Ich suche einen Mann…Teil 54 – Der Fensterputzer

Ich suche einen Mann…Teil 54 – Der Fensterputzer

FensterputzerWie er immer noch mit seinem Lappen umgehen kann, ein Traum. Besser könnte ich es auch nicht machen und ich habe das Putzen bei meiner Mutter gelernt und die hätte dem Gunnery Sergeant Hartman aus Full Metal Jacket zum Weinen gebracht. Weil den Trick mit den weißen Handschuhen hat definitiv meine Mutter erfunden. Meine Mutter bringt selbst Chuck Norris noch das Putzen bei. Ich schweife ab.

Obwohl der namenlose Fensterputzer mir mittlerweile zu alt ist, habe ich heute irgendwie doch auf seinen Hintern geschaut und somit möchte ich ihm einen Artikel widmen, für die jahrelange Arbeit, die er für uns verrichtet. Vielen Dank. Sie sind der Grund früh aufzustehen, nur um rechtzeitig das Fensterbrett freizuräumen, damit der Fensterputzer genug Freiraum hat, um seine wertvolle Arbeit zu vollziehen. Sie sind der Held und die Freude an einem tristen Tag. Nochmal Danke.

Anmerkung: Dieser Teil ist eine Ode an unseren Fensterputzer, der Cola Light Mann in meinem Büro. Der Mann der schlaflosen Nächte vieler meiner Kolleginnen und vielleicht auch meiner Kollegen, wer weiß?! Und ein Hoch auf die Dame, die ihn ihr Eigen nennen darf.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Tanz in den Mai!

Tanz in den Mai!

Ging ein Mann (50) ganz ohne darüber nachzudenken in ein Tanzlokal. Es hieß ‚Tanz in den Mai‘.

Ja, wunderbar denkt er sich, es ist ja Frühling und da kann Mann ja mal schauen, was sich Heut zu Tage in so einem Tanzlokal so herum treibt. Er denk sich auch nichts Böses, denn er hat ja schließlich seine Ehefrau dabei.

Es wurde getanzt und getrunken und sich unterhalten. Es war grad so, wie man sich einen Tanz im Mai so vorstellen würde.

In einem unachtsamen Moment seiner Frau, stand er nur für einen gefühlten Bruchteil einer Sekunde an der Bar und spielte ganz verträumt an dem Fruchtspießchen in seinem leeren Cocktailglas herum und träumte wahrscheinlich an ergreifende Momente der (Film)geschichte, die er mit seiner Frau zusammen noch einmal in seinen Träumen durchlebte.

Und genau deswegen dachte er sich wieder nichts dabei, einen Moment allein an der Bar zu sitzen, weil er ist ja schließlich verheiratet und er hat seinen Ehering am Finger und er war schließlich gerade Julius Cäsar, der gerade seiner Cleopatra den Hof machte. Und schließlich war er ja kein 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen. Aber genau so wird er sich bald fühlen…

‚Ich bin die Helga!‘ hörte er eine tiefe, tiefe Stimme hinter sich. Er kommt sich nicht nur so vor, wie ein kleines 12jähriges Mädchen mit blonden Zöpfen, sondern auch noch wie Rotkäppchen und dem Hörer in der ‚Rufmichan!-Telefonzentrale‘.

Dann spürt er eine kräftigte, kräftige Hand auf seiner Schulter. Am Liebsten wäre er in diesem Moment wieder ein kleiner Junge gewesen, der sich noch in die Hose bieseln hätte dürfen, um dann mit einer Watschen seiner Mutter sich sprichwörtlich hätte verpissen können.

Er wollte nicht, aber die Höflichkeit und der Anstand erwarteten von ihm, dass er sich genau jetzt umdrehen sollte. Verängstigt und sehr, sehr zögerlich drehte er sich also doch um und blickte auf ein tiefes, tiefes Dekolletee. Er selber war wahrlich nicht von großer Gestalt, aber dass das Weibchen namens Helga gleich drei Köpfe größer war wie er, hatte ihn dann doch sehr, sehr verwundert. Er musste seinen Kopf ganz nach hinten biegen, um ihr großes, großes Gesicht da oben auch nur erahnen zu können.

‚Ich bin der Mario!‘ stotterte er und blickte weiter widerwillig auf die Möpse vor seiner Nase. Und irgendwie kam er sich vor wie Luis de Funès in einem Bild von Picasso. Irgendwas an seiner Optik schien ganz schön verschoben zu sein. Normalerweise wäre er genau jetzt in seinem Ehebett aufgewacht und seine Frau würde neben ihm friedlich schlummern. Er trat sich selbst auf den Fuß. Er wachte nicht auf. Er versuchte es nochmal. Er wachte nicht auf. Verdammt es war kein Traum.

Sein Instinkt sagte zu ihm: ‚Lauf weg, da stimmt was nicht!‘ Aber der Anstand und die Hoffnung, dass seine Frau ihn retten würde, hielt ihn so fest, wie die Pranke, die ihn tatsächlich an Ort und Stelle hielt.

‚Dein Glas ist ja ganz leer, Süßer!‘ schrie sie ihn förmlich an, so dass sich seine Gesichtszüge, wie in einem schlechten Comic strafften. Verwirrt suchte er nach der Zigarre in ihrer Hand und dem Glas Whiskey, weil eine Frau mit so einer aussagekräftigen, tiefen, tiefen Stimme, musste ein starke, starke Zigarrenraucherin und Whiskeytrinkerin sein.

‚Oh ja, mein Glas ist ja so leer!‘ stammelte er und seine Blicke suchten panisch nach seiner Frau.

Diese Helga wedelte nun mit ihrer anderen Pranke nach dem Barkeeper und schrie wieder: ‚Dann sollten wir dein Glas aber ganz schnell wieder anfeuchten… Barkeeper, ein Glas Milch für den jungen Mann und ein Appletini für mich!‘ Dann riss sie sich den Fruchtspieß aus seinen zitternden Händen und zog ganz, ganz langsam die Cocktailkirsche vom Spieß und schob sie ganz furchtbar langsam zwischen ihre großen, roten Lippen. Zum Glück konnte er nur erahnen, was sich auf Kopfhöhe ihrerseits abspielte, so dass er nicht gleich dem Wahnsinn anheim fiel. Das passierte erst als sie den zu einem Herz geknoteten Stiel der Kirsche aus ihrem großen, großen Mund zog und aus seine Serviette legte. Am Liebsten wäre er einfach am Boden zerflossen und im Erdboden versunken. Und wo zum Teufel war sein Frau.

Vor Scham blickte er schließlich zu Boden, als der Barkeeper mit einem breiten Grinsen im Gesicht das Glas Milch gegen sein leeres Glas austauschte und die Serviette mit dem Kirschstielherz vor ihm liegen lies. Der Barkeeper schien mehr zu wissen, über diese Helga. Der genauso lautlos grinsend, wie er erschienen war, auch wieder verschwand. Jetzt wurde ihm erst gewahr, dass er schon einen langen Moment auf ihre Lackschuhe gestarrt hatte. Ja, Lackschuhe mit Schleife in Schuhgröße 44 müssen wirklich schwer zu kriegen sein…

Helga beugte sich nun zu ihm runter und versuchte in sein Ohr zu flüstern. ‚Kannst du meine Unterwäsche sehen, wie sie sich in meinen Lackschuhen spiegelt.‘

Er starrte sie fassungslos an und schüttelte verwirrt den Kopf, während er sich im Ohr bohrte und dabei hoffte, dass er nicht taub werden würde, wenn diese Helga ihm weiter ins Ohr ‚flüsterte‘.

‚Weißt du, ich hab immer Angst, dass mir die Jungs nur auf meine Lackschuhe starren, damit sie mein Höschen sehen können!‘

Sein Verstand war schon längst Gassi gegangen, seine Frau schien vom Erdboden verschluckt worden zu sein und diese Helga hatte Sorgen, dass irgendjemand ihr Höschen durch ihre Lackschuhe sehen könnte. Wo war Chuck Norris, wenn man ihn brauchte.

Sie kam noch näher und presste ihre großen, groben Lippen an sein Ohr: ‚Soll ich dir ein Geheimnis verraten?‘

Er versuchte den Kopf zu schütteln, aber sie hielt ihn an seinem Kinn fest. ‚Genau deswegen habe ich gar kein Höschen an!‘ Und das Lachen, dass nun erschall, erinnerte ihn an das fürchterliche Lachen des schrecklichen Sven aus Wickie und die starken Männer. Aber nachdem er ernsthaft versuchte an seiner nicht mehr vorhandenen Spucke zu ersticken und gleichzeitig nach irgendetwas langen, spitzen zu suchen, damit er sich die Augen ausstechen konnte. Bevorzugte sein Verstand und sein Instinkt in seinem Kopf einen kinskiesken Schreianfall zu bekommen: ‚Du hast auf die Lackschuhe geschaut. Du hast auf die Lackschuhe geschaut. Du hast auf die Lackschuhe geschaut!‘ Als er endlich erlöst wurde. ‚Schatz, da bist du ja!‘ hörte er seine Frau sagen. Und als sie endlich in sein Blickfeld trat und diese Helga endlich von ihm ab lies, sah er das breite Grinsen im Gesicht seiner Frau. Dann flüsterte sie wirklich leise in sein Ohr, während sie Lippenstiftreste von seinem Lauscher putzte. ‚Du weißt schon, dass Helga früher mal Herbert hieß, oder?‘

Sternchen tanzten um seinen Kopf und kleine 12jährige Feen mit blonden Zöpfen zauberten noch mehr Sterne, während der kleine, dicke, gelbe Luis de Funès in seinem Kopf laut: ‚Nein!‘ rief und sich mit der flachen Hand auf den spärlich, behaarten Kopf schlug. Seine Frau redete ungeachtet seiner geistig und körperlichen Verfassung weiter: ‚Da hätte dich nicht mal der Crocodil Dundee Gedächtnisgriff gerettet.‘

(Ähnlichkeiten mit Personen aus dem realen Leben sind in einer fiktiven Geschichte gar unmöglich und somit reiner Zufall. Ein Name wurde von der Redaktion geändert und ansonsten noch so einiges dazu gedichtet. Wer den Schaden hat, braucht für den Spot nicht zu sorgen.)

Teach me tiger

Teach me tiger

‚Willkommen zurück aus der Werbepause. Das Pro7 Turmspringen hier aus der Olympia-Schwimmhalle…‘

Man sieht einen Bildschwenk über die Schwimmbecken hin zu den kleinen Aufwärmbecken, in dem die Promis vor uns nach dem Start sitzen und Promiplantschen zelebrieren. Der Moderator labert weiter belangloses Zeug.

Man sieht einen farbigen Mann an einer blonden Pro7-Moderatorin (Blondie No. 1) herum schrauben, eine zweite blonde Pro7-Moderatorin (Blondie No. 2) sitzt daneben und kuckt doof aus der knappen Wäsche. Der Kommentator redet munter weiter und macht diese billige Grapschattacke zum Sportereignis des Jahres.

‚Tiger W., hier links im Bild, legt die Hand an Blondie No. 1, sie täuscht an und taucht ab. Hier nochmal in der Zeitlupe eine zweifache Arielle würd ich mal sagen, mit einem versuchten Tritt in Tigers Familienjuwelen. Jetzt kommt Blondie No. 2 ins Spiel. Sie haut dem Tiger W. eine mächtige Breitseite mit dem Schwimmreifen mitten ins Gesicht. Was macht er da. Gibt er auf? Nein. Er lässt sich nicht unterkriegen. Das ist echter Sportsgeist. Er hantiert an seiner Badehose. Blondie No. 1 ist mit dem Rücken zum Gegner wieder aufgetaucht und kann gar nicht sehen, was der Tiger da hinter ihrem Rücken zu treiben anstrebt. Blondie No. 2 reißt die Augen und den Mund weit auf. Leider kann man ihre Wiederworte nicht hören. Der Tiger packt seinen …ähm… wirklich enormen Penis aus. Und ich glaube erkennen zu können, dass er sich vor laufender Kamera Einen runterholt. Es ist wirklich unfassbar, wenn ich es nicht mit meinen eigenen Augen sehen würde… Das gab es ja noch nie im Deutschen Fernsehen. Mit einer Hand wedelt er sich einen von der Riesenpalme und mit der anderen Hand versucht er noch immer nach dem Hinterteil von Blondie No. 1 zu grapschen. Das nenn ich mal hartnäckig. Aber die Gesichter der beiden Damen lassen uns nur unschwer erkennen, dass sie nicht gerade begeistert über die Besamungsversuche zu sein scheinen. Halt, jetzt kommt es zum Höhepunkt, er spritzt in einer gewaltigen Fontäne über den Rücken von Blondie No. 1. Ich kann ihr kreischen bis in meine Kabine hören. Er schwenkt sein Ding zur Seite und spritzt Blondie No. 2 volle Sahne in den offenen Mund. Sie verschluckt sich und beginnt panisch nach Luft zu ringen. Der Tiger spitzt munter wedelnd weiter und spitzt sich selbst auch noch in den Mund und freut sich sichtlich über seinen Erfolg…‘

Ich wache auf und denke schon ich bin total bescheuert. Mein Fernseher läuft und es läuft RTL. Ich brauche eine geschlagene Stunde um zu verstehen, was ich da für eine Scheiße geträumt habe. Ich habe meinen Arzt angerufen, wegen einer ganz anderen Geschichte und habe ihm von diesem Traum erzählt, er verschrieb mir Dinge, die ich in meiner momentanen Verfassung gar nicht durchstehen würde.

Den ganzen Tag versuche ich den Traum zu vergessen, ertappe mich aber kurze Zeit später, wie ich nach Tiger Woods google und obwohl mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich bewusst war, wie der Typ eigentlich wirklich aussieht, hat mein Unterbewusstsein wirklich ganze Arbeit geleistet. Der sieht auch genauso aus wie in meinem Traum. Krass. Vielleicht habe ich bei meinen Sexsucht-Recherchen ein Bisschen zu viel recherchiert. Hm. Aber ich wollte doch einen ganz tollen Artikel über Sexsucht schreiben und dann kommt mir mein Unterbewusstsein wieder mal zuvor. Hm. Ich habe den ganzen Tag noch einen Ohrwurm und summe den ganzen Tag ‚Teach me Tiger‚ …wah wah wah wah wah…

Und ich überlege mir gerade wie der nächste Tag bei Pro7 aussehen wird, wenn das nun wirklich passiert wäre. Galileo würde endlich aufklären, ob Frau in einem Zuber schwanger werden kann oder nicht. Und wie bei Galileo es halt so ist, wird diese Frage wohl nie geklärt werden.

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass Frau mit Tiger Woods und / oder Chuck Norris im Badezuber (oder Wirlpool) auf jeden Fall schwanger werden muss, auch wenn einer der männlichen Beleidigten irgendwann vielleicht keine Prostata mehr haben würde. Hm.

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