion und erliegt ihren schweren Verletzungen. Vorsicht! Kaffee trinken kann lebensgefährlich sein!‘
In den Pro Sieben- Nachrichten würde dann verkündet werden: ‚Kaffee trinken ist lebensgefährlich! Schwere Explosion in Münchner Behörde. Eine Tote, 3 Schwerverletzte. Es wird dringend von Kaffeepadmaschinen abgeraten! Mehr dazu in einem Galileo-Spezial mit Aiman Abdalla.‘
Die Bild würde dann berichten: ‚Terroranschlag in Münchner Behörde. Der Sprengsatz wurde in einer Senseokaffeemaschine ins Amt geschmuggelt! Ein islamistischer Angestellter wurde bereits festgenommen. Bis jetzt liegt kein Bekennerschreiben vor!‘
In der Computer Bild steht dann in der darauf folgenden Woche: ‚Tragischer Unfall durch Senseo-Kaffeemaschinenexplosion. Eine Tote. In einer mehrstündigen Operation konnte der Laptop aber gerettet werden. Belastungstests der Eee PC Reihe auf Seite 23.‘
Ist natürlich nur Spaß, sie ist natürlich nicht explodiert. Nach einer Woche kam das Entkalkungsmittel und wir haben die Senseo in einer mehrstündigen Prozedur mehrmals entkalkt. Danach macht sie noch komischere Geräusche. Hm.
Der Transportkarton wird geliefert und ich schicke die Maschine schweren Herzens weg. Die netten Menschen von Senseo haben uns einen Filterkaffee mitgeschickt, damit wir die Zeit mit bösem Filterkaffee überbrücken können. Aufgrund meines Magengeschwüres verzichte ich die nächsten 10-12 Tage auf Kaffee und warte inständig auf meine geliebte Senseo.
Das nächste Problem ist, ich bin ohne meine Senseo-Kaffeesklaven völlig aufgeschmissen, ich kann doch keinen Kaffee kochen. Das ist neben Eier auch wirklich das Einzige, was ich nicht kochen kann.
Noch vor den angekündigten 10-12 Tagen bekomme ich einen orangen Zettel in den Briefkasten gelegt und ich bekomme meine Senseo wohlbehalten und ohne seltsame Geräusche (allerdings auch ohne Käseschinkentoast) zurück. Seitdem hängt der Haussegen im Büro wieder gerade und die Bine bekommt endlich ihren Latte Macchiato.

Wie ein verschwundenes Käseschinkentoast…

Wie ein verschwundenes Käseschinkentoast….

den Beweis für die Existenz einer intelligenten außerirdischen Lebensform beweist.

Ich komme heute mit zwei Käseschinkentoasts ins Büro. Dann heißt es wir haben jetzt eine Besprechung. Ich beiße in eines meiner beiden Brote, lege es auf das andere Brot und mache die Alufolie wieder zu, damit es nicht vertrocknet und gehe mit meinem Bürostuhl zum Besprechungszimmer. Die Besprechung verschiebt sich um 15 Minuten und ich gehe mit dem Umweg übers Teekammerl in mein Büro zurück. Ich lasse meinen Bürostuhl stehen und nehme meine beiden Teetassen mit schwarzem Tee mit. Ich stelle sie am Ersatzschreibtisch ab und hole meinen Stuhl.

Danach gehe ich wieder zum Teekammerl und hole einen Kinderpingui aus dem Kühlschrank, weil mir die Brösel von dem einem Bissen Brot noch immer im Halse stecken und ich auf Grund meiner Halsschmerzen beschlossen habe, dass Brot erstmal nicht mehr zu essen. Ich nehme ein Telefongespräch an und dann ist auch schon die Besprechung. Ich nehme noch einen Schluck vom Tee und gehe ohne auf das Käseschinkenbrot zu achten mit meinem Stuhl wieder raus.

Als ich zurück komme, ist die Alufolie auseinander gepackt und das angebissene Brot ist weg. Nach Kontrolle sämtlicher Ablageflächen und Mülleimer konnte ich das angebissene Brot nicht wieder finden und nachdem ich einen krassen Hunger habe, kann ich es auch schlecht gegessen haben.

Entweder bin ich oder mein Brot, oder Beide in ein Riss des Raumzeitkontinuum geraten und mir und meinem Magen fehlt jetzt die Zeit, und somit auch die Erinnerung, dass ich jetzt tatsächlich dieses Brot gegessen habe. Die Schmerzen die ich dabei gehabt haben muss, mal ganz außer Acht gelassen. Ich bin ja schließlich krank….im Hals.

Oder mein Brot wurde von Aliens entführt, weil die eine Speichelprobe von mir haben wollten und deswegen genau das angebissene Brot weg ist und das Andere eben noch da ist. Um Himmels Willen, die wollen mich klonen.

Oder wir haben einen Fehler in der Matrix und mein Brot liegt jetzt irgendwo auf der Autobahn und verursacht einen schlimmen Autounfall.

Fürs Protokoll meine Handtasche inklusive meinem Geld, EC-Karte, Ausweis, Führerschein sind noch da und mein Laptop, Fotoapparat, Handy auch. Fremdpersonen kommen nicht in mein Büro bzw. nicht in die Verwaltung wegen dem Datenschutz, da hier niemand Zutritt hat und meine Kollegen sind nicht so arm dran, dass sie ein angebissenes Brot klauen müssen, außerdem waren die alle mit mir in der Besprechung. Die Putzfrauen kommen erst heute Abend und die hätten das zweite Brot gleich mit verschwinden lassen.

Fragen über Fragen. Ich habe ein mords umgedrehtes Deja-vu-Erlebnis und ich habe keine Drogen genommen oder Alkohol getrunken.

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