Manchmal kommt es anders… Der Killer 7

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Der Killer 7

Donnerstag, 16.08.2012, 22.00 Uhr

Auf der Fähre Livorno – Bastia – Kabine 134

Ellen hing schon wieder am Handy und am Laptop zu gleich, während Rutger seine Waffen putzte. Er dachte nach und beim Waffen putzen konnte er am Besten nachdenken. Schade, dass die Reichweite der Wanze nicht all zu groß war. Sie hatten die Vinschgauer nur einen kurzen Moment belauschen können. Aber das hatte eigentlich schon gelangt. Er wollte ihr eigentlich noch sagen, dass die Sache mit der Wanze echt super war, obwohl er sich ziemlich geärgert hatte, dass er nicht eingeweiht war. Dass die Mafiosi immer alle miteinander verwandt sein müssen. Als Ellen endlich auflegte, blickte sie ihn grinsend an.

‚Also, dieser Farid hat in der Nähe von Bezerte ein illegales Camp und macht einfach alles für Geld.‘

‚Bizerte, Tunesien? Und wie kommt dieser Enzo nach Tunesien?‘

‚Mitm Schiff!‘ meinte sie schnippisch. ‚Der Farid kann alles organisieren. Eigentlich arbeitet er für die Sizilianer. Aber aus guter und sicherer Quelle weiß ich, dass Enzo und auch Alfons gute Kontakte zu den Sizilianern haben.‘

Rutger blickte sie nur fragend an.

‚Enzo und Alfons sind Adoptivbrüder. Und die Mutter vom Enzo ist niemand anders als die Tochter vom Eisernen, auch Der Sizilianer genannt.‘

‚Der wurde doch vor einer halben Ewigkeit erschossen!‘

‚Ja, und rate mal von wem?‘

Er blickte sie wieder ratlos an.

‚Von seiner eigenen Tochter und zwar genau vor 35 Jahren. Und wie alt ist Enzo?‘

‚Er wird 36 im ähm…!‘

‚Die Mutter vom Enzo brachte ihren eigenen Vater um, mit einer abgesägten Schrotflinte, weil der Den Vinschgauer erschießen ließ. Und Der Vinschgauer war der Vater von Enzo. Und wahrscheinlich auch von Alfons. Und die Mutter von Alfons, war die Schwester von meiner Mutter. Meine Mutter wurde übrigens auch erschossen.‘

‚Jetzt check ich gar nichts mehr.‘

‚Der Don ist gar kein Vinschgauer, er hat den Laden nur übernommen, weil alle anderen Vinschgauer tot sind oder zu dumm…!‘ Sie räusperte sich. ‚Und ich glaube er hat auch meine Mutter erschießen lassen, weil mein Vater sich in eine Vinschgauerin verliebt hatte. Der Don hatte Angst um seinen Stuhl und wenn Enzo und ich erst mal aus dem Weg sind, dann gibt es nur noch Alfons und der ist zu alt und zu …!‘ Sie brach wieder ab und blickte ihn an.

‚Ja, aber was hat das alles mit unserem Auftrag zu tun?‘

‚Der Don hat das alles eingefädelt, um uns alle aus dem Weg zu räumen.‘

‚Bitte was?‘

‚Es ist eine Falle und Enzo weiß nicht, dass er vom Don nur benutzt wird.‘

‚Und dein Vater?‘

‚Ist ein cholerischer Trinker, der peilt schon lange nichts mehr.‘

‚Dafür ist er aber ganz schön erfolgreich.‘

‚Wo ist eigentlich das Geld?‘

‚Welches Geld?‘

‚Das dir der Don gegeben hat.‘

‚Ach so. Warte!‘ Er kramte in seiner Hose.

‚Du hast das Geld in deiner Unterhose versteckt.‘

‚Das ist das sicherste Versteck, wieso?‘

‚Es sind wahrscheinlich Blüten von meinem Vater.‘

Rutger hielt ihr die Scheine hin.

‚Nee, lass mal!‘

‚Ich hab da extra eine Geldklammer in meiner Hose, direkt neben meiner Drittknarre.‘ meinte er und öffnete seine Hose.

‚Lass ihn drinnen und mach keine Witze!‘

‚Ich mach keine Witze, ich bin ein toter Mann!‘

‚Noch siehst du aber ganz lebendig aus.‘

‚Aber wir stecken da mitten drin. Wenn wir den Enzo nicht schnappen, bin ich tot und vielleicht sogar du. Wenn wir ihn schnappen, ist Enzo tot. Wenn Enzo die Sizilianer eingeschaltet hat, dann sind wir alle schon längst tot. Komisch, dass wir noch leben? Und wenn dein Vater das mit uns rauskriegt, er schießt er mich und wenn der Don alles Andere rauskriegt, erschießt er dich und dann erschieß ich ihn und Alfons legt mich um. Willst du mich nicht vielleicht gleich erschießen?‘ meinte Rutger und hielt ihr seine Knarre hin.

‚Nein, du Spinner. Ich werd dich nicht erschießen. Wir versuchen mit Enzo zu reden und machen einen Gegenplan.‘

‚Du bist verrückt!‘

‚Das sagt man den Vinschgauern im Allgemeinen nach.‘

‚Dann bist du nur halb verrückt!‘

‚Ein halbverrückte Halbwaise, mit zwei Knarren!‘

‚Jetzt machst du mir Angst.‘

‚Du bist ein Auftragskiller mit drei Knarren und hast vor mir Angst?‘

‚Ja!‘

‚Wieso?‘

‚Weil, weil!‘

‚Deine Argumentationskette ist der Bringer!‘ meinte sie, nahm ihm die Waffe ab und setzte sich auf seinen Schoss. ‚Los zeig mir, was du noch für mich in deiner Hose versteckt hast.‘

‚Leg zuerst die Waffe weg!‘ stammelte er.

Sie legte die Waffe weg, griff in seine Hose und holte die Drittwaffe heraus. ‚Los, zeig mir was!‘

‚Was?‘

‚Was Schönes!‘

‚Ich kann nicht arbeiten, wenn man mir eine Waffen an den Kopf hält.‘

‚Dann nimm sie mir doch ab!‘

‚Ich will dir nicht weh tun!‘

‚Warum nicht?‘

‚Weil weil!‘

Sie hob nur wieder eine Augenbraue und entsicherte die Waffe.

‚Weil mich das nur unnötig geil macht!‘

‚Dito!‘

Ein blitzschnelle Bewegung später, hatte er ihr die Waffe abgenommen, sicherte sie, war mit ihr im Arm aufgesprungen und setzte sie auf den Tisch. Die offene Hose rutschte ihm von den Hüften. Mit einem breiten Lächeln im Gesicht legte er die gesicherte Waffe auf den Tisch und schob ihr den Rock hoch.

‚Keine Unterwäsche!‘ flüsterte er und ging auf die Knie.

‚Was machst du da?‘ fragte sie schnippisch.

‚Ich kann nicht anders, ich muss dich einfach kosten!‘ flüsterte er mehr zu ihrer Muschi, als zu ihr.

‚Nur zu!‘ quietschte sie, als er mit seiner Zunge in sie stieß. Er nahm seine Finger zur Hilfe und wenig später schrie sie: ‚Fick mich, bitte! Fick mich!‘

Sie versuchte vergeblich ihm am Kopf zu sich hoch zu ziehen, deswegen lies sie sich ganz langsam vom Tisch gleiten. Er fing sie auf, lies sie auf seinen Schoß sinken und stürzte nach hinten. Sie griff zwischen ihre Beine, holte seinen Schwanz aus seiner Unterhose.

‚Du freust dich ja gar nicht mich zu sehen.‘

‚Ich kann unter Druck nicht arbeiten!‘

Sie kroch von seinem Schoß und meinte: ‚Quit pro quo!‘ Dann nahm sie seinen Schwanz in den Mund und saugte an ihm, bis er steif genug war. Im nächsten Moment saß sie wieder auf seinem Schoß, schob sich seinen Schwanz hinein und fickte ihn. Kurz bevor er kam, packte er sie, hob sie hoch und warf sie hinter sich aufs Bett. Wie ein wildgewordenes Tier kroch er zu ihr aufs Bett. Sie kroch rückwärts nach hinten, bis sie vom Kopfende aufgehalten wurde. Er packte sie an einem Bein, drehte sie auf den Bauch und zog sie zu sich her, bis sein Schwanz kurz vor ihrem Loch war. Er griff sich seinen Schwanz und wischte mit ihn an ihrer Muschi entlang. Sie wand sich lustvoll und versuchte mit den Händen an die Bettpfosten zu gelangen. Ganz langsam ließ er seinen Schwanz in sie hinein gleiten, aber nur um ihn gleich wieder heraus zu ziehen. Das machte er ein paar Mal hintereinander, bis er sich über sie wälzte und sie solange rammelte, bis er schreiend kam.

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie11! Es lohnt sich!

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Manchmal kommt es anders…Der Killer 6

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Der Killer 6

Donnerstag, 16.08.2012, 11.00 Uhr

Von Garmisch-Partenkirchen kommend auf der B23 Richtung österreichische Grenze

Rutger und  Ellen saßen wieder im Wagen. Ihre Haar waren nass und sie telefonierte und mailte gleichzeitig. Sie fuhren bereits über die Grenze nach Österreich. Es war noch früh und die Straßen waren frei. Er konnte also ordentlich Gas geben. Mit einem Affenzahn fuhr er die Fernpassstraße rauf und auf der anderen Seite wieder hinunter. Trotz der kurvigen Strecke schlief sie irgendwann ein. An einer Tankstelle hatte er ein Bickerl gekauft, er wollte eine Teilstrecke auf der Autobahn fahren. Mit überhöhter Geschwindigkeit preschte er wenig später über die Autobahn und weckte sie, als er von der Autobahn wieder abfuhr.

‚Hey, klingeln wir bei den Vinschgauern oder haben wir schon ne Spur.‘ flüsterte er.
Sie machte gähnend ihren Laptop an und blickte aufs Display. Nach einem Moment. ‚Die Spur verlor sich in Livorno. Vater möchte ihnen eine Nachricht übermitteln. Also werden wir doch klingeln müssen.‘
‚Ich wäre eher für die Version brennende Tüte mit Hundescheiße vor die Tür legen, klingeln und abhauen ‚
‚Ja, nee. Wir werden schön brav sein müssen.‘ meinte sie kurz und hantierte an ihrem Handy rum.
‚Ich hoffe wir platzen nicht unangemeldet rein.‘
‚Pappili gibt dem Don Bescheid.‘
‚Pappili?‘
‚Der Boss ist mein Vater und er hasst es, wenn ich ihn Pappili nenne.‘
‚Und der Don, wie kriegen wir den auf die Palme?‘
‚Lass mich nur machen!‘
‚Das werd ich wohl müssen, ich kann sie ja nicht alle erschießen.‘
‚So viele sind es nicht mehr, da bräuchtest du nicht mal ein zweites Magazin mitnehmen.‘
‚Ich steh nicht gerne mit runtergelassenen Hosen da. Und ich bin nicht der Einzige, der mit zwei Knarren in ein unbekanntes Haus geht.‘
‚Weder dein Haus, noch das der Vinschgauer wäre mir jemals unbekannt gewesen.‘ meinte sie so, dass er lieber die Schnauze hielt. Betretenes Schweigen begleitete die Fahrt über den Reschen. Sie fuhren durch eine Straßenschlucht, als sie das Schweigen räuspernd unterbrach: ‚Da vorne links auf den Hof.‘ Sie packte ihren Laptop in ihre Tasche.
‚Und dann?‘
‚Macht der Alfons das Tor auf und lässt uns im Schuppen parken!‘
‚Das gefällt mir aber gar nicht!‘
‚Deinem Auto wird nichts passieren!‘
‚Um mein Auto mache ich mir weniger Sorgen.‘
‚Darüber reden wir später.‘ unterbrach sie ihn unwirsch.

Das Tor ging auf und ein älterer Mann stand am Tor, als sie hinein fuhren. Kaum stand der Wagen, sprang Ellen mit ihrer Tasche aus dem Auto und umarmte den älteren Mann.
‚Onkels Alfons!‘ kam aus ihrem Mund.
Fast von Sinnen sprang Rutger aus dem Wagen und blickte sie fragend an.
‚Eigentlich ist Alfons mein Cousin!‘ meinte sie entschuldigend.
Rutger musste nach Luft schnappen, hatte aber keine Zeit mehr, sich ein Bild von der Lage zu machen, weil sie ihn bereits gepackt hatte, um ihn über ein paar Stufen hinauf in einen Vorraum zu zerren. Es sah verdächtig nach einem Puff aus. Nur keine Nutten.
‚Wo sind die Nutten?‘ platzte es aus ihm hinaus.
‚Die ham frei!‘ meinte dieser Alfons.
‚Die haben immer frei, komm jetzt!‘ meinte Ellen ungehalten und zog ihn zu einer Tür hinüber.
Sie klopfte nicht, sondern riss die Tür auf und platze herein und aus ihr heraus. ‚Onkel Don, gut siehst du aus.‘
Rutger schritt durch die Tür. Es waren ihm entschieden zu viele Verwandte in diesem Raum.
Der Don küsste Ellen auf die Stirn und sie setzte sich auf die Stuhllehne, neben den Don und zog ihren Laptop aus der Tasche. ‚Vater möchte mir dir reden.‘
‚Willst du mir deinen Begleiter nicht vorstellen, mein Kind?‘
‚Oh ja, natürlich. Das ist Rutger, er versucht auf mich aufzupassen.‘
‚Rutger, Sie wissen, dass Sie ein toter Mann sind.‘ meinte der Don und lachte grausam.
Rutger nickte nur, ließ seinen Kopf gesenkt und hielt dem Don die Hand hin. Dann hob er langsam den Kopf und sah den Don an. Dieser nahm seine Hand und drückte sie herzlich.
‚Mach es ihm nicht zu schwer, du weißt doch, dass mein Bruder ein schrecklicher Unmensch ist.‘ sprach er zu Ellen, bot aber Rutger gleichzeitig mit einer kleinen Handbewegung einen Stuhl an. Rutger setzte sich.
‚Ach Onkel Don, Rutger muss nur mit zum Shoppen nach Bozen. Da wird er schon nicht dran sterben.‘
Der Don zog seine Augenbraue hoch und meinte: ‚Shoppen?‘ Und sein Blick sagte: ‚Ja nee! Alles klar!‘
Ellen klappte den Laptop hoch. Der Bildschirm flackerte. Rutger konnte das Bild zwar nicht sehen, aber als er die Worte hörte, wusste er Bescheid. ‚Was dauert da so lange. Wo hat der Stronzo seinen Führerschein gemacht, in der DDR?‘
‚Geliebter Bruder, wie geht es dir?‘
‚Wie soll es mir schon gehen, du elender Schwanzlutscher.‘
‚Rede nicht so vor deiner Tochter.‘
‚Ich rede, wie es mir passt. Wo ist mein Geld?‘
‚Dein Geld? Du beliebst zu scherzen.‘
‚Ich will mein Geld zurück, sonst sprenge ich den ganzen Berg in die Luft.‘
‚Du wirst dich doch nicht am Vinschgauer Kulturerbe vergreifen wollen.‘
‚Ich will das Geld und den Kopf von diesem Enzo.‘
‚Sonst noch irgendwelche Wünsche, lieber Bruder. Wir sehen uns zu Weihnachten!‘ meinte der Don und klappte ganz langsam den Laptop zu.
‚Wage es nicht…Vaffancu…!‘ konnte man noch, hören bevor die Verbindung abbrach.
‚Kaum zu glauben, dass wir miteinander verwandt sind, nicht?‘ meinte der Don.

Betretenes Schweigen bedrückte die Stimmung im Raum noch mehr. Und wieder war es Ellen, die das Schweigen unterbrach, in dem sie aufstand und meinte: ‚Wir müssen dann los!‘ meinte sie kurz. Sie küsste ihren Onkel auf beide Wangen und lächelte. Dann quietschte sie: ‚Shoppen!‘
‚Ja, ihr wolltet ja Shoppen gehen.‘ meinte der Don. ‚Da will ich euch nicht weiter aufhalten. Schaut doch beim Rückweg nochmal vorbei. Alfons kocht uns was Schönes.‘
‚Ja, Onkel Don, dass wäre schön. Ansonsten sehen wir uns Weihnachten.‘
‚Gute Fahrt, mein Engel. Und Rutger, passen Sie auf meinen Sonnenschein auf.‘
Ellen packte den Laptop und Rutger gab dem Don die Hand zum Abschied. Als sich ihre Hände trennten, hatte Rutger ein Bündel gefaltete Geldscheine in der Hand. ‚Sie soll sich was Schönes kaufen.‘
Ellen zog nur eine Augenbraue hoch und machte dann aber einen Knicks und sagte: ‚Danke, Onkel Don! Das ist lieb von dir!‘
Alfons brachte sie zum Wagen, er flüsterte Ellen zu, so dass Rutger es nicht hören konnte.
‚Pass auf dich auf, dem Enzo steht das Wasser bis zum Hals und bevor er ins Gras beißt, nimmt er uns noch alle mit.‘
‚Onkel Alfons, wir gehen nur Shoppen.‘ meinte Ellen, stieg ein und Alfons schloss die Tür. Er eilte zum Tor, um es zu öffnen. Rutger lies den Wagen und fuhr langsam aus dem Schuppen. Als sie wieder auf der Straße waren, atmete er tief durch und setzte zum Reden an. Sie unterbrach ihn gleich mit einem ‚Scht!‘
Erst jetzt sah er, dass sie einen Stöpsel im Ohr hatte und sie schob ihm den zweiten Stöpsel ins Ohr und er lauschte, während er seinen Wagen ins Tal jagte. ‚…Farid Bescheid! Wollen wir hoffen, dass sie die Fähre heute nicht mehr kriegen.‘
Rutger nahm den Stöpsel aus dem Ohr und gab noch mehr Gas. In Livorno hatten sie beinahe einen Unfall, weil jemand, der so aussah wie Super Mario, mit einem Lieferwagen versuchte zu wenden und in dem Moment auf ihre Fahrbahn fuhr, als sie angerast kamen. Es grenzte schier an einem Wunder, aber sie schafften die Fähre, die am späten Abend in Livorno ablegen sollte. Ellen organisierte eine Kabine und Rutger brachte das Auto an Bord. Sie trafen sich an Deck und gingen zur Kabine mit der Nummer 134.

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie10! Es lohnt sich!

Manchmal kommt es anders…Der Killer 5

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Der Killer 5

Donnerstag, 16.08.2012, 07.00 Uhr

Garmisch-Partenkirchen, Hotel

‚Guten Morgen!‘ meinte die nette bedirndelte Dame an der Rezeption, als Ellen durch die Tür der Eingangshalle schritt. Sie hatte eine weiße Bluse und einen Rock an, ein Jackett hatte sie über die Schulter geworfen, unter dem Arm ihre Handtasche. Souverän stöckelte sie auf ihren viel zu hohen Pumps auf die Rezeption zu.

‚Oh, mein Mann und ich sind die ganze Nacht gefahren und bräuchten ein Zimmer zum Frisch machen für ein paar Stunden. Wir müssen spätestens mittags noch weiter nach Italien.‘

‚Des is aber net üblich!‘

‚Meine Großmutter ist überraschend ins Krankenhaus gekommen, ihr geht’s sehr schlecht!‘ meinte sie und schob ihr 100 Euro über die Ladentheke.

‚Ja gut, kommens mit!‘

Sie folgte der Dame und grinste in sich hinein. Auf der Website stand zumindest, dass jedes Zimmer mit einem Fernseher und einem DVD/Videogerät ausgestattet war. Am Zimmer angekommen, öffnete die Dame die Tür und ging voran. Ellen konnte das TV-Gerät auf einem Siteboard und das Video/DVD Kombigerät daneben erkennen.

Sie nahm lächelnd den Schlüssel entgegen. ‚Das ist wunderbar, vielen Dank!‘

‚Soll ich erna Frühstück aufs Zimmer bringen lassen?‘

‚Frühstück für Zwei mit viel Kaffee, das wär ganz lieb!‘ meinte sie und drückte ihr nochmal einen 50ger in die Hand. Man konnte die Klingel von der Rezeption her hören. ‚Das ist bestimmt mein Mann!‘

Die Dame lief aus dem Zimmer. Wenig später kam Rutger durch die Tür. Er hatte einen Anzug an, drunter ein weißes Hemd mit Krawatte und eine Sonnenbrille auf der Nase.

‚Hoi!‘ rief sie, als er die Sonnenbrille abnahm.

‚Was? Hoi!‘ fragte er zerknautscht.

‚Der Anzug steht dir erschreckend gut!‘ meinte sie trocken.

Er schmunzelte und zog sein Jackett aus, während sie die Geräte anschaltete.

‚Hier ist dein Laptop.‘ sagte er kurz, zog ihren Laptop hinten aus seiner Hose, setzte sich aufs Bett und legte den Laptop neben sich. Sie blickte ihn verstört an und hob eine Augenbraue. Gähnend zog er die Krawatte auf und legte sein Schulterholster ab.

‚Willst du dich hinlegen? Ich kann das auch alleine durchschauen!‘

‚Willst du nicht schlafen?‘

‚Ich kann nachher dann im Auto schlafen!‘

‚Du brauchst wirklich keine Hilfe?‘

Als Antwort bekam er nur wieder eine hochgezogene Augenbraue zu sehen. Er zog seine Schuhe und seine Hose aus und knöpfte sein Hemd auf. Sie hatte sich den Laptop und einen Stuhl geschnappt. Während der Laptop hoch fuhr, klopfte es an der Tür.

‚Des Frühstück für Zwei mit viel Kaffee!‘ trällerte es durch die Tür. Ellen stand auf und ging zur Tür. Wenig später kam sie mit einem Tablett wieder. Rutger hatte sich gerade seine Hose sorgfältig zusammengelegt.

‚Willst du noch was essen?‘

‚Lass mir was übrig!‘ meinte er gähnend und schlüpfte unter die Decke. Einen Moment später schlief er bereits.

Als sie mit allem fertig, setzte sie sich ans Bett und versuchte ihn zu wecken. ‚Hey, Rutger, ich bin fertig. Ich hab sie.‘

Er grunzte im Schlaf und nahm sie in den Arm. Sie verlor den Halt und stürzte halb auf ihn. Im Schlaf zog er die Luft durch seine Nase ein, so als würde er an ihr riechen. Gänsehaut überzog ihren Rücken.

‚Du hast ein einnehmendes Wesen, Rutger!‘ meinte sie unwirsch und versuchte sich von seiner Umarmung zu lösen. Ein sinnloses Unterfangen. Aber zumindest wurde er langsam wach.

‚Du kannst nicht genug von mir kriegen, Schätzchen!‘ flüsterte er ihr ins Ohr. Sie riss sich von ihm los und blickte wütend in sein Gesicht. Er hatte erst ein Auge offen und blickte sie schief an.

‚Sag mal machst du das mit Absicht?‘ fragte sie schnippisch.

‚Was denn?‘

‚Mich mit allem auf die Palme bringen?‘

‚Nein, nicht doch!‘ sagte er und strich ihr über die Wange. ‚Ich mag dich ehrlich! Sorry, wenn ich dir zu nahe getreten bin. Bin noch nicht ganz wach.‘

Nun war sie ehrlich überrascht und fing an zu stottern. ‚Du …du bist der unmöglichste Mensch, den ich je kennengelernt habe und…‘ Ihre Stimme bracht, sie musste schwer Schlucken.

‚Und was?‘

‚…Und du lässt mich nie ausreden!‘ moserte sie.

‚Sorry!‘ Er versuchte sie mit einem Hundeblick zu beschwichtigen.

‚Du wiederholst dich!‘ Jetzt wollte sie sich streiten.

‚Bitte Ellen, ich will mich nicht mit dir streiten.‘

‚Wieso nicht?!‘ Jetzt war sie beleidigt, sie schaute ihn an, wie ein 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen, dem man sein Spielzeug weg genommen hatte.

‚Weil…weil mich dass nur unnötig geil macht!‘ stammelte er. Er stand auf und wollte Richtung Dusche. ‚Und dein Vater killt mich, wenn ich das hier verkacke. Ach warte, er killt mich auch, wenn ich dich bumse. Verdammt, ich bin also schon ein toter Mann, verdammt!‘

 Ellen blieb auf dem Bett liegen und blinzelte ihm hinterher.

‚Darf ich dir wenigstens erzählen, was ich rausgefunden habe?‘

‚Du darfst mir sogar beim Duschen zuschauen und mir davon erzählen!‘

‚Nein, das macht mich nur unnötig geil!‘

‚Du kannst mir auch beim Duschen davon erzählen! Komm schon.‘

‚Aber nur ganz kurz.‘ meinte sie, als sie vom Bett aufstand und sich langsam auszog. Er stand nackt am Waschbecken und schaute ihr zu. Sie zog ihre Augenbraue hoch, als sie seinen Penis sah, wie er sich langsam aufrichtete. Ganz langsam zog sie ihren Tanga aus und drehte ihm dabei den Hintern zu.

‚Ich hoffe, ich mach dich nicht unnötig geil.‘

‚Wenn du so weiter machst, dann schaffen wir es nicht mal unter die Dusche!‘ flüsterte er und ging auf sie zu. Er packte sie von Hinten an der Hüfte und griff ihr zwischen ihre Beine. Himmel, war sie feucht. Er musste sie einfach ficken. Geschickt bugsierte er sie zum Waschbecken und beugte sich über sie. Mit einem Ruck stieß er seinen Schwanz in sie hinein. Stöhnend bäumte sie sich auf. Er fickte sie hart und schnell, bis er kurz vorm Abspritzen war. Ihre Muschi zuckte, als er seinen Schwanz aus ihr raus zog. Sie drehte sich um und blickte ihn verstört an. Blitzschnell packte er sie, hob sie hoch und ging mit ihr zum Bett.

‚Sorry, ich wollte dich nicht wieder…!‘ stöhnte er, als er sie aufs Bett warf. ‚…weh tun!‘ Er kroch grinsend aufs Bett, zog sie zu sich her und packte ihre Beine. Fast liebevoll schob er ihre Beine zusammen und lehnte ein Bein gegen seine rechte Schulter. Ganz langsam griff er sie wieder an der Hüfte und schob sie noch näher. Als seine Schwanzspitze ihre Feuchtigkeit wieder spürte, hätte er fast einfach nur abspritzen können. Er wollte aber nicht. Er wollte sich in sie zwängen und sie nochmal ficken. Bis sie endlich seinen Namen schrie. Sie schrie nach Gott, als er ihr seinen Schwanz langsam in die enge Muschi schob. Schmunzelnd fickte er sie, so schnell und hart er konnte. Als er endlich kam, bemerkte er erst, dass er ihr den Mund zugehalten hatte. Anstatt sich zu beschweren, leckte sie an seinen Fingern und stöhnte in seine Hand. Ihr ganzer Körper zuckte unter ihm und dann stöhnte sie seinen Namen: ‚Rutger! Danke!‘

Langsam zog er seinen Schwanz aus ihr heraus, nahm sie hoch und trug sie wieder ins Bad.

‚Mit oder ohne Haare nass machen, Schätzchen!‘

‚Egal!‘

Er stellte sie einfach unter die Dusche, nahm die Brause in die Hand und stieg dazu. Sie fiel ihm in die Arme und küsste ihn auf den Mund. Er drehte das Wasser auf und wusch sie.

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie 9! Es lohnt sich!

Manchmal kommt es anders…Der Killer 4

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Der Killer 4

Donnerstag, 16.08.2012 03.20 Uhr

München – Lyonel-Feininger-Strasse

Später standen Beide vor dem Haus. Rutger hatte aus einer zerknüllter Packung Lucky Strike, die er in seiner Lederjacke gefunden hatte, eine verbeulte Zigarette gezogen und begann sie zu rauchen. Ellen wunderte sich darüber, da sie ihn schon seit Monaten beschattete und ihn niemals hatte rauchen sehen. Ein Wagen hielt mit quietschenden Reifen vor Ellen. Als der Wagen wieder fortfuhr, stand ein Koffer auf dem Asphalt und sie hob gerade einen Rucksack hoch. Rutger warf den glühenden Stummel der Zigarette fort und schnappte sich den Koffer, um ihn auf dem Rücksitz zu verstauen. Langsam ging sie um den Wagen herum und setzte sich auf den Beifahrersitz. Er startete den Wagen und raste in die Nacht hinein.

Im Wagen hantierte sie an ihrem Laptop herum.

Er räusperte sich: ‚Ähm, wirst du deinem Vater von vorhin erzählen?‘

‚Sag mal, denkst du ich bin lebensmüde?‘

‚Ich hoffe nicht!‘

Sie funkelte ihn wütend an. ‚Wenn du die Nummer hier überlebst…‘

Er unterbrach sie unwirsch: ‚Was heißt hier, wenn ich überlebe.‘

‚Dass ich die ganze Sache überlebe, steht ja völlig außer Frage.‘ meinte sie sehr erhaben.

‚Kannst du lauter reden, ich kann dich von deinem hohen Ross aus nicht verstehen!‘

‚Da red grad der Richtige!‘

‚Willst du mir jetzt anlasten, dass ich betrunken war und geschwafelt habe…ich, ich war nervös!‘ stotterte er.

‚Ach, du warst nervös… deshalb hast du dir überlegt, dass du mich mit Waffengewalt vernaschen…‘

Wieder unterbrach er sie: ‚Wer hat hier wen vernascht?‘

‚Lässt du mich vielleicht einmal ausreden!‘ schrie sie.

Er zog, ohne zu blinken von der linken Spur auf den Standstreifen und machte eine Vollbremsung.

‚Bitte nicht den Fahrer anschreien, verdammt nochmal!‘ schrie er selbst.

Sie blickte ihn verschreckt an.

‚Nur so ein Tipp am Rande, wenn du in der Wohnung eines Auftragskillers bist, der dich gerade in seiner Waffenkammer mit einer Knarre bedroht, dann lass deine hübschen Fingernägel bei dir und lass verdammt nochmal seine Eier in Frieden.‘

‚Wars des jetzt?‘ meinte sie schnippisch und verschränkte die Arme vor der Brust.

‚Für’s Erste!‘ er funkelte sie wütend an. Einen Moment der Stille. Autos rasten an ihren vorbei. Finster visierten sich beide an, bevor sie sich stürmisch zu küssen begannen. Sie befummelten sich umständlich, bis sie sich von ihm losriss und ihm eine Ohrfeige verpasste.

‚Für was war die jetzt?‘

‚Für den Moment, als mein Gesicht an deiner Wand auftraf, das war wirklich unnötig.‘

‚Okay.‘ säuselte er kleinlaut und hielt ihr die Hand hin.

Sie nahm die Hand entgegen und schüttelte sie. Er machte eine Verbeugung und küsste ihre Hand. Ein Schmetterlingsgefühl machte sich in ihrem Magen breit und verflog im selben Moment gleich wieder als er sich von ihrer Hand löste.

Dann blinkte er links, gab Gas und zog auf die rechte Spur. Sie tippte mit ihren Finger am Armaturenbrett herum und fragte leise: ‚Haben wir schon einen Plan?‘

‚Wir fahren nach Oberau, brechen in der Tanke ein und schauen uns die Überwachungsvideos an?‘

‚Hm!‘ sagte sie, machte den Gurt los. Das Auto begann zu piepen. Sie warf ihren Rucksack auf ihren Koffer und kletterte nach hinten. Das grelle Geräusch verstummte, als kein Druck mehr auf der Sitzfläche war. Sie hantierte an ihrem Koffer und klappte ihn auf. Er konnte sie im Rückspiegel beobachten, wie sie ihre Hose auszog und einen frischen Tanga anzog. Dann zog sie eine schwarze Kampfhose an und zog ihren Pulli aus, sie hatte sein Shirt drunter und sie behielt es an, als sich eine schusssichere Weste drüber ziehen wollte. Der Wagen kam ein Wenig von der Fahrbahn ab und sie hätte es beinahe nicht gemerkt, bis sie die singenden Seitenstreifen hörte.

‚Würde der Fahrer bitte auf die Fahrbahn achten!‘ meinte sie schnippisch und zog ihren Pulli wieder an. Er blickte entschuldigend in den Rückspiegel und konzentrierte sich wieder aufs Fahren. Sie kontrollierte die Waffe in ihrem Knöchelholster und zog sich dünne Lederhandschuhe an.

Blinkend fuhr er von der Autobahn ab und räusperte sich. ‚Wir sind gleich da!‘ Hastig machte sie den Koffer zu und packte sich ihre Handtasche.

Sie fuhren an der Tankstelle vorbei, um dann in der nächsten Seitenstraße den Wagen abzustellen und sich von hinten aufs Betriebsgelände zu schleichen. Großmütig lies sie ihm den Vortritt und er brach die Tür auf. Das was sie völlig lautlos mit einem Draht, Papa’s Kreditkarte und einer angesägten Nagelfeile gemacht hätte, machte er, auf seine eigene brachiale Weise, mit einer halben Brechstange, die er aus seiner Jacke gezaubert hatte. Sie betraten das Büro der Tankstelle und er machte sich an einem Videogerät zu schaffen. Ellen durchsuchte in einen Karton mit beschrifteten Videokassetten und fand den entsprechenden Tag. Er blickte auf die Uhr, legte die Kassette ein und drückte den Bildvorlauf. Gelangweilt blickten sie aufs Bild. Nervös blickte er immer wieder auf die Uhr, bis die Dämmerung einsetzte.

‚Das dauert zu lange. Nehmen wir die Kassette mit und suchen wir uns ein schnuckeliges Hotelzimmer mit einem Videorekorder!‘ flüsterte er und drückte auf Stopp.

‚Hm ja, wir sollten nicht mit leeren Händen bei den Vinschgauern antanzen!‘ meinte sie und nahm die Kassette aus dem Rekorder. Sie pfriemelte den Aufkleber mit der Beschriftung von der Kassette und beklebte eine leere Kassette damit. Lautloser als sie eingebrochen waren, verschwanden sie wieder. Draußen auf der Straßen war noch alles totenstill. Sie schlichen zum Wagen zurück. Kurz bevor sie beim Auto angelangt waren, kam ein Wagen aus einer Einfahrt. Er lies das Brecheisen auf die Straße gleiten und schubste es mit der Fußspitze unter seinen Wagen. Dann packte er sie, drehte sie in seine Richtung und drängte sie auf die Kofferraumklappe. Er griff sie im Genick, kam ihr näher und flüsterte ihr ins Ohr. ‚Zieh mir die Jacke aus und küss meinen Hals!‘

Sie tat was ihr befohlen und schlang zusätzlich ihre Beine um seine Hüften. Er küsste ihren Hals und flüstere weiter auf sie ein. ‚Langsam beginnt mir der Job zu gefallen.‘

Als Antwort biss Sie ihm in den Hals, was ihn nur noch mehr anspornte. Der Wagen fuhr an ihnen vorbei, man konnte das Geräusch eines elektrischen Fensterhebers hören und der Fahrer rief empört: ‚Sodom und Gomorrha! Nehmts eich a Zimmer!‘

Das Auto fuhr weiter und bog auf die Straße. Die beiden Stoben auseinander und eilten in den Wagen. Sie hüpfte auf den Rücksitz und er griff noch unter den Wagen und sammelte seine Brechstange ein, bevor er einstieg. Sie fummelte an ihrem Handy herum, während sie sich wieder auszog. ‚Fahr nach Garmisch, da ist die Chance größer einen Videorekorder in einem Hotelzimmer zu finden!‘ Sie fuhren die Straße entlang und hielten sich links. ‚Kannst du unter meinem Sitz die Tasche rausziehen und mir geben?‘

‚Ja, warte!‘ stammelte sie, weil sie gerade versuchte eine Strumpfhose anzuziehen. In der nächsten Kurve hüpfte sie wie ein Gummiball auf dem Rücksitz umher. ‚Verfickte Scheiße!‘ zischte sie in dem Moment, als ihre Strumpfhose riss.

‚Alles in Ordnung da hinten?‘

‚Der Mann, der die Strumpfhose erfunden hat, gehört erschossen.‘

‚Ist das ein Auftrag?‘

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie 8! Es lohnt sich!

 

Manchmal kommt es anders…Der Killer 3

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Der Killer 3

Donnerstag, 16.08.2012 00.40 Uhr

München – Betriebsgeheimnis

‚Wie lange beschattest du mich schon?‘ fragte er und zog sich wieder an.

‚Wie lange bin ich schon in deinem Studio?‘ keuchte sie immer noch gegen die Wand gestützt.

‚Das war aber schon vor den letzten zwei Aufträgen!‘

‚Der Boss mag dich nicht besonders!‘

‚Heißt du wirklich Ellen?‘ fragte er wieder und ging aus dem Zimmer, um wenig später mit seinem Hemd in der Hand wieder herein zu kommen.

‚Du heißt ja auch nicht wirklich Rutger!‘ meinte sie und stolperte zu ihren Klamotten.

Er hob den zerrissenen Stringtanga auf und ging langsam zu ihr rüber, während sie mit fahrigen Handbewegungen ihre Klamotten zusammensammelte. ‚Es tut mir leid, wenn ich zu weit gegangen bin.‘ flüsterte er.

Ihre Knie zitterten und in dem Moment, als sie unter ihr einknickten, fing er sie auf. Wortlos wickelte er sie in sein Hemd und trug sie aus dem Raum. Vorsichtig setzte er sie auf seinem Bett ab und wickelte sie umständlich in eine Decke. Am ganzen Körper zitternd blickte sie ihn mit Tränen in den Augen an.

‚Oh verdammt, der Boss bringt mich um!‘

Sie schüttelte heftig den Kopf.

‚Okay, wie wärs, wenn du ein Bad nimmst. Ich such dir was zum Anziehen raus und check den Auftrag.‘

Nickend ließ sie sich wieder von ihm hochnehmen und er trug sie mit samt der Decke Richtung Badezimmer. Dort angekommen setzte er sie neben der Badewanne ab und ließ das Wasser ein.

Wortlos legte er ihr einige Handtücher hin und verschwand dann wieder. Sie zog endlich ihren BH aus und stieg in die Wanne. Gänsehaut zog sich über ihren ganzen Körper, als sie sich in das warme Wasser setzte.

Währenddessen saß er in seinem Büro, der zerrissene Stringtanga lag neben seinem Laptop. Plötzlich ging ein Anruf vom ‚Boss‘ über einen verschlüsselten Kanal ein.

‚Schalt deine Cam ein, Stronzo!‘ quäkte es aus dem Lautsprecher des Laptop.

‚Habe die Ehre, Chef!‘ meinte Rutger kurz und bewegte die Maus, doch bevor er klickte, wischte er den Stringtanga mit einer schnellen Handbewegung vom Tisch in eine seiner Schubladen.

‚Was dauert da so lange?‘ ertönte es wieder. 

‚Es ist schon spät!‘ flüsterte er und das Bild baute sich auf. Das griesgrämige Gesicht eines alten Mannes wurde auf dem Bildschirm sichtbar.

‚Ich möchte meine Tochter sprechen!‘ kam es aus dem Mund des Boss. 

Das entgleiste Gesicht, dass mit einem: ‚Bitte was?‘ einher ging, sprach wohl Bände.

‚Ellen! Ich möchte meine Tochter Ellen sprechen!‘ rief der Boss noch ungehaltener. 

‚Sie ist im Badezimmer, einen Moment!‘ Er klappte den Laptop zu und eilte aus dem Zimmer. Vor dem Badezimmer hatte er einen Stapel Klamotten deponiert, über den er fast stolperte, als er in den Raum eilte. Er bückte sich, hob den Stapel auf und schlug die Tür hinter sich zu.

‚Wann genau wolltest du mir sagen, dass der Boss dein Vater ist?‘

Sie blickte ihn ungefähr genauso an, wie er gerade den Boss und genau so ein verwirrtes: ‚Bitte was!‘ kam aus ihrem Mund. ‚Er will dich sprechen und sehen, am Laptop!‘

Sie stand auf und griff sich ein Handtuch. Er hielt ihr die Klamotten hin.

‚Bring mir meine Handtasche, sofort!‘ schrie sie fast.

Er ließ die Klamotten fallen und eilte in den Gang. Neben ihren Schuhen stand die Handtasche. Kaum hatte er sie in der Hand, lief er auch wieder zurück. In der Badezimmertür stießen sie fast aneinander. Sie hatte sich schon angezogen und hielt ihre Haare zusammen. Geschickt zog sie einen Haargummi aus ihrer Tasche und band sich die Haare zu einem Knoten zusammen. Dann nahm sie die Tasche und kramte darin herum. Hastig zog sie eine Knarre aus der Tasche, um sie ihm in die Hand zu drücken. Weiter kramend fielen ein paar Sachen aus der Tasche, bis sie endlich eine Puderdose in der Hand hielt. Sie klappte das Döschen auf, betrachtete sich im Spiegel und lief, sich hastig abpudernd, hinter ihm in den Raum. Er legte die Knarre ab und klappte den Laptop wieder auf. Der Boss war immer noch da, diesmal war sein Kopf hochrot und er sah richtig wütend aus. Rutger musste sich erst mal setzen. Er überlegte sich gerade, wie lange man mit Betonschuhen an der tiefsten Stelle der Isar überleben konnte.

‚Warum dauert das so lange?‘ schrie ihr Vater.

‚Vater, herzlichen Glückwunsch, du hast meine Tarnung auffliegen lassen. Wenn du nicht möchtest, dass ich für dich arbeite, dann brauchst du es nur zu sagen.‘ zeterte sie und blieb neben dem Gastgeber stehen.

‚Was ist das für eine Tarnung, wenn du bei diesem Stronzo im Badezimmer bist.‘

‚Das war ein Bewerbungsgespräch.‘

‚Bitte was?‘

‚Er braucht dringend jemand mit einem grünen Daumen!‘

‚Um drei Uhr morgens?‘

‚Time is money!‘

‚Wegen den zwei vertrockneten Palmen auf der Dachterrasse braucht er keine Gärtnerin.‘

‚Gab es eigentlich auch einen Grund, warum du hier angerufen hast?‘

‚Du gingst nicht ans Telefon, seit dem du diese Wohnung betreten hast. Darf sich ein alter Vater keine Sorgen machen?‘

‚Du lässt mich beschatten?!‘

‚Dein Mitbewohner ist vor einer Stunde mit deinem Auto allein heimgekommen und da haben wir das GPS an deinem Wagen zurückverfolgt.‘

‚Vater und da wunderst du dich noch, warum ich ausgezogen bin?‘ meinte sie schnippisch und fuhr dann fort. ‚Und warum hast du mich angerufen, bevor die Paranoia bei dir eingesetzt hat?‘

‚Der Tote in der Garage war nicht Enzo! Es war ein unbekannter Toter aus dem Leichenschauhaus.‘

‚Der Hans vom Leichenschauhaus arbeitete somit nicht mehr für uns?‘

‚Hans arbeitet für niemanden mehr.‘

‚Okay und jetzt?‘

‚Fahrt ihr nach Oberau!‘

‚Und was machen wir da?‘

‚Dort hat jemand vorgestern mit ein paar Blüten bezahlt.‘

‚Und diese Blüten hast du dem Enzo untergejubelt?‘

‚Sozusagen!‘

‚Wenn der Enzo wirklich zu den Vinschgauern gehört, dann werden sie übern Fernpass und Reschen gefahren sein.‘

‚Liebes Kind! Und nun zu dem Stronzo. Du bringst meine Tochter zu den Vinschgauern. Ich will den Laptop von Enzo und die Passwörter. Und pass auf meine Tochter auf. Denn krümmt man ihr auch nur ein Haar, dann bekommst du neue Schuhe und kommst zu den Fischen! Wir verstehen uns.‘

Der Rutger nickte.

‚Wenn deine Leute schon vor meiner Wohnung rumlungern, dann könnten sie mir meinen Koffer und meinen Rucksack aus meinen Auto hier her bringen und zwar Pronto.‘ meinte sie sehr ungehalten.

‚Alles was du willst, meine Kleine!‘

‚Wir melden uns von unterwegs.‘ sagte sie, während sie den Laptop zuklappte. Er hielt sie auf und klickte das Gespräch weg und fuhr dann den Laptop runter.

‚Einen Moment!‘ stotterte Rutger und zog sein Handy. Er wählte und sprang auf. Sich das Handy ans Ohr haltend, lief er durchs Zimmer und öffnete die Tür zum Betriebsgeheimnis.

‚Servus Mouse… Hast du dich beim letzten Auftrag auch in den Laptop gehackt? … Ja, der hatte auch einen Laptop! … Verfickte Scheiße! … Schick mir alles was du auf die Schnelle auftreiben kannst!‘ resigniert legte er auf und blickte auf. Ellen stand in der Tür und blickte ihm entgegen. Er hatte die Spermaspuren bereits weggewischt. Lässig drückte er einen Knopf an der Wand und einige Regale klappten aus der Wand. Waffen und Ausrüstungsgegenstände.

‚Sag mal, bist du James Bond?‘

‚Ich dachte du hast mich beschattet?‘

‚Ich hab noch nicht mal deinen richtigen Namen rausgekriegt.‘

‚Könnte daran liegen, dass ich einfach Rutger heiße.‘

Fortsetzung folgt im Killer 4

Hinweis der Redaktion: Wenn Sie den AlpenRoadMovie 1-4, 567 immer noch nicht gelesen haben, entgehen ihnen entscheidende Hinweise!

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