Klappentext

Klappentext

Halt die Klappe, ließ und dann kauf das Buch. Das ist die Aussage eines Klappentextes. Da wird der Inhalt des Buches in zwei Sätzen zusammengefasst, für eine Geschichte für die der Autor vielleicht Jahre gebraucht hat, um das in Worte zufassen, was sich in seinem Kopf zusammen gesponnen hat. Oder irgendeine Zeitungskritik, von jemanden, der auch nur eine schlechte Inhaltsangabe gelesen hat, oder bestenfalls den Klappentext der Erstauflage. Ich mag das Wort Klappentext nicht, es ist ein Typisch deutsches Unwort. So wie alles in Deutschland eine Normbezeichnung hat, hat auch der Klappentext eine Norm bekommen. Und wie ich es hasse in eine Norm gepresst zu werden.
Ich überlege wirklich schon lange, wenn ich mal eine meiner Geschichten soweit bekommen, dass tatsächlich einen Klappentext schreiben muss, dann muss da ja irgendwas stehen. Warum muss da was stehen?
Seit Anbeginn der Buchbinderei, werden Einbände von Büchern aus Papier oder Leder gemacht. Damals gab es keinen blöden Klappentext, um die Kauffreudigkeit des Kunden anzuspornen. Damals hat man jedes Buch gelesen, dass man in die Finger bekam, die Auswahl war meist nicht groß. Damals wurden Bücher solange gelesen, bis sie auseinander gefallen sind oder sogar mühsam repariert.
Allein die Beschaffenheit des Buches sagte oft schon so viel über das Buch aus. Und seit wann gibt es den Klappentext überhaupt?
Seit dem die Menschheit auch den Einband bedrucken kann. Genaugenommen seit 1904 als Karl Robert Langewiesche den Schutzumschlag erfand.
Himmel, ich verfluche den Erfindungsreichtum von dem ehrenwerten Herrn Langewiesche, wenn er uns wenigstens den Klappentext erspart hätte.
Ich finde Menschen, die Aufgrund des Lesens eines Klappentextes ein Buch kaufen, echt komisch. Gut ich finde auch Briefmarkensammler komisch. Die finden mich bestimmt auch komisch. (Überlege mir gerade, wie ich aus Versehen in einen Philatelistenkongress rein platze und mich alle pullundertragenden Teilnehmer anstarren, weil sie auch viel lieber auf die Fetischparty gehen würden, auf die ich eigentlich wollte, als ich dir Tür verwechselt hatte.)
‚Wenn Sie denken, dass der Inhalt dieses Klappentextes wichtige Entscheidungshilfen für den Kauf dieses Buches enthalten würde, dann haben Sie sich geirrt. Der Autor findet Menschen, die sich von Klappentexten beeinflussen lassen, äußerst suspekt. Lesen Sie das Buch und machen Sie sich selbst ein Bild darüber. Wenn Sie unbedingt einen Klappentext brauchen, um ein Buch kaufen zu können, kaufen Sie sich bitte ein Buch von Günther Grass.‘
Mein Klappentext ist vielleicht ein bisschen kontraproduktiv, aber die Menschen wissen woran sie sind, wenn sie ihn lesen. Wenn sie deswegen mein Buch nicht kaufen, dann kann ich sie insgeheim mit Verachtung strafen, dass sie nicht hinter die Fassade gesehen haben… man weiß nur was drin steht, wenn man das Buch auch aufschlägt.
Ich habe eine Fleißaufgabe für meine ganzen klappentextlesenden Freunde, geht doch mal in ein Buchladen und kauft ein Buch, weil euch der Titel anspricht oder euch ein Gefühl leitet, wenn ihr das Buch in die Hand nehmt. Zu hause könnt ihr den Klappentext lesen und überlegt euch, ob ihr das Buch gekauft hättet, wenn ihr es nur von hinten betrachtet hättet.
Eines weiß ich, ich würde kein Buch kaufen auf dem nur ‚Klappentext‘ steht. Wobei, wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht warum so viele Menschen ein Buch kaufen, auf dem ‚Fifty Shades‘ steht. Durch den Hype um ‚Fifty Shades‘ habe ich mittlerweile gelernt überhaupt kein Blatt mehr vor den Mund zu nehmen.
Ich habe diesen Text vor über 10 Jahren geschrieben und meine Meinung zum Thema Klappentext hat sich nicht geändert.
Mittlerweile habe ich mich mit dem Bücherbinden ein wenig beschäftigt, war auf Mittelaltermärkten unterwegs, habe mich dazu mit vielen anderen Gewerken beschäftigt und bin schlussendlich wieder beim Liverollenspiel gelandet.
Wir schreiben Geschichten, die dann durch unsere Teilnehmer laufen lernen und binden den Plot in liebevoller Handarbeit in Heftform für unsere Veranstaltungen von Inseln der Macht. Manchmal ist da der Plot versteckt, manchmal nur blöde Ideen oder lustig frivole Geschichten von unserem Plotteam.
Papier war zu Zeiten des ersten Buches rar und teuer und so kommt auf unseren Schutzumschlag sinnvolle Werbung.
Die Bücher bzw. Hefte sind meist für ein Kupfer unseres Spielgeldes erhältlich oder man sie sich einfach erspielen. Die ‚Unterm Ladentisch‘ wird mittlerweile schon für ein Silber gehandelt und sie ist nach wie vor unter dem Ladentisch der Feuchten Hütte oder jeder anderen Taverne der Inseln der Macht erhältlich.
Einige Geschichten vom ‚Unterm Ladentisch‘ sind aus meinen alten Geschichten entstanden und haben ihren Weg in die Hände unserer Spieler gefunden.
Viel Spaß beim stöbern, finden und lesen meiner Geschichten!
Callabutterfly

Wortkarg

Wortkarg

Manchmal, wenn dir die Worte fehlen.
Manchmal, wenn du nicht weißt, wie du einen Satz beginnen sollst.
Manchmal, wenn dir die Worte im Halse stecken bleiben.
Manchmal fallen die Worte nichtssagend aus deinem Mund.
Manchmal, wenn du über deinen Schatten springen willst.
Springen über die Mauern hinweg, die dich nur all zu oft einengen.

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Einengen in deinem Sein.
Sein, das ist das was du sein willst.
Einfach nur sein.
Da sein.
Nicht alleine sein.
Zusammen sein.
Aber du stehst da allein.
Allein und bringst kein Wort über die Lippen.
Wortlos.
Wortkarg.
Du stehst da.
Einfach so.
Da im Regen.
Du sagst kein Wort.
Der Regen redet für dich.
Jeder Tropfen schreit es hinaus.
Sie schreien es hinaus, wo du nichts sagen kannst.
Der Himmel weint, wo du keine Träne mehr vergießen kannst.
Des Lachens müde, bist du stumm.
Wer schreit es hinaus?
Das was du nicht sagen kannst.
Können.
Wollen.
Es wird nie jemand erfahren.
Du musst es sagen. Müssen.
Deine Gedanken schreien es hinaus.
Ob es je jemand hören kann, wenn du nicht endlich den Mund auf machst.
Erstveröffentlichung 04.01.2010
Published in: on 25. Mai 2020 at 12:48  Kommentar verfassen  
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Tanz in den Mai!

Tanz in den Mai!

Ging ein Mann (50) ganz ohne darüber nachzudenken in ein Tanzlokal. Es hieß ‚Tanz in den Mai‘.

Ja, wunderbar denkt er sich, es ist ja Frühling und da kann Mann ja mal schauen, wer sich Heut zu Tage in so einem Tanzlokal so herum treibt. Er denk sich auch nichts Böses, denn er hat ja schließlich seine Ehefrau dabei.

Es wurde getanzt und getrunken und sich unterhalten. Es war grad so, wie man sich einen Tanz im Mai so vorstellen würde.

In einem unachtsamen Moment seiner Frau, stand er nur für einen gefühlten Bruchteil einer Sekunde allein an der Bar, spielte ganz verträumt an dem Fruchtspießchen in seinem leeren Cocktailglas herum und träumte wahrscheinlich an ergreifende Momente der (Film)geschichte, die er mit seiner Frau zusammen noch einmal in seinen Träumen durchlebte.

Und genau deswegen dachte er sich wieder nichts dabei, einen Moment allein an der Bar zu sitzen, weil er ist ja schließlich verheiratet, er hat seinen Ehering am Finger und er war in Gedanken schließlich gerade Julius Cäsar, der gerade seiner Cleopatra den Hof machte. Und schließlich war er ja kein 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen. Aber genau so wird er sich bald fühlen…

‚Ich bin die Helga!‘ hörte er eine tiefe, tiefe Stimme hinter sich. Er kommt sich nicht nur so vor, wie ein kleines 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen, sondern auch noch wie Rotkäppchen und dem Hörer in der ‚Rufmichan!‘-Telefonzentrale.

Dann spürt er eine kräftigte, kräftige Hand auf seiner Schulter. Am Liebsten wäre er in diesem Moment wieder ein kleiner Junge gewesen, der sich noch in die Hose bieseln hätte dürfen, um dann mit einer Watschen seiner Mutter sich sprichwörtlich hätte verpissen können.

Er wollte nicht, aber die Höflichkeit und der Anstand erwarteten von ihm, dass er sich genau jetzt umdrehen sollte. Verängstigt und sehr, sehr zögerlich drehte er sich also doch um und blickte auf ein tiefes, tiefes Dekolletee. Er selber war wahrlich nicht von großer Gestalt, aber dass das Weibchen namens Helga gleich drei Köpfe größer war wie er, hatte ihn dann doch sehr, sehr verwundert. Er musste seinen Kopf ganz nach hinten biegen, um ihr großes, großes Gesicht da oben auch nur erahnen zu können.

‚Ich bin der Luigi!‘ stotterte er und blickte weiter widerwillig auf die Möpse vor seiner Nase. Und irgendwie kam er sich vor wie Luis de Funès in einem Bild von Picasso. Irgendwas an seiner Optik schien ganz schön verschoben zu sein. Normalerweise wäre er genau jetzt in seinem Ehebett aufgewacht und seine Frau würde neben ihm friedlich schlummern.

 

Er trat sich selbst auf den Fuß.

Er wachte nicht auf.

Er versuchte es nochmal.

Er wachte nicht auf.

Verdammt es war kein Traum.

 

Sein Instinkt sagte zu ihm: ‚Lauf weg, da stimmt was nicht!‘

Aber der Anstand und die Hoffnung, dass seine Frau ihn retten würde, hielt ihn so fest, wie die Pranke, die ihn tatsächlich an Ort und Stelle hielt.

‚Dein Glas ist ja ganz leer, Süßer!‘ schrie sie ihn förmlich an, so dass sich seine Gesichtszüge, wie in einem schlechten Comic strafften. Verwirrt suchte er nach der Zigarre in ihrer Hand und dem Glas Whiskey, weil eine Frau mit so einer aussagekräftigen, tiefen, tiefen Stimme, musste ein starke, starke Zigarrenraucherin und Whiskeytrinkerin sein.

‚Oh ja, mein Glas ist ja so leer!‘ stammelte er und seine Blicke suchten panisch nach seiner Frau.

Diese Helga wedelte nun mit ihrer anderen Pranke nach dem Barkeeper und schrie wieder: ‚Dann sollten wir dein Glas aber ganz schnell wieder anfeuchten… Barkeeper, ein Glas Milch für den jungen Mann und ein Appletini für mich!‘

Dann riss sie sich den Fruchtspieß aus seinen zitternden Händen und zog ganz, ganz langsam die Cocktailkirsche vom Spieß und schob sie ganz furchtbar langsam zwischen ihre großen, roten Lippen. Zum Glück konnte er nur erahnen, was sich auf Kopfhöhe ihrerseits abspielte, so dass er nicht gleich dem Wahnsinn anheim fiel. Das passierte erst als sie den zu einem Herz geknoteten Stiel der Kirsche aus ihrem großen, großen Mund zog und auf seine Serviette legte. Am Liebsten wäre er einfach am Boden zerflossen und im Erdboden versunken. Und wo zum Teufel war sein Frau.

Vor Scham blickte er schließlich zu Boden, als der Barkeeper mit einem breiten Grinsen im Gesicht das Glas Milch gegen sein leeres Glas austauschte und die Serviette mit dem Kirschstielherz vor ihm liegen ließ. Der Barkeeper, der genauso lautlos grinsend, wie er erschienen war, auch wieder verschwand, schien wesentlich mehr über diese Helga zu wissen. Jetzt wurde ihm erst gewahr, dass er schon einen langen Moment auf ihre Lackschuhe gestarrt hatte.

Ja, Lackschuhe mit Schleife in Schuhgröße 44 müssen wirklich schwer zu kriegen sein.

Helga beugte sich nun zu ihm runter und versuchte in sein Ohr zu flüstern. ‚Kannst du meine Unterwäsche sehen, wie sie sich in meinen Lackschuhen spiegelt.‘

Er starrte sie fassungslos an und schüttelte verwirrt den Kopf, während er sich im Ohr bohrte und dabei hoffte, dass er nicht taub werden würde, wenn diese Helga ihm weiter ins Ohr ‚flüsterte‘.

‚Weißt du, ich hab immer Angst, dass mir die Jungs nur auf meine Lackschuhe starren, damit sie mein Höschen sehen können!‘

Sein Verstand war schon längst Gassi gegangen, seine Frau schien vom Erdboden verschluckt worden zu sein und diese Helga hatte Sorgen, dass irgendjemand ihr Höschen durch ihre Lackschuhe sehen könnte. Wo war Chuck Norris, wenn man ihn brauchte.

Sie kam noch näher und presste ihre großen, groben Lippen an sein Ohr: ‚Soll ich dir ein Geheimnis verraten?‘

Er versuchte den Kopf zu schütteln, aber sie hielt ihn an seinem Kinn fest und hauchte ihm zu: ‚Genau deswegen habe ich gar kein Höschen an!‘

Und das Lachen, dass nun erschallte, erinnerte ihn an das fürchterliche Lachen des schrecklichen Sven aus Wickie und die starken Männer. Aber nachdem er ernsthaft versuchte an seiner nicht mehr vorhandenen Spucke zu ersticken und gleichzeitig nach irgendetwas langen, spitzen zu suchen, damit er sich die Augen ausstechen konnte. Bevorzugte sein Verstand und sein Instinkt in seinem Kopf einen kinskiesken Schreianfall zu bekommen: ‚Du hast auf die Lackschuhe geschaut. Du hast auf die Lackschuhe geschaut. Du hast auf die Lackschuhe geschaut!‘

Als er endlich erlöst wurde.

‚Schatz, da bist du ja!‘ hörte er seine Frau sagen.

Und als sie endlich in sein Blickfeld trat und diese Helga endlich von ihm ab ließ, sah er das breite Grinsen im Gesicht seiner Frau. Dann flüsterte sie wirklich leise in sein Ohr, während sie Lippenstiftreste von seinem Lauscher putzte. ‚Du weißt schon, dass Helga früher mal Herbert hieß, oder?‘

Sternchen tanzten um seinen Kopf und kleine 12jährige Feen mit blonden Zöpfen zauberten noch mehr Sterne, während der kleine, dicke, gelbe Luis de Funès in seinem Kopf laut: ‚Nein!‘ rief und sich mit der flachen Hand auf den spärlich, behaarten Kopf schlug. Seine Frau redete ungeachtet seiner geistig und körperlichen Verfassung weiter: ‚Metoo ist ein wichtiges Thema und Männer sollten das auch mal am eigenen Leib erfahren, wie das ist! Danke Helga, die Drinks gehen auf mich!‘

Dann klappte sie ihrem Mann den Mund zu und meinte: ‚Trink deine Milch aus, Schatz!‘

(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall. Ein Name wurde von der Redaktion geändert und ansonsten noch so einiges dazu gedichtet.)

8/12 – Die Wunderbare Welt der Numerologie

8/12 – Die Wunderbare Welt der Numerologie

1011836_10200129866636053_2028327123_nWieder ein Jahr älter und es hat sich in meinem Leben nicht viel verändert. Nicht viel, naja! Gut ich bin wieder im Besitz meines eigenen Haupthaares und die Nummer mit der Glatze ist wirklich das Einzige in meinem Leben was ich bereue. Das Einzige was sich wohl nie ändert ist die unglaubliche Menge an Exemplaren der Cinema, die sich in meiner Wohnung auftürmen und noch ein paar Ausgaben der Beef mehr. Die unglaubliche Menge an DVD’s  die meine Regale langsam ans Ende ihrer Kräfte bringen. Und seit dem ich endlich mein Fenster zum Hof digitalisiert habe, musste ich aus den Videokassetten ein Regal für meine BluRay basteln.

Naja hat sich ja doch einiges geändert. Ich habe mittlerweile drei Brüder und einen Mann, während meine eigentliche Familie immer mehr schrumpf, bin ich ganz glücklich damit, erstmal keinen Mann mehr suchen zu müssen. Auch wenn meine ‚Ich suche einen Mann!‘ Reihe meine erfolgreichsten Artikel waren, geb ich die Hoffnung nicht auf, dass meine Leser vielleicht auch mal längere Texte lesen, die weniger Lustig sind als meine fast schon vergessene Einsamkeit.

Das Einzige was sich wirklich nie ändern wird. Alle Jahre wieder. Ich in meinem Büro wieder einen gewerkschaftlich gelieferten Adventskalender stehen, der hoffentlich wieder alles andere als ungewöhnlich zu sein scheint.
Die neuen Büroräume riechen mittlerweile nicht mehr so neu, dennoch ist meine Nase stehts zu, meine Augen tränen und die Schmerzen zwischen den Ohren bringen meinen eh schon wankelmütigen Verstand zu weilen schon arg aus dem Gleichgewicht.

Den alten Empfangsroboter aus alten Stasibeständen hätte ich schon fast vergessen, wenn er nicht alle Jahre wieder in meinem schriftlichen Adventskalender auftauchen würde. Er arbeitet wahrscheinlich immer noch an einer einsamen Tankstelle und führt seine Strichlisten. Und es gibt bestimmt noch eine alte Akte mit meinem Namen drauf.

Nun zur Zahl 8. Die 8 ist immer noch meine Glückszahl. Und ich hab mit eigentlich vorgenommen mich von Glückskeksen fernzuhalten, nachdem letztes Mal in einem stand, dass ich der Führer wäre. Hm. Egal. Aber ich kann mich manchmal einfach nicht zurückhalten.

IMG_20151104_113446255Nachdem meine Pechsträhne vorbei zu sein scheint, habe ich auch wieder mit den Glückskeksen angefangen. Und nun scheint auch der Glückskeksfluch gebrochen zu sein. Ich scheine auf dem richtigen Weg zu sein…

Die wunderbare Welt der Numerologie geht leider erst in zwei Jahren wieder auf, deshalb schönes achtes Türchen und danke für die Blumenwiese…

Ich suchte einen Mann 2.0 – Teil 78 – Mein Indiana Jones

Ich suchte einen Mann 2.0 – Teil 78 – Mein Indiana Jones

4673266189_335122039bIch suchte einen Mann der mit mir die ein oder andere Forschungsreise unternimmt. Ich will die angeblichen Pyramiden von Bosnien besuchen und rausfinden, ob es damit etwas auf sich hat. Ich will den den Djatlow-Pass zum Cholat Sjachl hochsteigen und rausbekommen, warum die Mansen ihn den Berg der Toten nennen. Und für den Fall, dass ich das überlebe, möchte ich auch gleich noch in Tunguska vorbeischauen.

Dann geht es todesmutig ab nach Japan in den Aokigahara Wald und irgendeinem armen Irren Cthulhu Detailseinen Selbstmord versauen. Und wenn wir dann immer noch Leben, wenn wir aus dem bösen, bösen Wald wieder rausgekommen sind, könnten wir nach Amerika auf Monsterjagd gehen. Es ist mir völlig egal ob uns der Mothman, der Sasquatch und / oder der Bigfoot, der Chupacabra, der Wendigo oder Jersey Devil holt, wir werden den Gefahren trotzen. Weil am Ende unserer Reise werden wir uns dem großen Alten voll und ganz hingeben, wenn wir es auf dem Grab von H.P. Lovecraft treiben, in der Hoffnung das der große Cthulhu sich endlich zeigt und dem Leiden auf der Welt endlich ein Ende macht.

goatFalls wir das alles überlebt haben, würde ich wirklich gerne wissen, ob es den Beltsville Goatman wirklich gibt. Aber dafür müsste mein Indiana Jones wohl eher ein unehelicher Sohn von John Winchester sein.

Anmerkung: rien ne va plus – nichts geht mehr – ‘Ich suche einen Mann’ wird zu ‘Ich suchte einen Mann’

 

Schackeline jenseits der 17 ½ – Das Klassentreffen

Schackeline jenseits der 17 ½  –  Das Klassentreffen

(Nacherzählung vom Tagebuch)

Tagebuch_eines_armen_Fräuleins,_cover_10Ich könnte ja echt beleidigt sein, dass sie mich nicht mitgenommen hat, aber eigentlich war es auch mal ganz schön allein zu hause zu sein, wenn auch ein wenig langweilig.

Ich lag den ganzen Tag in der Sonne und hab mich vom Fernsehen berieseln lassen. Blöd ist nur ich konnte nicht umschalten. Manchmal ist es nicht leicht ein Tagebuch zu sein.

Also hat mich die halbe Nacht wahlweise eine Oma oder eine Lehrerin angeschrien, ich solle sie anrufen. Wie denn ohne Finger?

Nach gefühlten zwei Tagen kam Schackeline wieder, sie war ziemlich grimmig und legte sich ins Bett und schlief nochmal einen Tag.

Psst. Sie schläft übrigens jetzt schon wieder, aber als sie zwischendrinnen mal wach war, konnte ich ihr folgende Geschichte aus der Nase ziehen und nachdem ihre Laune gar so schlecht war, habe ich versucht, sie beim Schreiben kaum zu unterbrechen:

Ich war doch auf dem Klassentreffen, was schon schlimm genug war. Ich blöde Kuh habe gedacht, dass meine erste große Liebe auftauchen würde. Aber ehrlich, in einem gewissen Alter sollte man nicht mehr oder wieder auf Wunder hoffen. Falls es dir mal aufgefallen ist, ich bin keine 17 ½ mehr. Nein, liebste Schackline, dass wäre mir ja nie aufgefallen.

Auf jeden Fall waren die ganzen Leute von der Schule, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, die selben Arschlöcher wie früher und verändert haben die sich auch alle nicht. Und wie sie alle versucht haben sich in die selben alten engen Jeans reingequetschen, wie früher, nur dass schon ein paar Jährchen ins Land gegangen sind. Wie Peinlich. Ich war natürlich völlig overdressed und mein Herzblatt war natürlich nicht da!  Nah, wer hätte das gedacht?

Als endlich alles vorbei war, durften wir netterweise in der Turnhalle unserer alten Schule übernachten. Genau so fangen Horrorfilme an.

Und es hätte so eine angenehmen Nachruhe werden können, wir haben die Schnarcher und Pärchen ausquartiert und als endlich alle die Schnauze gehalten haben, hörte ich ein Piepsen. Ein Feuermelder, der nach einer frischen Batterie schrie. Irgendjemand hatte sich tatsächlich die Mühe gemacht,  ihn abzunehmen und ihn in den Vorraum zu stellen, wo er dann munter in unregelmäßigen Abständen weiter plärrte.

Mal abgesehen davon, dass alle 5 Minuten jemand zum Pinkeln aufstand und die Tür zum Klo gotterbärmlich quietschte und beim Schließen, einen lauten Knall erzeugte, der sogar Tote aus dem Grab gerissen hätte.

Schlaf wird ja auch total überbewertet, also grübelte ich über das Klassentreffen nach. Das war echt die allerschlimmste Party, seit meiner Schulzeit. Die Musik war damals schon echt scheiße und die Klamotten bescheren mir heute noch echt Alpträume. Der einzige gutaussehende Mann auf der ganzen Party, der augenscheinlich kein völliger Idiot zu sein schien, war glaub ich gar nicht auf unserer Schule…

Was machst du denn jetzt? Ich suche die Jahrbücher! Wenn du sonst keine Probleme hast? Was für eine krasse Scheiße, es war der Karl-Heinz Rüdiger. Und irgendwo unter den ganzen Vornamen hat sich ein Nachname versteckt, was? Und wie der sich gemacht hat! Soso. Glatze, Nerdbrille und durchtrainiert. Aha! Obwohl, bis auf die fehlenden Haare, hat er sich tatsächlich kein bisschen verändert. Oooh…Nein? Warum ist es mir nur früher nicht aufgefallen, dass der so eine geile Drecksau ist? Könnte daran liegen, dass heutzutage Nerds im Allgemeinen als sexy eingestuft werden und früher waren sie einfach nur peinlich.

Egal, ich grübelte und grübelte und stellte irgendwann fest, ich hätte doch aufs Klo gehen sollen! Weil schlafen ging jetzt erst recht nicht mehr. Also ging ich so leise wie möglich zum Klo. Quiiiiiiietsch. Ich vergaß ja die Tür. Verdammt. Und Knall. Jetzt sind alle wieder wach. Hm. Nach dem ich vom Pinkeln wieder zurückkam. Quietsch. Knall. Hm.

Wieder in meinem Schlafsack eingemummelt, endlich bereit zu schlafen, ging das Piepen wieder los. Aber nein, es war nicht der Feuermelder, es war ein Wecker, der gefühlte 30 Minuten seine Melodie abdudelte.

In solchen Momenten beschließen Menschen auch Amok zu laufen, ich hab aber leider keine Knarre dabei und mit meinen High Heels wollte ich niemanden umbringen, die krieg ich doch nie wieder sauber. Boa, Schackeline, du bist echt n Mädchen, oder? Boa, Tagebuch, was meinst du wo die Titten herkommen? Du erdrückst mich! Geh runter von mir!

Wo war ich stehengeblieben? Ringeringedingdong! Der Todeswecker vom Klassentreffen. Irgendwann ist der Schlafkranke dann endlich aufgestanden und hat endlich seinen Scheißwecker ausgemacht. Endlich Stille. Ich dreh mich um und die grelle Fratze brennt mir schier die Augen durch die Lider aus. Es war schon erschreckend hell, für des dass ich noch keine 5 Minuten geschlafen hatte. Ich zog meine Mütze über meinen Kopf und wollte einfach nur noch sterben. Die ersten Leute stehen auf. Quietsch. Knall. Endlich Stille. Quietsch. Knall. Ich bin in einer Endlosschleife gefangen. Quietsch. Knall. Ein Königreich für WD 40, Hammer, Nagel und ein handelsübliches Meerschweinchen. Quietsch. Knall. Ein bepelzter Türstopper hätte die Welt heute so viel schöner machen können. Quietsch. Knall?

Die Ersten packen ihre Sachen und im Vorraum geht das Geklappere los und ein Anflug von Frühstück kriecht in meine Nase. Ich hatte auch mehrmals den Eindruck, dass jemand neben mir steht und mich beim Schlafen (oder nicht Schlafen) beobachtet. Ich wollte aber beim besten Willen nicht wissen, wer es war, weil die Chance 99 zu 1, dass es der geile Nerd sein könnte, war mir entschieden zu gering.  

Ich habe keine Ahnung wie ich es geschafft habe, bei dem Remmidemmi nochmal einzuschlafen, aber ich wurde von folgenden Satz geweckt: ‘Der Tee ist fertig!’

Eine weiblichen Quitschestimme, gefühlt 2 cm nebem meinem Ohr, so wurden schon Weltkriege angezettelt. Er ist wieder da? Jetzt lenkt nicht ab! Menno!

Jetzt ist es ja so, dass es ja eigentlich mein allergrößter Wunsch ist, morgens von einem männlichen Jemanden geweckt zu werden, der mir schwarzen Tee an Bett bringt, möglichst sanft! Soll dass jetzt eine stille Kritik sein, dass ich keine Arme und Beine habe? Jetzt spinn dich aus. Sei froh, dass dir überhaupt jemand Tee ans Bett gebracht hat! Aber nicht von Quietisch, Quietsch, Träller, warum bin ich so fröhlich und als ich endlich die Augen öffne, liege ich alleine in der riesigen Turnhalle und der Tee war gar nicht für mich!

Was hab ich eigentlich verbrochen, warum kann man nicht einfach die Schnauze halten und alle die vielleicht noch hätten schlafen wollen, einfach schlafen lassen. Und warum kann mir der geile Nerd nicht einfach einen schwarzen Tee an mein Bett bringen, des ist ja wirklich nicht zu viel verlangt, oder? Und wenn er mich dann mit seiner tiefen Stimme weckt und mir sanft aber reibeisig in mein Ohr haucht: ‘Dein Messmer Klassik ist fertig!’ Jetzt übertreibst du aber!?

Wollte gerade noch einfügen, wäre super gewesen, wenn er nackt gewesen wäre. Träum weiter! Bleibt mir wahrscheinlich nichts anderes übrig…. Gute Nacht!

(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall.)

Ich suchte einen Mann… Teil 76 – Männliches Nacktmodel

Ich suchte einen Mann… Teil 76  – Männliches Nacktmodel

 

10355421_10202282352406852_7526059733181753585_o gstringmen Ich suchte einen zeigefreudigen Mann, der mir bei einem textilen Forschungsvorhaben behilflich ist… Ich hab Post aus Hongkong bekommen mit dem neusten Schrei der Männerbademode….ist da jemand? Jemand Interesse? Keiner? Ja Du! Du da!

Ich würde gerne einen Eimer Kunstblut über dir ausschütten, während du dieses Dings da anhast und dann würde ich dich gerne über eine Leinwand wälzen, wenn das kein Problem für dich ist.

Anmerkung: rien ne va plus – nichts geht mehr – ‘Ich suche einen Mann’ wird zu ‘Ich suchte einen Mann’

Faszination Feuershow for Gauklerkönige 2015

Faszination Feuershow for Gauklerkönige 2015

Liebe Leser,

ich brauch die nächsten Tage eure Unterstützung!

LT-FaszinationFeuershow
Meine Feuershowgruppe wurde zur Gauklerkönigwahl zu Kaltenberg aufgestellt.

Wir dachten ja erst, wir könnten mit den ganzen Mittelalter-Promis nicht mithalten, aber wir kennen viele Leute und die kennen viele Leute.

Die Abstimmung geht noch 2 Tage, man kann alle 24 Stunden Voten, also Bitte, Bitte, Bitte! Sagt es euren Onkeln und Tanten. Sagt es euren Nachbarn, auch wenn ihr sie nicht ausstehen könnt.

Bitte voten, posten, teilen und zwitschern was das Zeuch hält!

Es wäre uns ein wahren Feuerwerk Gauklerkönige zu werden…

Hier gehts zur Abstimmung:

http://www.gauklerkoenig.de/abstimmen.php?picid=12

Vielen lieben Dank und CU in Kaltenberg im Entschleunigungs-Lager der Faszination Feuershow vor dem Biergarten unterm Sonnensegel mit Bett! Und da bin ich wahrscheinlich anzutreffen.

Eure Callabutterfly aka Firefly von der Faszination Feuershow aka Bine

P.S. Am letzten Kaltenberg Wochenende rocken wir Could Mountain!!!

Faszination Feuershow for Gauklerkönige 2015

Ich suchte einen Mann… Teil 75 – Mein Mundschenk

Ich suchte einen Mann… Teil 75 – Mein Mundschenk

378850_2416195170910_1962430602_nIch suchte einen Mann, der das Essen vorkostet, was mir täglich vorgesetzt wird und mir dann täglich damit das Leben retten darf. Einzige Voraussetzung ist, dass sein Geschmackssinn noch nicht durch den übermäßigen Verzehr von Chili und Chilinebenprodukten verdorben ist und dass er eine Ausbildung zum Rettungssanitäter hat und mit einem Notfallset für Allergiker umgehen kann. Und wenn alle Stricke reißen, einen Luftröhrenschnitt bei mir durchführen würde.

Anmerkung: rien ne va plus – nichts geht mehr – ‘Ich suche einen Mann’ wird zu ‘Ich suchte einen Mann’

Dies ist keine Bekanntschaftsanzeige, gehe nicht über Los und ziehe nicht 2000 Euro ein. Dies sind nicht die Droiden, die ihr sucht. Dies ist ein medizinischer Notfall! Fortsetzungen folgen vielleicht nicht. Neue Rubrik auf diesem Blog: Das ist nicht die Bine, die du glaubst zu kennen.

Das ist nicht die Bine, die du suchst… Teil 40 – Stolzer Schütze

Das ist nicht die Bine, die du suchst… Teil 40 – Stolzer Schütze

Wo wir graIMG_0197d bei Sternzeichen sind: loyal, stolz und ehrlich! So sind sie, die stolzen Schützen. Doch wer über die Maßen loyal ist, erwartet auch etwas Loyalität von seinen Mitmenschen! Und hab ich das dick, wenn man mir in den Rücken fällt, mich belügt und/ oder mir Dinge verheimlicht. Und meine Erwartungshaltung bezüglich meiner Freunde ist allen Anschein nach immer zu groß. Und der Fall ist dann immer besonders tief, wenn ich dann maßlos enttäuscht werde.

Oh Mann, ich kann halt nicht aus meiner Haut, wie auch? War sie doch teuer genug und Lampenschirme aus Menschenhaut sind bestimmt verboten.

(Das Schlimme ist, dass alle Menschen, egal wo ich hinkomme, so unglaublich untertätowiert sind. Es liegt auch nicht daran, dass ich eventuell übertätowiert sein könnte! Nein, selbst wenn ich in eine Gothicdisko komme oder in eine Bikerparty rein platze, bin ich immer noch abartig übertätowiert. Und es gibt durchaus Menschen, die mehr bebildert sind wie ich, nur wo sind die nur alle?

Menno, ich hasse es in einen Raum zu kommen und die stärksten Männer fangen an zu kanoneweinen, weil eine kleine, dicke Frau mehr Eier in der Hose zu haben scheint, als die richtig harten Männer.)

Aber allen Anschein außer Acht lassend, hat die stolze und harte Schale, einen ziemlich weichen Kern und ein verdammt großes Herz. Auch wenn es viele nicht wahr haben wollen, ich bin manchmal ein Mädchen, mit einem großen Herz, aber keinen blonden Zöpfen.

Auch wenn es zu Weilen am Bröckeln ist, was bringt dem Schützen ein viel zu großes, stolzes Herz. In seinem Glanz kann man sich nicht spiegeln. Aber mein Stolz ist das Einzige was mir noch geblieben ist…

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