AlpenRoadMovie20

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Sonntag, 19.08.12, 14.10 Uhr

Auf dem Weg von Trapani nach Marsala, Sizilien

naudersIm Wagen war eine bedrückende Stimmung, seitdem Die Nonna zugestiegen war.

Sie war doch einfach am Wegesrand gestanden, mit einem aufgespannten schwarzen Regenschirm in der Hand. Und dabei war es heute ein wunderschöner Sommertag und keine einzige Wolke war am Himmel zu sehen. Außerdem hatte sie eine enorme Sonnenbrille auf, die sie sich erst im Auto etwas über die Nase nach vorne schob, um Giovanni und Blume gründlich zu mustern.

‚Junge, wie siehst du überhaupt aus?‘ fragte Die Nonna.

‚Nonna, ich bin angeschossen worden und zwar von der eigenen Familie!‘ jammerte Giovanni.

‚Hätte dich jemand versucht zu erschießen, der tatsächlich zu der Familie gehören würde, dann wärst du jetzt tot, junger Mann!‘ meinte Die Nonna unwirsch.

‚Ellen gehört ja wohl mehr zur Familie, als so manch Anderer!‘ flüsterte Giovanni schnippisch.

‚Das hab ich gehört, junger Mann. Gib mir die Luger wieder!‘ flüsterte Die Nonna ihrem Enkel ins Ohr, aber genauso laut, wie Giovanni noch einem Moment zuvor. Doch da Blume direkt daneben saß, konnte sie jedes Wort hören. 

‚Oh, die ist in meiner Handtasche im Kofferraum.‘ flüsterte Blume schüchtern.

‚Und wie schießt sie sich, Signorina Fiore?‘

‚Für mein erstes Mal, ziemlich gut!‘

‚Sie hat den Killer erschossen und Ellen knapp verfehlt.‘ plapperte Giovanni.

Es war kaum zu glauben, aber Die Nonna lächelte zum ersten Mal an diesem Tag. 

Es geht weiter in Manchmal kommt es anders…Killer 17! Es lohnt sich!

AlpenRoadMovie19

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Sonntag, 19.08.12 08.55 Uhr

Auf der Fähre vor Cagliari, Sardinien nach Trapani, Sizilien

naudersBlume saß mit Giovanni auf der umgeklappten Rückbank und sie verarztete ihn hastig. Er biss die Zähne zusammen.

‚Okay, das dürfte erstmal halten. Ich geb dir ein sauberes Shirt und Enzo hat seine Kappe da gelassen. Ich zieh mir was anderes an und wir lassen alles im Kofferraum verschwinden.‘ plapperte sie hastig.

‚Ich fasse es nicht, dass meine Großcousine versucht hat mich abzuknallen!‘meinte Giovanni.

Blume kramte in ihrer Tasche herum und zog ein pinkes Shirt hervor.‚Oh, das sieht ein bisschen schwul aus…!‘ meinte sie und warf ihm das Shirt hin.‚Die Frau auf dem Boot hab ich nur fast erwischt, aber dafür den Typen dafür zweimal.‘

‚Hey, Blume. Du bist ganz schön cool!‘ rief Giovanni.

‚Ach, wirklich. Dann schein ich eine gute Schauspielerin zu sein. Ich hätte mir vorhin beinahe in die Hose gemacht.‘ grinste sie ihn an und half ihm ins Shirt.

Dann putzte sie ihm das Blut aus dem Gesicht, setzte ihm die Kappe auf den Kopf und begann wieder zu plappern: ‚Schaffst du es allein auf den Vordersitz. Du musst viel trinken. Ich such dir noch was gegen die Schmerzen. Zum Glück ist deine Großcousine eine lausige Schützin!‘

‚Ja, ich schaffe das schon. Danke!‘ meinte Giovanni und kroch langsam aus dem Wagen und setzte sich stöhnend auf den Beifahrersitz.

‚Der Münchner wird nicht gerade beigeistert sein über die Entwicklung.‘ kicherte Giovanni.

Blume drückte ihm ein paar Tabletten in die Hand und meinte: ‚Zwei jetzt gleich mit viel Wasser!‘

Hastig kramte sie nach ihrer Tasche, zog sich rasch um und schob alle Sachen in den Kofferraum. Dann stieg sie aus und klappte die Rücksitzbank wieder zurück und schloss den doppelten Boden. Als sie sich auf den Fahrersitz setzte, war Giovanni bereits eingenickt. Sie nahm ihm die Wasserflasche aus der Hand und legte eine Jacke über seinen Oberkörper.

Zitternd klammerte sie sich ans Lenkrad und starrte gefühlte Stunden auf die Klappe der Fähre. Sie wollte einfach nur hier raus, sie wusste zwar nicht wohin, aber hier bleiben wollte sie auch nicht. Giovanni schlief neben ihr am Beifahrersitz. Irgendwann legte sie für einen Moment ihren Kopf aufs Lenkrad und im nächsten Augenblick war sie bereits eingeschlafen.

Das Nebelhorn der Fähre erschallte und schreckte sie beide aus dem komatösen Schlaf. Giovanni blickte sie ziemlich verstört an und dann konnte sie sehen, wie ihn der Schmerz langsam übermannte. Er krümmte sich und sie versuchte ihn zu beruhigen. Ein Rucken ging durch das ganze Schiff und wenig später ging endlich die Klappe der Fähre auf. Und nach einer Weile fuhren sie aus dem Bauch der Fähre und versuchten sich so schnell wie möglich vom Hafen wegzukommen, als sie am Straßenrand eine ältere schwarz gekleidete Dame entdeckten, die am helllichten Tag und bei Sonnenschein einen geöffneten Regenschirm in der Hand trug.

Aus Giovannis Mund kamen nur zwei Worte: ‚Die Nonna!‘ 

Es geht weiter in Manchmal kommt es anders…Killer 16! Es lohnt sich!

AlpenRoadMovie18

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Sonntag, 19.08.12, 08.25 Uhr

Auf der Fähre vor Cagliari, Sardinien

nauders‚Wenn die Turteltäubchen sich jetzt bitte trennen könnten. Die Barkasse wird von einer Yacht verfolgt.‘ meinte Farid gereizt, griff dabei über die Bordwand.

Enzo küsste Blume ein letztes Mal und trennte sich dann hastig von ihr, während Farid ihm eine Armmanschette mit einem Karabinerhaken reichte und sich selbst eine davon anlegte.

‚Giovanni, pass auf Blume auf! Wir sehen uns zu Weihnachten!‘ krächzte Enzo, während er sich die Manschette anlegte. Blume brachte keinen Ton hervor. Sie rang mit ihrer Fassung. Tränen kullerten unaufhaltsam über ihr Gesicht. Sie trug immer noch den Kaftan, in der Hektig hatten sie sich nicht mehr umgezogen und somit schwang sich Farid in ihren Klamotten über die Bordwand. Sie konnte noch das Klicken des Karabinerhaken hören und dann ein Surren. Und da flogen ihre Schuhe davon.

Enzo küsste noch mal Blume auf die Stirn und flüsterte ihr dabei ins Ohr: ‚Uns trennt nur das Meer, meine Blume!‘ Dann stieg er ebenfalls über die Bordwand. Schüsse waren zu hören.

Giovanni drängte Blume zur Seite und zerrte sie hinter einen Stahlträger. Dann zog er eine Waffe, warf sich auf den Boden, um durch ein Abflussloch in der Bordwand zu blicken. Dann feuerte er das ganze Magazin leer. Blitzschnell lud er nach, ging in die Knie, riskierte ein Blick über die Reling und ballerte wieder das ganze Magazin leer.

Blume kroch hervor uns riskierte einen Blick durch das Abflussloch.

‚Sie haben Enzo getroffen!‘ schrie sie.

Giovanni wand den Blick kurz von seinem Ziel ab, ging in Deckung lud nochmal nach und meinte:‚In meiner Seitentasche ist ein Fernglas, schau mal was die auf der Barkasse treiben! Ich schiesse nochmal auf die Yacht!‘

Sie griff zielsicher in die Seitentasche seiner Hose und zog ein Fernglas heraus. Dann blickte sie durch das Loch und sah wie Farid mit einem Maschinengewehr auf die Yacht ballerte, während Enzo in Deckung kroch und sich die Brust hielt. Einer der Männer an Bord riss ihm dass Hemd auf und Blume erkannte eine kugelsichere Weste. Giovanni erhob sich wieder und schoss weiter.

‚Gott sei Dank, er hatte eine kugelsichere Weste an!‘ rief sie. Ein Schuss traf den Stahlträger neben ihr und Giovanni stürzte zu Boden. Er verlor die Waffe und hielt sich gleichzeitig den Kopf und den Oberarm und krümmte sich am Boden. Er schrie nicht, aber sein Gesichtsausdruck verriet ihr seinen Schmerz.

Kurzerhand stürzte sie zu ihm auf den Boden. Er blickte sie nur an und zischte ihr zu: ‚Nimm, meine Waffe!‘ Dann kramte er seine restlichen Magazine aus seiner Hosentasche. Schieß alles was du hast auf die Yacht‘

Blume erhob sich, linste vorsichtig über die Reling und zielte auf die Yacht. Sie schoß bis das Magzin leer war und der Verschluss offen blieb. Völlig automatisch ging sie wieder in Deckung, drückte den runden Knopf und das Magazin fiel auf den Boden. Hastig griff sie nach den vollen Magazinen und legte ein Neues ein. Giovanni hatte seinen Gürtel um die Armwunde gewickelt und hielt sich ein Taschentuch gegen die Schläfe. Sie stellte sich nochmal hin und schoss, bis sie durch eine Alarmsirene unterbrochen wurde.

Hastig ging sie wieder in Deckung und kroch zu Giovanni hinüber. ‚Die Barkasse ist schon fast außer Sichtweite und ich glaub ich hab jemanden getroffen!‘ rief sie rasch und half Giovanni auf.

‚Wir müssen unsere Spuren verwischen und zurück zum Wagen!‘ rief er hastig.

Eine Durchsage schall:Da qui parla la Guardia Costiera. Sei in acque europee…Con reati siamo autorizzati a sparare subito forte…Da qui parla la Guardia Costiera. Sei in acque europee…!‘

Blume sammelte alle Magazine ein, zog ihren Pali vom Hals und wickelte ihn um Giovannis Kopf und dann stolperten sie hastig davon.

Weiter geht es in Manchmal kommt es anders… Killer 15! Es lohnt sich!

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