Manchmal kommt es anders…Killer 15

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 15

Sonntag, 19.08.12, 08.35 Uhr

Gewässer vor Cagliari, Sardinien

gunIn dem Moment, als Ellen die Sirene der Küstenwache vernommen hatte, hatte sie sämliche Waffen von Bort geworfen, ihre kugelsichere Weste ausgezogen und machte sich an der Weste Rutgers zu schaffen.

‚Rutger, drück deine Hand auf die Beinwunde. Die Küstenwache ist da!rief sie und zog ihm seine kugelsichere Weste aus, er schrie vor Schmerz. Hastig warf sie die Westen von Bort und stellte sich mit erhobenen Händen hin.

‚Bitte nicht schießen, wir sind nur deutsche Touristen!‘ rief Ellen, mit den blutigen Hände wedelnd. ‚Wir brauchen einen Arzt, schnell! Helfen Sie uns! Bitte!‘

Dann kniete sie sich wieder hin, zog ihr Shirt aus und zerriss es. Sie verband hastig seinen Arm und drückte dann die Beinwunde ab.

Die Yacht wurde längseits gezogen und im nächsten Moment waren die Männer der Küstenwache an Bord. Rutger wurde versorgt und Ellen spielte die völlig verstörte, deutsche Touristin. Sie wurde in eine Decke gewickelt und auf das Schiff der Küstenwache gebracht.

Weiter geht es im AlpenRoadMovie19! Es lohnt sich!

Advertisements
Published in: on 4. Februar 2013 at 23:02  Comments (1)  
Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Manchmal kommt es anders…Killer 14

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 14

Sonntag, 19.08.12, 08.20 Uhr

Gewässer vor Cagliari, Sardinien

gunEinige zwielichtige Gestalten standen an Deck einer Barkasse und kreuzten die Schifffahrstlinie immer wieder. Während Ellen auf einer kleinen Yacht saß und mit dem Fernglas die Barkasse beobachtete.

‚Das da sind unter Garantie Farids Männer!‘ rief sie zu Rutger hinüber, der das Schiff steuerte.

‚Wie kommst du da drauf?‘fragte er und blickte sie mit einem Seitenblick an.

‚Die schauen aus wie Terroristen!‘

‚Und wie sehen Terroristen deiner Meinung nach aus!‘

‚Sie haben lange Bärte und Militärklamotten an, Rucksäcke und Waffen und ein Paar tragen Pali und Kaftan!‘

Und was ist, wenn die nur das Fastenbrechen feiern!‘

‚Du nimmst mich einfach nicht ernst!‘

‚Doch tu ich, aber deine Vorurteile sind echt hahnebüchen.‘

‚Deine Arbeitsleistung lässt im Moment auch zu wünschen übrig.‘

‚Ich hab eben nur Augen für dich und das ist einem toten Mann doch nicht übel zu nehmen, oder?‘

‚Keine Sorge, mein Vater tut dir nichts!‘

‚Was macht dich da so sicher?‘

‚Vorher erschieße ich dich, Mann!‘

‚Was mich. Du würdest mich erschießen? Ich könnte der Vater deiner ungezeugten Kinder sein.‘

Plötzlich wurde sie ziemlich still und blickte wieder durch das Fernglas. Die Fähre kam näher und auf der Barkasse begann reges Treiben.

‚Ich glaube die machen klar zum Entern!‘ krächzte sie.

‚Wie kommst’n jetzt da drauf!‘ fragte er und drehte bei.

‚Die schwingen Enterhaken!‘ meinte sie schnippisch.

‚Du verarscht mich jetzt, oder?‘ rief er und blickte sie ungläubig an.

Sie schüttelte den Kopf und schrie dem Fahrtwind entgegen. ‚Kannst du versuchen nicht draufzugehen!‘

Er blickte sie etwas verschreckt an und meinte: ‚Hatte ich ehrlich gesagt nicht vor!‘

Sie zog ein Gewehr aus einer Tasche, die zu ihren Füßen lag und legte den Lauf auf der Reling auf.

‚Pass bitte auf Vera auf!‘

Ein ‚Häh!‘ stolperte aus ihrem Gesicht und sie blickte ihn fragend an.

‚Mein Gewehr Vera!‘

‚Wenn du sonst keine Probleme hast!‘ meinte Ellen kopfschüttelnd, presste den Schaft der Waffe gegen ihre Schulter und blickte durch das Zielfernrohr.

Weiter geht es im AlpenRoadMovie18! Es lohnt sich!

Published in: on 3. Februar 2013 at 18:05  Schreibe einen Kommentar  
Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Manchmal kommt es anders…Killer 13

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 13

Sonntag, 19.08.12, 07.05 Uhr

Zufahrt Fährhafen, Cagliari, Sardinien

gunRutger und Ellen liefen an den Autos vorbei, die darauf warteten, in die Fähre einfahren zu dürfen. Gehetzt blickten sie in das Wageninnere jeden Wagens. Doch Enzo und Farid waren nirgendwo zu sehen.

‚Bist du dir sicher, dass es ein Roter Franzose war?‘ fragte Rutger.

‚Du hast doch drauf geschossen!‘ erwiderte Ellen leicht verärgert.

‚Wann geht die nächste Fähre nach Sizilien?‘

‚Nächste Woche!‘

‚Und wenn sie ein Schiff gechartert haben?‘ rief Rutger und blickte an einen weißen Fiat vorbei und schüttelte den Kopf. In dem Auto saß eine hässliche Frau und ein ziemlich junger Mann, der an seinem Smartphone herumspielte.

‚Dann sollten wir uns auch ganz schnell Eines chartern!‘

Dann liefen sie rasch am Kai entlang Richtung Yachthafen.

Weiter geht es im AlpenRoadMovie17! Es lohnt sich!

Published in: on 3. Februar 2013 at 16:32  Schreibe einen Kommentar  
Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Manchmal kommt es anders…Killer 12

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 12

Sonntag, 19.08.12, 05.45 Uhr

Zimmer 188, Motel Garni, Cagliari, Sardinien

gunJemand klopfte wie ein Wahnsinniger an die Tür. Rutger sprang auf und lief mit der Waffe im Anschlag zum Fenster. Er sah jemanden an der Tür des Nachbarzimmers hantieren. Ellen war aufgestanden und versuchte auch aus dem Fenster zu schauen.

‚Aprire la porta, sciattona!‘ rief der Kerl.

Ellen flüsterte Rutger ins Ohr: ‚Dass muss Klopfer sein!‘

‚Vaffanculo!‘ schrie die Frau von nebenan durch die geschlossene Tür.

‚Hai rubato la mia macchina e mia moglie!‘ rief der Klopfer und trat gegen die Tür.

‚Der Kerl kommt mir irgendwie bekannt vor!‘ meinte Ellen und kratzte sich am Kopf. ‚Es ist Farid!‘

Oh, verdammt! Wie hies nochmal die Besitzerin des Fluchtautos?‘ meinte er und warf ihr seine kugelsichere Weste zu.

‚Frau Müller, Krankenschwester aus München, der Wagen wurde als gestohlen gemeldet und sie hatte einen total bescheuerten Vornamen!‘ rief sie, zog die Weste über, schnappte sich ihre Waffe und riss die Tür auf.

‚Was heißt Blume auf italienisch?‘ rief er, als er ihr hinterher hechtete.

‚Fiore, aber nein, Fleur! Sie heißt Fleur Müller!‘ stammelte sie vor sich hin.

‚Dann ist Enzo unser Bambi.‘ schlussfolgerte er.

Mit einem ‚Shit!‘ eilten sie in das Zimmer nebenan. Die Tür zur Garage stand offen.

‚Das Zimmer hat eine Garage!‘ rief er und lief wieder nach draußen. Sie lief barfuß mit der Knarre im Anschlag in die Garage und konnte nur noch die Rücklichter des Wagens sehen. Sie schoss zweimal und dann hörte sie schon wie Rutger draußen sein Magazin leer ballerte. Sie lief raus und versuchte nicht in die Schusslinie zu geraten.

‚Los hol deine Sachen!‘ schrie er und lief wieder ins Zimmer 188. Er packte seine Tasche und als sie wieder ins Zimmer kam, hatte er zumindest seine Hose an. Sie packte ihre Sachen und lief zum Auto. Er öffnete im Lauf den Wagen und sie schmiss sich mit samt ihrer Sachen auf die Rücksitzbank. Er sprang ins Auto und versuchte den anderen Wagen zu verfolgen.

Es geht weiter im AlpenRoadMovie16! Es lohnt sich!

Published in: on 29. Januar 2013 at 21:47  Schreibe einen Kommentar  
Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Manchmal kommt es anders…Killer 11

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 11

Samstag, 18.08.12, 10.15 Uhr

An der Tür des Zimmer 188, Motel Garni, Cagliari, Sardinien

gun‚Komm schon, ich hab Hunger!‘ rief Ellen.

‚Darf ich mich noch fertig anziehen?‘ schrie ihr Rutger hinterher, während sie schon zum Auto lief.

Man konnte das Quietschen der Zentralverriegelung hören.

‚Jetzt mach schon!‘ meinte sie ungeduldig.

Rutger knallte die Tür hinter sich zu und rief: ‚Hast du den Schlüssel!‘

‚Ich dachte den hast du!‘

‚Toll, die Tür ist zu!‘

‚Ja und schau doch mal hin!meinte sie und fuchtelte in Richtung Tür.

‚Er steckt außen an der Tür. Sicherheit ist unser bester Freund.‘

‚Sag des nicht mir!‘ meinte sie und stieg endlich in den Wagen.

Er kam mit dem Schlüssel in der Hand zum Wagen und meinte: ‚Boa, die Nachbarn bumsen schon wieder!‘

‚Das ist ja super, Schatzi! Können wir dann mal wieder an unsere Aufgabe denken!‘

‚Jawohl, soll ich gleich zum Hafen fahren, da kriegen wie bestimmt auch was zum Essen!‘

Es geht weiter im AlpenRoadMovie15! Es lohnt sich!

Published in: on 25. Januar 2013 at 00:52  Schreibe einen Kommentar  
Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Manchmal kommt es anders…Killer 10

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 10

Samstag, 18.08.12, 04.05 Uhr

Unterwegs im Industriegebiet Cagliari, Sardinien

gun
Ellen döste auf dem Beifahrersitz und Rutger trieb schon seit Stunden den Wagen durch Cagliari.

‚Ey, wollen wir nicht langsam Schluss machen…!‘ gähnte Ellen.

Rutger kam von der Fahrbahn ab und bremste scharf, dabei blickte er nicht auf die Straße, sondern in ihr erschrockenes Gesicht.

Hastig vollendete sie den Satz: ‚Für heute Schluss machen mit der Arbeit! Du musst auch mal schlafen!‘

‚Ja, du hast Recht. Ich bin schon drei Mal an so nem Motel vorbeigefahren. Die haben noch Zimmer frei.‘

Wenig später schob er Ellen durch die Tür des Motelzimmers. Völlig erschöpft ließen sich Beide aufs Bett fallen. Erst nach einem langen Moment fiel ihnen der Lärm aus den Nebenzimmer auf. Es war ein Rumpeln und ein Stöhnen, fast schon ein Schreien.

‚Sag mal, wer hat denn Sex zu so einer unchristlichen Stunde?‘ fragte Ellen und grinste Rutger an.

‚Ja, und wie die Abgehen!‘ meinte Rutger und kroch näher an die Wand um zu lauschen.

‚Oh, Bambi!‘ hörten sie eine Frauenstimme durch die Wand. Beide mussten lachen.

‚Bambi! Nee, oder?‘ kicherte Ellen. ‚Sag mal, wer heißt denn bitte Bambi!‘

Das Rumpeln wurde lauter und der Putz fiel von der Wand. Beide blickten sich entsetzt an.

‚Die Alte sollte lieber Klopfer schreien!‘ rief Rutger und klopfte gegen die Wand.

‚Bist du dir sicher, dass des nicht zwei Frauen sind. Bambi ist definitiv ein Mädchennamen!‘

Als Antwort schrie ein Mann: ‚Oh, Blume! Jaaaah!‘

‚Sodom und Gomorrha!‘ schrie Rutger und klopfte wieder gegen die Wand.

‚Vaffanculo!‘ schrie der Typ von nebenan.

‚Ganz ruhig Brauner, wir wollen nur schlafen!‘ schrie Rutger wieder.

‚Tua madre cuochi terribile!‘ kam es aus der Wand.

‚Boa, was hat das jetzt mit meiner Mutter zu tun? Der kennt sie doch gar nicht?‘ meinte Rutger zu Ellen. Er war wirklich beleidigt.

‚Rutger, genau das will man doch damit bezwecken, wenn man die Mutter eines Anderen beleidigt!‘

‚Ja, aber meine Mutter kocht schlecht und das kann er gar nicht wissen. Sie wohnt ihn Grönland!‘ rief er und stieg aus dem Bett und zog das Bett von der Wand weg. ‚Sicherheitshalber. Lass sie uns nachher wecken, wenn sie sicher eingeschlafen sind.‘

‚Ja, ja! Deck mich zu, wenn du fertig bist.‘ gähnte Ellen und deckte sich zu.

Er zog ihr noch die Schuhe aus und legte sich dann auch hin.

Am nächsten Morgen wurden sie von ‚Oh Bambi!‘ und ‚Oh Blume!‘Geschrei geweckt! Ellen zog sich das Kissen übers Gesicht und versuchte krampfhaft weiterzuschlafen, was ihr natürlich nicht gelang. Er blickte angewidert ins Leere.

‚Wollte wir nicht die wecken…?‘ fragte Ellen irgendwann und spielte an seinen Brustwarzen herum.

Er blickte unter die Decke in seine Hose. ‚Sorry, ich muss die ganze Zeit an dieses Rehkitz und an das Stinktier denken…!‘ Er schüttelte angewidert den Kopf.

‚Turnt dich dass nicht an?‘ grinste sie und griff in seine Hose.

‚Ich mag pervers sein, aber was zu viel ist, ist zu viel!‘ rief er empört und entzog ihr seinen Schwanz.

Sie stand auf und ging ins Bad. Er stand erst auf, als er die Dusche hörte. Wenig später stolperten sie wild knutschend aus dem Bad zum Bett hinüber.

Weiter geht es im AlpenRoadMovie14! Es lohnt sich!

Published in: on 23. Januar 2013 at 23:12  Schreibe einen Kommentar  
Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Manchmal kommt es anders…Killer 9

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 9

Freitag, 17.08.12, 15.00 Uhr

Hafen, Bonifacio, Korsika

gunAm frühen Nachmittag kamen Rutger und Ellen in Bonifacio an und saßen in einem kleinen Café am Hafen und warteten auf die nächste Fähre. Seine Laune war immer noch quasi nicht vorhanden und sie versuchte ihn wenigstens zum Essen zu animieren. Aber selbst das war ein hoffnungsloses Unterfangen.

Irgendwann unterbrach sie das Schweigen und fragte: ‚Sag mal, kann ich eigentlich was tun, um dich aufzumuntern?‘

Er blickte sie nur über seine Sonnenbrille hinweg an und zuckte mit den Schultern. Es dauerte einen Moment, bis sie einen weiteren Ansatz fand.

‚Was machen wir eigentlich, wenn das Alles vorbei ist?‘ fragte sie weiter, auch wenn ihr fast klar war, auf ihre Frage wieder keine Antwort zu bekommen. Sie druckste ein Bisschen rum und lächelte ihn liebevoll an. ‚Weil ich würde dich gerne wiedersehen…!‘ Sie stockte und fuhr aber dann beherzt fort. ‚Weil ich würd dich gerne mal unter normaleren Umständen kennenlernen.‘

Er grinste nur dreckig.

‚Nicht so wie du jetzt wieder denkst, also nicht nur!‘ rief sie erregt und lief sofort rot an. Verschmitzt drehte sie den Kopf von ihm weg.

‚Wie meinstn des?‘ flüsterte er krächzend.

‚Nicht nur zum Ficken!‘ flüsterte sie hastig.

‚Wie, willste mit mir in Zoo gehen?‘

‚Warum nicht, in München soll der ganz schön sein!‘

‚Ein Date? Im Zoo?‘ meinte er beinahe erschrocken und ironisch zu gleich.

‚Das mit dem Date hast jetzt du gesagt!‘ warf sie ihm entschieden an den Kopf.

‚Ehrlich mal, wenn ich ähm… also wir den Scheiß hier überleben sollten, mache ich alles was du willst.‘ Sein Blick wirkte gehetzt und er war wohl von seiner Ansage genauso überrascht, wie sie.

‚Ist das ein Versprechen?‘ fragte sie überrascht.

‚So was in der Art!‘

Sie rutschte mit dem Stuhl näher an ihn heran, packte eine seiner Hände und flüsterte hastig: ‚Also, wenn wir den Scheiß hier überleben und wir wieder in München sind, komme ich zu dir und gieße deine Blumen! Und dann gehen wir in die Wanne und dann bleiben wir Minimum 5 Tage einfach im Bett liegen und machen gar nichts…!‘ Sie schüttelte den Kopf. ‚Nein, wir sollten es auch auf dem Sofa machen, finde ich. Und dann gehen wir in den Zoo und schön Essen und dann wieder ins Bett. Ja!?‘

Er musste lachen und versuchte sie dann zu küssen. Sie zögerte aber kurz.

‚War das jetzt ein Ja?‘

Er küsste sie kurz und meinte dann: ‚Ich mach alles was du willst, solange es nichts mit Betonschuhen zu tun hat!‘

Ihr Gespräch wurde vom Nebelhorn der Fähre unterbrochen. Er warf einen Geldschein auf den Tisch, gab der Kellnerin ein Zeichen und dann eilten sie zum Auto.

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie13! Es lohnt sich!

Published in: on 20. Januar 2013 at 22:52  Schreibe einen Kommentar  
Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Manchmal kommt es anders…Killer 8

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 8

Freitag, 17.08.12, 05.45 Uhr

Auf der Fähre Livorno – Bastia – Kabine 134

gunRutger wurde wach, weil ein Handyton neben seinem Ohr ertönte. Ellen war nicht da, aber ihr Handy. Sie hatte den Wecker gestellt. Er öffnete die Augen erst, als der nervige Ton endlich verstummte. Dann hörte er Geräusche aus der Nasszelle. Schlaftrunken stand er auf und wankte wie ein Zombie den Geräuschen entgegen. Sie stand unter der Dusche und summte beschwingt. Wortlos schlüpfte er hinzu und küsste ihren Rücken.

‚Wir müssen uns schicken!‘ meinte sie gehetzt, drückte ihm das Duschgel in die Hand und schlüpfte an ihm vorbei aus der Dusche. Als er mit dem Duschen fertig war, war sie bereits angezogen und arbeitete gleichzeitig an ihrem Laptop und telefonierte. Er zog sich rasch an.

Etwas später saß er allein im Auto und schlug mit dem Kopf gegen das Lenkrad. Er würde mit neuen Schuhen aus Beton im Meer landen, wenn er das hier verkackt. Er schlug weiter seinen Kopf auf das Lenkrad. Immer und immer wieder, bis ihn ein noch lauteres Geräusch aus seiner Brachialmeditation riss. Eine Hand klopfte gegen die Scheibe und ein Kaffeebecher grinste ihn an. Er schüttelte den Kopf und blickte in das grinsende Gesicht von Ellen. Er ließ die Scheibe runter und blickte sie fragend an.

‚Von wegen, hier darf nur der Fahrer runter!‘ meinte sie lachend, drückte ihm den Kaffee in die Hand und stieg dann hinter ihm in den Wagen. ‚Geht es dir gut? Ich wollte dich nicht stören!‘

‚Ähm ja. Also…!‘ stotterte er, brach dann ab und versuchte dann sich irgendwie um eine Antwort herum zu drücken. ‚Es ist nichts!‘

‚Ich kann auch wieder gehen, wenn du weiter deinen Kopf aufs Lenkrad hauen willst!‘

‚Nein bleib, bitte!‘ stammelte er wieder und blickte über den Rückspiegel nach hinten.

Sie kramte in ihrer Tasche herum, zog einen Spiegel hervor und blickte hinein. ‚Mach mir n bissl Sorgen!‘

‚Wie Sorgen?‘

‚Sorgen halt!‘

Er zog nur eine Augenbraue hoch und blickte weiter in der Rückspiegel, während sie ihre Wimpern tuschte. Dann blickte sie auf und meinte spröde: ‚Ich mach mir Sorgen um den Stronzo! Diesen Killer, der mit dem Hang zur Drittwaffe!‘

Er musste lächeln: ‚Sorry, hab heute irgendwie n Zwischentief!‘

‚Dann möchte ich nicht dabei sein, wenn du total am Ende bist.‘

Er seufzte nur. Die Laderampe der Fähre öffnete sich und somit blieb er ihr eine Erklärung schuldig. So war er die Fahrt durch ganz Korsika recht ruhig, er sagte kein Wort und sie begann sich ziemlich zu langweilen. Sie wusste nicht, wie sie ihn hätte aufheitern können.

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie12! Es lohnt sich!

Manchmal kommt es anders… Der Killer 7

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Der Killer 7

Donnerstag, 16.08.2012, 22.00 Uhr

Auf der Fähre Livorno – Bastia – Kabine 134

Ellen hing schon wieder am Handy und am Laptop zu gleich, während Rutger seine Waffen putzte. Er dachte nach und beim Waffen putzen konnte er am Besten nachdenken. Schade, dass die Reichweite der Wanze nicht all zu groß war. Sie hatten die Vinschgauer nur einen kurzen Moment belauschen können. Aber das hatte eigentlich schon gelangt. Er wollte ihr eigentlich noch sagen, dass die Sache mit der Wanze echt super war, obwohl er sich ziemlich geärgert hatte, dass er nicht eingeweiht war. Dass die Mafiosi immer alle miteinander verwandt sein müssen. Als Ellen endlich auflegte, blickte sie ihn grinsend an.

‚Also, dieser Farid hat in der Nähe von Bezerte ein illegales Camp und macht einfach alles für Geld.‘

‚Bizerte, Ägypten? Und wie kommt dieser Enzo nach Ägypten?‘

‚Mitm Schiff!‘ meinte sie schnippisch. ‚Der Farid kann alles organisieren. Eigentlich arbeitet er für die Sizilianer. Aber aus guter und sicherer Quelle weiß ich, dass Enzo und auch Alfons gute Kontakte zu den Sizilianern haben.‘

Rutger blickte sie nur fragend an.

‚Enzo und Alfons sind Adoptivbrüder. Und die Mutter vom Enzo ist niemand anders als die Tochter vom Eisernen, auch Der Sizilianer genannt.‘

‚Der wurde doch vor einer halben Ewigkeit erschossen!‘

‚Ja, und rate mal von wem?‘

Er blickte sie wieder ratlos an.

‚Von seiner eigenen Tochter und zwar genau vor 35 Jahren. Und wie alt ist Enzo?‘

‚Er wird 36 im ähm…!‘

‚Die Mutter vom Enzo brachte ihren eigenen Vater um, mit einer abgesägten Schrotflinte, weil der Den Vinschgauer erschießen ließ. Und Der Vinschgauer war der Vater von Enzo. Und wahrscheinlich auch von Alfons. Und die Mutter von Alfons, war die Schwester von meiner Mutter. Meine Mutter wurde übrigens auch erschossen.‘

‚Jetzt check ich gar nichts mehr.‘

‚Der Don ist gar kein Vinschgauer, er hat den Laden nur übernommen, weil alle anderen Vinschgauer tot sind oder zu dumm…!‘ Sie räusperte sich. ‚Und ich glaube er hat auch meine Mutter erschießen lassen, weil mein Vater sich in eine Vinschgauerin verliebt hatte. Der Don hatte Angst um seinen Stuhl und wenn Enzo und ich erst mal aus dem Weg sind, dann gibt es nur noch Alfons und der ist zu alt und zu …!‘ Sie brach wieder ab und blickte ihn an.

‚Ja, aber was hat das alles mit unserem Auftrag zu tun?‘

‚Der Don hat das alles eingefädelt, um uns alle aus dem Weg zu räumen.‘

‚Bitte was?‘

‚Es ist eine Falle und Enzo weiß nicht, dass er vom Don nur benutzt wird.‘

‚Und dein Vater?‘

‚Ist ein cholerischer Trinker, der peilt schon lange nichts mehr.‘

‚Dafür ist er aber ganz schön erfolgreich.‘

‚Wo ist eigentlich das Geld?‘

‚Welches Geld?‘

‚Das dir der Don gegeben hat.‘

‚Ach so. Warte!‘ Er kramte in seiner Hose.

‚Du hast das Geld in deiner Unterhose versteckt.‘

‚Das ist das sicherste Versteck, wieso?‘

‚Es sind wahrscheinlich Blüten von meinem Vater.‘

Rutger hielt ihr die Scheine hin.

‚Nee, lass mal!‘

‚Ich hab da extra eine Geldklammer in meiner Hose, direkt neben meiner Drittknarre.‘ meinte er und öffnete seine Hose.

‚Lass ihn drinnen und mach keine Witze!‘

‚Ich mach keine Witze, ich bin ein toter Mann!‘

‚Noch siehst du aber ganz lebendig aus.‘

‚Aber wir stecken da mitten drin. Wenn wir den Enzo nicht schnappen, bin ich tot und vielleicht sogar du. Wenn wir ihn schnappen, ist Enzo tot. Wenn Enzo die Sizilianer eingeschaltet hat, dann sind wir alle schon längst tot. Komisch, dass wir noch leben? Und wenn dein Vater das mit uns rauskriegt, er schießt er mich und wenn der Don alles Andere rauskriegt, erschießt er dich und dann erschieß ich ihn und Alfons legt mich um. Willst du mich nicht vielleicht gleich erschießen?‘ meinte Rutger und hielt ihr seine Knarre hin.

‚Nein, du Spinner. Ich werd dich nicht erschießen. Wir versuchen mit Enzo zu reden und machen einen Gegenplan.‘

‚Du bist verrückt!‘

‚Das sagt man den Vinschgauern im Allgemeinen nach.‘

‚Dann bist du nur halb verrückt!‘

‚Ein halbverrückte Halbwaise, mit zwei Knarren!‘

‚Jetzt machst du mir Angst.‘

‚Du bist ein Auftragskiller mit drei Knarren und hast vor mir Angst?‘

‚Ja!‘

‚Wieso?‘

‚Weil, weil!‘

‚Deine Argumentationskette ist der Bringer!‘ meinte sie, nahm ihm die Waffe ab und setzte sich auf seinen Schoss. ‚Los zeig mir, was du noch für mich in deiner Hose versteckt hast.‘

‚Leg zuerst die Waffe weg!‘ stammelte er.

Sie legte die Waffe weg, griff in seine Hose und holte die Drittwaffe heraus. ‚Los, zeig mir was!‘

‚Was?‘

‚Was Schönes!‘

‚Ich kann nicht arbeiten, wenn man mir eine Waffen an den Kopf hält.‘

‚Dann nimm sie mir doch ab!‘

‚Ich will dir nicht weh tun!‘

‚Warum nicht?‘

‚Weil weil!‘

Sie hob nur wieder eine Augenbraue und entsicherte die Waffe.

‚Weil mich das nur unnötig geil macht!‘

‚Dito!‘

Ein blitzschnelle Bewegung später, hatte er ihr die Waffe abgenommen, sicherte sie, war mit ihr im Arm aufgesprungen und setzte sie auf den Tisch. Die offene Hose rutschte ihm von den Hüften. Mit einem breiten Lächeln im Gesicht legte er die gesicherte Waffe auf den Tisch und schob ihr den Rock hoch.

‚Keine Unterwäsche!‘ flüsterte er und ging auf die Knie.

‚Was machst du da?‘ fragte sie schnippisch.

‚Ich kann nicht anders, ich muss dich einfach kosten!‘ flüsterte er mehr zu ihrer Muschi, als zu ihr.

‚Nur zu!‘ quietschte sie, als er mit seiner Zunge in sie stieß. Er nahm seine Finger zur Hilfe und wenig später schrie sie: ‚Fick mich, bitte! Fick mich!‘

Sie versuchte vergeblich ihm am Kopf zu sich hoch zu ziehen, deswegen lies sie sich ganz langsam vom Tisch gleiten. Er fing sie auf, lies sie auf seinen Schoß sinken und stürzte nach hinten. Sie griff zwischen ihre Beine, holte seinen Schwanz aus seiner Unterhose.

‚Du freust dich ja gar nicht mich zu sehen.‘

‚Ich kann unter Druck nicht arbeiten!‘

Sie kroch von seinem Schoß und meinte: ‚Quit pro quo!‘ Dann nahm sie seinen Schwanz in den Mund und saugte an ihm, bis er steif genug war. Im nächsten Moment saß sie wieder auf seinem Schoß, schob sich seinen Schwanz hinein und fickte ihn. Kurz bevor er kam, packte er sie, hob sie hoch und warf sie hinter sich aufs Bett. Wie ein wildgewordenes Tier kroch er zu ihr aufs Bett. Sie kroch rückwärts nach hinten, bis sie vom Kopfende aufgehalten wurde. Er packte sie an einem Bein, drehte sie auf den Bauch und zog sie zu sich her, bis sein Schwanz kurz vor ihrem Loch war. Er griff sich seinen Schwanz und wischte mit ihn an ihrer Muschi entlang. Sie wand sich lustvoll und versuchte mit den Händen an die Bettpfosten zu gelangen. Ganz langsam ließ er seinen Schwanz in sie hinein gleiten, aber nur um ihn gleich wieder heraus zu ziehen. Das machte er ein paar Mal hintereinander, bis er sich über sie wälzte und sie solange rammelte, bis er schreiend kam.

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie11! Es lohnt sich!

Manchmal kommt es anders…Der Killer 6

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Der Killer 6

Donnerstag, 16.08.2012, 11.00 Uhr

Von Garmisch-Partenkirchen kommend auf der B23 Richtung österreichische Grenze

Rutger und  Ellen saßen wieder im Wagen. Ihre Haar waren nass und sie telefonierte und mailte gleichzeitig. Sie fuhren bereits über die Grenze nach Österreich. Es war noch früh und die Straßen waren frei. Er konnte also ordentlich Gas geben. Mit einem Affenzahn fuhr er die Fernpassstraße rauf und auf der anderen Seite wieder hinunter. Trotz der kurvigen Strecke schlief sie irgendwann ein. An einer Tankstelle hatte er ein Bickerl gekauft, er wollte eine Teilstrecke auf der Autobahn fahren. Mit überhöhter Geschwindigkeit preschte er wenig später über die Autobahn und weckte sie, als er von der Autobahn wieder abfuhr.

‚Hey, klingeln wir bei den Vinschgauern oder haben wir schon ne Spur.‘ flüsterte er.
Sie machte gähnend ihren Laptop an und blickte aufs Display. Nach einem Moment. ‚Die Spur verlor sich in Livorno. Vater möchte ihnen eine Nachricht übermitteln. Also werden wir doch klingeln müssen.‘
‚Ich wäre eher für die Version brennende Tüte mit Hundescheiße vor die Tür legen, klingeln und abhauen ‚
‚Ja, nee. Wir werden schön brav sein müssen.‘ meinte sie kurz und hantierte an ihrem Handy rum.
‚Ich hoffe wir platzen nicht unangemeldet rein.‘
‚Pappili gibt dem Don Bescheid.‘
‚Pappili?‘
‚Der Boss ist mein Vater und er hasst es, wenn ich ihn Pappili nenne.‘
‚Und der Don, wie kriegen wir den auf die Palme?‘
‚Lass mich nur machen!‘
‚Das werd ich wohl müssen, ich kann sie ja nicht alle erschießen.‘
‚So viele sind es nicht mehr, da bräuchtest du nicht mal ein zweites Magazin mitnehmen.‘
‚Ich steh nicht gerne mit runtergelassenen Hosen da. Und ich bin nicht der Einzige, der mit zwei Knarren in ein unbekanntes Haus geht.‘
‚Weder dein Haus, noch das der Vinschgauer wäre mir jemals unbekannt gewesen.‘ meinte sie so, dass er lieber die Schnauze hielt. Betretenes Schweigen begleitete die Fahrt über den Reschen. Sie fuhren durch eine Straßenschlucht, als sie das Schweigen räuspernd unterbrach: ‚Da vorne links auf den Hof.‘ Sie packte ihren Laptop in ihre Tasche.
‚Und dann?‘
‚Macht der Alfons das Tor auf und lässt uns im Schuppen parken!‘
‚Das gefällt mir aber gar nicht!‘
‚Deinem Auto wird nichts passieren!‘
‚Um mein Auto mache ich mir weniger Sorgen.‘
‚Darüber reden wir später.‘ unterbrach sie ihn unwirsch.

Das Tor ging auf und ein älterer Mann stand am Tor, als sie hinein fuhren. Kaum stand der Wagen, sprang Ellen mit ihrer Tasche aus dem Auto und umarmte den älteren Mann.
‚Onkels Alfons!‘ kam aus ihrem Mund.
Fast von Sinnen sprang Rutger aus dem Wagen und blickte sie fragend an.
‚Eigentlich ist Alfons mein Cousin!‘ meinte sie entschuldigend.
Rutger musste nach Luft schnappen, hatte aber keine Zeit mehr, sich ein Bild von der Lage zu machen, weil sie ihn gepackt hatte und schleppte ihn über ein paar Stufen hinauf in einen Vorraum. Es sah verdächtig nach einem Puff aus. Nur keine Nutten.
‚Wo sind die Nutten?‘ platzte es aus ihm hinaus.
‚Die ham frei!‘ meinte dieser Alfons.
‚Die haben immer frei, komm jetzt!‘ meinte Ellen ungehalten und zog ihn zu einer Tür hinüber.
Sie klopfte nicht, sondern riss die Tür auf und platze herein und aus ihr heraus. ‚Onkel Don, gut siehst du aus.‘
Rutger schritt durch die Tür. Es waren ihm entschieden zu viele Verwandte in diesem Raum.
Der Don küsste Ellen auf die Stirn und sie setzte sich auf die Stuhllehne, neben den Don und zog ihren Laptop aus der Tasche. ‚Vater möchte mir dir reden.‘
‚Willst du mir deinen Begleiter nicht vorstellen, mein Kind?‘
‚Oh ja, natürlich. Das ist Rutger, er versucht auf mich aufzupassen.‘
‚Rutger, Sie wissen, dass Sie ein toter Mann sind.‘ meinte der Don und lachte grausam.
Rutger nickte nur, lies seinen Kopf gesenkt und hielt dem Don die Hand hin. Dann hob er langsam den Kopf und sah den Don an. Dieser nahm seine Hand und drückte sie herzlich.
‚Mach es ihm nicht zu schwer, du weißt doch, dass mein Bruder ein schrecklicher Unmensch ist.‘ sprach er zu Ellen, bot aber Rutger gleichzeitig mit einer kleinen Handbewegung einen Stuhl an. Rutger setzte sich.
‚Ach Onkel Don, Rutger muss nur mit zum Shoppen nach Bozen. Da wird er schon nicht dran sterben.‘
Der Don zog seine Augenbraue hoch und meinte: ‚Shoppen?‘ Und sein Blick sagte: ‚Ja nee! Alles klar!‘
Ellen klappte den Laptop hoch. Der Bildschirm flackerte. Rutger konnte das Bild zwar nicht sehen, aber als er die Worte hörte, wusste er Bescheid. ‚Was dauert da so lange. Wo hat der Stronzo seinen Führerschein gemacht, in der DDR?‘
‚Geliebter Bruder, wie geht es dir?‘
‚Wie soll es mir schon gehen, du elender Schwanzlutscher.‘
‚Rede nicht so vor deiner Tochter.‘
‚Ich rede, wie es mir passt. Wo ist mein Geld?‘
‚Dein Geld? Du beliebst zu scherzen.‘
‚Ich will mein Geld zurück, sonst sprenge ich den ganzen Berg in die Luft.‘
‚Du wirst dich doch nicht am Vinschgauer Kulturerbe vergreifen wollen.‘
‚Ich will das Geld und den Kopf von diesem Enzo.‘
‚Sonst noch irgendwelche Wünsche, lieber Bruder. Wir sehen uns zu Weihnachten!‘ meinte der Don und klappte ganz langsam den Laptop zu.
‚Wage es nicht…Vaffancu…!‘ konnte man noch, hören bevor die Verbindung abbrach.
‚Kaum zu glauben, dass wir miteinander verwandt sind, nicht?‘ meinte der Don.

Betretenes Schweigen bedrückte die Stimmung im Raum noch mehr. Und wieder war es Ellen, die das Schweigen unterbrach, in dem sie aufstand und meinte: ‚Wir müssen dann los!‘ meinte sie kurz. Sie küsste ihren Onkel auf beide Wangen und lächelte. Dann quietschte sie: ‚Shoppen!‘
‚Ja, ihr wolltet ja Shoppen gehen.‘ meinte der Don. ‚Da will ich euch nicht weiter aufhalten. Schaut doch beim Rückweg nochmal vorbei. Alfons kocht uns was Schönes.‘
‚Ja, Onkel Don, dass wäre schön. Ansonsten sehen wir uns Weihnachten.‘
‚Gute Fahrt, mein Engel. Und Rutger, passen Sie auf meinen Sonnenschein auf.‘
Ellen packte den Laptop und Rutger gab dem Don die Hand zum Abschied. Als sich ihre Hände trennten, hatte Rutger ein Bündel gefaltete Geldscheine in der Hand. ‚Sie soll sich was Schönes kaufen.‘
Ellen zog nur eine Augenbraue hoch und machte dann aber einen Knicks und sagte: ‚Danke, Onkel Don! Das ist lieb von dir!‘
Alfons brachte sie zum Wagen, er flüsterte Ellen zu, so dass Rutger es nicht hören konnte.
‚Pass auf dich auf, dem Enzo steht das Wasser bis zum Hals und bevor er ins Gras beißt, nimmt er uns noch alle mit.‘
‚Onkel Alfons, wir gehen nur Shoppen.‘ meinte Ellen, stieg ein und Alfons schloss die Tür. Er eilte zum Tor, um es zu öffnen. Rutger lies den Wagen und fuhr langsam aus dem Schuppen. Als sie wieder auf der Straße waren, atmete er tief durch und setzte zum Reden an. Sie unterbrach ihn gleich mit einem ‚Scht!‘
Erst jetzt sah er, dass sie einen Stöpsel im Ohr hatte und sie schob ihm den zweiten Stöpsel ins Ohr und er lauschte, während er seinen Wagen ins Tal jagte. ‚…Farid Bescheid! Wollen wir hoffen, dass sie die Fähre heute nicht mehr kriegen.‘
Rutger nahm den Stöpsel aus dem Ohr und gab noch mehr Gas. In Livorno hatten sie beinahe einen Unfall, weil jemand, der so aussah wie Super Mario, mit einem Lieferwagen versuchte zu wenden und in dem Moment auf ihre Fahrbahn fuhr, als sie angerast kamen. Es grenzte schier an einem Wunder, aber sie schafften die Fähre, die am späten Abend in Livorno ablegen sollte. Ellen organisierte eine Kabine und Rutger brachte das Auto an Bord. Sie trafen sich an Deck und gingen zur Kabine mit der Nummer 134.

Fortsetzung folgt im AlpenRoadMovie10! Es lohnt sich!

%d Bloggern gefällt das: