Knuspriger Strudelkuchen nach Blankard Art

Knuspriger Strudelkuchen nach Blankard Art

brunaAuch wenn es in den Zeiten des Krieges wohl ein eher unpraktikables Rezept ist, weil man es nicht unterwegs machen kann und weil man es nur schwerlich mitnehmen kann. Aber bevor das gute, alte Familienrezept noch in Vergessenheit gerät, schreibe ich es lieber gleich auf.

Man nehme Möhren, wahlweise auf Kohlrabi und was sonst noch so weg muss, Zwiebeln und Knoblauch, schneidet alles klein und was grad sonst noch an frischen und getrockneten Kräutern oder Pilzen den Weg in eine ordentliche Portion Gehacktes findet mischt man zusammen und brät es kurz an.

Dann legt man eine Reine mit Strudelteig aus, so dass der Teig am Ende reichlich übersteht. Den Teig mit zerlassener Butter bestreichen.

So jetzt kann man je nach Geschmack Eier mit Schmand und Milch mischen und mit der Fleischfüllung vermischen und in die ausgelegte Reine tun. Oder man nimmt Käse, der sich zum Schmelzen lohnt und vermischt es mit Schmand und Milch und der Fleischfüllung. Je nach Geschmack.

Nun gibt man die Fleischmasse in die Reine und bedeckt sie mit den überstehenden Teig.

Aus dem übrigen Studelteig 10 gleiche Ecken schneiden. Jeweils die Ecken von jedem Teigstück zu einem Beutelchen zusammenlegen und leicht eindrehen. Mit der Spitze nach oben leicht in die Hackmasse drücken.

Beim Backen darauf achten, dass die Teigspitzen nicht verbrennen.

Eure Bruna

P.S. Statt Kohlrabi kann man auch Kartoffeln nehmen!

Dieses Rezept basiert auf dem Hintergrund der Rauriker, der Hintergrundgeschichte von Bruna, der Metzgerstochter und den Ereignissen nach Beltane (http://www.rauriker.de) Ähnlichkeiten von Personen im realen Leben sind völlig ausgeschlossen und somit reiner Unfug. Wir bitten um Verständnis.

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Brot kann schimmeln, was kannst du?

Brot kann schimmeln, was kannst du?

Als ich am 18. Tage in die Teeküche ging und in den Kühlschrank blickte. Ohne Grund. So wie ich ab und zu in meinem Morgenritual inne halte und in den Kühlschrank blicke, obwohl da von mir überhaupt nichts drinne ist. Ich wundere mich dann immer, wem die Leberwurst eigentlich gehört und erwarte eigentlich täglich, dass sie damit anfängt mit mir zu sprechen. Weil langsam ist sie ein Hort für einen magischen Pilzhain. Eigentlich warte ich jeden Tag drauf, dass sich endlich jemand outet und das mittlerweile fast zur Unkenntlichkeit verschrumpelte Teil endlich weg wirft.

Ich bin mir auch nicht mehr so ganz sicher, ob sie vielleicht doch von mir ist. Hm.

Also ich blicke also in den Kühlschrank und ich mache die Tür schon wieder zu. Als ich eine schlürfende Stimme höre. Ich reiße die Tür wieder auf und blicke ungläubig auf die Leberwurst. Sie spricht allerdings nicht mit mir. Es ist die Tupperdose, die mir gerade in mein Ohr flüstert.

‚Brot kann schimmeln, was kannst du?‘

Ich blicke auf die Tupperdose. Mein Verstand ist bereits rücklings aus der Teeküche geflüchtet.

‚Ey, Mann! Jetzt wirf mich endlich weg, bevor ich mit der Leberwurst da hinten noch eine biochemische Verbindung eingehe, die die Menschheit vernichten könnte.‘

Mit einer fahrigen Handbewegung schnappe ich mir die Tupperdose und neugierig wie ich bin, muss ich natürlich hineinschauen. Ein weniger obszönes Pilzgewächs, dass einst ein Stück Butter gewesen war, grinst mich grünbläulich an. Himmel, es lebt wirklich schon. Ich schmeiße es mit samt der Tupperdose in den Mülleimer und wasche ungefähr 18tausend mal meine Hände, bis sie ganz rot und wund sind. Mit zitternden Fingern gehe ich an meinen Platz zurück, ohne mir auch nur einen Tee gemacht zu haben.

Ich blicke auf den Adventskalender und traue mich nicht recht, das 18. Türchen zu öffnen. Tue es aber dann doch. Es war Schokolade drinne. Einfach nur Schokolade. Ich gehe nochmal zum Kühlschrank und werfe auch die Leberwurst weg. Es ist gut so, weil Morgen hätte sie wahrscheinlich mit mir geredet und bevor sie auch noch bei mir einziehen will, hau ich sie lieber in die Tonne.

Als ich wieder aus der Teeküche schlich, konnte sie im Mülleimer leise mit der Butter flüstern hören. Ich glaube, die beiden obszönen Pilzgewächse wollen, von unserem eh schon widerlichen Mülleimer aus, die Weltherrschaft an sich reißen. Die Butter ist ‚The Brain‘ und die Leberwurst ist ‚Pinky‘.

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