Sommer, Sonne, Sonnenschein im Park

Sommer, Sonne, Sonnenschein im Park

IMG_20140605_151353021Geräusche drangen an ihr Ohr. Waren das Vögel? Nein, die Zirkaden zirpen ihr Lied. Sie sind nicht mehr in Kansas!!

In ihrem Kopf wummerte es. Die Zirkaden schienen in ihrem Kopf zu sein. Ja und eine Party scheinen sie da auch zu feiern. Sie wollte sich bewegen, es ging aber nicht. Leichte Panik kam über sie. Sie hatte keine Kontrolle über ihren Körper. Es war so, als wäre sie in der Tiefschlafphase von einem bösen Traum geweckt worden. Sie lag völlig gelähmt da und wusste nicht wo sie war. Sie konnte einen frischen Luftzug auf ihrer Haut spüren und sie konnte spüren, dass sie nur noch einen Schuh trug. Von dem fehlenden Schuh mal abgesehen, schien sie zumindest noch irgendwie bekleidet zu ein. Sie hatte nur den Eindruck, als wäre ihre Strumpfhose irgendwie kaputt gegangen… Verdammt, die war echt teuer!

Entweder war die Party letzte Nacht echt hart gewesen oder sie hatte einfach vergessen den zweiten Schuh auszuziehen. Oder beides! In ihrem Bett lag sie dennoch nicht und sie ärgerte sich immer noch über die kaputte Strumpfhose.

Aber wo sollte sonst der frische Luftzug um sie herum herkommen und die Zirkaden? Wenn nicht, weil sie draußen war? Und Warum? Wo war sie nur? Und was hat sie da nur geritten, bei der Kälte draußen zu pennen?

Zwei Krähen plärrten und sie konnte Flügelschlagen hören. Sie musste wirklich irgendwo draußen liegen. Das könnte auch den harten Untergrund erklären. Erst jetzt spürte sie die Steine in ihrem Gesicht, sie lag so halb auf der Seite und offensichtlich mit der Fresse im Dreck.

Als sie eines ihrer Augen öffnen wollte, schaffte sie es nicht, irgendwie war ihr Auge verklebt. Reflexartig versuchte sie ihre Hand zu bewegen. Sie wollte sich übers Gesicht wischen, doch sie konnte ihren Arm nicht bewegen. Sie konnte beide Arme nicht bewegen!! War sie gefesselt? Ja, verdammt!

Die Fesseln schnitten in ihre Handgelenke. Sie wollte schreien, vor Schmerz und um Hilfe! Doch ihr Mund war auch verklebt, so dass sie nur ein Wimmern von sich geben konnte. Bei jeder Bewegung ihrer Handgelenke schnitten die Fesseln noch mehr ins Fleisch. Sie hatte das Gefühl, als würden die Fesseln auf dem blanken Knochen scheuern. Sie konnte sich nur unter Schmerzen bewegen und sehen konnte sie auch nichts. Und schreien auch nicht!

Das war der Moment wo man in der Regel in Panik verfällt. Doch sie versuchte so ruhig wie möglich zu atmen. Sie bekam noch dazu kaum Luft, ihre Nase war irgendwie zu und ihr Mund, war das ein Knebel?

Wenn das ein schlechter Scherz sein soll, dann wäre jetzt der Punkt, wo alle lachen, bis auf eine. Aber es lachte keiner. Oder doch?

Sie hörte Stimmen und Geräusche, die schnell näher zu kommen schienen.

‘…wenn man sich dann immer rumärgern muss…!’

‚…hätt ich auch keinen Bock mehr…!‘

Die Geräusche entfernten sich wieder, wie die beiden Personen, die eben noch gesprochen hatten. Dann kam wieder ein Geräusch. Ein Fahrrad auf einem Kiesuntergrund. Sie musste unweit von einem Weg im Dreck liegen. Warum bemerkte sie keiner? Hilfe!

Sie versuchte noch einmal die Augen zu öffnen. Mit einem Ruck und unter Schmerzen sprang ihr Auge endlich auf und die grelle Fratze am Himmel stach ihr förmlich ins Auge, deshalb schloss sie das Auge wieder, auch auf die Gefahr hin, dass sie es nie wieder aufbekommen würde. Wahrscheinlich hatte sie sich eh ein paar Wimpern ausgerissen. Was war das für ein klebriger Scheißdreck in ihrem Gesicht?

Sie versuchte sich auf die Seite zu wälzen und blinzelte.

Wieder Stimmen. Diesmal kamen sie langsam auf sie zu.

‘Wenn ich abends alleine bin, muss ich immer an dich denken…!’

IMG_20140603_175445817Wie gut, dass sie die Antwort nicht mehr mitbekommen hatte. Ihr schwappte Erbrochenes in ihre Mundhöhle. Dort war allerdings ziemlich wenig Platz und der Knebel versperrte den Weg nach draußen, also schluckte sie schwer…War wohl nicht ihr Tag heute?! Und warum konnte sie sich an die Party nicht erinnern?! Sie versuchte sich erneut herumzudrehen, und unter unglaublichen Schmerzen gelang es ihr. Doch ihre Drehung wurde je von etwas Harten in ihrem Rücken aufgehalten. Mit ihren gefesselten Händen konnte sie den Stamm eines knorrigen Baumes ertasten. Sie öffnete wieder ihr Auge, dass andere wollte einfach nicht aufgehen. Sie blickte den Stamm einer buckligen Trauerbuche hinauf. Das passt ja. Irgend so ein armer Irrer hatte ein Herz auf den Stamm der Trauerbuche gemalt. C + R? Hat wohl nicht geklappt, was?

Dann blickte sie an ihrem Körper herab. Sie trug ihr Lieblingskleid, die Strumpfhose war tatsächlich kaputt und von dem zweiten Schuh fehlte tatsächlich jede Spur. Sie war mit Klebeband gefesselt worden, dass konnte sie zumindest an ihren Füßen sehen. Aufstehen wird ziemlich schwer werden. Aber sie musste es versuchen. Sie mühte sich einen Moment ab und blieb dann erschöpft an Ort und Stelle liegen. Luft bekam sie nun fast gar nicht mehr. Sie spürte warme Flüssigkeit, wie sie über ihr Gesicht kroch. War das Blut? War sie verletzt? Dem Ersticken nahe drehte sie sich wieder mit dem Kopf nach unten. Und dann sah sie das Blut. Es musst aus ihrer Nase kommen!

Die Angst gleich ersticken zu müssen, übermannte sie und sie wusste sich nicht mehr anders zu helfen, also versuchte sie mit ihren gefesselten Beinen gegen den Stamm zu schlagen. Sie musste Lärm erzeugen. Irgendwie.

Durch die Schläge gegen den Stamm wurde das Tape durchgewetzt und ihre Beine kamen frei. Endlich! Sie versuchte erst gar nicht aufzustehen, weil sie versuchte sich einfach umzudrehen und zumindest auf die Knie zu kommen. Und wenn sie aus der Scheiße kriechen musste!

Gedacht, getan! Bloß robbte sie mehr, als dass sie auf Knien über den Waldboden kroch. Durch die Anstrengung bekam sie zumindest wieder besser Luft und sie versuchte den Geräuschen entgegen zukriechen.

Irgendeiner dieser Jogger oder Biker muss sie doch sehen oder hören. Das Leben rannte in bunten Radlerhosen an ihr vorbei auf der Jagd nach verbrannten Kalorien. Und sie verhungerte an der ausgesteckten Hand mit der Fresse im Dreck. Sie wollte schreien, sie schaffte es aber nicht. Ihre Arme bekam sie auch nicht frei. Ihre Knie waren schon wund, aber sie musste weiter. Dornen rissen an ihren Klamotten. Die Schmerzen spürte sie schon lange nicht mehr, sie wollte nur weg hier. Nach da vorne in die Sonne, da wo die Leute sind, die arglos ihrem Sport nachgingen. Sie konnte vor sich schon den Weg sehen. Doch zwischen ihr und der Freiheit war noch eine Dornenhecke. Da musste sie jetzt durch.

Beherzt warf sie sich seitlich in die Hecke und versuchte sich mit den Beinen durch das Gestrüpp zu drücken. Die Dornen rissen an ihren Haaren und stachen in ihre Kopfhaut. Sie konnte kurz den weißen Kiesweg sehen, als sie plötzlich an beiden Beinen gepackt wurde und mit einem Ruck nach hinten gezogen worden. Sie kam gar nicht auf die Idee sich zu wehren, sie war von der plötzlichen Bewegung so schockiert, dass sie wieder wie gelähmt schien. War sie doch beinahe am Ziel angekommen. Die weißen Kiesel hatte sie doch schon im Blickfeld gehabt. Und da vorne müssen doch Leute sein.

Sie konnte ein fröhliches Pfeifen hören, während ihr Körper über den unebenen Waldboden gezogen wurde.

Irgendwann wurde von ihr abgelassen und sie versuchte im selben Moment zu flüchten, als ihre Beine freigegeben wurden. Besonders weit kam sie diesmal nicht, weil sie erneut gepackt wurde. Eine schleppenden, krächzende, männliche Stimme drang an ihr Ohr.

‘Mein Täubchen, du willst mich verlassen, ohne Aufwiedersehen zu sagen. Das macht mich wirklich sehr, sehr traurig.’

Während der Mann sprach, packt er ihren Kopf und zog ihn nach Hinten, so dass sie gezwungen war, ihm ins Gesicht zu sehen.

Dann fiel es ihr wie Schuppen aus den Haaren. Gestern Nacht war sie allein in der Stadt unterwegs und jemand hatte ihr einen Drink ausgegeben. Dieser Jemand! Dieser Grobian! Er packte sie an den Haaren und schlug sie hart ins Gesicht.

‘Ich hab gedacht, dass du mich liebst und dass du für immer bei mir bleibst!’ zischte er ihr zu, machte dann ein abfälliges Geräusch, riss ihr Kleid mit einem Ruck auf, bevor er fortfuhr: ‘Aber wenn du mein Vertrauen so mit Füßen trittst…!’

Er begann sie grob zu befummeln und schlug sie immer wieder ins Gesicht.

Mehr bekam sie gar nicht mehr mit, eine erlösende Ohnmacht ersparte ihr zumindest kurzzeitig die Schmerzen. Aber genau die Schmerzen waren es, die sie wieder zurück brachten.

Ihre Beine waren wieder gefesselt und sie hatte unglaubliche Schmerzen am Kopf. Ihr war kalt. Ziemlich kalt. Bevor ihr klar wurde, dass sie kaum mehr was anhaben musste, versuchte sie erneut die Augen zu öffnen. Es gelang ihr kaum, ihr Gesicht war wohl von den Schlägen ziemlich angeschwollen. Und genauso fühlte es sich auch an. Sie lag in einer klebrigen Pfütze und es roch nach Blut. Ihr Blut!

Von weit entfernt konnte sie wieder Geräusche hören. Sie röchelte vor sich hin, trotz des Knebels konnte sie Blut schmecken. Die Geräusche wurden lauter.

‘Was ist denn mit dir los? Du willst doch jetzt nicht schon wieder fahren?’ hörte sie eine hysterische Frauenstimme in der Ferne. Die Schritte kamen näher. ‘Wir sind andernhalb Stunden hier hergefahren und jetzt willst du sofort wieder heim? Was ist denn mit dir los, Herbert? So kenn ich dich ja gar nicht!’

‘Schau mal da liegt ein Schuh!’ meinte Herbert.

‘Diese Jugend heutzutage, keine Werte mehr. Lassen einfach ihre Schuhe hier liegen!’

‘Es ist nur ein Schuh, Edeltraut!’

‘Ein Schuh, ein Schuh! Trotzdem verantwortungslos! Wenn hier jemand stolpert. An dem spitzen Ding könnte man sich ja die Augen ausstechen.’

‘Sag mal ist das Blut, da am Schuh!’

‘Schau, hab ichs dir nicht gesagt, wie gefährlich so ein Schuhwerk sein kann!’

‘Da wird doch nichts passiert sein?’

‘Spinn dich aus Herbert, lass uns wieder heimfahren!’

Die Schritte entfernten sich wieder von ihr und sie blieb völlig fassungslos im Dreck und ihrem eigenen Blut liegend zurück. Diese ignorante Menschheit heutzutage. Ihr war so kalt und versuchte sich nochmal umzudrehen, damit sie die Sonne sehen konnte, wie sie durch die Trauerbuche schien. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages streichelten über ihr zerschundenes Gesicht und ein Tropfen Blut fiel vom Baum herab und landete direkt in ihrem Auge.

C steht für Charlotte. Die nächsten Radfahrer und Jogger hörte Charlotte schon gar nicht mehr…

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Und R ist der Grobian. Am nächsten Tag würde man es in der Zeitung lesen können…

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Augenzeugenbericht von der Mordnacht in Grimgard

Augenzeugenbericht von der Mordnacht in Grimgard

LuchssAls ich an besagten Abend zu Bette ging, war alles so wie es immer war in Grimgard. Obwohl in der Hag Raurik der Krieg zu toben schien, war es in Grimgard in den letzten Tagen ziemlich ruhig geworden. Nur die Schankmaiden zettelten jeden Tag einen Grimgarder Bürgermopp an, meist ging es dabei um die verschwundene Schankmaid Helena, die wir bisher immer noch nicht wieder finden konnten, genau so wie der sogenannte Liebes-Fischer zu Grimgard.

Die Gerüchte im Dorf besagen mittlerweile, dass sich die beiden zusammen aus dem Staub gemacht haben und sich über die Berge nach Crush Alba aufgemacht haben. Ich bete täglich zu den Göttern, dass ihnen kein Leid geschehen ist.

Nun zu den schrecklichen Ereignissen, die sich nach der Sommersonnenwende zugetragen haben. Leider konnte ich die Ereignisse jetzt erst zu Papier bringen, so konnte ich in den letzten Tagen keinen klaren Gedanken fassen, es sitzt der Schock immer noch tief in mir und die Trauer in meinem Herzen, so dass ich es kaum in Wort zu fassen vermag, was sich in dieser Nacht zugetragen hatte.

Ich fuhr aus tiefen Schlaf hoch, weil ich wohl ein Geräusch gehört hatte. Ein Poltern im Laden lies mich vollends wach werden und ich stolperte mit meiner Hose kämpfend die Treppen nach unten. Ich trat in etwas kaltes Nasses, stolperte über etwas und kam zu Fall. Ich muss für einen Moment bewusstlos gewesen sein, da ich erst wieder Wach wurde, als ich das Geschrei von draußen hörte. Ich stürzte nach draußen und sah, dass die Bäckerei des Notker in Flammen stand.

Ich wurde von Erkmar, dem Obst- und Gemüsehändler, abgefangen, als ich aus dem Haus stürmen wollte. So wie es scheint, war ich Blutüberströmt. Erst als wir beide den Laden meines Vaters zurück liefen, saßen wir den toten Körper meines Vaters Dankrad in seinem eigenen Blut lieben. Ich muss im Dunkeln über ihn gestolpert sein.

Aufgrund des ansteigenden Tumults rannten wir aber dann doch nach draußen, wo mir schon der wutentbrannte Notker entgegenlief. Der allen Ernstes behauptete, dass mein Vater seine Bäckerei angezündet hätte und sein Backbuch entwendet hätte.

Doch dies kann doch wohl kaum möglich sein, da sein Blut schon erkaltet war, als ich über ihn stolperte.

Da stellt sich mir doch die Frage, wer meinen Vater, Dankrad auf den Gewissen hatte. Weil die klaffende Schnittwunde an seiner Kehle wird er sich wohl kaum selber zugezogen haben, vor allem wenn die Schnittrichtung nach hinten verläuft und keine Zögerungsschnitte zu sehen waren. Die Mordwaffe, die aller Wahrscheinlichkeit eine Rasierklinge war, ist nicht auffindbar gewesen. Aber es wurde ein Schuhabdruck unterhalb eines offenen Fensters sichergestellt. Was uns bei einer genaueren Untersuchung des Leichnams und des Tatortes am nächsten Morgen auffiel.

Mit dem heutigen Tage trete ich mein Erbe an und nehme die Arbeit als kommissarischer Handelsratsvorsitzender zu Grimgard auf. Ich will nicht eher ruhen, bis sich alle Ungereimtheiten aufgeklärt haben.

Gez. Rutger, Sohn des Verstorbenen Dankrad, kommissarischer Handelsratsvorsitzender zu Grimgard

Abschrift für die Akten gefertigt.

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker (http://www.rauriker.de) und dem Dorfspiel im und um den freien Handelsposten Grimgard. Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

Am Morgen nach dem Brand…

Am Morgen nach dem Brand…

LuchssAm Morgen nach dem Brand kam eine junge Frau nach Grimgard. Sie hatte zwei Kinder dabei, einen Buben und ein Mädchen, und ging in die Taverne, obwohl sie die leichte Unruhe im Dorf und den Brandgeruch bemerkt hatte:

‚Seit gegrüßt, ich bin Blitgard und ich suche Arbeit!‘ rief die Frau und schob ihre Kinder in den Schankraum. Sie zog ihnen die Mützen vom Kopf, nahm den Zipfel ihrer Schürze, feuchtete ihn mit der Zunge an und putzte dem Jungen das verschmierte Gesicht, der daraufhin zu maulen begann.

Rinelda schaute von hinter der Theke auf und nuschelte: ‚Was kannst du denn?‘

‚Ich kann kochen, putzen und hab bei uns am Hof sämtliche Kinder auf die Welt gebracht.‘ rief die Frau.

‚Ach eine Hebamme?!‘ meinte Rinelda und kam um die Theke herumgelaufen.

‚So ähnlich!‘

‚Was treibt dich grad heut nach Grimgard.‘ rief Rinelda und streckte ihr die Hand hin. ‚Ich bin Rinelda.‘

‚Nachdem mein Mann letztes Jahr sein Leben vor den Toren hier ließ, wollte ich ja eigentlich nicht hier her kommen. Aber gestern hat mir ein großes Feuer den Weg gewiesen.‘

‚Der Wirt ist grad nicht da, aber ich kann dir sagen, dass uns eine Schankmaid abgehauen ist und ich denke mit 400 Kupfer im Jahr würde er dich schon einstellen.‘

‚Ich hab aber keine Unterkunft!‘ rief die Frau etwas beschämt.

‚Du bist eingestellt und ein Zimmer haben wir auch!‘ rief der Wirt, der gerade mit einem Bierfass hereinkam.

‚Ihr seid eine Hebamme? Sehr gut, habt ihr schon mal einen Bauch aufschneiden müssen?‘ rief Lindrad, der wohl am Fenster gelauscht hatte und nun hereingestürmt kam und die Frau an der Hand packte. Rinelda bemerkte, wie wir flink und behände er zu Werke ging und zog zornig eine Augenbraue hoch und flüsterte dann in sich hinein: ‚Morgens nicht aus dem Bett wollen, nie ein Wort verstehen und dann belauscht er uns und versteht doch jedes Wort!‘

‚Ja, bei der Zenzi, aber..!‘ rief Blitgrad aufgeregt und versuchte sich gegen den alten Mann zu wehren, der sie einfach mit sich zu schleifen versuchte.

‚Dann kommt mit, ich werde die Leichenschau bestimmt nicht alleine machen!‘

‚Ja, aber was ist mit den Kindern?‘ fragte Blitgard verdutzt.

‚Um die kümmere ich mich schon, wie heißt ihr denn? Soll ich euch euer neues Zuhause zeigen?‘ fragte Rinelda.

‚Ich bin die Hella und mein Bruder heißt Leif!‘ rief das Mädchen ängstlich, die ihren Bruder an der Hand hielt.

‚Na dann kommt mal mit. Ihr habt doch bestimmt Hunger, oder?‘

~*~

‚Was ist denn hier eigentlich los und wer seid ihr denn eigentlich?‘ schrie die Frau dem alten Mann ins Ohr, während er sie über die Straßen zerrte.

‚Ähm, ich bin der Heiler und Salbaderer hier und gestern Nacht ist jemand ums Leben gebracht worden!‘ flüsterte der alte Mann und tat dabei ziemlich geheimnistuerisch.

‚Ich dachte es hat gebrannt?‘

‚Ja, ein hübsches Feuerchen, aber das hat mit dem Toten glaub ich nichts zu tun.‘ meinte der alte Mann und zerrte sie in den Laden des Fellhändlers Dankrad. So stand es zumindest auf dem Schild.

Drinnen im Laden saß ein junger Mann auf dem Boden und wippte apathisch hin und her. Er schien außerdem zu beten.

‚Rutger, was sitzt du denn auf dem Boden?‘

‚Ich hab alles so gelassen wir ich es vorfand.‘ meinte der junge Mann und blickte erst nach einem viel zu langem Moment auf. Sein Gesicht war von Ruß geschwärzt, er hatte nur eine Hose an und seine Brust war voll Blut. Er hatte geweint, denn die Tränen hatten saubere Streifen in seinem Gesicht hinterlassen.

‚Wir würden dann anfangen, Rutger!‘

‚Ja, bitte!‘ meinte Rutger abwesend, stand auf und machte den beiden Platz. Er musste seine eigenen Hände festhalten, weil sie so zitterten. Erst jetzt sah Blitgard die Leiche die am Boden lag und erstarrte.

‚Also, ich sehe blutige Fußabdrücke auf dem Boden, die von der Leiche weg und nach draußen führen!‘ meinte der Alte und stellte sich neben Rutger. ‚Die genauso klein sind, wie die von Rutger.‘ Der alte Lindrad hatte ein Buch aus seinem Mantel gezaubert und machte sich mit einem Kohlestift Notizen. ‚Der Tote liegt auf dem Bauch, in seinem Blut, mit dem Kopf Richtung Tür. Hinter der Leiche sind keine Blutspuren. Der Tote scheint Dankrad zu sein und er trägt noch seine sauberen Hausschuhe. Die schlammigen Trippen stehen vor der Tür.‘

‚Ja, neben meinen dreckigen Stiefeln!‘ meinte Rutger und war nun wieder hellwach und ganz da.

‚Die Arme des Toten liegen nah am Körper. Keine Abwehrbewegung ersichtlich. Er scheint schon tot oder bewusstlos gewesen zu sein, als der Körper zu Boden fiel. Es sind keine Spuren eines Kampfes zu sehen. Blitgard, hilf mir mal ihn umzudrehen!‘ meinte der Alte und in dem Moment, als er mit ihr gesprochen hatte, löste sie sich aus ihrer Starre und kam ihm zur Hilfe. Sie drehten gemeinsam den Leichnam um.

‚Das Blut auf dem Boden scheint aus der Halswunde ausgetreten zu sein, die der Verstorbene sich wohl nicht selbst zugefügt hat.‘ meinte Lindrad, als er den Toten eingehender untersuchte. Rutger hingegen stolperte rücklings durch den Laden und wurde dann von einem Wandregal aufgehalten, in dem er sich niederließ. Blitgard blickte ihn kurz an, wurde dann aber von einer Dame abgelenkt, die in der Tür stand.

‚Mein Vater schläft jetzt, kann ich was helfen.‘ fragte sie.

‚Ah, Asbirg. Kannst du dich um Rutger kümmern? Aber mach ihn noch nicht sauber!‘ rief der Alte, während er den Schnitt am Hals des Toten untersuchte.

‚Der Schnitt zieht sich von der rechten Seite des Halses bis fast bis zum linken Ohr. Schnittrichtung läuft nach hinten. Eine scharfe Klinge, wahrscheinlich eine Rasierklinge. Es sind keine Zögerungsschnitte vorhanden! Der Täter führte die Klinge mit der linken Hand mit aller Wahrscheinlichkeit von hinten und er muss größer sein, als der Tote. Von der Tatwaffe fehlt jede Spur.‘ rief der alte Mann, sprang auf und lief zu Rutger hinüber.

‚Die Tür war von innen verschlossen?‘

‚Ja!‘

‚Und es scheint nicht eingebrochen worden zu sein?‘

‚Ähm, Werter Lindrad, das Fenster hier drüben ist nur angelehnt, hier sind ein paar Blutstropfen und draußen sind Fußabdrücke.‘ rief Blitgard, die sich vorsichtig aus dem Fenster beugte.

Lindrad kam zu ihr rüber und blickte durchs Fenster nach draußen, dann blickte er wieder in den Raum. ‚Mord! Und nicht, dass ich Rutger je verdächtigt hätte, aber seine Füße sind zu klein, um für die Schuhdrücke da draußen verantwortlich zu sein.‘ meinte Lindrad, lief wieder zu Rutger hinüber und blickte auf seine Arme. ‚Außerdem ist er zu klein, um seinem Vater von hinten über die Schulter zu fassen und es befinden sich keine Blutspritzer auf seinen Händen und Armen. Die Blutspuren sind auf den Sturz zurückzuführen, als er gestern Nacht über den Leichnam seines Vaters stolperte.‘

Lindrad klappte das Buch zu und griff Rutger an die Schulter. ‚Du kannst dich waschen und wir waschen den Körper deines Vaters.‘

‚Ja, nein. Danke. Ich würde ihn gerne selbst…!‘ seine Stimme brach und er musste schwer schlucken, bevor er fortfahren konnte. ‚Die Ehre will ich ihm erweisen. Habt Dank!‘

‚Mein Beileid!‘ flüsterte Blitgard und ging langsam zur Tür. Lindrad nickte Asbirg zu und lief geduckt zur Tür. Draußen konnte man ihn laut mit Blitgard reden hören. ‚Wir müssen noch den Schuhabdruck genauer in Augenschein nehmen.‘

~*~

An diesem Abend konnte man wieder den Klagegesang der Eponapriesterin hören, wie sich die trauernden Klänge langsam durch die Gassen Grimgards ergossen. Der Körper des Dankrad wurde den Flammen übergeben. Und so zog der Rauch gen Himmel. Es begann zu regnen, selbst die Götter schienen über den Tod des Fellhändlers zu weinen.

~*~

Diese Geschichte basiert auf dem Hintergrund der Rauriker (http://www.rauriker.de) und dem Dorfspiel im und um den freien Handelsposten Grimgard. Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

Manchmal kommt es anders…Killer 16

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 16

Sonntag, 19.08.12, 14.05 Uhr

Krankenhaus Trapani, Sizilien

gunEllen saß auf einen Stuhl neben einem Krankenbett und döste. Rutger lag regungslos im Bett. Er hing an einem Tropf und war ziemlich blass im Gesicht.

Es klopfte an der Tür und jemand trat ein: ‚Signorina Ellen?‘

Sie schreckte hoch. Es war einer der Handlanger ihres Vaters, der auf sie zulief und unterwürfig zu faseln begann: ‚Hier sind die Wagenschlüssel, Ihre Tasche und Vera liegt im Kofferraum, sie ist wie neu! Sie sollen so schnell wie es irgend möglich nachhause kommen, ihr Vater…!‘

Sie hob die Hand und unterbrach ihn unwirsch: ‚Ich komme dann, wenn ich hier nicht mehr gebraucht werde!‘

‚Aber die Geschäfte?!‘

‚Die Geschäfte werden ein paar Tage auf mich warten müssen.‘ zischte sie ihm zu und ihr Gesichtsausdruck ließ keine Widerrede zu.

‚Sollen wir jemanden hier lassen, der Sie mit dem Wagen zurückbringt, wenn Sie…!‘

‚Nein, nein. Ich kann den Wagen selbst zurückfahren. Sie können alle zurück nach München fahren und kümmern Sie sich um meinen Vater, bis ich wieder da bin, ja!‘

‚Aber natürlich! Kann ich sonst noch was tun?‘

‚Nein, nein. Ich werd der Eisernen eine Glückwunschkarte schicken und ihr zu ihrem Sieg gratulieren.‘

‚Die Eiserne war hier in der Stadt und ist dann mit einem weißen Fiat mit französischen Kennzeichen Richtung Marsala gefahren. Am Steuer saß diese Frau Müller und Giovanni daneben.‘

‚Lebt er noch, ich glaube ich hab ihn getroffen!‘

‚Er sah nicht gut aus, aber er wird es überleben. Diese Frau Müller ist eine Krankenschwester und die Eiserne wäre längst hier, wenn es was Ernstes wäre.‘

Ellen seufzte schwer.

‚Ich geh dann mal!‘ meinte der Handlanger und lief rückwärts aus dem Krankenzimmer.

‚Ja ja. Gute Fahrt!‘ sagte sie abwesend.

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Manchmal kommt es anders…Killer 15

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 15

Sonntag, 19.08.12, 08.35 Uhr

Gewässer vor Cagliari, Sardinien

gunIn dem Moment, als Ellen die Sirene der Küstenwache vernommen hatte, hatte sie sämliche Waffen von Bort geworfen, ihre kugelsichere Weste ausgezogen und machte sich an der Weste Rutgers zu schaffen.

‚Rutger, drück deine Hand auf die Beinwunde. Die Küstenwache ist da!rief sie und zog ihm seine kugelsichere Weste aus, er schrie vor Schmerz. Hastig warf sie die Westen von Bort und stellte sich mit erhobenen Händen hin.

‚Bitte nicht schießen, wir sind nur deutsche Touristen!‘ rief Ellen, mit den blutigen Hände wedelnd. ‚Wir brauchen einen Arzt, schnell! Helfen Sie uns! Bitte!‘

Dann kniete sie sich wieder hin, zog ihr Shirt aus und zerriss es. Sie verband hastig seinen Arm und drückte dann die Beinwunde ab.

Die Yacht wurde längseits gezogen und im nächsten Moment waren die Männer der Küstenwache an Bord. Rutger wurde versorgt und Ellen spielte die völlig verstörte, deutsche Touristin. Sie wurde in eine Decke gewickelt und auf das Schiff der Küstenwache gebracht.

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Published in: on 4. Februar 2013 at 23:02  Comments (1)  
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Manchmal kommt es anders…Killer 14

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Killer 14

Sonntag, 19.08.12, 08.20 Uhr

Gewässer vor Cagliari, Sardinien

gunEinige zwielichtige Gestalten standen an Deck einer Barkasse und kreuzten die Schifffahrstlinie immer wieder. Während Ellen auf einer kleinen Yacht saß und mit dem Fernglas die Barkasse beobachtete.

‚Das da sind unter Garantie Farids Männer!‘ rief sie zu Rutger hinüber, der das Schiff steuerte.

‚Wie kommst du da drauf?‘fragte er und blickte sie mit einem Seitenblick an.

‚Die schauen aus wie Terroristen!‘

‚Und wie sehen Terroristen deiner Meinung nach aus!‘

‚Sie haben lange Bärte und Militärklamotten an, Rucksäcke und Waffen und ein Paar tragen Pali und Kaftan!‘

Und was ist, wenn die nur das Fastenbrechen feiern!‘

‚Du nimmst mich einfach nicht ernst!‘

‚Doch tu ich, aber deine Vorurteile sind echt hahnebüchen.‘

‚Deine Arbeitsleistung lässt im Moment auch zu wünschen übrig.‘

‚Ich hab eben nur Augen für dich und das ist einem toten Mann doch nicht übel zu nehmen, oder?‘

‚Keine Sorge, mein Vater tut dir nichts!‘

‚Was macht dich da so sicher?‘

‚Vorher erschieße ich dich, Mann!‘

‚Was mich. Du würdest mich erschießen? Ich könnte der Vater deiner ungezeugten Kinder sein.‘

Plötzlich wurde sie ziemlich still und blickte wieder durch das Fernglas. Die Fähre kam näher und auf der Barkasse begann reges Treiben.

‚Ich glaube die machen klar zum Entern!‘ krächzte sie.

‚Wie kommst’n jetzt da drauf!‘ fragte er und drehte bei.

‚Die schwingen Enterhaken!‘ meinte sie schnippisch.

‚Du verarscht mich jetzt, oder?‘ rief er und blickte sie ungläubig an.

Sie schüttelte den Kopf und schrie dem Fahrtwind entgegen. ‚Kannst du versuchen nicht draufzugehen!‘

Er blickte sie etwas verschreckt an und meinte: ‚Hatte ich ehrlich gesagt nicht vor!‘

Sie zog ein Gewehr aus einer Tasche, die zu ihren Füßen lag und legte den Lauf auf der Reling auf.

‚Pass bitte auf Vera auf!‘

Ein ‚Häh!‘ stolperte aus ihrem Gesicht und sie blickte ihn fragend an.

‚Mein Gewehr Vera!‘

‚Wenn du sonst keine Probleme hast!‘ meinte Ellen kopfschüttelnd, presste den Schaft der Waffe gegen ihre Schulter und blickte durch das Zielfernrohr.

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Published in: on 3. Februar 2013 at 18:05  Schreibe einen Kommentar  
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Manchmal kommt es anders…Killer 13

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

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Sonntag, 19.08.12, 07.05 Uhr

Zufahrt Fährhafen, Cagliari, Sardinien

gunRutger und Ellen liefen an den Autos vorbei, die darauf warteten, in die Fähre einfahren zu dürfen. Gehetzt blickten sie in das Wageninnere jeden Wagens. Doch Enzo und Farid waren nirgendwo zu sehen.

‚Bist du dir sicher, dass es ein Roter Franzose war?‘ fragte Rutger.

‚Du hast doch drauf geschossen!‘ erwiderte Ellen leicht verärgert.

‚Wann geht die nächste Fähre nach Sizilien?‘

‚Nächste Woche!‘

‚Und wenn sie ein Schiff gechartert haben?‘ rief Rutger und blickte an einen weißen Fiat vorbei und schüttelte den Kopf. In dem Auto saß eine hässliche Frau und ein ziemlich junger Mann, der an seinem Smartphone herumspielte.

‚Dann sollten wir uns auch ganz schnell Eines chartern!‘

Dann liefen sie rasch am Kai entlang Richtung Yachthafen.

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Published in: on 3. Februar 2013 at 16:32  Schreibe einen Kommentar  
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Manchmal kommt es anders…Killer 12

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 12

Sonntag, 19.08.12, 05.45 Uhr

Zimmer 188, Motel Garni, Cagliari, Sardinien

gunJemand klopfte wie ein Wahnsinniger an die Tür. Rutger sprang auf und lief mit der Waffe im Anschlag zum Fenster. Er sah jemanden an der Tür des Nachbarzimmers hantieren. Ellen war aufgestanden und versuchte auch aus dem Fenster zu schauen.

‚Aprire la porta, sciattona!‘ rief der Kerl.

Ellen flüsterte Rutger ins Ohr: ‚Dass muss Klopfer sein!‘

‚Vaffanculo!‘ schrie die Frau von nebenan durch die geschlossene Tür.

‚Hai rubato la mia macchina e mia moglie!‘ rief der Klopfer und trat gegen die Tür.

‚Der Kerl kommt mir irgendwie bekannt vor!‘ meinte Ellen und kratzte sich am Kopf. ‚Es ist Farid!‘

Oh, verdammt! Wie hies nochmal die Besitzerin des Fluchtautos?‘ meinte er und warf ihr seine kugelsichere Weste zu.

‚Frau Müller, Krankenschwester aus München, der Wagen wurde als gestohlen gemeldet und sie hatte einen total bescheuerten Vornamen!‘ rief sie, zog die Weste über, schnappte sich ihre Waffe und riss die Tür auf.

‚Was heißt Blume auf italienisch?‘ rief er, als er ihr hinterher hechtete.

‚Fiore, aber nein, Fleur! Sie heißt Fleur Müller!‘ stammelte sie vor sich hin.

‚Dann ist Enzo unser Bambi.‘ schlussfolgerte er.

Mit einem ‚Shit!‘ eilten sie in das Zimmer nebenan. Die Tür zur Garage stand offen.

‚Das Zimmer hat eine Garage!‘ rief er und lief wieder nach draußen. Sie lief barfuß mit der Knarre im Anschlag in die Garage und konnte nur noch die Rücklichter des Wagens sehen. Sie schoss zweimal und dann hörte sie schon wie Rutger draußen sein Magazin leer ballerte. Sie lief raus und versuchte nicht in die Schusslinie zu geraten.

‚Los hol deine Sachen!‘ schrie er und lief wieder ins Zimmer 188. Er packte seine Tasche und als sie wieder ins Zimmer kam, hatte er zumindest seine Hose an. Sie packte ihre Sachen und lief zum Auto. Er öffnete im Lauf den Wagen und sie schmiss sich mit samt ihrer Sachen auf die Rücksitzbank. Er sprang ins Auto und versuchte den anderen Wagen zu verfolgen.

Es geht weiter im AlpenRoadMovie16! Es lohnt sich!

Published in: on 29. Januar 2013 at 21:47  Schreibe einen Kommentar  
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Manchmal kommt es anders…Killer 11

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 11

Samstag, 18.08.12, 10.15 Uhr

An der Tür des Zimmer 188, Motel Garni, Cagliari, Sardinien

gun‚Komm schon, ich hab Hunger!‘ rief Ellen.

‚Darf ich mich noch fertig anziehen?‘ schrie ihr Rutger hinterher, während sie schon zum Auto lief.

Man konnte das Quietschen der Zentralverriegelung hören.

‚Jetzt mach schon!‘ meinte sie ungeduldig.

Rutger knallte die Tür hinter sich zu und rief: ‚Hast du den Schlüssel!‘

‚Ich dachte den hast du!‘

‚Toll, die Tür ist zu!‘

‚Ja und schau doch mal hin!meinte sie und fuchtelte in Richtung Tür.

‚Er steckt außen an der Tür. Sicherheit ist unser bester Freund.‘

‚Sag des nicht mir!‘ meinte sie und stieg endlich in den Wagen.

Er kam mit dem Schlüssel in der Hand zum Wagen und meinte: ‚Boa, die Nachbarn bumsen schon wieder!‘

‚Das ist ja super, Schatzi! Können wir dann mal wieder an unsere Aufgabe denken!‘

‚Jawohl, soll ich gleich zum Hafen fahren, da kriegen wie bestimmt auch was zum Essen!‘

Es geht weiter im AlpenRoadMovie15! Es lohnt sich!

Published in: on 25. Januar 2013 at 00:52  Schreibe einen Kommentar  
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Manchmal kommt es anders…Killer 10

Manchmal kommt es anders und vor allem als man denkt!

Killer 10

Samstag, 18.08.12, 04.05 Uhr

Unterwegs im Industriegebiet Cagliari, Sardinien

gun
Ellen döste auf dem Beifahrersitz und Rutger trieb schon seit Stunden den Wagen durch Cagliari.

‚Ey, wollen wir nicht langsam Schluss machen…!‘ gähnte Ellen.

Rutger kam von der Fahrbahn ab und bremste scharf, dabei blickte er nicht auf die Straße, sondern in ihr erschrockenes Gesicht.

Hastig vollendete sie den Satz: ‚Für heute Schluss machen mit der Arbeit! Du musst auch mal schlafen!‘

‚Ja, du hast Recht. Ich bin schon drei Mal an so nem Motel vorbeigefahren. Die haben noch Zimmer frei.‘

Wenig später schob er Ellen durch die Tür des Motelzimmers. Völlig erschöpft ließen sich Beide aufs Bett fallen. Erst nach einem langen Moment fiel ihnen der Lärm aus den Nebenzimmer auf. Es war ein Rumpeln und ein Stöhnen, fast schon ein Schreien.

‚Sag mal, wer hat denn Sex zu so einer unchristlichen Stunde?‘ fragte Ellen und grinste Rutger an.

‚Ja, und wie die Abgehen!‘ meinte Rutger und kroch näher an die Wand um zu lauschen.

‚Oh, Bambi!‘ hörten sie eine Frauenstimme durch die Wand. Beide mussten lachen.

‚Bambi! Nee, oder?‘ kicherte Ellen. ‚Sag mal, wer heißt denn bitte Bambi!‘

Das Rumpeln wurde lauter und der Putz fiel von der Wand. Beide blickten sich entsetzt an.

‚Die Alte sollte lieber Klopfer schreien!‘ rief Rutger und klopfte gegen die Wand.

‚Bist du dir sicher, dass des nicht zwei Frauen sind. Bambi ist definitiv ein Mädchennamen!‘

Als Antwort schrie ein Mann: ‚Oh, Blume! Jaaaah!‘

‚Sodom und Gomorrha!‘ schrie Rutger und klopfte wieder gegen die Wand.

‚Vaffanculo!‘ schrie der Typ von nebenan.

‚Ganz ruhig Brauner, wir wollen nur schlafen!‘ schrie Rutger wieder.

‚Tua madre cuochi terribile!‘ kam es aus der Wand.

‚Boa, was hat das jetzt mit meiner Mutter zu tun? Der kennt sie doch gar nicht?‘ meinte Rutger zu Ellen. Er war wirklich beleidigt.

‚Rutger, genau das will man doch damit bezwecken, wenn man die Mutter eines Anderen beleidigt!‘

‚Ja, aber meine Mutter kocht schlecht und das kann er gar nicht wissen. Sie wohnt ihn Grönland!‘ rief er und stieg aus dem Bett und zog das Bett von der Wand weg. ‚Sicherheitshalber. Lass sie uns nachher wecken, wenn sie sicher eingeschlafen sind.‘

‚Ja, ja! Deck mich zu, wenn du fertig bist.‘ gähnte Ellen und deckte sich zu.

Er zog ihr noch die Schuhe aus und legte sich dann auch hin.

Am nächsten Morgen wurden sie von ‚Oh Bambi!‘ und ‚Oh Blume!‘Geschrei geweckt! Ellen zog sich das Kissen übers Gesicht und versuchte krampfhaft weiterzuschlafen, was ihr natürlich nicht gelang. Er blickte angewidert ins Leere.

‚Wollte wir nicht die wecken…?‘ fragte Ellen irgendwann und spielte an seinen Brustwarzen herum.

Er blickte unter die Decke in seine Hose. ‚Sorry, ich muss die ganze Zeit an dieses Rehkitz und an das Stinktier denken…!‘ Er schüttelte angewidert den Kopf.

‚Turnt dich dass nicht an?‘ grinste sie und griff in seine Hose.

‚Ich mag pervers sein, aber was zu viel ist, ist zu viel!‘ rief er empört und entzog ihr seinen Schwanz.

Sie stand auf und ging ins Bad. Er stand erst auf, als er die Dusche hörte. Wenig später stolperten sie wild knutschend aus dem Bad zum Bett hinüber.

Weiter geht es im AlpenRoadMovie14! Es lohnt sich!

Published in: on 23. Januar 2013 at 23:12  Schreibe einen Kommentar  
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